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Dokumentenidentifikation DE10148548C5 23.03.2006
Titel Backofen
Anmelder MIWE Michael Wenz GmbH, 97450 Arnstein, DE
Erfinder Kerler, Ernst, 97450 Arnstein, DE;
Koos, Michael, 97450 Arnstein, DE;
Holzinger, Leo, 97450 Arnstein, DE
Vertreter Freischem und Kollegen, 50667 Köln
DE-Anmeldedatum 01.10.2001
DE-Aktenzeichen 10148548
Offenlegungstag 30.04.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.08.2003
Date of publication of amended patent 23.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.03.2006
IPC-Hauptklasse A21B 1/40(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A21B 1/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Backofen, insbesondere Backschrank, der aufweist: eine Backkammer, in die das zu backende Gut eingebracht werden kann, eine Einheit zur Erhitzung von Luft, die einen Einlass zur Aufnahme von Luft aus der Backkammer und einen Auslass zur Abgabe von geheizter Luft in die Backkammer aufweist, und einen ersten Strömungskanal zur Leitung von Luft zwischen der Backkammer und dem Einlass und einen zweiten Strömungskanal zur Leitung von Luft zwischen dem Auslass und der Backkammer.

Aus der DE 35 36 008 A1 ist ein Backofen bekannt, bei dem die zur Erwärmung von Teigstücken vorgesehenen Herdplatten mit Heizgas beheizt werden. Um Backwaren mit gleichmäßiger Qualität in diesem Backofen herstellen zu können, muss die von den Herdplatten gebildete Backfläche möglichst gleichmäßig erwärmt werden. Aus diesem Grund werden die in den Backplatten vorgesehenen und mit Heizgas durchströmbaren Heizkanäle in verschiedene Kammern unterteilt. An den Kammern sind Klappen vorgesehen, um die ein- bzw. ausströmende Heizgasmenge für die einzelnen Kammern getrennt regulieren zu können, was die Einstellung einer gleichmäßigen Temperaturverteilung über die Backfläche ermöglicht.

Ein Backofen der gattungsgemäßen Art ist aus der DE 197 45 515 A1 bekannt. Der dort beschriebene Backofen weist eine Backkammer auf, in der mittels Heißluft der Backvorgang durchgeführt wird. Hierzu ist ein Heizregister (Einheit zur Erhitzung von Luft, Wärmetauscher) vorgesehen, das im oberen Bereich des Backofens angeordnet ist.

Das Heizregister weist einen von einem Elektromotor angetriebenen Ventilator auf, der über einen ersten Strömungskanal Luft aus der Backkammer ansaugt und Heizelementen zuführt sowie die erhitzte Luft über einen zweiten Strömungskanal vom Heizregister in die Backkammer leitet. Zum Backen wird die Backkammer von der heißen Luft also durchströmt.

Bei Backöfen dieser Art hat es sich als schwierig erwiesen, eine genaue Regelung der Luftmenge zu bewerkstelligen, mit der das Heizregister die Backkammer versorgt. Die DE 197 45 515 A1 schlägt hierzu vor, die von dem Elektromotor, der den Ventilator antreibt, aufgebrachte Leistung zu erfassen und zur Regelung der Luftumwälzung heranzuziehen. Problematisch ist in diesem Zusammenhang der relativ hohe apparative und regelungstechnische Aufwand.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Backofen der eingangs genannten Art so weiterzuentwickeln, dass es möglich wird, mit möglichst geringem Aufwand eine exakte Regelung der Luftmenge, mit der die Backkammer versorgt wird, zu erreichen. Ferner soll die Störanfälligkeit infolge eines möglichst einfachen apparativen Aufbaus gering sein.

Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist durch die Gesamtheit der Merkmale des Patentanspruchs 1 gekennzeichnet.

Die Erfindung sieht also an zumindest einer Stelle des Strömungskanals, in dem die Heißluft umgewälzt wird, eine Drossel vor, die die Strömung im Kanal verändern kann.

Das Drosselelement kann im ersten Strömungskanal angeordnet sein, wobei dann mit Vorteil vorgesehen werden kann, dass das Drosselelement in unmittelbarer Nähe zur Einheit zur Erhitzung von Luft angeordnet ist.

Alternativ oder additiv kann das Drosselelement auch im zweiten Strömungskanal angeordnet sein, wobei es auch hier in unmittelbarer Nähe zur Einheit zur Erhitzung von Luft angeordnet werden kann.

Besonders bevorzugt ist je ein Drosselelement in jedem der beiden Strömungskanäle angeordnet, womit sich insbesondere der Vorteil erzielen lässt, dass die Backkammer hermetisch vom Heizregister abgeriegelt werden kann, was insbesondere beim Einsatz sog. Schwadenapparate hilfreich ist.

Zur Erzielung eines besonders einfachen Aufbaus, ist das Drosselelement ein Schieber, mit dem zumindest ein Teil des Querschnitts des Strömungskanals abgedeckt werden kann. Der Schieber kann mit einem Betätigungselement in Verbindung stehen, wobei ein elektrisches, ein pneumatisches oder ein hydraulisches Betätigungselement zum Einsatz kommen kann.

Bevorzugt ist ferner der Ventilator des Heizregisters in unmittelbarer Nähe zum ersten Strömungskanal angeordnet. Weiterhin kann der Backofen mit einem oder mit mehreren Schwadenapparaten ausgestattet sein, mit denen durch Zugabe von Wasser in den Heißluftstrom Dampfschwaden erzeugt werden können.

Der erfindungsgemäße Backofen ist einfach aufgebaut; trotzdem ist sichergestellt, dass eine einfache und genaue Einstellung der Luftmenge, die die Backkammer durchströmt, ermöglicht ist.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die einzige Figur zeigt schematisch den Schnitt durch einen Backofen, der als Backschrank ausgebildet ist.

Der Backofen 1 weist eine Backkammer 2 auf, in der das zu backende Gut eingebracht wird. Im Ausführungsbeispiel ist ein Wagen 16 vorgesehen, der eine Vielzahl von Backblechen aufnehmen kann und der in die Backkammer 2 hineingeschoben werden kann. Das Backen erfolgt durch heiße Luft, die in einer Einheit 3 zur Erhitzung von Luft (Wärmetauscher, Heizregister) erzeugt wird. Die heiße Luft wird dabei im geschlossenen Kreislauf durch die Backkammer 2 geleitet, der Backofen wird also im Umluftverfahren betrieben. Hierzu steht die Backkammer 2 über einen ersten Strömungskanal 6 mit dem Heizregister 3 in Verbindung, wobei der Strömungskanal 6 am Luft-Einlass 4 des Heizregisters 3 endet. Weiterhin ist ein zweiter Strömungskanal 7 vorgesehen, der das Heizregister 3 mit der Backkammer 2 verbindet; der Strömungskanal 7 beginnt am Luft-Auslass 5 des Heizregisters 3. Der Transport der Luft erfolgt durch einen Ventilator 14. Damit ergibt sich eine Luftzirkulation, die durch die Pfeile in der Figur angedeutet ist.

Zur einfachen und genauen Einstellung der Luftmenge, die durch die Backkammer 2 geleitet wird, befinden sich zwei Drosselelemente 8 und 9 im Strömungsbereich. Die Drossel 8 ist im ersten Strömungskanal 6 angeordnet, und zwar direkt unterhalb des Luft-Einlasses 4 des Heizregisters 3, also unterhalb des Ventilators 14. Die zweite Drossel 9 befindet sich am Luft-Auslass 5 des Heizregisters 3, also – in Strömungsrichtung betrachtet – am Anfang des zweiten Strömungskanals 7.

Die Drosseln 8, 9 sind dabei einfach aufgebaut:

Auf einer Bodenplatte 17, bzw. 18, die eine Vielzahl von Durchtrittsöffnungen aufweist, ist ein Schieber 10 bzw. 11 angeordnet. Dieser Schieber 10 bzw. 1 steht mit einem Betätigungselement 12 bzw. 13 in Verbindung. In der Figur ist das Betätigungselement 12 bzw. 13 schematisch als Kolben-Zylinder-Einheit skizziert. Zumeist dürfte jedoch eine elektromotorisch betriebene Betätigung in Frage kommen.

Durch Aktivierung der Betätigungselemente 12 bzw. 13 kann der Schieber 10 bzw. 11 so verschoben werden, dass der Querschnitt des Strömungskanals 6 bzw. 7 mehr oder weniger abgedeckt oder freigegeben wird. Wird der Schieber 10 bzw. 11 ganz aus dem Strömungskanal 6 bzw. 7 herausgezogen, besteht insoweit kein Strömungswiderstand im Strömungskanal 6 bzw. 7, so dass eine größtmögliche Menge Heißluft pro Zeiteinheit die Backkammer 2 durchströmen kann.

Wird der Schieber 10 bzw. 11 jedoch in den Strömungskanal 6 bzw. 7 hineingeschoben, stellt er einen Strömungswiderstand dar, der zu einer Reduzierung des Luftdurchsatzes führt. Je nach Stellung des Schiebers 10 bzw. 11 verändert sich also der Strömungswiderstand im System, wodurch mehr oder weniger Luft pro Zeiteinheit gefördert wird.

Die Einstellung der Heißluftmenge, die pro Zeiteinheit die Backkammer durchströmt und die für den Backprozess entscheidend ist, kann daher in einfacher Weise geregelt werden. Eine Einflussnahme auf die Ansteuerung des Motors des Ventilators 14 ist damit entbehrlich. Vielmehr kann der Elektromotor des Ventilators 14 mit konstanter Leistung versorgt werden.

Die spezielle Anordnung der beiden Drosselelemente 8 und 9 mit ihren Schiebern 10 und 11 ermöglicht vor allem auch einen günstigen Betrieb beim Einsatz von Dampf. Der Backofen 1 ist mit einem Schwadenapparat 15 ausgestattet, mit dem Wasser in den Heißluftstrom zugegeben werden kann. Der so entstehende Dampf unterstützt den Backvorgang.

Durch das völlige Verschließen der Strömungsquerschnitte der Strömungskanäle 6 und 7 durch völliges Einfahren der Schieber 10 und 11 kann die Backkammer 2 vom Heizregister 3 hermetisch abgeriegelt werden.

Bei Aktivierung des Schwadenapparats 15 verbleibt der entstehende Dampf in der Backkammer 2; er kann nicht nach oben in den Bereich des Heizregisters 3 entweichen, sondern es steht für den eigentlichen Backvorgang, für den er benötigt wird, zur Verfügung. Ohne die hermetische Verriegelung würde der Dampf nach oben in das Heizregister entweichen und so für den Backvorgang verloren gehen.


Anspruch[de]
  1. Backofen (1), insbesondere Backschrank, der aufweist:

    eine Backkammer (2), in die das zu backende Gut eingebracht werden kann,

    eine Einheit (3) zur Erhitzung von Luft, die einen Einlass (4) zur Aufnahme von Luft aus der Backkammer (2) und einen Auslass (5) zur Abgabe von geheizter Luft in die Backkammer (2) aufweist, und

    einen ersten Strömungskanal (6) zur Leitung von Luft zwischen der Backkammer (2) und dem Einlass (4) und einen zweiten Strömungskanal (7) zur Leitung von Luft zwischen dem Auslass (5) und der Backkammer (2),

    dadurch gekennzeichnet,

    dass im Bereich mindestens einer der Strömungskanäle (6, 7) ein Schieber (10, 11) als Drosselelement (8, 9) angeordnet ist, durch das der Querschnitt des Strömungskanals (6, 7) zur Veränderung des Strömungswiderstandes mehr oder weniger abdeckbar oder freigebbar ist.
  2. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drosselelement (8) im ersten Strömungskanal (6) angeordnet ist.
  3. Backofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Drosselelement (8) in unmittelbarer Nähe zur Einheit (3) zur Erhitzung von Luft angeordnet ist.
  4. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drosselelement (9) im zweiten Strömungskanal (7) angeordnet ist.
  5. Backofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Drosselelement (9) in unmittelbarer Nähe zur Einheit (3) zur Erhitzung von Luft angeordnet ist.
  6. Backofen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Drosselelement (8, 9) in jedem der Strömungskanäle (6, 7) angeordnet ist.
  7. Backofen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (10, 11) mit einem Betätigungselement (12, 13) in Verbindung steht.
  8. Backofen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (12, 13) elektrisch angetrieben werden kann.
  9. Backofen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (12, 13) pneumatisch oder hydraulisch angetrieben werden kann.
  10. Backofen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit zur Erhitzung von Luft (3) einen Ventilator (14) aufweist, der in unmittelbarer Nähe zum ersten Strömungskanal (6) angeordnet ist.
  11. Backofen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens einen Schwadenapparat (15) aufweist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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