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Dokumentenidentifikation DE69605871T3 20.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000761125
Titel Applikator für Wimperntusche
Anmelder L'Oréal S.A., Paris, FR
Erfinder Gueret, Jean Louis H., 75018 Paris, FR
Vertreter BEETZ & PARTNER Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69605871
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 09.08.1996
EP-Aktenzeichen 964017628
EP-Offenlegungsdatum 12.03.1997
EP date of grant 29.12.1999
EPO date of publication of amended patent 13.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.04.2006
IPC-Hauptklasse A46B 9/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A46D 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A45D 40/28(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A45D 34/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A46B 5/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen neuen Applikator für Wimperntusche, sowie eine transportierbare Verpackungseinheit für diese Wimperntusche, die mit diesem neuen Applikator ausgestattet ist, und ein Verfahren.

Es wurden bereits viele Vorrichtungen zum Auftragen und zur Verpackung von Wimperntusche vorgeschlagen. Zum Beispiel werden Wimperntusche-"Riegel", wie in der beiliegenden 1a dargestellt, mit einer Bürste 3 der Art Wichsbürste verwendet, deren Härchenenden 6 über einen angefeuchteten Wimperntusche-Riegel gerieben werden. Die Auftragfläche der Wimperntusche ist die Fläche, die aus dem Ende der Härchen der Bürste besteht. In dieser Figur sieht man die Bürste 3, die eine Wimper 2 belädt, wobei die Härchen 6 senkrecht zur Längsachse der Wimper liegen. Die Veränderung der Beladung ist proportional zur Viskosität der aus dem angefeuchteten Riegel bestehenden Paste. Die Benutzung einer solchen Vorrichtung ist langwierig: Tatsächlich erfordert sie einerseits die Zubereitung und die vorherige Dosierung der Paste, und andererseits ist die Bewegung beim Tuschen sehr ungenau.

Es wurden auch viele Vorrichtungen zum Auftragen und zur Verpackung von Wimperntusche vorgeschlagen, die einen an einem Ende offenen, steifen, rohrförmigen Körper, der die Wimperntusche enthält, und einen Applikator aufweisen, der in diesem Körper angeordnet werden kann, in die Wimperntusche eintaucht und mit einer Bürste versehen ist. Ein im Körper befindliches Element gewährleistet das Abstreifen der Bürste, wenn der Applikator aus dem Körper herausgezogen wird. Eine solche Vorrichtung wird zum Beispiel in der Druckschrift US 4,403,624 beschrieben.

Die beiliegende 1b zeigt einen in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichneten Applikator gleich diesen Applikatoren gemäß dem Stand der Technik, und eine Wimper 2. Der Applikator 1 ist mit einer Bürste 3 versehen, die einen zentralen Kern 4 aus verwundenen Drähten 5 aufweist, die Härchen 6 einklemmen. Diese Härchen 6 bilden eine Spirale, deren Achse der Kern 4 ist. Das Tuschen der keratinischen Fasern, insbesondere der Wimpern 2, erfolgt, indem man den Applikator 1 entlang dem Kern 4 schwenkt. Das Glätten der Wimpern 2 geschieht also mit Härchen 6, die senkrecht zu den Wimpern ausgerichtet sind.

Diese Applikatoren haben viele Nachteile. Sie erlauben nämlich nicht immer ein optimales Auftragen auf die keratinischen Fasern, und insbesondere die Wimpern: Die Härchen der Bürste, die spiralförmig senkrecht zum zentralen Kern der Bürste angeordnet sind, sind kurz, und es ist sehr schwierig, die Wimpern in ihrer ganzen Länge zu glätten. Die Bewegung, die darin besteht, den Applikator gemäß seiner Längsachse zu schwenken, ist ebenfalls ungeschickt und sehr ungenau. Die Wimpern werden nicht immer gut voneinander getrennt.

Da außerdem das Abstreifen der Bürste senkrecht zur Längsachse dieser Härchen erfolgt, wird die Formulierung der Wimperntusche sehr häufig Scherkräften unterworfen, und sie verliert die auf ihrer besonderen Viskosität beruhenden Eigenschaften: Die Formulierung kann Krümel bilden, und dieses Phänomen bewirkt ein schlechtes Glätten der Wimpern. Dies erfordert die Verwendung von gegenüber Scherkräften unempfindlichen Zusammensetzungen und begrenzt die Anzahl der verwendbaren Wimperntusche-Zusammensetzungen. Dies ist insbesondere der Fall bei den Wimperntuschen mit hohem Pigmentanteil. Schließlich erzeugt das zum Abstreifen der Bürste im Körper angeordnete Element beim Herausziehen der Bürste ein unangenehmes Sauggeräusch aufgrund des im Inneren des Körpers erzeugten Unterdrucks.

Die Druckschrift FR-A-2 620 603 beschreibt eine Einheit, die es ermöglicht, mehrere Geräte einer Schminkdose zu transportieren. Es wird jedoch kein Applikator für Wimperntusche erwähnt.

Es besteht also nach wie vor der Bedarf für einen Wimperntusche-Applikator, der eine bessere Beladung der Wimpern, sowie eine optimale Trennung dieser letzteren gewährleistet und dabei äußerst einfach zu benutzen ist.

Die vorliegende Erfindung will diesem Bedarf entsprechen.

Gegenstand der Erfindung sind also eine neue Einheit, wie sie im Anspruch 1 definiert ist, ein neuer Applikator, wie er im Anspruch 34 definiert ist, und ein Verfahren, wie es im Anspruch 32 definiert ist.

Das mit dem erfindungsgemäßen Applikator aufzutragende Produkt ist Wimperntusche.

Unter Härchenbüschel versteht man gemäß der vorliegenden Erfindung ein Härchen oder eine Einheit von mehreren Härchen.

Aus der Druckschrift FR-A-2 564 712 ist ein Applikator für Kosmetikprodukte bekannt, der einen länglichen Stiel und Härchen aufweist, die sich axial an einem der Enden des Stiels erstrecken. Dieser Applikator ist aber dazu bestimmt, begrenzte Zonen, wie z.B. die Wimpern in den Augenwinkeln, zu tuschen, und die Breite seines behaarten Bereichs ist für das Tuschen der Gesamtheit eines Wimpernbogens schlecht geeignet.

Der erfindungsgemäße Applikator hat mehrere Vorteile.

Insbesondere ist seine Benutzung im Vergleich mit den bereits bekannten Applikatoren für Wimperntusche vereinfacht. Der Stiel ist nämlich flach und kann leicht zwischen Daumen und Zeigefinger erfaßt werden. Um den Applikator noch besser erfassen zu können, kann der Stiel auch beträchtlich gekrümmt sein, um sich der Form der Finger, insbesondere des Daumens, anzupassen. So erfolgt das Auftragen des Produkts nicht mehr in unzuverlässiger Weise, indem man den Applikator entlang seiner Achse schwenkt, wie bei den bekannten Applikatoren, sondern indem die Wimpern über ihre ganze Länge von ihrer Basis zu ihrem Ende geglättet werden, wobei die Härchen die Wimpern berühren. Die Bewegung ist sehr viel einfacher als mit den bekannten Applikatoren. Außerdem ist es möglich, den Applikator beliebig zu neigen und so die Wimpern gemäß der gewünschten Biegung zu krümmen.

Die beiliegende 2 zeigt einen erfindungsgemäßen Applikator 1, der einen Stiel 8 und Härchen 6 aufweist. Mit einem solchen Applikator werden die Härchen 6 über ihre ganze Länge genutzt. Man erhält eine optimale Beladung der Wimpern 2.

Vorteilhafterweise haben die Härchen eine wirksame Länge, um die Wimpern entlang der Achse der Härchen beladen zu können. Sie können verschiedene Formen und Längen besitzen, Kapillarrillen oder Unebenheiten aufweisen, wobei diese verschiedenen Ausbildungen sowohl ein besseres Auftragen von Produkt auf die Wimpern als auch eine bessere Trennung dieser letzteren gewährleisten.

Vorteilhafterweise sind die Härchen in Büscheln ausgebildet, die in parallelen Reihen oder auf Lücke angeordnet sind. Die Gesamtheit der Härchen kann so an Walfischbarten erinnern.

Die Härchen können außerdem steif oder halbsteif sein, wobei diese Steifheit eine wirksamere Glättung und eine sehr gute Krümmung der Wimpern gewährleistet.

Die Härchen können aus einem elastisch verformbaren Material, aus Metall, aus Glas, aus Holz sein. Der Stiel des Applikators kann aus Kunststoffmaterial sein. Man kann so einen Applikator herstellen, der nur aus organischen Materialien besteht.

Die besondere Länge der Härchen sowie ihre unterschiedlichen Formen gewährleisten eine Beladung der Wimpern, die den Wünschen der Benutzerin angepaßt ist: Man kann zum Beispiel feine, dicke, kurze, längere, geflockte Härchen, Härchen mit Unebenheiten, Härchen verschiedener Steifheiten, je nach der gewünschten Beladung, mischen. Dicke und geflockte Härchen laden mehr Wimperntusche auf die Wimpern. Härchen mit Kapillarrillen oder Unebenheiten trennen die Wimpern besser. Steifere Härchen, sowie eine besondere Neigung des Stiels, gewährleisten eine ideale Krümmung der Wimpern. Schließlich können die Härchen auch Gleitmittel wie z.B. Molybdändisulfid, bakterientötende Mittel wie das Produkt "Microban", das von der Firma Microban Product Company verkauft wird, oder auch feuchtigkeitsabsorbierende Mittel enthalten, die die Härchen aufweichen und ihre Oberflächenspannung verändern.

Vorteilhafterweise besitzt der Abstreifer ein Fenster, dessen größte Abmessung in der ersten oben definierten Richtung ausgerichtet ist.

Die Einheit gewährleistet ein Abstreifen der Härchen parallel zu ihrer Längsachse und vermeidet das unangenehme Sauggeräusch beim Herausziehen des Applikators. Außerdem wird die Formulierung des Produkts nicht aufgebrochen und das Abscherphänomen tritt nicht auf. Dadurch wird die Verwendung von Wimperntusche-Formulierungen ermöglicht, die im allgemeinen Abscherkräften gegenüber empfindlich sind, und der Weg wird frei für neue Wimperntusche-Formulierungen. Die Anordnung der Härchen, vorteilhafterweise in Büscheln parallel zur Ebene des Stiels und nicht spiralförmig wie bei den bekannten Wimperntuschen, verhindert ebenfalls das Herausspritzen von Produkt.

Die Erfindung und ihre Anwendung gehen klarer aus der nachfolgenden Beschreibung hervor. Die Beschreibung erfolgt anhand der beiliegenden Figuren, in denen:

1a im Schnitt das Tuschen einer Wimper mit Hilfe einer Bürste der Art Wichsbürste mit einer "Riegel"-Wimperntusche zeigt,

1b im Schnitt das Tuschen einer Wimper mit Hilfe einer spiralförmigen Bürste eines rohrförmigen Applikators zeigt,

2 im Schnitt das Tuschen einer Wimper mit einem erfindungsgemäßen Applikator zeigt,

3 eine Perspektivansicht des erfindungsgemäßen Applikators ist,

4a eine Schnittansicht von Härchen zeigt, die mindestens eine Kapillarrille aufweisen,

4b eine Schnittansicht von Härchenbüscheln zeigt, die besonders in Form geschnitten sind,

4c Härchen verschiedener Längen mit Kugeln zeigt,

4d ein Härchen zeigt, dessen Ende die Form eines Nagels hat,

4e ein Härchen zeigt, dessen Ende die Form einer Gabel hat,

4f ein gewelltes Härchen zeigt,

4g geflockte Härchen zeigt,

5 eine Schnittansicht des mit einem Florbelag versehenen Applikators ist,

6 eine Schnittansicht des Applikators mit einem flexiblen Stiel ist,

7 eine Ansicht des Applikators mit Härchen verschiedener Längen ist, die in den Stiel eingepreßt wurden,

8 eine Schnittansicht eines Härchens mit Unebenheiten ist,

9 eine Ansicht des Applikators mit Härchenbüscheln ist, die auf Lücke angeordnet sind,

10 eine Schnittansicht der Verpackungseinheit ist, die einen erfindungsgemäßen Applikator und einen Wimperntuschebehälter aufweist,

11 eine Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen Applikators zeigt, dessen Stiel mit einem Gelenk versehen ist.

Gemäß der in 3 dargestellten Ausführungsform enthält der in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichnete Applikator hauptsächlich einen Stiel 8 und Büschel 9 von Härchen 6. Der Stiel 8 weist zwei flache Teile auf, einen ersten Teil 10, in den die Büschel 9 von Härchen 6 direkt eingesetzt sind, und einen zweiten Teil 11, der in Bezug auf den ersten Teil 10 geneigt ist. In dieser Figur sind die beiden Teile fest miteinander verbunden und aus einem Stück, aber sie könnten auch gelenkig miteinander verbunden sein.

Man definiert eine erste Richtung X, die in der Ebene des Teils 10 des Stiels 8 enthalten und senkrecht zur Längsachse A dieses Stiels ausgerichtet ist, eine zweite Richtung Y, senkrecht zur Ebene des Teils 10 des Stiels 8, und eine dritte Richtung Z senkrecht zu X und Y. Somit sind die Büschel 9 von Härchen 6 in den Teil 10 parallel zur Ebene dieses Teils und in einer Richtung im wesentlichen parallel zu Z eingesetzt.

Zum Beispiel hat der Stiel, gemessen in Richtung Z, eine Länge von 1 bis 4 cm.

Die Härchenbüschel sind in den Teil 10 beliebig eingesetzt, geklebt, angeheftet oder eingepreßt. Sie sind in Reihen 7 angeordnet, wobei zwei verschiedene Härchen 6 höchstens 3 mm voneinander entfernt sind, gemessen an ihrer Basis 15 und in Richtung X, und höchstens 2 mm gemessen an ihrem freien Ende 17 und nach wie vor in Richtung X. In 3 sind die Härchenbüschel in zwei parallelen und einander gegenüberliegend fluchtenden Reihen 7 angeordnet.

Die Breite der Gesamtheit der Büschel 9 von Härchen 6, gemessen am freien Ende der Härchen in Richtung X, ist mindestens gleich einem Viertel eines Wimpernbogens und insbesondere größer als 0,75 cm, sie liegt vorzugsweise zwischen 0,75 und 3 cm. Die Dicke der Gesamtheit der Büschel 9 von Härchen 6, ebenfalls am freien Ende der Härchen und in Richtung Y gemessen, ist höchstens gleich der Dicke des Stiels, insbesondere des Teils 10, ebenfalls in Richtung Y gemessen. In der Praxis wird diese Dicke zwischen 0,5 mm und 5 mm gewählt.

Die Länge der Härchen 6, gemessen in Richtung Z, ist ausreichend, um es den Wimpern zu ermöglichen, sich entlang der Achse der Härchen zu beladen. Diese Länge liegt zwischen 10 und 30 mm. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung haben die Härchen eine Länge zwischen 15 und 20 mm.

Die Härchen des erfindungsgemäßen Applikators haben im allgemeinen einen Durchmesser zwischen 0,04 und 0,7 mm, vorzugsweise zwischen 0,05 und 0,6 mm, und noch bevorzugter zwischen 0,06 und 0,4 mm. Ihre Härte zwischen von 10 Shore A bis 60 Shore D liegen.

Die Härchen können gleicher oder unterschiedlicher Art, Form und Länge sein.

So können die Härchen 6 des erfindungsgemäßen Applikators 1 natürlich oder synthetisch sein. Sie können aus Pflanzenfasern oder Naturfasern, aus Metall, wie z.B. Stahl, aus Glas, aus Holz oder aus elastisch verformbaren Materialien sein, z.B. aus vulkanisierten Elastomeren oder thermoplastischen Materialien. Insbesondere können sie aus in den Stiel eingepreßtem, thermoplastischem Material sein, wie es in 7 dargestellt ist. Vorzugsweise sind die Härchen aus synthetischem Material.

Sie können einer Florbehandlung unterzogen worden sein und an ihren Enden kürzere Härchen 23 aufweisen, wie in 4g dargestellt; ihre Unebenheiten und ihre Längenunterschiede können durch Schleifen senkrecht zu den oder die Härchen berührend, durch Heißformen erhalten werden. Die Härchen können Kugeln 24 aufweisen, die durch Krempeln erhalten werden, wie in 4c dargestellt ist. Diese Kugeln können sich in unterschiedlichen Höhen der Härchen befinden. Die Härchen können mit Gamma- oder Betastrahlen beschossen worden sein, um ihren Oberflächenzustand zu verändern. Sie können geschliffen worden sein, um sie zuzuspitzen. Ihr freies Ende kann die Form eines Nagels 25 aufweisen, wie in 4d dargestellt, oder die Form einer Gabel 26, wie in 4e dargestellt.

Die Härchen können eine oder mehrere Kapillarrillen unterschiedlicher Querschnitte, wie z.B. die Rillen 12 in 4a, aufweisen; die Härchenbüschel können in eine abgeschrägte Form 27 oder in eine konkave 28 oder konvexe Form 29 geschnitten sein, wie in 4b dargestellt; sie können Unebenheiten 14 aufweisen, wie das in 8 dargestellte Härchen; sie können gekrümmt sein oder über ihre ganze Länge Wellenformen aufweisen, wie das in 4f dargestellte Härchen 30. Der Applikator kann auch mit einem Florbelag 13 versehen sein, d.h. mit einem kapillaren oder imprägnierbaren Schaum, der zwischen zwei Reihen 7 von Härchen 6 eingefügt ist, wie dies in 5 dargestellt ist. Ein solcher Florbelag gewährleistet eine bessere Beladung der Härchen mit Wimperntusche. Diese 5 unterscheidet sich außerdem von der 3 durch die Tatsache, daß der Stiel aus einem einzigen, flachen Stück besteht, dessen Mittelebene in der von den Richtungen X und Z definierten Ebene liegt.

11 unterscheidet sich von 3 durch die Tatsache, daß die Gesamtheit der Härchen eine Kurve bildet, daß der Stiel 8 um ein Scharnier 31 gelenkig gelagert ist und daß er zwei Rasten 32 aufweist, um den Stiel entweder parallel zu den Härchen oder in einer geneigten Stellung zu blockieren. Das Scharnier kann ein Folienscharnier sein.

Die in 11 dargestellten Merkmale können an die Applikatoren der 2 bis 10 angepaßt werden.

In 6 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators dargestellt, dessen Stiel 8 flexibel ist. Der Stiel 8 besitzt hier drei Teile: einen Teil 10 gleich dem der 3, einen zentralen Teil 19, der dünner ist als der Teil 10, und einen dritten Teil 20, der sich in der Verlängerung der Teile 10 und 19 befindet und dessen Dicke im wesentlichen gleich der des Teils 10 ist. Aufgrund des Teils 19 ist der Stiel 8 flexibel, und der Applikator kann somit je nach Wunsch der Benutzerin in Bezug auf die Wimpern geneigt werden. Ein solcher flexibler Stiel verleiht dem Tuschvorgang außerdem mehr Geschmeidigkeit, wenn das Auftragen des Produkts mit Hilfe von steifen oder halbsteifen Härchen erfolgt.

7 zeigt einen Applikator, dessen Härchen 6 unterschiedliche Längen aufweisen und in den Stiel 8 eingepreßt sind.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die in 9 dargestellt ist, sind die Büschel 9 von Härchen 6 auf Lücke angeordnet.

10 zeigt eine Verpackungseinheit 16 für Wimperntusche, die den Applikator 1 und einen Behälter 18 für Wimperntusche 21 aufweist. Die Einheit 16 ist geschlossen dargestellt, wobei der Applikator 1 als Verschluß dient. Der Behälter 18 enthält einen Abstreifer 22. In der geschlossenen Stellung tauchen die Härchen 6 in die Wimperntusche 21 ein. Wenn man den Applikator 1 herauszieht, werden die Härchen 6 dann vom Abstreifer 22 durch einfaches Glätten der Härchen abgestreift, ohne irgendeine Veränderung ihrer Ausrichtung.

Diese Einheit ist relativ kompakt und kann leicht transportiert werden.

Konkret wird ein solcher Applikator auf sehr einfache Weise zusammen mit einem wie oben beschriebenen Wimperntuschebehälter oder sogar mit einer "Riegel"-Wimperntusche benutzt, indem man den erfindungsgemäßen Applikator auf dem angefeuchteten Riegel reibt.

Mit Hilfe dieses Applikators wird die Wimperntusche in äußerst einfacher Weise auf die Wimpern aufgetragen, wobei die Bewegung, um die Wimpern zu glätten, von unten nach oben erfolgt, von der Basis der Wimpern zu ihrem Ende, und die Härchen des Applikators parallel zu den Wimpern liegen.

Die Bewegung ist auch viel genauer als gemäß dem Stand der Technik (siehe 1a und 1b). Tatsächlich ermöglichen der flache Stiel und die besondere Ausgestaltung dieses Applikators einerseits, ihn während der Benutzung auf einfache Weise zu halten, und andererseits, aufgrund einer weiter ausholenden und freieren Bewegung, ein gegenüber den Wimpern besser berechnetes Tuschen durchzuführen. Ein solcher Applikator ermöglicht es der Benutzerin, die Härchen wirklich entlang der Wimpern zu begleiten und diese letzteren sehr genau zu beladen.

Schließlich kann die Benutzerin ihre Bewegung beenden, indem sie den Applikator so neigt, daß die Härchen in eine Stellung senkrecht zu den Wimpern gebracht werden. So kann sie die Wimpern mit Hilfe der äußersten Spitze der Härchen perfekt trennen und krümmen.

Ein solcher Applikator ist sehr einfach herzustellen. Der Stiel kann zum Beispiel aus gegossenem Kunststoff, aus Holz oder aus einem beliebigen anderen Material sein, das üblicherweise zur Herstellung von Applikatoren verwendet wird.

Der erfindungsgemäße Applikator hat den Vorteil, keinen zentralen metallischen Kern aufzuweisen. Er kann also vollständig aus organischen Materialien hergestellt und wiederverwertbar sein.


Anspruch[de]
  1. Einheit, die einen Applikator (1) zum Auftragen von Wimperntusche auf die Wimpern aufweist, der einen Stiel (8), der mindestens einen flachen Bereich besitzt, und mindestens ein Büschel (9) von Härchen (6) aufweist, das parallel zu einer Ebene des Stiels eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des freien Endes des Härchenbüschels, gemessen in einer ersten Richtung parallel zu dieser Ebene, mindestens gleich 0,75 cm ist, wobei die Dicke des freien Endes des Härchenbüschels, gemessen in einer zweiten Richtung senkrecht zu dieser Ebene, zwischen 0,5 und 5 mm liegt, wobei die Härchen eine Länge von 10 bis 30 mm aufweisen, wobei diese Länge in einer dritten Richtung senkrecht zur ersten und zur zweiten Richtung gemessen wird, wobei das freie Ende der Härchen das Trennen der Wimpern ermöglicht, in Kombination mit

    – einem Wimperntuschebehälter, der einen Abstreifer (22) aufweist, der beim Herausziehen des Applikators ein Glätten der Härchen des Applikators entlang ihrer Längsachse ermöglicht.
  2. Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese Breite zwischen 0,75 und 3 cm liegt.
  3. Einheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des freien Endes des Härchenbüschels höchstens gleich der Dicke des Stiels ist.
  4. Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese Länge zwischen 15 und 20 mm liegt.
  5. Einheit nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen einen Durchmesser von 0,04 bis 0,7 mm haben.
  6. Einheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen einen Durchmesser von 0,05 bis 0,6 mm haben.
  7. Einheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen einen Durchmesser von 0,06 bis 0,4 mm haben.
  8. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen eine Härte aufweisen, die zwischen 10 Shore A und 60 Shore D liegt.
  9. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen synthetische Härchen sind.
  10. Einheit nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen aus einem Material bestehen, das aus den Metallen und den elastisch verformbaren Materialien ausgewählt wird.
  11. Einheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die elastisch verformbaren Materialien aus den vulkanisierten Elastomeren und den thermoplastischen Materialien ausgewählt werden.
  12. Einheit nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen aus in den Stiel eingepreßtem, thermoplastischem Material bestehen.
  13. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen mindestens eine Kapillarrille (12) aufweisen.
  14. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen unterschiedliche Längen aufweisen.
  15. Einheit nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen einen Florbelag (13) aufweisen.
  16. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen Unebenheiten (14) aufweisen.
  17. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen Gleitmittel und/oder bakterientötende Mittel aufweisen.
  18. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen feuchtigkeitsabsorbierende Mittel aufweisen.
  19. Einheit nach einem beliebigen der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen Wellenformen aufweisen.
  20. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen in Kugeln (24) enden, die durch Krempeln erhalten werden.
  21. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchen geflockt sind.
  22. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der maximale Abstand zwischen zwei Härchen, gemessen an einem festen Ende dieser Härchen, 3 mm beträgt.
  23. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie mehrere Härchenbüschel aufweist.
  24. Einheit nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchenbüschel in parallelen Reihen (7) angeordnet sind.
  25. Einheit nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Härchenbüschel auf Lücke angeordnet sind.
  26. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Härchenbüschel schräg (27), konvex (29) oder konkav (28) in Form geschnitten sind.
  27. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie nur organische Materialien aufweist.
  28. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel flexibel ist.
  29. Einheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel um ein Scharnier herum angelenkt ist.
  30. Einheit nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel eine Raste (32) aufweist, um den Stiel in der geneigten Stellung zu blockieren.
  31. Verpackungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifer ein Fenster aufweist, dessen größte Abmessung in der ersten Richtung verläuft.
  32. Verfahren zum Auftragen von Wimperntusche auf die Wimpern mittels eines Applikators, der einen Stiel (8), der mindestens einen flachen Bereich besitzt, und mindestens ein Büschel (9) von Härchen (6) aufweist, das parallel zu einer Ebene des Stiels eingesetzt ist, wobei die Breite des freien Endes des Härchenbüschels, gemessen in einer ersten Richtung parallel zu dieser Ebene, größer als 0,75 cm ist, wobei die Dicke des freien Endes des Härchenbüschels, gemessen in einer zweiten Richtung senkrecht zu dieser Ebene, zwischen 0,5 und 5 mm liegt, wobei die Härchen eine Länge von 10 bis 30 mm aufweisen, wobei die Länge in einer dritten Richtung senkrecht zur ersten und zur zweiten Richtung gemessen wird, wobei das freie Ende der Härchen das Trennen der Wimpern ermöglicht, wobei das Verfahren darin besteht:

    a) den Applikator mit Produkt zu laden,

    b) den Applikator durch einen Abstreifer verlaufen zu lassen, um die Härchen entlang ihrer Längsachse zu glätten, und

    c) den Applikator mit den Wimpern in Kontakt zu bringen, indem er so positioniert wird, daß die Härchen die Wimpern berührend ausgerichtet sind und diese letzteren über ihre ganze Länge von ihrer Basis bis zu ihrem Ende glätten.
  33. Auftragverfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß es weiter den folgenden Schritt aufweist:

    d) den Applikator so zu neigen, daß die Härchen senkrecht zu den Wimpern ausgerichtet werden, um diese letzteren mit dem freien Ende der Härchen zu trennen.
  34. Applikator (1) zum Auftragen von Wimperntusche auf die Wimpern, der einen Stiel (8), der mindestens einen flachen Bereich besitzt, und mindestens ein Büschel (9) von Härchen (6) aufweist, das parallel zu einer Ebene des Stiels eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des freien Endes des Härchenbüschels, gemessen in einer ersten Richtung parallel zu dieser Ebene, größer als 0,75 cm ist, wobei die Dicke des freien Endes des Härchenbüschels, gemessen in einer zweiten Richtung senkrecht zu dieser Ebene, zwischen 0,5 und 5 mm liegt, wobei die Härchen eine Länge von 10 bis 30 mm haben, wobei die Länge in einer dritten Richtung senkrecht zur ersten und zur zweiten Richtung gemessen wird, wobei der Stiel eine Länge hat, gemessen in der dritten Richtung, die zwischen 1 und 4 cm liegt, wobei das freie Ende der Härchen das Trennen der Wimpern ermöglicht.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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