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Dokumentenidentifikation DE102004037277A1 23.03.2006
Titel Elektrischer Mehrfachstecker
Anmelder Tyco Electronics AMP GmbH, 64625 Bensheim, DE
Erfinder Miksche, Dieter, 64686 Lautertal, DE;
Seipel, Volker, 64625 Bensheim, DE;
Pfeifer, Hans-Dieter, 64686 Lautertal, DE
Vertreter Wilhelm & Beck, 80636 München
DE-Anmeldedatum 31.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004037277
Offenlegungstag 23.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.03.2006
IPC-Hauptklasse H01R 25/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01R 13/506(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H01R 13/639(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein elektrischer Mehrfachstecker (10) zum Übertragen von Zündsignalen an Zündpillen eines Airbags in einem Kraftfahrzeug umfasst einen ersten Stecker (32) zum Übertragen eines ersten elektrischen Signals, der in eine erste Steckeraufnahme (12) steckbar ist, die mit einer ersten Zündpille elektrisch verbunden ist, und einen zweiten Stecker (34) zum Übertragen eines zweiten elektrischen Signals, der in eine zweite Steckeraufnahme (14) steckbar ist, die mit einer zweiten Zündpille elektrisch verbunden ist. Der erste Stecker (32) und der zweite Stecker (34) sind unmittelbar und mechanisch steif miteinander verbunden, so dass gleichzeitig der erste Stecker (32) in die erste Steckeraufnahme (12) und der zweite Stecker (34) in die zweite Steckeraufnahme (14) steckbar sind.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Mehrfachstecker zum Übertragen von Zündsignalen an Zündpillen eines Airbags in einem Kraftfahrzeug.

In fast jedem neuen Kraftfahrzeug sind heute einer oder mehrere Airbags vorhanden, um bei einem Unfall Verletzungen der Insassen zu vermeiden oder zu verringern. Bei einem modernen Airbag sind zwei oder mehr Zündpillen vorgesehen, um durch deren selektive und sequentielle Zündung den Funktion des Airbags an die Art und den Verlauf des Unfalls sowie Größe, Gewicht und Sitzposition des Insassen anzupassen.

Typischerweise weist ein Zündpillengehäuse in einem modernen Airbag deshalb eine Mehrzahl von Steckeraufnahmen auf, in die jeweils ein Stecker gesteckt wird. Nachteilig daran ist jedoch, dass für jede zusätzliche Zündpille eines Airbags ein zusätzlicher Ast des Kabelbaums vorgesehen werden und ein separater Stecker gefertigt und montiert werden muss. Dies wirkt sich nachteilig auf die Herstellungs- und Montagekosten aus. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass jeder zusätzliche Stecker für eine zusätzliche Zündpille eine Erhöhung des Bauvolumen bedingt und unter dem in der Regel beengten Platzverhältnissen somit konstruktive Schwierigkeiten zur Folge hat.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, eine Vorrichtung zum Übertragen von Zündsignalen an Zündpillen eines Airbags in einem Kraftfahrzeug zu schaffen, die eine kostengünstigere Herstellung und Montage ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch einen elektrischen Mehrfachstecker gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den abhängigen Patentansprüchen definiert.

Die vorliegende Erfindung beruht auf der Idee, zwei oder mehr Stecker unmittelbar und mechanisch steif zu einem elektrischen Mehrfachstecker zum Übertragen von Zündsignalen an Zündpillen eines Airbags in einem Kraftfahrzeug zu verbinden. Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass ein Kabelbaum in einem Kraftfahrzeug für alle Zündpillen eines Airbags nur noch einen Ast aufweist, der mit dem erfindungsgemäßen Mehrfachstecker verbunden ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass alle Stecker zu einem Airbag gleichzeitig hergestellt und montiert werden können. Insbesondere werden auch alle Stecker gleichzeitig in die zugeordneten Steckeraufnahmen gesteckt, so dass insgesamt eine minimale Anzahl von Herstellung-, Montage- und Handhabungsschritten erforderlich ist. Durch die Anordnung der Stecker in dem Mehrfachstecker ist vorzugsweise auch die Zuordnung zu den Steckeraufnahmen und damit zu den Zündpillen eindeutig und unverwechselbar festgelegt. Alle genannten Vorteile sind erzielbar, ohne dass die einzelnen Stecker oder die zugeordneten Steckeraufnahmen modifiziert werden müssten. Es können also bewährte oder sogar Normen oder Standards entsprechende Steckergeometrien, deren Zuverlässigkeit erprobt und nachgewiesen ist, weiter verwendet werden.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist der Mehrfachstecker eine Solltrennstelle, beispielsweise eine Sollbruchstelle, zwischen den Steckern auf. Die für die Trennung der Stecker an der Solltrennstelle erforderliche Kraft wird dabei durch konstruktive Maßnahmen vorzugsweise so eingestellt, dass die Trennkraft höchstens so groß ist, wie die Haltekraft einer Befestigung von einem der beiden Stecker in der zugeordneten Steckeraufnahme. Dadurch wird gewährleistet, dass, wenn einer der beiden Stecker aus der zugeordneten Steckeraufnahme entfernt bzw. abgerissen wird, der andere Stecker in der ihm zugeordneten Steckeraufnahme verbleibt. So ist es beispielsweise möglich, dass beim Zünden der ersten Zündpille Gas durch die zugeordnete Steckeraufnahme tritt und durch Druckaufbau den darin steckenden Stecker aus dieser Steckeraufnahme treibt. Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel bleibt der zweite Stecker trotzdem in der ihm zugeordneten Steckeraufnahme, so dass die zweite Zündpille weiterhin gezündet werden kann.

Vorzugsweise weist der Mehrfachstecker ein beiden Steckern gemeinsames Verriegelungselement auf. Durch Betätigung dieses gemeinsamen Verriegelungselements können beide Stecker gleichzeitig in den zugeordneten Steckeraufnahmen verriegelt werden. Die Montage des erfindungsgemäßen Mehrfachsteckers wird damit weiter vereinfacht.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung mit Bezug auf die beiliegenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische perspektivische Ansicht eines Mehrfachsteckers gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;

2 eine weitere schematische perspektivische Ansicht des ersten Ausführungsbeispiels;

3 eine schematische perspektivische Explosionszeichnung des ersten bevorzugten Ausführungsbeispiels;

4 eine schematische perspektivische Ansicht eines Mehrfachsteckers gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; und

5 eine weitere schematische perspektivische Ansicht des zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiels.

1 ist eine schematische perspektivische Ansicht eines Mehrfachsteckers 10 gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zusammen mit korrespondierenden Steckeraufnahmen 12, 14 in einem Gehäuse 16. Jede der Steckeraufnahmen 12, 14 ist mit einer in 1 nicht dargestellten Zündpille zum Zünden von je einem ebenfalls nicht dargestellten Gasgenerator für einen Airbag verbunden. Der Mehrfachstecker 10 ist dafür vorgesehen, in die Steckeraufnahme 12, 14 gesteckt zu werden und so eine elektrische Verbindung zwischen einem Steuergerät und den Zündpillen der Gasgeneratoren des Airbags zu schaffen. Das Steuergerät kann dann über Kabel in einem Kabelbaum, den Mehrfachstecker 10 und die Steckeraufnahmen 12, 14 ein Zündsignal selektiv an eine der Zündpillen oder gleichzeitig oder nacheinander Zündsignale an beide Zündpillen senden.

Jede der Steckeraufnahmen 12, 14 umfasst eine Vertiefung bzw. eine Ausnehmung 18, 20 mit je zwei nicht dargestellten Steckkontakten. Wie im Folgenden näher beschrieben wird, sind die Ausnehmungen 18, 20 dafür vorgesehen, Steckkontaktbereiche 22, 24 des Mehrfachsteckers 10 aufzunehmen, wobei je Ausnehmung 18, 20 bzw. je Steckkontaktbereich 22, 24 zwei elektrische Verbindungen zwischen Steckkontakten des Mehrfachsteckers 10 und Steckkontakten der Steckeraufnahme 12, 14 gebildet werden.

2 ist eine weitere schematische perspektivische Ansicht des bereits in 1 gezeigten Mehrfachsteckers 10 gemäß dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die Merkmale des Mehrfachsteckers 10 werden nachfolgend mit Bezug auf die 1 und 2 näher erläutert. Der Mehrfachstecker 10 weist einen im Wesentlichen quaderförmigen Gehäuseabschnitt 26 auf, aus dem die Steckkontaktbereiche 22, 24 vorstehen. Die Steckkontaktbereiche 22, 24 sind nebeneinander und parallel angeordnet.

Funktional besteht der Mehrfachstecker 10 aus einem ersten Stecker 32 mit dem ersten Steckkontaktbereich 22 und einem zweiten Stecker 34 mit dem zweiten Steckkontaktbereich 24. Jeder der Stecker 32, 34 weist in seinem Steckkontaktbereich 22, 24 ein paar Steckkontakte auf, die im Inneren des Steckers 32, 34 mit zwei Kabeln 36, 38 verbunden sind. Jeder Stecker 32, 34 weist ferner eigene Rastelemente 40, 42, 44, 46 auf, durch die er in der entsprechenden Steckeraufnahme 18, 20 verrastet werden kann.

Jeder Stecker 32, 34 bildet somit eine eigene funktional unabhängige Einheit, die alle Funktionen eines Steckers aufweist. Allerdings sind beide Stecker 32, 34 aus wenigen gemeinsamen Gehäuseteilen zusammengesetzt, die jeweils im gleichen Maße jedem der beiden Stecker 32, 34 zugeordnet werden können. Es sind dies im Wesentlichen das Bodenteil 52 und die Abdeckungen 54, 56.

3 ist eine schematische perspektivische Explosionsdarstellung des oben anhand der 1 und 2 dargestellten Mehrfachsteckers 10 gemäß dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die Steckkontaktbereiche 22, 24 sind an das Bodenteil 52 angeformt oder angesetzt. An der von den Steckkontaktbereichen 22, 24 abgewandten Seite weist das Bodenteil 52 zahlreiche Ausnehmungen auf, die ausgebildet sind, um Steckkontakte 62, 64, 66, 68, die Kabel 36, 38 und die Dämpfungselemente 82, 84 aufzunehmen.

Dem ersten Stecker 32 und dem ersten Steckkontaktbereich 22 sind ein erstes Paar von Steckkontakten 62, 64, erste Kabel 36 und ein erstes Dämpfungselement 82 zugeordnet. Dem zweiten Stecker 34 und dem zweiten Steckkontaktbereich 24 sind ein zweites Paar von Steckkontakten 66, 68, zweite Kabel 38 und ein zweites Dämpfungselement 84 zugeordnet. Die einem Stecker 32, 34 zugeordneten Steckkontakte 62, 64, 66, 68 und Kabel 36, 38 sind jeweils eng benachbart und parallel zueinander angeordnet. Jeder Steckkontakt 62, 64, 66, 68 ist über eine Crimp-, Löt- oder Schweißverbindung mit genau einem der Kabel 36, 38 verbunden.

Der Steckbereich jedes Steckkontakts 62, 64, 66, 68 ist im Wesentlichen im rechten Winkel zu dem mit ihm verbundenen Kabel 36, 38 angeordnet. Die einem der Stecker 32, 34 zugeordneten Kabel 36, 38 sind jeweils durch ein gemeinsames Dämpfungselement 82 geführt. Die Dämpfungselemente 82, 84 bestehen beispielsweise aus Ferrit und dämpfen bzw. unterdrücken hochfrequente elektromagnetische Störungen.

Wie den 1 bis 3 zu entnehmen ist, sind die Steckkontakte 62, 64, 66, 68 in einer ersten Ebene und die Kabel 36, 38 in einer zweiten Ebene angeordnet, welche zu der ersten Ebene senkrecht ist.

Die erste Abdeckung 54 weist eine Mehrzahl von Rastelementen 86 auf, die beim Aufsetzen der Abdeckung 54 auf das Bodenteil 52 mit Rastelementen im Bodenteil 52 verrasten und so eine feste und dauerhafte Verbindung zwischen der Abdeckung 54 und dem Bodenteil 52 gewährleisten. Wenn die Abdeckung 54 auf dem Bodenteil 52 aufgesetzt ist, hält sie gleichzeitig die Steckkontakte 62, 64, 66, 68, die Kabel 36, 38 und die Dämpfungselemente 82, 84 in deren vorbestimmten Positionen in dem Bodenteil 52 fest. In diesen vorbestimmten Positionen sind insbesondere die Steckkontakte 62, 64, 66, 68 exakt ausgerichtet und durch Öffnungen 88 in den Steckkontaktbereichen 22, 24 für korrespondierende Steckkontakte einer Steckeraufnahme zugänglich.

Die zweite Abdeckung 56 weist Rastelemente 90 auf, die vorgesehen sind, um eine Vorrastung mit dem Bodenteil 52 auszubilden, wenn die zweite Abdeckung 56 auf das Bodenteil 52 in einer Ruheposition aufgesetzt ist. Diese Vorrastung dient in erster Linie der Verliersicherung und hält die zweite Abdeckung 56 in einer Ruheposition. In dieser Ruheposition ist die zweite Abdeckung 56 noch nicht ganz an das Bodenteil 52 herangerückt.

Von dieser Ruheposition aus kann die zweite Abdeckung 56 in eine Verriegelungsposition gedrückt werden, in der die zweite Abdeckung 56 eine Verriegelung der Steckkontaktbereiche 22, 24 in den Steckeraufnahmen 12, 14 bewirkt. Diese Verriegelung erfolgt beispielsweise, indem die mit der zweiten Abdeckung 56 einstückig ausgeführten Rastelemente 42, 44, 46, 48 mit den Steckeraufnahmen 12, 14 verrasten oder indem andere Funktionselemente 92 die Rastelemente 40, 42, 44, 46 der Steckkontaktbereiche 22, 24 in Positionen fixieren, in denen ein Lösen der Verrastung mit den Steckeraufnahmen 12, 14 aus geometrischen Gründen nicht mehr möglich ist.

Die zweite Abdeckung 56 übernimmt insofern die Funktion eines Verriegelungselementes zur Verriegelung der Stecker 32, 34 mit den Steckeraufnahmen 12, 14.

4 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht eines Steckers 10 gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zusammen mit Steckeraufnahmen 12, 14 in einem Gehäuse 16. 5 ist eine weitere schematische perspektivische Ansicht des in 4 dargestellten Mehrfachsteckers 10 gemäß dem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel.

Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem anhand der 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass die beiden Stecker 32, 34 nicht nebeneinander sondern hintereinander angeordnet sind. Dies bedeutet, dass die Steckkontakte 62, 64, 66, 68 nicht in einer Ebene, sondern wie vier parallele Kanten eines Quaders angeordnet sind. Entsprechend sind die Steckeraufnahmen 12, 14 in dem Gehäuse 16 gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel um 90° gedreht.

Davon abgesehen weist der Stecker 10 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel die gleichen oder entsprechenden Merkmale auf, wie der Stecker 10 aus dem ersten Ausführungsbeispiel.

Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel ist die zweite Abdeckung 56 jedoch zweiteilig, so dass die Stecker 32, 34 unabhängig voneinander verriegelt werden können. Gemäß einer nicht dargestellten Variante des zweiten Ausführungsbeispiels ist die zweite Abdeckung 56 jedoch ebenfalls einteilig, so dass beide Stecker 32, 34 gleichzeitig verriegelt werden.

Gemäß einer bevorzugten Variante der oben dargestellten Ausführungsbeispiele sind die einzelnen Stecker 32, 34 des Mehrfachsteckers 10 zunächst getrennt aufgebaut, um dann über eine Steckung und/oder Klebung und/oder Verrastung miteinander verbunden zu werden.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Variante der oben dargestellten Ausführungsbeispiele weist der Mehrfachstecker 10 eine Solltrennstelle, insbesondere eine Sollbruchstelle zwischen den Steckern 32, 34 auf. Bei der oben anhand der Ausführungsbeispiele dargestellten einstückigen Ausführung des Bodenteils 52 und der Abdeckungen 54, 56 wird eine Sollbruchstelle insbesondere dadurch realisiert, dass die genannten Gehäuseteile eine Nut oder Kerbe aufweisen, welche die Materialstärke lokal stark verringert und somit einen Bruch an diesem definierten Ort bereits bei einer relativ geringen Belastung ermöglicht. Bei modularem Aufbau des Mehrfachsteckers 10 aus zwei zunächst getrennt aufgebauten Steckern 32, 34, die anschließend zusammengesteckt und/oder miteinander verrastet werden, stellt die Steckverbindung oder Verrastung zwischen den Steckern 32, 34 vorzugsweise gleichzeitig die Solltrennstelle dar.

Die Solltrennstelle ist vorzugsweise so dimensioniert, dass die zur Trennung der Stecker 32, 34 erforderliche Trennkraft geringer ist, als die Kraft, mit der jeder einzelne Stecker 32, 34 in der zugeordneten Steckeraufnahme gehalten wird, wenn das Verriegelungselement 56 in der Verriegelungsposition ist. Durch diese Dimensionierung wird gewährleistet, dass, wenn einer der beiden Stecker 32, 34 durch äußere Einwirkungen aus der zugehörigen Steckeraufnahme 12, 14 gerissen wird, der andere Stecker 32, 34 in der Steckeraufnahme 12, 14 verbleibt. Im Falle des anhand der 4 und 5 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiels weisen auch die mit den Steckkontakten des ersten Steckers 32 verbundenen und durch den zweiten Stecker 34 geführten Kabel 36 Sollbruchstellen oder Solltrennstellen in Form von Steckungen auf.

Die Solltrennstelle zwischen den Steckern 32, 34 ist beispielsweise dann von großer praktischer Bedeutung für die Wirkung des Airbags, wenn bei der Zündung der ersten Zündpille Gas durch die zugeordnete erste Steckeraufnahme 12 austritt und den ersten Steckkontaktbereich 22 bzw. den ersten Stecker 32 aus der ersten Steckeraufnahme 12 ausstößt. Mit der beschriebenen Dimensionierung der Solltrennstelle ist gewährleistet, dass bei diesem Ereignis der zweite Steckkontaktbereich 24 bzw. der zweite Stecker 34 in der zweiten Steckeraufnahme 14 verbleibt, so dass die Funktion der zweiten Zündpille weiterhin gewährleistet ist.

Abweichend von den oben dargestellten Ausführungsbeispielen und deren Varianten sind zahlreiche weitere Varianten möglich. Insbesondere können die Anzahl und die Anordnung der einzelne Stecker 32, 34 in dem Mehrfachstecker 10, die Anzahl und Anordnung der Steckkontakte 62, 64, 66, 68 in jedem Stecker 32, 34, die Anzahl und die Anordnung der Kabel 36, 38, die Anzahl und die Anordnung der Rastelemente 40, 42, 44, 46 zum Verrasten der Stecker 32, 34 in den Steckeraufnahmen 12, 14 und der Aufbau des Steckers aus verschiedenen Gehäuseteilen von den oben anhand der 1 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispielen abweichen.

10Mehrfachstecker 12erste Steckeraufnahme 14zweite Steckeraufnahme 16Gehäuse 18Ausnehmung 20Ausnehmung 22Steckkontaktbereich 24Steckkontaktbereich 26Gehäuseabschnitt 32erster Stecker 34zweiter Stecker 36erste Kabel 38zweite Kabel 40Rastelement 42Rastelement 44Rastelement 46Rastelement 52Bodenteil 54erste Abdeckung 56zweite Abdeckung 62Steckkontakt 64Steckkontakt 66Steckkontakt 68Steckkontakt 82Dämpfungselement 84Dämpfungselement 86Rastelement 88Öffnung 90Rastelement 92Funktionselement

Anspruch[de]
  1. Elektrischer Mehrfachstecker (10) zum Übertragen von Zündsignalen an Zündpillen eines Airbags in einem Kraftfahrzeug, mit:

    einem ersten Stecker (32) zum Übertragen eines ersten elektrischen Signals, der in eine erste Steckeraufnahme (12) steckbar ist, die mit einer ersten Zündpille elektrisch verbunden ist; und

    einem zweiten Stecker (34) zum Übertragen eines zweiten elektrischen Signals, der in eine zweite Steckeraufnahme (14) steckbar ist, die mit einer zweiten Zündpille elektrisch verbunden ist,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    der erste Stecker (32) und der zweite Stecker (34) unmittelbar und mechanisch steif miteinander verbunden sind, so dass gleichzeitig der erste Stecker (32) in die erste Steckeraufnahme (12) und der zweite Stecker (34) in die zweite Steckeraufnahme (14) steckbar sind.
  2. Elektrischer Mehrfachstecker (10) nach Anspruch 1, bei dem jeder Stecker (32, 34) einen aus einem Gehäuseabschnitt (26) des Mehrfachsteckers (10) vorstehenden Steckkontaktbereich (22, 24) mit Steckkontakten (62, 64, 66, 68) in einem Isolator aufweist, wobei jeder Steckkontaktbereich (22, 24) zum Einstecken in die zugeordnete Steckeraufnahme (12, 14) vorgesehen ist, und wobei die vorstehenden Steckkontaktbereiche (22, 24) nebeneinander und von einander beabstandet angeordnet sind.
  3. Elektrischer Mehrfachstecker (10) nach Anspruch 1 oder 2, ferner mit einer Solltrennstelle zwischen dem ersten Stecker (32) und dem zweiten Stecker (43), die eine Trennung der Stecker (32, 34) von einander ermöglicht, insbesondere wenn der erste Stecker (32) beim Zünden der mit der ersten Steckeraufnahme (12) verbundenen Zündpille von der ersten Steckeraufnahme (12) abgerissen wird.
  4. Elektrischer Mehrfachstecker (10) nach Anspruch 3, bei dem die für die Trennung der Stecker (32, 34) an der Solltrennstelle erforderliche Kraft höchstens so groß ist wie die Haltekraft einer Befestigung von jedem der Stecker (32, 34) in der zugeordneten Steckeraufnahme (12, 14).
  5. Elektrischer Mehrfachstecker (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem der erste Stecker (32) und der zweite Stecker (34) unabhängig von einander durch je ein Rastelement (40, 42, 44, 46) mit der zugeordneten Steckeraufnahme (12, 14) verrastbar sind.
  6. Elektrischer Mehrfachstecker (10) nach Anspruch 5, ferner mit:

    einem zwischen einer Ruheposition und einer Verriegelungsposition bewegbaren, beiden Steckern (32, 34) gemeinsamen Verriegelungselement (56), wobei die Stecker (32, 34) in zugeordnete Steckeraufnahmen (12, 14) einsteckbar und aus diesen abziehbar sind, wenn sich das gemeinsame Verriegelungselement (56) in der Ruheposition befindet, und wobei die Stecker (32, 34) in den zugeordneten Steckeraufnahmen (12, 14) verriegelt sind, wenn sich das gemeinsame Verriegelungselement (56) in der Verriegelungsposition befindet.
  7. Elektrischer Mehrfachstecker (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem jeder Stecker (32, 34) zwei parallele Steckkontakte (62, 64, 66, 68) und zwei parallele Kabelanschlüsse (36, 38) aufweist, wobei jeder Steckkontakt (62, 64, 66, 68) mit einem der Kabelanschlüsse (36, 38) verbunden ist.
  8. Elektrischer Mehrfachstecker (10) nach Anspruch 7, bei dem jeder Steckkontakt (62, 64, 66, 68) rechtwinklig zu dem mit ihm verbundenen Kabelanschluss (36, 38) angeordnet ist.
  9. Elektrischer Mehrfachstecker (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem alle vier Steckkontakte (62, 64, 66, 68) des Mehrfachsteckers (10) in einer Ebene angeordnet sind, und bei dem alle vier Kabelanschlüsse (36, 38) des Mehrfachsteckers (10) in einer Ebene angeordnet sind.
  10. Elektrischer Mehrfachstecker (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem alle vier Steckkontakte (62, 64, 66, 68) des Mehrfachsteckers (10) wie parallele Kanten eines Quaders angeordnet sind.
  11. Elektrischer Mehrfachstecker (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem beide Stecker (32, 34) aus mehreren gemeinsamen Gehäuseteilen (52, 54, 56) zusammengesetzt sind, welche durch Verrastungen mit einander verbunden sind.
  12. Elektrischer Mehrfachstecker (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem beide Stecker (32, 34) getrennt aufgebaut und durch eine Steckung oder Verrastung unverrückbar mechanisch mit einander verbunden sind.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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