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Dokumentenidentifikation DE102004049436A1 20.04.2006
Titel Bearbeitungsmaschine und Verfahren zur Bearbeitung von Werkstücken
Anmelder Otto Martin Maschinenbau GmbH & Co, 87724 Ottobeuren, DE
Erfinder Mühldorfer, Michael, 87677 Stöttwang, DE;
Sybel, Rudolf von, 87471 Durach, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Pfister & Pfister, 87700 Memmingen
DE-Anmeldedatum 08.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004049436
Offenlegungstag 20.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.2006
IPC-Hauptklasse B27C 1/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Bearbeitungsmaschine mit einer Steuerung und wenigstens einer beweglich gelagerten und einer fest beziehungsweise unbeweglich angeordneten Welle für Bearbeitungswerkzeuge zur Bearbeitung von Werkstücken aus Holz, Kunststoff oder dergleichen. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Bearbeitung von Werkstücken.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß eine Meßanordnung vorgesehen ist, die zumindest ein Maß des zu bearbeitenden Werkstückes erfaßt und an die Steuerung weiterleitet, wobei das Fertigmaß in der Steuerung hinterlegt ist und die Steuerung das Rohmaß mit dem Fertigmaß vergleicht und aufgrund der Maßdifferenz auf Mittel einwirkt, um die abzutragende Materialstärke nach einstellbaren Kriterien zu verteilen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bearbeitungsmaschine mit einer Steuerung und wenigstens einer beweglich gelagerten und einer fest beziehungsweise unbeweglich angeordneten Welle für Bearbeitungswerkzeuge zur Bearbeitung von Werkstücken aus Holz, Kunststoff oder dergleichen. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Bearbeitung von Werkstücken.

Aus dem Stand der Technik sind Bearbeitungsmaschinen bekannt, mit denen Werkstücke derart bearbeitet werden können, daß ihre Ober- und Unterseiten parallel zueinander liegen. Die rohen, noch nicht bearbeiteten Werkstücke sind häufig jedoch in ihrer Längsrichtung gebogen oder um ihre Längsachse verdreht. Derartige Werkstückrohlinge sind dann entweder zu verwerfen oder um sie mit annähernd parallelen Ober- und Unterseiten auszustatten, von Hand in die Bearbeitungsmaschine einzugeben. Dabei muß der Höhenabstand der Ober- und der Unterseite des Werkstückes unterschiedlich eingestellt werden. Eine derartige Arbeitsweise ist äußerst aufwendig und es führt zudem trotzdem zu ungenauen und nicht verwertbaren Werkstücken.

Es ist weiterhin eine Bearbeitungsmaschine bekannt, die sich dadurch auszeichnen soll, daß im Bereich oberhalb des Transportweges des zu bearbeitenden Werkstückes eine Schalteinrichtung vorgesehen ist, die einen Antrieb zur Höhenverstellung der Auflage für das Werkstück betätigt, derart, daß die Auflage relativ zum Bearbeitungswerkzeug verändert wird. Damit wird jedoch lediglich eine Seite eines in der Regel vier Seiten umfassenden Werkstückes erfaßt. Damit ist die Genauigkeit für das spätere fertige Werkstück nicht gegeben. Die Ausschußquote ist weiterhin noch erheblich. Zudem ist die gesamte Vorrichtung äußerst unflexibel und ungenau.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bearbeitungsmaschine sowie die Verfahren der zuvor beschriebenen Art derart weiterzuentwickeln, daß auch unterschiedliche Werkstücke mit unterschiedlichen Maßen und unterschiedlichen Konturen effizient und kostengünstig bearbeitet werden können.

Die Erfindung geht von dem oben beschriebenen Stand der Technik aus und schlägt eine Bearbeitungsmaschine mit einer Steuerung vor, die wenigstens eine beweglich gelagerte und eine fest beziehungsweise unbeweglich angeordnete Welle für Bearbeitungswerkzeuge zur Bearbeitung von Werkstücken aus Holz, Kunststoff oder dergleichen aufweist, wobei sich an dem Bearbeitungswerkzeug ein Führungslineal für das Werkstück befindet und auf der dem Bearbeitungswerkzeug gegenüberliegenden Seite ein Werkstückanschlag vorgesehen ist, mit wenigstens einer Meßanordnung, die zumindestens ein Maß des zu bearbeitenden Werkstückes erfaßt und an die Steuerung weiterleitet, wobei das Fertigmaß des Werkstückes in der Steurerung hinterlegbar ist und die Steuerung das Rohmaß mit dem Fertigmaß vergleicht, mit wenigstens einem Mittel zur Veränderung der Position der beweglich gelagerten Welle und/oder einem weiteren Mittel zur Veränderung der Lage des Führungslineals und/oder einem weiteren Mittel zur Veränderung des Werkstückanschlages, auf die die Steuerung aufgrund der ermittelten Maßdifferenz zwischen Roh- und Fertigmaß derart einwirkt, daß die Festlegung der von den Bearbeitungswerkzeugen jeweils abzutragenden Materialstärken nach einstellbaren Kriterien erfolgt. Durch die erfindungsgemäße Lösung werden die zuvor beim Stand der Technik beschriebenen Nachteile beseitigt. Durch die Meßanordnung werden die noch nicht bearbeiteten Werkstücke jetzt in ihren Maßen und in ihrer Kontur bestimmt. Anhand dieser Maße und Konturen legt die Steuerung aufgrund der in der Steuerung hinterlegten Fertigmaße jetzt fest, welches Maß von welcher Seite des zu bearbeitenden Werkstückes abzutragen ist. Die Erfindung ist dabei nicht nur auf eine zweiseitig bearbeitende Bearbeitungsmaschine beschränkt. Die gleiche Meßanordnung kann auch bei einer vierseitigen Bearbeitungsmaschine eingesetzt werden. Dabei reicht gegebenenfalls eine einzige Meßanordnung aus, um alle Maße des zu bearbeitenden Werkstückes zu erfassen. Die Steuerung erkennt anhand des gemessenen Ergebnisses beziehungsweise der gemessenen Ergebnisse und der festgestellten Konturen, ob das Werkstück sich für die Bearbeitung für das vorgesehene Fertigmaß überhaupt eignet. Für den Fall, daß die Steuerung erkennt, daß eine Bearbeitung in den vorgeschriebenen Fertigmaßen nicht möglich ist, kann das Rohwerkstück einfach durch die Maschine durchgefahren oder vorher aussortiert werden. Damit wird ein zusätzlicher Ausschuß durch fehlerhafte Bearbeitung beispielsweise vermieden. Die nicht in die Bearbeitung genommenen Werkstücke können später für andere Fertigmaße selbstverständlich eingesetzt werden. Die so beschriebene Bearbeitungsmaschine ist im Bezug auf die zusätzliche Steuerung nicht aufwendig. So kann beispielsweise die Maschinensteuerung für die Bearbeitungsmaschine für die Steuerung der zuvor beschriebenen Funktionen mit genutzt werden. In diesem Fall benötigt man lediglich entsprechende Verbindungen von der Meßanordnung zur Steuerung und von der Steuerung zu den zu betätigenden Werkstückanschlägen, zu der beweglich gelagerten Welle beziehungsweise zu den zu betätigenden Führungslinealen. Insofern ist die Aufgabe der Erfindung durch eine relativ einfache aber dennoch anspruchsvolle Lösung gelöst worden. Durch die jetzt zur Verfügung gestellte Bearbeitungsmaschine ist es möglich, Werkstücke mit einwandfreien Oberflächenqualitäten, unter Berücksichtigung der Kontur und der Maße der zu bearbeitenden Werkstücke gegeben. Die Bearbeitungsmaschine arbeitet dabei vollautomatisch, das heißt, ohne einen notwendigen händischen Eingriff einer Bedienungsperson. Durch die erfindungsgemäße Lösung wird jetzt erreicht, daß die ungenauen und nicht verwertbaren Werkstücke vermieden werden. Die gesamte Bearbeitung ist weniger aufwendig. Die Ausschußquote wird insgesamt verringert beziehungsweise die Werkstückausbeute erhöht sich.

Die Kriterien, nach denen die Festlegung der von den Bearbeitungswerkzeugen jeweils abzutragenden Materialstärken erfolgt, sind dabei höchst unterschiedlich und damit variabel. So ist es beispielsweise nach der Erfindung möglich, sowohl die Einstellung der beweglich gelagerten Welle mit Bezug auf das zu bearbeitende Werkstück zu verändern. Es ist weiterhin möglich, den oder die Anschläge mit Bezug auf die zu bearbeitenden Werkstücke zu verändern, wodurch sich das Bearbeitungsmaß entsprechend variieren läßt. Es ist weiterhin möglich, die Führungslineale der Bearbeitungswerkzeuge entsprechend zu positionieren, um eine Veränderung der Schnitthöhe des jeweiligen Bearbeitungswerkzeuges zu erreichen. Durch diese Anordnung ist es nunmehr gegeben, daß eine äußerst variable Bearbeitung von Werkstücken möglich ist. Die Meßanordnung liefert entsprechende Informationen an die Steuerung, die zu einer Optimierung der Bearbeitung der zu bearbeitenden Werkstücke selbst führt. Dies geht soweit, daß sogar als nicht bearbeitbar erkannte Werkstücke durchgefahren beziehungsweise aussortiert werden können.

Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine zeichnet sich dadurch aus, daß die Einstellung derart erfolgt, daß die Bearbeitungswerkzeuge von den zu bearbeitenden Werkstückoberflächen annähernd das gleiche Maß abtragen. Dies wird sich immer dann anbieten, wenn die zu bearbeitenden, sich in der Regel gegenüberliegenden Seiten des zu bearbeitenden Werkstückes in etwa die gleiche Kontur aufweisen, so daß ein annähernd gleiches Abtragen auch für eine zu erzielende Oberfläche günstig ist.

Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die zuvor beschriebene Ausführungsform beschränkt. Vielmehr wird durch die Meßanordnung jetzt auch erkannt, wenn die Kontur des zu bearbeitenden Werkstückes für eine zweiseitig gleiche Bearbeitungsstärke nicht geeignet ist. Die von der Meßanordnung weitergegebenen Werte werden dann von der Steuerung derart verarbeitet, daß diese ein Signal an die Verstellmittel der Bearbeitungswerkzeuge beziehungsweise Anschläge oder Lineale weiterleitet, derart, daß die Einstellung so erfolgt, daß die Bearbeitungswerkzeuge von den zu bearbeitenden Werkstückoberflächen unterschiedliche Maße abtragen. So ist es beispielsweise vorgesehen, wenn unsymmetrische Werkstücke antransportiert werden, daß dann beispielsweise auf einer Seite mit einer Abschrägung des Werkstückes das Bearbeitungsmaß so eingestellt wird, daß wesentlich mehr abgetragen wird, als es beispielsweise auf der anderen, gegenüberliegenden winkligen Seite der Fall ist. Auch gekrümmte Oberflächen werden von der Meßanordnung jetzt erkannt und in der Steuerung ausgewertet, so daß auch hier eine Einflußnahme über die Bearbeitungsstärke vorgenommen werden kann, so daß am Ende planparallele Werkstücke beziehungsweise Werkstücke mit einer gewünschten Kontur, zum Beispiel abgewinkelt zur Verfügung gestellt werden können. Dabei wird selbstverständlich berücksichtigt, wenn die Kontur des Werkstückes so ist, daß beispielsweise auch eine einseitige Bearbeitung nicht ausreicht, um am Ende ein wunschgemäßes Werkstück zu erhalten, dieses Werkstück nicht bearbeitet wird, um es gegebenenfalls für andere Einsatzzwecke später verwenden zu können.

Demnach sind entsprechend einer Weiterbildung der Erfindung die Einstellungen so zu wählen, daß die Bearbeitungswerkzeuge von den zu bearbeitenden Werkstückoberlflächen unterschiedliche Maße abtragen.

Von Vorteil ist es auch, wenn die Einstellung der Bearbeitungswerkzeuge für die Bearbeitung, unter Berücksichtigung einer Mindestabtragdicke erfolgt. Nur so lassen sich Oberflächen mit einer entsprechenden Oberflächenqualität erhalten.

Von Vorteil ist es auch, wenn mehrere bewegliche beziehungsweise einstellbare Anschläge, vorzugsweise auf zwei gegenüberliegenden Seiten des zu bearbeitenden Werkstückes vorgesehen sind. Damit wird die gesamte Bearbeitungsmaschine noch universeller gestaltet. So ist es jetzt beispielsweise möglich, durch die variablen, einstellbaren Anschläge unterschiedliche Bearbeitungsabstände von den Bearbeitungswerkzeugen einzustellen. Dies kann beispielsweise erforderlich sein, wenn unterschiedliche Werkstückkonturen auf beiden Seiten festgestellt werden. Die Steuerung regelt dies selbstverständlich entsprechend der vorher eingespeicherten Werte dann automatisch.

Erfindungsgemäß ist es auch vorgesehen, daß die Anzahl der beweglichen Führungslineale und/oder der Werkstückanschläge der Anzahl der Bearbeitungswellen beziehungsweise der Anzahl der Bearbeitungswerkzeuge entspricht. Dadurch ist es gegeben, daß die Steuerung auf unterschiedlichste Maße und festgestellte Konturen, auch bei mehrseitig zu bearbeitenden Werkstücken, in entsprechenden Bearbeitungsmaschinen durch entsprechende Signale auf die jeweiligen beweglichen Führungslineale und/oder Werkstückanschläge reagieren kann. Somit ist es entsprechend der Erfindung auch gegeben, eine Bearbeitungsmaschine für eine vierseitige oder mehrseitige Bearbeitung vorzusehen.

Die Meßanordnung ist entsprechend einer Weiterbildung der Erfindung als mechanische und/oder optische Meßwerterfassung angegeben. Dabei geht die Palette der einsetzbaren Meßwerterfassungsvorrichtungen von einer einfachen mechanischen Abtastung bis hin zur optischen Meßwerterfassung mit entsprechenden Ergebnissen. Selbstverständlich ist eine Kombination von Meßwerterfassungsgeräten oder -anordnungen unterschiedlichster Art erfindungsgemäß auch vorgesehen.

Demnach ist entsprechend einer Weiterbildung der Erfindung die Meßanordnung durch eine Konturerfassungseinrichtung, insbesondere für eine dreidimensionale Erfassung angegeben. Durch eine solche dreidimensionale Erfassung der Werkstückrohlinge kann die Steuerung auf die erfaßte Kontur des Werkstückes besonders gut Einfluß nehmen. Durch die Weitergabe der entsprechenden Signale an die verstellbaren Wellen, Anschläge oder Führungslineale, ist so eine optimale Bearbeitung gegeben. Der Ausschuß geht dabei gegen Null, da durch die erfindungsgemäße Bearbeitungsmaschine jetzt erkannt wird, ob dieses Werkstück für die vorgesehene Bearbeitungsaufgabe überhaupt bearbeitbar ist oder nicht.

Die Meßanordnung umfaßt auch Taster, Sensoren oder dergleichen. Selbstverständlich ist es auch vorgesehen, daß als Meßanordnung ein Laser, eine elektrische und/oder elektromechanische und/oder lasergesteuerte Meßwerterfassung erfolgt.

Die Erfindung zeichnet sich entsprechend einer Weiterbildung dadurch aus, daß wenigstens zwei beweglich angeordnete Wellen mit Bearbeitungswerkzeugen vorgesehen sind. Dadurch wird die Unversalität der gesamten Bearbeitungsmaschine weiter erhöht. Selbstverständlich umfaßt diese Variante auch alle zuvor beschriebenen Varianten mit den entsprechend verstellbaren Führungslinealen beziehungsweise Werkstückanschlägen.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist dadurch angegeben, daß in der Steuerung Rastermaße hinterlegbar sind und die Steuerung das abzutragende Maß aufgrund der Raster vorgibt. Erkennt nun die Steuerung, daß das zugeführte, zu bearbeitende Werkstück bestimmten Maßen nicht entspricht, sucht es den jeweiligen Raster aus, in dem dieses Werkstück noch bearbeitbar ist. Damit kann Zeit gespart werden, indem diese Werkstücke jetzt nicht aussortiert werden müssen, sondern gleich für eine im Raster noch mögliche Bearbeitung vorgesehen werden können. Dadurch wird die gesamte Bearbeitungsmaschine noch effizienter.

Von Vorteil ist es auch, wenn ein Sorter vorgesehen ist, der die Werkstücke aufgrund des Rastermaßes sortiert. Damit können die bearbeiteten Werkstücke automatisch in entsprechende Rastermaße sortiert und einer weiteren Bearbeitung zugeführt werden.

Von Vorteil ist es bei der zuvor beschriebenen Variante der Erfindung auch, wenn der Sorter durch eine von der Steuerung einstellbare weiche angegeben ist. Diese Weiche wird dann von der Steuerung automatisch so eingestellt, daß das Werkstück der jeweiligen Sorte zugeordnet wird, so daß hier eine manuelle Sortierung nicht mehr erfolgen muß.

Die Erfindung zeichnet sich auch dadurch aus, daß die Steuerung durch die Hauptsteuerung der Werkzeugmaschine angegeben ist. Moderne Bearbeitungsmaschinen besitzen heute in der Regel ausreichend dimensionierte Steuerungen für die Regelung der einzelnen Bearbeitungsfunktionen. Insofern kann es bei entsprechend dimensionierter Steuerung ausreichen, lediglich die Meßwerterfassung mit der Steuerung zu verbinden, um dann gegebenenfalls entsprechende Steuersignale auf die bereits ansteuerbaren Werkstückanschläge, Führungslineale und Bearbeitungswellen durch die Maschinensteuerung vorzugeben.

Die zuvor beschriebenen Varianten der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine eignen sich für die Holz- und Kunststoffbearbeitung. Entsprechend einer Variante der Erfindung ist es dabei vorgesehen, daß als Bearbeitungswerkzeug Holzbearbeitungswerkzeuge, insbesondere ein Hobelwerkzeug vorgesehen ist. Speziell in der vierseitigen Bearbeitung durch Hobelwerkzeuge ist die erfindungsgemäße Bearbeitungsmaschine ebenfalls von Vorteil.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Bearbeitung von Werkstücken, insbesondere aus Holz, Kunststoff oder dergleichen, bei dem zumindest zwei gegenüberliegende Seiten eines Werkstückes spanabhebend bearbeitet werden und das Werkstück zur Bearbeitung in eine Bearbeitungsmaschine geführt wird, welches sich dadurch auszeichnet, daß die Rohmaterialstärke beziehungsweise -dicke zunächst erfaßt und in einer Steuerung mit wenigsten einem dort hinterlegten Fertigmaß verglichen wird und die Steuerung aufgrund der Maßdifferenz ein Endmaß vorgibt, derart, daß das abzutragende Maß auf beide zu bearbeitende Seiten des Werkstückes verteilt wird. Ein derartiges Verfahren zur Bearbeitung von Werkstücken löst ebenfalls die gestellte Aufgabe, eine Bearbeitungsmaschine und ein Verfahren zur Bearbeitung von Werkstücken zur Verfügung zu stellen, das eine effiziente und kostengünstige Bearbeitung von zwei- beziehungsweise mehrseitig zu bearbeitenden Werkstücken ermöglicht. Die zur Verfügung stehenden Rohwerkstücke können der Reihe nach, wie sie zur Bearbeitung eingefördert werden, bearbeitet werden, ohne daß man eine vorherige händische oder mechanische Aussortierung vornehmen muß. Die Steuerung erkennt im Zusammenhang mit den erfaßten Maßen, welche Einstellungen sie an den Bearbeitungswellen, den Führungslinealen oder an den Anschlägen vornehmen muß, um ein bestimmtes Endmaß zu erreichen. Dabei wird das abzutragende Maß auf beide zu bearbeitende Seiten des Werkstückes verteilt. Dabei kann es beispielsweise vorgesehen sein, daß auf einer Seite überhaupt nicht abgetragen wird, während auf der anderen Seite das volle abzutragende Maß abgetragen wird.

Selbstverständlich ist es entsprechend einer Variante der Erfindung auch möglich, daß die Steuerung das abzutragende Maß auf beide Seiten derart verteilt, daß beidseitig das gleiche Maß abgetragen wird. Ein derartiges Verfahren läßt sich automatisch auch auf eine vierseitige Bearbeitung übertragen, indem die Steuerung dann zwei mal zwei Seiten entsprechend ansteuert.

Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wie zuvor beschrieben sieht vor, daß die Steuerung das abzutragende Maß auf beide zu bearbeitende Seiten derart verteilt, daß beidseitig unterschiedliche Materialstärken abgetragen werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich auch dadurch aus, daß das festgelegte Endmaß an einen der Bearbeitungsmaschinen nachgeordneten Sorter zur Verteilung der Werkstücke weitergeleitet wird. Damit ist eine vollautomatische Bearbeitung und anschließende Sortierung der fertigen Werkstücke ermöglicht.

Die Erfindung sieht auch ein erfindungsgemäßes Verfahren, wie zuvor beschrieben vor, welches sich dadurch auszeichnet, daß das Endmaß aufgrund einer in der Steuerung hinterlegten Rasterung festgelegt wird. Damit kann eine Bearbeitung von unterschiedlichen werkstückrohlingen in einer entsprechenden Rasterung erfolgen, ohne daß unnötiger Ausschuß produziert wird und ohne daß unnötige Wartezeiten bei der Bearbeitung beziehungsweise bei der Aussortierung von nichtgeeigneten Werkstückrohlingen entstehen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und Figuren weiter beschrieben. Es zeigt:

1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine.

Die 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bearbeitungsmaschine. Ein Werkstück 7 wird zur Bearbeitung in die Bearbeitungsmaschine eingeführt. Vor den Bearbeitungswerkzeugen befindet sich eine Meßanordnung 1, die als Sensor, Meßtaster, mechanisch und/oder optische Meßwerterfassung durch eine Konturerfassungseinrichtung oder dergleichen angegeben sein kann. Hier ist die Erfindung auf keine der zuvor beschriebenen Meßanordnungen beschränkt. Vielmehr ist auch eine Kombination von Meßwerterfassungsmöglichkeiten erfindungsgemäß ebenfalls vorgesehen. In Bearbeitungsrichtung, welche mit einem Pfeil zwischen den Bearbeitungswerkzeugen angedeutet ist, befinden sich schematisch angedeutete Wellen. Die Welle 2 ist dabei beweglich, das heißt, in Richtung des Doppelpfeiles ausgeführt. Das Führungslineal 5 ist ebenfalls in Richtung des Doppelpfeiles beweglich, so daß sehr variabel die Bearbeitungsstärke für das abzutragende Maß eingestellt werden kann. Gegenüber der beweglich angeordneten Welle 2 befindet sich ein Werkstückanschlag 4, der ebenfalls in Richtung des Doppelpfeils beweglich ausgeführt ist. Es schließt sich in Bearbeitungsrichtung ein weiterer Werkstückanschlag 4 an, der nach der Erfindung in der dargestellten Ausführungsform ebenfalls beweglich ausgebildet ist. Dies wird ebenfalls mit einem Doppelpfeil angedeutet. Gegenüber dem zweiten Werkstückanschlag 4 befindet sich die Welle 3 eines Bearbeitungswerkzeuges, welche fest (nicht verstellbar) angeordnet ist. Das Führungslineal 5 für dieses zweite Bearbeitungswerkzeug ist ebenfalls bewegbar ausgeführt, so daß auch hier die Stärke für das abzutragende Maß durch dieses Bearbeitungswerkzeug einstellbar ist. Die Meßanordnung 1 überträgt über schematisch angedeutete Leitungen die gemessenen Daten des Werkstückes 7 an die Steuerung 6. In der Steuerung 6 ist entweder das Fertigmaß beziehungsweise verschiedene Rastermaße hinterlegt, wodurch die Steuerung aufgrund eines Vergleichs der gemessenen Daten mit den hinterlegten Daten jetzt feststellt, welche Bearbeitung für das Werkstück 7 durchgeführt werden kann. Die Steuerung 6 sendet dann entsprechende Signale an nicht dargestellte und daher lediglich schematisch angedeutete Verstellmittel für die Welle 2, für das oder die Führungslineale 5 und für den oder die Werkstückanschläge 4. Dies richtet sich nach der jeweils erfaßten Kontur beziehungsweise nach den erfaßten Meßwerten und wird so geregelt, daß eine zweiseitige Bearbeitung erfolgt. Beispielsweise kann es aber auch möglich sein, den ersten Werkstückanschlag 4 und das Führungslineal 5 für die zweite Welle 3 so einzustellen, daß auf einer Seite überhaupt kein Material abgetragen wird und die Einstellung der Welle 2 inclusive des Lineals 5 und des zweiten Werkstückanschlags 4 so erfolgt, daß auf der durch dieses Bearbeitungswerkzeug zu bearbeitenden Seite des Werkstückes 7 die volle, mögliche Materialstärke abgetragen wird.

Die jetzt mit der Anmeldung und später eingereichten Ansprüche sind Versuche zur Formulierung ohne Präjudiz für die Erzielung weitergehenden Schutzes.

Sollte sich hier bei näherer Prüfung, insbesondere auch des einschlägigen Standes der Technik, ergeben, daß das eine oder andere Merkmal für das Ziel der Erfindung zwar günstig, nicht aber entscheidend wichtig ist, so wird selbstverständlich schon jetzt eine Formulierung angestrebt, die ein solches Merkmal, insbesondere im Hauptanspruch, nicht mehr aufweist.

Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Jedoch sind diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.

Merkmale, die bislang nur in der Beschreibung offenbart wurden, können im Laufe des Verfahrens als von erfindungswesentlicher Bedeutung, zum Beispiel zur Abgrenzung vom Stand der Technik beansprucht werden.

Merkmale, die nur in der Beschreibung offenbart wurden, oder auch Einzelmerkmale aus Ansprüchen, die eine Mehrzahl von Merkmalen umfassen, können jederzeit zur Abgrenzung vom Stande der Technik in den ersten Anspruch übernommen werden, und zwar auch dann, wenn solche Merkmale im Zusammenhang mit anderen Merkmalen erwähnt wurden beziehungsweise im Zusammenhang mit anderen Merkmalen besonders günstige Ergebnisse erreichen.


Anspruch[de]
  1. Bearbeitungsmaschine mit einer Steuerung (6), wenigstens einer beweglich gelagerten (2) und einer fest bzw. unbeweglich angeordneten Welle (3) für Bearbeitungswerkzeuge zur Bearbeitung von Werkstücken (7) aus Holz, Kunststoff oder dergleichen, wobei sich an dem Bearbeitungswerkzeug ein Führungslineal (5) für das Werkstück (7) befindet und auf der dem Bearbeitungswerkzeug gegenüberliegenden Seite ein Werkstückanschlag (4) vorgesehen ist, mit wenigstens einer Messanordnung (1), die zumindest ein Maß des zu bearbeitenden Werkstückes (7) erfasst und an die Steuerung (6) weiterleitet, wobei das Fertigmaß des Werkstückes (7) in der Steuerung (6) hinterlegbar ist und die Steuerung (6) das Rohmaß mit dem Fertigmaß vergleicht, mit wenigstens einem Mittel zur Veränderung der Position der beweglich gelagerten Welle (2) und/oder einem weiteren Mittel zur Veränderung der Lage des Führungslineals (5) und/oder einem weiteren Mittel zur Veränderung des Werkstückanschlages (4), auf die die Steuerung aufgrund der ermittelten Maßdifferenz zwischen Roh- und Fertigmaß derart einwirkt, dass die Festlegung der von den Bearbeitungswerkzeugen jeweils abzutragenden Materialstärken nach einstellbaren Kriterien erfolgt.
  2. Bearbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung derart erfolgt, dass die Bearbeitungswerkzeuge von den zu bearbeitenden Werkstückoberflächen annähernd das gleiche Maß abtragen.
  3. Bearbeitungsmaschine nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung derart erfolgt, dass die Bearbeitungswerkzeuge von den zu bearbeitenden Werkstückoberflächen unterschiedliche Maße abtragen.
  4. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung für die Bearbeitung unter Berücksichtigung einer Mindestabtragdicke erfolgt.
  5. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass mehrere bewegliche bzw. einstellbare Anschläge (4), vorzugsweise auf zwei gegenüberliegenden Seiten des zu bearbeitenden Werkstückes (7) vorgesehen sind.
  6. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der beweglichen Führungslineale (5) und/oder der Werkstückanschläge (4) der Anzahl der Bearbeitungswellen (2, 3) bzw. der Bearbeitungswerkzeuge entspricht.
  7. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Messanordnung (1) eine mechanische und/oder optische Messwerterfassung umfasst.
  8. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Mess anordnung (1) durch eine Konturerfassungseinrichtung, insbesondere für eine dreidimensionale Erfassung angegeben ist.
  9. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Messanordnung (1) Taster, Sensoren oder dergleichen umfasst.
  10. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass als Messanordnung (1) ein Laser, eine elektrische und/oder elektromechanische und/oder lasergesteuerte Messwerterfassung vorgesehen ist.
  11. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei beweglich angeordnete Wellen (2) mit Bearbeitungswerkzeugen vorgesehen sind.
  12. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass in der Steuerung (6) Rastermaße hinterlegbar sind und die Steuerung (6) das abzutragende Maß aufgrund der Raster vorgibt.
  13. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ein Sorter vorgesehen ist, der die Werkstücke (7) aufgrund des Rastermaßes sortiert.
  14. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Sorter durch eine von der Steuerung (6) einstellbare Weiche angegeben ist.
  15. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (6) durch die Hauptsteuerung der Bearbeitungsmaschine angegeben ist.
  16. Bearbeitungsmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass als Bearbeitungswerkzeug ein Holzbearbeitungswerkzeug, insbesondere ein Hobelwerkzeug vorgesehen ist.
  17. Verfahren zur Bearbeitung von Werkstücken, insbesondere aus Holz, Kunststoff oder dergleichen, bei dem zumindest zwei gegenüberliegende Seiten eines Werkstückes spanabhebend bearbeitet werden und das Werkstück zur Bearbeitung in eine Bearbeitungsmaschine geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohmaterialstärke bzw. -dicke zunächst erfasst und in einer Steuerung mit wenigstens einem dort hinterlegten Fertigmaß verglichen wird und die Steuerung aufgrund der Maßdifferenz ein Endmaß vorgibt, derart, dass das abzutragende Maß auf beide zu bearbeitende Seiten des Werkstückes verteilt wird.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung das abzutragende Maß auf beide zu bearbeitende Seiten, derart verteilt, dass beidseitig das gleiche Maß abgetragen wird.
  19. Verfahren nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung das abzutragende Maß auf beide zu bearbeitende Seiten, derart verteilt, dass beidseitig unterschiedliche Materialstärken abgetragen werden
  20. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das festgelegte Endmaß an einen der Bearbeitungsmaschine nachgeordneten Sorter zur Verteilung der Werkstücke weitergeleitet wird.
  21. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Endmaß aufgrund einer in der Steuerung hinterlegten Rasterung festgelegt wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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