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Dokumentenidentifikation DE102004036504B3 13.04.2006
Titel Lagerung
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Gramer, Engelbert, 72184 Eutingen, DE
DE-Anmeldedatum 28.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004036504
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.04.2006
IPC-Hauptklasse B62D 21/11(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60G 15/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B60G 13/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B60G 7/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Lagerung eines Teleskop-Stoßdämpfers oder eines aus Teleskop-Stoßdämpfer und Feder gebildeten Federbeins und eines Querlenkers (3) einer Radaufhängung am Aufbau eines Kraftfahrzeugs. Dabei sind Konsolen (2) des Querlenkers (3) an der Konsole (1) des Federbeins befestigt. Die Konsolen (2) des Querlenkers (3) sind jeweils in sich geschlossen ausgebildet.
Auf diese Weise wird dadurch, dass bei der erfindungsgemäßen Lagerung ein Verbund von der Konsole (1) des Federbeins, der Konsole(n) (2) des Querlenkers (3) sowie der Halter (4) des Querlenkers (3) gebildet wird, eine hohe Lagersteifigkeit erzielt, ohne den Bauraum der Feder einzuschränken.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lagerung eines Teleskop-Stoßdämpfers oder eines aus Teleskop-Stoßdämpfer und Feder gebildeten Federbeins und eines Querlenkers einer Radaufhängung am Aufbau eines Kraftfahrzeugs, wobei die Konsolen des Querlenkers an der Konsole des Federbeins befestigt sind.

Aus der DE 39 02 407 C1 ist eine Lagerung eines Teleskop-Stoßdämpfers oder eines aus Teleskop-Stoßdämpfer und Feder gebildeten Federbeins und eines Querlenkers am Aufbau eines Kraftfahrzeugs bekannt. Dabei ist zumindest ein Querlenkerlager und das Stoßdämpfer- oder Federbeinlager als eine Lagereinheit ausgebildet. Das gemeinsame Befestigungsmittel ist dabei ein die beiden Lager durchdringender Schraubbolzen. Weiterhin ist das Stoßdämpfer- bzw. Federbeinlager lösbar mit der Kolbenstange und im Falle eines Federbeins mit dem einen Federteller verbunden.

Jedoch besteht diese Lagerung aus einem einfachen Halter, der dadurch labil ist und keine Lagersteifigkeit aufweist.

Aus der DE 37 21 815 A1 ist eine Lagerung eines Teleskop-Stoßdämpfers bekannt, der mit seinen aufbauseitigen Enden an einem Hilfsrahmen angelenkt bzw. abgestützt ist, an dem zwei Lagerböcke eines Verbundlenker-Achsgliedes befestigt sind. Das Verbundlenker-Achsglied ist mit zwei tonnenförmigen Schraubenfedern sowie den Teleskop-Stoßdämpfern zu einer vormontierten Baueinheit zusammengefasst.

Die DE 199 60 457 C2 offenbart eine Lagerung für ein Dämpferbein oder eine Luftfeder einer Radaufhängung mittels Lagerbolzen, die in einem Lagerelement gegenüberliegend angeordnet sind. Das Dämpferbein stützt sich am Lagerelement ab. In einem mit dem Fahrzeugaufbau verbundenen Querträger ist ein als Lagerschale ausgebildetes Lagerelement für ein schräggestelltes Dämpferbein angeordnet und über zwei auf einer gemeinsamen Schwenkachse liegenden Lagerbolzen kardanisch und/oder schwenkbeweglich abgestützt. Die Lagerschale ist losgelöst von einem eine Radaufhängung schwenkbeweglich lagernden Fahrschemel angeordnet.

Wesentliches Ziel dieser beiden Druckschriften ist eine einfache (automatisierte) Montage.

Währenddessen ist aus der DE 199 11 340 A1 eine Radaufhängung für ein Kraftfahrzeug bekannt, die zumindest eine gelenkig mit einem Radträger und einer Karosserie des Kraftfahrzeugs verbundenen Lenker und einen Stoßdämpfer mit einem Behälterrohr und einer in das Behälterrohr gegen eine Federkraft einschiebbaren Dämpferstange aufweist. Die Dämpferstange ist mit einem gefederten Bereich der Karosserie und das Behälterrohr über ein Dämpferlager mit dem Lenker verbunden. Dabei ist das Dämpferlager neben dem Behälterrohr angeordnet und es ist ein mit der Seitenwandung des Behälterrohres verbundenes inneres Lagerelement sowie ein mit dem Lenker verbundenes äußeres Lagerelement ausgebildet. Das innere Lagerelement ist mit dem äußeren Lagerelement zur schwenkbaren Verbindung des Behälterrohres mit dem Lenker gelenkig verbunden. Mittels dieser Anordnung soll eine Bauraumreduzierung bei der Radaufhängung für ein Kraftfahrzeug erreicht werden.

Schließlich offenbart die DE 196 12 885 C2 eine Tragvorrichtung für ein Antriebsaggregat eines Kraftfahrzeugs mit einer schwenkbaren Anlenkung für eine Radaufhängung, wobei in einer Außenöffnung eines Trägers der Tragvorrichtung eine Konsole angeordnet ist, die ein Lager für einen Radführungslenker bildet und mit dem Längsträger zu einer Einheit verbunden ist. Dabei ist die Konsole schalenförmig ausgebildet und umfasst einen Grundkörper und es ist innenseitig des Grundkörpers ein Aufnahmeelement angeordnet. Dabei ist die Konsole in einen Längsträger, diesen teilweise in Randbereichen mittels Abstellungen übergreifend, eingesetzt und oben- und untenliegende Randabschnitte an der Konsole bilden eine im Querschnitt U-förmige Aufnahme für die horizontalen Randbereiche des Längsträgers. Die gesamte Anordnung ist auf gleich bleibende Steifigkeit abgestellt.

Dahingegen ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lagerung der gattungsgemäßen Art derart weiterzubilden, dass sie eine erhöhte Lagersteifigkeit an der Anbindung des oberen Querlenkers der Vorderachsfeder an den Rohbau ohne Einschränkung des Bauraums für die Feder aufweist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Lagerung mit den Merkmalen von Patentanspruch 1 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung angegeben.

Durch den erfindungsgemäßen Aufbau mit einer zusätzlichen, in sich geschlossenen Konsole des Querlenkers ist die Lagersteifigkeit an der Anbindung des oberen Querlenkers der Vorderachsfeder an den Rohbau ohne Einschränkung des Bauraums für die Feder deutlich erhöht. Dies führt zu einer Verbesserung des Fahrkomforts und der Laufruhe des Kraftfahrzeugs durch weniger Schwingungen, Vibrationen und Lenkungsvibrationen.

Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung offensichtlich.

Dabei zeigen:

1 eine vereinfachte dreidimensionale Ansicht einer erfindungsgemäßen Lagerung einschließlich einer vergrößerten Ansicht einer Konsole des Querlenkers,

2 eine Draufsicht auf die Konsole eines Federbeins, den oberen Querlenker und die erfindungsgemäßen Konsole des Querlenkers und

3 eine seitliche Schnittansicht des oberen Querlenkers einschließlich der damit verbundenen Konsole des Federbeins, der erfindungsgemäßen Konsolen des Querlenkers und der Halter des Querlenkers.

1 zeigt eine vereinfachte dreidimensionale Ansicht einer erfindungsgemäßen Lagerung mit einer Konsole 1 eines Federbeins, an der erfindungsgemäße Konsolen 2 eines oberen Querlenkers 3 einer Radaufhängung befestigt sind. Wie aus der vergrößerten Ansicht der Konsole 2 des Querlenkers 3 ersichtlich, sind die Konsolen 2 des Querlenkers 3 jeweils in sich geschlossen ausgebildet.

Zwischen einem nicht gezeigten unteren Querlenker und dem oberen Querlenker 3 ist ein nicht gezeigtes Federbein angeordnet, das aus einem Teleskop-Stoßdämpfer und einer Feder gebildet ist. Das Federbein kann ein ABC(active body control)-Federbein sein, das zumindest hinsichtlich Federspannung und/oder Federweg einstellbar ist, wobei ein mit den Federbeinen verbundenes Regelungssystem vorgesehen ist, das in Abhängigkeit von Fahrzeugparametern zumindest die Federvorspannung und/oder den Federweg der Federbeine einstellt. Das Federbein ist über eine Konsole 1 des Federbeins am Aufbau des Kraftfahrzeugs befestigbar, beispielsweise verschraubbar. Dabei ist die Konsole 1 des Federbeins an einem Dom des Fahrzeugaufbaus, an dem das Federbein befestigt werden kann, befestigbar. An der Konsole 1 des Federbeins können die Konsolen 2 des Querlenkers 3 befestigt werden. 4 bezeichnet Halter des Querlenkers 3.

Die Konsole 1 des Federbeins ist bei der erfindungsgemäßen Lagerung, wie in 1 gezeigt, an die Form des Aufbaus der Kraftfahrzeugs, d.h. die Form des Doms angepasst ausgebildet. Die mit der Konsole 1 des Federbeins verbindbaren Konsolen 2 des oberen Querlenkers 3 sind in sich geschlossen ausgebildet und weisen (außer Lackablauflöchern) lediglich Öffnungen auf, durch die der obere Querlenker 3 bzw. der Halter 4 des Querlenkers 3 austreten. Die Außenkonturen der Konsolen 2 des oberen Querlenkers 3 sind dabei an die Konturen der Konsole 1 des Federbeins, an der die Konsolen 2 des Querlenkers zu befestigen sind, angepasst. Weiterhin sind Befestigungspunkte der Konsolen 2 des Querlenkers 3 in genauem Bezug zum Fahrzeug gebildet, bevorzugt mit einer Stanzeinrichtung gestanzt oder einer Bohreinrichtung gebohrt.

2 ist eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Lagerung mit der Konsole 1 eines Federbeins, den oberen Querlenker 3 und die Konsole 2 des Querlenkers 3. Aus 2 ist ersichtlich, dass der obere Querlenker 3 mittels der Konsole 2, die an die Konturen der Konsole 1 des Federbeins angepasst ist, mit der Konsole 1 des Federbeins verbunden. Ebenso ist ersichtlich, dass die Halter 4 des Querlenkers 3 mit der Konsole 2 des Querlenkers 3 verbunden ist und in der Kontur an die Kontur der Konsole 2 des Querlenkers 3 sowie der Konsole 1 des Federbeins angepasst ist.

Weiterhin ist 3 eine seitliche Schnittansicht der erfindungsgemäßen Lagerung mit dem oberen Querlenker 3 einschließlich der damit verbundenen Konsole 1 des Federbeins, der Konsolen 2 des Querlenkers 3 und der Halter 4 des Querlenkers 3. Aus dieser Darstellung ist vor allem ersichtlich, dass die Konsole 2 des Querlenkers 3 an die Kontur der Konsole 1 des Federbeins angepasst ist und geschlossen ausgebildet ist.

Auf diese Weise wird, dadurch, dass bei der erfindungsgemäßen Lagerung ein Verbund von der Konsole 1 des Federbeins, der Konsole(n) 2 des Querlenkers 3 sowie der Halter 4 des Querlenkers 3 gebildet wird, eine hohe Lagersteifigkeit erzielt, ohne den Bauraum der Feder einzuschränken.

Zudem kann bei einem erforderlichen Ausbau des Federbeins bzw. des Teleskop-Stoßdämpfers muss nur die Verbindung der Konsole 1 des Federbeins mit dem Fahrzeugaufbau gelöst werden. Die Verbindung des Federbeins mit der Konsole 1 des Federbeins sowie die der Konsole 1 des Federbeins mit dem oberen Querlenker 3 über die Konsolen 2 des Querlenkers 3 kann auch beim Ausbau im festmontierten Zustand verbleiben. Die erfindungsgemäße Lagerung kann als vormontierte Baueinheit in das Kraftfahrzeug eingebaut werden, wobei gegebenenfalls noch die nicht gezeigten unteren Querlenker mit einem nicht gezeigten Hilfsrahmen vormontiert verbunden sein können. Dabei sind die Konsolen 2 des Querlenkers bevorzugt mit der Konsole 1 des Federbeins verschweißt.

Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Beispielsweise kann anstelle des Federbeines auch nur ein Stoßdämpfer verwendet sein. Die Schraubendruckfeder kann auch durch eine Gasdruckfeder o.ä. ersetzt sein, wie vorstehend unter Bezugnahme auf ein aktives Federbein angeführt.

Die Zugänglichkeit ist durch erfindungsgemäße Lagerung mit den vorstehend beschriebenen Konsolen gewährleistet und das Toleranzkonzept wird somit eingehalten.


Anspruch[de]
  1. Lagerung eines Teleskop-Stoßdämpfers oder eines aus Teleskop-Stoßdämpfer und Feder gebildeten Federbeins und eines Querlenkers (3) einer Radaufhängung am Aufbau eines Kraftfahrzeugs, wobei Konsolen (2) des Querlenkers (3) an der Konsole (1) des Federbeins befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Konsolen (2) des Querlenkers (3) jeweils in sich geschlossen ausgebildet sind und lediglich Öffnungen aufweisen, durch die der obere Querlenker (3) bzw. Halter (4) des Querlenkers (3) austreten kann, und Außenkonturen der Konsolen (2) des Querlenkers (3) an die Konturen der Konsole (1) des Federbeins, an der die Konsolen (2) des Querlenkers (3) zu befestigen sind, angepasst sind.
  2. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (4) des Querlenkers (3) derart ausgebildet sind, dass sie an die Kontur der Konsole (1) des Federbeins sowie der Konsolen (2) des Querlenkers (3) angepasst sind.
  3. Lagerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungspunkte der Konsolen (2) des Querlenkers (3) in genauem Bezug zum Fahrzeug ausgebildet sind.
  4. Lagerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungspunkte der Konsolen (2) des Querlenkers (3) mit einer Stanzeinrichtung gestanzt oder einer Bohreinrichtung gebohrt sind.
  5. Lagerung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Federbein ein aktives Federbein ist, das zumindest hinsichtlich Federspannung und/oder Federweg einstellbar ist.
  6. Lagerung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das aktive Federbein in Form einer Schraubenfeder mit einem mit dieser wirktechnisch verbundenen Plunger oder in Form einer Luftfeder oder in Form einer hydropneumatischen Feder realisiert ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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