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Dokumentenidentifikation DE60021702T2 20.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001151870
Titel Vorrichtung zum Fälschungsschutz von Dokumenten
Anmelder Banque Nationale de Belgique S.A., Bruxelles, BE
Erfinder Salade, Marc, 1490 Court-Saint-Etienne, BE;
Veldeman, François, 1330 Rixensart, BE
Vertreter Busse & Busse Patentanwälte, 49084 Osnabrück
DE-Aktenzeichen 60021702
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 03.05.2000
EP-Aktenzeichen 008700924
EP-Offenlegungsdatum 07.11.2001
EP date of grant 03.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.2006
IPC-Hauptklasse B41M 3/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B42D 15/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   G06K 19/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   G06K 19/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Verfahren und Vorrichtungen zur Verhinderung der Herstellung und der Verbreitung von gefälschten Dokumenten, insbesondere auf dem Gebiet des Papiergelds, der Bons, Wertpapiere, Kreditkarten usw.

Es werden immer komplexere Verfahren und Vorrichtungen verwendet, um Fälscher und Geldfälscher zu entmutigen.

Für ein geübtes Auge ist die visuelle Prüfung immer eine erste wirksame Barriere, um Fälschungen zu finden, trotz der Vervielfältigung der Reproduktionsmittel.

Bei manchen Geschäftsvorgängen, insbesondere zu Stoßzeiten an den Kassen der Supermärkte usw., erlaubt die notwendigerweise sehr kurze Zeit zur Überprüfung der Dokumente aber nur, die ziemlich groben Fälschungen auszusortieren.

Das Drucken von Geldscheinen mit Zonen, die mit auf Ultraviolettstrahlung (die zum Beispiel von einer Woodlampe ausgesendet wird) reagierende Pigmente enthaltenden Tinten bedruckt sind, ist ein Verfahren, das eine einfache und schnelle Prüfung erlaubt.

In Banken, Wechselstuben und Supermärkten sind viele Arbeitsplätze außerdem mit einer Prüfzone ausgestattet, die die gedruckten Fluoreszenzbereiche sichtbar macht.

Manche Fälscher sind aber in der Lage, täuschende Ersatzmittel für diese Fluoreszenzwirkung herzustellen, wodurch eine wirkliche Gefahr besteht, dass der Bediener sich trotz der offensichtlichen Unzulänglichkeit der Farben und/oder der Muster vom "global" zufrieden stellenden Eindruck täuschen lässt.

Dieses Phänomen ist nicht mit der mangelnden Aufmerksamkeit der die Prüfung durchführenden Person verbunden: Abgesehen von der geringen Beleuchtung, die zur Sichtbarmachung der Fluoreszenz notwendig ist, arbeitet das menschliche Auge hier unter anomalen Bedingungen ohne bekannte Bezugspunkte (Farben, Stellung, Form).

Außerdem führt der Zustand der untersuchten Dokumente aufgrund ihrer Handhabungsbedingungen zu häufigen Fehlalarmen.

Es wurde also ein schnelles Prüfverfahren gesucht, das die oben beschriebenen Nachteile nicht aufweist.

Ziel der Erfindung ist es, das Vertrauen der Öffentlichkeit insbesondere in das Papiergeld durch Zurverfügungstellen eines schnellen und zuverlässigen Verfahrens zur Prüfung der Echtheit von Dokumenten wiederherzustellen.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist ein Verfahren, durch das die Fälschung geschützter Dokumente außerhalb der Reichweite der meisten Fälscher liegt.

Insbesondere aus der US 5 695 346 ist ein Druckverfahren bekannt, bei dem zwei Druckmuster in einem bestimmten Abstand in dünne Bänder geteilt und nebeneinander gedruckt werden, wobei die Bänder sich mit dem einen bzw. dem anderen Muster abwechseln.

Das erhaltene "duale" Muster wird mit einer vernetzten transparenten Schicht bedeckt, die ein Netz aufweist, dessen Gitterabstand demjenigen der Teilung der Muster entspricht, was es ermöglicht, je nach dem Beobachtungswinkel ein einziges dieser beiden Muster zu betrachten.

Ein solches Verfahren wird seit langem verwendet, um eine Reliefwirkung, veränderliche Bilder (insbesondere Postkarten) usw. zu erzeugen.

Dieses visuelle Verfahren wurde aber für die Echtheitsprüfung von Dokumenten auf dem Gebiet des Papiergelds usw. wegen seiner schnellen Verschlechterung als wenig wirksam aufgegeben. Außerdem ist die vernetzte Schicht ziemlich dick und trennt sich leicht von ihrer Unterlage. Obwohl ihre Verwendung kompliziert ist, wäre das Aufbringen einer solchen Schicht zudem a priori kein ausreichendes Hindernis für gut ausgerüstete Fälscher.

Des Weiteren ist die Verwendung von Tinten mit photochromen Pigmenten bekannt, deren Farbe sich bei Lichteinwirkung reversibel ändert. Diese Eigenschaft ermöglicht es, bei gründlicheren Prüfungen gefälschte Dokumente zu erfassen. Die sehr allmähliche Rückkehr der Pigmente zu ihrer Ursprungsfarbe und der variable Pegel des Umgebungslichts ermöglichen es aber nicht, diese Eigenschaften bei einem schnellen Geschäftsvorgang zu nutzen.

Gegenstand der Erfindung ist eine Fälschungsverhinderungseinrichtung für Dokumente, die einen Träger und mindestens zwei auf diesen Träger aufgebrachte Muster aufweist, wobei diese Muster in einem bestimmten Abstand in Bänder aufgeteilt sind, wobei die Bänder abwechselnd nebeneinander angeordnet sind; eine vernetzte transparente Schicht mit optischer Wirkung und einem Gitterabstand, der demjenigen der Bänder entspricht, wird auf mindestens zwei Muster aufgebracht. Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften lässt diese Schicht je nach dem Betrachtungswinkel ein einziges dieser mindestens zwei Muster erscheinen; erfindungsgemäß enthalten die zur Herstellung dieser mindestens zwei Muster verwendeten Tinten fluoreszente oder photochrome Pigmente, und die Schicht ist für die diese Pigmente aktivierende Strahlung durchlässig, d.h. entweder für Ultraviolettstrahlen oder für das sichtbare Licht, so dass, wenn die Einrichtung einer UV-Strahlung und/oder einer Lichtstrahlung hoher Intensität unterworfen wird, diese mindestens zwei Muster unter mindestens zwei verschiedenen Blickwinkeln Bilder ergeben, die sich durch ihre Form, Abmessung und/oder Farbe unterscheiden, die ggf. eine für die Überprüfung des Dokuments nutzbare Information enthalten.

Durch die erfindungsgemäße Einrichtung, die verschiedene Technologien kombiniert und trotzdem einfach in der Anwendung ist, liegt die Herstellung gefälschter Dokumente mit überzeugendem Aussehen außerhalb der Reichweite der Fälscher, insbesondere der Gelegenheitsfälscher.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform hat die Außenfläche der vernetzten Schicht Reliefs mit prismatischem Querschnitt; sie kann auch Reliefs mit linsenförmigem Querschnitt aufweisen, die eine Lupenwirkung haben. Diese vernetzte Schicht kann durch Heißprägen eines für die diese Pigmente aktivierende Strahlung entweder bei sichtbarem Licht und/oder bei UV-Strahlung durchlässigen Polymermaterials erhalten werden.

Die auf den Träger aufgebrachten Muster können insbesondere aus parallelen Bändern oder aus konzentrischen Bändern geformt werden.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein optisches Lesegerät für eine wie oben beschriebene Einrichtung, das aufweist:

  • – eine Kammer,
  • – eine Quelle einer UV-Strahlung und/oder einer Lichtstrahlung großer Intensität,
  • – eine Bezugsebene, die vor der Strahlungsquelle angeordnet ist,
  • – Mittel zur Positionskennzeichnung,
  • – ein optisches Erfassungssystem, das für die Strahlung entsprechend der Wellenlänge empfindlich ist, die von den fluoreszenten oder photochromen Pigmenten ausgegeben wird, mit mindestens einem optischen Detektor, der so angeordnet ist, dass er die Strahlung unter geeigneten Winkeln auffängt, wenn ein mit der Einrichtung versehener Träger in der entsprechenden Position in der Bezugsebene angeordnet ist.

Das optische Erfassungssystem enthält vorteilhafterweise mindestens zwei optische Detektoren; es kann auch auf optische Rückstrahlungsvorrichtungen zurückgreifen, wie zum Beispiel Spiegel und andere.

Die Erfindung hat auch ein Verfahren zur Dokument-Echtheitsprüfung zum Gegenstand, das die folgenden Arbeitsgänge aufweist:

  • – Erarbeiten von mindestens zwei Mustern,
  • – Aufteilen dieser mindestens zwei Muster in Bänder gemäß einem bestimmten Abstand,
  • – abwechselndes Drucken der diese mindestens zwei Muster bildenden Bänder auf einen Träger mit Hilfe von Tinten, die fluoreszente und/oder photochrome Pigmente enthalten,
  • – Formen einer für die diese Pigmente aktivierende Strahlung, d.h. für das sichtbare Licht und/oder für UV-Strahlen, durchlässigen vernetzten Schicht, die mit einem Gitterabstand versehen ist, der demjenigen der Bänder dieser mindestens zwei Muster entspricht,
  • – Aufbringen der vernetzten Schicht auf die mindestens zwei Muster derart, dass unter einer entsprechenden Strahlung je nach dem Betrachtungswinkel nur eines dieser mindestens zwei Muster erscheint,
  • – Aussetzen des so bearbeiteten Dokuments einer Quelle von UV-Strahlung und/oder von sichtbarem Licht hoher Intensität,
  • – Überprüfen des getrennten Vorhandenseins dieser mindestens zwei Muster.

Zur Überprüfung kann die Notwendigkeit eines Vergleichs mit Bezugssignalen gehören.

Das Formen der optischen Schicht wird vorteilhafterweise zum Beispiel nach dem Aufbringen einer Schicht aus einem Polymermaterial auf den Träger durch Prägen durchgeführt.

Selbst wenn man die mit der Beschaffung von Spezialtinten usw. verbundenen Probleme beiseite lässt, führt die erfindungsgemäße Einrichtung zu einer stark vergrößerten Reihe von Schwierigkeiten für die potentiellen Fälscher.

Ein Vorteil der Erfindung ist es, dass man auch bereits vorhandene UV-Strahlungs-Prüfstationen verwenden kann.

Wenn man die mit einem erfindungsgemäß geschützten Dokument bei einer visuellen Überprüfung unter UV-Licht erhaltene Wirkung mit der bei einer Prüfung eines "klassischen" Dokuments mit UV-Pigmenten vergleicht, wird der Bediener nicht mehr mit einer indifferenten Konstellation von Prüfpunkten konfrontiert, sondern mit einer Konfiguration mit einem klaren Farb- und/oder Formübergang, der sogar bei einer peripheren Sicht erkennbar ist, selbst wenn das Dokument stark verändert ist. Die bei der Prüfung erscheinenden Bilder können außerdem codierte Informationen zum Beispiel bezüglich der Herstellungsserie des Dokuments enthalten.

Wenn man Tinten mit photochromen Pigmenten verwendet, erbringt die Verwendung einer Quelle hoher Intensität (Metalldampflampe, Blitz) auch einen eindeutigen Übergang, unabhängig vom Niveau des Umgebungslichts.

Da die Einrichtung nicht für eine primäre Sichtprüfung vorgesehen ist, ist die Qualität der erzeugten Bilder relativ unwichtig, was diese Art von Schutz für die Verschlechterung relativ unempfindlich macht.

Abgesehen von der Tatsache, dass sie eine schnelle visuelle Prüfung vereinfacht, kann die Einrichtung auf einfache Weise mit einer Prüfstation verstärkt werden, die ggf. automatisiert ist. Die erfindungsgemäße Einrichtung wird vorzugsweise zusätzlich zu anderen Mitteln der Betrugsbekämpfung verwendet, ohne auf diese einzuwirken.

Weitere Besonderheiten und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung von besonderen Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen hervor. Es zeigen:

1 eine ebene Ansicht von zwei Mustern;

2 noch eine ebene Ansicht des Drucks der beiden Muster der 1 in abwechselnden Bändern auf einen Träger;

3 eine schematische Schnittansicht eines mit der erfindungsgemäßen Einrichtung versehenen Dokuments bei einer Prüfung;

4 eine schematische Schnittansicht des in einem optischen Lesegerät angeordneten Dokuments der 3;

1 zeigt zwei Muster A und B, die sich hier durch die Ausrichtung und die Farbe (gestrichelt und gepunktet) voneinander unterscheiden.

Jedes dieser Muster A und B ist in parallele Bänder 2a und 2b mit gleichem Abstand unterteilt.

2 zeigt die Art, wie die diese beiden Muster bildenden Bänder 2a und 2b auf einen Träger gedruckt werden: Die jeweiligen Bänder jedes der Muster sind abwechselnd nebeneinander angeordnet.

Die für den Druck der beiden Bänder verwendeten Tinten sind mit Pigmenten, die unter der Wirkung einer UV-Strahlung eine Strahlung im sichtbaren Licht abgeben, und/oder photochromen Pigmenten beladen, deren Farbe sich in Abhängigkeit von der empfangenen Lichtmenge ändert.

3 zeigt nicht maßstabsgetreu das Betriebsprinzip der Einrichtung.

Der Träger 3, auf den die abwechselnden Bänder 2a, 2b aufgedruckt werden, wird in einer Kammer angeordnet, die von einer UV-Licht-Quelle beleuchtet wird.

Eine vernetzte Schicht 4, die hier aus einer Folie aus für das sichtbare Licht und die UV-Strahlen durchlässigem Polymermaterial besteht, deren Außenfläche im Schnitt prismatische Reliefs 5 hat, wird auf den Träger 3 aufgebracht.

Die Reliefs 5 der vernetzten Schicht 4 folgen einander in einem Abstand, der demjenigen der abwechselnden Bänder 2a, 2b entspricht. Die Eigenschaften der vernetzten Schicht 4 (Dicke, Brechungsindex, Neigung der Facetten 5) sind so berechnet, dass unter einem bestimmten Winkel (&agr; oder &bgr;) unter Prüfbedingungen nur eines der beiden Muster A oder B wahrgenommen werden kann.

3 stellt das Prinzip der sowohl visuellen als auch automatischen Prüfung der Echtheit eines Dokuments dar.

Der mit der Einrichtung versehene Träger 3 wird in einer Zone oder einer Kammer angeordnet, die teilweise verdunkelt ist, und einer UV-Strahlung oder einer intensiven Beleuchtung ausgesetzt. Da jedes der sich abhebenden Muster A, B nur unter einem bestimmten Winkel sichtbar ist, ermöglicht ein Schwenken der Bezugsebene 6 des Dokuments es dem Bediener, eindeutig die Echtheit des Dokuments zu prüfen.

Bei Tinten mit photochromen Pigmenten ist die Veränderung der Farbe eines Musters eine Funktion der Energie, die den Pigmenten in Form von Licht vermittelt wird. Diese Energie kann durch eine Strahlung mit kurzer Wellenlänge (und somit hoher Energie) oder durch intensives Aussetzung einer weniger energetischen Strahlung vermittelt werden. Die verwendete Quelle kann eine Metalldampflampe oder eine Lampe mit Entladung (Blitz) sein.

In einer automatisierten Version der gleichen Prüfung, die in 4 dargestellt ist, wird anstatt auf das Auge des Beobachters auf zwei optische Sensoren 8, 10 zurückgegriffen, die in der Prüfkammer in einem geeigneten Winkel (&agr; oder &bgr;) bezüglich der Bezugsebene 6 angeordnet sind. Gegebenenfalls können Überschneidungen zwischen den von den Sensoren 8, 10 erfassten Informationen und anderen Merkmalen des Dokuments erfolgen. Man kann außerdem optische Rückstrahlvorrichtungen wie zum Beispiel Spiegel, Prismen usw. verwenden.

Selbstverständlich können mehrere Einrichtungen auf das gleiche Dokument aufgebracht werden, und mehrere Paare von Sensoren können in der Kammer angeordnet werden, und man kann die fluoreszenten und photochromen Pigmente zusammen oder einzeln verwenden.

In den 1 bis 3 wurde die Anzahl von unterschiedlichen Mustern aus Klarheitsgründen auf zwei beschränkt, aber selbstverständlich bleibt das vorliegende Prinzip auch für mehr als zwei Muster gültig. In diesem Fall wird die Form der vernetzten Schicht so angepasst, dass die N Muster getrennt unter ebenso vielen entsprechenden Winkeln unter der geeigneten Strahlung erscheinen.

Die vernetzte Schicht kann außerdem gemäß einem komplexen Relief geformt sein, das jedes der Muster in einer Vielzahl von Winkeln &agr; und &bgr; erscheinen lässt.

Ein Kennzeichnungsmittel (nicht dargestellt), das ggf. mit einem Antriebsmittel verbunden ist, prüft die Position des Dokuments bezüglich der Sensoren.

Das optische Lesegerät kann in gleicher Weise in Abhängigkeit von den oben erwähnten Kriterien mit mehr als zwei Sensoren versehen sein.

Jedes Muster oder ihre Kombination kann außerdem als Träger für einen dem Dokument oder zum Beispiel seiner Herstellungsserie eigenen Code (wie z.B. einen Strichcode) dienen.


Anspruch[de]
  1. Fälschungsverhinderungseinrichtung für Dokumente, die aufweist

    – einen Träger,

    – mindestens zwei Muster, die auf den Träger aufgebracht sind, wobei diese Muster in einem bestimmten Abstand in Bänder aufgeteilt sind, wobei die Bänder abwechselnd nebeneinander angeordnet sind,

    – eine vernetzte transparente Schicht mit einem Gitterabstand, der dem vorhergehenden Abstand entspricht, die auf diese mindestens zwei Muster aufgebracht wird, von einer solchen Form, dass sie je nach dem Betrachtungswinkel ein einziges dieser mindestens zwei Muster erscheinen lässt,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    – die zur Herstellung dieser mindestens zwei Muster verwendeten Tinten fluoreszente oder photochrome Pigmente enthalten,

    – die vernetzte Schicht für die diese Pigmente aktivierende Strahlung durchlässig ist,

    – wenn die Einrichtung einer UV-Strahlung oder einer sichtbaren Strahlung großer Intensität ausgesetzt wird, diese mindestens zwei Muster unter mindestens zwei verschiedenen Blickwinkeln durch ihre Form, Abmessung und/oder Farbe unterschiedliche Bilder ergeben.
  2. Fälschungsverhinderungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenfläche der vernetzten transparenten Schicht Reliefs mit prismatischem Querschnitt aufweist.
  3. Fälschungsverhinderungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenfläche der Schicht Reliefs mit linsenförmigem Querschnitt aufweist.
  4. Fälschungsverhinderungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Form der vernetzten Schicht durch Heißprägen erhalten wird.
  5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Muster von parallelen Bändern gebildet wird.
  6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Muster von konzentrischen Bändern gebildet wird.
  7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der geformten Bilder codierte Informationen enthält.
  8. Optisches Lesegerät für ein mit einer Einrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche versehenes Dokument, dadurch gekennzeichnet, dass es aufweist

    – eine Kammer,

    – eine Quelle einer UV-Strahlung und/oder einer sichtbaren Strahlung großer Intensität,

    – eine Bezugsebene, die vor der Strahlungsquelle angeordnet ist,

    – Mittel zur Positionskennzeichnung,

    – ein optisches Erfassungssystem, das für die Strahlung entsprechend der Wellenlänge empfindlich ist, die von den fluoreszenten oder photochromen Pigmenten ausgegeben wird, mit mindestens einem optischen Detektor, der so angeordnet ist, dass er die Strahlung unter geeigneten Winkeln auffängt, wenn ein mit der Einrichtung versehener Träger in der entsprechenden Position in der Bezugsebene angeordnet ist.
  9. Verfahren zur Dokument-Echtheitsprüfung, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Arbeitsgänge aufweist:

    – Erarbeiten von mindestens zwei Mustern,

    – Aufteilen dieser mindestens zwei Muster in Bänder gemäß einem bestimmten Abstand,

    – abwechselndes Drucken der diese mindestens zwei Muster bildenden Bänder auf einen Träger mit Hilfe von Tinten, die fluoreszente und/oder photochrome Pigmente enthalten,

    – Formen einer für die diese Pigmente aktivierende Strahlung durchlässigen vernetzten Schicht, die mit einem Gitterabstand versehen ist, der demjenigen der Bänder dieser mindestens zwei Muster entspricht,

    – Aufbringen der vernetzten Schicht auf die mindestens zwei Muster derart, dass unter einer entsprechenden Strahlung je nach dem Betrachtungswinkel nur eines dieser mindestens zwei Muster erscheint,

    – Aussetzen des so bearbeiteten Dokuments einer Quelle von UV-Strahlung und/oder von sichtbarem Licht hoher Intensität,

    – Überprüfen des getrennten Vorhandenseins dieser mindestens zwei Muster.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Formen der vernetzten Schicht nach dem Aufbringen einer Schicht aus einem Polymermaterial auf den Träger erfolgt.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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