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Dokumentenidentifikation DE202006000914U1 20.04.2006
Titel Spannzange
Anmelder Giro, Armin, 79585 Steinen, DE
Vertreter Zimmermann, G., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 79098 Freiburg
DE-Aktenzeichen 202006000914
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.04.2006
Registration date 16.03.2006
Application date from patent application 19.01.2006
IPC-Hauptklasse B23B 31/20(2006.01)A, F, I, 20060119, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Spannzange mit Schlitzen zum auswechselbaren Feststellen eines Werkstücks oder Werkzeugs.

Bei einer derartigen bekannten Spannzange handelt es sich um eine Hülse, die im Bereich des werkzeugseitigen Endes oder des werkstückseitigen Endes kegelförmig oder konusförmig ausgebildet ist und innen eine zylindrische Bohrung hat. Die Spannzange weist mehrere Längsschlitze auf. Das Spannen erfolgt durch Anziehen einer Spannmutter, wobei durch die Schlitzung der Spannzange die Innenbohrung gleichmäßig zusammengedrückt wird und dadurch das Werkstück oder Werkzeug kraftschlüssig festgehalten wird. Beim Bearbeiten des Werkstücks dringen Späne, Öle oder dergleichen in die Schlitze ein und führen insbesondere bei den bei der Bearbeitung herrschenden hohen Temperaturen von bis zu 400 Grad zum Verkleben der Schlitze. Die Spannzange kann dann nicht mehr geöffnet werden, sondern muss von hinten aus der Spannzangenaufnahme herausgeschlagen werden, was nachteiligerweise zu einer Verzögerung bei der Herstellung des Werkstücks führt.

Die Aufgabe der Erfindung wird somit darin gesehen, die Spannzange der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass ein problemloses und schnelles Herstellen des Werkstücks gewährleistet ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass bei einer Spannzange gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 innerhalb der Schlitze eine elastische Masse derart angeordnet ist, dass die Schlitze verschlossen sind.

Durch die Verwendung einer elastischen Masse, welche in geeigneter Weise mit dem Material der Spannzange verbunden ist, wird einerseits die Funktion der Spannzange nicht beeinträchtigt. Andererseits werden durch die elastische Masse die Schlitze verschlossen, sodass insgesamt ein geschlossenes und abgedichtetes System entsteht und Späne, Öle, Kühlmittel oder dergleichen nicht mehr in die Schlitze eindringen können, wodurch die vorstehend beschriebenen Nachteile beseitigt sind und die Bearbeitungszeit eines Werkstücks verkürzt wird. Zum Verschließen der Schlitze kann die elastische Masse in den Schlitzen vulkanisiert werden. Durch das Vulkanisieren entsteht eine optimale Haftung zwischen der elastischen Masse und den zu verschließenden Metallschlitzen. Das Verschließen oder auch Abdecken oder Ausfüllen der Schlitze mit der elastischen Masse ist bei allen erdenklichen Spannsystemen wie Spannhülsen, Druckspannzangen, Vorschubspannzangen, Zugspannzangen etc. möglich.

Eine Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die elastische Masse ein Kunststoff, insbesondere ein Elastomer ist, welches vorteilhafterweise in hohem Maße reißfest ist, sodass keine Beschädigungen des Elastomers bei der Bearbeitung des Werkstücks auftreten und die Spannzange problemlos geöffnet und geschlossen werden kann.

Zur Unterscheidung unterschiedlicher Spannzangen ist bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die elastische Masse mit mindestens einem Farbstoff beschichtet oder eingefärbt. Verschiedene Größen derselben Art von Spannzangen oder auch verschiedene Arten von Spannzangen können damit in einfacher Weise unterschieden werden, sodass durch die Einfärbung ein schneller Zugriff auf die richtige Spannzange ermöglicht wird und damit insgesamt die Bearbeitungszeit des Werkstücks weiter verkürzt wird.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher beschrieben. Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Hierbei stellt dar:

1: einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Spannzange.

Die Spannzange 1 hat einen werkstückseitigen konusförmigen Bereich 2 mit einer konischen Spannfläche 3, einen anschließenden zylindrischen Bereich 4 und eine zylindrische Innenbohrung 5 mit unterschiedlichen Durchmessern. Die Spannzange 1 weist insgesamt drei Schlitze 6 in Längsrichtung auf, welche zum werkstückseitigen Ende hin offen sind und ein gleichmäßiges Zusammendrücken mittels einer Spannmutter zum Festellen des Werkstücks oder des Werkzeugs ermöglichen. In der Darstellung gemäß 1 ist nur einer der drei Schlitze 6 erkennbar. Jeder der Schlitze 6 ist mit einer elastischen Masse 7 gefüllt, welche mit dem angrenzenden Material der Spannzange 1 in geeigneter Weise derart verbunden ist, dass die Funktion der Spannzange 1 nicht beeinträchtigt wird. Bei der elastischen Masse handelt es sich um ein hochreißfestes Elastomer. Durch die elastische Masse 7 wird verhindert, dass Späne, Kühlmittel oder Öle in die Schlitze 6 eindringen und dadurch die Schlitze 6 verkleben. Die Spannzange 1 kann nun dauerhaft gespannt und wieder geöffnet werden, wobei die im Stand der Technik auftretenden Verzögerungen durch ein Nichtöffnen der Spannzange 1 vermieden werden und damit ein schnelleres Bearbeiten des Werkstücks gewährleistet ist. Die Schlitze 6 können unterschiedlich ausgebildet sein, beispielsweise als eine durchlaufende Nut von konstanter Breite oder wie in 1 dargestellt anfänglich als Nut mit konstanter Breite und anschließend zum werkstückseitig abgewandten Ende hin mit einem breiteren ovalförmigen Endbereich 8. Die elastische Masse 7 kann bei allen erdenklichen Formen von Schlitzen 6 angebracht werden, sodass die Erfindung in einem weiten Bereich der Spannsysteme anwendbar ist. Zur Kennzeichnung unterschiedlicher Arten von Spannzangen 1 kann die elastische Masse 7 mit einem in der Zeichnung nicht näher dargestellten Farbstoff oder mit mehreren Farbstoffen beschichtet oder eingefärbt werden.


Anspruch[de]
  1. Spannzange mit Schlitzen (6) zum auswechselbaren Feststellen eines Werkstücks oder Werkzeugs, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Schlitze (6) eine elastische Masse (7) derart angeordnet ist, dass die Schlitze (6) verschlossen sind.
  2. Spannzange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Masse (7) ein Kunststoff ist.
  3. Spannzange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Masse (7) ein Elastomer ist.
  4. Spannzange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Masse (7) reißfest ist.
  5. Spannzange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Masse (7) mit mindestens einem Farbstoff beschichtet oder eingefärbt ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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