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Vorrichtung zur willkürlichen Erzeugung einer Schlaffkette bei einem Aufzug - Dokument DE202006000139U1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202006000139U1 27.04.2006
Titel Vorrichtung zur willkürlichen Erzeugung einer Schlaffkette bei einem Aufzug
Anmelder Rud. Prey GmbH, 24113 Kiel, DE
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, Schildberg, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202006000139
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.04.2006
Registration date 23.03.2006
Application date from patent application 04.01.2006
IPC-Hauptklasse B66B 5/12(2006.01)A, F, I, 20060214, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur willkürlichen Erzeugung einer Schlaffkette bei einem Aufzug nach dem Anspruch 1.

Es ist bekannt, Aufzugkabinen oder -körbe mit Hilfe eines Hydraulikantriebs zu betätigen. Zu diesem Zweck wird eine Rolle oder ein Kettenrad auf der Kolbenstange eines Hydraulikzylinders drehbar gelagert, um die bzw. um das ein Seil bzw. eine Kette geschlungen ist. Ein Ende des Triebelements ist schachtfest angebracht und das andere am Aufzugkorb.

Bei der Verwendung einer Kette als Triebelement, die aus Sicherheitsgründen mindestens zweifach eingesetzt wird, muß dafür gesorgt werden, daß diese stets gespannt ist. Zu diesem Zweck ist mit dem ortsfest angeschlagenen Ende eine Kettenspannvorrichtung verbunden. Diese besteht zumeist in einer Stange, die durch eine Widerlagerplatte hindurchgeführt ist und auf deren Gewindeabschnitt zwei Muttern sitzen, wobei die eine Mutter zum Spannen der Stange dient und die andere als Kontermutter wirkt. Das andere Ende der Kette ist am Fahrkorb angeschlagen, zumeist an der Unterseite, und zwar über eine Federvorrichtung, die außerdem mit einer Schlaffketten-Überwachungseinrichtung versehen ist. Tritt bei einer der mindestens zwei Ketten eine Schlaffung ein, wird ein Auslösemechanismus betätigt, der den Kettenzustand anzeigt und den Aufzug außer Betrieb hält oder setzt. Dies ist beispielsweise auch der Fall, wenn die Kette gerissen ist.

Sicherheitsvorschriften schreiben vor, daß die Schlaffketten-Überwachungsvorrichtung von Zeit zu Zeit auf ihre Funktionsfähigkeit getestet werden muß. Zu diesem Zweck ist daher eine der Ketten in den schlaffen Zustand zu überführen. Dies kann etwa mit Hilfe der Kettenspannvorrichtung geschehen. Diese ist jedoch in manchen Fällen sehr schwer zugänglich, so daß die erforderlichen Arbeiten unbequem und zeitraubend sind. Zudem nehmen diese Einrichtungen Platzbedarf in kleinen Schachtgruben in Anspruch, der Sicherheitsräume beeinträchtigt und bei Glas in Glas-Aufzügen optisch negative Auswirkungen hat.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur willkürlichen Erzeugung einer Schlaffkette zu schaffen, die mit einfachsten Handgriffen und in kürzester Zeit betätigbar ist, ohne den Schacht betreten zu müssen und die optisch unsichtbar positioniert ist.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine der Stangen, über welche eine Kette schachtfest festgelegt ist, zwischen den Enden mit einem Gewindeabschnitt versehen, auf dem eine Mutter sitzt. Die Mutter ist gegen eine Bewegung mindestens in Richtung von der Widerlagerplatte fort axial gesichert. Mit der Mutter wirkt eine Drehantriebsvorrichtung zusammen zur axialen Verstellung der Stange. Die Drehantriebsvorrichtung kann außerhalb des Schachtes angebracht und mit der Mutter auf der Stange in Wirkverbindung sein. Durch ein Verdrehen der Mutter läßt sich die Stange axial verstellen, so daß zum Beispiel eine der Ketten in ihrer Länge verkürzt wird. Da die andere Kette ihre Ursprungslänge beibehält, wird diese schlaff. Dadurch muß die Schlaffketten-Überwachungsvorrichtung ansprechen und ein entsprechendes Signal abgeben bzw. einen Schaltvorgang auslösen.

Es sind verschiedene konstruktive Möglichkeiten zum Drehantrieb der Mutter denkbar. Eine sieht erfindungsgemäß vor, daß die Mutter drehfest mit einem koaxial angeordneten Kettenrad gekoppelt ist, um das eine Kette geführt ist, die entfernt um ein Antriebskettenrad geschlungen ist. Das Antriebskettenrad kann zum Beispiel mit einer Kurbel gedreht werden. Die Mutter ist vorzugsweise innerhalb des Kettenrades angeordnet.

Die Mutter muß, um eine Axialbewegung der Stange zu bewerkstelligen, axial festgelegt sein. Zu diesem Zweck liegt sie nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung gegen ein Axiallager an, durch das die Stange hindurchgeführt ist. Das Axiallager erleichtert die Verdrehung der Mutter.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Axiallager in Richtung von der Widerlagerplatte fort an einem Führungselement abgestützt ist, durch das die Stange ebenfalls hindurchgeführt ist. Das Führungselement besitzt einen Abschnitt, gegen den das Anschlagelement für die Ketten anliegt und die Kette führt, wenn diese durch die Spannvorrichtung bewegt wird. Außerdem verhindert das Führungselement ein Schlagen der Kette in diesem Bereich und schützt den Zylindermantel.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert.

1 zeigt schematisch die Seitenansicht einer Vorrichtung nach der Erfindung.

2 zeigt eine um 90° verdrehte Seitenansicht eines Teils der Vorrichtung nach 1.

3 zeigt eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach 1 ohne Aufzugskabine und Umlenkrolle auf dem Kolbenstangenkopf des hydraulischen Antriebs.

Die Linie 10 in 1 gibt die Seitenwand eines Aufzugschachtes an und die Linie 12 den Boden des Schachtes. Ein Hydraulikzylinder 14 für den Hydraulikantrieb des im weiteren nicht gezeigten Aufzugs stützt sich auf einer Widerlagerplatte 16 ab, wobei der Zylindermantel durch Knaggen 18 seitlich gesichert ist. Die Widerlagerplatte 16 stützt sich über zwei parallel beabstandete Bleche 20, 21 an einer Stützplatte 24 im Schacht ab.

Eine Kette ist in 1 bei 26 zu erkennen. Sie ist um eine Umlenkrolle am oberen Ende der nicht gezeigten Kolbenstange des Hydraulikzylinders 14 geschlungen. In 3 ist eine untere Umlenkrolle unter dem Fahrkorb bei 28 angedeutet, die weitgehend von einer Blechhaube 30 überdeckt ist. Das eine Ende der Kette 26 ist über eine Schlaffketten-Überwachungsvorrichtung am Boden einer Aufzugkabine angeschlagen (nicht gezeigt). Das andere Ende ist mit einer Kettenspannvorrichtung verbunden, auf die nachstehend eingegangen wird.

Bei dem teilweise dargestellten Aufzug sind zwei Ketten vorgesehen, wobei jeweils ein Kettenpaar mit einem Anschlagelement 30 bzw. 32 verbunden ist. Jedes Anschlagelement ist mit einer Stange 34, 36 verbunden. Die Stangen 34, 36 haben ein Außengewinde und erstrecken sich durch Löcher in der Widerlagerplatte 16 nach unten. Unterhalb der Widerlagerplatte 16 sitzen auf jeder Stange 34, 36 zwei Muttern 38, wobei sich die oberste Mutter normalerweise gegen die Widerlagerplatte 16 von unten anlegt. Durch Verdrehen der oberen Mutter kann die Spannung der Ketten, die mit dem zugeordneten Anschlagelement 30 verbunden sind, verändert werden.

Die Anschlagelemente 30, 32 liegen gegen einen Führungsabschnitt 40 an, der an einer Platte 42 angebracht ist, die über eine weitere Platte 44 auf der Widerlagerplatte 16 abgestützt ist. Im übrigen liegt die Platte 42 an der Außenseite des Zylinders 14 an. Ein an der anderen Seite der Platte 42 angebrachtes Winkelprofil 46 weist Öffnungen auf, durch welche die Stangen 34, 36 hindurchgeführt sind. Die Stange 34 ist außerdem durch ein Axiallager 48 hindurchgeführt, das nach oben im Profilelement 46 abgestützt ist und gegen das ein Kettenrad 50 axial anliegt. Das Kettenrad nimmt innen eine Mutter 52 auf, die auf dem Gewinde der Stange 34 sitzt. Um das Kettenrad 50 ist eine Kette 54 geschlungen, die durch einen Rohrstutzen 56 geführt ist und entfernt davon um ein Antriebskettenrad 58 geschlungen ist. Auf dem Antriebskettenrad 58 sitzt eine Kurbel 60, mit der die Kette bewegt werden kann zur Drehung des Kettenrades 50. Die Kette kann entlang einer Führung 62 geführt sein, die in nicht weiter gezeigter Weise ortsfest angebracht ist.

Bei einer Drehung des Kettenrades 50 wird die Mutter 52 gedreht und bewegt dadurch die Stange 34 axial. Dies ist in 2 wiedergegeben. Man erkennt, daß die Muttern 38 einen Abstand zur Widerlagerplatte 16 haben. Dadurch ist die zugehörige Kette kürzer als die Ketten, die zur Stange 36 gehört. Letztere werden auf diese Weise schlaff. Dies wird von der Schlaffketten-Überwachungsvorrichtung festgestellt und in ein Signal gewandelt, wenn diese Sicherheitsvorkehrung funktioniert.

Nach erfolgter Überprüfung der Schlaffketten-Überwachungsvorrichtung wird die Mutter 52 in entgegengesetzter Drehrichtung verdreht, bis die Muttern 38 wieder an der Widerlagerplatte 16 anliegen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur willkürlichen Erzeugung einer Schlaffkette bei einem Aufzug, bei dem ein Ende von mindestens zwei Ketten über eine Schlaffketten-Überwachungsvorrichtung an einer Aufzugkabine angebracht ist und das andere Ende der Ketten über eine Kettenspannvorrichtung ortsfest angebracht ist, bei der jede Kette über eine Stange und mindestens eine Mutter an einer Widerlagerplatte festgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stange (34) zwischen den Enden einen Gewindeabschnitt aufweist, auf dem eine Mutter (52) sitzt, die gegen eine Bewegung in Richtung von der Widerlagerplatte (16) fort axial gesichert ist und die Mutter (52) mit einer Drehantriebsvorrichtung zusammenwirkt zur axialen Verstellung der Stange (34).
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mutter (52) drehfest mit einem koaxial angeordneten Kettenrad (50) gekoppelt ist, um das eine Antriebskette (54) geführt ist, die um ein ortsfest angeordnetes Antriebskettenrad (58) geschlungen ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Antriebskettenrad (58) eine Kurbel (60) zusammenwirkt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mutter (52) innerhalb des Kettenrades (50) angeordnet ist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mutter (52) auf der der Widerlagerplatte (16) abgewandten Seite gegen ein Axiallager (48) anliegt, durch das die Stange (34) hindurchgeführt ist.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (34) in einem Führungselement geführt ist, das an der Widerlagerplatte (16) befestigt ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Axiallager (48) in Richtung von der Widerlagerplatte (16) fort am Führungselement abgestützt ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlagerplatte (16) von einer Stützplatte für einen Hydraulikzylinder (14) des Aufzugantriebs gebildet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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