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Dokumentenidentifikation DE69634474T2 27.04.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000788268
Titel Interaktives Verfahren zur Sprachsteuerung zwischen einem Telefon und einem Benutzer
Anmelder Nokia Corp., Espoo, FI
Erfinder Lieben, Jan, NL-7101 VW Winterswijk, NL;
Jobst, Matthias, 44789 Bochum, DE
Vertreter Becker, Kurig, Straus, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69634474
Vertragsstaaten DE, FR, GB, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 31.01.1996
EP-Aktenzeichen 961013695
EP-Offenlegungsdatum 06.08.1997
EP date of grant 16.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.04.2006
IPC-Hauptklasse H04M 1/27(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04M 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf ein sprachgesteuertes Telefon, bei dem der Benutzer aus einem breiten Bereich von Funktionen auswählen kann. Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Kommunikation zwischen dem Telefon und dem Benutzer unter Verwendung eines Programms.

Ein Sprachwähler und eine Benutzerschnittstelle zwischen dem Benutzer und einem Telefon unter Verwendung einer automatischen Spracherkennung wurde im Annual Review of Communications, Bd. 46, 1. Januar 1992, Seiten 966 bis 972, XP00032238 Wyman B T: "Automatic Speech Recognition in the Network" beschrieben. Das in diesem Dokument beschriebene Menü wird aufgebaut für einen "kundenspezifischen Anrufmerkmalszugriff" und enthält die Optionen: Nachrichten, Anrufweiterleitung, Wahlwiederholung, Rückruf, Abbrechen des Anrufabwartens, Anrufsablehnung, Blockieren der ID und Hilfe. Wenn ein Kunde "Hilfe" sagt, wiederholt das System die oben erwähnten Optionen. Dieses Menü ist verhältnismäßig einfach, Untermenüs werden nicht erwähnt. Die EP-A-0 590 492 (Siemens) beschreibt ein Mobiltelefon mit einer Anzeige, die den Kunden über den gegenwärtigen Zustand und eine Option für einen nächsten Schritt informiert, wenn der Kunde einen "Hilfe"-Knopf drückt. Die DE-A-40 08 598 (Phillips) beschreibt ein Autotelefon mit einer akustischen Präsentation eines Menüs, das durch eine spezielle Folge von Tastenoperationen aktiviert werden kann, wobei die Menüs dieses Dokuments in zyklischer Reihenfolge zur Ausgabe bei einer Anfrage angeordnet sind. Die in diesem Dokument beschriebenen Menüs können Untermenüs aufweisen. Der gegenwärtige Zustand des Autotelefons ist jedoch nicht als Ausgabeinformation verfügbar. Die US-A-4,797,924 (Schnars et al.) offenbart ein sprachbetriebenes Steuersystem für ein Kraftfahrzeug. Spracheingaben werden wahrgenommen und veranlassen Steuerfunktionen. Unpassende Kommandos können dem Benutzer durch einen Sprachsynthesizer angezeigt werden.

Auch in diesem Dokument ist die Präsentation eines ausgewählten Menüs als Ausgabeinformation nicht verfügbar.

Heute gebräuchliche Telefone weisen zunehmend mehr Funktionen auf. Neben einem normalen Telefonanruf, bei dem einfach die Nummer des anzurufenden Gesprächsteilnehmers eingegeben wird, gibt es die Möglichkeit Gesprächspartner über Namensfunktionen anzurufen. Weiterhin weisen viele Telefone Wahlwiederholungs- und Anrufbeantworterfunktionen auf. Bei der Benutzung und noch extremer bei der Programmierung eines solchen Telefons wird vom Benutzer das Navigieren in einer komplexen Menüstruktur erwartet. Die Hilfe, die ein Benutzer zur Bedienung seines Telefons braucht, erhält er üblicherweise nur aus der Bedienungsanleitung, die aber nicht in jeder Situation gleich zur Hand ist oder gelesen werden kann. Eine besondere Schwierigkeit ergibt sich hier zum Beispiel bei Telefonen, die in einem Auto installiert sind und während der Fahrt benutzt werden. Während die täglichen Funktionen wie das Wählen einer Nummer oder das Anwählen eines Gesprächspartners über seinen Namen sicherlich jedem Besitzer geläufig sind, kann dies für den Benutzer, der Besitzer eines anderen Telefons ist, eventuell schon ein Problem darstellen. Die komplexeren Funktionen wie das Einspeichern von Namen mit zugehörigen Telefonnummern oder das Abhören von Anrufbeantworternachrichten erfordern aber auch für den geübten Benutzer sicherlich einige Konzentration. Gerade beim Autofahren sollte ein Telefonbenutzer aber nicht zu sehr durch die Bedienung seines Telefons abgelenkt werden. Aus diesem Grunde gibt es heute schon Autotelefone, die ohne jegliche Tastenbetätigung sprachgesteuert bedient werden.

Gerade bei der sprachgesteuerten Bedienung eines Telefons oder eines ähnlichen Gerätes mit einer komplexen Menüstruktur bedarf es einer erhöhten Konzentration, um den nächsten Bedienschritt richtig einzugeben. Dies kommt zum einen daher, daß für das sprachgesteuerte System keine optischen Anzeigemöglichkeiten oder unterschiedliche Bedienknöpfe vorhanden sind und zum anderen daher, daß nicht nur eine, sondern viele Funktionen ausführbar sein sollen.

Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einem Benutzer die Bedienung des Telefons zu erleichtern, auch wenn er die Menüstruktur nicht kennt oder nicht mehr weiß, wo im Menü er sich gerade befindet.

Eine verfahrensseitige Lösung der gestellten Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben. Dagegen findet sich eine vorrichtungsseitige Lösung der gestellten Aufgaben in Anspruch 5.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren zur interaktiven Kommunikation zwischen einer für ein Telefon vorgesehenen Sprachwahlanlage und seinem Benutzer unter Verwendung eines gespeicherten Programms gibt das System dem Benutzer bei Eingabe eines Hilfe-Signals einen von ihm zuvor ausgewählten Programmzweig und die ihm offenstehenden nächsten Auswahlmöglichkeiten innerhalb dieses Programmzweigs aus. Dabei kann der zuvor ausgewählte Programmzweig der zuletzt ausgewählte sein.

Eine Sprachwahlanlage nach der Erfindung zur interaktiven Kommunikation zwischen einem Telefon und seinem Benutzer unter Verwendung eines Programms gibt dem Benutzer bei Eingabe eines Hilfe-Signals einen von ihm zuvor ausgewählten Programmzweig und die ihm offenstehenden nächsten Auswahlmöglichkeiten innerhalb diese Programmzweigs an und enthält eine Speichereinrichtung zur Speicherung des Programms, eine Eingabeeinheit zur Eingabe eines Hilfe-Signals, eine Steuereinrichtung zur Abarbeitung des Programms, und eine Ausgabeeinrichtung zur Ausgabe der den Benutzer offenstehenden nächsten Auswahlmöglichkeiten. Dabei kann die Sprachwahlanlage separat zum Telefon vorhanden oder aber auch im Telefon integriert sein.

Durch ein solches Verfahren und/oder eine solche Vorrichtung wird es einem Benutzer ermöglicht, sich in einer komplexen Menüstruktur zurechtzufinden, ohne sich auf das Menü, d. h. auf die Bedienung, konzentrieren zu müssen. Gibt er das Hilfe-Signal ein, so teilt ihm die Sprachwahlanlage mit, wo er sich gerade im Menü befindet und welche nächsten Eingaben möglich sind. Dadurch braucht ein Benutzer das komplexe Menü nicht auswendig zu lernen und er braucht sich auch nicht immer zu merken, an welcher Stelle im Menü er sich gerade befindet, wenn er die Bedienung für einige Zeit unterbrechen möchte. Weiterhin wird die Benutzung für fremde Benutzer, die das Menü nicht kennen, ermöglicht und/oder vereinfacht. Befindet sich die Sprachwahlanlage zum Beispiel nach dem Einschalten im Hauptmenü, so kann mittels des Hilfe-Signals festgestellt werden, welche nächsten Schritte möglich sind, auch um zum Beispiel nur eine Nummer für einen Gesprächsteilnehmer einzugeben und zu bestätigen. Die Erfindung kann prinzipiell bei jeder Art von Telefonen zum Einsatz kommen, so z.B. bei leitungsgebundenen oder schnurlosen Telefonen, bei Funktelefonen, Handys, oder bei Telefonen, die in anderen Geräten installiert sind, z.B. in FAX-Geräten. Als Sprachwahlanlage ist zu verstehen eine akustisch bedienbare Anlage zur Steuerung unterschiedlicher Funktionen des Telefons, z.B. zur Steuerung eines Telefonnummern-Wählvorgangs, zur Steuerung des Speichervorgangs von Kurzwahl-Begriffen, usw.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfe-Signal akustisch eingebbar ist.

Durch diese akustische Eingabemöglichkeit des Hilfe-Signals braucht ein Benutzer auf den Komfort bei der Bedienung des Telefons keine Tasten betätigen zu müssen, nicht zu verzichten. Im besonderen wird dadurch ein problemloser Betrieb in einer Umgebung ermöglicht, in der der Telefonbenutzer nicht durch das Aufsuchen und Betätigen von Tasten seines Telefons abgelenkt werden soll.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß die Angabe der Sprachwahlanlage akustisch ausgebbar ist.

Durch diese akustische Ausgabemöglichkeit der Hilfs- und Statusinformation, die dem Benutzer den von ihm zuvor ausgewählten Programmzweig und die ihm offenstehenden nächsten Auswahlmöglichkeiten innerhalb dieses Programmzweigs angibt, wird der Betrieb in einer Umgebung ermöglicht, in der der Benutzer seinen Blick nicht von bestimmten Situationen abwenden soll.

Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß die Angabe der Sprachwahlanlage über ein Display optisch ausgebbar ist.

Durch eine optische Ausgabemöglichkeit wird erreicht, daß ein Benutzer die ihm angegebene Information schnell erfassen kann.

Die akustische und optische Angabe der Sprachwahlanlage können vorteilhaft auch kombiniert werden. In einem solchen Fall kann ein Benutzer die Angabe nur akustisch erfassen, wenn es für ihn gerade nicht möglich ist, ein Display zu beobachten. Hat er jedoch die Möglichkeit, so kann er durch die akustische und gleichzeitig optische Angabe die Information der Sprachwahlanlage schnellstmöglich erfassen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen:

1 einen Überblick über die Funktion einer in einem Auto eingebauten Sprachwahlanlage,

2 ein Hauptmenü der Sprachwahlanlage mit integrierter HILFE-Funktion,

3 ein HILFE-Untermenü für das Hauptmenü nach 2,

4 ein NUMMER-Untermenü des Hauptmenüs nach 2,

5 ein NAME-Untermenü des Hauptmenüs nach 2,

6 ein WAHLWIEDERHOLUNG-Untermenü des Hauptmenüs nach 2,

7 ein LISTE-Untermenü des Hauptmenüs nach 2,

8 ein SPRACHMITTEILUNG-Untermenü des Hauptmenüs nach 2,

9 ein SPEICHER-Untermenü des Hauptmenüs nach 2,

10 ein SPEICHER-SPEICHERN-Untermenü des SPEICHER-Untermenüs nach 9,

11 ein SPEICHER-LÖSCHEN-Untermenü des SPEICHER-Untermenüs nach 9,

12 ein SPEICHER-LÖSCHE VOLLEN SPEICHER-Untermenü des SPEICHER-Untermenüs nach 9,

13 ein Blockdiagramm der Sprachwahlanlage,

14 das Zusammenspiel zwischen einer Audio- und einer Steuersoftware in der Sprachwahlanlage,

15 Bestandteile der Audiosoftware der Sprachwahlanlage nach 14 gemäß dem Stand der Technik,

16 den Programmablauf der Sprachwahlanlage aus 13 gemäß dem Stand der Technik,

17 Bestandteile der Audiosoftware der Sprachwahlanlage nach 13 mit einem Hilfemodul nach der Erfindung,

18 einen Ausschnitt aus dem Programmablaufplan der Sprachwahlanlage nach 13 mit implementiertem Hilfemodul nach der Erfindung,

19 ein Beispiel für ein SPEICHER-Untermenü mit Markierungen 1 bis 11, in denen die Hilfe-Funktion aktiviert werden kann, und

20 ein Beispiel für die Hilfe- und Statusinformation an den Markierungen 1 bis 11 der 19.

Die 1 zeigt einen Überblick über die Funktion einer in einem Auto eingebauten Sprachwahlanlage für ein Telefon. Dieser Figur ist zu entnehmen, daß die Sprachwahlanlage zwischen einem Telefonbenutzer und dem Telefon vermittelt. Die Schnittstelle zwischen dem Benutzer und der Sprachwahlanlage ist dabei eine akustische. Das bedeutet, daß die Sprachwahlanlage Informationen vom Benutzer über ein Mikrofon aufnimmt und an ihn über einen Lautsprecher abgibt. Mit Hilfe der über das Mikrofon aufgenommenen Information und eventuell mittels einer über den Lautsprecher abgegebenen Aufforderung diese Information zu wiederholen oder zu ergänzen bedient die Sprachwahlanlage das Telefon. Eventuelle Eingabeaufforderungen des Telefons werden über die Sprachwahlanlage an den Benutzer akustisch weitergegeben. Das Telefon kann z.B. mit der Sprachwahlanlage über eine Leitung oder eine Funkstrecke verbunden sein.

Da heute übliche Telefone, wie sie auch in Autos eingebaut werden, sehr komplexe Geräte mit vielen Funktionen sind, und ein Benutzer alle vorhandenen Funktionen ausnutzen möchte, muß eine Sprachwahlanlage die Möglichkeit bieten, diese Funktionen akustisch anzuwählen. Zur einfacheren Benutzung dieser vielen Funktionen enthält eine solche Sprachwahlanlage zum Beispiel ein Programm, das in Menüform zu einzelnen Funktionen führt. Eine solche Menüform für eine Sprachwahlanlage ist beispielhaft in den 2 bis 12 dargestellt. In den 2 und 3 ist auch die erfindungsgemäße Implementation einer HILFE-Funktion dargestellt, während die 4 bis 12 nur dazu dienen, die Komplexität einer in einer Sprachwahlanlage implementierten Menüstruktur zu verdeutlichen. In den 2 bis 12 sind in fetten Großbuchstaben und durch Anführungszeichen jeweils die gesprochenen Eingabemöglichkeiten eines Benutzers gekennzeichnet. Befinden sich das Telefon und die Sprachwahlanlage nach dem Einschalten zum Beispiel im LEERLAUF-Status, so kann der Benutzer durch das Aussprechen des Worts "SPRACHSTEUERUNG" in das Hauptmenü der Sprachwahlanlage gelangen. Hier stehen ihm nun verschiedene Codewörter zur Verfügung, um in verschiedene Untermenüs, in denen jeweils verschiedene Funktionen des Telefons aktiviert werden können, zu gelangen. Solche Codewörter sind zum Beispiel: "LÖSCHEN", durch das die Anlage wieder in den LEERLAUF-Zustand gesetzt wird, "NUMMER", wodurch der Benutzer in ein Untermenü gelangt, in dem er ziffernweise wählen kann, "NAME", durch das der Benutzer in ein Untermenü gelangt, in dem er einen Namen für einen Gesprächspartner eingeben kann, dessen Nummer vorprogrammiert ist und die aufgrund der Vorprogrammierung vom System selbst gewählt werden kann, "WAHLWIEDERHOLUNG"; wodurch der Benutzer in ein Untermenü gelangt, in dem er einen Zugriff auf die Liste der letzten vom Telefon gewählten Nummern hat und in dem er eine dieser Nummern zur Wahl auswählen kann, "LISTE", wodurch der Benutzer in ein Untermenü gelangt, in dem ihm alle im System gespeicherten Namen ausgegeben werden, "SPRACHMITTEILUNG", durch das der Benutzer in ein Untermenü gelangt, in dem er mit seiner Mailbox verbunden werden kann, und "SPEICHER", durch das der Benutzer in ein Untermenü gelangt, in dem er benutzerabhängige Zuordnungen von Namen zu Rufnummern speichern und löschen kann. Schon bei diesem noch sehr übersichtlichen Hauptmenü einer Sprachwahlanlage wird deutlich, daß ein Benutzer eines solchen Systems mit großer Wahrscheinlichkeit sowohl nicht immer auswendig weiß, wo er sich gerade in der Menüstruktur befindet, als auch welche nächsten Auswahlmöglichkeiten ihm gerade offenstehen. Deshalb ist erfindungsgemäß im Hauptmenü der 2 eine Hilfe-Funktion implementiert, die nach einer akustischen "HILFE"-Eingabe des Benutzers diesem alle nun zur Eingabe möglichen Kommandowörter ausgibt. Diese Ausgabe ist in der 3 dargestellt. In diesem Fall der Hilfe für das Hauptmenü werden nur die zur Verfügung stehenden Kommandowörter ausgegeben, und nicht auch noch, daß sich der Benutzer bereits im Hauptmenü befindet. Die Ausgabe kann akustisch, optisch oder kombiniert akustisch und optisch erfolgen. Gibt der Benutzer an jeglicher anderer Stelle innerhalb des Menüs das Kommandowort "HILFE" ein, so wird ihm zusätzlich zu den nächsten möglichen einzugebenden Kommandowörtern noch angegeben, wo er sich gerade in der Menüstruktur befindet, damit er einen Bezug zu den einzugebenden Kommandowörtern herstellen kann.

In den 4 bis 12 sind der Übersichtlichkeit halber jeweils die Hilfe-Funktionen nicht dargestellt. Diese 4 bis 12 beziehen sich auf die bekannte Menüstruktur einer Sprachwahlanlage und sollen hier nicht näher erläutert werden.

Die 13 zeigt das Blockdiagramm der Sprachwahlanlage. Hier wird verdeutlicht, wie ein akustisch eingegebener Befehl an ein Telefon gelangt, wodurch das Telefon eine Eingabeaufforderung an einen Benutzer akustisch ausgeben kann, und wodurch der Benutzer über die Sprachwahlanlage und das Telefon mit einem Gesprächsteilnehmer kammunizieren kann. Über einen Codecbaustein 2 in Verbindung mit einem digitalen Signalprozessor 3 werden akustisch in ein Mikrofon 1 eingegebene Befehle dekodiert, die über eine Mikrosteuereinheit 4 an eine Befehlsschnittstelle 5 des Telefons geleitet werden. Zur Kommunikation zwischen zwei Gesprächsteilnehmern wird das gesprochene Wort nach dem digitalen Signalprozessor 3 wieder über einen Codecbaustein 7 zurückgewandelt und mit einer Analogschnittstelle 6 in das Telefon eingespeist. Von einem Gesprächspartner des Benutzers über das Telefon ankommende Sprache wird über die Analogschnittstelle 6 und den Codecbaustein 7 an den digitalen Signalprozessor 3 geleitet und gelangt von dort über den Codecbaustein 2, einen Audioverstärker 8 und einen Lautsprecher 9 an den Benutzer. Die Sprachwahlanlage weist einen mit dem Signalprozessor 3 verbundenen ROM 10 auf, in dem die Menüstruktur zur Bedienung der Telefonfunktionen abgespeichert ist. Taktsignale gelangen von einem Taktsignalgenerator 11 zum Codec 2 und 7 sowie zum digitalen Signalprozessor 3.

In der 13 wird im digitalen Signalprozessor 3 eine Audiosoftware und in der Mikrosteuereinheit 4 eine Steuersoftware abgearbeitet. Das Zusammenspiel zwischen dieser Audio- und Steuersoftware ist in 14 dargestellt. Der Benutzer kommuniziert mit der Audiosoftware und das Telefon mit der Steuersoftware. Zwischen diesen beiden Softwarepaketen werden Befehle ausgetauscht. Durch diese Struktur kann eine Spracherkennungssoftware und Software, die während des Telefonats benötigt wird, von der Software getrennt werden, die den Verbindungsaufbau für das Telefonat herstellt. Der Benutzer kann so Befehle in das Mikrofon der Sprachwahlanlage sprechen, die von der Audiosoftware umgesetzt und an die Steuersoftware geschickt werden. Durch die Steuersoftware schließlich wird die Verbindung für das Telefonat aufgebaut. So kann die Audiosoftware unabhängig von der Steuersoftware an einen Benutzer und die Steuersoftware unabhängig von der Audiosoftware an ein Telefon angepaßt werden.

Die 15 stellt die Bestandteile der Audiosoftware nach dem Stand der Technik dar. Ein vom Benutzer gesprochenes Wort gelangt zum Verbindungsaufbau oder zur Eingabe anderer Befehle an die Spracherkennungssoftware. Dort wird es für die Menüsoftware umgesetzt, innerhalb dieser auch ein Steuerungsmodul für die Steuersoftware angesiedelt ist. Die Menüsoftware wiederum kann über eine Sprachausgabesoftware Anforderungen an den Benutzer stellen. Solche Anforderungen können beispielsweise das Wiederholen oder Ergänzen eines gerade ausgesprochenen Befehls umfassen. Ist eine Verbindung aufgebaut, so gelangen die vom Benutzer gesprochenen Worte zur Software beim Telefonat.

Von zentraler Bedeutung für eine Sprachwahlanlage ist die Menüsoftware. Nach einer Benutzereingabe entscheidet das Menümodul, was als nächstes zu tun ist. Dies ist abhängig von den vorherigen Eingaben. Das Zusammenspiel zwischen den drei Modulen der Spracherkennung, der Sprachausgabe und dem Menü ist in 16 zu sehen, die einen Programmablaufplan der Sprachwahlanlage nach dem Stand der Technik darstellt. Nach dem Start im Schritt S1 befindet sich das Programm im Schritt S2 an der Audioschnittstelle. Die Audioschnittstelle sendet alle gesprochenen Worte zum Schritt S3 der Spracherkennung. Hier werden die gesprochenen Worte in eine für den digitalen Signalprozessor verständliche Form umgewandelt. Im Schritt S4 wird entschieden, ob ein vollständiger Befehl vorliegt. Ist dies nicht der Fall, so gelangt das Programm wieder in den Schritt S2 der Audioschnittstelle. Liegt ein vollständiger Befehl vor, so gelangt das Programm zum Schritt S5, in dem das Menü den Befehl umsetzt. Im Schritt S6 wird entschieden, ob der Befehl zum Telefon geschickt werden soll oder ob der Benutzer sich durch diesen Befehl lediglich im Menü weiterbewegt. Soll der Befehl zum Telefon gehen, so wird er im Schritt S7 an dieses geschickt und das Programm verzweigt sich abhängig vom Befehl entweder in den Schritt S2 der Audioschnittstelle oder in den Schritt S8 der Überprüfung für eine Sprachausgabe. In diesen Schritt S8 gelangt das Programm auch, wenn der Benutzer sich durch seinen eingegebenen Befehl nur im Menü weiterbewegt. Hier wird entschieden, ob die Sprachwahlanlage eine Sprachausgabe vornehmen soll oder nicht. Soll dies nicht geschehen, so gelangt das Programm wieder in den Schritt S2 der Audioschnittstelle. Soll eine Sprachausgabe vorgenommen werden, so wird dies im Schritt S9 getan, bevor das Programm dann auch auf diesem Weg wieder in den Schritt S2 der Audioschnittstelle gelangt. Vom Schritt S2 der Audioschnittstelle kann das Programm nur wieder in den Schritt S3 der Spracherkennung gelangen. Es befindet sich also in einer Endlosschleife, aus der es nur durch Ausschalten der Sprachwahlanlage oder die Eingabe des "LÖSCHEN"-Befehls wieder herauskommt.

Die 17 stellt die Bestandteile der Audiosoftware mit einem erfindungsgemäß implementierten Hilfemodul dar. Dieses Hilfemodul ist zusätzlich zu den Bestandteilen der Audiosoftware (Spracherkennungssoftware, Menüsoftware, Sprachausgabesoftware und Software beim Telefonat) nach 15 vorhanden und so vor der Sprachausgabesoftware angeordnet, daß entweder aus der Spracherkennungssoftware direkt oder aus der Menüsoftware in die Hilfesoftware verzweigt werden kann, die dann ihrerseits auf die Sprachausgabesoftware zugreifen kann. Dabei kann weiterhin die Menüsoftware auf die Sprachausgabesoftware auch direkt zugreifen.

Die 18 stellt einen Ausschnitt aus dem Programmablaufplan der Sprachwahlanlage mit erfindungsgemäß implementiertem Hilfemodul (T2, T3, T4) dar. Wird von der Spracherkennung im Schritt T1 ein Hilfebefehl weitergegeben und dieses im Schritt T2 erkannt, so wird im Schritt T3 die Ausgabe des inneren Zustands und im Schritt S4 die der nächsten möglichen Eingaben festgelegt, die im Schritt T5 ausgegeben werden. Ein nächster Befehl kann erst im nächsten Programmdurchlauf von der Spracherkennung im Schritt T1 an das Menü im Schritt T6 gelangen, wenn im Schritt T2 festgestellt wird, daß es sich nicht um einen Hilfebefehl handelt.

Die 19 und 20 zeigen schließlich beispielhaft für ein "SPEICHER"-Untermenü die an jedem Verzweigungs- oder Eingabepunkt des Untermenüs möglichen Ausgaben der Sprachwahlanlage bei Eingabe des "HILFE"-Signals. Befindet sich der Benutzer beispielsweise am Punkt 1 und fordert er Hilfe an, so gibt die Sprachwahlanlage die Worte SPEICHER, JA, NEIN, ABBRECHEN aus. Am Punkt 2 würde dementsprechend SPEICHER, 0..9*#, SPEICHERN, LÖSCHEN und ABBRECHEN ausgegeben. An den Punkten 3 bis 6 sowie 10 und 11 gibt das System SPEICHER, JA, NEIN und ABBRECHEN aus. An den Punkten 7 und 9 wird bei einer Hilfeanforderung SPEICHER, NAMENSETIKETT (NAME-TAG) und ABBRECHEN ausgegeben. Als letzte Hilfefunktion im "SPEICHER"-Untermenü wird am Punkt 8 SPEICHER, SPRACHMITTEILUNG, HEIM, BÜRO und ABBRECHEN ausgegeben.

Eine solche Sprachwahlanlage mit Hilfe-Funktion kann natürlich nicht nur für Autotelefone, sondern auch für normale stationäre Telefonanlagen, für Handys oder schnurlose Telefone jeglicher Art, sowie für Telefone in Faxgeräten benutzt werden. Dabei kann sich die Sprachwahlanlage innerhalb dieser Geräte befinden oder separat zu ihnen vorhanden sein.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur interaktiven Kommunikation zwischen einer für ein Telefon vorgesehenen Sprachwahlanlage und einem Benutzer unter Verwendung eines Programms, das Programm umfaßt einen von dem Benutzer zuvor ausgewählten Programmzweig, wobei der Programmzweig dem Benutzer offenstehende nächste Auswahlmöglichkeiten innerhalb des Programmzweigs umfaßt, das Verfahren umfaßt die Schritte:

    – Bereitstellen eines Hauptmenüs und einer Vielzahl von Untermenüs, jedes Untermenü listet eine Vielzahl von Funktionen auf, wobei die Vielzahl der Untermenüs Zweige des Hauptmenüs sind;

    – Identifizieren jedes Menüs durch ein Identifikationswort;

    – Auswählen des Hauptmenüs oder eines der Untermenüs in Antwort auf ein Sprechen eines Menü-identifizierenden Wortes zu der Anlage; wobei das Verfahren durch die folgenden Schritte gekennzeichnet ist:

    – sequentielles optisches und hörbares Darstellen in Antwort auf das Sprechen eines Hilfe-Befehls

    – des Namens des gegenwärtig ausgewählten Menüs plus

    – aller Funktionen dieses ausgewählten Menüs, wobei das ausgewählte Menü irgendeines von Haupt- und Untermenüs ist;

    – Auswählen einer Funktion innerhalb der Untermenüs in Antwort auf das Sprechen eines Funktions-identifizierenden Wortes zu der Anlage; und Eingeben der Nummer oder des Namens zum Ausführen einer ausgewählten Funktion in Antwort auf das Sprechen einer Nummer oder eines Namens zu der Anlage.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfe-Signal akustisch eingebbar ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Angabe akustisch ausgebbar ist.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Angabe über ein Display optisch ausgebbar ist.
  5. Sprachwahlanlage zur interaktiven Kommunikation zwischen einem Telefon und einem Benutzer unter Verwendung eines Programms, die Anlage speichert einen von dem Benutzer ausgewählten Programmzweig, und wobei die Anlage dem Benutzer offenstehende nächste Auswahlmöglichkeiten innerhalb des Programmzweigs bereitstellt, mit:

    – einer Speichereinrichtung (10) zur Speicherung des Programms;

    – einer Eingabeeinheit (1) zur Eingabe eines Hilfe-Signals;

    – einer Steuereinrichtung (3) zur Abarbeitung des Programms; und

    – einer Ausgabeeinrichtung (9) zur Ausgabe der dem Benutzer offenstehenden nächsten Auswahlmöglichkeiten;

    wobei die Anlage fähig zur Ausgabe eines von einem Satz von einer Vielzahl von Menüs des Programms aus dem Speicher ist, das in Antwort auf ein durch den Benutzer gesprochenes Sprachmenü-identifizierendes Wort ausgewählt wird, wobei die Vielzahl der Menüs ein Hauptmenü und eine Vielzahl von Untermenüs umfaßt, wobei diese Untermenüs Zweige des Hauptmenüs sind und jedes der Menüs durch ein identifizierendes Wort identifiziert wird; der Speicher speichert eine Liste von Funktionen für jedes einer Vielzahl von Untermenüs des Satzes von Menüs; und wobei die Anlage fähig zur Ausgabe einer in Antwort auf ein von dem Benutzer gesprochenen Funktions-identifizierenden Wortes ausgewählten Funktion aus dem Speicher ist, wobei die Anlage fähig zum Ausführen einer ausgewählten Funktion in Übereinstimmung mit den folgenden Verfahrensschritten ist: Auswählen eines der Menüs in Antwort auf ein Sprechen eines Menü-identifizierenden Wortes zu der Anlage; die Anlage ist gekennzeichnet durch die Fähigkeit, die folgenden Verfahrensschritte auszuführen: sequentielles optisches und hörbares Darstellen in Antwort auf das Sprechen eines Hilfe-Befehls

    – des Namens des gegenwärtig ausgewählten Menüs plus

    – aller Funktionen des ausgewählten Menüs, wobei das ausgewählte Menü irgendeines von Haupt- und Untermenüs ist; Auswählen einer Funktion innerhalb eines der Menüs in Antwort auf das Sprechen ei nes Funktions-identifizierenden Wortes zu der Anlage; und das Eingeben von Daten zum Ausführen einer ausgewählten Funktion in Antwort auf das Sprechen eines Daten-identifizierenden Wortes zu der Anlage.
  6. Sprachwahlanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie im Telefon angeordnet ist.
Es folgen 12 Blatt Zeichnungen






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