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Dokumentenidentifikation DE202004016052U1 30.03.2006
Titel Backofen
Anmelder Diehl AKO Stiftung & Co. KG, 88239 Wangen, DE
DE-Aktenzeichen 202004016052
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.03.2006
Registration date 23.02.2006
Application date from patent application 16.10.2004
IPC-Hauptklasse F24C 15/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24C 15/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A21B 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Backofen bzw. Herd gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Der Aufbau eines solchen herkömmlichen Backofens ist stark vereinfacht in 3 veranschaulicht. Der Backofen 100 enthält ein Backofengehäuse 102, in dem ein Garraum bzw. Backraum 104 vorgesehen ist. Eine Beschickungsöffnung 106 des Garraums 104 ist durch eine Backofentür 108 verschließbar. Zwischen einer oberen Begrenzung des Garraums 104 und der oberen Begrenzung des Backofengehäuses 102 ist im Frontbereich des Backofens 100 eine Bedienblende 110 mit verschiedenen Einstellelementen und Anzeigen zur Steuerung des Backofens 100 angeordnet. Da die Bedienblende 110 relativ zu dem Garraum 104 nur eine geringe Bautiefe besitzt, befindet sich hinter der Bedienblende ein ungenutzter Freiraum 112, der nur in manchen Fällen zum Beispiel für den Einbau eines Kühllüfters benutzt wird.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Backofen bzw. Herd mit einer besseren Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Bauraums bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Backofen mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Der Backofen enthält ein Backofengehäuse, in dem ein Garraum vorgesehen ist; eine Beschickungsöffnung des Garraums, die mit einer Backofentür verschließbar ist, und eine Steuerung des Backofens, die eine Bedieneinheit und ein Leistungsteil aufweist. Dabei ist die Bedieneinheit in der Steuerung in der Backofentür integriert.

Bei diesem erfindungsgemäßen Aufbau des Backofens entfällt die Bedienblende oberhalb des Garraums aufgrund deren Integration in die Backofentür, sodass auch kein ungenutzter Freiraum hinter einer solchen Bedienblende vorhanden ist. Aus diesem Grund kann entweder der Garraum bei einer gleichen Baugröße des Backofens vergrößert oder der Backofen insgesamt bei gleichbleibender Größe des Garraums verkleinert werden. Die Integration der Bedieneinheit der Steuerung in die Backofentür ist aufgrund der heutigen Miniaturisierung von Elektronikbauteilen problemlos möglich.

Vorzugsweise ist die Bedieneinheit der Steuerung in einem Türgriff der Backofentür integriert. Die Bedieneinheit kann natürlich auch auf der Backofentür selbst angebracht sein, jedoch ist die Anordnung der Bedieneinheit an dem Türgriff aufgrund der günstigeren thermischen Verhältnisse von Vorteil, da die Backofentür selbst heiß wird, während der Türgriff thermisch isoliert ist und daher geringere Anforderungen an die thermische Belastbarkeit der Bedieneinheit gestellt werden müssen.

Das Leistungsteil der Steuerung ist vorzugsweise an der Rückseite des Backofens angeordnet und über eine elektrische Verbindung zum Beispiel in Form eines Flachbandkabels mit der Bedieneinheit in der Backofentür verbunden. Bei dieser Anordnung des Leistungsteils kann das Leistungsteil vorteilhafterweise mit einem Anschlussschaltkasten des Backofens integriert werden.

Obige sowie weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter, nicht-einschränkender Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen besser verständlich. Darin zeigen:

1 eine schematische Darstellung des Aufbaus eines Backofens gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;

2 eine schematische Darstellung des Aufbaus eines Backofens gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; und

3 eine schematische Darstellung des Aufbaus eines herkömmlichen Backofens.

Anhand von 1 wird zunächst ein erstes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung näher beschrieben.

Der Backofen bzw. Herd 10 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist ein Backofengehäuse 12 auf, in dem wenigstens ein Gar- bzw. Backraum 14 vorgesehen ist. Die Beschickungsöffnung 16 des Garraums ist in bekannter Weise durch eine Backofentür 18 verschließbar. Die Backofentür 18 ist um eine horizontale Schwenkachse am Backofenunterteil schwenkbar und erstreckt sich über die Beschickungsöffnung 16 bis zur oberen Kante des Backofengehäuses 12. Die Backofentür 18 kann außerdem ein Sichtfenster mit einer Glasscheibe aufweisen.

Die Steuerung des Backofens 10 umfasst eine Bedieneinheit 20 und ein Leistungsteil 22. Die Bedieneinheit 20, die verschiedene Bedienelemente (z.B. Thermostat, Wahlschalter, Timer, usw.) sowie Anzeigeelemente aufweist, ist in der Backofentür 18 integriert. Da die Backofentür 18 selbst bei Betrieb des Backofens 10 heiß wird, ist die Integration der Bedieneinheit 20 in einem thermisch isolierten Türgriff (nicht dargestellt) der Backofentür 18 von Vorteil. Aufgrund der heutigen Miniaturisierung der Elektronikbauteile ist es möglich, für die Bedieneinheit 20 Bauelemente entsprechend kleiner Abmessungen zu verwenden, sodass der Türgriff der Backofentür 18 des erfindungsgemäßen Backofens 10 im Vergleich zu herkömmlichen Backöfen nur unwesentlich oder überhaupt nicht vergrößert werden muss.

Das Leistungsteil 22 der Steuerung des Backofens 10 ist vorzugsweise an der Rückwand des Backofengehäuses 12 angeordnet, ohne dass die vorliegende Erfindung auf diese Stelle beschränkt ist. Bei dieser Positionierung des Leistungsteils 22 sind nur kurze Verdrahtungswege vom Leistungsteil 22 zu den elektrischen Verbrauchern (z.B. Heizelemente) des Backofens 10 notwendig. Außerdem kann das Leistungsteil 22 mit einem Anschlussschaltkasten (nicht dargestellt) des Backofens 10 integriert werden, was die Herstellungskosten des Backofens reduziert. Die Bedieneinheit 20 ist über eine elektrische Verbindung 24, zum Beispiel in Form eines Flachbandkabels mit dem Leistungsteil 22 verbunden. Diese elektrische Verbindung 24 dient sowohl der Spannungsversorgung der Bedieneinheit 20 als auch dem Austausch von Betriebssignalen und Zustandsinformationen zwischen der Bedieneinheit 20 und dem Leistungsteil 22.

Da im Gegensatz zu einem herkömmlichen Backofen, wie er oben anhand von 3 beschrieben worden ist, keine Bedienblende oberhalb des Garraums 14 vorgesehen ist, hinter der sich ein zumeist ungenutzter Freiraum befindet, kann sich der Garraum 14 im Wesentlichen bis zur Oberkante des Backofengehäuses 12 erstrecken. Das heißt, der Garraum 14 des erfindungsgemäßen Backofens 10 kann bei gleicher Baugröße des Backofens 10 entsprechend vergrößert werden. Alternativ kann die Baugröße des Backofens 10 unter Beibehaltung der Größe des Garraums 14 entsprechend verkleinert werden. Das Vergrößerungspotential des Garraums 14 bzw. das Verkleinerungspotential des Backofens beträgt bis zu etwa 15%.

2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

Das zweite Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Backofens 10 unterscheidet sich von dem oben anhand von 1 beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel dahingehend, dass der Backofen 10 mit einem Kochfeld 26 kombiniert ist. Das Kochfeld 26 ist in bekannter Weise auf der Oberseite des Backofengehäuses 12 angeordnet und umfasst mehrere Kochstellen 28 sowie eine entsprechende Bedieneinheit 30. Die Bedieneinheit 30 ist dabei bevorzugt in der Oberseite des Kochfeldes 26 integriert, wie dies insbesondere bei Glaskeramikkochfeldern inzwischen üblich ist.

Der übrige Aufbau des Backofens 10 entspricht dem des obigen ersten Ausführungsbeispiels. Es werden daher die gleichen Wirkungen und Vorteile wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel erzielt.

10Backofen/Herd 12Backofengehäuse 14Garraum 16Beschickungsöffnung 18Backofentür 20Bedieneinheit 22Leistungsteil 24elektrische Verbindung 26Kochfeld 28Kochstellen 30Bedieneinheit 100Backofen/Herd 102Backofengehäuse 104Garraum 106Beschickungsöffnung 108Backofentür 110Bedienblende 112Freiraum

Anspruch[de]
  1. Backofen (10), mit

    einem Backofengehäuse (12), in dem ein Garraum (14) vorgesehen ist;

    einer Beschickungsöffnung (16) des Garraums (14), die mit einer Backofentür (18) verschließbar ist; und

    einer Steuerung des Backofens (10), die eine Bedieneinheit (20) und ein Leistungsteil (22) aufweist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Bedieneinheit (20) der Steuerung in der Backofentür (18) integriert ist.
  2. Backofen (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit (20) der Steuerung in einem Türgriff der Backofentür (18) integriert ist.
  3. Backofen (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Leistungsteil (22) der Steuerung an der Rückseite des Backofens (10) angeordnet ist.
  4. Backofen (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Leistungsteil (22) der Steuerung mit einem Anschlussschaltkasten des Backofens (10) integriert ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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