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Dokumentenidentifikation DE60110981T2 27.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001184495
Titel Maschine und Verfahren zur Herstellung eines Kerngarnes
Anmelder Murata Kikai K.K., Kyoto, JP
Erfinder Shigeyama, Masazumi, Shiga-gun, JP;
Sawada, Harutoshi, Minami-ku, Kyoto-shi, Kyoto, JP
Vertreter Hansmann & Vogeser, 81369 München
DE-Aktenzeichen 60110981
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.08.2001
EP-Aktenzeichen 011205267
EP-Offenlegungsdatum 06.03.2002
EP date of grant 25.05.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.2006
IPC-Hauptklasse D02G 3/36(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse D01H 4/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   D01H 1/115(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   C12N 5/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   D01H 4/48(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kernfadenherstellungsmaschine und ein Kernfadenherstellungsverfahren, die einen Echtdraht-ähnlichen Kernfaden durch einen hohlen Führungsschaft und einen Wirbelstrom herstellen, der auf den Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes wirkt, und insbesondere eine Kernfadenherstellungsmaschine und ein Kernfadenherstellungsverfahren, die in der Lage sind, ein automatisches Anspinnen durchzuführen (siehe EP-A-0748886).

Hintergrund der Erfindung

Der durch den hohlen Führungsschaft und den Wirbelstrom, der auf den Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes einwirkt, Echtdraht-ähnliche Kernfaden hat einen Multifilamentfaden aus einer synthetischen Faser wie Polyester als Kernfaser und ein Faserbündel aus Baumwolle oder dergleichen, das um die Kernfaser gewickelt ist. Die Kernfaser ist von der Oberfläche aus nicht sichtbar, sondern auf die Mitte konzentriert.

Der Echtdraht-ähnliche Kernfaden, der mittels solch eines Wirbelstroms hergestellt wird, zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die Dicke der Kernfaser mehr als 50% betragen kann, und das Drehmoment (die Größe der Fadenschrumpfung in axiale Richtung) im Vergleich zu dem auf einer Ringspinnmaschine hergestellten Kernfaden klein ist.

Der auf einer Ringspinnmaschine hergestellte Kernfaden wird durch Verdrillen, während der Faden um die Spulhülse gewirbelt wird, als Echtdraht-ähnlicher Kernfaden gebildet. Jedoch ist der Kernfaden von der Oberfläche her sichtbar, und die Kernfaser ist auch in den Bereichen um die Mitte vorhanden.

Daher gibt es eine Kernfadenherstellungsmaschine zur Herstellung eines Echtdraht-ähnlichen Kernfadens, bestehend aus einer Luftspinnstelle, der eine Kernfaser und ein gestrecktes Faserbündel zugeführt wird.

Die Spinnstelle besteht aus einem hohlen Führungsschaft, in dem ein Fadenkanal in Axialrichtung gebildet ist, und einer Wirbelstromerzeugungsdüse, die einen Wirbelstrom zum Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes erzeugt.

Die Kernfadenherstellungsmaschine erzeugt einen Kernfaden dadurch, dass das in die Spinnstelle nach dem Strecken geführte Faserbündel um die Kernfaser, die der Spinnstelle zusammen mit dem Faserbündel zugeführt wird, am Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes gewunden wird.

Die Kernfadenherstellungsmaschine mit dem hohlen Führungsschaft und dem Wirbelstrom, der auf den Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes einwirkt, sind jedoch nicht dafür gedacht, das automatische Fadenanspinnen des Kernfadens einschließlich der automatischen Zufuhr der Kernfaser durchzuführen.

Die Kernfadenherstellungsmaschine bildet einen Echtdraht-ähnlichen Kernfaden dadurch, dass das Faserbündel in den Fadenkanal gesaugt wird, und die sich umdrehenden Fasern, die vom Faserbündel getrennt sind, um die Kernfaser gewunden werden. Wenn daher unter der gleichen Bedingung wie beim normalen Spinnvorgang das automatische Fadenanspinnen versucht wird, wird die Kraft zum Ansaugen des Faserbündels in den Faserkanal des hohlen Führungsschaftes nicht nur durch den Wirbelstrom der Wirbelstromerzeugungsdüse erzeugt. Damit kann das Faserbündel nicht aus dem Fadenauslass der Spinnstelle als Faden abgezogen werden.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Kernfadenherstellungsmaschine und ein Kernfadenherstellungsverfahren zu schaffen, die das automatische Fadenanspinnen des Echtdraht-ähnlichen Kernfadens durchführen können.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die oben erwähnte Aufgabe gemacht. Die vorliegende Erfindung ist eine Kernfadenherstellungsmaschine, bestehend aus einer Spinnstelle mit einem hohlen Führungsschaft, in dem der Fadenkanal in Axialrichtung verläuft, und mit einer Wirbelstromerzeugungsdüse zum Zuführen eines Wirbelstroms zum Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes, wobei ein Kernfaden durch Umwinden des gestreckten und der Spinnstelle zugeführten Faserbündels um die Kernfaser hergestellt wird, die der Spinnstelle zusammen mit dem Faserbündel im Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes zugeführt wird. Die Kernfadenherstellungsmaschine hat eine Saugkrafterzeugungseinrichtung zur Erzeugung einer in den Fadenkanal vom Einlass des hohlen Führungsschaftes aus gerichteten Saugkraft und eine Kernfaserzuführeinrichtung zum Zuführen der Kernfaser zur Spinnstelle sowie eine Steuereinrichtung zum Steuern des Betriebs und der Betriebsunterbrechung der Wirbelstromerzeugungsdüse, des Betriebs und der Betriebsunterbrechung einer Saugkrafterzeugungseinrichtung und des Betriebs und der Betriebsunterbrechung der Kernfaserzuführeinrichtung.

Gemäß dem oben beschriebenen Aufbau wird eine starke Saugkraft in Richtung auf das Innere des Fadenkanals vom Fadeneinlass des hohlen Führungsschaftes her erzeugt, so dass die Kernfaser und das Faserbündel in den Fadeneinlass aufgenommen werden können. Daher kann ein automatisches Fadenanspinnen des Kernfadens vom Fadenauslass her durch Durchführen durch den Fadenkanal erfolgen.

Bei der Kernfadenherstellungsmaschine der vorliegenden Erfindung ist die Saugkrafterzeugungseinrichtung eine Drucklufteinblasdüse, die Druckluft in den Fadenkanal des hohlen Führungsschaftes einbläst. Gemäß dieser Konstruktion kann eine starke Saugkraft bei einfacher Konstruktion auf den Einlass des hohlen Führungsschaftes ausgeübt werden.

Bei der Kernfadenherstellungsmaschine der vorliegenden Erfindung kann der Einblasdruck der Wirbelstromerzeugungsdüse zwischen hoch und niedrig entsprechend dem Signal der Steuereinrichtung umgeschaltet werden. Daher wird die Erfolgsrate des Fadenanspinnens durch Minimieren der Wirbelkraft der Kernfaser und des Faserbündels verbessert, die durch den Wirbelstrom der Wirbelstromerzeugungsdüse nahe dem Einlass des hohlen Führungsschaftes hin und her bewegt werden.

Beim Kernfaserherstellungsverfahren der vorliegenden Erfindung wird in einer Spinnstelle mit einem hohlen Führungsschaft, in dem der Fadenkanal in Axialrichtung verläuft, und mit einer Wirbelstromerzeugungsdüse zum Zuführen eines Wirbelstroms zum Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes der Kernfaden dadurch hergestellt, dass das gestreckte und in die Spinnstelle geführte Faserbündel um die Kernfaser im Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes gewunden wird. Das Kernfaserherstellungsverfahren zeichnet sich dadurch aus, dass der Betrieb der Wirbelstromerzeugungsdüse, die Erzeugung der Saugkraft in Richtung auf das Innere des Fadenkanals vom Einlass des hohlen Führungsschaftes her, das Zuführen der Kernfaser zur Spinnstelle und das Zuführen des Faserbündels zur Spinnstelle zu einem geeigneten Zeitpunkt gestartet werden, um das Fadenanspinnen des Kernfadens vom Fadenauslass der Spinnstelle her durchzuführen.

Entsprechend dem oben beschriebenen Aufbau können die Kernfaser und das Faserbündel durch Erzeugen der starken Saugkraft in Richtung auf das Innere des Fadenkanals vom Fadeneinlass des Fadenkanals her angesaugt werden. Daher kann ein automatisches Fadenanspinnen des Kernfadens vom Fadenauslass her durch Durchführen durch den Fadenkanal erfolgen.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch das Kernfadenherstellungsverfahren, bei dem die Wirbelstromerzeugungsdüse das Einblasen mit niedrigem Druck erst durchführt, wenn das Anspinnen des Kernfadens durchgeführt wird, und auf das Einblasen mit hohem Druck umschalten kann, nachdem der Kernfaden den Fadenkanal des hohlen Führungsschaftes durchläuft und vom Fadenauslass der Spinnstelle abgegeben wird.

Gemäß dem oben beschriebenen Aufbau wird die Wirbelkraft, die die Kernfaser und das Faserbündel nahe dem Einlass des hohlen Führungsschaftes hin und her bewegt, minimiert, und die Saugkraft der Saugkrafterzeugungseinrichtung wirkt effizienter. Daher wird die Erfolgsrate der Fadenzuführung der Kernfaser und des Faserbündels zum Fadenkanal verbessert, und die Erfolgsrate des Fadenanspinnens aus dem Fadenkanal wird ebenfalls verbessert.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

1 ist eine schematische Darstellung, die die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.

2 ist eine Schnittdarstellung der Spinnstelle gemäß der vorliegenden Erfindung.

3 ist eine Schnittdarstellung längs der Linie III-III der in 2 gezeigten Spinnstelle.

4 ist ein Diagramm, das Beispiele der Zeitsteuerung des Fadenanspinnens gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

5 ist eine auseinandergezogene Schnittdarstellung der in 2 gezeigten Spinnstelle.

6 ist ein schematisches Diagramm, das den Gesamtaufbau der vorliegenden Erfindung zeigt, und

7 ist ein Blockschaltbild, das die Verbindung zwischen der Steuereinrichtung und der Spinnstelle gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben. In der folgenden Beschreibung ist die Kernfaser ein Faden, der den Kern bilden soll und umfasst einen Spinnfaden, der aus Stapelfasern, die verdrillt werden, gebildet wird, ist jedoch nicht nur ein Monofilament- oder ein Multifilamentfaden, bestehend aus synthetischer Faser; der Kernfaden umfasst den Faden, der, wie oben erwähnt, in der Mitte den Kern bilden soll und wird dadurch gebildet, dass die Stapelfasern als Hülle um den Faden gewunden werden, und das Faserbündel wird durch Sammeln von Stapelfasern hergestellt.

Zunächst wird der gesamte Aufbau anhand der 6 beschrieben.

6 ist eine schematische Darstellung, die den gesamten Aufbau der Kernfadenherstellungsmaschine der vorliegenden Erfindung zeigt.

Wie 6 zeigt, besteht eine Kernfadenherstellungsmaschine 1 aus einem Streckwerk 2, das ein Faserbündel S bis auf eine Soll-Dicke streckt, einer Kernfaserzuführeinrichtung 3 zum Zuführen einer Kernfaser C, einer Spinnstelle 4, der die Kernfaser C und ein gestrecktes Faserbündel F zugeführt wird, und einer Spulstelle 5, die den Echtdraht-ähnlichen Kernfaden Y, der von der Spulstelle abgezogen wird, zur Bildung einer Auflaufspule P spult. Diese Teile bilden eine Herstellungseinheit. Die Kernfaserherstellungsmaschine 1 wird dadurch gebildet, das mehrere Herstellungseinheiten nahe beieinander in einer Reihe angeordnet werden.

Z. B. umfasst der Echtdraht-ähnlicher Kernfaden Y einen Multifilamentfaden, der eine synthetische Faser aus Polyester oder dergleichen ist, als Kernfaser und hat ein Faserbündel aus Baumwolle oder dergleichen als Hüllfaser, die um die Kernfaser gewunden ist.

Die Spulstelle 5 besteht z. B. aus einer Abgaberolle 6 und einer Klemmrolle 7, um den Kernfaden Y abzugeben, der aus der Spinnstelle 4 der stromaufwärtigen Seite an die stromabwärtige Seite abgezogen wird, einem durch ein Durchhangaufnahmerohr (einem Fadensammelelement) 8, um den Faden durch Ansaugen des Kernfadens Y beim Fadenverbinden zu sichern, und einem Fadenreiniger 9 zum Schneiden des Kernfadens Y, während der Kernfaden Y mit der Solldicke nicht durchläuft, nachdem die Dicke des Kernfadens Y ermittelt wurde.

Eine oder mehrere Fadenverbindungsgeräte 10 können längs der Kernfadenherstellungsmaschine 1 laufen. Dies bedeutet, dass das Fadenverbindungsgerät 10 längs der Anordnung der Herstellungseinheiten läuft. Das Fadenverbindungsgerät 10 besteht aus einem oberen Saugrohr 11, das sich in vertikaler Richtung bewegen kann, einer Fadenverbindungseinheit 12 und einem unteren Saugrohr 41, das sich in vertikaler Richtung bewegen kann.

Wenn ein Fadenbruch in einer der Herstellungseinheiten auftritt, hält das Fadenverbindungsgerät 10 an, nachdem es zur Rückseite der angegebenen Einheit gelaufen ist. Dann läuft das vordere Ende des oberen Saugrohrs 11, das die Fadenansaug- und -fangeinrichtung auf der Spinnseite ist, zum Fadenauslass der Spinnstelle 4 und saugt den Kernfaden Y an, der aus der Spinnstelle 4 abgegeben wird. Danach wird das obere Saugrohr 11 verstellt, um den Kernfaden Y in die Fadenverbindungseinheit 12 zu führen, und darauf werden der Kernfaden Y, der aus der Auflaufspule P durch ein unteres Saugrohr 41, das die Fadenansaug- und -fangeinrichtung auf der Spulseite ist, gezogen wird, und der Kernfaden Y, der vom oberen Saugrohr 11 herausgezogen wird, in der Fadenverbindungseinheit 12 verbunden.

Die Fadenverbindungseinheit 12 kann einen Knotenapparat verwenden, der das Verknoten automatisch durchführt, oder einen Spleißapparat, der den Faden mittels eines Wirbelluftstroms verdrillt.

1 ist eine schematische Darstellung des Hauptteils der Kernfadenherstellungsmaschine in einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Wie 1 zeigt, besteht der Hauptteil der Kernfadenherstellungsmaschine 1 aus einem Streckwerk 2, einer Kernfaserzuführeinrichtung 3 und einer Spinnstelle 4.

Die Kernfadenherstellungsmaschine 1 der vorliegenden Erfindung umfasst die Spulstelle 4, die einen hohlen Führungsschaft 14 hat, in dem der Fadenkanal in Axialrichtung verläuft, sowie eine Wirbelstromerzeugungsdüse 13, die einen Wirbelstrom zum Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes 14 erzeugt. Ein Faserbündel F, das gestreckt wurde und in die Spinnstelle 4 geführt wird, wird um die Kernfaser C, die der Spinnstelle 4 zusammen mit dem Faserbündel F zugeführt wurde, in dem Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes 14 zur Herstellung des Kernfadens gewunden. Die Kernfadenherstellungsmaschine 1 hat eine Saugkrafterzeugungseinrichtung 15 zur Erzeugung einer Saugkraft in Richtung auf das Innere des Fadenkanals vom Einlass des hohlen Führungsschaftes 14 aus, eine Kernfaserzuführeinrichtung 3 zum Zuführen der Kernfaser C zur Spinnstelle 4, und eine Steuereinrichtung 70 zum Steuern des Betriebs und der Betriebsunterbrechung der Wirbelstromerzeugungsdüse 13, der Saugkrafterzeugungseinrichtung 15 und der Kernfaserzuführeinrichtung 3.

Die Kernfadenherstellungsmaschine 1 der vorliegenden Erfindung ist in der Lage, einen Echtdraht-ähnlichen Kernfaden, der insbesondere gegen Quetschen widerstandsfähig ist, aus der Kernfaser C, die ein Multifilament oder dergleichen ist und durch den Wirbelstrom der Wirbelstromerzeugungsdüse 13 etwas gelockert wird, und den Fasern des Faserbündels F, das um die Kernfaser C gewunden wird, wobei es in den Zwischenräumen der Kernfaser C (zwischen den die Kernfaser bildenden Filamenten) gefangen wird, herzustellen.

Das Streckwerk 2 streckt ein Faserband S über mehrere Streckrollen, das über einen Spinntrichter 16 zugeführt wird, um ein Faserbündel F der Solldicke zu binden. Ein Paar hintere Rollen 17, ein Paar dritte Rollen 18, ein Paar zweite Rollen 19 mit Riemchenführungen und ein Paar vordere Rollen 20 sind die Streckrollen, die in dieser Reihenfolge von der stromaufwärtigen Seite beginnend angeordnet sind.

Die Kernfaserzuführeinrichtung 3 ist diagonal über dem Streckwerk 2 angeordnet. Die Kernfaserzuführeinrichtung 3 besteht z. B. aus einem Tensor 21, der der Kernfaser C eine Sollspannung verleiht, die von einer Spule B auf der stromaufwärtigen Seite abgewickelt wurde, einer Luftansaugeinrichtung 22, die die Kernfaser C über den Tensor 21 ansaugt und an die stromabwärtige Seite abgibt, und einem Klemmschneider 23, der die Kernfaser C schneidet und hält.

Gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Fühler 24 zur Ermittlung des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins der Kernfaser C zwischen dem Tensor 21 und der Luftansaugeinrichtung 22 angeordnet. Der Fühler 24 übermittelt ein Signal an die Steuereinrichtung 70, wenn die Kernfaser C aus irgendeinem Grund bricht, und die Steuereinrichtung 70, die das Signal empfangen hat, stoppt den Betrieb der Kernfaserherstellungsmaschine 1.

Die Kernfaserzuführeinrichtung 3 liefert die Kernfaser C zur Spinnstelle 4. In der Kernfaserzuführeinrichtung 3 läuft die Kernfaser C von der stromaufwärtigen Seite vom Tensor 21 über den Fühler 24, die Luftansaugeinrichtung 22, ein Fadenführungsrohr 25, den Klemmschneider 23, ein Fadenführungsrohr 26 und eine trichterförmige Führung 27 in dieser Reihenfolge.

Bei dieser Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die trichterförmige Führung 27 z. B. auf der stromaufwärtigen Seite der vorderen Rolle 20 angeordnet. Somit kann die Kernfaser C der Spinnstelle 4 von der stromaufwärtigen Seite der vorderen Rolle 20 zusammen mit dem Faserbündel F zugeführt werden.

Es wird nun die Spinnstelle beschrieben.

2 ist eine Schnittdarstellung, die die Spinnstelle 4 gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

Wie die 2 zeigt, ist die Spinnstelle 4 mit der Wirbelstromerzeugungsdüse (der Spinndüse) 13 und dem hohlen Führungsschaft 14 versehen, dessen Vorderendabschnitt in die Wirbelstromerzeugungsdüse 13 eingesetzt ist. Das vordere Ende (der Einlass für das Faserbündel) der Wirbelstromerzeugungsdüse 13 ist nahe dem Auslass auf der stromabwärtigen Seite der vorderen Rolle 20 angeordnet.

Die Wirbelstromerzeugungsdüse 13 besteht aus einem Düsenhauptkörper 28, der insgesamt in etwa zylindrische Form hat. Ein Einlassdeckel 29 ist am Vorderendabschnitt der Wirbelstromerzeugungsdüse 13 etwas vorstehend befestigt. Ein Kanal 30, der die Kernfaser C und das Faserbündel F aufnimmt, die von der vorderen Rolle 20 zugeführt werden, ist in axialer Richtung des Einlassdeckels 29 ausgebildet. Eine Hülse 31, die das Ausbreiten der Kernfaser C und des Faserbündels F verringert, ist nahe dem Auslass des Kanals 30 angeordnet. Ein Ringstromkanal 32 zum Einblasen von Luft in Umfangsrichtung und mehrere Düsenöffnungen 33 für die Zufuhr von Luft in radialer Richtung aus dem Ringstromkanal 32 und zum Einblasen von Luft zur stromabwärtigen Seite der Hülse 31 sind auf der stromaufwärtigen Seite des Düsenhauptkörpers 28 ausgebildet. Jede Düsenöffnung 33 ist innerhalb des Düsenhauptkörpers 28, von der strom-aufwärtigen zur stromabwärtigen Seite geneigt ausgebildet. Ein Zwischenraum 34 zum Ausblasen der von den Düsenöffnungen 30 eingeblasenen Luft nach außen ist auf der stromabwärtigen Seite des Düsenhauptkörpers 28 ausgebildet.

Die Luftzufuhreinrichtung ist an den Ringstromkanal 32 angeschlossen, und die Wirbelstromerzeugungsdüse 13 ist zur Erzeugung des Wirbelstroms nahe dem Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes 14 so ausgebildet, dass der Einblasdruck zwischen hoch und niedrig umgeschaltet werden kann.

Der hohle Führungsschaft 14 ist etwa pfahlförmig ausgebildet, so dass der vordere Endabschnitt dünn ist, und der Fadenkanal 35, dessen Querschnitt etwa kreisförmig ist, verläuft in Axialrichtung. Der Fadenkanal 35 besteht aus einem stromaufwärtigen Fadenkanal 35u, einem strommittigen Fadenkanal 35m und einem stromabwärtigen Fadenkanal 35d. Die Querschnittsfläche erweitert sich allmählich von der stromaufwärtigen zur stromabwärtigen Seite.

Der Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes 14 bildet einen schmalen Spalt g mit dem Düsenhauptkörper 28. Der hohle Führungsschaft 14 ist in die Wirbelstromerzeugungsdüse 13 so eingesetzt, dass der Fadeneinlass 36 des Fadenkanals 35 nahe der stromabwärtigen Seite des Auslasses der Düsenöffnung 33 liegt.

Die vorliegende Erfindung wurde gemacht, um die Saugkrafterzeugungseinrichtung 15 zur Erzeugung der Saugkraft vom Einlass des Vorderendabschnittes des Fadenkanals 35 des hohlen Führungsschaftes 14 nach innen zu erzeugen, um das automatische Anspinnen der Kernfaser C und des Faserbündels F vom Auslass des hohlen Führungsschaftes 14 her durchzuführen. Z. B. kann eine Drucklufteinblasdüse 38 (eine Düse zum Fadenanspinnen) zum Einleiten von Druckluft in den Fadenkanal 35 als Saugkrafterzeugungseinrichtung 15 verwendet werden. Durch Erzeugen eines Saugluftstroms im Fadenkanal 35 innerhalb des hohlen Führungsschaftes 14 durch die Drucklufteinblasdüse 38 können die Kernfaser C und das Faserbündel F in den Fadenkanal 35 gesaugt werden, und das Fadenanspinnen vom Fadenauslass 40 des Fadenkanals 35 her kann dadurch durchgeführt werden, dass der Kernfaden, der eine solche Festigkeit hat, dass er vom oberen Ansaugrohr 11 herausgezogen werden kann, durch den Fadenkanal 35 läuft.

Eine Düse, die innerhalb des Fadenkanals 35 den Wirbelstrom erzeugt, dessen Richtung entgegengesetzt zur Richtung des Wirbelstroms ist, der von der Spinndüse 13 erzeugt wird, kann für die Drucklufteinblasdüse 38 verwendet werden. Hierbei kann das Fadenanspinnen entsprechend der Bündelspinnfaden-Theorie durch Wirbelströme in Gegenuhrzeiger- und Uhrzeigerrichtung durchgeführt werden. Jedoch ist die Düse nicht notwendigerweise erforderlich, um den Wirbelstrom zu erzeugen.

Bei der vorliegenden Erfindung werden der Betrieb der Wirbelstromerzeugungseinrichtung 13, die Erzeugung der Saugkraft in Richtung auf das Innere des Fadenkanals 35 vom Fadeneinlass 36 des hohlen Führungsschafts 14 her, die Zufuhr der Kernfaser C zur Spinnstelle 4 und der Vorschub des Faserbündels F zur Spinnstelle 4 zu einem geeigneten Zeitpunkt begonnen, und das Fadenanspinnen des Kernfadens Y vom Fadenauslass 40 der Spinnstelle 4 her wird durch die Steuerung der Steuereinrichtung 17 durchgeführt.

Die Wirbelstromerzeugungsdüse 13 kann den Einblasdruck der aus der Düsenöffnung 33 eingeblasenen Luft zwischen hoch und niedrig durch die Steuerung der Steuereinrichtung 30 frei wählen. Wenn das Fadenanspinnen des Kernfadens Y durchgeführt wird, wird das Niederdruckeinblasen fortgesetzt, bis die Sollzeitperiode nach dem Beginn des Betriebs abgelaufen ist, und wird dann auf das Hochdruckeinblasen umgeschaltet. Insbesondere schaltet, wenn das Fadenanspinnen des Kernfadens Y durchgeführt wird, die Wirbelstromerzeugungsdüse 13, die zunächst das Niederdruckeinblasen durchführt, auf das Hochdruckeinblasen um, nachdem das Zuführen der Kernfaser C und des Faserbündels F begonnen wurden, und nachdem der Kernfaden Y, der den Fadenkanal 35 des hohlen Führungsschaftes 14 durchlaufen hat, vom Fadenauslass 40 abgegeben wird.

Z. B. ist eine Druckluftzuführeinrichtung 39 an das hintere Ende des hohlen Führungsschaftes 14 angeschlossen. Ein zylindrischer Druckluftkanal 37 zum Einblasen der Druckluft, die von der Druckluftzuführeinrichtung 39 zugeführt wird, ist im hohlen Führungsschaft 14 längs des stromabwärtigen Fadenkanals 35d und des strommittigen Fadenkanals 35m ausgebildet. Der Innendruchmesser des Druckluftkanals 37 ist größer als der Fadenkanal 35, und sein Aussendruchmesser ist kleiner als der hohle Führungsschaft 14.

Der Fadenkanal 35 ist so ausgebildet, dass sich die Querschnittsfläche allmählich von der stromaufwärtigen zur stromabwärtigen Seite vergrößert. Daher strömt die Druckluft, die zum Fadenkanal 35 aus der Drucklufteinblasdüse 38 eingeblasen wird, in den stromabwärtigen Fadenkanal 35d vom strommittigen Fadenkanal 35m, während der Wirbelstrom im Fadenkanal 35 erzeugt wird, und strömt aus dem Fadenauslass 40 aus. Die aus der Düsenöffnung 33 eingeblasene Luft erzeugt den Wirbelstrom nahe dem Fadeneinlass 36, strömt durch den Spalt g und strömt aus dem Zwischenraum 34, der zwischen dem Düsenhauptkörper 28 und der Halterung des hohlen Führungsschaftes 14 gebildet ist.

Bei der vorliegenden Erfindung wird eine starke Saugkraft in Richtung auf das Innere des Fadenkanals 35 vom Fadeneinlass 36 des Fadenkanals 35 her erzeugt. Daher können die Kernfaser C und das Faserbündel F in den Fadenkanal 35 vom Fadeneinlass 36 her in Zusammenwirkung mit der normalen Spinnbewegung durch die Wirbelstromerzeugungsdüse 13 und den hohlen Führungsschaft 14 angesaugt werden, indem der Echtdraht-ähnliche Kernfaden den Fadenkanal 35 durchläuft, und das automatische Fadenanspinnen vom Fadenauslass 40 her kann in einer Form durchgeführt werden, in der der Echtdraht-ähnliche Kernfaden durch das obere Saugrohr 11 herausgezogen werden kann.

3 ist eine Schnittdarstellung längs der Linie III-III der in 2 gezeigten Spinnstelle.

Wie 3 zeigt, sind mehrere Druckluftdüsen 38 längs der Tangentialrichtung des Fadenkanals 35 im hohlen Führungsschaft 14 ausgebildet und verbinden den Druckluftkanal 37 der stromaufwärtigen Seite und den Fadenkanal 35. Die Drucklufteinblasdüse 38 führt die Druckluft, die durch den Druckluftkanal 37 strömt, bläst die Druckluft in den Fadenkanal 35 und erzeugt z. B. den Wirbelstrom, dessen Strömungsrichtung zur Richtung des Wirbelstroms durch die Wirbelstromerzeugungsdüse 13 entgegengesetzt ist.

Es wird nun die Schaltverbindung zwischen der Steuereinrichtung 70 und den einzelnen Komponenten anhand der 7 beschrieben.

7 ist ein Blockschaltbild, das die Schaltverbindung zwischen der Steuereinrichtung 70 und den einzelnen Komponenten gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

Wie 7 zeigt, sind ein Hochdruckventil 71 und ein Niederdruckventil 72, die unabhängig voneinander öffnen und schließen können, zwischen die Steuereinrichtung 70 und die Wirbelstromerzeugungsdüse 13 geschaltet. Das Hochdruckventil 71 und das Niederdruckventil 72 sind mit einer Druckluftquelle (in den Zeichnungen nicht gezeigt) über einen Drucklufteinsteller verbunden. Der hohe Luftdruck HA bzw. der niedrige Luftdruck LA werden der Wirbelstromerzeugungsdüse 13 entsprechend einem Hochdrucksteuersignal a bzw. Niederdrucksteuersignal b von der Steuereinrichtung 70 zugeführt. Somit kann durch Schalten des Steuersignals der Steuereinrichtung 70 der Einblasdruck der Wirbelstromerzeugungsdüse 13 beliebig gewählt werden.

Ein Schaltventil 73 ist zwischen die Steuereinrichtung 70 und die Drucklufterzeugungsdüse (die Anspinndüse) 38 geschaltet. Wenn die Saugkraft im Fadenkanal 35 des hohlen Führungsschaftes 14 erzeugt wird, wird die Luft A der Fadenanspinndüse 38 entsprechend einem Saugkrafterzeugungssignal c von der Steuereinrichtung 70 zugeführt.

Ebenso ist ein Schaltventil 74 zwischen die Steuereinrichtung 70 und die Luftansaugeinrichtung 22 geschaltet. Wenn die Kernfaser C dem Streckwerk 2 (der stromaufwärtigen Seite der vorderen Rolle 20) zugeführt wird, wird die Kernfaser C durch Zuführen der Luft A zur Luftansaugeinrichtung 22 entsprechend einem Kernfaservorschubsignal d der Steuereinrichtung 70 mit einer Vorschubkraft beaufschlagt.

Die Steuereinrichtung 70 ist auch mit einer Kupplung 75 zum Schalten des Antriebs der hinteren Rolle 17 und der dritten Rolle 18 verbunden. Wenn das Faserbündel F, das im Streckwerk 2 zur Spinnstelle 4 angehalten wurde, vorgeschoben wird, wird die Kupplung 75 eingerückt, und die Streckrollen (die hintere Rolle 17 und die dritte Rolle 18), die angehalten wurden, werden entsprechend dem Faserbündelvorschubsignal e der Steuereinrichtung 70 wieder angetrieben.

Die Steuereinrichtung 70 ist auch mit dem Klemmschneider 23 verbunden, und wenn der Vorschub der Kernfaser C unterbrochen wird, wird der Klemmschneider 23 betätigt, und die im Vorschub befindliche Kernfaser C wird geschnitten und entsprechend einem Fadenschneid- und -klemmsignal f der Steuereinrichtung 70 geschnitten und geklemmt. Wenn die Kernfaser C wieder vorgeschoben wird, wie oben erwähnt, wird die Klemmwirkung des Klemmschneiders 23 durch Unterdrückung des Fadenschneid- und -klemmsignals f der Steuereinrichtung 70 aufgehoben, während die Luftansaugeinrichtung 22 in Betrieb ist.

In ähnlicher Weise steuert jedes der Signale a bis f der Steuereinrichtung 70 den Betrieb der Anspinndüse 38 als Saugkrafterzeugungseinrichtung 15, der Luftansaugeinrichtung 22 und des Klemmschneiders 23 (der Kernfaservorschubeinrichtung 3), der Wirbelstromerzeugungsdüse 13, der hinteren Rolle 17 und der dritten Rolle 18 (des Streckwerks 2) oder dergleichen.

Es wird nun die Wirkung der vorliegenden Erfindung beschrieben.

5 ist eine auseinandergezogene Schnittdarstellung, die die in 2 gezeigte Spinnstelle zeigt.

Wie 1 zeigt, wird im normalen Betrieb die Kernfaser C der Spinnstelle 4 von der stromaufwärtigen Seite der vorderen Rolle 20 über den Tensor 21 zugeführt und wird durch die Abgaberolle 6 über den Fadenkanal 35 abgezogen.

Andererseits wird das Faserbündel F, das im Streckwerk 2 gestreckt wurde, durch den Wirbelstrom (in der Zeichnung rechtsdrehend) der Wirbelstromerzeugungsdüse 13 (siehe 2) in den Kanal 30 geführt. Wie 5 zeigt, wird das vordere Faserende des Faserbündels F vom Fasereinlass 36 des hohlen Führungsschaftes 14 dadurch in den Faserkanal 35 geführt, dass es von der Kernfaser C mitgezogen wird. Wenn die Klemmwirkung der vorderen Rolle 20, die sich nahe dem Einlass der Spinnstelle 4 befindet, aufgehoben wird, kehrt sich das hintere Ende der Fasern des Faserbündels F vom Fadeneinlass 36 her um, während das vordere Ende der Fasern des Faserbündels F in den Fadenkanal 35 gesaugt wird, so dass es sich aufgrund der axialen Kraftkomponente des Wirbelstroms der Wirbelstromerzeugungsdüse 13 um die Außenfläche des Vorderendabschnitts des hohlen Führungsschaftes 14 windet. Daher wird der Echtdraht-ähnliche Kernfaden Y dadurch hergestellt, dass das hintere Ende der Fasern des Faserbündels F um die Kernfaser C gewunden wird, bei der die Kernfaser C nicht an der Oberfläche erscheint.

Der Echtdraht-ähnliche Kernfaden Y wird aus dem Fadenkanal 35 abgegeben und durch Spulen an der Spulstelle 5 durch die aus der Klemmrolle 7 und der Abgaberolle 6 bestehende Aufnahmeeinrichtung zu einer Auflaufspule geformt. Beim normalen Spinnbetrieb wird die Druckluft der Drucklufteinblasdüse 38 als Saugkrafterzeugungseinrichtung 15 nicht eingeblasen.

Im Falle eines Fadenbruchs wird die Zufuhr des Faserbands S durch Anhalten der hinteren Rolle 17 und der dritten Rolle 18 gestoppt. Gleichzeitig arbeitet der Klemmschneider 23 in der Kernfaservorschubeinrichtung 3, um die Kernfaser C zu schneiden, und trennt das geschnittene vordere Ende der Kernfaser C. Die Vorbereitung einer Fadenverbindung wird durch die Ankunft des Fadenverbindungsgerätes 10 an einer Spinnstelle vervollständigt, und der Spinnvorgang wird wieder aufgenommen.

Beim Wiederaufnehmen des Spinnens wird die Rolle im Streckwerk 2, die angehalten wurde, wieder angetrieben, und das Faserbündel F wird der Spinnstelle 4 zugeführt, wobei sich die Ansaugöffnung des oberen Saugrohrs 11 des Fadenverbindungsgerätes 10 in der Nähe des Auslasses der Spinnstelle 4 befindet. Entsprechend dem wiedererfolgten Antrieb der hinteren Rolle 17 und der dritten Rolle 18 wird der Vorschub der Kernfaser C von der stromaufwärtigen Seite der vorderen Rolle 20 aus in das Streckwerk 2 wieder gestartet. Dies ist derselbe Vorgang wie beim Starten des Spinnvorgangs.

Die Kernfaser C und das Faserbündel F, die der Spinnstelle 4 durch den Durchlauf über die vordere Rolle 20 des Streckwerks 2 zugeführt wird, wird zu einem Echtdraht-ähnlichen Kernfaden Y geformt, wobei die Fasern des Faserbündels F um die Kernfaser C gewunden sind, in der gleichen Weise wie beim normalen Spinnvorgang.

Bei der vorliegenden Erfindung wird zunächst Druckluft aus der Drucklufteinblasdüse 38 als Saugkrafterzeugungseinrichtung 15 eingeblasen. Der Betrieb der Drucklufteinblasdüse 38 wird nahezu gleichzeitig mit dem Betrieb der Wirbelstromerzeugungsdüse 13 durchgeführt.

Der Fadenkanal 35 ist so ausgebildet, dass die Querschnittsfläche allmählich von der stromaufwärtigen Seite zur stromabwärtigen Seite zunimmt. Daher strömt die in den Fadenkanal 35 aus der Drucklufteinblasdüse 38 eingeblasene Druckluft im Fadenkanal 35 zur stromabwärtigen Seite und wird aus dem Fadenauslass 40 abgegeben. Andererseits erzeugt die aus der Düsenöffnung 33 ausgeblasene Luft einen Wirbelstrom nahe dem Fadeneinlass 36 und wird aus dem Zwischenraum 34 nach Durchströmen des Spalts g nach außen abgegeben.

Bei der vorliegenden Erfindung können am Beginn des Spinnvorgangs (beim Fadenanspinnen) die Kernfaser C und das Faserbündel F dadurch in den Fadeneinlass 36 gesaugt werden, dass eine starke Saugkraft in Richtung auf das Innere des Fadenkanals 35 vom Fadeneinlass 36 des Fadenkanals 35 erzeugt wird, und der Kernfaden Y kann aus dem Fadenauslass 40 automatisch angesponnen werden, indem er den Fadenkanal 35 durchläuft.

Wenn, wie oben beschrieben, die Düse, die den Wirbelstrom entgegengesetzt zur Richtung des Wirbelstroms durch die Spinndüse 13 erzeugt, als Drucklufteinblasdüse 38 verwendet wird, wird der Kernfaden Y wie ein Bündelspinnfaden aus der Spinnstelle 4 abgegeben, während die Drucklufteinblasdüse 38 arbeitet. Nachdem das obere Saugrohr 11 den Kernfaden Y herausgezogen hat, und die Vorschubkraft durch die Abgaberolle 6 erzeugt wird, d. h. nachdem die Abziehkraft der Abgaberolle 6 auf den Kernfaden Y wirkt, der das Innere der Spinnstelle 4 durchläuft, wird der Betrieb der Drucklufteinblasdüse 38 als Saugkrafterzeugungseinrichtung 15 angehalten und auf einen normalen Spinnvorgang umgeschaltet. Wenn auf den normalen Spinnvorgang umgeschaltet ist, bei dem die Drucklufteinblasdüse 38 keinen Einfluss mehr hat, wird ein Echtdraht-ähnlicher Kernfaden Y und nicht ein Bündelspinnfaden von der Spinnstelle 4 abgegeben. Beim Fadenverbinden des Fadenverbindungsgerätes 10 wird der gesamte Bündelspinnfaden-ähnliche Kernfaden Y, der vom oberen Saugrohr 11 angesaugt wird, unterdrückt. Somit wird eine Auflaufspule, bei der nur der Echtdraht-ähnliche Kernfaden Y gespult wird, durch Verbinden des Fadens in der Fadenverbindungseinheit 12 hergestellt, der Echtdraht-ähnliche Kernfaden Y wird abgegeben, nachdem der Betrieb der Drucklufteinblasdüse 38 gestoppt wurde, und der Echtdraht-ähnliche Kernfaden Y wird von der Seite der Auflaufspule P her abgegeben.

4 ist ein Diagramm, das ein Beispiel der Zeitsteuerung des Fadenanspinnens gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

Wie 4 zeigt, werden beim Spinnstartzeitpunkt T0 zuerst die Wirbelstromerzeugungsdüse 13, die Saugkrafterzeugungseinrichtung 15, die hintere Rolle 17 des Streckwerks 2 etwa gleichzeitig eingeschaltet. Daher wird das Faserbündel F zum Fadenkanal 35 des hohlen Führungsschaftes 14 durch die Saugkraft geführt, während es vom Streckwerk 2 zur Spinnstelle 4 vorgeschoben wird.

Währenddessen ist der Einblasdruck PL der Wirbelstromerzeugungsdüse 13 kleiner als der Spinndruck PH des normalen Spinnvorgangs. Der Einblasdruck P der Wirbelstromerzeugungsdüse 13 wird auf den Spinndruck PH des normalen Spinnvorgangs zum Zeitpunkt T1 nach Ablauf der vorgeschriebenen Zeitperiode &Dgr;T vom Beginn des Vorschubs des Faserbündels F an umgeschaltet.

Die Kernfaserzuführeinrichtung 3 wird zum Zeitpunkt Tc angetrieben, der zwischen T0 und T1 liegt, während die Wirbelstromerzeugungsdüse 13 mit dem Einblasdruck PL betrieben wird, und schiebt die Kernfaser C von der stromaufwärtigen Seite der vorderen Rolle 20 vor, so dass sich die Kernfaser C mit dem Faserbündel F überlappt.

Die hintere Rolle kann zwischen dem Zeitpunkt T0 und T1 eingeschaltet werden, und die Kernfaser C kann der Spinnstelle 4 vor dem Faserbündel F zugeführt werden.

Die Saugkrafterzeugungseinrichtung 15 wird zum Zeitpunkt T3 nach dem Zeitpunkt T2 ausgeschaltet, dem Zeitpunkt, bei dem eine bestimmte Zeitperiode nach dem Zeitpunkt T1 abgelaufen ist (wenn der Kernfaden Y, der von der Spinnstelle 4 abgegeben werden soll, von der Abgaberolle 6 mit der Vorschubkraft beaufschlagt wird).

In ähnlicher Weise wird durch Einstellen des Druckes der Wirbelstromerzeugungsdüse 13 niedriger als der Druck beim normalen Spinnvorgang am Beginn des Vorschubs der Kernfaser C zur Spinnstelle 4 die Wirbelkraft für das Hin- und Herbewegen der Kernfaser C nahe dem Einlass des hohlen Führungsschaftes 14 minimiert, und die Saugkraft der Saugkrafterzeugungseinrichtung 15 wird effektiv aufgebracht. Daher kann die Kernfaser C dem Fadenkanal 35 des hohlen Führungsschaftes 14 zuverlässig zugeführt werden, die Erfolgsrate des Zuführens der Kernfaser C zum Fadenkanal 35 wird verbessert, und die Erfolgsrate des Fadenanspinnens vom Fadenkanal 35 aus kann ebenfalls verbessert werden. Das gestreckte Faserband F wird in der gleichen Weise behandelt.

Wenn außerdem die Kernfaser C vor dem Faserbündel F zugeführt wird, selbst wenn die Wirbelstromerzeugungsdüse 13 angehalten ist (Einblasdruck P = 0), gibt es Fälle, bei denen die Kernfaser C nur durch die Saugkrafterzeugungseinrichtung 15 in den Fadenkanal 35 befördert werden kann.

Die Saugkrafterzeugungseinrichtung 15 gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine starke Saugkraft auf den Einlass des hohlen Führungsschaftes 14 nur durch eine einfache Konstruktion erzeugen, wie oben beschrieben.

Gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung befindet sich die Kernfaser C in der Mitte des Faserbündels F, und die Ausbreitung des vom Wirbelstrom aufgebrachten Dralls zur vorderen Rolle 20 kann verhindert werden. Daher kann der Echtdraht-ähnliche Kernfaden Y, bei dem mehrere Fasern, die das Faserbündel F bilden, die umhüllenden Fasern bilden sollen, hergestellt werden. Die Ausführungsform wurde daher anhand eines Beispiels beschrieben, bei dem keine Nadel gegenüber dem Einlass des hohlen Führungsschaftes am Vorderendabschnitt der Wirbelstromerzeugungsdüse 13 verwendet wird. Die Kernfaser C wirkt somit in der gleichen Weise wie eine Nadel (die Wirkung, um das Ausbreiten des Dralls zur stromaufwärtigen Seite, der der Faser durch den Wirbelstrom verliehen wird, zu verhindern, während die Faser aus dem Kanal 30 des Düsenhauptkörpers 28 in den Fadenkanal 35 des hohlen Führungsschaftes 14 geführt wird). Der Echtdraht-ähnliche Kernfaden Y kann daher ohne die Nadel hergestellt werden. Die vorliegende Erfindung kann jedoch angewandt werden, wenn die Nadel vorhanden oder nicht vorhanden ist.

Wie sich aus der obigen Beschreibung ergibt, sind die folgenden besonderen Wirkungen zu erwarten:

  • (1) Das automatische Fadenanspinnen des Echtdraht-ähnlichen Kernfadens kann dadurch durchgeführt werden, dass jede Bewegung zu einem bestimmten Zeitpunkt entsprechend der Steuerung der Steuereinrichtung durchgeführt wird.
  • (2) Bei einfacher Konstruktion kann eine starke Saugkraft auf den Einlass des hohlen Führungsschaftes ausgeübt werden, wenn die Saugkrafterzeugungseinrichtung aus der Drucklufteinblasdüse zum Einblasen von Druckluft in den Fadenkanal des hohlen Führungsschaftes besteht.
  • (3) Durch Einstellen des Einblasdruckes der Wirbelstromerzeugungsdüse auf einen niedrigen Druck unmittelbar, nachdem das Anspinnen gestartet wird, kann die Erfolgsrate des Fadenanspinnens durch Minimierung der Wirbelkraft der Kernfaser und des Faserbündels, die durch den Wirbelstrom der Wirbelstromerzeugungsdüse nahe dem Einlass des hohlen Führungsschaftes hin- und herbewegt werden, verbessert werden.
  • (4) Die Kernfaser wird durch den Wirbelstrom der Wirbelstromerzeugungsdüse etwas aufgelockert, und die Fasern des Faserbündels treten in die Zwischenräume der Kernfaser ein und werden um die Kernfaser gewunden. Daher kann ein Echtdraht-ähnlicher Kernfaden, der gegen Quetschen besonders widerstandsfähig ist, hergestellt werden.


Anspruch[de]
  1. Kernfadenherstellungsmaschine, bestehend aus einer Spinnstelle, die durch

    – einen hohlen Führungsschaft (14), in dem der Fadenkanal in Axialrichtung verläuft, und eine Wirbelstromerzeugungsdüse (13) zum Zuführen eines Wirbelstroms zum Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes (14) gebildet ist, wobei ein Kernfaden durch Wickeln des gestreckten und der Spinnstelle (4) zugeführten Faserbündels (F) um die Kernfaser (C) hergestellt wird, die der Spinnstelle (4) zusammen mit dem Faserbündel (F) im Vorderendabschnitt des hohlen Führungsschaftes (14) zugeführt wird,

    – einer Saugkrafterzeugungseinrichtung (15) zur Erzeugung einer in den Fadenkanal vom Einlaß des hohlen Führungsschaftes (14) aus gerichteten Saugkraft, und

    – einer Kernfaserzuführeinrichtung (3) zum Zuführen der Kernfaser (C) zur Spinnstelle (4),

    dadurch gekennzeichnet, dass

    die Saugkrafterzeugungseinrichtung (15) einen Luftstromkanal (3) aufweist, der mittels einer Düse (38) in den Fadenkanal (35) mündet.
  2. Kernfadenherstellungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenkanal (35) aus einem stromaufwärtigen Fadenkanal (35u), einem strommittigen Fadenkanal (35m) und einem stromabwärtigen Fadenkanal (35d) besteht, und dass die Querschnittsfläche des Fadenkanals (35) von der stromaufwärtigen Seite zur stromabwärtigen Seite allmählich zunimmt.
  3. Kernfadenherstellungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstromkanal (37) im hohlen Führungsschaft (14) längs des stromabwärtigen Fadenkanals (35d) und des strommittigen Fadenkanals (35m) gebildet ist.
  4. Kernfadenherstellungsmaschine nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (38) in den stromabwärtigen Fadenkanal (35d) mündet.
  5. Kernfadenherstellungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtungen der Wirbelströme, die von den Düsen (13, 38) erzeugt werden, entgegengesetzt sind.
  6. Verfahren zum Betreiben einer Kernfadenherstellungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung (70) zum Steuern des Betriebs und der Betriebsunterbrechung der Wirbelstromerzeugungsdüse (13), des Betrieb und der Betriebsunterbrechung einer Saugkrafterzeugungseinrichtung (15) und des Betriebs und der Betriebsunterbrechung der Kernfaserzuführeinrichtung (3), so dass bei der Spinnstartzeit (T0) zuerst die Wirbelstromerzeugungseinrichtung (13) und die Saugkrafterzeugungseinrichtung (15) im wesentlichen gleichzeitig eingeschaltet werden, dass der Einblasdruck (PL) der Wirbelstromerzeugungsdüse (13) niedriger als der Spinndruck (PH) während des Normalspinnens ist und auf den Spinndruck (PH) des normalen Spinnens nach einer vorbestimmten Zeitperiode (&Dgr;T) umgeschaltet wird, und dass das Streckwerk (2) der Spinnstelle (4) zum Zuführen des Faserbündels (F) in der vorbestimmten Zeitperiode (&Dgr;T) eingeschaltet wird, und die Kernfaser (C) der Spinnstelle (4) vor dem Faderbündel (F) zugeführt wird.
  7. Verfahren zum Betreiben der Kernfadenherstellungsmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirbelstromerzeugungsdüse (13) zuerst einen Niederdruckeinblasvorgang durchführt, wenn das Anspinnen der Kernfaser (C) durchgeführt wird, und auf einen Hochdruckeinblasvorgang umgeschaltet wird, nachdem die Kernfaser (C) aus dem Fadenauslaß (40) der Spinnstelle (4) über den Fadenkanal (35) der hohlen Führungsstange (14) abgegeben wurde.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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