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Dokumentenidentifikation DE60108297T2 06.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001155870
Titel Fixierzusammensetzung für Tinten und Verfahren zum Befestigen von Tinten
Anmelder Hewlett-Packard Development Co., L.P., Houston, Tex., US
Erfinder Tsao, Yi-Hua, San Diego, CA 92127, US;
Doumaux, Howard A., San Diego, CA 92127, US
Vertreter Schoppe, Zimmermann, Stöckeler & Zinkler, 82049 Pullach
DE-Aktenzeichen 60108297
Vertragsstaaten DE, ES, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 01.05.2001
EP-Aktenzeichen 013040035
EP-Offenlegungsdatum 21.11.2001
EP date of grant 12.01.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.04.2006
IPC-Hauptklasse B41M 7/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B41J 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B41M 5/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Diese Erfindung bezieht sich allgemein auf ein Tintenstrahldrucken und insbesondere auf ein Verbessern der Wasserechtheit der gedruckten Tinte.

Hintergrundtechnik

Tintenstrahlfarbdrucker besitzen üblicherweise vier separate Farbstifte oder Kassetten, nämlich Cyan, Gelb, Magenta und Schwarz, zum Bereitstellen einer vollständigen Palette von Farben und Farbtönen. Derartige Tintenstrahlfarbdrucker werden üblicherweise als „Vier-Stift"-Drucker bezeichnet.

Es hat sich gezeigt, dass poröse Medien mit einem Tintenstrahldrucker ein Drucken mit augenblicklicher Trockenzeit ergeben. Die Druckqualität jedoch, z. B. durch die Wasserechtheit gezeigt, kann durch ein Verbessern anderer Qualitäten, wie z. B. der Trockenzeit, verschlechtert werden.

Mit einem ansteigenden Bedarf nach Außenschildern und Fensteranzeigen wurden Bemühungen unternommen, die Haltbarkeit eines Tintenstrahldrucks zu erhöhen, indem eine pH-empfindliche pigmentierte Tinte auf poröse Medien gedruckt wird, die mit einer Beschichtung versehen sind. Die Beschichtung weist üblicherweise eine untere Beschichtung aus Silika und eine obere Beschichtung aus Aluminiumoxid auf; siehe z. B. EP 1120280, EP 1120279 und EP 1120278, nach Art. 54(3) EPÜ alles Stand der Technik. Ein Einstellen des pH-Werts in der Beschichtung unterstützt eine Immobilisierung der pH-empfindlichen pigmentierten Tinten, was zu einer besseren Wasserechtheit führt. Ein Einstellen des pH-Werts in der Beschichtung ist jedoch manchmal aufgrund einer Ausflockung des anorganischen Füllmittels, das in dem Beschichtungsfluid verwendet wird, bei einem erwünschten pH-Wert oder eines Bildqualitäts- (IQ-) Kompromiss aufgrund einer Ausflockung der pH-empfindlichen pigmentierten Tinte nicht wünschenswert. Außerdem kann für Medien, die nicht entworfen sind, um mit bestimmten Tintensätzen zu funktionieren, eine Haltbarkeit ohne eine Nachverarbeitung, z. B. Laminierung, unmöglich erzielt werden.

Das U.S.-Patent 5,695,820 offenbart ein Unterdrucken und/oder Überdrucken eines Substrats durch eine primäre Tintenstrahltinte mit zumindest einer behandelnden Lösung, die in der Lage ist, die Ausfällung des Farbmittels in der primären Tintenstrahltinte auf einen anhaltenden Kontakt hin zu induzieren.

Die EP-A-0587164 offenbart ein Tintenstrahlaufzeichnungsverfahren zum Durchführen einer Aufzeichnungsoperation durch ein Drucken einer Tintenzusammensetzung, die ein Pigment, eine Säure, ein wasserlösliches Harz zum Dispergieren der Tinte und Wasser enthält auf ein Aufzeichnungselement, auf dem Daten aufgezeichnet sind, wobei das Tintenstrahlaufzeichnungsverfahren einen Schritt eines Lieferns einer Lösung mit Teilchen und/oder einem Bindemittelpolymer auf das Aufzeichnungselement vor einem Drucken der Tinte aufweist.

Die WO 99/64249 offenbart ein Verfahren zum Drucken auf ein Substrat mit (a) einer Lösung, die einen Reaktanten aufweist, und (b) einer Tinte, die ein Farbmittel aufweist. Es liegt ein pH-Unterschied zwischen der Tinte und der Lösung, die einen Reaktanten aufweist, vor. Wenn eine saure Lösung verwendet wird, weist die saure Lösung oftmals eine milde Säure als Reaktanten auf.

Die JP-A-11 349873 offenbart ein Drucken, das eine farblose oder fahle Lösung, die ein Elektrolyt, ein wasserlösliches organisches Lösungsmittel und Wasser enthält; und eine Tinte, die ein Pigment, eine anionische Verbindung, ein wasserlösliches organisches Lösungsmittel und Wasser enthält, aufweist.

Die JP-A-01 009279 offenbart ein Tintenstrahldruckverfahren, das ein Aufbringen einer farblosen sauren Lösung auf ein Aufzeichnungssubstrat vor einem Bilddrucken auf das Substrat unter Verwendung einer Tintenlösung aufweist.

So besteht ein Bedarf nach einer verbesserten Wasserechtheit auf bedruckten porösen Medien ohne den Bedarf einer Nachverarbeitung.

Offenbarung der Erfindung

Ein klares Fixiererfluid gemäß Anspruch 1.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird ein klares Fixiererfluid auf den Druck über einen fünften Stift eines Tintenstrahldruckers aufgebracht, dessen erste vier Stifte jeweils eine Tinte enthalten, wobei zumindest eine der Tinten ein Pigment enthält, wodurch die Farbmittel fixiert werden, was wiederum die Haltbarkeit der gedruckten Tinte verbessert. Das klare Fixiererfluid weist zumindest eine Säure, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus organischen Säuren und einer Orthophosphorsäure besteht, und ein Salz zumindest einer Polymersäure auf.

Ebenso gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zum Fixieren gedruckter Tinte, die durch einen Tintenstrahldrucker gedruckt wird, bereitgestellt. Das Verfahren weist folgende Schritte auf:

  • (a) Drucken zumindest einer Tinte auf das Druckmedium, wobei die eine oder die mehreren Tinten ein Pigment enthalten, um eine Tinte auf Pigmentbasis zu bilden; und
  • (b) Überdrucken der Tinte mit dem klaren Fixiererfluid gemäß Anspruch 1.

Das klare Fixiererfluid verbessert die Nassreibebeständigkeit, die Schmierbeständigkeit und die Wasserechtheit pigmnetierter Tinte, die auf poröse und/oder semiporöse mit Aluminiumoxid oder Silika beschichtete Druckmedien gedruckt ist.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist eine schematische Darstellung, die einen herkömmlichen Zwei-Durchlauf-Druckmodus darstellt, der ein Drucken eines Bandes auf einem Druckmedium und ein Weiterbewegen des Druckmediums um die Höhe eines halben Bandes und ein Drucken des Restes des oberen Abschnitts des Bandes und der ersten Hälfte des unteren Bandes aufweist;

2 ist eine Ansicht, ähnlich der aus 1, stellt jedoch einen modifizierten Druckmodus dar, der ein Drucken eines Bandes auf einem Druckmedium und ein Weiterbewegen des Druckmediums um einige Punktreihen, ein Drucken des Restes des oberen Abschnitts des Bandes und des ersten Abschnitts des unteren Bandes und ein darauffolgendes Weiterbewegen des Druckmediums um nahezu ein vollständiges Band aufweist;

3 ist eine Ansicht, ähnlich der aus 2, stellt jedoch die Kombination des modifizierten Druckmodus mit einem zusätzlichen Überdrucken eines Fixierers dar; und

4 ist eine Draufsicht, die einen Fünf-Stift-Wagenentwurf darstellt, der vier Farbstifte und einen Fixiererstift kombiniert.

Beste Modi zum Ausführen der Erfindung

Die Nassreibebeständigkeit, Schmierbeständigkeit und Wasserechtheit pigmentierter Tinten, die auf poröse und/oder semiporöse mit Aluminiumoxid oder Silika beschichtete Medien (auch poröse oder semiporöse Medien genannt) gedruckt werden, kann durch Laminierung verbessert werden, was kostspielig und bedienerfehleranfällig sein kann. Eine wünschenswertere Prozedur bestünde darin, dass der Drucker das Überschicht-Fixiererfluid während des Druckvorgangs aufbringt.

Die Trockenzeit wird durch ein Verwenden poröser Beschichtungen, die Aluminiumoxid oder Silika enthalten, verbessert. Eine Kapillarkraft zieht das Fluid in die poröse Grundmasse und füllt die Poren sehr viel schneller als bei einem Beruhen auf einem Polymeranschwellen bei anderen herkömmlichen nichtporösen Beschichtungen. Abhängig von den in der porösen Beschichtung vorliegenden Porenvolumina ist ein Unterdrucken manchmal weniger wünschenswert, da das Fixiererfluid die Poren füllen könnte, was zu einer Tintenüberschwemmung führt oder dazu, dass zuviel Tinte auf die Oberfläche des Druckmediums fließt, wenn Tinte gedruckt wird.

Die Beschichtungen auf Aluminiumoxid- und Silikabasis, die oben erwähnt wurden, sind im wesentlichen transparent und sollten den Farbton, die Farbintensität oder die optische Dichte der Tinten nicht nachteilig beeinflussen. Die transparente Natur dieser Beschichtungen unterscheidet dieselben von Medien „bloßen Papiers", bei denen eine Durchdringung der Tinten in diese Medien ihre Farbintensität und optische Dichte wesentlich reduziert. Durch ein Verwenden eines Unterdruck-Fixiererfluids ist es möglich, die Farbintensität und die optische Dichte der pigmentierten Tinten auf bloßem Papier zu erhöhen. Es ist jedoch vermutlich wünschenswert, einen Überdruck des Fixiererfluids und keinen Unterdruck des Fixiererfluids durchzuführen (oder eine bestimmte Kombination aus Über- und Unterdrucken), wenn Medien mit Silika- oder Aluminiumoxidbeschichtung verwendet werden. Die Aufbringung des Fixiererfluids vor oder während einer Tintenaufbringung kann auch zu einer nicht wünschenswerten Flächenausfülluneinheitlichkeit aufgrund unmittelbarer Ausflockung des Farbpigments führen.

Es hat sich gezeigt, dass mit Silika und Aluminiumoxid beschichtete Medien ein Mehrdurchlaufsdrucken benötigen, um eine hohe Bildqualität (hohe IQ) und einen vernünftigen Durchsatz zu liefern. In einem Mehrdurchlaufsdruckmodus würden nur die letzten Z/NDurchlauf Düsen des Fixiererstifts die letzten Düsen betreiben, wobei NDurchlauf die Anzahl von Durchläufen in dem Druckmodus ist. Ein wesentlicher Anteil der Stiftdüsen würde nicht verwendet werden, was eine übermäßige Last auf die verwendeten Düsen ausübt. In einem Drucker, der hauptsächlich auf ein Bedrucken bloßen Papiers ausgerichtet ist, ist dieser Typ Druckmodus unter Umständen akzeptabel, da ein kleiner Teil der Lebensdauer des Druckers mit Drucken auf poröse/semiporöse Medien verbracht wird. Großformatige Drucker oder spezielle Drucker, die betrachtet werden, sind jedoch im allgemeinen entworfen, um über den Großteil ihrer Lebensdauer auf poröse/semiporöse Medien zu drucken. Deshalb ist es wünschenswert, den Arbeitszyklus über den gesamten Druckkopf zu verteilen, um eine Druckkopflebensdauer zu verlängern.

Eine Art und Weise, um dies zu tun, besteht darin, eine Variante von einem Druckmodus zu verwenden, die innerhalb der Hewlett-Packard Company entwickelt wurde, um Farbtonverschiebungen, die durch ein bidirektionales Drucken auf bloßes Papier bewirkt werden, zu beseitigen. Dieser Druckmodus funktioniert durch ein Drucken eines ersten Druckbandes und durch ein darauffolgendes Weiterbewegen des Papiers um eine kleine Anzahl von Punktreihen, um eine Reduzierung einer Banderscheinung aufgrund fehlgerichteter oder fehlender Düsen zu unterstützen (für einen Zweidurchlaufsdruckmodus besteht die Praxis des Stands der Technik darin, das Papier um eine Hälfte der Bandhöhe weiterzubewegen, wie in 1 gezeigt ist). Das Rückband bedeckt dann nahezu den gesamten Abschnitt des Papiers. Dieser Druckmodus zwingt so die Farbtonverschiebung in einige Punktreihen pro Band.

Ein ähnliches Verfahren kann ebenso zur Aufbringung der Fixiererfluid-Überschicht verwendet werden. Das Bild wird noch immer in einer Serie von Bändern gedruckt, wobei jedoch anstelle eines Durchführens eines Vorschubs von NDüsen/NDurchlauf Punktreihen das Medium nicht weiterbewegt wird oder nur um einige Punktreihen pro Durchlauf weiterbewegt wird; wobei NDüsen die Anzahl verwendeter Düsen auf dem Druckkopf ist und NDurchlauf die Anzahl von Durchläufen in dem Druckmodus ist. Bei dem N-ten Durchlauf wird das Fixiererfluid aufgebracht, wenn der Fixiererfluidstift hinter den druckenden Stiften herläuft. Wenn der Fixiererfluidstift vor diesem Band herläuft, wird ein zusätzliches Band ohne Medienvorschub gedruckt. Nur der Fixiererfluidstift druckt bei diesem Durchlauf. Das Medium wird dann um die volle Bandhöhe des Stiftes minus die kumulative Anzahl von Punktzeilen, um die in dem Druckvorgang weiterbewegt wurde (siehe 2), weiterbewegt. Wenn eine ungerade Anzahl von Durchläufen verwendet wird, erfordert dieses Verfahren unter Umständen ein zusätzliches Band pro Abschnitt bedruckten Mediums. Wenn zwei Überschicht-Fixiererfluidstifte verwendet werden, werden keine zusätzlichen Bändern benötigt (es wird davon ausgegangen, dass sich der oder die Fixiererfluidstifte an einem (oder beiden) Ende(n) der Stiftkassette befinden). Eine zusätzliche Verfeinerung dieser Technik besteht darin, den Fixiererfluidstift leicht hinter den anderen Stiften zu positionieren, so dass derselbe die Punkte, die aus der normalen Druckzone heraus bewegt wurden, während des Druckvorgangs überdrucken kann, sowie darin, eine Migration des Fixiererfluids in die gerade bedruckte Region zu verhindern (siehe 3).

Wie in 4 gezeigt ist, weist der Wagen 10 eines Druckers so vier Stifte 12, 14, 16 und 18 auf, wobei jeder eine der Farben Cyan, Gelb, Magenta und Schwarz enthält. Ein fünfter Stift 20 enthält das Fixiererfluid. Die Bewegung des Wagens ist bidirektional über das Papier, wie durch einen Pfeil 22 angezeigt ist, während sich das Druckmedium (z. B. Papier) 24 entlang des Papiers fortbewegt, wie durch einen Pfeil 26 angezeigt ist.

Obwohl ein bidirektionales Beispiel oben beschrieben ist, ist auch ein unidirektionales Drucken eine optionale Art und Weise der Verwendung dieser Technik.

Das in dem fünften Stift 20 enthaltene Fixiererfluid weist zumindest eine Säure, wie in Anspruch 1 definiert ist, und zumindest ein Salz einer Polymersäure auf. Beispiele organischer Säuren, die geeigneterweise bei der Praktizierung der Erfindung eingesetzt werden können, umfassen mono-, di- und polyfunktionelle organische Säuren, sind jedoch nicht darauf beschränkt. Im allgemeinen kommt auch in Betracht, dass jede wasserlösliche organische Säure mit einem pKa kleiner oder gleich dem des betreffenden pH-empfindlichen Farbmittels geeignet eingesetzt werden kann. Vorzugsweise wird eine der folgenden Klassen organischer Säuren verwendet. Essig-, Glycol-, Malon-, Apfel-, Malein-, Ascorbin-, Bernstein-, Glutar-, Fumar-, Zitronen-, Wein-, Milch-, Sulfon- und Orthophosphorsäure und Derivate derselben. Beispiele von Polymersäuren umfassen Polyacrylsäure, Polyvinyl-Phosphonsäure und andere Polymere mit Phosphatgruppen (R-PO3 oder R-O-PO3), Polystyren-Sulfonsäure und Polymere, die Sulfonat- und Carboxylatgruppen enthalten. Das der Polymersäure zugeordnete Kation kann Natrium, Ammonium oder Kalium aufweisen. Das Polymersäuresalz wirkt als Puffer.

Das Fixiererfluid weist vorzugsweise einen pH-Wert in dem Bereich von 2 bis 5 auf. Ein pH-Wert von kleiner als 2 ist für die Tintenstrahldruckkassettenkomponenten zu korrodierend, während ein pH-Wert von mehr als etwa 5 die Fähigkeit des Fixierers, die Pigmentdispersion zu destabilisieren, das „Fixieren" des Pigments auf der Seite, nachteilig beeinflusst.

Die Gesamtkonzentration von organischer Säure und Polymersäuresalz ist vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 1 bis 15 Gewichtsprozent des Fixiererfluids.

Vorzugsweise wird Bernsteinsäure als die organische Säure, in einer Konzentration innerhalb des Bereichs von etwa 2 bis 7 Gewichtsprozent des Fixierers, vorzugsweise mit einem pH-Wert von etwa 4, eingestellt mit einer Base, wie z. B. Natriumhydroxid oder &bgr;-Alanin, verwendet. Das Natriumsalz von Polyacrylsäure (mw = 2.000 oder mw = 20.000) mit einer Konzentration innerhalb des Bereichs von 1 bis 10 Gewichtsprozent des Fixierers kann zusätzlich bei der Praktizierung der vorliegenden Erfindung verwendet werden.

Andere bevorzugte organische Säuren umfassen Zitronensäure und Glykolsäure. Bevorzugte Polymersäuren umfassen Polyvinyl-Phosphonsäure und Polystyren-Sulfonsäure.

Der Fluidfixierer umfasst vorzugsweise auch Colösungsmittel, die häufig in den Tinten eingesetzt werden, wie z. B. 1,5-Pentandiol, 2-Pyrrolidon und 2-Ethyl-2-(Hydroxymethyl)-1,3-Propandiol. Andere Colösungsmittel können ebenso gemeinsam mit zusätzlichen Komponenten, die oftmals in Tintenstrahltinten zu finden sind, wie z. B. oberflächenaktiven Mitteln, Bioziden und dergleichen, zum Steuern der Druckfähigkeit und Zuverlässigkeit beim Tintenstrahldrucken verwendet werden.

Andere häufig zu Tintenstrahltinten zugegebene Komponenten, wie z. B. Lösungsmittel, Durchdringstoffe, Biozide und dergleichen, können ebenso zu der Fixiererlösung der vorliegenden Erfindung zur Verbesserung von Stiftverhalten und -zuverlässigkeit zugegeben werden. Derartige andere Komponenten können Ammoniumnitrat, EHPD (2-Ethyl-2-(Hydroxymethyl)-1,3-Propandiol), 1,5-Pentandiol und/oder 2-Pyrrolidon umfassen.

Beispiele

Stifte, die eine Säure und die Polymersäure oder Salzform enthalten, wurden gefüllt (Tabelle I). Magentafarbige ausgefüllte Bereiche wurden bei einem H-P 2500CP-Drucker auf ein poröses Medium gedruckt. Ähnlich wie bei dem, was in der EP 1120280, EP 1120279 und EP 1120278 offenbart ist, auf die oben Bezug genommen wird, hatte das poröse Medium eine zweischichtige Struktur. Die obere Schicht (beschichtet mit 20 g/m2) enthielt 89 Gewichtsprozent Aluminiumoxid-Boehmit und 11 Gewichtsprozent Bindemittel, wie z. B. Polyvinylalkohol. Die Basisschicht (beschichtet mit 25 g/m2) enthielt 78 Gewichtsprozent Silika und 22 Gewichtsprozent Bindemittel, wie z. B. Polyvinylalkohol.

Der Magentastift wurde dann herausgenommen und durch den Teststift ersetzt. Die gleiche Druckdatei wurde zum Drucken des klaren Fixiererfluids auf das mit Magenta bedruckte Blatt verwendet, mit der Ausnahme, dass das Blatt umgekehrt zugeführt wurde. Die Druckdatei war derart entworfen, dass ein Teil der mit magentafarbiger Tinte beschichteten Fläche mit dem klaren Fixiererfluid überdruckt wurde.

Tabelle I. Formulierungen des klaren Fixiererfluids

A bis E sind Vergleichsbeispiele und F bis I sind Beispiele gemäß der Erfindung.

A. Saures Fixiererfluid
  • Anmerkung: EHPD = 2-Ethyl-2-(Hydroxymethyl)-1,3-Propandiol
  • DI-Wasser = entionisiertes Wasser
B. Saures Fixiererfluid
C. Saures Fixiererfluid
D. Saures Fixiererfluid
E. Saures Fixiererfluid
F. Saures Fixiererfluid
  • Anmerkung: Na PAA = Natriumsalz von Polyacrylsäure
G. Saures Fixiererfluid
H. Saures Fixiererfluid
I. Saures Fixiererfluid

Ein Nassreibetest und ein Wassertropftest wurden bei allen Proben durchgeführt, um zu sehen, wie viel Farbmittel übertragen wurde. Der Nassreibetest basierte auf dem Verfahren 830PM-92 (Tintenreibetest bei Containerpappe) der TAPPI (Technical Association of the Pulp and Paper Industry). Der Wassertropftest umfasste ein Positionieren einer bedruckten Probe in einem 45°-Winkel und ein Tropfen von Wasser über die Tinte. Eine visuelle Beobachtung reicht aus, um zu bestimmen, ob Farbmittel durch das Wasser über das Blatt übertragen wird.

In allen Fällen zeigten die überdruckten Bereiche, d. h. Bereiche, die mit Fixierer überdruckt wurden, eine bessere Nassreibebeständigkeit und Nasstropfbeständigkeit als Bereiche, die nur mit magentafarbiger Tinte bedeckt waren.

Der pH-Wert der Fixierer C – E wurde nicht mit einer Lauge eingestellt und der pH-Wert dieser Fixierer variierte zwischen 2 und 2,5.

Der Fixierer A bestand den Wassertropftest aufgrund des Vorliegens der oberflächenaktiven Mittel nicht, war jedoch besser als mit gar keinem Fixierer. Aus diesem Ergebnis ist klar, dass wenig oder kein oberflächenaktives Mittel in den Fixiererzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung verwendet werden sollte. Beispiele oberflächenaktiver Mittel, die zu dem möglichen Ausmaß vermieden werden sollten, umfassen die Tergitole, die Surfynole und andere oberflächenaktive Mittel mit HLB-Werten in dem Bereich von 6 bis 25.

Bei einem Vergleich der bernsteinsäurehaltigen Fixierer von oben (B, F, G, H, I) ist die Reihenfolge der verwendeten Stifte beim Erhöhen der Wasserreibebeständigkeit der porösen Medien wie folgt (von sehr effektiv zu wenig effektiv): H > B > I > F > G.

Selbst die am wenigsten wirksame Formulierung jedoch ergab noch eine wesentlich bessere Wasserechtheit als Proben ohne Überdrucken.

Das Vorliegen von Bernsteinsäure und/oder einem Polymer von Natrium-Polyacrylsäure (NaPAA) mit höherem Molekulargewicht (20.000) scheint eine Wasserreibebeständigkeit zu unterstützen. In Bezug auf die Fixierer C, D und E wurden diese nicht mit dem Fixiererfluid gedruckt; vielmehr wurde das Fixiererfluid einfach über das gedruckte Medium gegossen und dann verrieben. Eine sehr minimale oder keine Pigmentübertragung wurde für diese drei Fixierer verglichen mit dem Fall beobachtet, dass dieser nicht gegossen und dann verrieben wurden, was zu einem Abreiben (80 – 90 %) des gedruckten Bildes führte.

Gewerbliche Anwendbarkeit

Die Fixiererfluidzusammensetzung findet vermutlich Verwendung beim Tintenstrahldrucken zum Erhöhen der Wasserechtheit von auf Medien gedruckten Tinten.


Anspruch[de]
  1. Ein klares Fixiererfluid zum Fixieren gedruckter Tinte, die durch Tinten, die in Stiften (12, 14, 16, 18) in einem Tintenstrahldrucker enthalten sind, auf ein Druckmedium gedruckt wird, wobei die gedruckte Tinte eine Tintenzusammensetzung aufweist, die bei einem pH-Wert von 6 oder weniger ausfällen oder ausflocken würde, wobei das Fixiererfluid zumindest eine Säure, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus organischen Säuren und Orthophosphorsäure besteht, und ein Salz zumindest einer Polymersäure aufweist.
  2. Das Fixiererfluid gemäß Anspruch 1, bei dem die organische Säure aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus monofunktionellen, difunktionellen und polyfunktionellen organischen Säuren besteht.
  3. Das Fixiererfluid gemäß Anspruch 2, bei dem die organische Säure in dem Fixiererfluid in einer Konzentration innerhalb eines Bereichs von 1 bis 15 Gewichtsprozent vorliegt.
  4. Das Fixiererfluid gemäß Anspruch 2, bei dem die organische Säure aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Essig-, Glykol-, Malon-, Apfel-, Malein-, Ascorbin-, Bernstein-, Glutar-, Fumar-, Zitronen-, Wein-, Milch- und Sulfonsäure und Säurederivaten derselben besteht.
  5. Das Fixiererfluid gemäß Anspruch 1, bei dem die Polymersäure aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Polyacrylsäure, Polyvinyl-Phosphonsäure, Polymeren mit Phosphatgruppen, Polystyren-Sulfonsäure und Polymeren, die Sulfonat- oder Carboxylatgruppen enthalten, besteht.
  6. Das Fixiererfluid gemäß Anspruch 1, bei dem Polymersäure in dem Fixiererfluid in einer Konzentration innerhalb eines Bereichs von 1 bis 10 Gewichtsprozent vorliegt.
  7. Das Fixiererfluid gemäß Anspruch 1, wobei das Fixiererfluid einen pH-Wert innerhalb eines Bereichs von 2 bis 5 aufweist.
  8. Ein Verfahren zum Fixieren gedruckter Tinte, die mit einem Tintenstrahldrucker gedruckt wird, mit dem klaren Fixiererfluid gemäß Anspruch 1, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

    (a) Drucken zumindest einer Tinte auf das Druckmedium (24), wobei die zumindest eine Tinte ein Pigment enthält, um eine Tinte auf Pigmentbasis zu bilden; und

    (b) Überdrucken der Tinte mit dem klaren Fixiererfluid, das zumindest eine organische Säure und ein Salz zumindest einer Polymersäure aufweist.
  9. Das Verfahren gemäß Anspruch 8, bei dem der Tintenstrahldrucker vier Stifte (12, 14, 16, 18), wobei jeder derselben eine Tinte enthält, wobei zumindest eine der Tinten das Pigment enthält, und einen fünften Stift (20), der das klare Fixiererfluid enthält, umfasst.
  10. Das Verfahren gemäß Anspruch 9, bei dem das Überdrucken durch ein Überdrucken der zumindest einen Tinte auf Pigmentbasis mit dem Fixiererfluid durchgeführt wird, indem entweder (i) das Druckmedium (24) um einige Punktreihen pro Druckband weiterbewegt wird und das Fixiererfluid bei einem Durchgang auf die zumindest eine Tinte auf Pigmentbasis aufgebraucht wird, wobei der Fixiererfluidstift (20) hinter dem zumindest einen Tintendruckstift (12, 14, 16, 18) nachläuft, oder indem (ii) ein zusätzliches Band mit ausschließlich Fixiererfluid ohne ein Weiterbewegen des Druckmediums (24) mit dem Fixiererfluid gedruckt wird, wobei der Fixiererfluidstift (20) vor dem zumindest einen Tintendruckstift (12, 14, 16, 18) herläuft.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
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