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Dokumentenidentifikation DE102004050626A1 27.04.2006
Titel Einrichtung zur Überwachung der Umgebung eines Kraftfahrzeuges
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Lübcke, Michael, 85049 Ingolstadt, DE;
Vukotich, Alejandro, 85049 Ingolstadt, DE;
Popken, Markus, 85139 Wettstetten, DE;
Kos, Werner, 85049 Ingolstadt, DE;
Schmid, Ralf, 86653 Daiting, DE
DE-Anmeldedatum 18.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004050626
Offenlegungstag 27.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.2006
IPC-Hauptklasse G08G 1/16(2006.01)A, F, I, 20060201, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01S 15/93(2006.01)A, L, I, 20060201, B, H, DE   G01S 13/93(2006.01)A, L, I, 20060201, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine solche Einrichtung weist eine erste und eine zwiete Objektsensorik (1, 7) zur Erfassung zumindest eines Bereiches der Kraftfahrzeugumgebung auf, wobei ein von einem detektierten Objekt ausgehendes Signal der ersten Objektsensorik (1) zu einer automatischen Umschaltung auf die zweite Objektsensorik (7) führt.

Beschreibung[de]

Aus dem Stand der Technik (DE 3735847 A1) ist es bekannt ein Kraftfahrzeug mit Abstandssensoren, insbesondere im Heckbereich, auszuführen um somit Gegenstände, die sich im Bereich des Fahrzeuges befinden zu detektieren und ein Signal, als optisches Abstandssignal oder als akustische Tonfolge, abstandsabhängig zu erzeugen.

Zur Überwachung der Umgebung eines Kraftfahrzeuges ist es bekannt eine Videokamera vorzusehen, die als Rückfahrkamera ausgebildet ist und deren Signale auf einem im Kraftfahrzeug angeordneten Monitor darstellbar sind.

Es ist ferner bekannt Objektsensoren als Ultraschall-, Radar-, Video- oder Lidarsensoren auszuführen (DE 19947766 A1). Hieraus ist es ferner bekannt eine Einrichtung zur Überwachung der Umgebung eines einparkenden Fahrzeuges sowohl mit einer Videokamera als auch mit Objekterkennungssensoren auszuführen, die Bereiche abdecken, die von der Videokamera nicht erfasst werden. Diese Systeme arbeiten zur Überwachung der Umgebung parallel.

Aufgabe der Erfindung ist die weitere vorteilhafte Ausgestaltung einer Einrichtung zur Überwachung der Umgebung eines Kraftfahrzeuges.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des Patentanspruches 1 gelöst.

Beim Gegenstand der Erfindung sind eine erste und eine zweite Objektsensorik zur Erfassung zumindest eines Bereiches der Fahrzeugumgebung vorgesehen, wobei ein von einem detektierten Objekt ausgehendes Signal der ersten Objektsensorik zu einer automatischen Umschaltung auf die zweite Objektsensorik führt. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Einrichtung ist insbesondere darin zu sehen, dass der Kraftfahrzeugführer nicht mit einer Flut von Informationen sondern jeweils nur mit den Informationen versorgt wird, die aktuell notwendig sind.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnungen in Verbindung mit den Unteransprüchen.

In der 1 ist eine prinzipielle Anordnung einer Einrichtung nach der Erfindung und, in den 2 und 3 jeweils ein Beispiel einer Anzeige in prinzipieller Weise gezeigt.

Aus der 1 geht hervor, dass die erfindungsgemäße Einrichtung eine erste Objektsensorik 1 aufweist, die vorzugsweise als mit Ultraschall arbeitende Sensoren ausgestattet ist, um den Abstand eines nicht dargestellten Kraftfahrzeuges zu einem Hindernis oder Gegenstand zu detektieren. Im Rahmen der Erfindung kann die erste Objektsensorik 1 hierzu aber auch mit zumindest einem Radar- oder Lidarsensor ausgeführt sein. Die Signale der ersten Objektsensorik 1 werden einer ersten Auswerteeinrichtung 2 zugeführt, die sowohl die Ansteuerung der ersten Objektsensorik 1 als auch die Auswertung der von der ersten Objektsensorik 1 ausgehenden Signale durchführt. Von der ersten Auswerteeinrichtung 2 gehen dann optische oder akustische Signale aus, die einen Bezug hinsichtlich des Abstandes vom Kraftfahrzeug zu einem Objekt oder Gegenstand haben. Eine entsprechende Situation ist in der 2 dargestellt. Es ist erkennbar, dass in Abhängigkeit von einem detektierten Objekt oder Gegenstand eine entsprechende Markierung 3 auf der Anzeige 4 erzeugt wird. Die Markierung 3 kann in Abhängigkeit des Abstandes zwischen dem Fahrzeug und dem erkannten Objekt oder Gegenstand auch eine farbliche Kennzeichnung haben, wobei bspw. ein großer Abstand eine grüne, ein mittlerer Abstand eine gelbe und ein sehr naher Abstand eine rote Kennzeichnung erhält. Ebenso kann von der ersten Auswerteeinrichtung 2 ein entsprechendes akustisches Signal erzeugt werden, wobei bspw. die Tonfrequenz oder die Tonfolge entsprechend des Abstandes variiert. Wird ein Objekt oder ein Gegenstand von der ersten Objektsensorik 1 detektiert, so kann bspw. bei einem mittleren Abstand eine Umschaltung von der ersten Auswerteeinrichtung 2 über einen Schalter 6 bewirkt werden, der dann die Signale von einer zweiten Objektsensorik 7 über eine zweite Auswerteeinrichtung 8 auf die Anzeige 4 lenkt. Die zweite Objektsensorik 7 kann hierbei als optisches System, insbesondere als Kamerasystem, ausgeführt sein. Ausgehend von den Signalen der zweiten Objektsensorik 7 wird eine bildliche Darstellung der Fahrzeugumgebung auf der Anzeige 4 erzeugt, wobei das durch die erste Objektsensorik 1 detektierte Objekt besonders gekennzeichnet sein kann. Verliert das detektierte Objekt bspw. durch ein entsprechendes Fahrmanöver an Relevanz für eine Kollision, so erfolgt dann automatisch wieder eine Umschaltung auf die erste Objektsensorik 1 über den Schalter 6, der von der zweiten Auswerteeinrichtung 8 entsprechend angesteuert wird. Eine Umschaltung zwischen einem mit einer ersten und zweiten Objektsensorik 1,7 ausgeführten Front- oder Rücküberwachungssystem erfolgt in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung des Kraftfahrzeuges 5 bspw. dadurch, ob ein Vorwärts- oder ein Rückwärtsgang eingelegt ist.

1Erste Objektsensorik 2Erste Auswerteeinrichtung 3Markierung 4Anzeige 5Kraftfahrzeug 6Schalter 7Zweite Objektsensorik 8Zweite Auswerteeinrichtung

Anspruch[de]
  1. Einrichtung zur Überwachung der Umgebung eines Kraftfahrzeuges, mit einer ersten und einer zweiten Objektsensorik (1, 7) zur Erfassung zumindest eines Bereiches der Kraftfahrzeugumgebung, wobei ein von einem detektierten Objekt ausgehendes Signal der ersten Objektsensorik (1) zur einer automatischen Umschaltung auf die zweite Objektsensorik (7) führt.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, wobei die erste Objektsensorik (1) als Abstandssensorik und die zweite Objektsensorik (7) als Bildsensorik ausgeführt ist.
  3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei der ersten und der zweiten Objektsensorik (1, 7), eine Anzeigeeinrichtung (4) zugeordnet ist.
  4. Einrichtung nach Anspruch 3, wobei die Anzeige (4) der ersten und der zweiten Objektsensorik (1, 7) gemeinsam zugeordnet ist und die Umschaltung der Darstellung aufgrund des Signales erfolgt.
  5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, wobei die erste Objektsensorik (1) ein mit Ultraschallsensoren und die zweite Objektsensorik (7) ein mit einer Kamera ausgeführtes System ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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