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Dokumentenidentifikation DE60301114T2 20.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001420615
Titel Mikrowellenofen versehen mit einem Brotröster und Verfahren zur Steuerung desselben
Anmelder Samsung Electronics Co., Ltd., Suwon, Kyonggi, KR
Erfinder Kang, Jeon-Hong, Paldal-gu, Kyungki-do, KR
Vertreter Kahler, Käck & Mollekopf, 86899 Landsberg
DE-Aktenzeichen 60301114
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.05.2003
EP-Aktenzeichen 032533267
EP-Offenlegungsdatum 19.05.2004
EP date of grant 27.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.2006
IPC-Hauptklasse H05B 6/80(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A47J 37/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   F24C 15/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf einen Mikrowellenofen, der mit einem Toaster ausgestattet ist, und auf ein Verfahren zu dessen Steuerung, und insbesondere auf einen Mikrowellenofen, der mit einem Toaster ausgestattet ist, der eine Vielzahl von Heizvorrichtungen aufweist, und auf ein Verfahren zu dessen Steuerung.

Im Allgemeinen ist ein Mikrowellenofen eine Vorrichtung, die unter Verwendung von Mikrowellen, die durch ein Magnetron in einen Garraum geleitet werden, Nahrungsmittel gart.

Unlängst wurde ein Mikrowellenofen entwickelt, in dem ein Toaster zum Rösten von Brot eingebaut ist.

Der mit dem Toaster ausgestattete Mikrowellenofen ist detailliert in der koreanischen Offenlegungsschrift mit der Veröffentlichungsnummer 2002-45200 offenbart.

Bei dem mit dem Toaster ausgestatteten Mikrowellenofen ist der brotröstende Toaster in einem Gehäuse des Mikrowellenofens eingebaut, und eine Funktionstaste zur Steuerung des Betriebs des Toasters ist auf einem Bedienfeld angeordnet, auf dem mehrere Tasten zur Steuerung mehrerer Vorgänge des Mikrowellenofens angeordnet sind.

Im Gehäuse des rechteckig ausgebildeten Toasters sind zwei Schlitzöffnungen vorgesehen, die darin das zu röstende Brot aufnehmen. Ferner ist der Toaster auf jeweils gegenüberliegenden Seiten der zwei Schlitzöffnungen mit Heizvorrichtungen versehen, die elektrisch gesteuert werden und Wärme abgeben, um das in den zwei Schlitzöffnungen aufgenommene Brot zu rösten.

Der Toaster wird durch eine Treiberschaltung betrieben, die ermöglicht, dass den Heizvorrichtungen des Toasters Strom zugeführt wird, wenn die Betriebstaste des Toasters gedrückt wird. Die Treiberschaltung ermöglicht, dass, bevor die Betriebstaste des Toasters gedrückt wird, der den Heizvorrichtungen zuzuführende Strom unterbrochen ist, während, wenn die Betriebstaste des Toasters gedrückt wird, den Heizvorrichtungen Strom durch die Treiberschaltung zugeführt wird.

Bei einem herkömmlichen mit einem Toaster ausgestatteten Mikrowellenofen wird jedoch jeder Heizvorrichtung Strom zugeführt, wenn die Betriebstaste des Toasters gedrückt wird. Entsprechend werden die Heizvorrichtungen nicht einzeln betrieben. Daher ist der herkömmliche Mikrowellenofen dahingehend problematisch, dass ein Teil des Stroms einer Heizvorrichtung zugeführt wird, die nicht zum Brotrösten verwendet wird, und der Teil des Stroms unerwünscht verbraucht wird.

Ferner werden der Toaster und das Magnetron im herkömmlichen Mikrowellenofen unabhängig voneinander gesteuert. Dementsprechend ist, wenn die Betriebstaste des Toasters gedrückt wird, der Toaster in Betrieb, ungeachtet dessen, ob ein Garvorgang durch das Magnetron vorgesehen wird, und somit der Stromverbrauch erhöht. Daher kann, wenn der Toaster in einem wandmontierten Mikrowellenofen mit begrenztem Stromverbrauch angeordnet ist, durch übermäßigen Stromverbrauch ein Schutzschalter in einem Haushalt ausgelöst werden, der beispielsweise einen Stromausfall bewirken kann.

Ein weiterer Mikrowellenofen mit einem eingebauten Toaster ist in der EP-A-1213948 offenbart. Der Toaster ist mit zwei Schlitzöffnungen versehen, durch die zwei Scheiben Brot einführt werden können. Dieses Dokument bildet den Oberbegriff der hier beigefügten Ansprüche.

Es sind Toaster bekannt, die separate Steuerungen zum Betätigen des Auswurfmechanismus und der Heizvorrichtungen der ausgewählten Schlitze aufweisen. Dies ermöglicht eine unabhängige Steuerung der Heizvorrichtungen, so dass eine variable Anzahl an Brotscheiben zu einem gegebenen Zeitpunkt geröstet werden kann. Derartige Toaster sind in der US-A-5054382, US-A-4510376 und US-A-2844089 offenbart.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen mit einem Toaster ausgestatteten Mikrowellenofen und ein Verfahren zu dessen Steuerung vorzusehen, bei denen Strom nicht unerwünscht verbraucht wird.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen mit einem Toaster ausgestatteten Mikrowellenofen und ein Verfahren zu dessen Steuerung vorzusehen, bei denen übermäßiger Stromverbrauch vermieden wird.

Weitere Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden im nachfolgenden Teil der Beschreibung dargelegt und teilweise durch die Beschreibung ersichtlich oder können durch die Anwendung der Erfindung erfahren werden.

Gemäß der vorliegenden Erfindung sind eine Vorrichtung und ein Verfahren, wie in den beigefügten Ansprüchen dargelegt, vorgesehen. Bevorzugte Eigenschaften der Erfindung sind aus den abhängigen Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich.

Bei einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Mikrowellenofen vorgesehen, der mit einem Toaster ausgestattet ist, der aufweist eine Vielzahl von Schlitzöffnungen, in denen Brot enthalten ist, eine Vielzahl von Heizvorrichtungen, die Wärme auf das in den Schlitzöffnungen enthaltene Brot abgeben, eine Vielzahl von Schalteinheiten, die die Stromversorgung zu den Heizvorrichtungen steuern, eine Tastenbefehle empfangende Tasteneingabeeinheit zum wahlweisen Betätigen der Schalteinheiten, und eine Steuereinheit, die auf die Tastenbefehle hin die entsprechenden Schalteinheiten steuert.

Bei einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Steuern eines Mikrowellenofens, der mit einem Schlitze aufweisenden Toaster versehenen ist, gekennzeichnet durch: Eingeben eines Befehls an eine Tasteneingabeeinheit mittels einem oder mehreren Tastenbefehlen zum Betätigen des Toasters; und auf der Basis des eingegebenen Befehls, Steuern einer oder mehrerer Heizvorrichtungen des Toasters zum Erwärmen von Nahrungsmittel in einem oder mehreren ausgewählten Schlitz/en.

Zum besseren Verständnis der Erfindung und um zu zeigen, wie deren Ausführungsbeispiele verwirklicht werden können, wird nun beispielhaft auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen Bezug genommen, bei denen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Mikrowellenofens ist, der mit einem Toaster gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausgestattet ist;

2 eine schematische Ansicht im Schnitt des in 1 gezeigten Toasters ist;

3 eine Treiberschaltung des Mikrowellenofens ist, der mit dem Toaster ausgestattet ist, der gemäß dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung erste und zweite Schlitzöffnungen aufweist;

4A und 4B Ablaufdiagramme sind, die die Steuerzustände des ersten und zweiten Relaisschalters RY1 und RY2 darstellen, wenn die in 3 gezeigte erste und zweite Taste gedrückt wird; und

5 ein Steuerablaufdiagramm der Treiberschaltung des in 3 gezeigten Mikrowellenofens ist.

1 ist eine perspektivische Ansicht eines Mikrowellenofens, der mit einem Toaster gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausgestattet ist. Wie in 1 gezeigt, ist vor einem in einem Teil des Mikrowellenofens vorgesehenem Elektrokomponentenraum ein Toaster 20 zum Rösten von Brot in einem Gehäuse 10 des Mikrowellenofens eingebaut, und eine Tastenbefehle empfangende Tasteneingabeeinheit 12 ist auf einem Bedienfeld 11 angeordnet, auf dem verschiedene Tasten zur Steuerung verschiedener Funktionen des Mikrowelleofens vorgesehen sind.

Der Toaster 20 ist mit einer ersten Schlitzöffnung 21 und einer zweiten Schlitzöffnung 22 versehen, die das zu röstende Brot darin aufnehmen, wobei die erste und zweite Schlitzöffnung 21 und 22 in einem Gehäuse des Toasters 20 vorgesehen und rechteckig ausgebildet sind. Wie in 2 gezeigt, ist der Toaster 20 ferner an gegenüberliegenden Seiten der jeweils ersten Schlitzöffnung 21 und zweiten Schlitzöffnung 22 mit einer elektrisch gesteuerten und Wärme abstrahlenden ersten, zweiten und dritten Heizvorrichtung 23, 24 und 25 versehen, um das in der ersten Schlitzöffnung 21 und in der zweiten Schlitzöffnung 22 enthaltene Brot zu rösten.

Die Tasteneingabeeinheit 12 weist eine erste Taste 12a und eine zweite Taste 12b als Funktionstasten des Toasters 20 auf. Die erste Taste 12a wird zum Betätigen der ersten und zweiten Heizvorrichtung 23 und 24 verwendet, wenn Brot in der ersten Schlitzöffnung 21 aufgenommen ist, und die zweite Taste 12b wird zum Betätigen der ersten, zweiten und dritten Heizvorrichtung 23, 24 und 25 verwendet, wenn Brot in der ersten Schlitzöffnung 21 und der zweiten Schlitzöffnung 22 aufgenommen ist (siehe 2).

2 ist eine schematische Schnittansicht des in 1 gezeigten Toasters.

Bezugnehmend auf 2 sind die erste Schlitzöffnung 21 und die zweite Schlitzöffnung 22 parallel vorgesehen. Die erste Heizvorrichtung 23 ist an der Außenseite der ersten Schlitzöffnung 21 angeordnet. Ferner ist die zweite Heizvorrichtung 24 zwischen der ersten Schlitzöffnung 21 und der zweiten Schlitzöffnung 22 angeordnet. Entsprechend wird das in der ersten Schlitzöffnung 21 enthaltene Brot geröstet, indem die Wärme der ersten und zweiten Heizvorrichtung 23 und 24 an gegenüberliegenden Seiten der ersten Schlitzöffnung 21 aufgenommen wird. Ferner ist die dritte Heizvorrichtung 25 an einer Außenseite der zweiten Schlitzöffnung 22 angeordnet. Entsprechend wird das in der zweiten Schlitzöffnung 22 enthaltene Brot geröstet, indem die Wärme der zweiten und dritten Heizvorrichtung 24 und 25 an gegenüberliegenden Seiten der zweiten Schlitzöffnung 22 aufgenommen wird.

Nachstehend wird eine Mikrowellenofen-Treiberschaltung beschrieben, die in dem Toaster integriert ist, der mit Bezug auf 1 und 2 die erste und zweite Schlitzöffnung aufweist.

3 zeigt die Treiberschaltung des Mikrowellenofens, der mit dem Toaster ausgestattet ist, der gemäß dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung die erste und zweite Schlitzöffnung aufweist.

Wie in 3 gezeigt, ist die Toaster-Treiberschaltung 100 in einer Treiberschaltung des Mikrowellenofens integriert, der mit dem Toaster 20 ausgestattet ist, der gemäß dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung die erste und zweite Schlitzöffnung 21 und 22 aufweist. Die Toaster-Treiberschaltung 100 ist mit einem thermischen Abschalter TCO versehen, um eine Überhitzung des Toasters zu vermeiden. Erste parallel miteinander verbundene Anschlusskontakte eines ersten Relaisschalters RY1 und eines zweiten Relaisschalters RY2 sind mit einem ersten Anschlusskontakt des thermischen Abschalters TCO verbunden. Die parallel miteinander verbundene erste Heizvorrichtung 23 und zweite Heizvorrichtung 24 sind mit einem zweiten Anschlusskontakt des ersten Relaisschalters RY1 verbunden. Ferner ist die dritte Heizvorrichtung 25 mit einem zweiten Anschlusskontakt des zweiten Relaisschalters RY2 verbunden.

Durch eine Relaistreibereinheit 40, die auf Steuersignale einer den Gesamtbetrieb des Mikrowellenofens steuernden Steuereinheit 30 hin betrieben wird, werden der erste und zweite Relaisschalter RY1 und RY2 an- oder ausgeschaltet. Durch Erzeugen entsprechender Steuersignale auf Tastenbefehle hin, die den Eingaben der ersten Taste 12a und der zweiten Taste 12b entsprechen, steuert in diesem Fall die Steuereinheit 30 die Relaistreibereinheit 40 an.

Ferner ist eine ein Magnetron MGT steuernde Hochspannungseinheit-Steuerschaltung 200 des Mikrowellenofens in der Treiberschaltung des Mikrowellenofens integriert, der mit dem Toaster 20 ausgestattet ist, der die erste und zweite Schlitzöffnung 21 und 22 aufweist.

Die Hochspannungseinheit-Steuerschaltung 200 des Mikrowellenofens umfasst ein Magnetron MGT, das bei einer hohen Frequenz schwingt, einen Hochspannungstransformator HVT, der eine Spannung einer Eingangswechselstromversorgung verstärkt und die verstärkte Spannung an das Magnetron MGT ausgibt, und einen Hochspannungskondensator HVC und eine Hochspannungsdiode HVD, die die verstärkte Spannung, die vom Hochspannungstransformator HVT ausgegeben wird, in einen Gleichstrom DC mit hoher Spannung umwandeln. Ein dritter Relaisschalter RY3 ist zum Betätigen des Magnetrons MGT zwischen eine externe Stromversorgung und einen Anschlusskontakt der ersten Spule des Hochspannungtransformators HVT geschaltet. Die Hochspannungseinheit-Steuerschaltung 200 des Mikrowellenofens, die eine Hochspannungseinheit steuert, und die Toaster-Treiberschaltung 100, die den im Mikrowellenofen eingebauten Toaster 20 ansteuert, sind parallel miteinander verbunden.

Die 4A und 4B sind Ablaufdiagramme, die die Steuerzustände des ersten und zweiten Relaisschalters RY1 und RY2 darstellen, wenn die in 3 gezeigte erste Taste 12a und zweite Taste 12b gedrückt werden.

Bezugnehmend auf 4A und 4B, steuert, wenn die erste Taste 12a der Tasteneingabeeinheit 12 gedrückt wird, die Steuereinheit 30 die Relais-Treiberschaltung 40 an, um den ersten Relaisschalter RY1 für eine vorbestimmte Zeit T1 einzuschalten, so dass der ersten und zweiten Heizvorrichtung 23 und 24 Strom zugeführt und ermöglicht wird, dass das in der ersten Schlitzöffnung befindliche Brot für eine vorbestimmte Zeit T1 geröstet wird.

Wenn die zweite Taste 12b gedrückt wird, steuert die Steuereinheit 30 die Relaistreibereinheit 40 an, um den ersten und zweiten Relaisschalter RY1 und RY2 einzuschalten, so dass der Strom der ersten, zweiten und dritten Heizvorrichtung 23, 24 und 25 für eine vorbestimmte Zeit T1 zugeführt und ermöglicht wird, dass das in der ersten Schlitzöffnung 21 und der zweiten Schlitzöffnung 22 enthaltene Brot für eine vorbestimmte Zeit T1 geröstet wird.

Nachstehend wird, falls der Toaster in einem wandmontierten Mikrowellenofen mit begrenztem Stromverbrauch integriert ist, ein Verfahren beschrieben, das den gleichzeitigen Betrieb von Toaster 20 und Magnetron MGT des wandmontierten Mikrowellenofens vermeidet.

5 ist ein Steuerablaufdiagramm einer Treiberschaltung des in 3 gezeigten Mikrowellenofens.

Bezugnehmend auf 5 stellt die Steuereinheit 30 fest, ob die erste Taste 12a gedrückt ist, um zu bestätigen, ob gemäß einer Eingabe der ersten Taste 12a ein Tastenbefehl bei Vorgang 100 existiert.

Wenn die erste Taste 12a bei Vorgang 100 gedrückt ist, stellt die Steuereinheit 30 fest, ob das Magnetron MGT in Betrieb ist, um zu bestätigen, ob ein Garvorgang bei Vorgang 101 durchgeführt wird. Wenn das Magnetron MGT bei Vorgang 101 in Betrieb ist, so dass der Garvorgang durchgeführt wird, steuert die Steuereinheit 30 den ersten Relaisschalter RY1 derart, dass dieser beim Vorgang 102 ausgeschaltet wird, und kehrt zu Vorgang 101 zurück. Da der erste Relaisschalter RY1 ausgeschaltet ist, ist, wenn das Magnetron MGT in Betrieb ist, eine Stromversorgung zur ersten und zweiten Heizvorrichtung 23 und 24 für eine festgelegte Zeit T0 unterbrochen, so dass das Magnetron MGT und der Toaster 20 nicht gleichzeitig in Betrieb sind. Wenn das Magnetron MGT bei Vorgang 101 nicht in Betrieb ist, steuert die Steuereinheit 30 den ersten Relaisschalter RY1 derart, dass dieser beim Vorgang 103 eingeschaltet wird. Da der erste Relaisschalter RY1 eingeschaltet ist, wird der ersten und zweiten Heizvorrichtung 23 und 24 Strom zugeführt, so dass der Toaster 20 in Betrieb ist.

Die Steuereinheit 30 zählt die Einschaltzeit des ersten Relaisschalters RY1 bei Vorgang 104.

Danach vergleicht die Steuereinheit 30 die gezählte Einschaltzeit mit der vorbestimmten Zeit T1 und stellt fest, ob die gezählte Einschaltzeit länger ist als die vorbestimmte Zeit T1 bei Vorgang 105. Wenn die gezählte Einschaltzeit kürzer ist als die vorbestimmte Zeit T1 bei Vorgang 105, kehrt der Prozess dann zu Vorgang 103 zurück. Wenn die gezählte Einschaltdauer gleich oder länger ist als die vorbestimmte Zeit T1 bei Vorgang 105, steuert die Steuereinheit 30 den ersten Relaisschalter RY1 derart, dass dieser ausgeschaltet wird, so dass der Betrieb des Toasters 20 bei Vorgang 106 gestoppt wird.

Wenn die erste Taste 12a bei Vorgang 100 nicht gedrückt ist, stellt ferner die Steuereinheit 30 fest, ob die zweite Taste gedrückt ist, um zu bestätigen, ob gemäß einer Eingabe der zweiten Taste 12b ein Tastenbefehl bei Vorgang 200 existiert.

Wenn die zweite Taste 12b bei Vorgang 200 gedrückt ist, stellt die Steuereinheit 30 fest, ob das Magnetron MGT in Betrieb ist, um zu bestätigen, ob ein Garvorgang bei Vorgang 201 durchgeführt wird. Wenn das Magnetron MGT bei Vorgang 201 in Betrieb ist, so dass der Garvorgang durchgeführt wird, steuert die Steuereinheit 30 den ersten und zweiten Relaisschalter RY1 und RY2 derart, dass diese bei Vorgang 202 ausgeschaltet werden, und kehrt zu Vorgang 201 zurück. Da der erste und zweite Relaisschalter RY1 und RY2 ausgeschaltet sind, ist die Stromversorgung, wenn das Magnetron MGT in Betrieb ist, zur ersten, zweiten und dritten Heizvorrichtung 23, 24 und 25 für eine vorgegebene Zeit T0 unterbunden, so dass das Magnetron MGT und der Toaster 20 nicht gleichzeitig in Betrieb sind. Wenn das Magnetron MGT bei Vorgang 201 nicht in Betrieb ist, steuert die Steuereinheit 30 den ersten und zweiten Relaisschalter RY1 und RY2 derart, dass diese bei Vorgang 203 eingeschaltet werden. Da der erste und zweite Relaisschalter RY1 und RY2 eingeschaltet sind, wird der ersten, zweiten und dritten Heizvorrichtung 23, 24 und 25 Strom zugeführt, so dass der Toaster 20 in Betrieb ist.

Die Steuereinheit 30 zählt die Einschaltzeit des ersten und zweiten Relaisschalters RY1 und RY2 bei Vorgang 204.

Danach vergleicht die Steuereinheit 30 die gezählte Einschaltzeit mit der vorbestimmten Zeit T1 und stellt fest, ob die gezählte Einschaltzeit länger ist als die vorbestimmte Zeit T1 bei Vorgang 205. Wenn die gezählte Einschaltzeit kürzer ist als die vorbestimmte Zeit T1 bei Vorgang 205, kehrt der Prozess zu Vorgang 203 zurück. Wenn die gezählte Einschaltzeit gleich oder länger ist als die vorbestimmte Zeit T1 bei Vorgang 205, steuert die Steuereinheit 30 den ersten und zweiten Relaisschalter RY1 und RY2 derart, dass diese ausgeschalten werden, so dass der Betrieb des Toasters 20 bei Vorgang 206 gestoppt wird.

Wenn, wie oben beschrieben, der Toaster in dem wandmontierten strombegrenzten Mikrowellenofen eingebaut ist, wird ein gleichzeitiger Betrieb des Magnetron und der Heizvorrichtungen vermieden, so dass der Stromverbrauch begrenzt ist. Ein Stromausfall, der sich durch Auslösen eines Fehlerstromschutzschalters ergibt, der durch den durch gleichzeitigen Betrieb des Magnetrons und der Heizvorrichtungen erzeugten, übermäßigen Stromverbrauch angesprochen wird, wird vermieden.

Wie oben beschrieben, werden bei dem mit dem Toaster ausgestatteten Mikrowellenofen und bei dem Verfahren zu dessen Steuerung wahlweise die im Toaster vorgesehenen Heizvorrichtungen betrieben, wodurch der durch unerwünschten Betrieb der Heizvorrichtungen verursachte Stromverbrauch minimiert wird.

Ferner ist bei dem mit dem Toaster ausgestatteten Mikrowellenofen und bei dem Verfahren zu dessen Steuerung das Magnetron mit einer Vielzahl von Tasten versehen, die wahlweise die Heizvorrichtungen im Toaster steuern, wodurch ein Komfort für die Bedienung des Mikrowellenofens für den Benutzer vorgesehen wird.

Ferner begrenzen der mit dem Toaster ausgestattete Mikrowellenofen und das Verfahren zu dessen Steuerung den Stromverbrauch des Mikrowellenofens durch Verhindern eines gleichzeitigen Betriebs von Toaster und Magnetron, was beispielsweise bei wandmontierten Mikrowellenöfen anwendbar ist, bei denen der Stromverbrauch begrenzt ist.

Obwohl einige bevorzugte Ausführungsbeispiele gezeigt und beschrieben wurden, wird es vom Fachmann begrüßt werden, dass mehrere Änderungen und Modifikationen erfolgen können, ohne vom Umfang der Erfindung, wie dieser in den beigefügten Ansprüchen definiert ist, abzuweichen.


Anspruch[de]
  1. Mit einem Toaster ausgestatteter Mikrowellenofen mit:

    einer Vielzahl von Schlitzöffnungen (21, 22) zum Aufnehmen von Brot;

    einer Vielzahl von Heizvorrichtungen (23, 24, 25), die Wärme auf das in den entsprechenden Schlitzöffnungen (21, 22) aufgenommene Brot abgeben;

    dadurch gekennzeichnet, dass er ferner aufweist:

    eine Vielzahl von Schalteinheiten (RY1, RY2), die die Stromversorgung zu entsprechenden Heizvorrichtungen (23, 24, 25) steuern;

    eine Tasteneingabeeinheit (12), die Tastenbefehle zum wahlweisen Betätigen der Schalteinheiten (RY1, RY2) empfängt; und

    eine Steuereinheit (30), die auf die Tastenbefehle hin die entsprechenden Schalteinheiten (RY1, RY2) steuert.
  2. Mikrowellenofen nach Anspruch 1, wobei die Tasteneingabeeinheit (12) mit einer Vielzahl von Tasten (12a, 12b) versehen ist.
  3. Mikrowellenofen nach Anspruch 2, wobei aus der Vielzahl von Tasten (12a, 12b) zumindest eine dem Heizen einer der Schlitze (21, 22) zugeordnet ist und eine weitere aus der Vielzahl von Tasten (12a, 12b) dem Heizen aller Schlitze (21, 22) zugeordnet ist.
  4. Mikrowellenofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, der ferner aufweist:

    ein Magnetron (MGT), wobei die Steuereinheit (30) den Betrieb des Magnetrons so steuert, dass dieser unterbrochen wird, wenn eine oder mehrere der Heizvorrichtungen (23, 24, 25) in Betrieb ist/sind, und dass der Betrieb von einer oder mehreren der Heizvorrichtungen (23, 24, 25) unterbrochen wird, wenn das Magnetron (MGT) in Betrieb ist.
  5. Mikrowellenofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Mikrowellenofen ein wandmontierter Mikrowellenofen ist.
  6. Mikrowellenofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vielzahl der Schalteinheiten (RY1, RY2) Relaisschalter sind, die die Stromversorgung auf eine oder mehrere der Heizvorrichtungen (23, 24, 25), die jeweils den Schlitzöffnungen (21, 22) entspricht/entsprechen, schalten.
  7. Mikrowellenofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vielzahl von Heizvorrichtungen (23, 24, 25) benachbart den entsprechenden Schlitzöffnungen (21, 22) angeordnet sind.
  8. Mikrowellenofen nach Anspruch 7, wobei die Vielzahl von Heizvorrichtungen (23, 24, 25) benachbart den gegenüberliegenden Seiten jedes Schlitzes (21, 22) angeordnet sind, um die Lebensmittel gleichzeitig an den gegenüberliegenden Seiten der Lebensmittel zu erwärmen.
  9. Mikrowellenofen nach Anspruch 1, wobei die Tasteneingabeeinheit eine Vielzahl von Eingabetasten aufweist, die ein Betreiben der Heizvorrichtungen (23, 24, 25) ermöglichen.
  10. Mikrowellenofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer Treibereinheit (40), die die Schalteinheiten (RY1, RY2) antreibt.
  11. Mikrowellenofen nach Anspruch 10, wobei:

    die Treibereinheit (40) beruhend auf den durch die Eingabeeinheit (12) erhaltenen Befehlen eine oder mehrere der Heizvorrichtungen (23, 24, 25) steuert, um Lebensmittel in einem oder mehreren der Schlitze (21, 22) zu erwärmen.
  12. Mikrowellenofen nach Anspruch 10 oder 11, wobei die Steuereinheit (30) die Treibereinheit (40) und das Magnetron (MGT) so steuert, dass das Magnetron (MGT) abgeschaltet wird, wenn eine oder mehrere der Heizvorrichtungen (23, 24, 25) in Betrieb ist/sind, und eine oder mehrere der Heizvorrichtungen (23, 24, 25) abgeschaltet wird/werden, wenn das Magnetron (MGT) in Betrieb ist.
  13. Mikrowellenofen nach Anspruch 10, 11, oder 12, wobei die Steuereinheit (30) die Treibereinheit (40) und das Magnetron (MGT) steuert, um gleichzeitigen Betrieb von Magnetron (MGT) und einer oder mehreren der Heizvorrichtungen (23, 24, 25) zu vermeiden.
  14. Mikrowellenofen nach einem der Ansprüche 10 bis 13, der ferner aufweist:

    einen thermischen Abschalter zum Unterbrechen der Stromzufuhr zur Treibereinheit (40), um eine Überhitzung des Toasters zu vermeiden.
  15. Mikrowellenofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schalteinheiten Relaisschalter (RY1, RY2) aufweisen.
  16. Mikrowellenofen nach Anspruch 15, wobei einer von mehreren Relaisschaltern (RY1, RY2) wahlweise die Stromversorgung schaltet, um eine oder mehrere der Heizvorrichtungen (23, 24, 25), die einem oder mehreren der Schlitze entspricht/entsprechen, mit Strom zu versorgen.
  17. Mikrowellenofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei:

    ein erster und zweiter Schalter (RY1, RY2) vorgesehen ist, wobei die ersten Anschlusskontakte des ersten und zweiten Schalters, die parallel miteinander verbunden sind, mit einem Anschlusskontakt des thermischen Abschalters verbunden sind; und

    die Vielzahl von Heizvorrichtungen (23, 24, 25) aufweist:

    eine erste, zweite und dritte Heizvorrichtung (23, 24, 25), wobei die parallel miteinander verbundene erste und zweite Heizvorrichtung mit einem zweiten Anschlusskontakt des ersten Schalters (RY1) verbunden sind und die dritte Heizvorrichtung mit einem zweiten Anschlusskontakt des zweiten Schalters (RY2) verbunden ist.
  18. Mikrowellenofen nach Anspruch 10 oder 11 bis 17, falls abhängig von Anspruch 10, wobei:

    die Vielzahl von Heizvorrichtungen eine erste, zweite und dritte Heizvorrichtung (23, 24, 25) aufweist, um die in den entsprechenden Schlitzen (21, 22) vorgesehenen Lebensmittel zu erwärmen; und

    die Treibereinheit (40) beruhend auf den durch die Eingabeeinheit (12) erhaltenen Befehlen die erste, zweite und dritte Heizvorrichtung (23, 24, 25) steuert, um wahlweise die Lebensmittel in den ausgewählten Schlitzen (21, 22) zu erwärmen.
  19. Steuereinheit (30) für einen Mikrowellenofen nach Anspruch 1.
  20. Verfahren zum Steuern eines Mikrowellenofens, der mit einem Schlitze (21, 22) aufweisenden Toaster versehen ist, gekennzeichnet durch:

    Eingeben eines Befehls in eine Tasteneingabeeinheit mittels einem oder mehreren Tastenbefehlen zur Betreibung des Toasters; und

    Steuern einer oder mehrerer der Heizvorrichtungen (23, 24, 25) des Toasters beruhend auf den eingegebenen Befehlen, um Lebensmittel in einem oder mehreren der ausgewählten Schlitze (21, 22) zu erwärmen.
  21. Verfahren nach Anspruch 20, wobei:

    das Eingeben des Befehls aufweist:

    Betätigen einer ersten oder zweiten Taste der Tasteneingabeeinheit (12); und

    das Steuern einer oder mehrerer der Heizvorrichtungen (23, 24, 25) aufweist:

    Versorgen einer ersten und zweiten Heizvorrichtung (23, 24, 25) mit Strom zum Heizen eines ersten Schlitzes, wenn die erste Taste betätigt wird; und

    Versorgen der ersten, zweiten und dritten Heizvorrichtung (23, 24, 25) mit Strom zum Heizen des ersten und zweiten Schlitzes, wenn die zweite Taste betätigt wird.
  22. Verfahren nach Anspruch 21, wobei das Versorgen mit Strom für eine vorbestimmte Zeit stattfindet.
  23. Verfahren nach Anspruch 20, 21 oder 22, das ferner aufweist:

    Feststellen, ob ein Magnetron (MGT) in Betrieb ist, wenn der Befehl eingegeben ist;

    Verzögern des Betriebs des Toasters, wenn das Magnetron (MGT) in Betrieb ist; und

    Betreiben des Toasters, wenn das Magnetron (MGT) nicht in Betrieb ist.
  24. Verfahren nach Anspruch 23, wobei das Betreiben des Toasters aufweist:

    Zählen der Anschaltzeitabschnitte des Toasters;

    Feststellen, ob die gezählten Anschaltzeitabschnitte des Toasters länger sind als eine vorbestimmte Zeitperiode; und

    Abschalten des Toasters, wenn die gezählten Anschaltzeitabschnitte des Toasters länger sind als die vorbestimmte Zeitperiode.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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