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Dokumentenidentifikation DE102004044018A1 30.03.2006
Titel Bodenversteifung für ein Kraftfahrzeug
Anmelder Wilhelm Karmann GmbH, 49084 Osnabrück, DE
Erfinder Weiss, Lorenz, 49076 Osnabrück, DE;
Schulz, Robert, 49134 Wallenhorst, DE
DE-Anmeldedatum 09.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004044018
Offenlegungstag 30.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.03.2006
IPC-Hauptklasse B62D 25/20(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Bodenversteifung für ein Kraftfahrzeug, wobei an dieser mindestens eine Versorgungseinrichtung für das Kraftfahrzeug vormontiert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bodenversteifung für ein Kraftfahrzeug.

Aus der DE 295 20 166 U1 sind Bodenversteifungen bekannt, die aus einem Stahlblech oder aus Stahlverstrebungen gebildet sind und über eine Schraubverbindung mit einem Karosserierahmen des Kraftfahrzeuges verbunden sind.

Ferner ist es bekannt, Versorgungsleitungen, wie z. B. Stromkabel oder Wasserleitungen, von unten an einem Karosserierahmen eines Kraftfahrzeuges zu befestigen.

Ein Nachteil von derart montierten Bodenversteifungen und Versorgungsleitungen ist, daß diese aufwendig einzeln montiert werden müssen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Montage von einzelnen Versorgungsleitungen und von Versteifungselementen an einer Kraftfahrzeugunterseite zu vereinfachen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Bodenversteifung für ein Kraftfahrzeug, wobei an dieser mindestens eine Versorgungseinrichtung für das Kraftfahrzeug vormontiert ist.

Durch eine derartige Bodenversteifung kann die Karosseriesteifigkeit verbessert und gleichzeitig die Torsion und Durchbiegung der Karosserie verringert werden.

Vorteilhaft umfaßt die Bodenversteifung eine ebene Bodenplatte. Alternativ kann diese Bodenplatte eine oder mehrere Wölbungen aufweisen, um eine Verstärkung zu bewirken oder um an einem Karosserierahmen des Kraftfahrzeuges anzuliegen.

Die Bodenplatte kann mindestens teilweise aus Stahl und/oder Aluminium und/oder Magnesium und/oder AFS (Aluminum Foam Sandwich) bestehen und Verstärkungsmittel, insbesondere Verstrebungen, aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann das Verstärkungsmittel Sicken oder Prägungen umfassen.

In der Bodenversteifung können Durchgangslöcher gebildet sein, durch die Schrauben führbar sind, um eine Schraubverbindung zwischen der Bodenversteifung und einem Karosserierahmen des Kraftfahrzeuges herzustellen.

Alternativ oder zusätzlich kann die Bodenversteifung über eine lösbare Steckverbindung mit dem Karosserierahmen des Kraftfahrzeuges verbunden sein. In diesem Fall sind an der Bodenversteifung Steck- oder Kupplungselemente einer lösbaren Steckverbindung gebildet, die mit Kupplungs- oder Steckelementen zusammenwirken, die an dem Karosserierahmen des Kraftfahrzeuges gebildet sind.

Vorteilhaft ist die mindestens eine Versorgungseinrichtung an der Seite der Bodenversteifung angeordnet, die dem Karosserierahmen des Kraftfahrzeuges zugewandt ist, wenn die Bodenversteifung an diesem montiert ist. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß die Versorgungseinrichtungen) nicht frei liegt (liegen), wodurch ein optimaler Unterfahrschutz für die Versorgungseinrichtungen) gebildet ist.

Als Versorgungseinrichtung sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung insbesondere Versorgungsleitungen und (Versorgungs-) Aggregate des Kraftfahrzeuges zu verstehen. Als Versorgungsleitung kommt insbesondere eine Stromleitung, eine Wasserleitung, eine Kühlmittelleitung für eine Klimaanlage, eine Kühlwasserleitung oder ähnliches in Betracht. Als Versorgungsaggregate kommen insbesondere eine Ölpumpe oder eine Wasserpumpe oder ähnliches in Betracht.

Die Versorgungseinrichtung(en), die im Rahmen einer Vormontage an der Bodenversteifung befestigt wird (werden), bilden mit derselben ein Bodenversteifungsmodul, das im weiteren Herstellungsverfahren des Kraftfahrzeuges an einer Unterseite des Kraftfahrzeuges befestigt wird. Folgend werden die Versorgungsleitungen mit dem Kraftfahrzeug verbunden, wodurch die Funktion der Versorgungsleitungen gewährleistet ist. Vorteilhaft sind dazu an den Enden der Versorgungsleitungen Anschlußelemente gebildet, insbesondere ein Stecker oder eine Kupplung, die mit Anschlußelementen verbindbar sind, die an dem Kraftfahrzeug gebildet sind.

Jede Versorgungseinrichtung kann mittels Halter, die an der Bodenversteifung angeordnet sind, an der Bodenversteifung befestigt sein.

Die Bodenversteifung kann an einem beliebigen Kraftfahrzeug, wie z. B. einem Lastkraftwagen, einem Transporter oder einem Personenkraftwagen, insbesondere einem Cabrioletfahrzeug oder einem Offroad-Fahrzeug, befestigt sein.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf eine Zeichnung erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht einer Bodenplatte- für ein erfindungsgemäßes Bodenversteifungsmodul,

2 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Bodenversteifungsmoduls, das die Bodenplatte der 1 umfaßt,

3 eine perspektivische Ansicht einer Unterseite eines Karosserierahmens, an dem das Bodenversteifungsmodul der 2 befestigbar ist,

4 eine perspektivische Ansicht auf den Karosserierahmen der 3, an dem das erfindungsgemäße Bodenversteifungsmodul der 3 befestigt ist,

5 eine Querschnittsansicht entlang der Linie V-V durch das erfindungsgemäße Bodenversteifungsmodul der 2,

6 eine perspektivische Ansicht einer alternativen Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bodenversteifung und

7 eine Seitenansicht der Bodenversteifung der 6.

Grundsätzlich sind verschiedene Ausführungen der erfindungsgemäßen Bodenversteifung denkbar. Im folgenden werden zwei bevorzugte Ausführungsformen beschrieben.

Unter Bezug auf die 1 und 2 wird zunächst die Herstellung eines Bodenversteifungsmodules beschrieben, dessen Befestigung an einem Karosserierahmen unter Bezug auf die 3 und 4 beschrieben wird.

In 1 ist eine Bodenplatte 9 gezeigt, auf der Halter 17 befestigt sind, die der Befestigung von Versorgungseinrichtungen dienen, und in der Durchgangslöcher 13 gebildet sind, durch die Schrauben führbar sind, um die Bodenplatte 9 mit Trägern 3 eines Karosserierahmens 5 eines Kraftfahrzeuges zu verbinden.

In 2 sind Abschnitte von Versorgungsleitungen 7 gezeigt, die mittels der Halter 17 an der Bodenplatte 9 befestigt sind. An den Enden der Abschnitte der Versorgungsleitungen 7 sind Steckelemente 15 gebildet, die in Kupplungselemente (nicht dargestellt) steckbar sind, die in dem Kraftfahrzeug gebildet sind.

Die in 2 dargestellte Bodenversteifung 1 stellt somit ein Modul (Bodenversteifungsmodul) dar, das im Rahmen einer Vormontage hergestellt wird.

Die auf die zuvor beschriebene Weise hergestellte Bodenversteifung 1 wird, wie in 3 dargestellt, von unten an eine Unterseite des Karosserierahmens 5 geführt, bis die Bodenplatte 9 an den Trägern 3 des Karosserierahmens 5 anliegt.

Durch die Durchgangslöcher 13, die in der Bodenplatte 9 gebildet sind, werden Schrauben in die Träger 3 geführt, um derart die Bodenversteifung 1 an dem Karosserierahmen 5 zu befestigen.

4 zeigt die an dem Karosserierahmen 5 befestigte Bodenversteifung 1.

In 5 ist eine Querschnittsansicht entlang der Linie V-V der 2 gezeigt. Zwischen den beiden Trägern 3, an denen die Bodenversteifung 1 befestigt ist, verläuft ein Bodenblech 19, das zwischen den Trägern 3 in Richtung eines Fahrzeuginnenraumes (in 5 nach oben) gewölbt ist. In dieser Auswölbung sind die Versorgungsleitungen 7 angeordnet, wenn die Bodenversteifung 1 an den Trägern 3 des Karosserierahmens 5 befestigt ist. Die ebenfalls in 5 dargestellten Halter 17 sind mittels Schrauben an der Bodenplatte 9 befestigt.

In 6 ist eine perspektivische Ansicht und in 7 eine Seitenansicht einer Variante einer erfindungsgemäßen Bodenversteifung 1 gezeigt.

Um eine weitere Versteifung der Bodenversteifung 1 zu bewirken, sind zwischen den Durchgangslöchern 13 in der Bodenplatte 9 Verstrebungen 11 gebildet. Die Verstrebungen 11 sind vorliegend aus einem Stahlprofil mit quadratischem Querschnitt gebildet, das an die Bodenplatte 9 entlang seiner gesamten Länge geschweißt ist. Alternativ kann die Bodenplatte 9 durch beliebige Verstärkungsmittel, die im Stand der Technik bekannt sind, verstärkt sein.

An gegenüberliegenden Seitenkanten der Bodenversteifung 1 sind Luftkanäle 21 gebildet. Die Bodenversteifung 1 wird in der in 7 gezeigten Orientierung zu einer Fahrtrichtung FR des Kraftfahrzeuges an dessen Unterseite montiert. Wird ein Kraftfahrzeug mit einer derartigen Bodenversteifung gefahren, so tritt Luft, aufgrund des Fahrtwindes, in einen Lufteinlaßstutzen 23 ein, wird folgend durch den Luftführungskanal 21 geleitet, um sodann durch einen Luftauslaßstutzen 25 wieder auszutreten. Wie in 7 gezeigt, ist der Luftauslaßstutzen 25 in Richtung des Fahrzeuginneren geneigt, so daß aus dem Luftauslaßstutzen 25 austretende Luft nach oben geführt wird. Die aus dem Luftauslaßstutzen 25 austretende Luft kann folgend verwendet werden, um einen Mittelmotor oder einen Heckmotor des Kraftfahrzeuges zu kühlen.

1Bodenversteifung 3Träger (eines Karosserierahmens) 5Karosserierahmen (eines Kraftfahrzeuges) 7Versorgungsleitungen 9Bodenplatte 11Verstrebung 13Durchgangsloch 15Steckelement (am Ende der Versorgungsleitung 7) 17Halter 19Bodenblech 21Luftführungskanal 23Lufteinlaßstutzen 25Luftauslaßstutzen FRFahrtrichtung

Anspruch[de]
  1. Bodenversteifung (1) für ein Kraftfahrzeug, dadurch gekennzeichnet, daß an dieser mindestens eine Versorgungseinrichtung (7) für das Kraftfahrzeug vormontiert ist.
  2. Bodenversteifung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese eine ebene oder gewölbte Bodenplatte (9) umfaßt.
  3. Bodenversteifung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte (9) mindestens teilweise aus Stahl und/oder Aluminium und/oder Magnesium und/oder AFS (Aluminum Foam Sandwich) besteht.
  4. Bodenversteifung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese Verstärkungsmittel (11) umfaßt.
  5. Bodenversteifung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungsmittel Sicken und/oder Prägungen und/oder Verstrebungen (11) umfaßt.
  6. Bodenversteifung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese Durchgangslöcher (13) aufweist, durch die Schrauben führbar sind, um eine Schraubverbindung zwischen der Bodenversteifung (1) und einem Karosserierahmen (5) des Kraftfahrzeuges herzustellen.
  7. Bodenversteifung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese Steck- oder Kupplungselemente einer lösbaren Steckverbindung umfaßt, um mit Kupplungs- oder Steckelementen zusammenzuwirken, die an dem Karosserierahmen (5) des Kraftfahrzeuges gebildet sind, um eine lösbare Steckverbindung zwischen der Bodenversteifung (1) und dem Karosserierahmen (5) des Kraftfahrzeuges herzustellen.
  8. Bodenversteifung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungseinrichtungen) (7) an einer Seite der Bodenversteifung (1) angeordnet ist (sind), die dem Karosserierahmen (5) des Kraftfahrzeuges zugewandt ist, wenn die Bodenversteifung (1) an diesem befestigt ist.
  9. Bodenversteifung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Versorgungseinrichtung durch eine Versorgungsleitung (7) und/oder ein Aggregat gebildet ist.
  10. Bodenversteifung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Versorgungseinrichtung (7) mittels Halter (17), die an der Bodenversteifung (1) angeordnet sind, an der Bodenversteifung (1) befestigt ist.
  11. Kraftfahrzeug mit einer Bodenversteifung nach einem der vorangehenden Ansprüche.
  12. Kraftfahrzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftfahrzeug ein Lastkraftwagen, ein Transporter oder ein Personenkraftwagen, insbesondere ein Cabrioletfahrzeug oder ein Offroad-Fahrzeug, ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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