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Dokumentenidentifikation DE102004049935A1 20.04.2006
Titel Sicherungssystem für Container, insbesondere für Seetransporte
Anmelder CHS Container Handel GmbH, 28239 Bremen, DE
Erfinder Leopold, Carsten, 27211 Bassum, DE
Vertreter von Ahsen, Nachtwey & Kollegen Anwaltskanzlei, 28359 Bremen
DE-Anmeldedatum 13.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004049935
Offenlegungstag 20.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.2006
IPC-Hauptklasse B60P 7/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B63B 25/22(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einem Sicherungssystem für Container (10), insbesondere für Seetransport, zum Sichern großer Behältnisse (12), insbesondere Raketentransportbehälter (12), läßt sich ein großer Stauaufwand sowie eine Beschädigung der Behältnisse (12) beim Sichern durch Reck in den verwendeten Sicherungsgurten durch eine mit dem Container (10) verbundene Basis (16), die Positioniermittel (22) zum Positionieren der Behältnisse (12) relativ zur Basis (16) aufweist, und durch Fixiermittel (17, 18) zum Fixieren der Behältnisse (12) an der Basis (16) verhindern.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Sicherungssystem für Container, insbesondere für Seetransport, zum Sichern großer Behältnisse, insbesondere Raketentransportbehälter.

Zur Sicherung großer Behältnisse in Containern werden diese derzeit entweder mit einem eigens dafür anzufertigenden Holzgerüst befestigt oder mittels Zurrgurten verzurrt. Problematisch beim Stauen und Sichern der großen Behältnisse mittels Holzgerüsten ist, daß einerseits ein großer Materialaufwand erforderlich ist und andererseits dieses Sicherungsverfahren zeitaufwendig und damit teuer ist. Beim Sichern der großen Behältnisse mittels Zurrgurten ist als problematisch anzusehen, daß die Zurrgurte Reck aufweisen und damit bei einer starken Beanspruchung des Containers beispielsweise im Seegang auf hoher See diese Zurrgurte sich unerwünscht denen können und damit die erforderliche Ladungssicherung nicht mehr gewährleistet ist. Insbesondere bei einem Transport von schweren Gütern in den großen Behältnissen sind zudem die an den Laschpunkten auftretenden Kräfte derart groß, daß es zu Beschädigungen der Behältnisse führen kann.

Das der Erfindung zugrunde liegende Problem ist es, ein Sicherungssystem anzugeben, mit dem sich große Behältnisse in Containern einfach und zuverlässig sichern lassen.

Das Problem wird dadurch gelöst, daß bei einem Sicherungssystem der Eingangs genannten Art eine mit dem Container verbundene Basis vorgesehen ist, die Positioniermittel zum Positionieren der Behältnisse relativ zu der Basis aufweist, und daß Fixiermittel zum Fixieren der Behältnisse an der Basis vorgesehen sind.

Auf diese Weise wird erreicht, daß die großen Behältnisse an der Basis zuverlässig Kraft- und Formschlüssig gehalten werden. Die Positioniermittel positionieren dabei die Behältnisse zuverlässig in Bezug auf die Basis, während die Fixiermittel ein Lösen der Behältnisse von der Basis verhindern.

Als Positioniermittel können beispielsweise Dorne vorgesehen sein, die zum in Eingriff treten mit Ausnehmungen in den Behältnissen vorgesehen sind. Insbesondere bei Raketentransportbehältern sind ohnehin Ausnehmungen im Bodenbereich derselben und Dorne an deren Oberseite vorgesehen, so daß diese nicht nur zur Sicherung der Raketentransportbehälter aufeinander sondern auch mittels des Sicherungssystems mit den Erfindungsmerkmalen genutzt werden können.

Eine andere Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Fixiermittel einen Fixierbalken aufweisen, der mittels Zugelementen an die Basis gezogen wird. Dieser Fixierbalken ermöglicht eine gute Krafteinleitung auf ein glattflächiges Behältnis. Der Fixierbalken kann Aufnahmen für an den Behältnissen angeordnete Positioniermittel haben. Auf diese Weise ist ein Positionieren und ein Fixieren, insbesondere ein kraft- und formschlüssiges Sichern des Behältnisses mit dem Fixierbalken einfach und zuverlässig möglich.

Wenn das Zugelement eine Zugstange zum in Eingriff bringen mit der Basis und dem Fixierbalken an ihren voneinander abgewandten Enden ist, wird das Auftreten von Reck bei einer Belastung zuverlässig vermieden. Es ist somit eine geringe Vorspannung zum zuverlässigen Sichern der Behältnisse erforderlich, so daß die Gefahr einer Beschädigung der Behältnisse gering ist. Die Zugstange kann an ihren voneinander abgewandten Enden ein Außengewinde aufweisen. Auf diese Weise ist mittels Verschrauben dieses Außengewindes beispielsweise mit geeigneten Muttern ein schnelles und einfaches Sichern der Behältnisse möglich.

Eine Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Basis Tragbalken aufweist, auf denen die Positioniermittel angeordnet sind, und die mittels Längsstreben miteinander verbunden sind. Diese Tragbalken können Doppel T-Träger aus Metall sein. Auf diese Weise ist eine große Auflagefläche bei gleichzeitig hoher Stabilität gewährleistet. Dies ermöglicht beispielsweise einen modularen Aufbau.

Ein anderer Aspekt der Erfindung betrifft einen Container mit einem erfindungsgemäßen Sicherungssystem. Insbesondere kann ein Open-Top-Container oder ein Hardtop-Container verwendet werden. Diese nach oben hin offenen oder zu öffnenden Container ermöglichen ein besonders einfaches Beladen des Containers mit den großen Behältnissen von oben.

Wenn dieser Container eine Aufnahme im Bodenbereich für das Sicherungssystem aufweist, ist einerseits eine gute Krafteinleitung von dem Sicherungssystem in den Bodenbereich des Containers gewährleistet. Andererseits kann die Basis auf diese Weise einfach lösbar mit der Aufnahme verbunden sein. Dadurch ist es möglich, einen mit dieser Aufnahme versehenen Standardcontainer bei Bedarf mittels des Sicherungssystems eigens zum Transport großer Behältnisse herzurichten und nach dem beendeten Transport das Sicherungssystem wieder zu entnehmen, wodurch der Container anderweitig verwendbar ist.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines Containers mit einem Sicherungssystem mit den Erfindungsmerkmalen,

2 den Container von 1 in entladenem Zustand,

3 eine Basis des Sicherungssystems von 1

4 die Basis in einer Seitenansicht,

5 einen Fixierbalken des Sicherungssystems,

6 eine Zugstange des Sicherungssystems.

1 zeigt eine schematische Darstellung eines Containers 10 mit einem Sicherungssystem 11 mit den Erfindungsmerkmalen. Wie sich der Figur entnehmen läßt, sind im Innern des Containers 10 vier Behältnisse 12 mittels des Sicherungssystems 11 zum Transport gesichert. Es handelt sich bei den Behältnissen 12 um Raketentransportbehälter 12 für Mittelstreckenraketen.

Der Container 10 weist einen Boden 13 und Seitenwände 14, 15 auf, wobei eine zu der Seitenwand 14 parallele Seitenwand auf der von der Seitenwand 14 abgewandten Seite des Containers 10 zur besseren Übersicht weggelassen ist. Gleichfalls sind auf der von der Seitenwand 15 abgewandten Seite des Containers 10 befindliche Türen in der Figur zur besseren Übersicht weggelassen. Bei dem Container 10 handelt es sich um einen so genannten Open-Top-Container, der an seiner Oberseite keine Decke aufweist. Vielmehr wird der Container zum Transport mit einer nicht in der Figur dargestellten Plane verschlossen. Es kann aber auch ein so genannter Hardtop Container verwendet werden, bei dem eine Oberseite aus einer lösbar angebrachten Stahlabdeckung verwendet wird.

Das Sicherungssystem 11 weist eine im Bereich des Bodens 13 des Containers 10 angeordnete Basis 16 mit zwei Tragbalken 19 auf, welche mittels Längsstreben 20 miteinander verbunden sind. In der 1 ist wegen der Behältnisse 12 nur eine Längsstrebe 20 zu sehen. Als Tragbalken 19 dienen bei dem abgebildeten Ausführungsbeispiel Doppel T-Träger aus Metall, die mit den Längsstreben 20, welche ebenfalls aus Metall bestehen, verschweißt sind. Die Basis 16 ist mittels Zugstangen 17 mit Fixierbalken 18 verbunden, welche sich an der von Basis 16 abgewandten Seite der Behältnisse 12 befinden. Der Container 10 weist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel einen schwenkbaren Türdachträger 27 auf. Es ist aber auch möglich, einen Container mit einem starren Türdachträger zu verwenden.

2 zeigt den Container 10 von 1 in einem unbeladenen Zustand. In diesem unbeladenen Zustand sind die Behältnisse 12 nicht in dem Container 10 angeordnet. Gleichfalls sind die Fixierbalken 18 des Sicherungssystems 11 in der Figur entfernt. Wie sich der Figur gut entnehmen läßt, sind die Tragbalken 19 mittels zweier Längsstreben 20 miteinander verbunden. Außerdem ist der Figur gut zu entnehmen, daß vier Zugstangen 17 vorgesehen sind.

3 zeigt eine Draufsicht auf die Basis 16, und 4 zeigt eine Seitenansicht eines Tragbalkens 19. Im Bereich des Tragbalkens 19 sind zwei Bohrungen 21 jeweils vorgesehen, die mit den Zugstangen 17 zusammenwirken. Außerdem weisen die Tragbalken 19 jeweils vier Positioniermittel 22 auf. Die Positioniermittel 22 sind als Dorne 22 ausgeführt, die einen zylindrischen Körper mit einer konischen Spitze haben. Die konische Spitze ermöglicht ein einfaches Einführen in Ausnehmungen an der Unterseite der Raketentransportbehälter 12, während der konische Körper anschließend für einen sicheren Sitz sorgt.

5 zeigt eine Darstellung eines Fixierbalkens 18. Wie sich der Figur entnehmen läßt, weist der Fixierbalken 18 an seinen voneinander abgewandten Enden zwei Bohrungen 23 zum Zusammenwirken mit den Zugstangen 17 auf. Außerdem hat der Fixierbalken 18 vier Aufnahmen 24, die bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ebenfalls als Durchgangsbohrungen 24 ausgebildet sind und mit Dornen an der Oberseite der Raketentransportbehälter 12 zusammenwirken.

6 zeigt eine Darstellung der Zugstange 17. Die Zugstange 17 weist an ihren voneinander abgewandten Enden Außengewinde 25, 26 auf. Dabei dient das Außengewinde 25 zum Zusammenwirken mit der Bohrung 21 in den Tragbalken 19. Das Außengewinde 26 hingegen dient zum Zusammenwirken mit der Bohrung 23 des Fixierbalkens 18.

Nachfolgend wird die Wirkungsweise des Sicherungssystems anhand der 1 bis 6 näher erläutert. Zum Einbringen des Sicherungssystemes 11 in den Container 10 wird die Basis 16 mittels nicht näher in den Figuren beschriebener Befestigungsmittel, beispielsweise Schraubbolzen, am Boden 13 befestigt. Zweckmäßigerweise ist an der Unterseite des Bodens 13 eine Platte vorgesehen, die zur Krafteinleitung in den Bodenbereich 13 dient. Nachdem die Basis 16 mit dem Boden 13 verschraubt ist, können die Raketentransportbehälter 12 mit einem Gabelstapler oder mit einem Kran in den Container 10 verladen werden. Dabei werden die Raketentransportbehälter 12 derart auf die Basis 16 aufgesetzt, daß an der Unterseite der Raketentransportbehälter 12 befindliche Ausnehmungen mit den Dornen 22 in Eingriff treten. Ein Verrutschen der Raketentransportbehälter 12 auf der Basis 16 ist damit nicht mehr möglich. Zum vollständigen Sichern der Raketentransportbehälter 12 in dem Container 10 werden sodann Fixierbalken 18 derart auf die Oberseite der Raketentransportbehälter 12 gelegt, daß die Aufnahmen 24 in Eingriff mit Dornen an der Oberseite der Raketentransportbehälter 12 treten. Anschließend werden die Fixierbalken 18 mittels der Zugstangen 17 mit der Basis 16 verschraubt. Dabei können die Gewinde 25, 26 gegenläufig ausgeführt sein. In diesem Fall sollten die Bohrungen 23 ein Innengewinde aufweisen. Es ist aber auch möglich, die Gewinde 25, 26 durch die Bohrungen 21, 23 hindurch zustecken und mittels Muttern zu verschrauben und zu kontern. In beiden Fällen brauchen keine sonderlich großen Kräfte auf die Raketentransportbehälter 12 ausgeübt zu werden. Es reicht vielmehr aus, mittels der Zugstangen 17 und der Fixierbalken 18 die Raketentransportbehälter 12 lediglich daran zu hindern, daß die Ausnehmungen an deren Unterseiten außer Eingriff mit den Dornen 22 geraten. Ein Verrutschen der Raketentransportbehälter 12 in dem Container 10 ist dadurch zuverlässig verhindert.

Im Gegensatz zu den bekannten Stau und Sicherungsverfahren für Raketenbehälter in 20-Fuß Standardcontainern können mit dem Sicherungssystem 11 anstelle von zwei Raketentransportbehältern nunmehr vier Raketentransportbehälter zuverlässig gesichert werden. Außerdem kann durch die Lösbarkeit des Sicherungssystems 11 von dem Container 10 jeder beliebige Standardcontainer vor Ort nachgerüstet werden. Die Container 10 sind nach dem Einsatz dann einfach rückbaubar.

10Container 11Sicherungssystem 12Behältnis 13Boden 14Seitenwand 15Seitenwand 16Basis 17Zugstange 18Fixierbalken 19Tragbalken 20Längsstrebe 21Bohrung 22Dorn 23Bohrung 24Aufnahme 25Gewinde 26Gewinde 27Türdachträger

Anspruch[de]
  1. Sicherungssysteme für Container, insbesondere für Seetransport, zum Sichern großer Behältnisse, insbesondere Raketentransportbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit dem Container (10) verbundene Basis (16), die Positioniermittel (22) zum Positionieren der Behältnisse (12) relativ zur Basis (16) aufweist, und durch Fixiermittel (17, 18) zum Fixieren der Behältnisse (12) an der Basis (16).
  2. Sicherungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Positioniermittel Dorne (22) zum in Eingriff treten mit Ausnehmungen in den Behältnissen (12) sind.
  3. Sicherungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixiermittel einen Fixierbalken (18) aufweisen, der mittels Zugelementen (17) an die Basis (16) gezogen wird.
  4. Sicherungssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fixierbalken (18) Aufnahmen (24) für an den Behältnissen (12) angeordnete Positioniermittel hat.
  5. Sicherungssystem nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement eine Zugstange (17) zum in Eingriff Bringen mit der Basis (16) und dem Fixierbalken (18) an ihren voneinander abgewandten Enden ist.
  6. Sicherungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstange (17) an ihren voneinander abgewandten Enden ein Außengewinde (25, 26) aufweist.
  7. Sicherungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis (16) Tragbalken (19) aufweist, auf denen die Positioniermittel (22) angeordnet sind, und die mittels Längsstreben (20) miteinander verbunden sind.
  8. Sicherungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen modularen Aufbau.
  9. Container mit einem Sicherungssystem (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere ein Open-Top-Container (10) oder ein Hardtop Container
  10. Container unter Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine Aufnahme im Bodenbereich für das Sicherungssystem (11).
  11. Container unter Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis (16) lösbar mit der Aufnahme verbunden ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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