PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202005020361U1 06.04.2006
Titel Implantierbare Magnethalterung
Anmelder Siegert, Ralf, Prof. Dr. Dr.med., 23562 Lübeck, DE
DE-Aktenzeichen 202005020361
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 06.04.2006
Registration date 02.03.2006
Application date from patent application 29.12.2005
IPC-Hauptklasse A61F 2/78(2006.01)A, F, I, 20051229, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04R 25/00(2006.01)A, L, I, 20051229, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Zur Fixation von Epithesen, Toupets und bestimmter Hörgeräte sind Magnetverankerungen beschrieben und empfohlen worden. Dazu werden spezielle Magnete auf oder in den Schädelknochen implantiert. Entsprechende Gegenmagnete oder Metallplatten werden in die externe Vorrichtung eingebracht und zur Fixation der Epithese, des Toupets oder des Hörgerätes genutzt.

Die einfache und sichere Befestigung der Magnete am Knochen war in der Vergangenheit unbefriedigend. Sie erfolgte durch Weichgewebslappen, Fäden oder selbsthärtenden Kunststoff (Autopolymerisat). Die Befestigung mit Kunststoff war schwierig und zeitaufwändig, die Fixation mit Fäden und Lappen instabil. Deshalb wurde die folgenden Fixationstechnik entwickelt, von der ein Ausführungsbeispiel in den anliegenden Graphiken dargestellt ist.

Das Prinzip besteht darin, dass ein – meist flach zylinderförmiger – Magnet in eine zweiteilige Hülse eingebracht wird, von der Teil 1 mit einer Schraube im Knochen befestigt wird. In dieses rohrförmige Implantat wird der Magnet eingelegt und mit dem zweiten Teil fixiert, das durch ein Gewinde am ersten Teil fasst.

1 zeigt Teil 1 in der Aufsicht. In der Mitte befindet sich die Basisplatte mit einem zentralen Loch (1) zur Aufnahme einer Osteosyntheseschraube, mit der dieses Implantat im Knochen verankert wird. Nur der Mittelteil, in dem sich das Loch (1) befindet ist, ist kompakt. Zur besseren elastischen Verformbarkeit der Basis und damit genaueren Anpassung an die unebene Knochenoberfläche besteht der übrige Anteil der Basisplatte aus Streben (2). Auf den peripheren Enden der Streben (2) befindet sich ein Ring mit einem Außengewinde (3) in einem zum Magneten adäquaten Durchmesser. In diesen Ring (3) wird nach der Fixation des Teiles 1 am Knochen der Magnet (M mit Pfeil) eingelegt.

2 zeigt Teil 1 im Querschnitt mit dem zentralen Loch (1) und den Streben der Basisplatte (2). Der Ring mit dem Außengewinde (3) weist eine Höhe entsprechend des zu implantierbaren Magneten auf, der nach Fixation am Knochen mit einer Schraube in dieses Implantat eingelegt wird (M mit Pfeil).

3 zeigt Teil 2 in der Aufsicht. Es handelt sich um einen Ring mit Innengewinde (4), dass zu dem Außengewinde (3) des Teiles 1 (1 und 2) kongruent ist. Nach Einbringen des Magneten in Teil 1 wird Teil 2 aufgeschraubt und fixiert den Magneten in diesem zweiteiligen, im Knochen sicher und stabil verschraubten Implantat. Um Teil 2 auf Teil 1 aufschrauben zu können befinden sich in der Oberseite des Ringes (4) Aussparungen (5), in die ein spezielles Hilfsinstrument (5) ähnlich einem Schraubendreher fasst.

In 4 ist der äußere Ring (Teil 2) mit dem Innengewinde (4) und den Aussparungen (5) im Querschnitt dargestellt. Durch einen leicht nach innen über das Gewinde ragenden Rand (6) entsprechend eines Deckels mit zentraler Aussparung wird der Magnet in dem zweiteiligen, nach oben offenen Implantat gehalten. Dabei ist der Durchmesser der Öffnung in dem Teil 2 minimal kleiner als der Durchmesser des Magneten.

5 zeigt das Hilfsinstrument, mit dem das zweite Implantatteil (3 und 4) auf das erste gedreht und damit fixiert werden kann. Es besteht aus einem Rohr mit einem Durchmesser entsprechend des Teiles 2 sowie Stiften (7), die in den Aussparungen (5) des Implantates fassen.

Alternativ zu der Fixation durch Gewinde können die beiden Implantatteile auch durch einen Bajonettverschluss miteinander verbunden werden.


Anspruch[de]
  1. Implantierbare Magnethalterung dadurch gekennzeichnet, dass ein Rohr mit einer Basisplatte mit einem zentralen Loch zur Aufnahme einer Osteosyntheseschraube versehen wird.
  2. Implantierbare Magnethalterung nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Basisplatte Aussparungen aufweist und das Rohr mit dem zentralen Teil der Basisplatte durch Streben verbunden ist.
  3. Implantierbare Magnethalterung nach Schutzanspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr ein Außengewinde aufweist.
  4. Implantierbare Magnethalterung nach Schutzanspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass ein in das Rohr gelegter Magnet durch ein entsprechend größeres zweites Rohr mit einem Innengewinde fixiert wird, das auf das erste Rohr aufgeschraubt wird.
  5. Implantierbare Magnethalterung nach Schutzanspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Rohr Aussparungen aufweist, in denen ein Hilfsinstrument fassen und dadurch das Rohr geführt werden kann.
  6. Implantierbare Magnethalterung nach Schutzanspruch 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Rohr einen Deckel mit zentraler Aussparung aufweist, deren Durchmesser kleiner als der Durchmesser des Magneten ist und diesen damit zwischen den verschraubten Implantaten hält.
  7. Hilfsinstrument für eine implantierbare Magnethalterung nach Schutzanspruch 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass ein Rohr mit zwei Stiften versehen ist, die in die Aussparungen des äußeren Ringes greifen und selbiges führen können.
  8. Implantierbare Magnethalterung nach Schutzanspruch 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Implantate statt durch ein Gewinde durch einen Bajonettverschluss aneinander fixiert werden.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com