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Dokumentenidentifikation DE60109127T2 06.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001219461
Titel Wärmeempfindliches Übertragungsblatt
Anmelder Dai Nippon Printing Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Suzuki, Taro, Tokyo-to, JP;
Fukui, Daisuke, Tokyo-to, JP;
Ieshige, Munenori, Tokyo-to, JP
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Aktenzeichen 60109127
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.12.2001
EP-Aktenzeichen 011302163
EP-Offenlegungsdatum 03.07.2002
EP date of grant 02.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.04.2006
IPC-Hauptklasse B41M 5/40(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Thermotransferblatt und insbesondere betrifft sie eine Verbesserung bei einem Thermotransferblatt zur Verwendung bei der Erzeugung von Bildern mit Hilfe eines Thermokopfes.

Verschiedene Thermotransferblätter, die ein Substratblatt, welches aus einem Kunststofffilm, wie einem Polyesterharz, gebildet ist, und, aufgebracht auf dem Substratblatt, eine Heißschmelzwachsschicht mit einem Pigment oder einem darin dispergierten Farbstoff oder eine thermisch Farbstoff-sublimierbare Übertragungsschicht, umfassend einen in ein Bindemittel eingearbeiteten, sublimierbaren Farbstoff, umfassen, wurden bislang vielfach eingesetzt.

EP-A-0 564 010 offenbart ein Farbstoffdonorelement zur Verwendung gemäß Thermofarbstoffsublimationsübertragung, umfassend einen Träger mit einer Farbstoffschicht auf einer Seite und einer wärmebeständigen Schicht auf der anderen Seite, wobei der Träger auf mindestens einer Seite eine Unterschicht trägt. EP-A-0 854 053 offenbart ein Thermotransferblatt, umfassend einen Substratfilm, eine übertragbare Schicht, die auf einer Oberfläche des Substratfilms abgeschieden ist, und eine wärmebeständige Schicht und eine Gleitschicht. EP-A-0 573 080 offenbart ein Farbstoffdonorelement zur Verwendung zur Thermofarbstoffsublimationsübertragung, umfassend einen Träger mit einer Farbstoffschicht auf einer Seite davon, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbstoffschicht oder eine Schicht, benachbart zu der Farbstoffschicht, ein Toluolsulfonamidformaldehyd-Kondensationsprodukt enthält.

Wenn jedoch das Thermotransferblatt angewendet wird, das ein Substratblatt umfasst, welches aus einem Kunststofffilm gebildet ist und eine Heißschmelzwachsschicht oder eine thermisch Farbstoff-sublimierbare Übertragungsschicht auf dem Substratblatt bereitgestellt ist, um thermisches Drucken mit Hilfe eines Thermokopfes von der Substratblattseite zu dem Thermotransferblatt auszuführen, verursacht Thermodrucken unter hoher Energie, die zum Realisieren von befriedigendem Druck notwendig ist, so genanntes „Sticking" (Kleben), welches ein derartiges Phänomen darstellt, dass das Substratblatt durch die Wärme an den Thermokopf geschmolzen wird.

Um dieses Problem zu lösen, wurden Thermotransferblätter, die eine wärmebeständige Schutzschicht umfassen, die auf der Oberfläche des Substratblatts, entfernt von der Heißschmelzwachsschicht, oder der thermisch Farbstoff-sublimierbaren Übertragungsschicht angeordnet sind, vorgeschlagen. Beispiele für diese herkömmlichen Thermotransferblätter schließen ein: eines, worin eine wärmebeständige Harzschicht, gebildet beispielsweise aus Silikon oder einem Epoxidharz, bereitgestellt wird (Japanische Patent-Offenlegung Nummer 7467/1980); und eines, worin eine Schicht, umfassend ein gleitendes, anorganisches Pigment, eingearbeitet in das wärmebeständige Harz, bereitgestellt wird (Japanische Patent-Offenlegung Nummer 155794/1981).

Auch im Fall von Substratblättern, die mit einer wärmebeständigen Schutzschicht ausgestattet sind, hat die Ausdehnung des Bereichs von angewendeten Gegenständen oder eine Erhöhung der Druckgeschwindigkeit ein Problem aufgeworfen, indem die Wärmebeständigkeit zum Realisieren von glattem Transport von dem Thermokopf unbefriedigend ist. Weiterhin verschlechtert die Bereitstellung einer Primerschicht in vielen Fällen die wärmebeständigen Eigenschaften der Schutzschicht, auch wenn die Schutzschicht an sich eine hohe Wärmebeständigkeit aufweist. Aus diesem Grund macht es die Anwendung einer hohen Temperatur und eines hohen Druckes von dem Thermokopf an das Thermotransferblatt, das sich während des Thermodruckens bewegt, manchmal unmöglich, dass sich das Thermotransferblatt bewegt und in wesentlichen Fällen verursacht es das Brechen des Substratblatts von dem festgeklebten Teil.

Da weiterhin das Thermotransferblatt tatsächlich in Patronenform, hergestellt durch Aufwickeln eines kontinuierlichen Bandes von dem Thermotransferblatt, verwendet wird, wird die Patrone als Bestand oder zum Vertrieb in einem solchen Zustand gelagert, dass die Heißschmelzwachsschicht mit einem Pigment oder einem darin dispergierten Farbstoff oder eine thermisch Farbstoff-sublimierbare Übertragungsschicht, umfassend einen in ein Bindemittel eingearbeiteten sublimierbaren Farbstoff, in Kontakt mit der wärmebeständigen Schutzschicht in einer Vorder-zu-Rückseiten-Beziehung vorliegt. Insbesondere tritt bei der Lagerung unter hohen Temperaturbedingungen oder Lagerung für einen langen Zeitraum das so genannte „Kickback-Phänomen" auf, wobei der in der Heißschmelzwachsschicht enthaltene Farbstoff oder der in der thermisch Farbstoff-sublimierbaren Übertragungsschicht enthaltene Farbstoff auf die wärmebeständige Schutzschicht in Kontakt mit der Heißschmelzwachsschicht oder der thermisch Farbstoff-sublimierbaren Übertragungsschicht übertragen wird. Nach Wiederaufwickeln wird nachteiligerweise der Farbstoff, der auf die wärmebeständige Schutzschichtseite übertragen wurde, auf die Farbstoffschichtseite zurückübertragen, und in diesem Fall auf eine Farbstoffschicht von anderer Tönung übertragen, was eine deutlich verschlechterte Bildqualität ergibt.

Folglich ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorstehend genannten Probleme des Standes der Technik zu lösen und ein Thermotransferblatt bereitzustellen, das mit einer wärmebeständigen Schutzschicht, umfassend zwei Schichten; das heißt, eine Primerschicht und eine wärmebeständige Gleitschicht, ausgestattet ist, die auf einem Substratblatt bereitgestellt werden, wobei die wärmebeständige Schutzschicht wahrscheinlich weniger einen Farbstoff veranlasst, auf die wärmebeständige Schutzschicht des Substratblatts übertragen zu werden, und gleichzeitig befriedigende Wärmebeständigkeit aufweist, und während der Lagerung bis zur tatsächlichen Verwendung der in einer Heißschmelzwachsschicht oder einer thermisch Farbstoff-sublimierbaren Übertragungsschicht enthaltene Farbstoff weniger wahrscheinlich auf die wärmebeständige Schutzschicht bei Kontakt mit der Heißschmelzwachsschicht oder der thermisch Farbstoff-sublimierbaren Übertragungsschicht übertragen wird, und beim Ausführen von thermischem Drucken mit Hilfe eines tatsächlichen Wärmekopfes, auch thermisches Drucken unter hoher Energie, die zum Bereitstellen von befriedigender Druckdichte notwendig ist, kein Wärmeschmelzen zwischen dem Thermokopf und dem Thermotransferblatt verursacht, und somit ist es möglich, die Hemmung des Transports des Thermotransferblatts oder das Brechen des Thermotransferblatts während des Transports zu verhindern.

Die vorstehende Aufgabe der vorliegenden Erfindung kann durch ein Thermotransferblatt gelöst werden, umfassend:

ein Substratblatt;

eine thermisch übertragbare Tintenschicht, angeordnet auf einer Oberfläche des Substratblattes; und,

angeordnet auf der anderen Oberfläche des Substratblattes, eine wärmebeständige Schutzschicht, umfassend eine Primerschicht und eine wärmebeständige Gleitschicht, angeordnet in dieser Reihenfolge,

wobei die Primerschicht aus einer Zusammensetzung gebildet ist, umfassend ein synthetisches Harz, welches einen Speichermodul G' von nicht weniger als 106 Pa bei 40°C und einen Verlustmodul G'' von nicht weniger als 104 Pa bei 120°C aufweist.

1 ist eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Thermotransferblatts.

Die bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung beschrieben.

1 ist eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Thermotransferblatts.

Das in 1 gezeigte Thermotransferblatt umfasst: ein Substratblatt 1; eine thermisch übertragbare Tintenschicht 2, angeordnet auf einer Oberfläche des Substratblattes; und, angeordnet auf der anderen Oberfläche des Substratblattes, eine wärmebeständige Schutzschicht mit einer Zwei-Schicht-Struktur von einer Primerschicht 3 und einer wärmebeständigen Gleitschicht 4.

Das Substratblatt 1 kann aus einem Kunststofffilm gebildet werden, und der Kunststofffilm ist nicht besonders begrenzt. Beispiele für hierin anwendbare Kunststofffilme schließen ein: Filme aus Kunststoffen, wie Polyester, Polypropylen, Cellophan, Polycarbonat, Celluloseacetat, Polyethylen, Polyvinylchlorid, Polystyrol, Nylon, Polyimid, Polyvinylidenchlorid, Polyvinylalkohol, Fluorharz, hydrochloriertem Kautschuk, und Ionomere; Papiere, wie Kondensatorpapiere und Paraffin-gewachstes Papier; Vliestextilien; und Verbundwerkstofffilme von den vorstehenden Materialien.

Die Dicke des Kunststofffilms kann geeigneterweise, in Abhängigkeit von dem Material, variiert werden, sodass die Stärke und die thermische Leitfähigkeit des Kunststofffilms passend sind. Beispielsweise kann die Dicke des Kunststofffilms 1 bis 25 &mgr;m sein.

Die thermisch übertragbare Tintenschicht 2 umfasst ein Färbemittel und ein Bindemittel. Falls erforderlich, können verschiedene Additive weiter zu der thermisch übertragbaren Tintenschicht 2 gegeben werden. Das Färbemittel kann ein Material sein, welches in einem nichterhitzten Zustand farblos ist, und, nachdem es erhitzt wurde, Farbe entwickelt, oder ein Material, das nach Kontakt mit einem auf einen Gegenstand beschichteten Material Farbe entwickelt. Zusätzlich können zu Färbemitteln, die Cyanblau, Magentarot, Gelb und Schwarz bilden, ebenfalls verschiedene andere Färbemittel verwendet werden. Tinten können in zwei Arten eingeteilt werden; das heißt, Heißschmelztinten und thermisch sublimierbare Tinten. Die vorliegende Erfindung kann auf beide Arten von Tinten angewendet werden.

Bei Heißschmelztinten werden Ruß oder verschiedene Farbstoffe oder Pigmente ausgewählt und werden als das Färbemittel gemäß der der Tinte zu verleihenden Farbe zugesetzt. Unter organischen oder anorganischen Pigmenten oder Farbstoffen sind jene, die gute Eigenschaften als ein Aufzeichnungsmaterial haben, beispielsweise, befriedigende Farbdichte und weder Farbänderung noch Verblassen beim Aussetzen von beispielsweise Licht, Wärme oder Feuchtigkeit verursachen, als das Färbemittel bevorzugt.

Beispielsweise können Wachse, färbende Öle, Harze, Mineralöle, Cellulose und Kautschukderivate und Gemische von diesen Materialien als das Bindemittel für das Färbemittel angewendet werden. Repräsentative Beispiele von Wachsen schließen mikrokristalline Wachse, Carnaubawachse und Paraffinwachse ein. Zusätzliche Beispiele für hierin verwendbare Wachse schließen Fischer-Tropsch-Wachse, verschiedene Polyethylene mit niederem Molekulargewicht und teilweise modifizierte Wachse, Fettsäureester und -amide, Japanwachse, Bienenwachse, Walrat, Insektenwachse, Wollwachse, Schellackwachse, Candelillawachse und Vasseline ein.

Hierin verwendbare Harze schließen beispielsweise Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVA), Ethylen-Ethylacrylat-Copolymer (EEA), Polyethylen, Polystyrol, Polypropylen, Polybuten, Petroleumharz, Vinylchloridharz, Polyvinylalkohol, Vinylidenchloridharz, Methacrylharz, Polyamid, Polycarbonat, Fluorharz, Polyvinylformal, Polyvinylbutyral, Acetylcellulose, Nitrocellulose, Polyvinylacetat, Polyisobutylen, Ethylcellulose und Polyacetal ein.

Um die Tintenschicht thermisch sehr leitfähig und schmelzübertragbar zu machen, kann ein thermisch leitfähiges Material in die Tinte eingearbeitet werden. Thermisch leitfähige Materialien schließen kohlenstoffartige Materialien, wie Ruß, Aluminium, Kupfer, Zinnoxid und Molybdändioxid, ein.

Das Beschichten der Heißschmelztintenschicht, direkt oder indirekt auf das Substratblatt 1, kann durch Heißschmelzbeschichten, Heißlackbeschichten, Gravurbeschichten, Gravurumkehrbeschichten, Walzbeschichten oder verschiedene andere Maßnahmen ausgeführt werden. Die Dicke der Heißschmelztintenschicht sollte so bestimmt werden, dass sie Ausgleich zwischen notwendiger Druckdichte und Wärmeempfindlichkeit schaffen kann. Die Dicke liegt im Bereich von 0,1 bis 30 &mgr;m, vorzugsweise im Bereich von 1 bis 20 &mgr;m.

Die Herstellung der Beschichtung und die Auftragung der Beschichtung auf das Substratblatt 1 können durch eine herkömmliche Technik ausgeführt werden. Das Färbemittel wird im Allgemeinen in einer Menge von 5 bis 30 Gewichtsprozent, bezogen auf das Bindemittel, zugesetzt.

Die thermisch sublimierbare Tinte umfasst einen sublimierbaren Farbstoff, der in ein Bindemittelharz eingearbeitet ist, und wird in einer Dicke von 0,2 bis 5,0 &mgr;m gebildet. Der in der thermisch Farbstoff-sublimierbaren Übertragungsschicht enthaltene Farbstoff ist vorzugsweise ein disperser Farbstoff und hat ein Molekulargewicht von 150 bis 400.

Der Farbstoff wird unter Berücksichtigung von beispielsweise Wärmesublimationstemperatur, Tönung, Wetterbeständigkeit und Stabilität innerhalb des Bindemittelharzes ausgewählt. Spezielle Beispiele von Farbstoffen sind wie nachstehend.

Gelbfarbstoffe schließen Phorone Brilliant Yellow S-6 GL®, Phorone Brilliant Yellow PTY-52® und Macrolex Yellow 6 G® ein. Rote Farbstoffe schließen MS Red®, Macrolex Red Violet R®, Ceres Red 7 B®, Samaron Red HBSL® und SK Rubin SEGL® ein. Blaue Farbstoffe schließen Kayaset Blue 14®, Waxoline Blue AP-FW®, Phorone Brilliant Blue S-R®, MS Blue 100® und Light Blue Nr. 1® ein. Weiterhin kann Kombinieren der vorstehend beschriebenen sublimierbaren Farbstoffe von verschiedenen Tönungen die Bildung einer Farbstoffschicht einer gewünschten Tönung, wie Schwarz, realisieren.

Der Anteil des Farbstoffs in der thermisch Farbstoff-sublimierbaren Übertragungsschicht ist 5 bis 70 Gewichtsprozent, vorzugsweise 10 bis 60 Gewichtsprozent, obwohl der Anteil des Farbstoffs, in Abhängigkeit von der Sublimationstemperatur des Farbstoffs und der Abdeckstärke des Farbstoffs, in einem farbentwickelten Zustand variiert.

Ein Harz, das eine hohe Wärmebeständigkeit aufweist und gleichzeitig, wenn erhitzt, die Übertragung des Farbstoffs nicht hemmt, wird im Allgemeinen als das Bindemittelharz ausgewählt. Beispiele für Bindemittelharze schließen ein: Celluloseharze, wie Ethylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Ethylhydroxycellulose, Hydroxypropylcellulose, Methylcellulose, Celluloseacetat und Celluloseacetatbutyrat; Vinylharze, wie Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, Polyvinylbutyral und Polyvinylpyrrolidon; Polyester und Polyacrylamide.

Die wärmebeständige Gleitschicht 4 umfasst grundsätzlich ein wärmebeständiges thermoplastisches Harzbindemittel und ein Material, das als ein Wärmetrennmittel oder ein Gleitmittel dient.

Das wärmebeständige thermoplastische Harzbindemittel kann aus einem breiten Bereich von thermoplastischen Harzbindemitteln ausgewählt sein. Geeignete Beispiele für wärmebeständige thermoplastische Harzbindemittel schließen Acrylharz, Polyesterharz, Polyimidharz, Polyamidharz, Polyamid-Imid-Harz, Celluloseacetatpropionat, Celluloseacetatbutyrat, Celluloseacetat, Vinylidenfluoridharz, Nylon, Polyvinylcarbazol, chlorierten Kautschuk, cyclisierten Kautschuk und Polyvinylalkohol ein. Es kann experimentell gefunden werden, dass diese Harze vorzugsweise einen Glasübergangspunkt von 60°C oder darüber aufweisen, oder ein Material darstellen, das durch Zusetzen einer Verbindung mit zwei oder mehreren Aminogruppen oder einem Diisocyanat oder einem Triisocyanat zu einem thermoplastischen Harz mit einer Gruppe OH oder COOH und etwas Härten des Gemisches durch Vernetzen erzeugt wird.

Wärmetrennmittel oder Gleitmittel, die in das thermoplastische Harz eingearbeitet sind, werden in Materialien eingeteilt, die die Funktion nach Wärmeschmelzen zeigen; beispielsweise Wachse, wie Polyethylenwachs und Paraffinwachs, Amide, Ester oder Salze von höheren Fettsäuren, und Phosphorester, wie höhere Alkohole und Lecithin, und Materialien, die in dem Zustand ein Feststoff sind, zeigen die Funktion, wie Pulver von Fluorharz und anorganischen Materialien.

Diese Gleitmittel oder Wärmetrennmittel können in Kombination mit anderen Trennmitteln, beispielsweise einem von Fluorharzpulver, Guanaminharzpulver und Sägespänen, verwendet werden. In diesem Fall kann ein besserer Effekt erreicht werden.

Eine Zusammensetzung für die Bildung der wärmebeständigen Gleitschicht 4 wird durch Einarbeiten von 10 bis 100 Gewichtsteilen des Materials, das als das Gleitmittel oder das Wärmetrennmittel dient, in 100 Gewichtsteilen des thermoplastischen Harzbindemittels hergestellt. Beim Auftragen der Zusammensetzung auf das Substratblatt kann die Zusammensetzung mit einem geeigneten Lösungsmittel verknetet werden, um eine Tinte herzustellen, die dann durch das gleiche Beschichtungsverfahren, wie beim Beschichten eines herkömmlichen Beschichtungsmittels verwendet, beispielsweise durch Walzenbeschichten, Gravurbeschichten, Siebbeschichten oder Strahlbeschichten, auf die Rückseite eines Substratblatts 1, beispielsweise eines Polyesterfilms, eines Polystyrolfilms, eines Polysulfonfilms, eines Polyvinylalkoholfilms, oder Cellophan, insbesondere die Rückseite eines 0,5 bis 50 &mgr;m dicken Polyesterfilms, als Substratblatt 1 vom Standpunkt der Wärmebeständigkeit, bei einer Bedeckung von 0,1 bis 4 g/m2 auf Feststoffbasis, gefolgt von Trocknen der Beschichtung, aufgetragen wird.

Eine Primerschicht 3 wird vorher auf dem Substratblatt 1, vom Standpunkt des sicheren Anhaftens des Substratblatts an der Schutzschicht, bereitgestellt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung sollte die Primerschicht aus einer Zusammensetzung gebildet werden, die ein synthetisches Harz umfasst, welches einen Speichermodul G' von nicht weniger als 106 Pa bei 40°C und einen Verlustmodul G'' von nicht weniger als 104 Pa bei 120°C und vorzugsweise einen Verlustmodul G'' von nicht weniger als 106 Pa bei 40°C und einen Speichermodul G' von nicht weniger als 103 Pa bei 120°C aufweist. Das Material für die Primerschicht mit solchen Viskoelastizitätseigenschaften kann gemäß dem Material des Substratblatts 1 und der Art des thermoplastischen Harzbindemittels in der wärmebeständigen Gleitschicht ausgewählt werden. Beispielsweise können ein Acrylharz, ein Polyesterharz, ein Polyvinylacetatharz, ein Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymer, eine Kombination von Polyol/Isocyanat, eine Kombination von Epoxy/Isocyanat, oder eine Kombination von Polyol/Melamin als das Material angewendet werden. Die Dicke der Primerschicht ist vorzugsweise 0,05 bis 0,5 &mgr;m. Eine sehr dünne Primerschicht hat unbefriedigende Anhaftung. Wenn die Dicke der Primerschicht andererseits zu groß ist, tritt eine Verschlechterung der Empfindlichkeit des Thermokopfes oder der Wärmebeständigkeit oder eine Verschlechterung der Anhaftung aufgrund fehlender Kohäsivität nachteilig auf. Die Primerschicht kann durch Bringen des Harzes zu einer Tinte, unter Verwendung eines geeigneten Lösungsmittels, in der gleichen Weise wie bei der Auftragung der Zusammensetzung für die wärmebeständige Gleitschicht, und Beschichten der Tinte durch ein beliebiges gewünschtes Verfahren, gebildet werden.

Ein antistatisches Mittel kann in die Primerschicht eingearbeitet werden, um antistatische Behandlung auszuführen. Antistatische Mittel schließen ein: nichtionische Tenside, beispielsweise nichtionische Tenside vom Polyethylenglycoltyp, wie höhere Alkohol/Ethylenoxid-Addukte, Fettsäure/Ethylenoxid-Addukte, höhere Alkylamin/Ethylenoxid-Addukte und Polypropylenglycol/Ethylenoxid-Addukte, nichtionische Tenside vom mehrwertigen Alkoholtyp, wie Polyethylenoxid, Fettsäureester von Glycerin, Fettsäureester von Pentaerythrit, und Fettsäureester von Sorbit und Sorbitan, Alkylether von mehrwertigen Alkoholen und aliphatische Amide von Alkanolaminen; anionische Tenside, beispielsweise Salze von Carbonsäuren, wie Alkalimetallsalze von höheren Fettsäuren, Sulfate, wie höhere Alkoholsulfate und höhere Alkylethersulfate, Sulfonate, wie Alkylbenzolsulfonate und Paraffinsulfonate, und Phosphate, wie höhere Alkoholphosphate; kationische Tenside, beispielsweise quaternäre Ammoniumsalze, wie Alkyltrimethylammoniumsalze; und amphotere Tenside, beispielsweise amphotere Tenside vom Aminosäuretyp, wie höhere Alkylaminopropionate, und amphotere Tenside vom Betaintyp, wie höheres Alkyldimethylbetain und höheres Alkyldihydroxyethylbetain. Sie können einzeln oder als ein Gemisch von zwei oder mehreren verwendet werden. Ein feines Pulver von einem Metalloxid kann ebenfalls angewendet werden. Beispielsweise kann Zinnoxid mit einem Teilchendurchmesser von 5 bis 50 &mgr;m verwendet werden.

Die Primerschicht wird in Form einer Tinte, unter Anwendung eines geeigneten Lösungsmittels, beschichtet. In diesem Fall kann das Harz zum Aufbauen der Primerschicht in Wasser dispergierbar oder löslich gemacht werden. Das Lösungsmittel der Tinte für die Primerschicht wird von der Primerschicht nach Trocknen nach Beschichten der Tinte entfernt. In vielen Fällen wird das Lösungsmittel jedoch nicht vollständig entfernt und ein Teil des Lösungsmittels verbleibt als das so genannte „Restlösungsmittel". Dieses Restlösungsmittel erweicht nachteiligerweise die wärmebeständige Schutzschicht oder die thermisch übertragbare Tintenschicht, um das Thermotransferblatt in Bandform zu einem anhaftenden Zustand zu bringen, was es schwierig macht, das Thermotransferblatt zuzuführen. Wenn Wasser als das Lösungsmittel verwendet wird, kann dieses Problem vermieden werden. Weiterhin wird nach Trocknen der Beschichtung das Lösungsmittel als Gas abgegeben. Wenn in diesem Fall das Lösungsmittel Wasser ist, gibt es keine Befürchtung der Verursachung von Luftverschmutzung. Wenn im Allgemeinen ein in Wasser dispergierbares Harz einmal auf einen Film gebracht wurde, wird der Film weniger wahrscheinlich erneut gelöst, und wird außerdem beim Bilden der wärmebeständigen Schicht, sodass es mit dem Film in Kontakt kommt, weniger wahrscheinlich durch das Lösungsmittel angegriffen werden. Deshalb kann dieses Harz stabile Eigenschaften entwickeln.

Auch wenn das Thermotransferblatt mit der vorstehenden wärmebeständigen Schutzschicht genutzt wird, besitzt jedoch die Ausdehnung des Bereichs von angewendeten Gegenständen oder eine Erhöhung der Druckgeschwindigkeit ein Problem, dass, wenn Thermodrucken von der wärmebeständigen Schutzschichtseite in dem Thermotransferblatt mit Hilfe eines Thermokopfes ausgeführt wird, Thermodrucken unter hoher Energie zum Realisieren befriedigender Druckdichte notwendig ist, manchmal das so genannte „Sticking" verursacht wird, was ein derartiges Phänomen darstellt, dass das Substratblatt an dem Thermokopf wärmegeschmolzen wird.

Dieses Stickingphänomen tritt sehr häufig während des Thermodruckvorgangs mit Hilfe des Thermokopfes, insbesondere in einem Zeitraum zwischen Drucken und Nichtdrucken, auf. Folglich wurde ein schwarz abgezogenes Bild gedruckt und der Reibungskoeffizient wurde gleichzeitig gemessen. Im Ergebnis wurde gefunden, dass, wenn eine Primerzusammensetzung mit niedriger Wärmebeständigkeit verwendet wird, sich der Reibungskoeffizient mit Grenzen zwischen bedruckten Teilen und nichtbedruckten Teilen temporär erhöht.

Dieses Stickingphänomen wird der Tatsache zugeschrieben, dass in einem Druckzeitraum die Primerzusammensetzung mit niedriger Wärmebeständigkeit geschmolzen wird und durch Wärme aus dem Thermokopf erweicht; wohingegen in dem Nichtdruckzeitraum, da Wärme nicht angewendet wird, die Primerzusammensetzung durch die Atmosphäre gekühlt wird und folglich verfestigt wird, wobei der Thermokopf zeitweilig an dem Thermotransferblatt unter Erhöhung des Reibungskoeffizienten anhaftet. Viskoelastizität wird im Allgemeinen als ein Maß für ein solches Phänomen verwendet, dass die Zusammensetzung wärmegeschmolzen wird oder erweicht. Im Fall eines Thermotransferblatts gilt, je höher der Viskoelastizitätswert bei 120°C ist, umso besser sind die Ergebnisse.

Da das Thermotransferblatt jedoch tatsächlich in Form einer Bandpatrone verwendet wird, wird die Patrone als Vorrat gelagert oder zur Verteilung in einem solchen Zustand, dass die Heißschmelzwachsschicht mit einem Pigment oder einem darin dispergierten Farbstoff oder einer thermisch Farbstoff-sublimierbaren Übertragungsschicht, umfassend einen in ein Bindemittel eingearbeiteten, sublimierbaren Farbstoff, in Kontakt mit der wärmebeständigen Schutzschicht in einer Vorder-zu-Rücken-Beziehung vorliegt. Dies verursacht nachteiligerweise das so genannte „Kickback-Phänomen", worin der in der Heißschmelzwachsschicht oder der thermisch Farbstoff-sublimierbaren Übertragungsschicht enthaltene Farbstoff auf die wärmebeständige Schutzschicht, in Kontakt mit dem Thermotransferblatt, übertragen wird. Das Auftreten des Kickback-Phänomens, worin der Farbstoff zu der wärmebeständigen Schutzschicht in Kontakt damit übertragen wird, sinkt mit dem Erhöhen des Viskoelastizitätswerts bei 40°C.

Folglich kann geeignetes Spezifizieren des Viskoelastizitätswertbereichs bei 40° und des Viskoelastizitätswertbereichs bei 120° der Primerschicht in dem Thermotransferblatt einen wesentlichen Effekt des gleichzeitigen Verwirklichens der Vermeidung des Stickingphänomens zum Zeitpunkt des Thermodruckens mit Hilfe des Thermokopfes, und der Vermeidung des Kickback-Phänomens von dem Thermotransferblatt, worin der Farbstoff während der Lagerung auf die wärmebeständige Schutzschicht in Kontakt damit übertragen wird, bieten. Die Erfinder haben unerwartet gefunden, dass es sehr wichtig ist, die Viskoelastizitätsbereiche der Primerschicht so zu steuern, dass die Zusammensetzung für die Primerschicht einen Speichermodul G' von nicht weniger als 106 Pa bei 40°C und einen Verlustmodul G'' von nicht weniger als 104 Pa bei 120°C aufweist, um die Anti-Färbbarkeit und Wärmebeständigkeit gleichzeitig zu verbessern.

Das erfindungsgemäße Thermotransferblatt wird genauer erläutert. Am Beginn werden Messverfahren und Bewertungskriterien für „Wärmebeständigkeit (Reibungskoeffizient)", „Viskoelastizität" und „Anti-Färbbarkeit mit Farbstoff", die für die Bewertung der entsprechenden Anteile der Phänomene verwendet werden, erläutert.

Wie vorstehend beschrieben, wird als ein Maß der Bewertung der Wärmebeständigkeit, da die Wärmebeständigkeit mit dem Reibungskoeffizientenpeak korreliert, die Frage, ob oder nicht der Reibungskoeffizientenpeak vorliegt, verwendet. Bei der Messung des Reibungskoeffizienten wird Energie von dem Thermokopf auf die Oberfläche der wärmebeständigen Schutzschicht in dem Thermotransferblatt zum getreuen Reproduzieren von tatsächlichem Drucken mit Hilfe eines Druckers angewendet. Die Messung wird kontinuierlich durch Anwenden von KST-105-13FAN21-MB (6062 &OHgr;), hergestellt von Kyocera Corp., als ein Thermokopf und ein Standardwalzenpapier CK 700® als ein Bildempfangspapier für CP 770 D®, hergestellt von Mitsubishi Electric Corporation, unter Bedingungen von Pulsleistung 90%, angewendeter Spannung 22 V, angewendetem Druck 39,2 N und Druckgeschwindigkeit 6 ms/Zeile, ausgeführt.

Bezüglich Wärmebeständigkeit (Reibungskoeffizient), wird nach Erreichen des Nichtdruckteils von dem Druckteil, die Primerzusammensetzung, die geschmolzen und durch Wärme von dem Thermokopf erweicht wurde, durch die Atmosphäre gekühlt und wird verfestigt, und folglich wird der Thermokopf zeitweilig an dem Thermotransferblatt anhaften, wodurch der Reibungskoeffizient schnell erhöht wird. Aufzeichnen dieser Änderung im Reibungskoeffizienten in Zeitreihen auf einem Bandschreiberausdruck zeigt, dass im Moment des Erreichens des Nichtdruckteils von dem Druckteil der Reibungskoeffizient schnell erhöht wird und als Peak erscheint.

Bezüglich der Bewertungskriterien wird der Bereich vom oberen Ende des Peaks zum unteren Ende, der den Reibungskoeffizienten des Druckteils ausweist, als ein Fluktuationsbereich betrachtet, und wenn der Fluktuationsbereich nicht weniger als 0,15 ist, wird die Wärmebeständigkeit als unannehmbar bewertet, während, wenn der Fluktuationsbereich weniger als 0,15 ist, wobei Anhaften experimentell nicht auftritt, die Wärmebeständigkeit als akzeptabel angesehen wird.

Bei der Messung der Viskoelastizität wird ARES®, hergestellt von Rheometrix Corp., als Messausrüstung angewendet. Die Viskoelastizität wird unter Erhöhen der Temperatur der Primerzusammensetzung von 30°C bis 200°C unter Bedingungen von paralleler Platte 10 mm ∅, Strang 0,1%, Amplitude 1 Hz und Temperaturerhöhungsgeschwindigkeit 2°C/min gemessen. Zu dem Zeitpunkt werden Zahlenwerte des Speichermoduls G' bei 40°C und 120°C und der Verlustmodul G'' bei 40°C und 120°C gelesen.

Die Anti-Färbbarkeit mit einem Farbstoff wird durch das nachstehende Verfahren getestet. Das erfindungsgemäße Thermotransferblatt wird auf ein Drucktintenband P-RBN® für CAMEDIA P-400®-Drucker, hergestellt von Olympus Optical Co., LTD., so gelegt, dass die wärmebeständige Schutzschicht in dem Thermotransferblatt zu der Mg-Farbstoffseite des Tintenbandes weist. Eine Last von 20 kg/cm2 wird mit Hilfe eines Druckverformungsresttesters (hergestellt von Toyo Seiki Seisaku Sho, Ltd.) auf diese Anordnung angewendet, und in diesem Zustand wird die Anordnung bei 40°C in einem Heißumluftofen gehalten. Nach dem Ablauf von 96 h wird die Anordnung aus dem Ofen genommen. Das Thermotransferblatt wird von dem Band getrennt und der Farbunterschied, &Dgr;E·ab, zwischen der wärmebeständigen Schutzschicht, die zu der Thermotransferschicht weist, und der wärmebeständigen Schutzschicht, bevor die wärmebeständige Schutzschicht angeordnet wird, sodass sie zu der Thermotransferschicht weist, wird gemessen.

Bezüglich der Bewertungskriterien, wird, wenn der Farbunterschied, &Dgr;E·ab, zwischen der wärmebeständigen Schutzschichtfläche, vor und nach dem Thermotransferblatt, in dem Ofen angeordnet wird, nicht weniger als 5 ist, die Anti-Färbbarkeit mit einem Farbstoff als unannehmbar bewertet, während, wenn der Farbunterschied, &Dgr;E·ab, zwischen der wärmebeständigen Schutzschichtfläche vor und nachdem das Thermotransferblatt in dem Ofen angeordnet wird, weniger als 5 ist, das heißt, im Fall, auch wenn der auf die wärmebeständige Schutzschichtseite zu übertragende Farbstoff zum Zeitpunkt des Wiederaufwickelns des Bandes wieder auf die Farbstoffschichtseite mit anderer Tönung erneut übertragen wurde, wird die Bildqualität nicht wesentlich verschlechtert, die Anti-Färbbarkeit mit einem Farbstoff als annehmbar bewertet wird.

BEISPIELE

Die nachstehenden Beispiele und Vergleichsbeispiele erläutern die vorliegende Erfindung weiterhin.

Vergleichsbeispiel 1

Ein 6 &mgr;m dicker Polyesterfilm (hergestellt von Toray Industries, Inc.) wurde als ein Substrat bereitgestellt. Eine Primertinte mit der nachstehenden Zusammensetzung („Teile" sind auf das Gewicht; das Gleiche gilt auch anschließend) wurde zuerst mit einer Bedeckung von 0,15 g/m2 (auf Trockenbasis) auf eine Seite des Substrats gravurbeschichtet und die Beschichtung wurde unter Bildung einer Primerschicht getrocknet. Zusammensetzung A für Primerschicht: – sulfoniertes Polyanilin (hergestellt von Mitsubishi Rayon Co., Ltd.) 0,25 Teile – Polyesterharz A (Harz mit bei 40°C G' = 2 × 107 Pa und G'' = 4 x 107 Pa und bei 120°C G' = 5 × 101 Pa und G'' = 2 × 102 Pa) 4,75 Teile – Wasser 44,8 Teile – Isopropylalkohol 50,0 Teile

Eine Zusammensetzung A mit der nachstehenden Zusammensetzung für eine wärmebeständige Gleitschicht wurde dann bei einer Bedeckung von 0,4 g/m2 (auf Trockenbasis) auf die Primerschicht gravurbeschichtet, und die Beschichtung wurde getrocknet, unter Bildung einer wärmebeständigen Gleitschicht. Zusammensetzung A für wärmebeständige Gleitschicht: – Polyamid-Imid-Harz (HR-15 ET® (Feststoffgehalt 25%), hergestellt von Toyobo Co., Ltd.) 27,0 Teile – Polyamid-Imid-Silikonharz (HR-14 ET® (Feststoffgehalt 25%), hergestellt von Toyobo Co., Ltd.) 27,0 Teile – Zinkstearylphosphat (LBT 1830®, hergestellt von Sakai Chemical Co., Ltd.) 3,0 Teile – Talkum (Microace P-3®, hergestellt von Nippon Talc Co., Ltd.) 2,0 Teile – Polyesterharz (Vylon 220®, (Feststoffgehalt 40%), hergestellt von Toyobo Co., Ltd.) 0,6 Teile – Toluol 20,2 Teile – Ethylalkohol 20,2 Teile

Nun wurde eine Tinte für eine thermisch übertragbare Tintenschicht gemäß der nachstehenden Formulierung durch Vermischen und Verkneten mit Hilfe eines Farbenschüttlers für 6 h hergestellt. Diese Tinte wurde durch Gravurdruck bei einer Bedeckung von 0,8 g/m2 (auf Trockenbasis) auf die andere Seite des Substratfilms beschichtet und die Beschichtung wurde getrocknet, unter Bildung einer thermisch übertragbaren Tintenschicht. Zusammensetzung A für thermisch übertragbare Tintenschicht: – Y Farbstoff (Chinophthalonfarbstoff) 1,5 Teile – M Farbstoff (C.I. Disperse Red 60®) 1,5 Teile – C Farbstoff (C.I. Solvent Blue 63®) 1,5 Teile – Acetoacetalharz (KS-5®, hergestellt von Sekisui Chemical Co., Ltd.) 3,5 Teile – Polyethylenpulver (MF 8 F®, hergestellt von ASTORWAX Co.) 0,1 Teile – Toluol 45 Teile – Methylethylketon 45 Teile

Vergleichsbeispiel 2

Eine Primerschicht, eine wärmebeständige Gleitschicht und eine thermisch übertragbare Tintenschicht wurden auf dem gleichen Polyesterfilm, wie in Vergleichsbeispiel 1 verwendet, gebildet. In diesem Fall waren für die Bildung der Primerschicht, die wärmebeständige Gleitschicht und die thermisch übertragbare Tintenschicht das Beschichtungsverfahren und die Bedeckung das Gleiche wie in Vergleichsbeispiel 1, mit der Ausnahme, dass die Zusammensetzung für eine Primerschicht für die nachstehende Zusammensetzung B geändert wurde. Somit wurde ein Thermotransferblatt hergestellt. Zusammensetzung B für Primerschicht: – Sulfoniertes Polyanilin (hergestellt von Mitsubishi Rayon Co., Ltd.) 0,25 Teile – Polyesterharz B (Harz mit bei 40°C G' = 5 × 105 Pa und G'' = 3 × 105 Pa und bei 120°C G' = 5 × 103 Pa und G'' = 1 × 104 Pa) 4,75 Teile – Wasser 44,8 Teile – Isopropylalkohol 50,0 Teile

Vergleichsbeispiel 3

Eine Primerschicht, eine wärmebeständige Gleitschicht und eine thermisch übertragbare Tintenschicht wurden auf dem gleichen Polyesterfilm, wie in Vergleichsbeispiel 1 verwendet, gebildet. In diesem Fall waren die für die Bildung der Primerschicht, die wärmebeständige Gleitschicht und die thermisch übertragbare Tintenschicht das Beschichtungsverfahren und die Bedeckung die gleichen wie jene in Vergleichsbeispiel 1, mit der Ausnahme, dass die Zusammensetzung einer Primerschicht auf die nachstehende Zusammensetzung C geändert wurde. Somit wurde ein Thermotransferblatt hergestellt. Zusammensetzung C für Primerschicht: – Sulfoniertes Polyanilin (hergestellt von Mitsubishi Rayon Co., Ltd.) 0,25 Teile – Polyesterharz C (Harz mit bei 40°C G' = 7 × 105 Pa und bei 120°C G' = 1 × 104 Pa) 4,75 Teile – Wasser 44,8 Teile – Isopropylalkohol 50,0 Teile

Beispiel 1

Eine Primerschicht, eine wärmebeständige Gleitschicht und eine wärmeübertragbare Tintenschicht wurden auf dem gleichen Polyesterfilm, wie in Vergleichsbeispiel 1 verwendet, gebildet. In diesem Fall waren für die Bildung der Primerschicht, die wärmebeständige Gleitschicht und die thermisch übertragbare Tintenschicht das Beschichtungsverfahren und die Bedeckung das Gleiche wie in Vergleichsbeispiel 1, mit der Ausnahme, dass die Zusammensetzung für eine Primerschicht auf die nachstehende Zusammensetzung D verändert wurde. Somit wurde ein Thermotransferblatt hergestellt. Zusammensetzung D für Primerschicht: – Sulfoniertes Polyanilin (hergestellt von Mitsubishi Rayon Co., Ltd.) 0,25 Teile – Polyesterharz D (Harz mit bei 40°C G' = 7 × 106 Pa und G'' = 8 × 106 Pa und bei 120°C G' = 5 × 104 Pa und G'' = 8 × 104 Pa) 4,75 Teile – Wasser 44,8 Teile – Isopropylalkohol 50,0 Teile

Beispiel 2

Eine Primerschicht, eine wärmebeständige Gleitschicht und eine wärmeübertragbare Tintenschicht wurden auf dem gleichen Polyesterfilm, wie in Vergleichsbeispiel 1 verwendet, gebildet. In diesem Fall waren für die Bildung der Primerschicht, die wärmebeständige Gleitschicht und die thermisch übertragbare Tintenschicht das Beschichtungsverfahren und die Bedeckung das Gleiche wie in Vergleichsbeispiel 1, mit der Ausnahme, dass die Zusammensetzung für eine Primerschicht auf die nachstehende Zusammensetzung E verändert wurde. Somit wurde ein Thermotransferblatt hergestellt. Zusammensetzung E für Primerschicht: – Sulfoniertes Polyanilin (hergestellt von Mitsubishi Rayon Co., Ltd.) 0,25 Teile – Polyesterharz E (Harz mit bei 40°C G' = 3 × 108Pa und G'' = 1 × 107 Pa und bei 120°C G' = 9 × 105 Pa und G'' = 5 × 105 Pa) 4,75 Teile – Wasser 44,8 Teile – Isopropylalkohol 50,0 Teile

Beispiel 3

Eine Primerschicht, eine wärmebeständige Gleitschicht und eine wärmeübertragbare Tintenschicht wurden auf dem gleichen Polyesterfilm, wie in Vergleichsbeispiel 1 verwendet, gebildet. In diesem Fall waren zur Bildung der Primerschicht, die wärmebeständige Gleitschicht und die thermisch übertragbare Tintenschicht das Beschichtungsverfahren und die Bedeckung das Gleiche wie in Vergleichsbeispiel 1, mit der Ausnahme, dass die Zusammensetzung für eine Primerschicht auf die nachstehende Zusammensetzung F verändert wurde. Somit wurde ein Thermotransferblatt hergestellt. Zusammensetzung F für Primerschicht: – Sulfoniertes Polyanilin (hergestellt von Mitsubishi Rayon Co., Ltd.) 0,25 Teile – Polyurethanharz F (Harz mit bei 40°C
G' = 4 × 106 Pa und bei 120°C G'' = 6 × 104 Pa) 4,75 Teile – Wasser 44,8 Teile – Isopropylalkohol 50,0 Teile

Somit wurden Thermotransferblätter von Vergleichsbeispielen 1–3 und Beispielen 1–3 durch Variieren der Zusammensetzung der Primerschicht hergestellt. Die Thermotransferblätter wurden getestet und auf die „Wärmebeständigkeit (Peak des Reibungskoeffizienten)" und „Anti-Färbbarkeit mit Farbstoff" bewertet. Die Ergebnisse der Bewertung waren wie nachstehend in Tabelle 1 zusammengefasst.

Tabelle 1
O: gut X: schlecht

Die Thermotransferblätter von Vergleichsbeispielen 1–3 und Beispielen 1–3 wurden einem tatsächlichen Servicetest unterzogen. Jedes von den Thermotransferblättern wurde auf ein Band gebracht und ein schwarz fleckiges Bild wurde in einem Hochgeschwindigkeitsmodus auf einem CP 770 D®-Standardwalzenpapier CK 700® mit Hilfe eines CP 770 D®, hergestellt von Mitsubishi Electric Corporation, gebracht. Im Ergebnis konnten für Thermotransferblätter von Vergleichsbeispiel 2, Beispiel 1 und Beispiel 2 gute Drucke ohne Sticking erhalten werden. Im Gegensatz dazu litt das Thermotransferblatt von Vergleichsbeispiel 1 mit niedrigem Viskoelastizitätswert bei 120°C unter Sticking und verursachte Schnallen beim Drucken.

Für das Thermotransferblatt von Vergleichsbeispiel 2, das kein Sticking verursachte und einen guten Druck bereitstellte, wurde jedoch im Test von Anti-Färbbarkeit mit einem Farbstoff der Farbstoff in der thermisch übertragbaren Tintenschicht auf die Oberfläche der wärmebeständigen Schutzschicht übertragen, welche zu der thermisch übertragbaren Tintenschicht weist, was wesentliches Anfärben ergab. Dies machte das Thermotransferblatt von Vergleichsbeispiel 2 in der Anti-Färbbarkeit mit einem Farbstoff unakzeptabel.

Die Ergebnisse der Bewertung zeigen, dass nur Thermotransferblätter, die mit einer wärmebeständigen Schutzschicht, umfassend zwei Schichten; das heißt, eine Primerschicht und eine wärmebeständige Gleitschicht, ausgestattet sind, wobei die Primerschicht aus einer Zusammensetzung gebildet wird, die ein synthetisches Harz umfasst, das bei 40°C einen Speichermodul G' von nicht weniger als 106 Pa und bei 120°C einen Verlustmodul G'' von nicht weniger als 104 Pa aufweist, eine wesentliche Wirkung entwickeln können, die den zwei Eigenschaftserfordernissen genügen kann.

Im Allgemeinen wurde die Viskoelastizität des Harzes bis jetzt bezüglich Werten bei bestimmten Temperaturen bewertet. Gemäß der vorliegenden Erfindung können sowohl das Stickingphänomen, als auch ein Kickback-Phänomen durch Spezifizieren der zwei Werte verhindert werden; das heißt, ein Wert bei 40°C, der eine repräsentative Temperatur der Umgebung bei Herstellung und Lagerung während der Verteilung ist, und ein Wert bei 120°C, der eine repräsentative Temperatur in einem solchen Zustand ist, dass das Blatt Wärme zum Drucken aus einem Thermokopf während des Schritts des Thermodruckens unterliegt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung findet, selbst wenn Thermodrucken mit Hilfe eines Thermokopfes unter einem Energieniveau ausgeführt wird, das hoch genug ist, um befriedigende Druckdichte bereitzustellen, Wärmeschmelzen zwischen dem Thermokopf und dem Thermotransferblatt nicht statt, und somit ist es möglich, Hemmung des Transports des Thermotransferblatts oder das Brechen des Thermotransferblatts während des Transports zu verhindern. Deshalb kann das Thermotransferblatt der vorliegenden Erfindung glatt Thermoaufzeichnen von befriedigender Druckdichte, ohne jegliche Störung bei verschiedenen Gegenständen oder Thermodruckern, mit einer erhöhten Druckgeschwindigkeit ausführen, und kann somit breit in Thermodruckern in verschiedenen Aufzeichnungsvorrichtungen, beispielsweise Faxgeräten und dergleichen, verwendet werden.

Das Thermotransferblatt, kann, auch wenn unter hoher Temperatur oder anderen Lagerungsbedingungen gelagert oder in einer Bandform aufgewalztem Zustand gelagert, den in der Thermotransfertintenschicht enthaltenen Farbstoff am Übertragen auf die wärmebeständige Schutzschicht in Kontakt mit der Tintenschicht hindern und kann somit stabil normale Bildqualität bereitstellen.


Anspruch[de]
  1. Thermotransferblatt, umfassend:

    ein Substratblatt (1),

    eine thermisch übertragbare Tintenschicht (2), angeordnet auf einer Oberfläche des Substratblattes (1), und

    angeordnet auf der anderen Oberfläche des Substratblattes (1) eine wärmebeständige Schutzschicht, umfassend eine Primerschicht (3) und eine wärmebeständige Gleitschicht (4), angeordnet in dieser Reihenfolge,

    wobei die Primerschicht (3) aus einer Zusammensetzung gebildet ist, umfassend ein synthetisches Harz, welches einen Speichermodul G' von nicht weniger als 106 Pa bei 40°C und einen Verlustmodul G" von nicht weniger als 104 Pa bei 120°C aufweist.
  2. Thermotransferblatt gemäß Anspruch 1, wobei die Primerschicht (3) weiter ein antistatisches Mittel umfaßt.
  3. Thermotransferblatt gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei das Harz, welches die Primerschicht (3) konstituiert, in Wasser dispergierbar oder löslich ist.
  4. Thermotransferblatt gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, wobei das synthetische Harz einen Verlustmodul G'' von nicht weniger als 106 Pa bei 40°C und einen Speichermodul G' von nicht weniger als 103 Pa bei 120°C aufweist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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