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Dokumentenidentifikation DE69507564T3 16.03.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000707979
Titel Polyesterfilm für ein Aufzeichnungsmedium für wärmeempfindliche Übertragung vom Sublimationstyp
Anmelder Dai Nippon Printing Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Masuda, Narihiro, Nagahama-shi, Shiga-ken, JP
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69507564
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, LU, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.09.1995
EP-Aktenzeichen 951154863
EP-Offenlegungsdatum 24.04.1996
EP date of grant 27.01.1999
EPO date of publication of amended patent 15.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.03.2006
IPC-Hauptklasse B41M 5/40(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B41M 5/38(2000.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B32B 27/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Polyesterfolie als Grundfolie für ein wärmeempfindliches Übertragungsaufzeichnungsmedium vom Sublimationstyp.

Wärmeempfindliche Übertragung vom Sublimationstyp ist typischerweise durch eine hervorragende Graduationsqualität des gedruckten Bildes im Vergleich zu wärmeempfindlicher Übertragung vom Schmelztyp gekennzeichnet und wird vorzugsweise für Vollfarbendrucken angewandt, wo der distinkte Ausdruck von Zwischenfarben besonders erfordert wird. In jüngster Zeit ist es durch Verbesserungen der sublimierbare Farbstoffe enthaltenden Aufzeichnungsmedien oder durch Verbesserungen der Hardware-Geräte, wie Druckern, möglich geworden, Bilder von hoher, einer Photographie fast gleichwertigen Feinheit zu erhalten.

Eine andere ernste Anforderung beim Vollfarbendrucken unter Verwendung wärmeempfindlicher Übertragung vom Sublimationstyp ist die Vergrößerung des Formats des gedruckten Bildes. Insbesondere werden gedruckte Bilder mit einer großen Fläche, wie größer als A-4-Format, gewünscht. Es wird ebenfalls gefordert, daß das Drucken in einer nicht viel längeren Zeit durchgeführt wird, als sie für herkömmliches A-6- bis B-5-Format-Drucken benötigt wird. Dies verlangt nach einer Erhöhung der Druckgeschwindigkeit und bringt einen Anstieg der Druckenergie mit sich.

In der JP-A-63-191679 wird ein Wärmeübertragungs- bzw. Thermotransferblatt offenbart, das eine biaxial gereckte Polyesterfolie mit einem planaren Reckungsfaktor von 0,04~0,09, einem axialen Reckungs-Verhältnis von 1,05~1,40, einer Dicke von 1~12 &mgr;m umfaßt, und das mit einem wärmehärtbaren Harz beschichtet ist, während ein Färbematerial auf der anderen Seite durch Aufbeschichten vorgesehen ist.

Allerdings ist in herkömmlichen wärmeempfindlichen Übertragungsaufzeichnungsmedien die Wärmebeständigkeit der Grundfolie unzufriedenstellend gewesen und ein Anstieg der Druckenergie würde das Problem der Faltenbildung des Tintenbandes unter hoher Wärme aufwerfen was einen Druckfehler (weiße Zeile) an diesem Abschnitt verursacht, wodurch die Qualität des gedruckten Bildes grob vermindert wird.

Im Verlauf der Untersuchungen der Erfinder der vorliegenden Erfindung zur Überwindung des obenstehenden Problems wurde festgestellt, daß durch Verwenden einer Polyesterfolie mit den spezifischen Eigenschaften als Grundfolie des Aufzeichnungsmediums, genauer gesagt durch Verwenden einer laminierten Polyesterfolie, erhalten durch Aufbringen einer Beschichtungslösung, welche mindestens ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares Harz umfaßt, gewählt aus der Harze auf Urethanbasis, Harze auf Polyesterbasis und Harze auf Acrylbasis umfassenden Gruppe, auf mindestens eine Seite einer Polyesterfolie als Trägerfolie, bevor die orientierte Kristallisierung der Polyesterfolie vervollständigt ist, als Grundfolie eines wärmeempfindlichen Übertragungsaufzeichnungsmedium vom Sublimationstyp und Unterziehen der erhaltenen Folie unter eine Trocknungsbehandlung, Reckbehandlung und Thermofixierungsbehandlung. Die vorliegende Erfindung ist auf Basis der besagten Erkenntnis erzielt worden.

Zusammenfassung der Erfindung

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung eine Polyesterfolie für wärmeempfindliche Übertragung vom Sublimationstyp vorzusehen, welche zur Verhinderung der Faltung des Tintenbandes dient, so daß kein Druckdefekt hervorgerufen wird, der die Qualität des gedruckten Bildes beeinträchtigt, und welche auch hinsichtlich des Adhäsionsvermögens an die sublimierbare Tinte verbessert ist, selbst wenn ein großflächiges Farbdrucken, wie über A-4-Format hinausgehend, durchgeführt wird.

Um das Ziel zu erfüllen, wird gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung eine laminierte Polyesterfolie für wärmeempfindliche Übertragung vom Sublimationstyp, umfassend eine Polyesterfolie mit einem Grad an Planarorientierung von 0,145 bis 0,159 und einen auf mindestens einer Seite davon gebildeten Überzugsfilm, durch Aufbringen einer Beschichtungslösung, welche mindestens ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares Harz umfaßt, gewählt aus der Harze auf Urethanbasis, Harze auf Polyesterbasis und Harze auf Acrylbasis umfassenden Gruppe, bevor die orientierte Kristallisation der Polyesterfolie vervollständigt ist, und Unterziehen der erhaltenen Folie unter eine Trocknungsbehandlung, Reckbehandlung und Thermofixierungsbehandlung vorgesehen.

In einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein wärmeempfindliches Übertragungsaufzeichnungsmedium vom Sublimationstyp bereitgestellt, das die im ersten Aspekt definierte laminierte Polyesterfolie, eine auf der Oberfläche der Überzugsschicht aufgebrachte Tintenschicht und eine auf der Seite der Polyesterfolie, welche der Tintenschichtseite gegenüberliegt, aufgebrachte wärmebeständige Schicht umfaßt.

Ausführliche Beschreibung der Erfindung

Die in der vorliegenden Erfindung als Trägerfolie verwendete Polyesterfolie ist bevorzugt eine solche, in der nicht weniger als 80 Mol-%, vorzugsweise nicht weniger als 90 Mol-% ihrer Struktureinheiten von Ethylenterepthalat gebildet werden. Die in der vorliegenden Erfindung verwendete Polyesterfolie kann weniger als 20 Mol-%, vorzugsweise nicht mehr als 10 Mol-%, zum Beispiel als eine copolymere Komponente, von einem Diol, wie Diethylenglykol, Propylenglykol, Neopentylglykol, Polyethylenglykol, 1,4-Cyclohexandimethanol, 1,4-Butandiol oder dergleichen, einer Dicarbonsäure, wie Isophthalsäure, 2,6-Naphthalindicarbonsäure, 1,4-Cyclohexandicarbonsäure, Sulfonylisophthalsäure oder dergleichen, oder einer Oxycarbonsäure, wie Oxybenzoesäure, enthalten.

Die in der vorliegenden Erfindung verwendete Polyesterfolie enthält bevorzugt die zugesetzten Teilchen zur Bildung von Protuberanzen bzw. hervorstehenden Stellen auf der Folienoberfläche zur Erleichterung des Einarbeitens der Polyesterfolie an ein Tintenband und zur Sicherung der gewünschten Laufleistung des hergestellten Tintenbandes. Die für diesen Zweck verwendbaren Teilchen schließen Teilchen von Silica, Kaolin, Talkum, Ton, Calciumcarbonat, Bariumsulfat, Calciumterephthalat, Titaniumoxid und Ruß und vernetzte organische Teilchen ein. Der durchschnittliche Durchmesser dieser Teilchen beläuft sich auf 0,1 bis 10 &mgr;m, vorzugsweise 0,5 bis 5,0 &mgr;m, und der Gehalt der Teilchen in der Polyesterfolie beträgt 0,05 bis 5,0 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 1,0 Gew.-%.

Die in der vorliegenden Erfindung verwendete Polyesterfolie wird biaxial orientiert und danach thermofixiert, so daß der Grad an Planarorientierung (&Dgr;P) der hergestellten Folie in einem Bereich von 0,145 bis 0,159 bevorzugt 0,150 bis 0,159, liegt. Wenn der Grad an Planarorientietung 0,159 überschreitet, findet eine Faltenbildung des Tintenbandes beim Hochenergie-Druckbetrieb statt. Der Mechanismus der Entstehung der Faltung ist nicht genau bekannt, kann aber auf die folgenden Tatsachen zurückgeführt werden. Beim Druckbetrieb wird das Tintenband lediglich an seinem Abschnitt unmittelbar unterhalb des Thermokopfes oder der Fläche in enger Nachbarschaft davon auf eine sehr hohe Temperatur erwärmt. Andererseits, besitzt die Polyesterfolie, wie gut bekannt ist, die Beschaffenheit, den Ursprungszustand der Molekularorientierung, welcher beim Recken der Folie gezogen worden ist, wiederherzustellen, wenn die Folie erneut erwärmt wird (dieses Phänomen wird "Relaxation der Orientierung" genannt). Da jedoch keine derartige Relaxation der Orientierung an dem nicht-erwärmten Abschnitt stattfindet, wird eine Spannung (winzige Durchbiegung der Folie) zwischen dem relaxierten Teil und dem nicht-relaxierten Teil der Folie erzeugt. In diesem Falle wird, wenn der Grad an Planarorientierung (d.h, der Grad an Orientierung zur Ebene der Polyestermoleküle) groß ist, die Relaxation der Orientierung groß, was einen entsprechenden Zuwachs des erzeugten Ausmaßes an Spannung verursacht. Da die Faltung beim Druckvorgang stattfindet, wenn der Thermokopf über besagte winzige Durchbiegung der Folie läuft, wird davon ausgegangen, daß je höher der Grad an Planarorientierung der Polyesterfolie ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit sein wird, daß das Tintenband während des Druckens gefaltet wird. Wenn der Grad an Planarorientierung andererseits geringer als 0,145 ist, neigt die mechanische Festigkeit der Polyesterfolie, welche als Trägerfolie des Tintenbandes dient, dazu, sich zu verringern.

Es ist wesentlich, daß die Polyesterfolie der vorliegenden Erfindung auf mindestens einer Seite davon eine Überzugsschicht aufweist, welche mindestens ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares Harz umfaßt, gewählt aus Harzen auf Urethanbasis, Harzen auf Polyesterbasis und Harzen auf Acrylbasis. Diese Überzugsschicht wird zur Steigerung der Adhäsion zwischen der Tintenschicht, welche aus einem sublimierbaren Farbstoff und einem Harzbindemittel aufgebaut ist, und der als der Trägerfolie verwendeten Polyesterfolie aufgebracht. In dem Fall, wo die Überzugsschicht auf nur einer Seite der Polyesterfolie vorgesehen ist, wird die Tintenschicht gewöhnlich auf der Überzugsschicht aufgebracht. In dem Fall, wo die Überzugsschicht auf beiden Seiten der Polyesterfolie aufgebracht ist, kann eine der Überzugsschichten als eine Klebschicht für die Tintenschicht verwendet werden, während die andere Überzugsschicht zur Erhöhung des Adhäsionsvermögens an die später beschriebene wärmebeständige Schicht verwendet werden kann. In diesem Fall wird die wärmebeständige Schicht vorgesehen, nachdem die orientierte Kristallisation der Polyesterfolie vervollständigt worden ist.

Als die zur Bildung der Überzugsschicht verwendbaren wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Harze können Harze auf Urethanbasis, Harze auf Polyesterbasis und Harze auf Acrylbasis, wie nachstehend erwähnt, angegeben werden.

Die zur Bildung der Überzugsschicht verwendbaren Harze auf Urethanbasis sind aufgebaut aus (mehrwertigen) Polyolen und mehrwertigen Isocyanaten, und gegebenenfalls, Kettenverlängerungsmitteln und Vernetzungsmitteln.

Beispiele der als Harzkomponente verwendbaren (mehrwertigen) Polyole sind Polyether, wie Polyoxyethylenglykol, Polyoxypropylenglykol und Polyoxytetramethylenglykol, Polyester, wie Polyethylenadipat und Polycaprolacton, Polyole auf Acrylbasis, Castoröl und dergleichen.

Beispiele der als die Harzkomponente verwendbaren mehrwertigen Isocyanate sind Tolylendiisocyanat, Phenylendiisocyanat, 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, Hexamethylendiisocyanat, Xylylendiisocyanat, 4,4'-Dicyclohexylmethandiisocyanat und Isophorondiisocyanat.

Beispiele von als Harzkomponente verwendbaren Kettenverlängerungsmitteln und Vernetzungsmitteln schließen Ethylenglykol, Propylenglykol Diethylenglykol, Trimethylolpropan, Hydrazin, Ethylendiamin, Diethylentriamin, 4,4'-Diaminodiphenylmethan, 4,4'-Diaminodicyclohexylmethan und Wasser ein.

Wie bei zur Bildung der Überzugsschicht verwendbaren Harzen auf Polyesterbasis, können mehrwertige Carbonsäuren und mehrwertige Hydroxyverbindungen, wie nachstehend erwähnt, als Harzkomponenten verwendet werden. Als Harzkomponente verwendbare mehrwertige Carbonsäuren schließen Terephthalsäure, Isophthalsäure, Orthophthalsäure, Phthalsäure, 4,4'-Diphenylcarbonsäure, 2,5-Naphthalindicarbonsäure, 2,6-Naphthalindicarbonsäure, 1,4-Cyclohexaudicarbonsäure, 2-Kaliumsulfoterephthalsäure, 5-Natriumsulfoisophthalsäure, Adipinsäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Dodecandicarbonsäure, Glutarsäure, Bernsteinsäure, Trimellithsäure, Trimesinsäure, Trimellithsäureanhydrid, Phthalsäureanhydrid, p-Hydroxybenzoesäure, Trimellithsäuremonokaliumsalz und esterbildende Derivate davon ein. Beispiele von mehrwertigen, als Komponente von Harz auf Polyesterbasis verwendbaren Hydroxyverbindungen schließen Ethylenglykol, 1,2-Propylenglykol, 1,3-Propylenglykol, 1,3-Propandiol, 1,4-Butandiol, 1,6-Hexandiol, 2-Methyl-1,5-pentandiol, Neopentylglykol, 1,4-Cyclohexandimethanol, p-Xylylenglykol, Bisphenol A-Ethylenglykoladdukt, Diethylenglykol, Triethylenglykol, Polyethylenglykol, Polypropylenglykol, Polytetramethylenglykol, Polytetramethylenoxidglykol, Dimethylolpropionsäure, Glycerin, Trimethylolpropan, Natriumdimethylolethylsulfonat und Kaliumdimethylolpropionat ein. Mindestens eine Verbindung wird jeweils aus den mehrwertigen Carbonsäuren und mehrwertigen Hydroxyverbindungen gewählt, und die gewählten Verbindungen werden einer gewöhnlichen Polykondensationsreaktion unterzogen, um ein gewünschtes Harz auf Polyesterbasis zu synthetisieren. Verbundspolymere, die Acrylpfropf-Polyester aufweisen, wie offenbart in der japanischen offengelegten Patentanmeldung (KOKAI) 1-165633, oder andere Polyester, wie Polyester-Polyurethan, erhalten durch Kettenverlängerung eines Polyesterpolyols mit einem Isocyanat, sind ebenfalls in den in der vorliegenden Erfindung verwendeten Harzen auf Polyesterbasis eingeschlossen.

Das zur Bildung der Überzugsschicht verwendbare Harz auf Acrylbasis ist vorzugsweise ein solches, dessen Hauptbestandteil ein Alkylacrylat oder ein Alkylmethacrylat ist, und es können ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares Harz, umfassend 30 bis 90 Mol-% der Komponente und 70 bis 10 Mol-% eines Vinylmonomeren, das damit copolymerisierbar ist und eine funktionelle Gruppe besitzt, angegeben werden. Die mit dem Alkylacrylat oder Alkylmethacrylat copolymerisierbaren und eine funktionelle Gruppe aufweisenden Vinylmonomeren, die in der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, sind jene, welche als funktionelle Gruppe eine Carboxylgruppe oder ein Salz davon, eine Säureanhydridgruppe, eine Sulfongruppe oder ein Salz davon, eine Amidgruppe oder hydroxymethylierte Amidgruppe, eine Aminogruppe (die substituiert sein kann) oder hydroxymethylierte Aminogruppe oder ein Salz davon, eine Hydroxylgruppe, eine Epoxygruppe oder dergleichen aufweisen. Eine Carboxylgruppe oder ein Salz davon, eine Säureanhydridgruppe und eine Epoxygruppe werden bevorzugt. Es können zwei oder mehrere dieser Gruppen in dem Harz enthalten sein.

Beispiele von Alkylgruppen in dem Alkylacrylat und Alkylmethacrylat schließen die Methylgruppe, n-Propylgruppe, Isopropylgruppe, n-Butylgruppe, Isobutylgruppe, 2-Ethylhexylgruppe, Laurylgruppe, Stearylgruppe und Cyclohexylgruppe ein.

Als das mit dem Alkylacrylat oder Alkylmethacrylat copolymerisierbare und eine funktionelle Gruppe aufweisende Vinylmonomer, können die folgenden eine funktionelle Gruppe, wie eine reaktive funktionelle Gruppe, selbstvernetzende funktionelle Gruppe oder hydrophile Gruppe, aufweisenden Verbindungen zitiert werden.

Beispiele der Verbindungen mit einer Carboxylgruppe oder einem Salz davon, oder einer Säureanhydridgruppe, sind Acrylsäure, Methacrylsäure, Itaconsäure, Maleinsäure, Metallsalze (wie Natriumsalz oder dergleichen) dieser Carbonsäuren mit Natrium, Ammoniumsalze dieser Carbonsäuren und Maleinsäureanhydrid. Beispiele der Verbindungen mit einer Sulfongruppe oder einem Salz davon sind Vinylsulfonsäure, Styrolsulfonsäure, Metallsalze (wie Natriumsalz oder dergleichen) dieser Sulfonsäuren und Ammoniumsalze dieser Carbonsäuren.

Beispiele der Verbindungen mit einer Amidgruppe oder hydroxymethylierten Amidgruppe schließen Acrylamid, Methacrylamid, N-Methylmethacrylamid, hydroxymethyliertes Acrylamid, hydroxymethyliertes Methacrylamid, Ureidovinylether, &bgr;-Ureidoisobutylvinylether, Ureidoethylacrylat und dergleichen ein.

Beispiele der Verbindungen mit einer Aminogruppe oder hydroxymethylierten Aminogruppe oder einem Salz davon schließen Diethylaminoethylvinylether, 2-Aminoethylvinylether, 3-Aminopropylvinylether, 2-Aminobutylvinylether, Dimethylaminoethylmethacrylat, Dimethylaminoethylvinylether und diejenigen Verbindungen ein, in denen die Aminogruppe hydroxymethyliert oder vierwertig gemacht wurde mit einem halogenierten Alkyl, Dimethylschwefelsäure, Sulton oder dergleichen.

Beispiele der Verbindungen mit einer Hydroxylgruppe schließen &bgr;-Hydroxyethylacrylat, &bgr;-Hydroxyethylmethacrylat, &bgr;-Hydroxypropylacrylat, &bgr;-Hydroxypropylmethacrylat, &bgr;-Hydroxyvinylether, 5-Hydroxypentylvinylether, 6-Hydroxyhexylvinylether, Polyethylenglykolmonoacrylat, Polyethylenglykolmonomethacrylat, Polypropylenglykolmonoacrylat und Polypropylenglykolmonomethacrylat ein.

Beispiele der Verbindungen mit einer Epoxygruppe schließen Glycidylacrylat und Glycidylmethacrylat ein.

Es ist auch möglich, andere Verbindungen damit zusammen zu verwenden, wie Acrylonitril, Styrole, Butylvinylether, Maleinsäure-mono- oder di-alkylester, Fumarsäure-mono- oder dialkylester, Itaconsäure-mono- oder di-alkylester, Methvinylketon, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Vinylacetat, Vinylpyridin, Vinylpynolidon, Vinyltrimethoxysilan und dergleichen.

Die in der vorliegenden Erfindung verwendete Überzugsschicht wird durch Aufbringen einer Beschichtungslösung, die ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares Harz enthält, auf eine Grundfolie gebildet, wobei aus dem Grunde der hygienischen Sicherheit vorzugsweise Wasser als Lösemittel verwendet wird, jedoch kann die Beschichtungslösung ein organisches Lösemittel als Hilfsstoff des wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Harzes innerhalb von Grenzen enthalten, welche den Aspekt der vorliegenden Erfindung nicht beeinflußen. Selbst in diesem Fall sollte der Gehalt des organischem Lösungsmittels in der Beschichtungslösung 20 Gew.-% nicht überschreiten.

In dem Fall, daß ein wasserdispergierbares Harz zur Bildung der Überzugsschicht verwendet wird, ist es möglich, eine Zwangsdispergierung mit Hilfe eines Tensids durchzuführen. Als Tensid können Materialien vom selbst-dispergierenden Typ mit einer hydrophilen nichtionischen Komponente, wie Polyethern, und einer kationischen Gruppe, wie einem vierwertigen Ammoniumsalz, weiter bevorzugt jene mit einer anionischen Gruppe, die ein Salz von Sulfonsäure, Carbonsäure, Phosphorsäure oder dergleichen aufweisen, verwendet werden.

Die Überzugsschicht der Polyesterfolie gemäß der vorliegenden Erfindung kann als Vernetzungsmittel Verbindungen auf Isocyanatbasis, Verbindungen auf Epoxybasis, Verbindungen auf Oxazolinbasis, Verbindungen auf Aziridinbasis, Verbindungen auf Melaminbasis, Silankupplungsmittel, Titankupplungsmittel, Zirkoaluminat-Kupplungsmittel oder dergleichen zur Verbesserung der Anti-Blocking-Eigenschaften, Wasserbeständigkeit, Lösungsmittelbeständigkeit und mechanischen Festigkeit der Folie enthalten. Wenn das Harzmaterial der intermediären Klebschicht einen aktiven Vernetzungsreaktions-Punkt aufweist, können ein Reaktionsinitiator, wie Peroxide und Amine, oder ein Sensibilisator, wie lichtempfindliche Harze, enthalten sein. Zur Verbesserung der Anti-Blocking-Eigenschaften und Gleiteigenschaft können auch feine anorganische Teilchen, wie Teilchen von Silica, Silica-Sol, Alumina, Alumina-Sol, Zirkonium-Sol, Kaolin, Talkum, Calciumcarbonat, Calciumphosphat, Titanoxid, Bariumsulfat, Ruß, Molybdänsulfid, Antimonoxid-Sol und dergleichen, oder feine organische Teilchen, wie Teilchen aus Polystyrol, Polyethylene, Polyamide, Polyester, Polyacrylester, Harze auf Epoxybasis, Harze auf Silikonbasis, Harze auf Fluorbasis und dergleichen, in der Überzugsschicht enthalten sein, um eine Folienoberflächenrauhigkeit im obenstehend erwähnten Bereich vorzusehen. Die Überzugsschicht kann ferner, wie gewünscht, ein Entschäumungsmittel, einen Aufbringbarkeitsverbesserer, ein Verdickungsmittel, ein antistatisches Mittel, ein organisches Gleitmittel, ein Antioxidationsmittel, einen Ultraviolett-Absorber, ein Schäummittel, einen Farbstoff, ein Pigment und dergleichen enthalten.

In der Polyesterfolie für wärmeempfindliche Übertragung vom Sublimationstyp gemäß der vorliegenden Erfindung ist es wesentlich, daß die Überzugsschicht gebildet wird, bevor die orientierte Kristallisation der Polyesterfolie vervollständigt ist, und einer Trocknungsbehandlung, Reckbehandlung und Thermofixierungsbehandlung unterzogen wird. Von der Überzugsschicht wird gefordert, dünn genug zu sein, um eine Wärmeübertragung vom Thermokopf zu gestatten, und eine solche Gleichmäßigkeit der Dicke aufzuweisen, daß kein Einfluß auf das Adhäsionsvermögen ausgeübt wird. Aus diesem Grund wird in der vorliegenden Erfindung die Überzugsschicht durch ein Verfahren hergestellt, bei dem die Beschichtung während des Polyesterfolien-Bildungsverfahrens durchgeführt wird, und die Überzugsschicht kann zur gleichen Zeit gleichmäßig dünn gemacht werden, während die Polyesterfole als die Trägerfolie gereckt wird. Dieses Verfahren ist auch vorteilhaft zur Bereitstellung einer hohen Adhäsion zwischen der Überzugsschicht und der Polyesterfolie als der Trägerfolie. Im allgemeinen besteht, im Falle der Bildung der Überzugsschicht durch Verwenden einer Beschichtungslösung der selben Zusammensetzung, eine stärkere Neigung dazu, daß eine Abschälung entlang der Grenzfläche zwischen der Überzugsschicht und der Polyesterfolie auftritt, wenn die Überzugsschicht durch Aufbringen der Beschichtungslösung nach der orientierten Kristallisation der Polyesterfolie und anschließendem Unterziehen unter eine Trocknungsbehandlung gebildet wird, als wenn die Überzugsschicht durch Aufbringen der Beschichtungslösung vor der orientierten Kristallisation der Polyesterfolie und anschließender Unterziehung unter eine Trocknungsbehandlung, Reckbehandlung und Thermofixierungsbehandlung gebildet wird. Dieses Phänomen ist nicht geklärt, aber man geht davon aus, daß es auf die folgenden Tatsachen zurückführbar ist. Die Polyester-Molekülkette unterliegt einem von Kristallisation begleitetem Rearrangement, wenn die Polyesterfolie gereckt und thermofixiert wird, aber wenn in diesem Fall eine Überzugsschicht darauf gebildet wird, werden die Hochaffinitäts-Bereiche der Überzugsschichtmoleküle und die Polyestermoleküle stark gebunden oder miteinander verschlungen, was zu einer verstärkten Adhäsion führt. In einer Folie, in der die orientierte Kristallisation vervollständigt worden ist, existiert andererseits keinerlei Freiheitsgrad mehr für ein von einer Kristallisation der Polyester-Molekülkette begleitetes Rearrangement, und die Wechselwirkung zwischen den Polyestermolekülen und den Überzugsschichtmolekülen ist klein, was zu einer verminderten Adhäsion führt.

Da der Grad an Planarorientienmg der Polyesterfolie der vorliegenden Erfindung relativ niedrig ist (0,145 bis 0,159), wird die Adhäsion zwischen der Überzugsschicht und der Polyesterfolie weiter verbessert. Genauer gesagt, wird beim Vergleichen einer Folie mit einem Grad an Planarorientierung über 0,159 und einer Folie mit einem Grad an Planarorientierung in einem Bereich von 0,145 bis 0,159 festgestellt, daß die letztere Folie eine stärkere Adhäsion an die Überzugsschicht aufweist, selbst wenn die Überzugsschicht vor Vervollständigung der orientierten Kristallisation durch Verwenden einer gleichen Beschichtungslösung gebildet wird.

In der vorliegenden Erfindung wird es gefordert, den Grad an Planarorientierung der Polyesterfolie auf einen Bereich von 0,145 bis 0,159 einzuschränken. Um dies zu erreichen, wird es empfohlen, ein Verfahren anzuwenden, in dem die biaxial zu reckende Polyesterfolie zuerst in der Maschinenrichtung (Längsrichtung) gereckt wird und dann in der Breitenrichtung (Querrichtung) gereckt wird. Ferner ist es durch derartiges Wählen der Recktemperatur und des Reckverhältnisses, so daß die Doppelbrechung der Polyesterfolie in einem Bereich von 0,035 bis 0,90, vorzugsweise 0,050 bis 0,080, liegen wird, an dem Punkt, wenn das Recken in der Maschinenrichtung vervollständigt worden ist, möglich, den angegeben Grad an Planarorientierung zu erzielen und eine Folie mit guter Dickengleichmäßigkeit in der Längsrichtung zu erhalten. Der synergistische Effekt wird durch Aufbringen der Beschichtungslösung zur Bildung einer Überzugsschicht und weiteres Recken der Folie in der Querrichtung, gefolgt von Thermofixieren, erhalten.

Das Recken wird vorzugsweise bei 60 bis 150°C um ein Reckverhältnis von mindestens dem 4fachen, bevorzugt 6- bis 20fachen, hinsichtlich des Oberflächenbereichs, durchgeführt. Die gereckte Folie wird bei 150 bis 250°C wärmebehandelt, bevorzugt gefolgt von 0,2- bis 20%iger Relaxation sowohl in der Längs- als auch der Querrichtung bei der Zone der höchsten Temperatur der Wärmebehandlung und/oder der Kühlzone am Auslaß der Wärmebehandlungsstation. Vorzugsweise wird die Polyesterfolie als die Trägerfolie zuerst 2- bis 6fach bei 60 bis 150°C durch Walzenreckung gereckt; danach wird eine Beschichtungslösung auf diese uniaxial gereckte Folie aufgebracht; und nach angemessenem Trocknen oder ohne Trocknen wird die uniaxial gereckte Polyesterfolie ferner 2- bis 6fach bei 80 bis 150°C in der zur anfänglichen Reckrichtung senkrechten Richtung gereckt und dann 1 bis 600 Sekunden lang bei 150 bis 250°C wärmebehandelt. Es ist erforderlich, das Reckverhältnis, die Recktemperatur, Thermofixierungs-Temperatur und Wärmebehandlungszeit so zu wählen, daß der Grad an Planar orientierung (&Dgr;P) der Polyesterfolie in einem Bereich von 0,145 bis 0,159, vorzugsweise

0,150 bis 0,159, liegen wird Es wird auch bevorzugt, die obenstehenden Behandlungen so durchzuführen, daß die hergestellte Polyesterfolie einen durchschnittlichen Brechungsindex (nav.) von 1,600 bis 1,607, vorzugsweise 1,601 bis 1,606, und eine Doppelbrechung (&Dgr;n) von 0,005 bis 0,050, vorzugsweise 0,015 bis 0,045, aufweisen wird.

Als ein Verfahren zur Aufbringung der Beschichtungslösung auf eine Polyesterfolie kann zum Beispiel ein Verfahren zitiert werden, in dem die Beschichtung beim Folienbildungsverfahren unter Verwendung einer geeigneten Beschichtungsvorrichtung, wie Umkehrwalzenbeschichter, Gravurbeschichter, Stabbeschichter, Luftrakelbeschichter etc., wie veröffentlicht in Y. Harasaki: Coating Systems, Maki Shoten, 1979, durchgeführt wird.

Die Überzugsschichtdicke liegt in einem Bereich von 0,01 bis 2 &mgr;m, bevorzugt 0,02 bis 1 &mgr;m, nach Trocknen und Recken. Es wird bevorzugt, die Überzugsschichtdicke für die Übertragung von Wärme zu minimieren, aber eine Dicke von weniger als 0,01 &mgr;m ist aufgrund unzufriedenstellenden Adhäsionsvermögens an die sublimierbare Tinte nicht wünschenswert.

Die Mittellinien-Durchschnittsrauhigkeit (Ra) der Oberfläche der auf die oberstehend beschriebene Weise gebildeten Überzugsschicht liegt in einem Bereich von 0,005 bis 0,5 &mgr;m, bevorzugt 0,02 bis 3 &mgr;m, weiter bevorzugt 0,05 bis 0,1 &mgr;m, unter dem Einfluß der Teilchen, die der Polyesterfolie zugegeben werden. Wenn die Ra weniger als 0,005 &mgr;m beträgt, wird die Folie hinsichtlich der Gleiteigenschaft unzufriedenstellend und schlecht hinsichtlich der Verarbeitbarkeit. Wenn die Ra 0,5 &mgr;m überschreitet, wird der Effekt der Verbesserung der Gleiteigenschaft der Folie gesättigt.

Die Polyesterfolie für wärmeempfindliche Übertragung vom Sublimationstyp gemäß der vorliegenden Erfindung besitzt eine Tintenschicht, die aus einem sublimierbaren Farbstoff der in einem Harzbindemittel dispergiert ist, aufgebaut ist, wobei die Tintenschicht auf der Überzugsschicht vorgesehen wird.

Der in der vorliegenden Erfindung verwendete sublimierbare Farbstoff ist vorzugsweise ein solcher, der rasch bei einem relativ engen, zur Übertragungstemperatur nahen, Temperaturbereich sublimiert. Die für die Wärmeübertragung anwendbaren Farbstoffe sind jene, deren Molekulargewicht in einen Bereich von 230 bis 370 fällt, und die nicht nur die Sublimationsmerkmale besitzen, die für das Färben geeignet sind, sondern auch von einer zweckmäßigen Größe für die Dispergierung im Innenraum des anzufärbenden Objektes sind. Strukturell besitzt der sublimierbare Farbstoff keine ionische Gruppe, wie eine Sulfongruppe, Carboxylgruppe etc., sondern besitzt zu einem angemessenen Grad polare Gruppen wie eine Hydroxylgruppe, Aminogruppe, Nitrogruppe, Sulfongruppe etc.

Die in der vorliegenden Erfindung verwendbaren Harzbindemittel sind diejenigen, welche eine einfache Sublimation der Farbstoffmoleküle auf eine gewünschte Weise zulassen und auch die gleichmäßige Dispersion des Farbstoffs erleichtern. Beispiele solcher Harzbindemittel schließen Harze auf Cellulosebasis, Harze auf Acrylbasis, Polyvinylalkohol und Polyamide ein.

In der Polyesterfolie der vorliegenden Erfindung ist gewöhnlich eine wärmebeständige Schicht auf der Seite vorgesehen, welche der Tintenschicht gegenüberliegt. Diese wärmebeständige Schicht wird aus dem Grunde der Verhinderung des durch Wärme verursachten Klebens, wenn die Folie in Kontakt mit dem Thermokopf gebracht wird, vorgesehen. Es können bekannte Materialien zur Bildung der wärmebeständigen Schicht verwendet werden. Zum Beispiel können aus Wachsen, höheren Fettsäuren oder Gleitmitteln, wie Sililconverbindungen und Fluorverbindungen, als Hauptbestandteil, aufgebaute Materialien oder aus anorganischen Teilchen, vernetzten organischen Teilchen, Harzteilchen auf Fluorbasis oder dergleichen aufgebaute Materialien, welche als Gleitmittel dienen, verwendet werden.

Zur Bereitstellung dieser wärmebeständigen Schicht auf der Polyesterfolie der vorliegenden Erfindung können bekannte Verfahren angewandt werden. Zum Beispiel kann, wie im Falle der Überzugsschicht, ein Verfahren angewandt werden, in welchem das folienbildende Material als eine Wasserlösung oder eine Wasserdispersion aufgebracht und dann getrocknet, gereckt und im Polyesterfolienbildungsverfahren thermofixiert wird, oder ein Verfahren, in welchem ein wäßriges Material oder Material vom organischen Lösungsmitteltyp auf eine Polyesterfolie aufgebracht wird, bei welcher die orientierte Kristallisation vervollständigt worden ist, und das danach getrocknet wird.

Wenn ein Tintenband durch Verwenden der Polyesterfolie für wärmeempfindliche Übertragung vom Sublimationstyp gemäß der vorliegenden Erfindung als Träger hergestellt und für großflächiges Farbdrucken, wie über A-4-Format hinausgehend, zur Anwendung gebracht wird, findet kaum eine Faltenbildung des Tintenbandes statt, was die Möglichkeit der Hervorrufung einer Druckfehler-Entstehung, welche das gedruckte Bild herabsetzt, minimiert. Wegen des guten Adhäsionsvermögens mit der sublimierbaren Tinte ist die Folie der vorliegenden Erfindung auch als Träger des Tintenbandes vom Sublimationstyp geeignet und besitzt hohen kommerziellen Wert.

Beispiele

Die vorliegende Erfindung wird hier nachstehend ausführlicher unter Bezug auf die Beispiele beschrieben. Es sollte jedoch verstanden werden, daß die vorliegende Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt ist, sondern anderweitig ausgeführt werden kann, ohne vom Umfang der Erfindung abzuweichen.

Die in den Beispielen angewandten Auswertungsverfahren sind wie nachfolgend beschrieben beschaffen. In den folgenden Beispielen und Vergleichsbeispielen stehen alle "Teile" für "Gewichtsteile", es sei denn es ist anderweitig angegeben.

(1) Grad an Planarorientierung (&Dgr;P), Doppelbrechung (&Dgr;n) und durchschnittlicher Brechungsindex (nav.)

Unter Verwendung eines Abbe-Refraktometers (hergestellt von Atago Optical Co., Ltd.) wurden der minimale Wert (n&ggr;) des Brechungsindex-in-der-Ebene der Folie, des Brechungsindex (n&bgr;) in der dazu senkrechten Richtung und des Brechungsindex (n&agr;) in der Dickenrichtung der Folie gemessen, und der Grad an Planarorientierung, die Doppelbrechung und der durchschnittliche Brechungsindex wurden aus den folgenden Gleichungen berechnet. Messungen der Brechungsindizes wurden bei 23°C mit Hilfe der Natrium-D-Linie vorgenommen. Grad an Planarorientierung (&Dgr;P) = [(n&ggr; + n&bgr;/2] – n&agr; Doppelbrechung (&Dgr;n) = (n&agr; + n&bgr; + n&ggr;)/3 durchschnittlicher Brchungsindex (nav.) = n&ggr; – n&bgr;

(2) Grad der Faltenbildung

Eine 2 &mgr;m dicke sublimierbare Tinten-Schicht, aufgebaut aus 10 Teilen KAYASET B (Handelsname, hergestellt von Nippon Kayaku Co., Ltd.), 15 Teilen Celluloseacetatpropionat, 2 Teilen Silicateilchen und einem Teil Methylolmelamin wurde auf der Oberfläche einer Überzugsschicht, welche auf einer Polyesterfolie aufgebracht war, gebildet (auf einer wahlfreien Seite in dem Fall, wo keine Überzugsschicht vorgesehen ist), während eine 0,1 &mgr;m dicke wärmebeständige Schicht, aufgebaut aus 86 Teilen eines Polyimids, das aus einer Mischung von Benzophenon-3,3',4,4'-Tetracarbonsäureanhydrid und Tolylendiisocyanat (80 Mol-%) und 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat (20 Mol-%) erhalten wurde, 7 Teilen Calciumcarbonatteilchen mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 0,07 &mgr;m und 7 Teilen eines Fluor-basierenden Siliconöls FL-100 (Handelsname, hergestellt von Shin-Etsu Chemical Industry Co., Ltd.), auf der gegenüberliegenden Seite der Folie gebildet wurde, um ein wärmeempfindliches Übertragungsaufzeichnungsmedium von Sublimationstyp zu erhalten. Dieses wurde zu einer geeigneten Breite geschnitten und aufgerollt, um ein Tintenband herzustellen.

Dieses Tintenband wurde in einen Wärmeübertragungs- bzw. Thermotransfer-Farbdrucker vom Sublimationstyp, Phaser 044JS (hergestellt von Sony Tectronics Co., Ltd.), eingesetzt, und ein dauerhaftes Bedrucken wurde auf der Mitte von wärmeempfindlichem bildaufnehmenden Papier von B-4-Format über eine Länge von 40 cm bei einer Breite von 25 cm durchgeführt. Nach dem Drucken wurden das Tintenband und der bedruckte Bereich des bildempfangenden Papiers visuell beobachtet, um die Gegenwart oder Abwesenheit von Faltenbindung und Druckmängeln zu bestimmen, und ihr Grad wurde durch die folgende Einstufung ausgedrückt:

  • Stufe AA: Absolut keine Faltenbindung und Druckmängel.
  • Stufe A: Falten und Druckmängel waren unbedeutend wenig.
  • Stufe B: Kleine Falten und Druckmängel wurden an der Seite des bedruckten Bereichs erzeugt, und sie waren auffallend.
  • Stufe C: Große Falten und Druckmängel wurden in der Fläche von der Seite bis zur Mitte des bedruckten Bereichs des bildempfangenden Papiers erzeugt.

(3) Adhäsionsvermögen zwischen der Schicht der sublimierbaren Tinte und der Polyesterfolie

Ein Nichiban-Cellophan-Band (Handelsname) oder ein 3M-Scotch-Reparaturband 810 (Handelsname) wurde auf die Tintenschicht des in (2) verwendeten wärmeempfindlichen Übertragungsaufzeichnungsmediums vom Sublimationstyp aufgeklebt. Das Band wurde rasch abgezogen, und das Adhäsionsvermögen wurde untersucht und durch die folgende Einstufung gemäß dem Ausmaß der Abschälung der Tintenschicht ausgedrückt.

  • O: Die Abschälungsfläche der Tintenschicht war geringer als 10 %. Hervorragendes Adhäsionsvermögen.
  • &Dgr;: Die Abschälungsfläche der Tintenschicht war 10–20 %, was im zulässigen Bereich liegt.
  • X: Die Abschälungsfläche der Tintenschicht war 20–50 %. Ungenügendes Adhäsionsvermögen.
  • XX: Die Abschälungsfläche der Tintenschicht überschritt 50 %. Schlechtes Adhäsionsvermögen.

(4) Mittellinien-Durchschnittsoberflächenrauhigkeit (Ra)

Gemessen wurde gemäß dem Verfahren von JIS B0601-1976 mit Hilfe eines Oberflächenrauhigkeit-Testers SE-3F (hergestellt von Kosaka Kenkyusho Ltd.) unter den folgenden Bedingungen: Sondendurchmesser = 2 &mgr;m; "Cut-Off"-Wert = 0,08 mm; Referenzläuge = 2,5 mm. Die Messung wurde an 12 Punkten vorgenommen. Die Maximal- und die Minimalwerte der Messung wurden ausgeschlossen, und der Durchschnitt der verbleibenden 10 Messungen wurde berechnet, um die durchschnittliche Oberflächenrauhigkeit, Ra (&mgr;m), zu erhalten.

Vergleichsbeispiel 1

Polyethylenterephthalat, das eine Grenzviskosität von 0,66 aufweist und 0,3 % Silicateilchen mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 1,0 &mgr;m enthält, wurde bei 290°C gemäß einem herkömmlichen Verfahren schmelzextrudiert, um eine amorphe Tafel zu erhalten. Diese Tafel wurde um das 2,60-fache in der Maschinenrichtung bei 83°C walzgereckt und danach um das 1,20-fache in derselben Richtung bei 92°C weiter walzgereckt. Die resultierende Folie besaß eine Doppelbrechung von 0,064. Danach wurde eine Beschichtungslösung der folgenden Zusammensetzung auf eine Seite der erhaltenen Folie aufgetragen.

Beschichtungslösung:

Wasserdispersion, zusammengesetzt aus 40 Teilen Polyester, modifiziert mit Natriumsulfonylisophthalat (RZ-105, Handelsname, hergestellt von Gooh Chemical Industry Co., Ltd.), und 60 Teilen an selbst-vernetzendem Hydrosol-Typ-Acrylharz von Methylmethacrylat/Isobutylmethacrylat/Acrylsäure/Methacrylsäure/Glycidyl-Methacrylat-Copolymer-Ammoniumsalz-Struktur (SEK-725, Handelsname, hergestellt von Nippon Junyaku Co., Ltd.) ("Teile" beziehen sich hierin und hier nachstehend auf das Fest-Gewicht, es sei denn es ist anderweitig angegeben).

Danach wurde die Folie um das 4,0-fache in der Querrichtung bei 110°C gereckt und bei 230°C wärmebehandelt, um eine orientierte Polyesterfolie mit einer Überzugsschichtdicke von 0,07 &mgr;m und einer Foliendicke von 5 &mgr;m zu erhalten.

Die Auswertungsergebnisse dieser Polyesterfolie sind in der Tabelle 1 gezeigt.

Es fand keine Faltenbildung beim Druckbetrieb statt und die Adhäsion der Folie an die Tintenschicht war ziemlich zufriedenstellend.

Vergleichsbeispiel 1 und Beispiel 1

In Vergleichsbeispiel 1 wurde die Folie 2,6-fach in der ersten Stufe, und 1,18-fach in der zweiten Stufe (Vergleichsbeispiel 2) in der Maschinenrichtung, oder 2,6-fach in der ersten Stufe und 1,14-fach in der zweiten Stufe (Beispiel 1) in der Maschinenrichtung gereckt. Die erhaltenen Folien besaßen eine Doppelbrechung von 0,060 (Vergleichsbeispiel 2) bzw. 0,032 (Beispiel 1). Danach wurde jede Folie denselben Beschichtungs-, Reck- und Thermofixierungsbehandlungen wie im Vergleichsbeispiel 1

unterzogen, um eine biaxial orientierte Polyesterfolie mit einer Überzugsschichtsdicke von 0,07 &mgr;m und einer Foliendicke von 5 &mgr;m zu erhalten. Die Auswertungsergebnisse der erhaltenen Polyesterfolien sind in der Tabelle 1 gezeigt. Da der Grad an Planarorientierung im bevorzugten Bereich lag, in Beispiel 1, fand kaum eine Faltenbildung beim Druckbetrieb statt und die Adhäsion der Folie an die Tintenschicht war hervorragend.

Vergleichsbeispiel 3

Das Verfahren von Vergleichsbeispiel 1 wurde bis zum Reck-Schritt in der Maschinenrichtung durchgeführt. Eine Beschichtungslösung, zusammengesetzt aus einer Wasserdispersion von 90 Teilen eines wasserdispergierbaren Polyurethans mit einem Carbonsäure-Ammoniumsalz (Hydran AP40, Handelsname, hergestellt von Dai-Nippon Ink Chemical Industry Co., Ldt.) und 10 Teilen Triethylenglykoldiglycidylether, wurde auf eine Seite der erhaltenen Folie aufgebracht.

Dann wurde die Folie bei 100°C 2,5-fach in der Querrichtung gereckt, weiter 1,6-fach in derselben Richtung bei 110°C gereckt und danach bei 230°C wärmebehandelt, um eine biaxial gereckte Polyesterfolie mit einer Überzugsschichtdicke von 0,07 &mgr;m und einer Foliendicke von 5 &mgr;m zu erhalten.

Die Auswertungsergebnisse dieser Polyesterfolie sind in der Tabelle 1 gezeigt.

Es fand keine Faltenbildung beim Druckbetrieb statt, und die Adhäsion der Folie an die Tintenschicht war ziemlich zufriedenstellend.

Vergleichsbeispiel 4

Im Vergleichsbeispiel 1 wurde das Recken in der Maschinenrichtung bei 83°C unter 2,9-fachem Recken in der ersten Stufe, und bei 76°C unter 1,35-fachem Recken in der zweiten Stufe, durchgeführt. Die erhaltene Folie besaß eine Doppelbrechung von 0,115. Danach wurde die Folie denselben Reck-, Beschichtungs- und Thermofixierungsbehandlungen unterzogen, wie sie im Beispiel 1 durchgeführt wurden, um eine biaxial gereckte Polyesterfolie mit einer Überzugsschichtdicke von 0,07 &mgr;m und einer Foliendicke von 5 &mgr;m zu erhalten.

Die Auswertungsergebnisse dieser Polyesterfolie sind in der Tabelle 1 gezeigt. Da der Grad an Planarorientierung außerhalb des bevorzugten Bereichs lag, fand eine Faltenbildung beim Druckbetrieb statt, was die Qualität des bedruckten Bildes in großem Maße verringerte.

Vergleichsbeispiel 5

Im Vergleichsbeispiel 1 wurde die Tafel anfänglich 2,6-fach und als zweites 1,3-fach in der Maschinenrichtung gereckt. Die erhaltene Folie wies eine Doppelbrechung von 0,075 auf. Danach wurde die Folie denselben Reck-, Beschichtungs- und Thermofixierungsbehandlungen unterzogen, wie sie im Beispiel 1 durchgeführt wurden, um eine biaxial gereckte Polyesterfolie mit einer Überzugsschichtdicke von 0,07 &mgr;m und einer Foliendicke von 5 &mgr;m zu erhalten.

Die Auswertungsergebnisse dieser Polyesterfolie sind in der Tabelle 1 gezeigt. Da der Grad an Planarorientierung außerhalb des bevorzugten Bereichs lag, fand eine Faltenbildung an der Kante beim Druckbetrieb statt, was die Qualität des bedruckten Bildes verringerte.

Vergleichsbeispiel 6

Das Verfahren von Vergleichsbeispiel 1 wurde befolgt, außer daß keine Beschichtung durchgeführt wurde, um eine biaxial gereckte Polyesterfole mit einer Dicke von 5 &mgr;m zu erhalten.

Die Auswertungsergebnisse dieser Polyesterfolie sind in der Tabelle 1 gezeigt.

Es fand keine Faltenbildung beim Druckbetrieb statt, aber wegen der schlechten Adhäsion an die Tintenschicht blätterte die Tintenschicht teilweise ab und klebte am bildaufnehmenden Papier.

Vergleichsbeispiel 7

Das Verfahren von Vergleichsbeispiel 1 wurde befolgt, außer daß keine Beschichtung durchgeführt wurde, um eine biaxial gereckte Polyesterfolie mit einer Dicke von 5 &mgr;m zu erhalten. Eine Beschichtungslösung, die gleich zu der im Vergleichsbeispiel 1 verwendeten war, wurde auf diese Folie aufgebracht und getrocknet, um eine 0,07 &mgr;m dicke Überzugsschicht vorzusehen.

Die Auswertungsergebnisse dieser Polyesterfolie sind in der Tabelle 1 gezeigt.

Es fand keine, Faltenbildung beim Druckbetrieb statt, aber wegen der schlechten Adhäsion an die Tintenschicht blätterte die Tintenschicht teilweise ab und klebte am bildaufnehmenden Papier.

Tabelle 1(I)
Tabelle 1(II)

Anspruch[de]
  1. Grundfolie für ein wärmeempfindliches Übertragungsaufzeichnungsmedium vom Sublimationstyp, umfassend

    eine Polyesterfolie, worin nicht weniger als 80 Mol-% der Struktureinheiten aus Ethylenterephthalat aufgebaut sind, und

    eine auf mindestens einer Seite der Polyesterfolie gebildete Überzugsschicht, welche mindestens ein wasser lösliches oder wasserdispergierbares Harz umfaßt, gewählt aus der Harze auf Urethanbasis, Harze auf Polyesterbasis und Harze auf Acrylbasis umfassenden Gruppe, und welche eine Dicke von 0,01 bis 2 &mgr;m sowie eine Mittellinien-Durchschnittsoberflächenrauhigkeit von 0,005 bis 0,5 &mgr;m aufweist,

    wobei die Polyesterfolie einen Grad an Planarorientierung von 0,145 bis 0,159 aufweist.
  2. Grundfolie nach Anspruch 1, wobei der Grad an Planarorientierung der Polyesterfolie 0,150 bis 0,159 beträgt.
  3. Grundfolie nach Anspruch 1, wobei der durchschnittliche Brechungsindex der Polyesterfolie 1,600 bis 1,607 beträgt.
  4. Grundfolie nach Anspruch 1, wobei die Doppelbrechung der Polyesterfolie 0,005 bis 0,050 beträgt.
  5. Grundfolie nach Anspruch 1, wobei die Harze auf Urethanbasis ein Polyol, ein mehrwertiges Isocyanat, ein Kettenverlängerungsmittel und ein Vernetzungsmittel umfassen.
  6. Grundfolie nach Anspruch 1, wobei die Harze auf Polyesterbasis eine mehrwertige Carbonsäureverbindung und eine mehrwertige Hydroxyverbindung umfassen.
  7. Grundfolie nach Anspruch 1, wobei die Harze auf Acrylbasis 30 bis 90 Mol-% eines Alkylacrylats oder Alkylmethacrylats und 70 bis 10 Mol-% eines Vinylmonomeren umfaßt, das mit dem Alkylacrylat oder Alkylmethacrylat copolymerisierbar ist und eine funktionelle Gruppe aufweist.
  8. Grundfolie nach Anspruch 1, wobei die Überzugsschicht mindestens ein Vernetzungsmittel enthält, gewählt aus der Verbindungen auf Isocyanatbasis, Verbindungen auf Epoxybasis, Verbindungen auf Oxazolinbasis, Verbindungen auf Aziridinbasis, Verbindungen auf Melaminbasis, Silankupplungsmittel, Titankupplungsmittel und Zirkoaluminat-Kupplungsmittel umfassenden Gruppe.
  9. Wärmeempfindliches Übertragungsaufzeichnungsmedium vom Sublimationstyp, umfassend die in Anspruch 1 definierte Grundfolie, eine auf der Oberfläche der Überzugsschicht aufgebrachte Tintenschicht, und eine auf der Seite der Polyesterfolie, welche der Tintenschichtseite gegenüberliegt, aufgebrachte, wärmebeständige Schicht.
  10. Verfahren zur Herstellung einer Grundfolie nach Anspruch 1, umfassend:

    Aufbringen einer Wasserlösung oder einer Wasserdispersion, umfassend mindestens eines der wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Harze, bevor die orientierte Kristallisation der Polyesterfolie vervollständigt ist, und

    Unterziehen der erhaltenen Polyesterfolie einer Trocknungsbehandlung, Reckbehandlung und Thermofixierungsbehandlung.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die Reckbehandlung in Maschinenrichtung und danach in der Querrichtung durchgeführt wird, so daß die Folie eine Doppelbrechung von 0,035 bis 0,90 aufweist.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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