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Dokumentenidentifikation DE102004051513A1 27.04.2006
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung einer abweichenden Temperaturverteilung mittels eines Pyrometers
Anmelder UST Umweltsensortechnik GmbH, 98716 Geschwenda, DE
Erfinder Kerl, Andreas, 37434 Bilshausen, DE;
Elbel, Thomas, Prof. Dr.-Ing., 37441 Bad Sachsa, DE;
Kiesewetter, Olaf, Dr.-Ing., 98716 Geschwenda, DE;
Meinecke, Michael, 30459 Hannover, DE
Vertreter Patentanwälte Tergau & Pohl, 30171 Hannover
DE-Anmeldedatum 21.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004051513
Offenlegungstag 27.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.2006
IPC-Hauptklasse G01J 5/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01J 5/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung (1) zur Bestimmung einer abweichenden Temperaturverteilung (7) in einem vorbestimmten Messbereich (4) eines Objektes (2), bei dem durch ein Pyrometer (3) entlang des Messbereiches (4), ausgehend von einer vorübergehend anzubringenden, eindeutig identifizierbaren Positionsmarkierung (5, 6), die Temperatur erfasst und die Temperaturverteilung (7) auf einem Display (8) dargestellt wird. Die Zuordnung einer von einem Sollwert (11) abweichenden Temperatur erfolgt aufgrund der Displaydarstellung auf die tatsächliche Position auf dem Objekt (2) innerhalb des Messbereiches (4).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung einer abweichenden Temperaturverteilung entlang eines vorbestimmten Messbereiches eines oder mehrerer Objekte mittels eines Pyrometers. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

Eine solche Vorrichtung und ein solches Verfahren zur Erfassung eines IR-Bildes werden in der Praxis beispielsweise zum Auffinden und Lokalisieren von visuell nicht sichtbaren Gegenständen, insbesondere Leitungen eingesetzt. Das Verfahren basiert dabei auf dem Messprinzip einer erfassten Temperaturdifferenz, so dass insbesondere auch Kunststoffleitungen lokalisiert werden können.

Derzeit werden in der Praxis bereits vielfach Thermographiekameras eingesetzt, die ein vollständiges Wärmebild des Objektes erfassen. Solche Thermographiekameras sind jedoch mit hohen Anschaffungskosten verbunden. Zudem setzt die Handhabung grundsätzlich einige Fachkenntnisse voraus, so dass diese für den gelegentlichen Einsatz im Baubereich nur eingeschränkt geeignet ist. Thermographie ist dabei grundsätzlich auch mit einem ortsauflösenden Pyrometer möglich.

Demgegenüber ist die berührungslose Temperaturerfassung der Objektoberfläche mittels eines Pyrometers wesentlich kostengünstiger, bei zugleich ausreichender Genauigkeit durchführbar. Warme oder heiße Gegenstände emittieren die mit dem Pyrometer erfasste Infrarot-Strahlung, deren Stärke von ihrer Temperatur abhängt. Als Detektoren für Pyrometer werden thermische, beispielsweise Thermosäulen, oder photoelektrische Detektoren verwendet.

Mit dem Pyrometer wird die Temperatur eines Wärmepunktes gemessen. Die Größe dieses Wärmespots ist durch den konstruktiv festgelegten Öffnungswinkel und den Abstand von der Oberfläche bestimmt. Prinzipbedingt wird dadurch also grundsätzlich keine Temperaturverteilung der Oberfläche bestimmt, sondern lediglich ein Messwert bezogen auf einen Messpunkt ermittelt. Dabei ist der ermittelte Temperaturwert unabhängig von dem Abstand von dem Objekt, mit dem sich lediglich die Messpunktgröße ändert.

Durch das Pyrometer wird jedoch lediglich ein isolierter Messwert erfasst, so dass es letztlich dem Geschick und Erinnerungsvermögen des Bedieners überlassen bleibt, gedanklich einen Maximalwert zu bestimmen und diesem die entsprechende Position auf dem Objekt näherungsweise zuzuordnen.

Aus der WO 01/80566 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung der Temperatur in einem Messbereich bekannt. Auf einem Display werden die durch ein Pyrometer erfasste Temperatur und ein mittels einer Videokamera erfasstes Bildsignal der Messbereichsoberfläche mit einer Markierung für den in dem Bildzentrum zentrierten Messpunkt dargestellt. Hierzu bilden das Pyrometer und die Videokamera eine gemeinsam verschwenkbare Baueinheit.

Die US 52 25 883 betrifft eine Vorrichtung zur Darstellung einer Temperaturverteilung eines Objektes auf einem Display nach dem Prinzip der Zweifarben-Pyrometre. Hierzu wird eine CCD-Kamera eingesetzt, durch welche die Wärmestrahlung im sichtbaren Lichtbereich, beispielsweise von Flammen, erfasst wird.

Die DE 31 25 217 C2 beschreibt ein Thermovisionspyrometer zur Messung der Temperaturverteilung eines Objektes. Das Thermovisionspyrometer lässt auf einem Bildschirm der Videokontrolleinheit die Temperaturbilder des zu untersuchenden Objektes, die sich durch eine hohen Genauigkeit bei der Wiedergabe der Temperaturverteilungen über die Oberflächen des zu untersuchenden Objektes auszeichnen, unter Ausschluss des Einflusses einer Ungleichmäßigkeit der Empfindlichkeit der Speicherplatte erscheinen. Als Fernsehaufnahmeröhre wird in einer Fernsehkamera ein Vidikon verwendet, das im infraroten Spektralgebiet einer Wärmestrahlung von Objekten empfindlich ist.

Die DE 42 92 011 C2 beschreibt eine thermische Bilderfassungsvorrichtung mit einer aus einer Vielzahl von pyroelektrischen, eindimensional in einer Linie angeordneten thermischen Erfassungselementen bestehenden Erfassungselementmatrix. Diese ist zur Bilderfassung um eine Drehachse drehbar angeordnet.

Durch die DE 198 53 513 A1 ist auch bereits eine Kombination von Pyrometer und Multimeter zur berührungslosen Strahlungsmessung bekannt. Hierzu kann ein optisches Visiermittel, beispielsweise Laservisiermittel vorgesehen werden, um den Messpunkt auf dem Objekt zu visualisieren. Die Vorrichtung kann eine digitale Kamera beinhalten. Weiterhin können die aufgezeichneten Daten auf einem Monitor oder einem Drucker dargestellt werden. Ferner kann die Vorrichtung auf einem Stativ montiert werden.

Nach der EP 0 057 290 A1 ist ein Temperaturscanner mit einer Anzeigevorrichtung zur Darstellung einer Temperaturverteilung eines bewegten Objektes verbunden. Der Temperaturscanner ist hierzu mit einem Schwenkspiegel ausgestattet, durch den der Messpunkt zwischen den beiden Randbereichen des Objektes bewegt wird.

Weiterhin betrifft die DE 198 32 833 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung, welche durch thermografische Messung der Abstrahlungswärme unter Berücksichtigung des zusätzlich gemessenen Emissionskoeffizienten zu jedem Messpunkt vorhandene Materialinhomogenitäten oder Oberflächenverschmutzungen eine Objektes als Bilddarstellung auf einem Monitor anzeigt.

Es sind ferner durch offenkundige Vorbenutzung in der Praxis bereits Wandscanner als Ortungsgeräte für elektrische Leitungen, Holz oder Kunststoff bekannt, die nach dem kapazitiven Prinzip mit einem hochfrequenten elektromagnetischen Feld arbeiten. Auf einem Display wird eine Anzeige der Position des detektierten Objektes einschließlich der zulässigen Bohrtiefe dargestellt. Der Wandscanner wird hierzu auf das Objekt aufgesetzt und auf dessen Oberfläche verfahren.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei einem gattungsgemäßen Verfahren die Temperaturverteilung eines Objektes mit geringem Aufwand zu erfassen und daraus signifikante Abweichungen der Temperaturwerte zu lokalisieren, um diese der entsprechenden Position auf dem Objekt zuzuordnen. Insbesondere soll die Position einer Wasser- oder Heizungsleitung mit geringem Aufwand reproduzierbar und von dem individuellen Geschick des Bedieners weitgehend unabhängig bestimmbar sein. Weiterhin soll eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens geschaffen werden.

Die erstgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren gemäß den Merkmalen der Ansprüche 1 und 9 gelöst. Die Unteransprüche 2 bis 8, 10 und 11 betreffen besonders zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung.

Erfindungsgemäß wird bei dem Verfahren zur Bestimmung einer abweichenden Temperaturverteilung entlang eines vorbestimmten Messbereiches in einem Bezugsystem eines oder mehrerer Objekte mittels eines Pyrometers, bei dem ausgehend von einer insbesondere vorhandenen oder vorübergehend anzubringenden, eindeutig identifizierbaren Positionsmarkierung die Temperaturverteilung durch eine Bewegung, insbesondere Schwenkbewegung des Pyrometers erfasst und aufgrund der erfassten Temperaturverteilung durch eine Visualisierung eine von einem Sollwert, insbesondere Mittelwert, abweichende Temperatur einer Position auf dem Objekt zugeordnet.

Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass die Darstellung einer Temperaturverteilung nicht zwingend eine ortsauflösend arbeitende Thermographiekamera bedingt, sondern aufgrund der in zeitlicher Abfolge nacheinander erfassten Einzelmesswerte mittels eines wesentlich kostengünstigeren Pyrometers immer dann eingesetzt werden kann, wenn sich die Temperaturverteilung nicht in schneller zeitlicher Abfolge ändert. Die einzelnen Messwerte bilden dann eine Temperaturverteilung, aus der mittels eines geeigneten Steuerprogrammes eine oder mehrere signifikante Abweichungen von einem Mittelwert unmittelbar erfasst und mittels einer Anzeige visualisiert werden können.

Hierzu wird eine besonders Praxis gerechte Abwandlung dadurch realisiert, dass die Temperaturverteilung auf einem Display dargestellt wird, wobei die Zuordnung einer von einem Sollwert, insbesondere Mittelwert, abweichenden Temperatur aufgrund der Positionsbestimmung der Displaydarstellung auf die tatsächliche Position innerhalb des Messbereiches auf dem Objekt erfolgt. Diese Position auf der Displaydarstellung gestattet dann eine einfache Übertragbarkeit auf das Objekt ausgehend von der Positionsmarkierung durch eine Verhältnisbildung, die beispielsweise als Prozentangabe auf einer Skalierung dargestellt wird. Als Positionsmarkierung kann hierbei beispielsweise ein Rand, eine Kante des Objektes oder eine auffällige Konturierung sein oder aber eine anzubringende Markierung.

Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn eine dem Messbereich entsprechende Skalierung auf dem Display dargestellt wird, um den Abstand zwischen der Positionsmarkierung und der Position der Temperaturabweichung dadurch der Displaydarstellung unmittelbar entnehmen und auf das Objekt übertragen zu können. Beispielsweise wird hierzu zunächst die Länge des Messbereichs gemessen oder auf ein gewünschtes Sollmaß festgelegt und anschließend die Skalierung, insbesondere Abszisse entsprechend ausgewählt.

Die Übereinstimmung zwischen dem Messpunkt und der Positionsmarkierung könnte durch eine Visiereinrichtung erreicht werden. Besonders einfach ist hingegen eine Abwandlung der vorliegenden Erfindung, bei welcher der Messpunkt des Pyrometers auf dem Objekt visualisiert wird. Hierdurch kann der Messpunkt auf dem Objekt unmittelbar von dem Bediener visuell überprüft werden, so dass einerseits die Durchführung des Verfahrens vereinfacht, andererseits mögliche Bedienungsfehler vermieden werden.

Weiterhin kann gemäß einer besonders einfachen Ausgestaltung die Visualisierung der von dem Sollwert, insbesondere Mittelwert, abweichenden Temperatur unmittelbar, insbesondere auch ohne eine zusätzliche Displaydarstellung auf dem Objekt beispielsweise auch mit derselben Einrichtung erfolgen, mit welcher auch der Messpunkt des Pyrometers auf dem Objekt visualisiert werden kann.

Beispielsweise wird dabei der Messpunkt des Pyrometers auf dem Objekt durch einen Laserstrahl visualisiert, wozu sich insbesondere handelsübliche und mit dem Pyrometer zu einer Einheit verbundene Laserpointer eignen.

Zugleich kann nach einer weiteren besonders Erfolg versprechenden Abwandlung der vorliegenden Erfindung mittels des Laserstrahls der Abstand des Pyrometers von dem jeweiligen durch den Messpunkt bestimmten Bereich des Objektes gemessen werden, um so eine Korrekturgröße zu der abweichenden Messpunktfläche aufgrund des unterschiedlichen Abstandes des Pyrometers von dem Objekt insbesondere bei einer Schwenkbewegung ableiten zu können. Der Laserstrahl dient dabei gemäß einer Weiterbildung zugleich der Visualisierung sowie der Abstandsmessung.

Eine ebenfalls besonders zweckmäßige Ausgestaltung des Verfahrens wird dadurch erreicht, dass das Pyrometer mittels einer Antriebseinheit entlang einer vorbestimmten Bewegungsbahn zeilenweise vertikal oder horizontal über den gesamten Messbereich bewegt wird, um so einerseits eine vollständige Bilddarstellung der Temperaturverteilung des gesamtes Objektes zu ermöglichen und andererseits aufgrund der bekannten Bewegungsbahn eine eindeutige Zuordnung des Messpunktes und der entsprechenden Koordinaten des Messpunktes bezogen auf das Objekt zu ermöglichen.

Besonders praxisnah ist es dabei auch, wenn mittels der Bildbearbeitung eine Isotherme von einem Sollwert abweichender Temperaturen erstellt wird, um so beispielsweise den Verlauf einer Heizwasserleitung als Isotherme erhöhter Temperatur oder einer Kaltwasserleitung als Isotherme verminderter Temperatur unmittelbar auf dem Display ablesen zu können.

Die Zuordnung des von dem Pyrometer erfassten Messwertes zu der Position des Objektes könnte ausgehend von der Positionsmarkierung aufgrund der Anzahl der Schritte bei bekannter Schrittweite oder aber bei einer gleichförmigen Schwenkbewegung aufgrund der Zeitdauer bestimmt werden. Besonders einfach ist es hingegen bei einem Verfahren zur berührungslosen Bestimmung abweichender Temperaturverteilung eines oder mehrerer Objekte, bei dem mittels eines Pyrometers die Temperatur erfasst und als Temperaturverteilung auf einem Display dargestellt wird, wenn mittels einer Kamera der auf dem Objekt visualisierte Messpunkt erfasst und auf dem Display mittels einer Bildbearbeitung in der Bilddarstellung des Objektes dem erfassten Messwert die entsprechende Position in der Bilddarstellung zugeordnet wird. Hierdurch erfolgt die Positionsbestimmung des Messpunktes nicht auf dem Objekt, sondern auf einer von der Kamera erfassten Bilddarstellung des Objektes. Abweichende Temperaturverläufe können dann in einfacher Weise unmittelbar in die Bilddarstellung des Objektes eingefügt werden und ermöglichen so eine zuverlässige Dokumentation. Die Übertragung der Bilddarstellung auf das Objekt erfolgt dann beispielsweise aufgrund eines Ausdruckes oder unmittelbar mit Hilfe der Displaydarstellung, wobei sich der Bediener auf vorhandene Merkmale des Objektes stützt.

Gemäß einer weiteren ebenfalls besonders zweckmäßigen Abwandlung wird die Position der von dem Sollwert abweichenden Temperatur auf dem Objekt visualisiert. Hierbei erfolgt die Darstellung der abweichenden Temperatur unmittelbar auf dem Objekt, so dass eine eigene Tansferleistung des Bedieners der auf dem Display ablesbaren Position der Temperaturabweichung auf das Objekt entfällt. Die Visualisierung erfolgt dabei beispielsweise mittels eines Projektors, insbesondere eines Beamers, oder aber mittels eines von einer Steuereinheit beweglichen Laserpointers, der hierzu beispielsweise in schneller Folge den Verlauf als Isotherme auf dem Objekt als bewegter Lichtpunkt darstellt. Der Bediener kann daher während der Projektion die gegebenenfalls gewünschte Bearbeitung des Objektes vornehmen, ohne zunächst eigene Markierungen anbringen zu müssen.

Die zweitgenannte Aufgabe, eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen, wird gelöst durch eine ein Pyrometer aufweisende Vorrichtung zur berührungslosen Bestimmung abweichender Temperaturverteilung eines oder mehrerer Objekte mit einer Einrichtung zur Visualisierung des Messpunktes des Pyrometers auf dem Objekt und mit einem Display zur Darstellung der Temperaturverteilung mehrerer Messpunkte. Hierdurch wird es möglich, aufgrund der Displaydarstellung die Bereiche abweichender Temperatur zu erfassen und der jeweiligen Position auf dem Objekt zuzuordnen. Die Visualisierung erfolgt dabei beispielsweise mittels eines Laserstrahls.

Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung bilden die Einrichtung und das Pyrometer eine in ihrer relativen Position festgelegte Baueinheit, so dass der Messpunkt stets mit dem auf dem Objekt visuell identifizierbaren Lichtpunkt übereinstimmt.

Dabei kann gemäß einer weiteren Ausgestaltung die Einrichtung zur Bestimmung des Abstandes des Pyrometers von dem jeweiligen Messpunkt auf dem Objekt mittels des Laserstrahls ausgeführt sein, um so die abstandsabhängige Messpunktgröße in die Auswertung der Temperaturverteilung einzuführen. Hierzu eignen sich auch an sich bekannte Laserabstandsmesseinrichtungen.

Eine Bilddarstellung des Objektes ist grundsätzlich nicht erforderlich, sofern der Messbereich auf dem Objekt eindeutig bestimmt und identifizierbar ist. Hingegen wird eine besonders einfach zu handhabende Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung dann erreicht, wenn die Vorrichtung eine den Messbereich des Objektes als Bilddarstellung erfassende Kamera, insbesondere Digitalkamera hat und dadurch die Positionsbestimmung des Messpunktes in der mittels der Digitalkamera erfassten Bilddarstellung erfolgt.

Gemäß einer anderen, ebenfalls besonders praxisgerechten Abwandlung hat die Vorrichtung eine Antriebseinheit zur Erfassung der Messpunkte entlang einer vorbestimmten Messlinie. Hierzu wird beispielsweise das Pyrometer verschwenkt oder aber der Messpunkt durch einen beweglichen Reflektor des Pyrometers entlang der gewünschten Messlinie bewegt. Die Einrichtung zur Visualisierung des Messpunktes ist bei dieser Gestaltung verzichtbar.

Die Position des Messpunktes auf dem Objekt kann bei einer gleichförmigen Verfahr- oder Schwenkbewegung aufgrund des Zeitverlaufs eindeutig bestimmt werden. Hingegen ist es besonders günstig, wenn die Antriebseinheit einen oder mehrere Schrittmotoren oder Inkrementalgeber hat, um so aufgrund der Anzahl der Schrittfolge auf die jeweilige Position des Messpunktes schließen zu können.

Hierzu ist gemäß einer weiteren besonders günstigen Abwandlung das Pyrometer auf einem Stativ der Vorrichtung mit eingeschränkten Freiheitsgraden beweglich, um so die zeilenweise Abtastung der Oberflächen des Objektes zu ermöglichen.

Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Diese zeigt jeweils in einer Prinzipskizze in

1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Displaydarstellung;

2 eine andere Form der Displaydarstellung der in 1 gezeigten Vorrichtung in einer vergrößerten Ansicht.

1 zeigt in einer Prinzipskizze eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 mit einem auf ein Objekt 2 gerichteten Pyrometer 3 zur berührungslosen Bestimmung der Temperatur verschiedener Teilbereiche des Objektes 2 innerhalb eines Messbereiches 4. Ausgehend von einer als Startpunkt ausgeführten Positionsmarkierung 5 werden in dem Messbereich 4 zwischen dem Startpunkt und einer als Endpunkt ausgeführten Positionsmarkierung 6 eine Vielzahl von Messwerten erfasst und als Temperaturverteilung 7 auf einem Display 8 der Vorrichtung 1 dargstellt. Die Vorrichtung 1 hat weiterhin eine als Laserpointer ausgeführte Einrichtung 9 zur Visualisierung eines jeweiligen Messpunktes 10 des Pyrometers 3 auf dem Objekt 2, welches eine unmittelbare visuelle Überprüfung des erfassten Messbereiches 4 des Objektes 1 durch den Bediener gestattet. Die Zuordnung einer von einem Sollwert 11, insbesondere Mittelwert, abweichenden Temperatur erfolgt aufgrund der Positionsbestimmung der Darstellung des Displays 8 auf die tatsächliche Position innerhalb des Messbereiches 4 auf dem Objekt 2.

2 zeigt eine bildhafte Form der Darstellung auf dem Display 8 mit Hilfe mehrerer Zeilen 12a, 12b, 12c mittels der in 1 gezeigten Vorrichtung 1, welche auf einer zeilenweisen, nacheinander durchgeführten Messwerterfassung basiert. Die Darstellung der Temperaturverteilung erfolgt dabei nicht in Form einer Linie, sondern durch unterschiedliche Farbwidergabe der dabei zweidimensionalen Darstellung, die beispielhaft durch unterschiedliche Graustufen dargestellt ist.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Bestimmung einer abweichenden Temperaturverteilung entlang eines vorbestimmten Messbereiches in einem Bezugsystem eines oder mehrerer Objekte mittels eines Pyrometers, bei dem ausgehend von einer insbesondere vorhandenen oder vorübergehend anzubringenden, eindeutig identifizierbaren Positionsmarkierung die Temperaturverteilung durch eine Bewegung, insbesondere Schwenkbewegung des Pyrometers erfasst und aufgrund der erfassten Temperaturverteilung durch eine Visualisierung eine von einem Sollwert, insbesondere Mittelwert, abweichende Temperatur einer Position auf dem Objekt zugeordnet wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturverteilung auf einem Display dargestellt wird, wobei die Zuordnung einer von einem Sollwert, insbesondere Mittelwert, abweichenden Temperatur aufgrund der Positionsbestimmung der Displaydarstellung auf die tatsächliche Position innerhalb des Messbereiches auf dem Objekt erfolgt.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Messbereich entsprechende Skalierung auf dem Display dargestellt wird.
  4. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Messpunkt des Pyrometers auf dem Objekt visualisiert wird.
  5. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Visualisierung der von dem Sollwert, insbesondere Mittelwert, abweichenden Temperatur auf dem Objekt erfolgt.
  6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Messpunkt des Pyrometers und/oder die von dem Sollwert abweichenden Temperatur auf dem Objekt durch einen Laserstrahl visualisiert wird.
  7. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines Laserstrahls der Abstand des Pyrometers von dem jeweiligen durch den Messpunkt bestimmten Bereich des Objektes gemessen wird.
  8. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pyrometer entlang einer vorbestimmten Bewegungsbahn in dem Messbereich bewegt wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Pyrometer zeilenweise vertikal und/oder horizontal über den gesamten Messbereich bewegt wird.
  10. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Bildbearbeitung eine Isotherme von einem Sollwert abweichender Temperaturen erstellt wird.
  11. Verfahren zur berührungslosen Bestimmung abweichender Temperaturverteilung eines oder mehrerer Objekte, bei dem mittels eines Pyrometers die Temperatur erfasst und als Temperaturverteilung auf einem Display dargestellt wird, wobei mittels einer Kamera der auf dem Objekt visualisierte Messpunkt erfasst und auf dem Display mittels einer Bildbearbeitung in der Bilddarstellung des Objektes dem erfassten Messwert die entsprechende Position in der Bilddarstellung zugeordnet wird.
  12. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der von dem Sollwert abweichende Temperatur auf dem Objekt visualisiert wird.
  13. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Darstellung der Temperaturverteilung als Isotherme erfolgt.
  14. Eine ein Pyrometer (3) aufweisende Vorrichtung (1) zur berührungslosen Bestimmung abweichender Temperaturverteilung (7) eines oder mehrerer Objekte (2) mit einer Einrichtung (9) zur Visualisierung des Messpunktes (10) des Pyrometers (3) auf dem Objekt (2) und mit einem Display (8) zur Darstellung der Temperaturverteilung (7) mehrerer Messpunkte (10).
  15. Vorrichtung (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (9) einen Laserstrahl emittiert.
  16. Vorrichtung (1) nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung und das Pyrometer (3) eine in ihrer relativen Position festgelegte Baueinheit bilden.
  17. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (9) zur Bestimmung des Abstandes des Pyrometers (3) von dem jeweiligen Messpunkt (10) auf dem Objekt (2) mittels des Laserstrahls ausgeführt ist.
  18. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine den Messbereich (4) des Objektes (2) erfassende Kamera, insbesondere Digitalkamera hat.
  19. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Antriebseinheit zur Erfassung der Messpunkte (10) entlang einer vorbestimmten Messlinie aufweist.
  20. Vorrichtung (1) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit einen oder mehrere Schrittmotoren und/oder Inkrementalgeber hat.
  21. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Pyrometer (3) auf einem Stativ der Vorrichtung mit eingeschränkten Freiheitsgraden beweglich ist.
  22. Vorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (9) und das Pyrometer (3) eine in ihrer relativen Position festgelegte Baueinheit bilden.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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