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Dokumentenidentifikation DE102004017060A1 23.03.2006
Titel Verfahren zum beidseitigen Bedrucken eines Bedruckstoffs
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
Erfinder Möller, Jürgen, 70186 Stuttgart, DE
DE-Anmeldedatum 07.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004017060
Offenlegungstag 23.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.03.2006
IPC-Hauptklasse B41F 33/10(2006.01)A, F, I, 20051122, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum beidseitigen Bedrucken eines Bedruckstoffes, wobei der Bedruckstoff auf einer Vorderseite mit einem Vorderseitendruckbild und auf einer Rückseite mit einem Rückseitendruckbild bedruckt wird und wobei das Rückseitendruckbild ein Spiegelbild des Vorderseitendruckbilds ist; mit folgenden Schritten: a) Zum Drucken des Vorderseitendruckbilds wird der Bedruckstoff durch mindestens ein Druckwerk mit jeweils einem Farbwerk bewegt, wobei eine jeweilige Farbdosiereinrichtung des jeweiligen Farbwerks eine der Farbzonenanzahl des Farbwerks entsprechende Anzahl von Farbdosierelementen und eine Heberwalze umfasst und wobei zum Drucken des Vorderseitendruckbilds die am Druck beteiligten Farbdosierelemente des Farbwerks mit Farbdosierelementstellungen und die Heberwalze des Farbwerks mit einer Heberwalzenstellung eingestellt werden, b) zum Drucken des Rückseitendruckbilds wird der Bedruckstoff gewendet und durch mindestens ein Druckwerk mit jeweils einem Farbwerk bewegt, wobei eine jeweilige Farbdosiereinrichtung des jeweiligen Farbwerks eine der Farbzonenanzahl des Farbwerks entsprechende Anzahl von Farbdosierelementen und eine Heberwalze umfasst und wobei zum Drucken des Rückseitendruckbilds die am Druck beteiligten Farbdosierelemente des Farbwerks mit Farbdosierelementstellungen und die Heberwalze des Farbwerks mit einer Heberwalzenstellung derart eingestellt werden, dass ein Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck des ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum beidseitigen Bedrucken eines Bedruckstoffs.

Bei sogenannten "City Light Postern" handelt es sich um Druckerzeugnisse, die durch beidseitiges Bedrucken eines Bedruckstoffs hergestellt werden. Die "City Light Poster" sind auf einer Vorderseite des Bedruckstoffs mit einem Vorderseitendruckbild und auf einer Rückseite mit einem Rückseitendruckbild bedruckt, wobei das Rückseitendruckbild ein Spiegelbild des Vorderseitendruckbilds ist. Durch die spiegelbildliche Bedruckung der Rückseite des Bedruckstoffs kann der visuelle Eindruck des Vorderseitendruckbilds beeinflusst, insbesondere verstärkt, werden.

Nach dem Stand der Technik wird zur Herstellung solcher Druckerzeugnisse, also zum beidseitigen Bedrucken eines Bedruckstoffs mit einem Vorderseitendruckbild und einem spiegelbildlichen Rückseitendruckbild so vorgegangen, dass zur Erzeugung des Vorderseitendruckbilds der Bedruckstoff durch eine Anzahl von Druckwerken einer Druckmaschine bewegt wird. Die Anzahl der Druckwerke, durch welche der Druckstoff zur Erzeugung des Vorderseitendruckbilds bewegt wird, entspricht in der Regel der Anzahl der am Druck beteiligten Farben. Nach dem Stand der Technik wird nach Erzeugung des Vorderseitendruckbilds der Bedruckstoff umgeschlagen und nachfolgend zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds wieder durch die Druckwerke der Druckmaschine befördert, die auch an der Erzeugung des Vorderseitendruckbilds verwendet waren.

Hierbei sind zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds an den Druckwerken, nämlich an den Farbwerken der Druckwerke, aufwendige Umrüstarbeiten erforderlich. So werden nach dem Stand der Technik die am Druck beteiligten Farbdosierelemente der am Druck beteiligten Farbwerke nach Drucken des Vorderseitendruckbilds manuell verstellt, um die für die Erzeugung des Rückseitendruckbilds erforderliche Stellung derselben bereitzustellen. Das aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren ist demnach aufwendig und teuer.

[Aufgabe der Erfindung]

Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein neuartiges Verfahren zum beidseitigen Bedrucken eines Bedruckstoffs zu schaffen.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum beidseitigen Bedrucken eines Bedruckstoffs gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Im Sinne der Erfindung wird ein Verfahren zum beidseitigen Bedrucken eines Bedruckstoffs, wobei der Bedruckstoff auf einer Vorderseite mit einem Vorderseitendruckbild und auf einer Rückseite mit einem Rückseitendruckbild bedruckt wird, und wobei das Rückseitendruckbild ein Spiegelbild des Vorderseitendruckbilds ist, mit folgenden Schritten vorgeschlagen:

  • a) zum Drucken des Vorderseitendruckbilds wird der Bedruckstoff durch mindestens ein Druckwerk mit jeweils einem Farbwerk bewegt, wobei eine jeweilige Farbdosiereinrichtung des jeweiligen Farbwerks eine der Farbzonenanzahl des Farbwerks entsprechende Anzahl von Farbdosierelementen und eine Heberwalze umfasst, und wobei zum Drucken des Vorderseitendruckbilds die am Druck beteiligten Farbdosierelemente des Farbwerks mit Farbdosierelementstellungen und die Heberwalze des Farbwerks mit einer Heberwalzenstellung eingestellt werden;
  • b) zum Drucken des Rückseitendruckbilds wird der Bedruckstoff gewendet und durch mindestens ein Druckwerk mit jeweils einem Farbwerk bewegt, wobei eine jeweilige Farbdosiereinrichtung des jeweiligen Farbwerks eine der Farbzonenanzahl des Farbwerks entsprechende Anzahl von Farbdosierelementen und eine Heberwalze umfasst, und wobei zum Drucken des Rückseitendruckbilds die am Druck beteiligten Farbdosierelemente des Farbwerks mit Farbdosierelementstellungen und die Heberwalze des Farbwerks mit einer Heberwalzenstellung derart eingestellt werden, dass ein Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente spiegelverkehrt zu einem Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente ist.

Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:

1: ein Signalflussdiagramm zur Verdeutlichung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Nachfolgend wird die hier vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf 1 in größerem Detail beschrieben. 1 zeigt ein schematisiertes Signalflussdiagramm zur Verdeutlichung des Verfahrens.

In einem ersten Schritt 10 des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Bedruckstoff auf einer Vorderseite mit einem Vorderseitendruckbild bedruckt. Nach Erzeugen des Vorderseitendruckbilds im Sinne des Schritts 10 wird in einem Schritt 11 des erfindungsgemäßen Verfahrens der Bedruckstoff gewendet bzw. umgeschlagen und darauffolgend wird in einem Schritt 12 eine Rückseite des Bedruckstoff mit einem Rückseitendruckbild bedruckt. Die Rückseite des Bedruckstoffs wird dabei mit einem Rückseitendruckbild bedruckt, welches ein Spiegelbild des Vorderseitendruckbilds ist.

Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird zur Erzeugung des Vorderseitendruckbilds im Sinne des Schritts 10 der Bedruckstoff durch vier Druckwerke mit jeweils einem Farbwerk bewegt. Nach einem ersten Teilschritt 13 des Schritts 10 zur Erzeugung des Vorderseitendruckbilds wird der Bedruckstoff durch ein Druckwerk bewegt, in welchem zum Beispiel die Prozessfarbe Cyan verdruckt wird. In einem zweiten Teilschritt 14 wird der Bedruckstoff dann durch ein Druckwerk bewegt, in welchem die Prozessfarbe Magenta verdruckt wird; im nachfolgenden Teilschritt 15 wird der Bedruckstoff durch ein Druckwerk bewegt, in welchem die Prozessfarbe Gelb verdruckt wird und abschließend wird im gezeigten Ausführungsbeispiel zur Erzeugung des Vorderseitendruckbilds der Bedruckstoff durch ein Druckwerk bewegt, in welchem in Sinne des Teilschritts 16 die Prozessfarbe Schwarz verdruckt wird. Nachdem im Sinne der Teilschritte 13, 14, 15 und 16 alle am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Prozessfarben auf die Vorderseite des Bedruckstoffs aufgetragen worden sind, liegt das gewünschte Vorderseitendruckbild vor.

In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass jedes der Druckwerke, durch welches der Bedruckstoff im Sinne der Teilschritte 13, 14, 15 und 16 zur Erzeugung des Vorderseitendruckbilds im Sinne des Schritts 10 bewegt wird, über ein entsprechendes Farbwerk verfügt. Jedes dieser Farbwerke verfügt über eine Farbdosiereinrichtung, die eine der Farbzonenanzahl des Farbwerks entsprechende Anzahl von Farbdosierelementen, eine Farbkastenwalze (auch Duktorwalze genannt) sowie eine Heberwalze umfasst. Die Farbdosierelemente werden auch als Farbschieber bezeichnet. Zur Erzeugung des Vorderseitendruckbilds werden in jedem am Druck beteiligten Druckwerk bzw. Farbwerk die an der Erzeugung des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente des Farbwerks mit Farbdosierelementstellungen eingestellt bzw. angesteuert, mithilfe derer für jede Farbzone die zum Drucken des Vorderseitendruckbilds erforderliche Farbmenge der jeweiligen Prozessfarbe auf die Duktorwalze übertragen wird. Weiterhin wird in jedem Farbwerk eine Heberwalze mit einer entsprechenden Heberwalzenstellung (auch Heberstreifenbreite genannt) eingestellt bzw. angesteuert, um zur Erzeugung des Vorderseitendruckbilds die von den Farbschiebern je Farbzone auf die Duktorwalze aufgetragene Farbmenge auf eine erste Farbwalze des Farbwerks zu übertragen.

Nach Erzeugen des Vorderseitendruckbilds auf der Vorderseite des Bedruckstoffs im Sinne des Schritts 10 wird der Bedruckstoff im Sinne des Schritts 11 gewendet und darauffolgend im Sinne des Schritts 12 auf der Rückseite mit dem Rückseitendruckbild bedruckt. Zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds 12, welches ein Spiegelbild des Vorderseitendruckbilds ist, wird der Bedruckstoff im Sinne der Teilschritte 17, 18, 19 und 20 wiederum durch mehrere Druckwerke bewegt, wobei jedes dieser Druckwerke ein Farbwerk mit einer entsprechenden Farbdosiereinrichtung aufweist.

Im Teilschritt 17 wird der Bedruckstoff zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds durch ein Farbwerk bewegt, in welchem die Prozessfarbe Cyan verdruckt wird. In den nachfolgenden Teilschritten 18, 19 und 20 wird der Bedruckstoff durch Druckwerke bewegt, in welchen die Prozessfarben Magenta, Gelb und Schwarz auf die Rückseite des Bedruckstoffs aufgetragen werden. Wie bereits erwähnt, umfasst jedes der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Druckwerke wiederum ein Farbwerk mit einer entsprechenden Farbdosiereinrichtung, die einer der Anzahl der Farbzonen entsprechende Anzahl von Farbdosierelementen, eine Duktorwalze und eine Heberwalze umfasst.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung werden zum Drucken des Rückseitendruckbilds im Sinne des Schritts 13 die am Druck beteiligten Farbdosierelemente der am Druck beteiligen Farbwerke mit Farbdosierelementeinstellungen derart eingestellt, dass ein Profil der Farbdosierelementeinstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente spiegelverkehrt bzw. spiegelbildlich zu einem Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente ist. Dies gilt für jede am Druck beteiligte Prozessfarbe.

Dies bedeutet demnach, dass die Farbdosierelementstellungen des Farbwerks des im Teilschritt 17 durchlaufenden Druckwerks, in welchem die Prozessfarbe Cyan zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds verdruckt wird, ein Profil bilden, welches spiegelverkehrt zu dem Profil ist, welches durch die Farbdosierelementstellungen des Farbwerks des im Teilschritt 13 durchlaufenden Druckwerks gebildet ist, welches der Verdruckung der Prozessfarbe Cyan bei der Erzeugung des Vorderseitendruckbilds dient.

Entsprechend ist ein Profil der Farbdosierelementstellungen bezüglich der Prozessfarbe Magenta gemäß Teilschritt 18 zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds spiegelverkehrt zu dem Profil der Farbdosierelementstellungen der Prozessfarbe Magenta im Teilschritt 14 zur Erzeugung des Vorderseitendruckbilds. Dementsprechend ist auch das Profil der Farbdosierelementstellungen hinsichtlich der Prozessfarbe Gelb im Teilschritt 19 zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds spiegelverkehrt zum Profil der Farbdosierelementstellungen bezüglich der Prozessfarbe Gelb im Teilschritt 15 zur Erzeugung des Vorderseitendruckbilds. Gleiches gilt für die Profile der Farbdosierelementstellungen hinsichtlich der Prozessfarbe Schwarz im Sinne der Teilschritte 20 bzw. 16 zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds bzw. Vorderseitendruckbilds.

Es liegt demnach im Sinne der hier vorliegenden Erfindung, zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds die zum Drucken des Vorderseitendruckbilds verwendeten Farbdosierelementstellungen umzurechnen und hieraus automatisch die Farbdosierelementstellungen zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds zu errechnen und vorzugeben. Dies ist in 1 durch die gepunkteten Steuerlinien 21 visualisiert, die anzeigen sollen, dass die einzelnen Farbdosierelementstellungen in den Teilschritten 13, 14, 15 und 16 bei der Erzeugung des Vorderseitendruckbilds im Sinne des Schritts 10 automatisch zur Ermittlung der jeweiligen Farbdosierelementstellungen für die Teilschritte 17, 18, 19 und 20 zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds im Sinne des Schritts 12 verwendet werden. Dabei ist im Sinne der hier vorliegenden Erfindung ein Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente stets spiegelverkehrt zu dem entsprechenden Profil der für die gleiche Prozessfarbe verantwortlichen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der hier vorliegenden Erfindung werden zum Drucken des Rückseitendruckbilds die am Druck beteiligten Farbdosierelemente des entsprechenden Farbwerks mit Farbdosierelementstellungen derart automatisch eingestellt, dass die individuellen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente gegenüber den individuellen Farbdosierelementstellung der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente profilerhaltend reduziert sind.

Dies bedeutet, dass einerseits das Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente spiegelverkehrt zum Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck der Vorderseite beteiligten Farbdosierelement ist, und dass andererseits dieses spiegelbildliche Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente profilerhaltend gegenüber dem Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente reduziert ist. Ein entsprechender Proportionalitätsfaktor, um welchen die individuellen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente gegenüber den individuellen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelementen reduziert ist, ist demnach für alle individuellen Farbdosierelemente gleich und liegt in einer Größenordnung von 20 % bis 80 %, vorzugsweise in einer Größenordnung von 40 % bis 60 %. Besonders bevorzugt ist eine Erzeugung des Rückseitendruckbilds mit Farbdosierelementstellungen, die gegenüber dem beim Drucken des Vorderseitendruckbilds verwendeten Farbdosierelementstellungen um in etwa 50 % reduziert sind.

Zur weiteren Verdeutlichung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden nachfolgend tabellarisch für das Ausführungsbeispiel der 1 Profile von Farbdosierelementstellungen angegeben, die für die Erzeugung des Vorderseitendruckbilds und die Erzeugung des Rückseitendruckbilds im Sinne der hier vorliegenden Erfindung verwendet werden. Dabei wird zur Vereinfachung davon ausgegangen, dass in jedem Farbwerk insgesamt acht Farbzonen relevant sind, was bedeutet, dass in jedem Farbwerk für jede am Druck beteiligte Prozessfarbe insgesamt acht Farbdosierelemente mit individuellen Farbdosierelementstellungen angesteuert werden:

Vorderseitendruckbild:
Teilschritt 13: Vorderseitendruckbild; Prozessfarbe Cyan Farbdosierelementstellungen 1-8 in Digit
Teilschritt 14: Vorderseitendruckbild; Prozessfarbe Magenta Farbdosierelementstellungen 1-8 in Digit
Teilschritt 15: Vorderseitendruckbild; Prozessfarbe Gelb Farbdosierelementstellungen 1-8 in Digit
Teilschritt 16: Vorderseitendruckbild; Prozessfarbe Schwarz Farbdosierelementstellungen 1-8 in Digit
Rückseitendruckbild:
Teilschritt 17: Rückseitendruckbild; Prozessfarbe Cyan Farbdosierelementstellungen 1-8 in Digit
Teilschritt 18: Rückseitendruckbild; Prozessfarbe Magenta Farbdosierelementstellungen 1-8 in Digit
Tilschritt 19: Rückseitendruckbild; Prozessfarbe Gelb Farbdosierelementstellungen 1-8 in Digit
Teilschritt 20: Rückseitendruckbild; Prozessfarbe Schwarz Farbdosierelementstellungen 1-8 in Digit

Für jede Prozessfarbe ist demnach das Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente spiegelverkehrt zu dem Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente. Dies gilt, wie bereits erwähnt, für alle im Ausführungsbeispiel der 1 am Druck beteiligten Farben, nämlich für Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz.

Weiterhin ist aus dieser exemplarischen und tabellarischen Zusammenstellung ersichtlich, dass für die Prozessfarbe Cyan die individuellen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente gegenüber den individuellen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente um 50 % reduziert sind. Der einen Proportionalitätsfaktor beträgt für Cyan also 50%. Für die Prozessfarbe Magenta beträgt dieser Proportionalitätsfaktor 60 %, für die Prozessfarbe Gelb wiederum 50 % und für die Prozessfarbe Schwarz 40 %.

Aus den obigen exemplarischen und tabellarischen Zusammenhängen folgt demnach, dass am Druck des Vorderseitendruckbilds und am Druck des Rückseitendruckbilds jeweils eine Anzahl von N=8 Farbdosierelemente beteiligt ist. Das achte am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligte Farbdosierelement der Farbe Cyan wird mit einer Farbdosierelementstellung einstellt, die proportional der Farbdosierelementstellung des ersten am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelements für die Druckfarbe Cyan ist. Das siebte am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelement für die Druckfarbe Cyan wird mit einer Farbdosierelementeinstellung eingestellt, die proportional der Farbdosierelementstellung des zweiten am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelements der Prozessfarbe Cyan ist. Dass (N-i)-te am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligte Farbdosierelement der Prozessfarbe Cyan wird mit einer Farbdosierelementstellung eingestellt, die proportional der Farbdosierelementstellung des (1+i)-ten am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelements ist, wobei die Proportionalitätsfaktoren für alle Farbdosierelemente der Prozessfarbe Cyan gleich sind.

Daraus folgt, dass das Profil der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente der Farbe Cyan spiegelverkehrt zu dem Profil der Farbdosierelementeinstellungen der Farbe Cyan der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente ist, und dass das Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente profilerhaltend um einen für alle Farbdosierelemente der Farbe Cyan gleichen Proportionalitätsfaktor reduziert ist. Dies gilt für alle am Druck beteiligten Prozessfarben, im Ausführungsbeispiel demnach auch für die Prozessfarben Magenta, Gelb und Schwarz.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird zum Drucken des Rückseitendruckbilds die Heberwalze des entsprechenden Farbwerks mit einer Heberstreifenbreite derart eingestellt, dass die Heberstreifenbreite zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds der Heberstreifenbreite des entsprechenden am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbwerks entspricht. Dies bedeutet, dass die Heberstreifenbreite im Teilschritt 13 der Heberstreifenbreite dem Teilschritt 17 entspricht, dass also die Heberstreifenbreite für die Prozessfarbe Cyan bei der Erzeugung des Rückseitendruckbilds und bei der Erzeugung des Vorderseitendruckbilds gleich ist. Dies gilt für alle Prozessfarben.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung ist es jedoch auch möglich, die Heberstreifenbreite zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds gegenüber der Heberstreifenbreite zur Erzeugung des Vorderseitendruckbilds zu reduzieren bzw. zu vergrößern.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum beidseitigen Bedrucken eines Bedruckstoffs mit einem Vorderseitendruckbild und einem spiegelbildlichen Rückseitendruckbild vorgeschlagen, bei welchem die am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente und die entsprechende Heberwalze derart automatisch eingestellt werden, dass sich die Farbdosierelementstellungen und die Heberstreifenbreite zur Erzeugung des Rückseitendruckbilds sich automatisch aus den Farbdosierelementstellungen und der Heberstreifenbreite zur Erzeugung des Vorderseitendruckbilds ergeben.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist sowohl bei solchen Druckmaschinen einsetzbar, die eine integrierte Wendeeinrichtung für den Bedruckstoff aufweisen, als auch bei solchen Druckmaschinen, bei welchen die Wendung des Bedruckstoffs außerhalb der Druckmaschine erfolgt.

In dem Fall, in welchem die Druckmaschine eine integrierte Wendeeinrichtung aufweist, würde dies bedeuten, dass im Ausführungsbeispiel der 1 die Druckmaschine acht hintereinander angeordnete Druckwerke aufweist, wobei in den ersten vier Druckwerken die Erzeugung des Vorderseitendruckbilds und in den nachgeschalteten vier Druckwerken die Erzeugung des Rückseitendruckbilds erfolgt, wobei zuwischen dem vierten und dem fünften Druckwerk die Wendeeinrichtung positioniert ist.

Es ist jedoch auch möglich, eine Druckmaschine mit lediglich vier Druckwerken zu verwenden, wobei in diesem Fall dann zuerst in der Druckmaschine für ein zu druckendes Druckerzeugnis in der gewünschten Auflagenhöhe die Vorderseite erzeugt wird und im Anschluss dann nach Wendung der Bedruckstoffe und automatischen Umstellung der Farbwerke der beteiligten Druckwerke die Erzeugung des Rückseitendruckbilds erfolgt.

In beiden Ausführungsformen gilt jedoch das der hier vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Prinzip, dass sich die Farbdosierelementstellungen sowie die Heberstreifenbreiten der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbwerke automatisch aus den Farbdosierelementstellungen und Heberstreifenbreiten der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbwerke ergeben. Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung werden nämlich die Farbdosierelementstellungen für die am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente durch Spiegelung aus den Farbdosierelementstellungen dem am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente ermittelt und vorzugsweise um einen für alle Farbdosierelemente einer Druckfarbe konstanten Proportionalitätsfaktor reduziert. Hierdurch ist ein beidseitiges Bedrucken eines Bedruckstoffs mit einem Vorderseitendruckbild und einem spiegelbildlichen Rückseitendruckbild besonders effizient, schnell und kostengünstig möglich.

10Schritt 11Schritt 12Schritt 13Teilschritt 14Teilschritt 15Teilschritt 16Teilschritt 17Teilschritt 18Teilschritt 19Teilschritt 20Teilschritt 21Steuerlinie

Anspruch[de]
  1. Verfahren zum beidseitigen Bedrucken eines Bedruckstoffs, wobei der Bedruckstoff auf einer Vorderseite mit einem Vorderseitendruckbild und auf einer Rückseite mit einem Rückseitendruckbild bedruckt wird, und wobei das Rückseitendruckbild ein Spiegelbild des Vorderseitendruckbilds ist, mit folgenden Schritten:

    a) zum Drucken des Vorderseitendruckbilds wird der Bedruckstoff durch mindestens ein Druckwerk mit jeweils einem Farbwerk bewegt, wobei eine jeweilige Farbdosiereinrichtung des jeweiligen Farbwerks eine der Farbzonenanzahl des Farbwerks entsprechende Anzahl von Farbdosierelementen und eine Heberwalze umfasst, und wobei zum Drucken des Vorderseitendruckbilds die am Druck beteiligten Farbdosierelemente des Farbwerks mit Farbdosierelementstellungen und die Heberwalze des Farbwerks mit einer Heberwalzenstellung eingestellt werden,

    b) zum Drucken des Rückseitendruckbilds wird der Bedruckstoff gewendet und durch mindestens ein Druckwerk mit jeweils einem Farbwerk bewegt, wobei eine jeweilige Farbdosiereinrichtung des jeweiligen Farbwerks eine der Farbzonenanzahl des Farbwerks entsprechende Anzahl von Farbdosierelementen und eine Heberwalze umfasst, und wobei zum Drucken des Rückseitendruckbilds die am Druck beteiligten Farbdosierelemente des Farbwerks mit Farbdosierelementstellungen und die Heberwalze des Farbwerks mit einer Heberwalzenstellung derart eingestellt werden, dass ein Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente spiegelverkehrt zu einem Profil der Farbdosierelementstellungen der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Drucken des Rückseitendruckbilds die am Druck beteiligten Farbdosierelemente des entsprechenden Farbwerks mit Farbdosierelementstellungen derart automatisch eingestellt werden, dass die individuellen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente gegenüber den individuellen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente profilerhaltend reduziert sind.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die individuellen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente gegenüber den individuellen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente in einer Größenordung von 20% bis 80% reduziert sind.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die individuellen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente gegenüber den individuellen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente in einer Größenordung von 40% bis 60% reduziert sind.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die individuellen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente gegenüber den individuellen Farbdosierelementstellungen der am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelemente um in etwa 50% reduziert sind.
  6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn am Druck des Vorderseitendruckbilds und am Druck des Rückseitendruckbilds eine Anzahl N von Farbdosierelementen beteiligt ist, das N-te am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligte Farbdosierelement mit einer Farbdosierelementstellung eingestellt wird, die proportional der Farbdosierelementstellung des 1-ten am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelements ist; das (N-i)-te am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligte Farbdosierelement mit einer Farbdosierelementstellung eingestellt wird, die proportional der Farbdosierelementstellung des (1+i)-ten am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelements entspricht; und das 1-te am Druck des Rückseitendruckbilds beteiligte Farbdosierelement mit einer Farbdosierelementstellung eingestellt wird, die proportional der Farbdosierelementstellung des N-ten am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbdosierelements entspricht; wobei ein entsprechender Proportionalitätsfaktor für alle Farbdosierelemente einer jeden Druckfarbe gleich ist, und wobei 0 < i < N ist.
  7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zum Drucken des Rückseitendruckbilds die Heberwalze des entsprechenden Farbwerks mit einer Heberwalzenstellung derart eingestellt wird, dass die Heberwalzenstellung einer Heberwalzenstellung des entsprechenden am Druck des Vorderseitendruckbilds beteiligten Farbwerks entspricht.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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