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Dokumentenidentifikation DE102004048403A1 06.04.2006
Titel Zugangskontrollvorrichtung
Anmelder Kaba Gallenschütz GmbH, 77815 Bühl, DE
Erfinder Andlauer, Michael, 77955 Ettenheim, DE;
Neher, Rolf, Erlenbach, CH
Vertreter Geitz Truckenmüller Lucht, Patentanwälte, 76135 Karlsruhe
DE-Anmeldedatum 01.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004048403
Offenlegungstag 06.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.04.2006
IPC-Hauptklasse G07C 9/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Zugangskontrollvorrichtung, insbesondere für den Hochsicherheitsbereich und den Flughafenbereich. Die Zugangskontrollvorrichtung umfasst einen Dokumentenleser (6) und eine Biometereinheit (7), so dass die Erfassung von Dokumentendaten und biometrischen Daten kombiniert erfolgt. Die im Bereich einer Personenschleuse (1) erfassten Daten werden dabei mit den Daten einer vorgelagerten Kontrolleinheit verglichen, wobei im Bereich dieser Kontrolleinheit insbesondere die biometrischen Daten in das System eingelesen werden, so dass also die Freigabe der Personenschleuse als 1 : 1- oder ein 1 : N-Abgleich der fraglichen Daten vorgenommen werden kann. Die vorstehend beschriebene Zugangskontrollvorrichtung erlaubt demnach eine weitgehend vollständig automatisierte Abfertigung von Reisenden im Flughafenbereich bzw. von deren Grenzübertritt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Zugangskontrollvorrichtung, wie sie in erster Linie für Hochsicherheitsbereiche oder Flughäfen insbesondere zur Abwicklung des Grenzübertritts oder Boradings benötigt wird.

Insbesondere im Flughafenbereich ist aufgrund der zunehmenden Terrorgefahr ein erheblicher zusätzlicher Sicherheitsbedarf entstanden. Dabei sieht der Stand der Technik vor, dass beim Check-In die Flugtickets mit dem Personalausweis oder den Reisepässen der potentiellen Passagiere abgeglichen werden. Anschließend werden zumindest die dem Nicht-Schengen-Bereich zugeordneten Passagiere zum Zoll geleitet, an dem entweder per Sichtprüfung oder mittels entsprechender Dokumentenprüfer eine Überprüfung der Echtheit der Ausweisdokumente, also insbesondere der Personalausweise und der Reisepässe vorgenommen wird. Die Passagiere gelangen dann in den Boardingbereich des Flughafens, wobei vor dem eigentlichen Betreten des Flugzeugs dann nur noch die Boardingcards, also im Wesentlichen die Sitzplatzkarten, des Flugzeugs überprüft werden. In den letzten Jahren hat sich zunehmend herausgestellt, dass innerhalb der weitläufigen Flughafenanlagen das Problem besteht, dass potentiell sicherheitsrelevante Personen, aber auch Vielflieger mit einer hervorragenden Ortskenntnis ausgestattet sind und daher die Möglichkeit besteht, nach dem Passieren des einen Kontrollpunktes, also etwa des Check-Ins und/oder des Zolls auf dem Weg zum zweiten oder dritten Kontrollpunkt die Personen auszutauschen. Die Person die das Check-In durchgeführt hat, kann an vielen Stellen unbemerkt entweichen. Dies gelingt beispielsweise dadurch, dass die im Check-In-Bereich bereits kontrollierten Personen auf dem weiteren Wege zum Zoll oder sogar noch nach dem Zoll auf dem Weg zum Boarding ausgetauscht werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Zugangskontrollvorrichtung zu schaffen, die zum einen zum einen den Austausch der betreffenden Personen zwischen Check-In und Boarding unmöglich macht und überdies sicherstellt, dass etwa unbefugt in diesen Bereich eingedrungenen Personen nicht wieder unerkannt verschwinden können. Darüber hinaus liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Effizienz der Kontrollabläufe zu erhöhen.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch eine Zugangskontrollvorrichtung gemäß den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen können den abhängigen Unteransprüchen 2 bis 15 entnommen werden.

Zunächst löst die Zugangskontrollvorrichtung gemäß Hauptanspruch das Problem des möglichen Austauschs von Personen dadurch, dass einer Personenschleuse neben einem an sich herkömmlichen Dokumentenleser eine Biometereinheit zur Erfassung biometrischer Merkmale zugeordnet ist. Nur die Erfassung und Auswertung biometrischer Merkmale, also etwa eines Fingerabdrucks, eines Gesichtsbildes und/oder gar eine Abbildung der Augeniris, stellen sicher, dass zumindest mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die korrekte Person die Personenschleuse passiert. Die Besonderheit der Anlage besteht nun darin, die Erfassung biometrischer Merkmale und der Ausweispapiere zu kombinieren und erst für den Fall, dass die beiden unabhängig voneinander arbeitenden Sensoriken die Authentizität der zu überprüfenden Person bestätigen, der Durchgang freigegeben wird. Hierzu stehen die Biometereinheit und der Dokumentenleser mit einer zentralen Steuereinheit in Datenverbindung, die wiederum diese Daten mit in einer der zentralen Steuereinheit zugeordneten Speichereinheit abgelegten Daten abgleicht.

Eine weitere Besonderheit der Zugangskontrollvorrichtung besteht darin, dass die Personenschleuse eine erste und eine zweite Durchgangssperre umfasst, so dass die zu kontrollierende Person nach dem Durchgang durch die erste Durchgangssperre in der Personenschleuse separiert von der Außenwelt aufgenommen ist und somit ein unkontrolliertes Entweichen der Person an dieser Stelle nicht mehr möglich ist.

In vorteilhafter Ausgestaltung dieses Merkmals ist es daher sinnvoll, die zwischen der ersten und zweiten Durchgangssperre liegenden Schleusenbereich mit einer optischen Sensorik, vorzugsweise mit einer Kamera und/oder mit wenigstens einer Lichtschranke zu überwachen, um das weitere Verhalten der in diesen Bereich eingedrungenen Personen detektieren zu können. In einfachster Ausgestaltung kann die Überwachung dazu eingesetzt werden, den fraglichen Personen mitzuteilen, dass sie den Durchgang durch den Schleusenbereich fortsetzen sollen. Darüber hinaus kann mittels der optischen Sensorik erkannt werden, ob gegebenenfalls missbräuchlich oder versehentlich mehrere Personen in den Schleusenbereich gelangt sind.

In konkreter Ausgestaltung ist die Personenschleuse so aufgebaut, dass der Dokumentenleser vor der ersten Durchgangssperre angeordnet ist und die Biometereinheit zur Erfassung biometrischer Merkmal in Durchgangsrichtung hinter der ersten Durchgangssperre, aber vor der zweiten Durchgangssperre angeordnet ist. Hierdurch ist sichergestellt, dass für den Fall, dass Personen etwa ihre Ausweispapiere in den einzelnen Kontrollpunkten ausgestellt haben, diese Personen angesichts des vor der ersten Durchgangssperre angeordneten Dokumentenprüfers noch keine Veranlassung haben, den Durchgang durch die erste Durchgangssperre zu vermeiden, sondern vorzugsweise ihr Ausweisdokument oder auch nur ihr Flugticket dem Dokumentenleser vorlegen, darauf hin sich die erste Durchgangssperre öffnet. Es kann dabei offen bleiben, ob sich die erste Durchgangssperre in jedem Fall öffnet, also zum Beispiel auch dann, wenn bereits der Dokumentenleser erkannt hat, dass das Dokument ungültig ist. Auch in diesem Falle kann es eventuell sinnvoll sein, die Person in den gesicherten Schleusenbereich eintreten zu lassen. In jedem Fall ist im Schleusenbereich zusätzlich eine Biometereinheit zur Erfassung der biometrischen Merkmale, also etwa zur Erfassung eines Fingerabdrucks angeordnet. Spätestens durch diese Zugangskontrollvorrichtung wird überprüft, ob die zu fordernde Personenidentität gegeben ist.

Die vorstehende Ausgestaltung wird in vorteilhafter Weise noch dadurch unterstützt, dass die erste Durchgangssperre im Wesentlichen über-mannshoch mit intransparenten Schwenktüren ausgebildet ist. Nachdem üblicherweise derartige Durchgangssperren innerhalb einer angrenzenden Wandung oder sonstigen Absperrungen angeordnet ist, ist es also nicht möglich aus dem Bereich vor der Durchgangssperre in den dahinterliegenden Schleusenbereich zu sehen, so dass zunächst davon ausgegangen werden kann, dass die Passagiere die erste Durchgangssperre passieren.

Um die Schwenktüren der ersten Durchgangssperre möglichst unmittelbar nach dem Eintritt einer Person wieder zu schließen, wird der Schwenkbereich der Schwenktüren mit einem Scherkantensensor überwacht.

Auch im Interesse einer zügigen Abwicklung, aber auch zur Vermeidung eines Missbrauchs ist den Schwenktüren der ersten Durchgangssperre der erwähnte Scherkantensensor zugeordnet, wobei es sich hier um eine zusätzliche optische Sensorik etwa einen Radar- oder Infrarotsensor handelt, die detektiert, ob Personen noch im Schwenkbereich der Türen der ersten Durchgangssperre angeordnet sind. Für den Fall, dass die Personen in diesem Bereich über einen vorgegebenen Zeithorizont hinaus verharren, kann mittels eines der zentralen Speichereinheit zugeordneten Sprachmoduls ein Hinweis an die betreffende Person übermittelt werden. Der Scherkantensensor dient somit auch einer zügigen Abwicklung der Zugangskontrollen.

In vorteilhafter Weiterbildung ist der Bereich dahinter lediglich nur noch mit, vorzugsweise halbhohen, Trennwänden versehen, da insbesondere die zweite Durchgangssperre nur halbhoch ausgebildet ist. Dies ermöglicht es, dass der hinter der ersten Durchgangssperre liegende Bereich etwa von einem Zöllner eingesehen werden kann. Neben der bereits erwähnten selbsttätigen Überwachung dieses Bereichs mittels der diesem Bereich zugeordneten optischen Sensorik kann es aus Sicherheitsgründen sinnvoll sein, den erwähnten Sichtkontakt mit dem Wachpersonal oder sonstigem Sicherheitspersonal an diese Stelle sicherzustellen. Die halbhohe Ausbildung gestattet es darüber hinaus, dass eine oder wenige Personen mehrere, vorzugsweise parallel, angeordnete Personenschleusen überwachen, da die in diesem Bereich nur halbhoch ausgebildeten Schleusenkanäle überwacht werden können. Eine Zusatzüberwachung ist selbstverständlich durch die optische Sensorik gegeben und benötigt.

In abermals vorteilhafter Ausgestaltung ist die zweite Durchgangssperre mittels einer entsprechenden Trennwand in zwei Teildurchgänge unterteilt, denen jeweils eine eigene Durchgangssperre bzw. ein separater Schwenkflügel der zweiten Durchgangssperre zugeordnet ist. Bei bestimmungsgemäßer Abwicklung des Kontrollvorgangs öffnet die zentrale Steuereinrichtung in Abhängigkeit vom Ergebnis des Abgleichs der mittels des Dokumentenlesers und/oder der Biometereinheit erfassten Daten mit den in der zentralen Speichereinheit gespeicherten Daten jeweils den einen oder anderen Durchgang. Üblicherweise führt der eine Durchgang direkt zum Zoll oder sonstigem Sicherheitspersonal, während der andere Durchgang den freien Zugang zum Flugzeug und/oder Grenzübertritt freigibt. In vorteilhafter Ausgestaltung kann je nach Flughafengelände unmittelbar vor dem Zutritt auf das Flugzeug eine weitere Biometereinheit angeordnet sein, die mit der zentralen Steuereinheit, insbesondere der dieser zentralen Steuereinheit zugeordneten Datenbank, ebenfalls in Datenverbindung steht.

Der der Personenschleuse zugeordnete Dokumentenleser umfasst wenigstens eine Scannereinheit und eine Texterkennungseinheit, um die gemäß der ICAO-Norm (International Civil Aviation Organisation) gefertigten Dokumente bzgl. der sicherheitsrelevanten Informationen erfassen und überprüfen zu können. Dabei erzeugt der Scanner üblicherweise zunächst ein hochauflösendes Farbbild des Dokumentes. In einem weiteren Schritt werden die Textdaten des Vollbildes extrahiert und mittels einer der Texterkennungseinheit zugeordneten leistungsfähigen OCR-Software selbsttätig ausgelesen und überprüft. Je nach Sicherheitsstandart kann der Dokumentenleser auch eine 3M-Sicherheitsfolie der Ausweispapiere oder gegebenenfalls ultraviolett fluoreszierende Sicherheitsmerkmale überprüfen. Die der Personenschleuse zugeordnete Biometereinheit kann grundsätzlich beliebige biometrische Merkmale, also etwa eine fotografische Abbildung des Gesichts der zu identifizierenden Person, eine Abbildung der Augeniris oder bevorzugter Maßen einen Fingerabdruck einlesen und auswerten.

In vorteilhafter Ausgestaltung werden auch die Fingerabdrücke kontaktlos, also ohne Kontakt zwischen Sensor und Hautoberfläche erfasst. Das von den Fingerlinien reflektierte Licht wird dabei von einem CMOS-Sensor in elektrische Signale umgewandelt und somit eine Bild der Oberhaut des überprüften Fingers erzeugt. Diese Daten werden dann zum Abgleich eingesetzt.

In abermals vorteilhafter Ausgestaltung ist der Zugangskontrollvorrichtung eine weitere Kontrolleinheit mit einem zusätzlichen Dokumentenleser und/oder einer zusätzlichen Biometereinheit vorgeschaltet. Dabei ist diese Kontrolleinheit ebenfalls mit der zentralen Steuereinheit datenverbunden. Die vorgeschaltete Kontrolleinheit, also im Flughafenbereich etwa der Check-In-Bereich, kann mit Vorteil dazu genutzt werden, die später im Bereich der Personenschleuse zu überprüfenden Daten in das System einzulesen und für den späteren Abgleich bereit zu stellen. Diese Maßnahme des Einlesens und Einlernens der Daten in einer vorgeschalteten Kontrolleinheit ist ein wesentlicher Beitrag dazu, die jeweils zu verwaltende Datenmenge innerhalb des Systems klein zu halten und somit die erforderliche Bearbeitungsgeschwindigkeit für die nachfolgenden Abgleiche sicherzustellen. Darüber hinaus stellt die Erfassung der Dokumentendaten in Verbindung mit den biometrischen Daten der Zugang begehrenden Person einen wirksamen Schutz gegen einen Austausch dieser Person auf dem Weg von einem ersten zu einem zweiten Kontrollpunkt dar. Die kombinierte Erfassung der Ausweisdaten in Verbindung mit biometrischen Daten und deren abermaligen Überprüfung an einem nachgelagerten zweiten Kontrollpunkt stellt quasi die höchstmögliche zu erreichende Sicherheitsstufe der Zugangskontrolle dar.

In vorteilhafter Ausgestaltung werden also die von dem der Personenschleuse zugeordneten Dokumentenleser und/oder der Biometereinheit erfassten Daten mit den von einer vorgelagerten Kontrollvorrichtung, insbesondere einem Check-In, gespeicherten Daten verglichen und in Abhängigkeit mit dem Ergebnis dieses Abgleichs der Durchgang freigegeben oder gesperrt. Respektive wird beim Zugang der Abgleich von der Sensorik der Personenschleuse erfassten Dokumenten- und biometrischen Daten mit den von der vorgelagerten Kontrolleinheit erfassten Daten entweder in einem 1:1- oder einem 1:N-Abgleich durchgeführt. Insbesondere der der Personenschleuse zugeordnete Dokumentenleser, der vor der ersten Durchgangssperre angeordnet ist, kann dazu eingesetzt werden, dass anhand der von dem Dokumentenleser erfassten Daten die diesem Dokument jeweils zugehörigen biometrischen Daten bereits aus der der zentralen Steuereinheit zugeordneten Speichereinheit abgerufen und für den Abgleich mit den von der Biometereinheit vor der zweiten Durchgangssperre der Personenschleuse erfassten biometrischen Daten bereitgestellt werden. An dieser Stelle ist also nur noch ein 1:1 Abgleich zwischen den an dieser Stelle erfassten biometrischen Daten und den von der zentralen Steuereinheit bereits bereit gestellten Daten erforderlich. Auch diese Vorselektion der zu überprüfenden Daten aus der im Rahmen des Check-Ins erfassten Datenmenge stellt einen weiteren Beitrag zur Erhöhung der Verarbeitungsgeschwindigkeit der Zugangskontrollvorrichtung insgesamt dar. Insbesondere diese schnelle Verarbeitungsgeschwindigkeit stellt einen weiteren Beitrag zur Akzeptanz derartiger Systeme und insbesondere zur Effizienz der Zugangskontrollvorrichtung insgesamt dar.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung nur schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert.

Es zeigen:

1: eine Personenschleuse der Zugangskontrollvorrichtung in einer Draufsicht und

2: die in 1 gezeigte Personenschleuse in einer Seitenansicht.

1 zeigt in einer Draufsicht die Personenschleuse einer Zugangskontrollvorrichtung. Dabei muss die Personenschleuse 1 in Verbindung mit weiteren Einrichtungen der Zugangskontrollvorrichtung gesehen werden. Üblicherweise ist der Personenschleuse 1 eine weitere Kontrolleinrichtung vorgeschaltet. Es kann sich hierbei beispielsweise um den Check-In-Schalter einer Fluglinie im Bereich eines Flughafens handeln. In hier nicht weiter dargestellter Weise werden am Check-In-Schalter die Personendaten aufgenommen und ein Vergleich der Personendaten mit den bereits beim Buchungsvorgang gespeicherten Daten vorgenommen. Üblicherweise wird am Check-In das Flugticket und der Personalausweis oder ein sonstiges Reisedokument der reisenden Person geprüft. In Verbindung mit der hier zu erläuternden Zugangsvorrichtung werden idealerweise schon im Bereich der Check-Ins zusätzlich die jeweilige Person eindeutig identifizierende biometrische Daten, beispielsweise ein Fingerabdruck, ein Foto, insbesondere ein Gesichtsbild oder gar eine Aufnahme der Augeniris der betreffenden Person aufgenommen.

Die im Bereich des Check-Ins bei der Ausweiskontrolle und bei der Erfassung der genannten biometrischen Daten erfassten Daten werden dann an eine zentralen Steuereinheit 2 übermittelt, die die fraglichen Daten in einer der zentralen Steuereinheit 2 zugeordneten zentralen Speichereinheit 3 ablegt. Dabei ist die zentrale Steuereinheit 2, vorzugsweise über ein BUS-System, mit allen Komponenten der Zugangskontrollvorrichtung, insbesondere der Personenschleuse 1 verbunden. Die Personenschleuse 1 umfasst im Wesentlichen eine erste Durchgangssperre 4 und eine in Durchgangsrichtung dahinter liegend angeordnete zweiten Durchgangssperre 5. Die potentielle Durchgangsrichtung durch die Personenschleuse 1 ist in 1 durch entsprechende Pfeile symbolisiert. Der ersten Durchgangssperre 4 ist ein Dokumentenleser 6 zugeordnet, der in Durchgangsrichtung vor der ersten Durchgangssperre 4 angeordnet ist.

Der an sich herkömmliche Dokumentenleser ist üblicherweise in der Lage, gemäß der ICAO-Norm gefertigte Ausweispapiere zu lesen und auf ihre Echtheit hin zu überprüfen. Dabei wird mit einer OCR-Texterkennung und weiteren Prüfmechanismen gearbeitet, die beispielsweise auch dazu geeignet sind, fluoreszierende Sicherheitsmerkmale oder 3M-Sicherheitsolien auszuwerten. Der Dokumentenleser 6 übermittelt das Ergebnis seiner Überprüfung selbsttätig an die zentrale Steuereinheit 2, die in Abhängigkeit von einem Abgleich mit den von dem Check-In gelieferten Daten zunächst feststellt, ob es sich um ein im Check-In bereits erfasstes Dokument handelt und ob das fragliche Dokument identisch mit dem im Check-In-Bereich vorgelegten Dokument ist und überdies, ob es sich um ein gültiges Reisedokument handelt.

In Durchgangsrichtung hinter der ersten Durchgangssperre 4, aber in Durchgangsrichtung noch vor der zweiten Durchgangssperre 5 ist zusätzlich eine Biometereinheit 7 vorgesehen. Die Biometereinheit 7 stellt eine Einrichtung zur Erfassung biometrischer Merkmale, also entweder eines Fingerabdrucks, einer fotographischen Aufnahme, insbesondere eines Gesichtsbildes oder eine Scanneinrichtung für die Augeniris dar. Sämtliche genannten Merkmale eignen sich zu einer nahezu vollständig zweifelsfreien und insbesondere manipulationssicheren eindeutigen Identifikation von Personen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel handelt es sich bei der Biometereinheit 7 um einen Fingerpinleser der neuesten Gerätegeneration. Mit diesen Geräten können Fingerabdrücke auch kontaktlos erfasst werden. Hierbei wird das von den Fingerlinien reflektierte Licht von einem CMOS-Sensor in elektrische Signale umgewandelt und somit ein analoges oder digitales Abbild der Oberhaut des jeweils überprüften Fingers der betreffend Person erzeugt. Die mit der Biometereinheit 7 erfassten Daten werden ebenfalls an die zentrale Steuereinheit 2 zum Abgleich mit den in der Speichereinheit 3 abgelegten Daten übermittelt.

Die erste und zweite Durchgangssperre 4 und 5 begrenzen einen Schleusenbereich 10 der Personenschleuse 1. Dieser Schleusenbereich 10 wird gegenüber dem Zutritt von außen zunächst durch die erste Durchgangssperre 4 abgeschottet, wobei die erste Durchgangssperre 4 vorzugsweise übermannshoch bzw. raumhoch ausgebildet ist, so dass der Schleusenbereich 10 von außen nicht einsichtig ist. Dieser gewünschte Effekt wird durch entsprechende, sich gegebenenfalls an die Durchgangssperre in gedachter Verlängerung der Längserstreckung der ersten Durchgangssperre 4 beidseits forterstreckende Sichtsperrwände 11, 11' unterstützt. Wie nachstehend noch deutlich werden wird, ist es also nicht unbedingt erwünscht, dass der freie Einblick in den Schleusenbereich 10 von außen ermöglicht ist.

Gleichwohl lässt es sich nicht vermeiden, dass zum Zeitpunkt der Öffnung der ersten Durchgangssperre 4 zumindest kurzzeitig freier Einblick in den Schleusenbereich 10 eröffnet ist. Um diesen Zeitraum des freien Einblicks in den Schleusenbereich 10 möglichst kurz zu halten, ist den Schwenktüren 12, 12', die jeweils elektromotorisch angetrieben sind, ein zentraler Scherkantensensor 13 zugeordnet. Der Scherkantensensor 13 erkennt im Schwenkbereich der Schwenktüren 12, 12' der ersten Durchgangssperre 4, ob der Schwenkbereich von der jeweils eingetretenen Person verlassen wurde und sendet ggf. anschließend ein Freigabesignal an die zentrale Steuereinheit 2, die dann unverzüglich den elektromotorischen Antrieb der Schwenktüren 12, 12' derart ansteuert, dass die Schwenktüren 12, 12' wieder geschlossen werden. Die Person ist nun im in sich abgeschlossenen Schleusenbereich 10 aufgenommen. Hierzu wird der Schleusenbereich 10 zusätzlich von Seitenwänden 14, 14' flankiert, die jedoch im Unterschied zu den Sichtsperrwänden 11, 11' vorzugsweise halbhoch und transparent ausgebildet sind. Dies ermöglicht es, dass mehrere, vorzugsweise parallel angeordnete, Personenschleusen 1 zentral überwacht werden können bzw. kann ein zentral angeordnetes Zoll-, Wach- oder Sicherheitspersonal mehrere Personenschleusen 1 überwachen.

Wie ebenfalls aus 1 ersichtlich, ist die zweite Durchgangssperre 5 durch eine, vorzugsweise mittig, angeordnete Trennwand 15 in zwei Teildurchgänge 16, 16' unterteilt. Den Zugang zu den beiden Teildurchgängen 16, 16' bildet ein ebenfalls halbhoher Schwenkflügel 17, 17', der ebenfalls jeweils elektromotorisch angetrieben sind.

Die Unterteilung in die beiden Teildurchgänge 16, 16' eröffnet die Möglichkeit in Abhängigkeit vom Ergebnis des Abgleichs der mit der Biometereinheit 7 erfassten Daten mit den in der Speichereinheit 3 gespeicherten Daten den einen oder anderen Teildurchgang 16, 16' der zweiten Durchgangssperre 5 freizugeben. Dabei kann im vorliegenden Ausführungsbeispiel davon ausgegangen werden, dass der Durchgang 16 den Zugang zum Flugzeug bzw. zum gesicherten Bereich eröffnet und der Teildurchgang 16' direkt zum Zoll- bzw. Sicherheitspersonal führt. Aufgrund der zwischenzeitlich geschlossenen Schwenktüren 12, 12' ist zu diesem Zeitpunkt ein unbefugtes Entweichen der in der Personenschleuse 1 bereits aufgenommenen Person nicht mehr möglich.

Die Teildurchgänge 16, 16' werden beidseits von kreissehnenförmigen halbhohen und insbesondere transparenten Leitelementen 18, 18' begrenzt. Die Leitelemente sind üblicherweise aus Glas oder Plexiglas gefertigt.

Gemäß der in 2 gezeigten Seitenansicht der Personenschleuse 1 gemäß der in 1 mit II, II bezeichneten Schnittlinie ist dem Schleusenbereich 10 zusätzlich eine optischen Sensorik, nämlich eine Kamera 20, zugeordnet. Die Kamera 20 überwacht insbesondere das Verhalten der jeweils im Schleusenbereich 10 befindlichen Person bzw. Personen. So gibt die Kamera 20 beispielsweise Signal, wenn anstatt einer, mehrere Personen in den Schleusenbereich eingedrungen sein sollten. Hierzu kann die zentrale Steuereinheit 2, die mit der Kamera 20 verbunden ist, mit einem Sprachmodul versehen sein, dass selbsttätig Anweisungen an die Personen im Schleusenbereich 10, wie etwa „Bitte weitergehen" erteilt.

Wie ebenfalls aus 2 ersichtlich ist dabei der zwischen der ersten Durchgangssperre 4 und der zweiten Durchgangssperre 5 liegende Schleusenbereich 10 mit transparenten Seitenwänden 14, 14' gesichert, die im Wesentlichen die Form eines Viertelkreises besitzt. Es ist also kaum möglich, aus dem Schleusenbereich 10 anders als durch einen der beiden Schwenkflügel 17 oder 17' der zweiten Durchgangssperre 5 zu verlassen.

Nachstehend wird noch einmal zusammenfassend die Funktion der Zugangskontrollvorrichtung insgesamt erläutert, deren zentraler Bestandteil die in den 1 und 2 dargestellte Personenschleuse 1 ist:

Üblicherweise muss ein Reisender beim Check-In seinen Reisepass vorlegen. Dort wird dann die Authentizität dieses Dokumentes überprüft. Zusätzlich wird wenigstens ein biometrisches Merkmal des Reisenden, vorzugsweise ein Fingerabdruck, erfasst. Sämtliche in diesem Zusammenhang erfassten Informationen werden einer zentralen Speichereinheit 3 einer zentralen Steuereinheit 2 zugeleitet. Der Reisende gelangt dann in den hinter dem Check-In liegenden Bereich und wird zur Zeit des Boarding aufgefordert, sich in Richtung der Personenschleuse 1 zu bewegen. In diesem Bereich wird er darüber informiert, dass er vor der Personenschleuse 1 sein Reisedokument oder sonstigen Berechtigungsausweis dem Dokumentenleser 6 vorzulegen hat, der selbsttätig eine Überprüfung durchführt. Erneut wird das Ergebnis der dort erfassten Merkmale an die der zentralen Steuereinheit zugeordnete Speichereinheit 3 übermittelt. Unabhängig davon, ob der Dokumentenleser 6 bereits zu diesem Zeitpunkt feststellt, dass das vorgelegte Reisedokument nicht gültig ist oder etwa missbräuchlich ausgetauscht wurde, wird anschließend die erste Durchgangssperre 4 geöffnet und damit die Person aufgefordert, in den Schleusenbereich 1 einzutreten. Der Schwenkbereich der Schwenktüren 12, 12' der ersten Durchgangssperre wird dabei von einem Scherkantensensor 13 überwacht, wobei in Abhängigkeit davon, ob die Person vollständig eintritt, gegebenenfalls die Person mit Hilfe eines von der zentralen Steuereinheit 2 angesteuerten Sprachmoduls aufgefordert wird, weiter durchzugehen, so dass sich anschließend die Schwenktüren 12, 12' selbsttätig mittels eines elektromotorischen Antriebs hinter der dann im Schleusenbereich 10 vollständig aufgenommenen Person schließen.

Die Person wird dann innerhalb des Schleusenbereichs 10 aufgefordert, bis zur Biometereinheit 7 vorzutreten und z.B. den Finger in den Erlassungsbereich zu führen. Aufgrund der bereits durchgeführten Dokumentenerfassung des Dokumentenlesers 6 ist inzwischen der zu diesem Dokument gehörige Datensatz biometrischer Merkmale, also insbesondere der hier relevante Fingerabdruck-Datensatz, zum Abgleich bereits gestellt worden. Die Biometereinheit 7 erfasst dann die biometrischen Daten und übermittelt diesen Datensatz an die zentrale Steuereinheit 2, die unter Berücksichtigung des aus der Speichereinheit 3 bereits bereitgestellten Datensatzes einen Abgleich vornimmt. Da nun unmittelbar ein 1:1-Abgleich zweier Datensätze erfolgen kann, ist dies relativ schnell möglich. Der Abgleich kann binnen 15 sec. und schneller durchgeführt werden.

In Abhängigkeit von dem Ergebnis dieses Abgleichs wird dann entweder der eine Teildurchgang 16 oder andere Teildurchgang 16' eröffnet. Einer der beiden Teildurchgänge 16, 16' führt dann zum Flugzeug oder in den entsprechenden Sicherheitsbereich, wobei je nach Gestaltung des Sicherheitsbereichs unmittelbar vor dem Betreten des Flugzeuges eine weitere Biometereinheit angeordnet sein kann. Für den Fall, dass der Abgleich der von dem Dokumentenlesers 6 oder der Biometereinheit 7 erfassten Daten kein „matching" mit den im Check-In-Bereich erfassten Daten ergeben hat oder sonstig sicherheitsrelevante Informationen angefallen sind, wird stattdessen der andere Teildurchgang 16' eröffnet, der entweder dem Sicherheits- oder Wachpersonal den Zugang eröffnet bzw. die im Schleusenbereich 10 aufgenommene Person wird aufgefordert durch diesen Teildurchgang 16, 16' zum Zoll- bzw. Sicherheitspersonal vorzutreten.

Vorstehend ist somit eine Zugangskontrollvorrichtung beschrieben, die zum einen eine hocheffiziente Abfertigung von Reisenden im Flughafenbereich erlaubt, indem insbesondere die Zollabfertigung bzw. das Boarding im Schengen- und Nicht-Schengen-Bereich des Zolls weitgehend automatisch, d. h. mit zumindest deutlich reduziertem Personaleinsatz vorgenommen werden kann. Dabei ermöglicht die Kombination der Dokumentenprüfung und der Erfassung und Überprüfung biometrischer Merkmale einen bisher nicht möglichen Sicherheitsstandard in diesem Bereich. Insbesondere ist es aufgrund der Erfassung biometrischer Merkmale nahezu völlig unmöglich Personen zwischen dem Check-In-Bereich und Boardingbereich auszutauschen. Das bisher bestehende Problem, das die Erfassung und Verarbeitung der biometrischen Merkmale aufgrund der in diesem Zusammenhang auszuwertenden erheblichen Datenmengen ist in erster Linie dadurch gelöst, dass durch die Kombination von Dokumentendaten und biometrischen Merkmalen derart erleichtert ist, dass nur ein biometrischer Datensatz mit einem jeweils anderen biometrischen Datensatz verglichen werden muss. Hierdurch ist die Überprüfung der biometrischen Merkmale in der erforderlichen Geschwindigkeit und Genauigkeit möglich.

1Personenschleuse 2Steuereinheit 3Speichereinheit 4erste Durchgangssperre 5zweite Durchgangssperre 6Dokumentenleser 7Biometereinheit 10Schleusenbereich 11, 11'Sichtsperrwand 12, 12'Schwenktür 13Scherkantensensor 14, 14'Seitenwand 15Trennwand 16, 16'Teildurchgänge 17, 17'Schwenkflügel 18, 18'Leitelement 20Kamera

Anspruch[de]
  1. Zugangskontrollvorrichtung, insbesondere Grenzübertrittkontrollvorrichtung, mit einer einen Durchgang in Abhängigkeit der Überprüfung vorbestimmter Bedingungen freigebenden oder sperrenden Personenschleuse (1), wobei dieser Personenschleuse (1) wenigstens ein Dokumentenleser (6) und wenigstens eine Biometereinheit (7) zur Erlassung biometrischer Merkmale sowie eine zentrale Steuereinheit (2) derart zugeordnet ist, dass die Steuereinheit (2) die Personenschleuse (1) derart ansteuert, dass erst nach der Erfassung definierter Dokumente, insbesondere eines Personalausweises oder eines Reisepasses, mittels des Dokumentenlesers (6) und/oder biometrischer Merkmale, vorzugsweise eines Fingerabdrucks, mittels der Biometerereinheit (7) und dem Abgleich dieser erfassten Daten mit in einer Speichereinheit (3), die im Zugriff der zentralen Steuereinheit (2) steht, gespeicherten Daten der Durchgang freigebbar ist.
  2. Zugangskontrollvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Personenschleuse (1) einen von einer ersten Durchgangssperre (4) und einer in Durchgangsrichtung nachfolgenden zweiten Durchgangssperre (5) begrenzten geschlossenen Schleusenbereich (10) aufweist.
  3. Zugangskontrollvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass der Personenschleuse eine weitere optische Sensorik, vorzugsweise eine Kamera (20) oder zumindest eine Lichtschranke, zur Detektion des Verhaltens der Personen innerhalb des Schleusenbereichs (10) zugeordnet ist.
  4. Zugangskontrollvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Sensorik zumindest folgende Zustände erfasst:

    – keine Person im Schleusenbereich,

    – eine Person im Schleusenbereich,

    – mehrere Personen im Schleusenbereich und

    – Störungs- und/oder Manipulationsmeldung.
  5. Zugangskontrollvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Dokumentenleser (6) in Durchgangsrichtung vor der ersten Durchgangssperre (4) der Personenschleuse (1) und die Biometereinheit (7) im Schleusenbereich (10), vorzugsweise in Durchgangsrichtung unmittelbar vor der zweiten Durchgangssperre (5) angeordnet ist.
  6. Zugangskontrollvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Durchgangssperre (4) zumindest im Wesentlichen übermannshoch mit intransparenten Schwenktüren (12, 12') ausgebildet ist und die zweite Durchgangssperre (5), vorzugsweise halbhoch mit zumindest weitgehend transparenten Schwenkflügeln (17, 17') ausgebildet ist.
  7. Zugangskontrollvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Schwenkbereich der Schwenktüren (12, 12') der ersten Durchgangssperre (4) ein Scherkantensensor (13), vorzugsweise ein Radar- oder ein Infrarotsensor, zur Überwachung des Schwenkbereichs dieser Schwenktüren (12, 12') zugeordnet ist.
  8. Zugangskontrollvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sobald die optische Sensorik und der Scherkantensensor (13) den bestimmungsgemäßen Eintritt einer Person in den Schleusenbereich (10) und das Verlassen des Schwenkbereichs der Schwenktüren (12, 12') an die zentrale Steuereinheit (2) gemeldet haben, die zentrale Steuereinheit (2) einen der ersten Durchgangssperre (4) zugeordneten, vorzugsweise elektromotorischen Antrieb derart ansteuert, dass die Schwenktüren (12, 12') unmittelbar hinter dieser Person selbsttätig geschlossen werden.
  9. Zugangskontrollvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Durchgangssperre derart unterteilt ist, dass zwei von einander separierte Teildurchgänge gebildet sind, wobei die zentrale Steuereinrichtung in Abhängigkeit des Abgleichs der von der im Schleusenbereich angeordneten Biometereinheit erfassten Daten und den in der Speichereinheit gespeicherten Daten den einen oder anderen Teildurchgang freigibt.
  10. Zugangskontrollvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dokumentenleser wenigstens eine Scannereinheit und eine Texterkennungseinheit zur Dokumentenprüfung, insbesondere von nach dem ICAO-Standard gefertigten Dokumenten, umfasst.
  11. Zugangskontrollvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Biometereinheit biometrische Merkmale, wie Fingerabdruck, Augeniris und/oder Gesichtsbild, vorzugsweise kontaktlos, erfasst.
  12. Zugangskontrollvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Personenschleuse (1) eine weitere, vorzugsweise wenigstens einen, Dokumentenleser (6) und/oder eine weitere Biometereinheit (7) umfassende Kontrolleinheit vorgeschaltet ist, wobei die mittels der vorgeschalteten Kontrolleinheit erfassten Daten an die der zentralen Steuereinheit (2) zugeordneten Speichereinheit übermittelt werden.
  13. Zugangskontrollvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mittels der vorgeschalteten Kontrolleinheit erfassten und in der der zentralen Steuereinheit (2) zugewiesenen Speichereinheit (3) abgelegten Daten beim Passieren der Personenschleuse (1) zum Abgleich der von dem der Personenschleuse (1) zugeordneten Dokumentenleser (6) und/oder dem der Personenschleuse (1) zugeordneten Biometereinheit (7) erfassten Daten, eingesetzt sind.
  14. Zugangskontrollvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der der Personenschleuse (1) zugeordneten Dokumentenleser (6) oder der Biometereinheit (7) erfassten Daten im Wege eines 1:1- oder eines 1:N-Vergleich mit den Daten der passierenden Person abgeglichen werden.
  15. Zugangskontrollvorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass mittels dem der Personenschleuse (1) zugeordneten Dokumentenleser (6) beim Eintritt einer Person in Personenschleuse (1) die erfassten Daten auf einem ausgewählten Datensatz biometrische Merkmale dieser Person zugegriffen wird und nur dieser Datensatz zum Abgleich der anschließend von der Biometereinheit (7) von dieser Person erfassten Daten eingesetzt wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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