PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005009729B3 06.04.2006
Titel Reinigungsvorrichtung für Druckmaschinen
Anmelder Technotrans AG, 48336 Sassenberg, DE
Erfinder Prummer, Martin, 49205 Hasbergen, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 03.03.2005
DE-Aktenzeichen 102005009729
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 06.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.04.2006
IPC-Hauptklasse B41F 35/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Reinigungsvorrichtung für Walzenoberflächen von Druckmaschinen, mit einer Gummituchwaschanlage (18) sowie meist einen Vorratsbehälter (20, 22) zur Bereitstellung von Wasser und/oder Reinigungsmittel für die Gummituchwaschanlage, die mit dieser über Ventile (28, 30) und Leitungen (24, 26) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorratsbehälter (20, 22) oberhalb der Gummituchwaschanlage (18) an der Druckmaschine angebracht sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung für Walzenoberflächen von Druckmaschinen, mit einer Gummituchwaschanlage sowie mindestens einem Vorratsbehälter zur Bereitstellung von Wasser und/oder Reinigungsmittel für die Gummituchwaschanlage, die mit dieser über Ventile und Leitungen verbunden sind.

Vorrichtungen dieser Art sind beispielsweise aus der U.S.5,303,652 A bekannt. Dieser Druckschrift ist zu entnehmen, dass Reinigungsmittel und Wasser über Leitungen und Ventile in eine gemeinsame Zufuhrleitung eingeleitet und in dieser gemischt werden. Dabei werden Reinigungsmittel und Wasser aus Vorratsbehältern entnommen, die sich in der Nähe der Druckmaschine befinden. Wasser und Reinigungswasser müssen gegebenenfalls mithilfe von Pumpen herbeigeführt werden. Nach der Vermischung von Wasser und Reinigungsmittel in der Zufuhrleitung wird diese mit Druckluft beaufschlagt, und das Gemisch wird mithilfe eines Sprührohres mit einer großen Zahl von Düsen über die Länge des zu reinigenden Zylinders auf diesen aufgesprüht. Als nachteilig zeigt sich bei den bekannten Systemen der Umstand, dass die Reinigungsfluide über eine relativ lange Strecke zu den zu reinigenden Stellen gepumpt werden müssen, so dass ein aufwendiges Leitungssystem, gegebenenfalls mit Pumpen und Ventilen, erforderlich ist. Es fehlt auch an einem geeigneten Platz, an dem die Vorratsbehälter in der Umgebung einer Druckmaschine aufgestellt werden könne ohne dass sie die Zugänglichkeit zur Druckmaschine beeinträchtigen oder die Bewegungsfreiheit in der Maschinenhalle beschränken.

Die WO 91/12137 A1 zeigt und beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Reinigen von Gummizylindern einer Offset-Druckmaschine mithilfe von verfestigtem Kohlendioxid. Auf der Druckmaschine befinden sich Tanks für Kohlendioxid. Das Kohlendioxid wird zu Partikeln oder einem Kohlendioxid-Schnee verfestigt und mithilfe eines Transportgases zu dem Zylinder transportiert. Auf diesem werden die Kohlendioxid-Pellets oder Partikel mit Niederdruck aufgesprüht.

Die DE 20 2004 006 534 U1 befaßt sich mit einer Versorgungseinrichtung für eine Reinigungsvorrichtung in einer Verarbeitungsmaschine, vorzugsweise einer Rotationsdruckmaschine oder eine Lackiermaschine. Reinigungsmittel befinden sich in einer erhöhten Position an an der Maschine angebrachten Vorratsbehältern. Reinigungsflüssigkeit wird aus dem Vorratsbehälter in einen Speicherbehälter eingeleitet, der mit einem Druckluftanschluß verbunden ist. Von diesem Speicherbehälter gelangt die Reinigungsflüssigkeit zu der nicht näher dargestellten Reinigungsvorrichtung. Frischwasser wird gesondert zugeführt. Es ist eine offenbar relativ aufwendige Steuerung vorgesehen, die die einzelnen Flüssigkeitsströme mithilfe von Ventilen steuert.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Reinigungsvorrichtung der obigen Art zu schaffen, bei der die Vorratsbehälter für Wasser und Reinigungsmittel so untergebracht sind, dass die Zufuhr dieser Substanzen zur Reinigungsstelle vereinfacht wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung die Vorratsbehälter oberhalb der Gummituchwaschanlage an der Druckmaschine angebracht. Die Leitungen für Wasser und Reinigungsmittel werden in einer Leitungs-Schlaufe vor dem Sprühbalken zusammengefaßt.

Eine derartige Unterbringung der Vorratsbehälter bietet zahlreiche Vorteile. Zum einen stören die Vorratsbehälter nicht die freie Zugänglichkeit zur Druckmaschine von allen Seiten her. Die Bewegungsfreiheit des Personals in der Umgebung der Druckmaschine wird nicht beeinträchtigt. Im übrigen besteht die Möglichkeit, die Zufuhr von Wasser und Reinigungsmittel zur Reinigungsposition mithilfe von einfachen Ventilen zu lösen und die Zufuhr im übrigen der Schwerkraft zu überlassen. Für die Zufuhr werden nur verhältnismäßig kurze Leitungen benötigt.

Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.

1 ist eine schematische Seitenteilansicht einer erfindungsgemäßen Druckmaschine;

2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt aus 1.

1 zeigt einen Druckturm 10, in dem eine Anzahl von Zylindern 12, 14, 16 gelagert ist, von denen der Zylinder 14 die Funktion eines Gummituchzylinders aufweist. Dem Gummituchzylinder 14 ist eine Gummituchwaschanlage 18 zugeordnet. Zur Reinigung des Gummituchzylinders 14 wird von der Gummituchwaschanlage ein Reinigungstuch über die Oberfläche des Gummituchzylinders gezogen, das von einer speziellen Halterung abgewickelt und auf diese wieder aufgewickelt wird. Für den Reinigungsvorgang wird von einem langgestreckten, nicht dargestellten Sprühbalken aus ein Gemisch aus Wasser und Reinigungsmittel auf das Reinigungstuch 14 aufgesprüht.

Oben auf dem Druckturm 10 befinden sich zwei Behälter 20, 22, die Wasser und Reinigungsmittel enthalten. Von diesen Behältern 20, 22 gehen Leitungen 24, 26 aus, in denen sich Ventile 28, 30 befinden. Diese Ventile 28, 30 werden durch eine gemeinsame Steuerung 32 geöffnet und geschlossen.

Die Leitungen 24, 26 laufen von den Behältern 20, 22 nach unten zu der Gummituchwaschanlage 18.

In Höhe der Gummituchwaschanlage münden die beiden Leitungen 24, 26 auf gegenüberliegenden Seiten einer ringförmigen Schlaufe 34, die dazu dient, das Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch vor der Einleitung in den nicht gezeigten Sprühbalken zu sammeln und von Lufteinflüssen weitgehend zu befreien. Das gesammelte Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch wird anschließend durch Druckluft, die in die die Schlaufe 34 bildende Leitung 36 beispielsweise in der Position 38 eingeleitet wird, in der Position 40 an den Sprühbalken übergeben. Es hat sich gezeigt, dass durch die Schlaufe die Flüssigkeit im wesentlichen von Lufteinschlüssen befreit wird, so dass der gesamte Flüssigkeits- block durch Einleiten von Druckluft in der Position 38 in den Sprühbalken überführt und hier über die gesamte Länge gleichmäßig abgegeben wird. Bei Konstruktionen, bei denen die erwähnte Schlaufe 34 fehlt, kommt es vor, dass bei der Überführung des Wasser-Reinigungsmittel-Gemisches in den Sprühbalken Lufteinschlüsse verbleiben, die eine gleichmäßige Abgabe der Flüssigkeit über die gesamte Länge des Sprühbalkens verhindern.

Die Anordnung der Behälter 20, 22 für Wasser und Reinigungsmittel oberhalb der Gummituchwaschanlage, insbesondere sogar oberhalb eines der Drucktürme, hat zur Folge, dass die Flüssigkeiten durch die Leitungen 24, 26 allein durch Schwerkraft entnommen werden können. Im übrigen sind nur kurze Leitungswege notwendig.

2 ist eine vergrößerte Darstellung des mit X gekennzeichneten, eingekreisten Bereichs in 1. Die Gummituchwaschanlage 18 weist zwei parallele, senkrecht zur Zeichenebene verlaufende Wellen 42, 44 auf. Von einer der Wellen 42, 44 wird ein Reinigungstuch von einer Rolle abgezogen und auf die andere Welle wieder aufgewickelt. Das Reinigungstuch wird links in 2 um das Gehäuse der Gummituchwaschanlage 18 herumgezogen und auf diese Weise über die Oberfläche der Gummituchzylinder 14 transportiert. Auf diese Weise wird Schmutz von der Gummituchzylinder 14 mithilfe des nicht dargestellten Reinigungstuches entfernt.


Anspruch[de]
  1. Reinigungsvorrichtung für Walzenoberflächen von Druckmaschinen, mit einer Gummituchwaschanlage (18) sowie mindestens einem Vorratsbehälter (20, 22) zur Bereitstellung von Wasser und/oder Reinigungsmittel für die Gummituchwaschanlage, die mit dieser über Ventile (28, 30) und Leitungen (24, 26) verbunden sind, wobei die Vorratsbehälter (20, 22) oberhalb der Gummituchwaschanlage (18) an der Druckmaschine angebracht sind und dem Sprühbalken eine Leitungs-Schlaufe (34) vorgeschaltet ist, in die die Leitungen (24, 26) für Wasser und Reinigungsmittel einmünden und die einen Druckluftanschluß zur Einleitung von Druckluft für die Überführung des Wasser-Reinigungsmittel-Gemisches in den Sprühbalken aufweist.
  2. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungen (24, 26) derart von den Behältern (20, 22) abwärts zu der Gummituchwaschanlage (18) verlaufen, dass Wasser und Reinigungsmittel allein durch Schwerkraft zur Gummituchwaschanlage überführt werden können.
  3. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummituchwaschanlage einen Sprühbalken in Zuordnung zu dem Gummituchzylinder umfaßt, der es gestattet, das Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch auf das Reinigungstuch aufzusprühen.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com