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Dokumentenidentifikation DE202005017861U1 30.03.2006
Titel Elektrisch angetriebene rotierende Bürsten zum Reinigen von Oberflächen
Anmelder Rodenstock, Conrad, 46284 Dorsten, DE
DE-Aktenzeichen 202005017861
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.03.2006
Registration date 23.02.2006
Application date from patent application 14.11.2005
IPC-Hauptklasse E01H 1/05(2006.01)A, F, I, 20051114, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B08B 1/04(2006.01)A, L, I, 20051114, B, H, DE   A01M 21/02(2006.01)A, L, I, 20051114, B, H, DE   A46B 13/02(2006.01)A, L, I, 20051114, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine von Hand geführte Kehrmaschine mit auswechselbaren Bürsten, die elektrisch angetrieben sind und sich rotierend über die Oberfläche bewegen, zum Jäten von Wildwuchs und Unkraut sowie zum Reinigen von befestigten und unbefestigten Oberflächen und Fugen.

Gedacht ist auch der Einsatz als Jäthilfe im Garten.

Stand der Technik

Aus verschiedenen bekannten Gründen ist es notwendig, befestigte und unbefestigte Oberflächen, Fugen und dergleichen zu reinigen und zu jäten, da diese mehr oder weniger verschmutzen oder zum Beispiel durch Wildwuchs, insbesondere eingewachsenes Gras, Moos, Löwenzahn oder ähnliches zuwuchern.

Dies trifft insbesondere für befestigte oder unbefestigte Straßenränder, Bürgersteige oder Rinnsteine zu oder mit Schotter o.ä. befestigten Flächen wie z.B. Kinderspielplätze oder Schottersportplätze.

Ein weiterer Grund für das Sauberhalten ist die Rutschgefahr für Fußgänger, um Schädlinge fern zu halten oder zum Beispiel eine gepflegte Umgebung vorzuweisen

Folgende Druckschriften wurden zum Stand der Technik recherchiert:

DE 1708658

„Motorfahrzeug zum Reinigen von Straßen und Parkanlagen und dergleichen"

Hier wird vorgeschlagen, dass zum Sauberhalten von Strassen und Parkanlagen ein Motorfahrzeug mit Laufrädern eingesetzt wird, das Blätter und andere am Boden liegendes Gut oder Abfall in einfacher Weise aufladet, um das Sammelgut schnell zu einem Müllabladeort oder dgl. fährt.

DE 2613326 C2

Hier wird eine Ausführung beschrieben, die zum Reinigen von Gehwegen, Strassen, Plätzen und dgl, die Oberflächen von Kaugummi mit Hilfe von heißem Druckwasser befreit.

GM 7717329

Beschreibt eine Reinigungsmaschine zum Reinigen ebener Flächen mit zusätzlichem Saugrohr mit Gebläse um Staub, Unrat usw. aufzusaugen.

DE 19627715 A1

Beschreibt einen elektrischen Fugenreiniger, bei dem eine rotierende stehende Bürste die Reinigung übernimmt. Angetrieben wird die Bürste durch einen Elektromotor, der vom Netz gespeist wird.

DE 29623256 U1

Beschreibt eine Vorrichtung zum Entfernen von Bewuchs aus Fugen von gepflasterten Bodenflächen, hier wird die sich drehende Bürste von den Rädern bzw. der Radachse des Gerätes angetrieben, das mit Hand über die Bodenfläche gedrückt wird.

Andere bekannte Ausführungsformen, allgemein beschrieben sind zum Beispiel:

Eine Art Messer oder dergleichen, das als Fugenkratzer eingesetzt wird und an einem kurzen Stiel befestigt ist. Man bewegt sich in gebeugter Haltung über die Flächen und hat schon nach kurzer Zeit Rückenschmerzen o.ä.. Diese Methode ist sehr anstrengend und meist auch nicht so effizient, da sich der Wildwuchs mit stärkeren Wurzeln nur schlecht entfernen lässt.

Der Gasbrenner wird gerne als der neue Renner angepriesen. Leider packt der Brenner das Übel nicht an der Wurzel, sondern brennt den Wildwuchs, insbesondere Gras, Moose, Löwenzahn oder ähnliches oberflächlich ab und die Wurzeln bleiben meist unbeschädigt und wachsen nach kurzer Zeit wieder nach. Weiterhin besteht auch die Gefahr dass durch die offene Flamme ein unkontrolliertes Feuer entfacht werden kann.

Bekannt sind auch chemische Mittel, die zur Beseitigung des Wildwuches eingesetzt werden. Hierbei werden Zusätze oder dergleichen mit Wasser gemischt und mit einer Gießkanne o.ä. über die gesamte Oberfläche verteilt. Mit dieser Lösung kann die Umwelt belastet werden und birgt eine Gefahr, insbesondere für Kinder, Tiere.

Aufgabe und Lösung

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit geringem Kraftaufwand und in aufrechter Haltung befestigte und unbefestigte Oberflächen, Fugen und dergleichen zu reinigen und zu jäten, da diese mehr oder weniger verschmutzen oder zum Beispiel durch Wildwuchs, insbesondere eingewachsenes Gras, Moos, Löwenzahn oder ähnliches zuwuchern.

Auch ist der Einsatz als Jäthilfe im Garten gedacht.

Angetrieben werden die rotierenden Bürsten durch einen oder mehrere Elektromotoren, die wahlweise durch einen Akku mit Strom versorgt werden oder durch ein Kabel mit dem Stromnetz verbunden sind.

Der Anwender kann während der Tätigkeit eine überwiegend schonende Körperhaltung einnehmen, also eine aufrechte Haltung und somit insbesondere den Rücken, Arme und die Kniegelenke schonen.

Der Anwender führt die elektrisch angetriebene Kehrmaschine praktischer Weise mit seinen Händen vor seinem Körper. Die rotierenden Bürsten ermöglichen ein einfaches kontrolliertes Bearbeiten der zu reinigenden Oberflächen und Fugen.

Mit der hier genannten Erfindung wird ein Aufnahmekörper für die Bürsten mit einer einfachen und praktischen Bauweise beschrieben, der sowohl die gewerblichen Anforderungen und Bestimmungen erfüllt und im privaten Bereich von Jedermann ohne Mühe zu verwenden ist.

Der Antrieb der sich drehenden Bürsten erfolgt durch einen oder mehrere Elektromotoren, die stufenlos regelbar sind, um die Drehzahl der Bürsten an die Beschaffenheit der Oberflächen anzupassen.

Weiterhin sind die Bürsten leicht auswechselbar, damit je nach Beschaffenheit der zu bearbeitenden Oberfläche Bürsten eingesetzt werden können.

Die Kehrmaschine kann auch mit nur einer rotierenden Bürste ausgestattet werden, vorteilhaft sind aber zumindest zwei angeordnete Bürsten, die auch gegenläufig angeordnet sein können.

Damit eine aufrechte Haltung beim Einsatz eingenommen werden kann, ist die Kehrmaschine mit einem Stiel verlängert, der am oberen Ende derart gestaltet ist, dass eine Hand oder beide Hände greifen können.

Auch der Ein- Ausschalter befindet sich in Handnähe und/oder der stufenlos regelbare Schalter zum Regulieren der Drehzahl der Bürsten oder Bürste.

Weiterhin befindet sich ein Stromstecker an der Kehrmaschine und/oder ein Aufnahmekörper für einen handelsüblichen wieder aufladbaren und annehmbaren Akku, wie er auch z.B. bei Bohrmaschinen eingesetzt wird.

Wird die Kehrmaschine an einem anderen Platz bewegt, so könnte dies mit Hilfe eines oder mehrerer Stützräder geschehen. Dafür wird die Kehrmaschine gekippt und die Stützräder belastet. Die Bürsten haben in diesem Fall keinen Kontakt mehr zum Boden.


Anspruch[de]
  1. Elektrisch angetriebene rotierende Bürsten oder Bürste zum Reinigen von Oberflächen, dadurch gekennzeichnet, dass die rotierenden Bürsten oder Bürste durch einen oder mehrere Elektromotoren angetrieben werden, die wahlweise durch einen aufsteckbaren Akku und oder Stromstecker für ein Kabel mit Strom versogt werden.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass eine, zwei oder mehrere Bürsten von einem Elektromotor angetrieben werden.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere Bürsten zumindest mit zwei Elektromotoren angetrieben werden.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Stützrad vorhanden sein kann.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ein- Ausschalter vorhanden ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein stufenloser Regelschalter vorhanden ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung der Kehrmaschine derart beschaffen ist, dass ein aufrechtes Arbeiten möglich ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung mit einer lösbaren Verbindung an der Kehrmaschine befestigt ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltegriff an der Verlängerung derart beschaffen ist, dass mit beiden oder einer Hand die Kehrmaschine geführt werden kann.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Kehrmaschine eine Kupplung oder Anhängerkupplung befestigt werden kann.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter und/oder stufenlose Regelschalter in Handnähe angebracht ist.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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