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Dokumentenidentifikation DE102004049554A1 20.04.2006
Titel Türscharnier für ein Kraftfahrzeug
Anmelder Edscha AG, 42855 Remscheid, DE
Erfinder Müllerschön, Herwig, 42399 Wuppertal, DE;
Dell, Georg, 42853 Remscheid, DE;
Nix, Reinhard, 42329 Wuppertal, DE
Vertreter Bonnekamp & Sparing, 40211 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 12.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004049554
Offenlegungstag 20.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.2006
IPC-Hauptklasse E05D 11/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E05D 11/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Türscharnier für ein Kraftfahrzeug, umfassend ein an einem von Tür (4) und Türrahmen (2) befestigbares erstes Scharnierteil (1), wobei das erste Scharnierteil (1) wenigstens einen Befestigungspunkt (6) aufweist, ein an dem anderen von Tür (4) und Türrahmen (4) befestigbares zweites Scharnierteil (3), wobei das zweite Scharnierteil (4) wenigstens einen Befestigungspunkt (8) aufweist, einen eine Scharnierschwenkachse (S) definierenden Scharnierstift (5), der das erste Scharnierteil (1) und das zweite Scharnierteil (3) schwenkbar verbindet, wobei der Scharnierstift (5) in einem der beiden Scharnierteile drehfest aufgenommen und in dem anderen Scharnierteil schwenkbar gelagert ist, und einen eine Öffnungsbewegung des ersten und zweiten Scharnierteils begrenzenden Endanschlag. Ein Türscharnier, das ein sicheres Öffnen der Kraftfahrzeugtür ermöglicht, wird dadurch geschaffen, dass der Befestigungspunkt (6) des ersten Scharnierteils (1) und der Befestigungspunkt (8) des zweiten Scharnierteils (3) und der Endanschlag auf einer ersten Verbindungslinie (VB1) vorgesehen sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Türscharnier für ein Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, umfassend ein an einem von Tür und Türrahmen und an wenigstens einem Befestigungspunkt befestigbares erstes Scharnierteil, ein an dem anderen von Tür und Türrahmen und an wenigstens einem Befestigungspunkt befestigbares zweites Scharnierteil, einen eine Scharnierschwenkachse definierenden Scharnierstift, der das erste Scharnierteil und das zweite Scharnierteil schwenkbar verbindet, wobei der Scharnierstift in einem der beiden Scharnierteile drehfest aufgenommen und in dem anderen Scharnierteil schwenkbar gelagert ist, und einen eine Öffnungsbewegung des ersten und zweiten Scharnierteils begrenzenden Endanschlag.

DE 198 02 965 A1 zeigt ein Türscharnier für ein Kraftfahrzeug, bei dem ein erstes Scharnierteil und ein zweites Scharnierteil mittels eines Scharnierstifts schwenkbar miteinander verbunden sind. Der Scharnierstift ist in einem an dem ersten Scharnierteil angeordneten Scharnierauge unverdrehbar angeordnet und in einem an dem zweiten Scharnierteil angeordneten Scharnierauge drehbar gelagert. An dem Scharnierauge des zweiten Scharnierteils ist ein als Vorsprung ausgebildeter Endanschlag vorgesehen, der zum Begrenzen der Öffnungsbewegung des ersten Scharnierteils und des zweiten Scharnierteils an einer Anlagefläche des ersten Scharnierteils anliegt. An dem ersten Scharnierteil und dem zweiten Scharnierteil ist ein erster Befestigungspunkt zum Befestigen an einem von der Tür und dem Türrahmen vorgesehen. Nachteilig bei dieser Art von Türscharnieren ist die Tatsache, dass in dem Endanschlag die durch die Öffnungsbewegung der Tür auftretenden Kräfte von dem ersten Befestigungspunkt des türseitigen Scharnierteils auf den Scharnierstift und von dem Scharnierstift auf den ersten Befestigungspunkt des zweiten Scharnierteils übertragen werden, wobei durch die Kraftübertragung ein Drehmoment im durch die beiden Scharnierteile geleitet ist, so dass durch die Einleitung der im Endanschlag auftretenden Kräfte die beiden Scharnierteile einer hohen Biegebelastung im Endanschlag unterliegen.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Türscharnier für ein Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 anzugeben, das ein sicheres Öffnen der Kraftfahrzeugtür ermöglicht.

Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Türscharnier erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruch 1 dadurch gelöst, dass der Befestigungspunkt des ersten Scharnierteils und der Befestigungspunkt des zweiten Scharnierteils und der Endanschlag auf einer ersten Verbindungslinie vorgesehen sind.

Durch das erfindungsgemäße Vorsehen des Endanschlags auf der ersten Verbindungslinie, die den ersten Befestigungspunkt des ersten Scharnierteils und des zweiten Scharnierteils miteinander verbindet, wird erreicht, dass im Endanschlag des ersten Scharnierteils und des zweiten Scharnierteils die durch den Endanschlag auftretende Krafteinwirkung der Kraftfahrzeugtür auf den Türrahmen von dem ersten Befestigungspunktes über den Endanschlag auf den ersten Befestigungspunkt des zweiten Scharnierteils linear übertragen wird, so dass eine Kraftübertragung im Endanschlag mittels eines Drehmoment durch die beiden Scharnierteile vermieden ist. Dadurch wird erreicht, dass das erste Scharnierteil und das zweite Scharnierteil im Endanschlag einer geringeren Biegebelastung ausgesetzt sind. Durch die Verringerung der im Endanschlag auftretenden Biegekräfte in den Scharnierteilen sind diese gewichtsreduziert ausbildbar.

In einer bevorzugten Ausgestaltung bilden ein Abstützpunkt des ersten Scharnierteils und ein Abstützpunkt des zweiten Scharnierteils eine zweite Verbindungslinie, auf der durch den Scharnierstift definierte die Scharnierschwenkachse angeordnet ist. Dadurch wird eine lineare Kraftübertragung von dem Abstützpunkt des ersten Scharnierteils über den Scharnierstift auf den Abstützpunkt des zweiten Scharnierteils erreicht, so dass ein in dem Endanschlag auf die Scharnierachse wirkendes Drehmoments vermieden ist, wodurch die auftretenden Biegekräfte in den beiden Scharnierteilen im Endanschlag weiter verringert sind und eine weitere Gewichtsreduzierung für die beiden Scharnierteile gegeben ist.

Es versteht sich, dass die Abstützpunkte auch als Befestigungspunkte für die beiden Scharnierteile vorgesehen sein können.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind die erste Verbindungslinie und die zweite Verbindungslinie vorteilhaft parallel zueinander vorgesehen, wodurch die lineare Kraftübertragung von dem ersten Scharnierteil auf das zweite Scharnierteil über den Endanschlag und den Scharnierstift gleichgerichtet ist. Ferner werden dadurch ein im Endanschlag auftretendes Drehmoment zwischen dem Scharnierstift und dem Endanschlag vorteilhaft vermieden, so dass im Endanschlag lediglich eine lineare Kraftübertragung entlang der ersten Verbindungslinie und der zweiten Verbindungslinie erfolgt. Ferner sind dadurch durch das Drehmoment zwischen Endanschlag und Scharnierachse der Befestigung der beiden Scharnierteile im Endanschlag entgegenwirkenden Kräfte vorteilhaft vermieden. Durch die weitere Kraftreduzierung im Endanschlag wird die Gewichtsreduzierung der beiden Scharnierteile weiter gesichert.

Im Endanschlag wirkt durch die Schwenkbewegung beim Öffnen der Tür sowohl eine Druckkraft als auch eine Zugkraft an den beiden Befestigungs- und Abstützpunkten der Scharnierteile, wodurch die beiden Scharnierteile im Endanschlag einer quer zur Befestigungsrichtung der beiden Scharnierteile gerichteten Kraft unterliegen. Um diese Querkraft zu vermeiden, ist in dem ersten Scharnierteil vorteilhaft eine erste Ausnehmung und in dem zweiten Scharnierteil vorteilhaft eine zweite Ausnehmung angeordnet, wobei die erste Verbindungslinie auf einer Seite der ersten Ausnehmung und der zweiten Ausnehmung angeordnet ist und die zweite Verbindungslinie auf der anderen Seite der beiden Ausnehmungen vorgesehen ist. Durch die beiden Ausnehmungen werden die an den beiden Scharnierteilen angreifenden Druck- und Zugkräfte vorteilhaft entkoppelt, so dass im Endanschlag der beiden Scharnierteile die auftretende Kraft entlang der ersten Verbindungslinie eine Zugkraft ist und entlang der zweiten Verbindungslinie eine Druckkraft. Dadurch liegt an den ersten Befestigungspunkten des ersten und zweiten Scharnierteils als auch an dem Endanschlag einer Zugkraft und an den Abstützpunkten des ersten und zweiten Scharnierteils als auch an dem Scharnierstift eine Druckkraft an, die jeweils entsprechend der Öffnungsbewegung der Tür orientiert ist, so dass im Endanschlag der beiden Scharnierteile eine lineare Kraftübertragung weiter gesichert ist.

Es versteht sich, dass ebenso an dem Endanschlag eine Druckkraft und an dem Scharnierstift eine Zugkraft anliegen kann.

Durch die vorteilhafte Entkoppelung der Zug- und Druckkräfte wird die auf die beiden Scharnierteile wirkende Biegekraft im Endanschlag weiter reduziert, wobei die beiden Scharnierteile weiter vorteilhaft gewichtsreduziert ausgebildet sind.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist dem Endanschlag ein Bolzen zugeordnet, der zweckmäßig in einem Langloch verschieblich angeordnet ist und im Endanschlag an einem Ende des Langlochs anliegt. Hierbei ist das Ende des Langlochs, an dem der Bolzen anliegt, auf auch der ersten Verbindungslinie des ersten Befestigungspunktes des ersten Scharnierteils und des ersten Befestigungspunktes des zweiten Scharnierteils angeordnet. Das Langloch ist zweckmäßig gekrümmt ausgebildet, wobei die Krümmung vorteilhaft einen Kreisbogen ausbildet, deren Mittelpunkt auf der Scharnierachse liegt. Durch diese Ausgestaltung des Endanschlags wird eine kompakte Bauweise für die beiden Scharnierteile erreicht.

Das Langloch ist vorteilhaft mit einer in dem Scharnierteil angeordneten Ausnehmung verbunden, wobei hierdurch die Entkopplung der im Endanschlag auftretenden Druck- und Zugkräfte an den beiden Scharnierteilen weiter gesichert ist.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist eine Feststellvorrichtung vorgesehen, wobei der Endanschlag durch die Feststellvorrichtung realisiert ist.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung sowie aus den abhängigen Ansprüchen.

Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Türscharniers näher erläutert.

1 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Türscharniers.

2 zeigt einen Schnitt entlang der Linie II-II aus 1.

In 1 und 2 ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Türscharniers für ein Kraftfahrzeug gezeigt, bei dem ein erstes Scharnierteil 1 an einem Türrahmen 2 und ein zweites Scharnierteil 3 an einer Tür 4 angeordnet sind. Das erste Scharnierteil 1 und das zweite Scharnierteil 3 sind mittels eines Scharnierstifts 5 schwenkbar miteinander verbunden, wobei der Scharnierstift 5 eine Scharnierschwenkachse S definiert.

Das erste Scharnierteil 1 weist ein U-förmiges Querschnittprofil mit einer Basis 10, einem ersten Schenkel 11 und einem zweiten Schenkel 12 auf. In einem der Basis 10 abgewandten Ende des ersten Schenkels 11 und des zweiten Schenkels 12 ist jeweils eine Bohrung 13 vorgesehen, in der der Scharnierstift 5 unverdrehbar angeordnet ist. Im Bereich der Bohrung 13 des ersten Schenkels 11 weist der Scharnierstift 5 eine konische Verbreiterung 14 auf, mit der der Scharnierstift 5 unverdrehbar in der Bohrung 13 des ersten Schenkels 11 angeordnet ist. Um den Scharnierstift 5 in der Bohrung 13 des zweiten Schenkels 12 ebenfalls unverdrehbar anzuordnen, ist zum Beispiel eine Umfangsrändelung des im Bereich der Bohrung 13 vorgesehenen Abschnitt des Scharnierstifts 5 ausgebildet.

In der Basis 10 des ersten Scharnierteils 1 ist ein Befestigungspunkt 6 und ein Abstützpunkt 7 vorgesehen, wobei der Befestigungspunkt 6 als Bohrung ausgebildet ist und das erste Scharnierteil 1 zum Beispiel mittels einer in der Bohrung angeordneter Schraube oder Niet an dem Türrahmen 2 befestigt ist.

Das zweite Scharnierteil 2 weist ein U-förmiges Querschnittprofil auf mit einer Basis 15, einem ersten Schenkel 16 und einem zweiten Schenkel 17. In einem der Basis 15 abgewandten Ende weist der erste Schenkel 16 und der zweite Schenkel 17 jeweils ein Scharnierauge 18 auf, in denen der Scharnierstift 5 schwenkbar gelagert ist. In dem Scharnierauge 18 des ersten Schenkels 16 ist der Scharnierstift 5 mittels einer Buchse 19 schwenkbar angeordnet. In dem Scharnierauge 18 des zweiten Schenkels 17 ist zur schwenkbaren Lagerung des Scharnierstifts 5 ebenfalls eine Buchse 19 vorgesehen.

In der Basis 15 des zweiten Scharnierteils 3 ist ein erster Befestigungspunkt 8 und Abstüztpunkt 9 vorgesehen, wobei die Befestigungspunkt 6 als Bohrung ausgebildet ist und das zweite Scharnierteil 3 zum Beispiel mittels einer in der Bohrung angeordneten Schraube oder Niet an der Tür 4 befestigt ist.

Das erste Scharnierteil 1 ist mit dem ersten Schenkel 11 und dem zweiten Schenkel 12 zwischen dem ersten Schenkel 16 und dem zweiten Schenkel 17 des zweiten Scharnierteils 3 angeordnet, so dass das zweite Scharnierteil 3 das erste Scharnierteil 1 in einem Überdeckungbereich umgreift. Der Überdeckungbereich ist zweiteilig ausgebildet, wobei ein erster Teil durch den ersten Schenkel 11 des ersten Scharnieteils 1 und durch den ersten Schenkel 16 des zweiten Scharnierteils 3 und ein zweiter Teil durch die beiden zweiten Schenkel 12 und 17 ausgebildet ist. Die beiden Überdeckungsbereiche sind entsprechend den Schenkeln parallel zueinander vorgesehen. In dem Überdeckungsbereich der Schenkel der beiden Scharnierteile 1 und 3 sind die Bohrungen 13 und die Scharnieraugen 18 zum Lagern des Scharnierstifts 5 an den beiden Scharnierteilen 1, 3 vorgesehen.

In dem ersten Schenkel 16 und dem zweiten Schenkel 17 des zweiten Scharnierteils 3 ist außerhalb des Überdeckungbeerichs jeweils eine ungefähr rechteckig ausgebildete Ausnehmung 20 angeordnet, wobei die langen Seiten der rechteckigen Ausnehmung 20 parallel zu der Kontaktlinie des ersten Scharnierteils 2 mit der Tür 4 vorgesehen sind.

In dem ersten Schenkel 11 und dem zweiten Schenkel 12 des ersten Scharnierteils 1 ist jeweils eine weitere Ausnehmung 21 ausgebildet, die ungefähr eine rechteckige Form aufweist. An dem dem Türrahmen 2 abgewandten Ende der Ausnehmung 21 ist in den beiden Schenkeln 11 und 12 jeweils ein an die jeweilige Ausnehmung 21 anschließendes Langloch 22 vorgesehen, das jeweils gekrümmt ausgebildet ist, wobei die beiden Langlöcher 22 zueinander fluchtend vorgesehen sind. Die Krümmung der beiden Langlöcher 22 ist kreisbogenförmig vorgesehen, wobei die Scharnierachse S des Scharnierstifts 5 den Mittelpunkt für den Kreisbogen darstellt.

Es versteht sich, dass die Ausnehmungen 20 und 21 auch jede andere Formausgestaltung aufweisen können, wie zum Beispiel rautenförmig.

An dem zweiten Scharnierteil 3 ist ein Bolzen 23 angeordnet, der einenends an dem ersten Schenkel 16 und anderenends an dem zweiten Schenkel 17 des zweiten Scharnierteils 3 angeordnet ist, wobei sich der Bolzen 23 durch die beiden Langlöcher 22 der beiden Schenkel 11 und 12 des ersten Scharnierteils 1 erstreckt. Der Bolzen 23 definiert eine parallel zu der Scharnierschwenkachse S orientierte Achse A. Der Bolzen 23 ist jeweils in dem Langloch 22 des ersten Schenkels 11 und des zweiten Schenkels 12 des ersten Scharnierteils 1 verschieblich geführt. Im Endanschlag der Öffnungsbewegung des ersten Scharnierteils 1 und des zweiten Scharnierteils 2 liegt der Bolzen 23 an dem dem Türrahmen 2 abgewandten Ende 22a der beiden Langlöcher 22 an.

Der erste Befestigungspunkt 6 des ersten Scharnierteils 1 mit dem Türrahmen 2 und der erste Befestigungspunkt 8 des zweiten Scharnierteils 3 mit der Tür 4 definieren eine erste Verbindungslinie VB1, wobei der Bolzen 23 im Endanschlag der Öffnungsbewegung auf der Verbindungslinie VB1 liegt.

Der zweite Befestigungspunkt 7 des ersten Scharnierteils 1 mit dem Türrahmen 2 und der zweite Befestigungspunkt 9 des zweiten Scharnierteils 3 mit der Tür 4 definieren eine zweite Verbindungslinie VB2, wobei im Endanschlag der Öffnungsbewegung die durch den Scharnierstift 5 definierte Scharnierschwenkachse auf der zweiten Verbindungslinie VB2 liegt.

In einer geschlossenen Stellung des ersten Scharnierteils 1 und des zweiten Scharnierteils 3 ist der Bolzen 23 in einem dem Ende 22b zugeordneten Bereich der beiden Langlöcher 22 vorgesehen, wobei der Bolzen 23 vorteilhaft nicht an dem Ende 22b anliegt. Während der Öffnungsbewegung wird der Bolzen 23 entlang der beiden gekrümmt ausgebidleten Langlöcher 22 verschoben. In einer gänzlich geöffneten Stellung der beiden Scharnierteile 1 und 3 liegt der Bolzen 23 an dem dem Türrahmen 2 abgewandten und der Tür 4 zugewandeten Ende 22a der beiden Langlöcher 22 an und bildet den Endanschlag für die Öffnungsbewegung aus. In der gänzlich geöffneten Stellung, d.h. im Endanschlag der Tür 2, sind die erste Verbindungslinie VB1 und die zweite Verbindungslinie VB2 parallel zueinander ausgerichtet.

Die im Endanschlag auftretenden Kräfte, aufgrund der Türöffnungsbeweung von der Tür 4 über das zweite Scharnierteil 3 und das erste Scharnierteil 1 auf den Türrahmen 2 übertragen werden, werden entlang der ersten Verbindungslinie VB1 und entlang der zweiten Verbindungslinie VB2 übertragen. Bei der Kraftübertragung treten sowohl Zugkräfte Z als auch Druckkräfte D auf, wobei die Zugkräfte Z und die Druckkräfte D aufgrund der Ausnehmung 20 und der Ausnehmung 21 entlang der ersten Verbindungslinie VB1 und der zweiten Verbindungslinie VB entkoppelt sind.

Die Erfindung ist vorstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert worden, bei dem das erste Scharnierteil 1 und das zweite Scharnierteil 3 jeweils U-förmig ausgebildet ist und der den Endanschlag bildenden Bolzen 20 in jeweils einem an den Schenkeln angeordneten Langloch verschieblich geführt ist. Es versteht sich, dass der Endanschlag bildende Bolzen 23 und das Langloch 22 jeweils nur an einem einander zugeordneten Schenkeln vorgesehen sein kann, so dass der Endanschlag und die damit verbundenen Verbindungslinien VB1, VB2 auch an Scharnierteilen vorgesehen sein können, die eine andere Ausgestaltung als eine U-förmige aufweisen, wie zum Beispiel Scharnierteile mit lediglich einem Schenkel.

Es versteht sich ferner, dass der Endanschlag auch durch eine Feststelleinrichtung gegeben sein. Hierzu sind in den Langlöcher 22 entsprechende Rastmarken angeorndet, in denen der Bolzen 23 lösbar gehalten wird und dadurch Öffnungsstellungen für die beiden Scharnierteile definiert. Der Endanschlag kann dabei zum Beispiel durch den an den Enden der beiden Langlöcher 22 anliegenden Bolzen 23 gegeben sein. Es versteht sich, dass der Endanschlag auch durch eine Rastmarke, die im Endanschlag auf der ersten Verbindungslinie VB1 angeordnet ist, gegeben sein kann.


Anspruch[de]
  1. Türscharnier für ein Kraftfahrzeug, umfassend

    ein an einem von Tür (4) und Türrrahmen (2) befestigbares erstes Scharnierteil (1), wobei das erste Scharnierteil (1) wenigstens einen Befestigungspunkt (6) aufweist,

    ein an dem anderen von Tür (4) und Türrrahmen (2) befestigbares zweites Scharnierteil (3), wobei das zweite Scharnierteil (3) wenigstens einen Befestigungspunkt (8) aufweist,

    einen eine Scharnierschwenkachse (S) definierenden Scharnierstift (5), der das erste Scharnierteil (1) und das zweite Scharnierteil (3) schwenkbar verbindet, wobei der Scharnierstift (5) in einem der beiden Scharnierteile drehfest aufgenommen und in dem anderen Scharnierteil schwenkbar gelagert ist, und

    einen eine Öffnungsbewegung des ersten und zweiten Scharnierteils begrenzenden Endanschlag,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der Befestigungspunkt (6) des ersten Scharnierteils (1) und der Befestigungspunkt (8) des zweiten Scharnierteils (3) und der Endanschlag auf einer ersten Verbindungslinie (VB1) vorgesehen sind.
  2. Türscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Scharnierteil (1) und das zweite Scharnierteil (3) jeweils einen Abstützpunkt (7, 9) aufweist, und dass die beiden zweiten Abstützpunkte (7, 9) und die Scharnierschwenkachse (S) auf einer zweiten Verbindungslinie (VB2) vorgesehen sind.
  3. Türscharnier nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Verbindungslinie (VB1) und die zweite Verbindungslinie (VB2) parallel zueinander vorgesehen sind.
  4. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Scharnierteil (1) eine erste Ausnehmung (21) aufweist.
  5. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Scharnierteil (3) eine zweite Ausnehmung (20) aufweist.
  6. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Endanschlag ein Bolzen (23) zugeordnet ist.
  7. Türscharnier nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (23) in einem Langloch (22) verschieblich angeordnet ist.
  8. Türscharnier nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Endanschlag der Bolzen (23) an einem Ende (22a) des Langlochs (22) anliegt.
  9. Türscharnier nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Langloch (22) gekrümmt vorgesehen ist.
  10. Türscharnier nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung des Langlochs (22) einen Kreisbogen mit einem Mittelpunkt definiert, wobei der Mittelpunkt auf der Scharnierschwenkachse (S) angeordnet ist.
  11. Türscharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (23) an dem ersten Scharnierteil (1) und das Langloch (22) an dem zweiten Scharnierteil (3) angeordnet ist.
  12. Türscharnier nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Langloch (22) an dem ersten Scharnierteil (1) und der Bolzen (23) an dem zweiten Scharnierteil (3) angeordnet ist.
  13. Türscharnier nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Langloch (22) mit einer in dem Scharnierteil angeordneten Ausnehmung (21) verbunden ist.
  14. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Endanschlag eine zu der Scharnierachse (S) parallele Achse (A) definiert.
  15. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der beiden Scharnierteile (1, 3) als ein U-förimges Profilelement vorgesehen ist.
  16. Türscharnier nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass beide Scharnierteil (1, 3) als U-förimges Profilelement vorgesehen sind.
  17. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass eines der beiden Scharnierteile (3) das andere der beiden Scharnierteile (1) zumindest teilweise umgreift.
  18. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine Feststellvorrichtung vorgesehen ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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