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Dokumentenidentifikation DE202006000912U1 27.04.2006
Titel Antenne für ein Telekommunikationsgerät
Anmelder Lumberg Connect GmbH & Co. KG, 58579 Schalksmühle, DE
Vertreter Patentanwälte Ostriga, Sonnet, Wirths & Roche, 42275 Wuppertal
DE-Aktenzeichen 202006000912
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.04.2006
Registration date 23.03.2006
Application date from patent application 19.01.2006
IPC-Hauptklasse H01Q 1/36(2006.01)A, F, I, 20060119, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04Q 7/32(2006.01)A, L, I, 20060119, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Antenne für ein Telekommunikationsgerät, insbesondere für ein mobiles Telekommunikationsgerät wie Mobilfunktelefon, tragbarer Rechner oder Handfunkgerät, deren wenigstens eines von einem elektrischen Leiter gebildetes Strahlerelement zum Senden und Empfangen von Kommunikationsdaten eine an ein Frequenzband angepasste Resonanzfrequenz aufweist, wobei das Strahlerelement zumindest teilweise innerhalb eines Gehäuses mit wenigstens einem Gehäuseteil des Kommunikationsgerätes angeordnet ist.

Derartige Antennen aus dem Stand der Technik sind hinlänglich bekannt und finden beispielsweise in Form von Stabantennen, Wendelantennen, Monopol- oder Dipolantennen, wie auch PIFA-Antennen (Parallel Inverted F Antennen), Verwendung in den verschiedensten Telekommunikationsgeräten. Moderne Telekommunikationsgeräte, ob es sich nun um Mobiltelefone, tragbare Rechner, wie Notebook oder PDA (Personal Digital Assistant), Handfunkgeräte oder dgl. handelt, werden zunehmend kleiner gestaltet, um den Komfort derartiger Geräte zu steigern. Gleichzeitig vereinen derartige Telekommunikationsgeräte immer mehr Funktionen in sich. Insbesondere bei Mobilfunktelefonen schreitet die Integration vieler Funktionen immer weiter fort. So ist es mittlerweile möglich, mit Mobilfunktelefonen zu fotografieren, Musik abzuspielen, e-Mails zu empfangen, Internetdienste abzurufen etc. Die Integration von immer mehr Funktionen bei gleichzeitiger Geräteverkleinerung stellt hohe Anforderungen an die einzelnen Bauteile, insbesondere an ihre Baugröße.

Unter anderem sind die Antennen solcher Geräte immer wieder Gegenstand spezifischer Verbesserungen, insbesondere Gegenstand von Strukturverkleinerungen. Dieser steht jedoch die Anforderung an eine möglichst gute Sende- und Empfangsleistung auch in mehreren Frequenzbändern gegenüber.

Ein weiteres Problem von Antennen für Telekommunikationsgeräte ist die Veränderung der Antenneneigenschaften durch das Gerätegehäuse. In Abhängigkeit von einer Vielzahl von Faktoren, wie beispielsweise Material und Farbe, ergibt sich eine Verschiebung der Resonanzfrequenz des Strahlerelementes der Antenne, wodurch die Sende- und Empfangsleistung beeinflusst wird. Hinzu kommt, dass vor allem für Mobilfunktelefone eine Vielzahl von Wechselgehäuseteilen angeboten werden, wie beispielsweise Oberschalen, Unterschalen oder Batteriedeckel, um das Gerätedesign zu individualisieren. Neben unterschiedlichen Farbgestaltungen gibt es auch Gehäuseteile, die aus einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien bestehen, beispielsweise Gehäuseteile aus Kunststoff mit zusätzlichen Leder- oder Stoffapplikationen.

Eine im druckschriftlichen Stand der Technik nicht belegbare Methode, eine Antenne zu schaffen, welche derart wechselnde Umgebungen toleriert, besteht darin, Antennen mit einer hohen Bandbreite und demzufolge größere Antennen einzusetzen. Dies steht jedoch den vorgenannten Anforderungen an immer kleinere Bauelemente, auch kleinere Antennen, entgegen.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine möglichst kleine und universell einsetzbare Antenne für Telekommunikationsgeräte zu schaffen, welche wechselnde Umgebungen, insbesondere unterschiedliche Gehäuse von Telekommunikationsgeräten ohne wesentlichen Einfluss auf die Sende- und Empfangsleistung, toleriert.

Die Aufgabe wird durch eine Antenne gemäß Anspruch 1 gelöst, die sich dadurch kennzeichnet, dass die Antenne wenigstens ein von einem weiteren elektrischen Leiter gebildetes Korrekturglied umfasst, das am Gehäuseteil angeordnet ist, mit dem Strahlerelement zusammenwirkt und die von diesem Gehäuseteil hervorgerufenen Einflüsse auf die Resonanzfrequenz des Strahlerelementes kompensiert.

Der offensichtliche Vorteil der erfindungsgemäßen Antenne ist, dass diese ausschließlich auf die Sende- und Empfangsleistung in dem entsprechenden Frequenzband optimiert werden muss, ohne dabei auf die vom Gehäuseteil verursachten Einflüsse auf die Resonanzfrequenz des Strahlerelementes berücksichtigen zu müssen. Die vom das Gehäuseteil hervorgerufene Verschiebung der Resonanzfrequenz des Strahlerelementes der Antenne wird durch das am Gehäuseteil angeordnete Korrekturglied ausgeglichen. Es ist somit möglich, eine universelle, klein bauende Antenne für verschiedene Telekommunikationsgeräte zu schaffen, wobei die Anpassung an das jeweilige Telekommunikationsgerät bzw. dessen Gehäuse durch das Korrekturglied vorgenommen wird.

Aus dem heterogenen Stand der Technik, nämlich dem Siemens Technik Report, Jahrgang 4, Nr. 13/2001, Seite 121, ist es bekannt, ein Strahlerelement einer Antenne, das für ein bestimmtes Frequenzband vorgesehen ist, zu wechseln. So kann bei einem Mobilfunktelefon, welches beispielsweise im 1800 MHz Band sendet und empfängt, dieses Strahlerelement gegen ein Strahlerelement für das 1900 MHz Band ausgetauscht werden. Weiterhin ist es aus dieser Veröffentlichung bekannt, die komplette Antenne, bestehend aus mehreren Strahlerelementen, auszutauschen. Hier findet jedoch keine Korrektur der Resonanzfrequenz statt, es wird stattdessen auf das Senden und Empfangen mittels einer Resonanzfrequenz zugunsten einer anderen Resonanzfrequenz verzichtet.

Aus DE 101 10 982 A1 ist ein Korrekturelement bekannt, welches den so genannten SAR-Wert einer Antenne korrigiert. Der SAR-Wert gibt an, welcher Anteil der Antennenleistung vom menschlichen Körper absorbiert wird. Dieses Korrekturelement soll die Aufteilung eines auf der Leiterplatine etwaig fließenden elektrischen Stromes in gezielter Weise von dessen einem oder mehreren örtlichen Maxima weg zum Korrekturelement bewirken, so dass beim Gebrauch des Mobilfunkgerätes die örtliche Verteilung des insgesamt resultierenden elektrischen Stromes auf der Leiterplatine und dem Zusatzelement zusammen betrachtet vergleichmäßigt ist und so ursprüngliche Strommaxima in einen für den Benutzer unkritischen Gerätebereich verschoben sind.

Mittels derartiger Korrekturelemente wird jedoch keinerlei Einfluss auf die Resonanzfrequenz der Antenne, insbesondere des bzw. der Strahlerelemente, genommen.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass bei einer so genannten Multibandantenne die Antenne zum Senden und Empfangen von Kommunikationsdaten in mehreren Frequenzbändern für jedes Frequenzband ein Strahlerelement mit entsprechend angepasster Resonanzfrequenz ausbildet, wobei wenigstens ein Strahlerelement zumindest teilweise innerhalb des Gehäuseteiles angeordnet ist und dass wenigstens ein an diesem Gehäuseteil angeordnetes Korrekturglied die Einflüsse dieses Gehäuseteiles auf die Resonanzfrequenz wenigstens eines Strahlerelementes kompensiert, wodurch sich die vorher genannten Vorteile auch bei Multibandantennen verwirklichen lassen.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform ist, dass das wenigstens eine Strahlerelement bei einem aus mehreren Gehäuseteilen bestehenden Gehäuse zumindest teilweise innerhalb eines ersten Gehäuseteiles angeordnet und seine Resonanzfrequenz an dieses Gehäuseteil angepasst ist und das wenigstens eine Korrekturglied an einem anderen Gehäuseteil angeordnet ist und die Einflüsse des anderen Gehäuseteiles auf die Resonanzfrequenz des wenigstens einen Strahlerelementes kompensiert.

Eine solche Antenne eignet sich insbesondere für Mobilfunktelefone, die von vornherein auf eine Individualisierung durch zusätzliche wechselbare Gehäuseteile, insbesondere Unterschalen und/oder Batteriedeckel, ausgelegt sind. Dabei ist die Antenne üblicherweise an ein nicht wechselbares Gehäuseteil in ihrer Resonanzfrequenz angepasst. Sofern die unter anderem auch von Drittherstellern angebotenen Gehäuseteile auf vorteilhafte Weise ein Korrekturglied aufweisen, ist es möglich, eine Vielzahl von Materialien für die Wechselgehäuseherstellung zu verwenden, ohne dass negative Einflüsse auf die Sende- und Empfangsleistung des Strahlerelementes der Antenne des Mobilfunktelefons befürchtet werden müssen.

Je nach Art des Gehäuseteils kann das am Gehäuseteil angeordnete Korrekturglied als parasitäres Korrekturglied ausgebildet und mit dem Strahlerelement kapazitiv und/oder induktiv gekoppelt sein. Alternativ kann das Korrekturglied ist mit dem Strahlerelement galvanisch verbunden sein.

Wenn Strahlerelement und Korrekturglied galvanisch miteinander verbunden sind, wird die galvanische Verbindung auf vorteilhaft einfache Weise bevorzugt durch wenigstens einen Federkontakt ausgebildet.

Dabei kann der Federkontakt von dem am Gehäuseteil angeordneten Korrekturglied oder aber von dem innerhalb des Gehäuseteils angeordneten Strahlerelement bereitgestellt sein.

Bei einer so genannten Multibandantenne mit mehreren Strahlerelementen, welche jeweils eine an ein bestimmtes Frequenzband angepasste Resonanzfrequenz aufweisen, kann ein einzelnes an dem Gehäuseteil angeordnetes Korrekturglied die Einflüsse dieses Gehäuseteils auf die jeweiligen Resonanzfrequenzen eines oder mehrerer Strahlerelemente kompensieren.

Genau so gut ist es möglich, dass jedem Strahlerelement genau ein am Gehäuseteil angeordnetes Korrekturglied zugeordnet ist, welches die Einflüsse dieses Gehäuseteils auf die jeweilige Resonanzfrequenz kompensiert.

Letztendlich können am Gehäuseteil auch mehrere Korrekturglieder angeordnet sein, die die Einflüsse dieses Gehäuseteils auf die jeweiligen Resonanzfrequenzen mehrerer Strahlerelemente kompensieren.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das Korrekturglied Teil des Gehäuseteils, um den Raum im Gehäuse optimal nutzen zu können.

Die Korrekturglieder sind bevorzugt als Stanzteil eines Bleches oder einer Folie ausgebildet.

Im Übrigen ergeben sich die Vorteile auch aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. Es zeigen:

1 eine Prinzipskizze eines Mobilfunktelefons in geschnittener Seitenansicht,

2 eine Prinzipskizze des Mobilfunktelefons gemäß 1 in rückwärtiger Ansicht,

3 ein Mobilfunktelefon gemäß 1 mit Mehrbandantenne, mit zusätzlichem Strahlerelement,

4 ein Mobilfunktelefon gemäß 3 in rückwärtiger Ansicht,

5 Darstellung der Unterschale eines Mobilfunktelefons mit zwei Korrekturgliedern,

6 die Darstellung eines Mobilfunktelefons gemäß 4 mit einer montierten Unterschale gemäß 5,

7 die Darstellung gemäß 6 in geschnittener Seitenansicht,

8 und 9 Darstellung eines Mobilfunktelefons mit montierter Unterschale und parasitären Korrekturgliedern, und

10 und 11 Darstellung eines Mobilfunktelefons mit galvanisch kontaktierten Korrekturgliedern.

In der folgenden Zeichnungsbeschreibung wird die Erfindung anhand eines Mobilfunktelefons dargestellt. Es versteht sich jedoch von selbst, dass die Erfindung nicht auf Mobilfunktelefone an sich begrenzt ist, sondern bei jedem Telekommunikationsgerät mit einer zumindest teilweise innerhalb eines Gehäuses angeordneten Antenne Anwendung finden kann.

In den Fig. ist ein Mobilfunktelefon insgesamt mit der Bezugsziffer 10 versehen.

Das Mobilfunktelefon 10 umfasst ein rückwärtiges Gehäuseteil 11, welches auch als Unterschale 11 bezeichnet wird, wenigstens ein Strahlerelement 12 einer Antenne zum Senden und Empfangen von Kommunikationssignalen, eine Platine 13, die die wesentlichen Bauteile und Schaltelemente aufweist und der Einfachheit halber im vorliegenden Beispiel auch das vorderseitige Gehäuseteil 13, die Oberschale 13, darstellt. Oberschale 13 und Unterschale 11 bilden ein Gehäuse 23. Letztlich ist in den Fig. mit 14 ein schematisch dargestelltes Batteriemodul bezeichnet.

In den 1 bis 4 ist ein Mobilfunktelefon aus dem Stand der Technik in geschnittener Seitenansicht bzw. in einer rückwärtigen Ansicht dargestellt, wobei in 2, wie auch in 4, auf die Darstellung der Unterschale verzichtet worden ist. Wie bei den meisten Mobilfunktelefonen 10 üblich, ist das Strahlerelement 12 der Antenne Teil einer so genannten PIFA-Antenne (Planar Inverted F-Antenna). In den 1 und 2 handelt es sich um eine Antenne, dessen Strahlerelement 12 Kommunikationsdaten in zwei Frequenzbändern sendet und empfängt.

Demgegenüber zeigen die 3 und 4 ein Mobilfunktelefon aus dem Stand der Technik mit einer Mehrband-Antenne mit einem zusätzlichen parasitären Strahlerelement 15. Dieses Strahlerelement 15 wird durch das Strahlerelement 12 elektromagnetisch angeregt und dient zum Senden und Empfangen von Kommunikationssignalen in einem weiteren Frequenzband.

Die Strahlerelemente sind in den Fig. über Kontakte 16 mit einer HF-Quelle auf der Platine 13 verbunden.

In 5 ist nunmehr ein erfindungsgemäßes Gehäuseteil dargestellt, nämlich eine Wechselunterschale 17. Anstelle der Wechseiunterschale 17 kann es sich auch um einen Batteriedeckel handeln. Die Wechselunterschale 17 weist Korrekturglieder 18 auf. Diese Korrekturglieder sind vorzugsweise als Stanzteile, beispielsweise eines Bleches oder einer Folie, gebildet und weisen Federkontakte 19 zur galvanischen Anbindung an das Strahlerelement 12 des Mobilfunktelefons 10 auf. Dabei sind die Federkontakte 19 als einstückig stoffschlüssige Bestandteile der Korrekturglieder 18 ausgebildet und weisen eine zum Strahlerelement 12 gerichtete Federvorspannung auf.

In den 6 und 7 ist das erfindungsgemäße Gehäuseteil 17 an einem Mobilfunktelefon 10 gemäß den 3 und 4 angeordnet. In der geschnittenen Seitenansicht der 7 ist die galvanische Kontaktierung der Korrekturglieder 18 mit dem Strahlerelement 12 über die Federkontakte 19 gut zu erkennen, wobei nur die Federkontakte 19 des senkrecht angeordneten Korrekturgliedes 18 dargestellt sind.

6 zeigt in einer rückwärtigen Ansicht das Mobilfunktelefon 10 mit montierter Wechselunterschale 17 gemäß 5. Dabei ist das in der Papierebene liegende Rückenteil der Unterschale 17 weggebrochen, um einen freien Blick auf das Innere des Mobilfunktelefons 10 zu erhalten.

Mittels der Korrekturglieder 18 ist der Einfluss der Wechselunterschale 17 des Mobilfunktelefons 10 auf die Resonanzfrequenz der Strahlerelemente 12 und 15 kompensierbar. In der vergleichenden Darstellung mit der Ansicht der 4 ist erkennbar, dass das waagerecht angeordnete Korrekturglied 18 einen Arm 20 des Strahlerelementes 12 verlängert. Demgegenüber überbrückt das senkrecht angeordnete Korrekturglied 18 den in 4 deutlich sichtbaren, senkrecht angeordneten mäandrierenden Bereich des Strahlerelementes 12, so dass das Strahlerelement 12 in diesem Bereich verkürzt ist.

Die Strahlerelemente 18 können derart ausgestaltet sein, dass sie die Resonanzfrequenz des parasitären Strahlerelementes 15 ebenfalls beeinflussen. Dazu ist eine hier nicht dargestellte galvanische Verbindung zwischen wenigstens einem Korrekturglied 18 und dem parasitären Strahlerelement 15 denkbar oder aber eine induktive und/oder kapazitive Kopplung eines oder beider Strahlerelemente 18 mit dem parasitären Strahlerelement 15 möglich. Die Strahlerelemente 18 stellen dann, bezüglich des parasitären Strahlerelementes 15, parasitäre Korrekturglieder 18 dar.

In den 8 und 9 ist wiederum ein Mobilfunktelefon 10 mit einer erfindungsgemäßen Wechselunterschale 17 dargestellt. Im vorliegenden Fall handelt es sich bei den Korrekturgliedern 21 um so genannte parasitäre Korrekturglieder 21, welche nicht galvanisch, sondern induktiv und/oder kapazitiv mit dem Strahlerelement 12 gekoppelt sind, um die Einflüsse der Wechselunterschale auf die Resonanzfrequenz des Strahlerelementes 12 zu kompensieren.

Letztlich zeigen die 10 und 11 noch einmal ein Mobilfunktelefon 10 mit der erfindungsgemäßen Wechselunterschale 17 gemäß den 8 und 9. Im Gegensatz zur Darstellung der 8 und 9 besteht zwischen den Korrekturgliedern 18 und dem Strahlerelement 12 eine galvanische Verbindung. Diese erfolgt jedoch über Federkontakte 22, die vom Strahlerelement 12 ausgebildet werden. Anhand einer vergleichenden Darstellung der 9 und 11 wird deutlich, dass eine Wechselunterschale 17 mit Korrekturgliedern 18 bzw. 21 in Abhängigkeit von der Ausbildung des Strahlerelementes 12 mit oder ohne Federkontakten 22, Korrekturglieder 18 für eine galvanische Kopplung oder aber identisch ausgebildete parasitäre Korrekturglieder 21 bereitstellen kann.

Zusammenfassend betrifft die Erfindung eine Antenne zum Senden und Empfangen von Kommunikationsdaten in einem oder mehreren Frequenzbändern, weiche ohne spezielle Anpassung an das Gehäuse bzw. bestimmte Gehäuseteile auskommt. Die Anpassung an das Gehäuse bzw. die Gehäuseteile erfolgt durch Korrekturglieder, die an dem entsprechenden Gehäuse bzw. Gehäuseteil angeordnet sind, so dass die Einflüsse des Gehäuses bzw. der Gehäuseteile auf die Resonanzfrequenz der Antenne kompensiert werden. Es ist somit eine auf ihre Sende- und Empfangsleistung optimierte Antenne mit geringem Platzbedarf beschrieben, deren gehäusespezifische Anpassung mittels Korrekturgliedern erfolgt.


Anspruch[de]
  1. Antenne für ein Telekommunikationsgerät, insbesondere für ein mobiles Telekommunikationsgerät wie Mobilfunktelefon (10), tragbarer Rechner oder Handfunkgerät, deren wenigstens eines von einem elektrischen Leiter gebildetes Strahlereleement (12, 15) zum Senden und Empfangen von Kommunikationsdaten eine an ein Frequenzband angepasste Resonanzfrequenz aufweist, wobei das Strahlerelement (12, 15) zumindest teilweise innerhalb eines Gehäuses (23) mit wenigstens einem Gehäuseteil (11, 13, 17) des Kommunikationsgerätes angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne wenigstens ein von einem weiteren elektrischen Leiter gebildetes Korrekturglied (18, 21) umfasst, das am Gehäuseteil (11, 13, 17) angeordnet ist, mit dem Strahlerelement (12, 15) zusammenwirkt und die von diesem Gehäuseteil (11, 13, 17) hervorgerufenen Einflüsse auf die Resonanzfrequenz des Strahlerelementes (12, 15) kompensiert.
  2. Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer so genannten Multibandantenne die Antenne zum Senden und Empfangen von Kommunikationsdaten in mehreren Frequenzbändern für jedes Frequenzband ein Strahlerelement (12, 15) mit entsprechend angepasster Resonanzfrequenz ausbildet, wobei wenigstens ein Strahlerelement (12, 15) zumindest teilweise innerhalb des Gehäuses (23) angeordnet ist und das wenigstens eine an dem wenigstens einen Gehäuseteil (11, 13, 17) angeordnete Korrekturglied (18, 21) die Einflüsse dieses Gehäuseteiles (11, 13, 17) auf die Resonanzfrequenz wenigstens eines Strahlerelementes (12, 15) kompensiert.
  3. Antenne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Strahlerelement bei einem aus mehreren Gehäuseteilen (11, 13, 17) bestehenden Gehäuse (23) zumindest teilweise innerhalb des Gehäuses (23) angeordnet und seine Resonanzfrequenz an zumindest ein Gehäuseteil (11, 13, 17) angepasst ist und das wenigstens eine Korrekturglied (18, 21) an einem anderen Gehäuseteil (11, 13, 17) angeordnet ist und die Einflüsse dieses anderen Gehäuseteils (11, 13, 17) auf die Resonanzfrequenz des wenigstens einen Strahlerelementes (12, 15) kompensiert.
  4. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das am Gehäuseteil (11, 13, 17) angeordnete Korrekturglied (18, 21) als parasitäres Korrekturglied (21) ausgebildet ist und mit dem Strahlerelement (12, 15) kapazitiv und/oder induktiv gekoppelt ist.
  5. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Strahlerelement (12, 15) und das am Gehäuseteil (11, 13, 17) angeordnete Korrekturglied (18) galvanisch miteinander verbunden sind.
  6. Antenne nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die galvanische Verbindung als wenigstens ein Federkontakt (19, 22) ausgebildet ist.
  7. Antenne nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Federkontakt (19) von dem am Gehäuseteil (11, 13, 17) angeordneten Korrekturglied (18) bereitgestellt ist.
  8. Antenne nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Federkontakt (22) von dem innerhalb des Gehäuses (23) angeordneten Strahlerelement (12, 15) bereitgestellt ist.
  9. Antenne nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein einziges am Gehäuseteil (11, 13, 17) angeordnetes Korrekturglied (18, 21) die Einflüsse dieses Gehäuseteiles (11, 13, 17) auf die jeweiligen Resonanzfrequenzen mehrerer Strahlerelemente (12, 15) kompensiert.
  10. Antenne nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass für jedes Strahlerelement (12, 15) genau ein am Gehäuseteil (11, 13, 17) angeordnetes Korrekturglied (18, 21) vorgesehen ist, das die Einflüsse dieses Gehäuseteiles (11, 13, 17) auf die jeweilige Resonanzfrequenz kompensiert.
  11. Antenne nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere am Gehäuseteil (11, 13, 17) angeordnete Korrekturglieder (18, 21) die Einflüsse dieses Gehäuseteiles (11, 13, 17) auf die jeweiligen Resonanzfrequenzen mehrerer Strahlerelemente (12, 15) kompensieren.
  12. Antenne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Korrekturglied (18, 21) Teil des Gehäuseteils (11, 13, 17) ist.
  13. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Korrekturglied (18, 21) als Stanzteil eines Bleches oder einer Folie ausgebildet ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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