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Dokumentenidentifikation DE102004052714A1 04.05.2006
Titel Längfalzvorrichtung
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
Erfinder Behmel, Johannes, 08529 Plauen, DE;
Seyffert, Ulrich, 08548 Syrau, DE
DE-Anmeldedatum 30.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004052714
Offenlegungstag 04.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.05.2006
IPC-Hauptklasse B41F 13/58(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Längsfalzvorrichtung für Bahnen (3) an einem Falzapparat einer Rotationsdruckmaschine mit einem lageveränderbaren Falztrichter (1). Um den Falztrichter (1) mit kostengünstigen Mitteln in Richtung der Längsachsen (26) der Falzwalzen (5, 6) parallel zu verstellen, ist der Falztrichter (1) mit im Gestell schwenkbar gelagerten Hebeln (7, 8, 9) gelenkig verbunden, wobei die Hebel (7, 8, 9) miteinander in Antriebsverbindung stehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Längsfalzvorrichtung für Bahnen an einem Falzapparat einer Rotationsdruckmaschine mit einem lageveränderbaren Falztrichter.

Die DE 196 02 248 A1 zeigt eine Längsfalzvorrichtung eines Falzapparates einer Rotationsdruckmaschine mit einem Falztrichter, dem in Bahnlaufrichtung eine Trichterwalze vorgelagert und Falzwalzen nachgelagert sind. Der Falztrichter ist in Achsrichtung der Falzwalzen parallel verstellbar. Er ist hierzu gelenkig an drei im Gestell gelagerten Gewindespindeln angebunden. Die Verstellung erfolgt durch Verdrehen der mittels eines Kettentriebes synchronisierten Gewindespindeln. Die Trichterwalze ist im Gestell gelagert. Ein Rundkörper sorgt für eine Zuführung der Bahn in der die Bahnauflagefläche des Falztrichters enthaltenden Ebene.

Bei dieser Vorrichtung ist nachteilig, dass die Verstellvorrichtung für den Falztrichter kostenaufwendig ist. Außerdem kann die unterste Bahn infolge Reibung am Rundkörper verrutschen oder der Druck abschmieren mit der Folge von Qualitätsverlusten am Druckprodukt.

Es ist Aufgabe der Erfindung, bei einer Längsfalzvorrichtung den Falztrichter mit kostengünstigen Mitteln in Achsrichtung der Falzwalzen zu verstellen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer gattungsgemäßen Längsfalzvorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Die Vorrichtung zeichnet sich durch einen konstruktiv einfachen Aufbau aus, ist platzsparend und ist kostengünstig erstellbar. Der Falztrichter ist um kleine Beträge gut verstellbar und dabei der Strangeinlauf in das Falzwerk optimierbar. Dank der Antriebsverbindung der Hebel sind diese zueinander abgestimmt antreibbar. Dies ermöglicht eine Bewegung von Punkten der Hebel mit gleichen Wegkomponenten in Achsrichtung der Falzwalzen. Bei einer gelenkigen Anbindung des Falztrichters an diesen Punkten wird dessen entsprechende parallele Verstellung ermöglicht. Die Richtung der Längsachsen der Falzwalzen wird bei deren parallelen Anordnung gesehen, also ohne Berücksichtigung etwaiger Zustellungen zueinander.

Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen in Verbindung mit der Beschreibung.

Die Erfindung soll nachfolgend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigt schematisch:

1: eine Längsfalzvorrichtung in der Seitenansicht,

2: die Ansicht II nach 1, räumlich dargestellt,

3: eine weitere Ausführungsvariante zu 1,

4: eine weitere Ausführungsvariante zu 1, die außerdem eine Vorrichtung zur Verstellung der Winkellage der Trichterebene enthält.

Die in 1 gezeigte Längsfalzvorrichtung enthält einen Falztrichter 1, dem in Bahnlaufrichtung 2 einer Bahn 3 eine Trichterwalze 4 vorgelagert ist und Falzwalzen 5, 6 nachgeordnet sind.

Der Falztrichter 1 ist mit mehreren im Gestell der Längsfalzvorrichtung schwenkbar gelagerten Hebeln gelenkig verbunden. Vorteilhaft sind am Falztrichter 1 in dessen oberen Bereich zwei obere Hebel 7, 8 und in dessen unteren Bereich ein unterer Hebel 9 angelenkt (2). Die beiden oberen Hebeln 7, 8 sind verdrehfest miteinander verbunden. Im Ausführungsbeispiel sind sie an einer Welle 10 befestigt, die in den Seitenwänden S1 und S2 gelagert ist.

Die oberen Hebel 7 und 8 und der untere Hebel 9 stehen miteinander in Antriebsverbindung. Hierzu ist an der Welle 10 eine Kurbel 11 befestigt, an der eine Koppel 12 angelenkt ist, die gelenkig mit einer Schwinge 13 verbunden ist, die in fester Verbindung mit dem unteren Hebel 9 steht. Am Hebel 9 ist eine Stange 14 angelenkt, die gelenkig mit dem Falztrichter 1 in Verbindung steht. Die letztgenannte Verbindung kann auch fest ausgeführt sein. Der untere Hebel 9 und die Schwinge 13 sind vorteilhaft als Winkelhebel ausgeführt. Sie können auch als Einzelhebel ausgeführt und beabstandet auf einer Welle befestigt sein, wobei vorteilhaft einer der oberen Hebel 7, 8 und die Kurbel 11 als Winkelhebel ausgebildet sind.

Der Falztrichter 1 ist mit zwei an ihm befestigten Halterungen 15, 16 an den oberen Hebeln 7, 8 in den Anlenkpunkten A1, A2 gelagert, die zum Schwenkpunkt der oberen Hebel 7, 8 den Abstand l1 haben. In den oberen Hebeln 7, 8 ist die Trichterwalze 4 mit ihren Zapfen 17, 18 koaxial zu einer Achse 19 durch die Anlenkpunkte A1 und A2 drehbar gelagert. Vermittels der Anlenkung des Falztrichters 4 an den oberen Hebeln 7, 8 in diesen Anlenkpunkten A1, A2 ist die Trichterwalze 4 mittelbar am Falztrichter 1 gelagert. An den Halterungen 15, 16 können weitere Funktionselemente, beispielsweise eine Längsschneideinrichtung 20 oder Pressroller angeordnet sein.

Die Hebel 7 bis 9 stehen mit einer Verstelleinheit 21 in Antriebsverbindung. Diese enthält eine Antriebswelle 22, die sich axial unverschiebbar in einem im Gestell, beispielsweise in der Seitenwand S1, angeordneten Lager 23 schwenkbar abstützt. Am anderen Ende trägt die Antriebswelle 22 ein Gewinde, mit dem sie in eine in einem Hebel 24 schwenkbar gelagerte Spindelmutter 25 eingeschraubt ist. Der Hebel 24 ist an der Welle 10 befestigt. Die Verstelleinheit 21 könnte aber auch beispielsweise an einem der oberen Hebel 7, 8 oder dem unteren Hebel 9, der Kurbel 11, der Koppel 12, der Schwinge 13 oder dem Falztrichter 1 angreifen.

Eine der Längsfalzvorrichtung zugeführte Bahn 3 bzw. Bahnen oder Bahnstränge werden über die Trichterwalze 4 auf den Falztrichter 1 geleitet und im weiteren Verlaufe längsgefalzt und zwischen die Falzwalzen 5, 6 hindurchgeführt. Durch Betätigen der Verstelleinheit 21 ist der Falztrichter 1 in Richtung der Längsachsen 26 der Falzwalzen 5, 6 parallel verstellbar. Durch Drehen am an der Antriebswelle 22 angebrachten Handrad 27 in der entsprechenden Drehrichtung wird der Hebel 24 in die gestrichelt gezeichnete Stellung verschwenkt. Mit der dabei erfolgenden Schwenkung werden die oberen Hebel 7, 8 und die Kurbel 11 in die gestrichelt gezeichneten Lagen geschwenkt. Weiterhin werden durch die Verbindung mit der Koppel 12 die Schwinge 13 und der untere Hebel 9 in die gestrichelt gezeichneten Lagen geschwenkt. Durch eine Gestaltung der Kurbel 11, der Koppel 12 und der Schwinge 13 als sogenanntes Parallelkurbelgetriebe, wobei die Kurbel 11 und die Schwinge 13 die gleiche Länge l2 haben und immer parallel zueinander liegen, werden den oberen Hebeln 7, 8 und dem unteren Hebel 9 gleiche Verschwenkwinkel zugeordnet. Bei paralleler Ausrichtung dieser Hebel 7 bis 9 führen dann die Anlenkpunkte A1, A2 der oberen Hebel 7, 8 und der Anlenkpunkt B des unteren Hebels 9, der wie die Anlenkpunkte A1 und A2 den gleichen Abstand l1 vom Drehpunkt des unteren Hebels 9 hat, Schwenkbewegungen aus, die gleiche Wegkomponenten in Richtung der Längsachsen 26 der Falzwalzen 5, 6 haben. Somit führt der Falztrichter 1 eine entsprechende parallele Bewegung in dieser Richtung aus. Die Schwenkbewegungen der Hebel 7 bis 9 enthalten auch eine Bewegungskomponente senkrecht zu den Längsachsen 26 der Falzwalzen 5, 6. Diese vertikale Komponente ist so klein gehalten, dass sich die entsprechende vertikale Bewegung des Falztrichter 1 nicht negativ auf den Bahneinlauf in den Spalt zwischen den Falzwalzen 5, 6 auswirkt. Im Ausführungsbeispiel beträgt l1 etwa 180 mm, wobei sich ein gutes Verhältnis zwischen dem erforderlichen Verstellweg in Richtung der Längsachsen 26 der Falzwalzen 5, 6 und der sich dabei einstellenden vertikalen Bewegung dazu ergibt.

Die Verstelleinheit 21 kann anstatt manuell auch mit einem Motor betätigt werden. Auch können statt des beschriebenen Spindeltriebes anderweitige Verstellgetriebe zur Anwendung kommen.

Bei einer Verstellung des Falztrichters 1 wird die Trichterwalze 4 dank ihrer Lagerung am Falztrichter 1 mit diesem mitgeführt. Sie ist vorteilhaft so angeordnet, dass ihr Mantel 28 die die Bahnauflagefläche 29 des Falztrichters 1 enthaltende Ebene tangiert. Dadurch ist ein reibungsarmer Einlauf der Bahn 3 auf den Falztrichter 1 gewährleistet, wodurch einem Abschmieren des Druckes entgegengewirkt wird. Auch ist dadurch die Gefahr gering, dass die unterste Bahn eines einlaufenden Stranges gegenüber den darüber liegenden Bahnen verschoben wird. Es werden somit Voraussetzungen für eine gute Druckqualität geschaffen. Diese Bedingungen bleiben auch nach einer Verstellung des Falztrichter 1 vorhanden. Die beschriebene Lagerung der Trichterwalze 4 ist auch bei anderweitigen, nicht in der vorliegenden Anmeldung beschriebenen Falztrichterverstellungen anwendbar.

Bei den nachfolgenden Ausführungsbeispielen werden der Einfachheit halber für wiederkehrende gleiche oder äquivalente Bauteile die bisherigen Bezugszeichen beibehalten, gegebenenfalls unter Anfügen eines Zusatzes „.1" beziehungsweise „.2". Die in 3 gezeigte Längsfalzvorrichtung gleicht teilweise der in 1 gezeigten. Es erübrigen sich daher tiefgründige Beschreibungen. Die Längsfalzeinrichtung enthält einen Falztrichter 1, dem in Bahnlaufrichtung 2 einer Bahn 3 eine Trichterwalze 4 vorgelagert und Falzwalzen 5, 6 nachgelagert sind. Der Falztrichter 1 ist gelenkig mit im Gestell schwenkbar gelagerten oberen Hebeln 7, 8 und einem unteren Hebel 9 verbunden. Eine in Seitenwänden S1 und S2 gelagert Welle 10, eine Stange 14, Halterungen 15, 16, eine Achse 19 und eine Längsschneideinrichtung 20 kommen, wie in 1 gezeigt, zur Anwendung. Weiterhin sind zwei sich ähnelnde Verstelleinheiten 21.1 und 30 vorgesehen. Jede Verstelleinheit 21.1, 30 enthält eine Antriebswelle 22.1, die sich schwenkbar in einem am Gestell befestigten Lager 23 abstützt. Die Antriebswelle 22.1 ist mit einem Gewinde in eine Spindelmutter 25 eingeschraubt, die gelenkig in einem Hebel 24 lagert, der mit den oberen Hebeln 7 und 8 verbunden ist. Die Antriebswelle 22.1 der Verstelleinheit 30 ist mit einem Gewinde in eine Spindelmutter 25 eingeschraubt, die gelenkig in einem Hebel 24.1 lagert, der mit dem unteren Hebel 9 fest verbunden ist.

Die Antriebswelle 22.1 der Verstelleinheit 21.1 trägt ein Handrad 27, mit dem für eine Verstellung des Falztrichters 4 die Antriebswelle 22.1 gedreht wird. Diese Verdrehbewegung wird synchron mittels eines Hülltriebes 31 auf die Antriebswelle 22.1 der Verstelleinheit 30 übertragen. Der Hülltrieb 31 wird beispielsweise mit einem Zahnriemen 32 realisiert, der auf jeweils einer auf den Antriebswellen 22.1 befestigten Riemenscheibe 33 läuft. Das Handrad 27 kann auch auf der Antriebswelle 22.1 der Verstelleinheit 30 angeordnet sein. Diese Variante ist in 3 gestrichelt mit angegeben. Über den Hülltrieb 31 der Verstelleinheiten 21.1 und 30 stehen die oberen Hebel 7, 8 und der untere Hebel 9 miteinander in Antriebsverbindung und sind zueinander abgestimmt, in diesem Falle synchron, antreibbar. Der abgestimmte Antrieb kann auch unter Entfall des Hülltriebes 31 derart erfolgen, dass die Antriebswellen 22.1 der Verstelleinheiten 21.1 und 30 von jeweils einem Elektromotor 34, 35 angetrieben werden. Die Elektromotoren 34 und 35 stehen über eine Steuerung in Antriebsverbindung und werden synchron betrieben. Diese Variante des Antriebes der Verstelleinheiten 21.1 und 30 ist in 3 mit in Klammern gesetzten Bezugszeichen mit angegeben. Die Verstellung des Falztrichters 1 erfolgt bei Betätigung der Verstelleinheiten 21.1 und 30 in Richtung der Längsachsen 26 der Falzwalzen 5, 6, wie zu 1 beschrieben. Bei nicht synchronem Betrieb der Elektromotoren 34 und 35, beispielsweise beim Betreiben nur eines Elektromotors 34, 35, lässt sich die Winkellage der die Bahnauflagefläche 29 des Falztrichters 1 enthaltenden Ebene verstellen. Weitere Erklärungen zu einer derartigen Trichterebenenverstellung werden im nachfolgenden Ausführungsbeispiel gemacht.

Die in 4 gezeigte Längsfalzvorrichtung enthält einen Falztrichter 1, dem in Bahnlaufrichtung 2 einer Bahn 3 eine Trichterwalze 4 vorgelagert und Falzwalzen 5, 6 nachgeordnet sind. Oberer Hebel 7, 8 und ein unterer Hebel 9.1 sind schwenkbar im Gestell gelagert und gelenkig mit dem Falztrichter 1 verbunden. Hierzu sind analog zur Vorrichtung gemäß 1 am Falztrichter 1 Halterungen 15, 16 befestigt, die in den Anlenkpunkten A1 und A2 an den oberen Hebeln 7, 8 angelenkt sind. Analog zur 1 ist auch die Anordnung einer Längsschneideinrichtung 20, die Lagerung der Trichterwalze 4 am Falztrichter 1 sowie die Anbindung einer Verstelleinheit 21 an die oberen Hebel 7, 8. Entsprechend enthält die Verstelleinheit 21 eine Antriebswelle 22, die sich in einem am Gestell angeordneten Lager 23 schwenkbar abstützt und ein Handrad 27 trägt. Die Antriebswelle 22 ist weiterhin mit einem Gewindestück in eine Spindelmutter 25 eingeschraubt, die schwenkbar in einem Hebel 24 lagert, der ebenso wie die oberen Hebel 7 und 8 an einer in Seitenwänden S1 und S2 gelagerten Welle 10 befestigt ist. An der Welle 10 ist weiterhin eine Kurbel 36 befestigt, an der eine Koppel 37 angelenkt ist, die wiederum gelenkig mit einer Schwinge 38 verbunden ist, die mit dem Hebel 9.1 fest verbunden ist. Die Schwinge 38 und der untere Hebel 9.1 bilden vorteilhaft einen Winkelhebel.

An dem unteren Hebel 9.1 ist eine Stange 14.1 angelenkt, die längenverstellbar ist. Mit ihrem anderen Ende ist die Stange 14.1 gelenkig mit dem Falztrichter 1 verbunden. Die Stange 14.1 besteht aus einer Gewindespindel 39 und einem Stangenteil 40 mit einem Innengewinde, in das die Gewindespindel 39 einschraubbar ist. Auf der Gewindespindel 39 ist weiterhin ein Handrad 41 besfestigt.

Für eine Verstellung des Falztrichters 1 wird die Antriebswelle 22 der Verstelleinheit 21 mittels des Handrades 27 gedreht und je nach Drehrichtung in die Spindelmutter 25 hinein- oder aus dieser herausgeschraubt. Entsprechend werden der Hebel 24 sowie die oberen Hebel 7 und 8 verschwenkt. Mittels der Kurbel 36, der Koppel 37 und der Schwinge 38 wird dem unteren Hebel 9.1 eine gleichgroße Schwenkbewegung erteilt. Die Kurbel 36, die Koppel 37 und die Schwinge 38 sind hierzu als sogenanntes Parallelkurbelgetriebe ausgelegt, bei dem die Kurbel 36 und die Schwinge 38 die gleiche Hebellänge l3 aufweisen. Die oberen Hebel 7 und 8 und der untere Hebel 9.1 sind zueinander so positioniert, dass ihre Anlenkpunkte A1, A2, B, die den gleichen Abstand l1 zum Schwenkpunkt haben, bei gleichem Schwenkwinkel gleiche Wegkomponenten in Richtung der Längsachsen 26 der Falzwalzen 5, 6 zurücklegen. Dadurch wird der Falztrichter 1 annähernd parallel in Richtung der Längsachsen 26 der Falzwalzen 5, 6 verstellt. Die Hebel 7, 8 und 9.1 sind so bemessen, dass eine sich senkrecht zu den Längsachsen 26 der Falzwalzen 5, 6 einstellende Bewegungskomponente des Falztrichters 1 so klein ist, dass der Einlauf der Bahn 3 in den Spalt zwischen den Falzwalzen 5, 6 nicht nachteilig beeinflusst wird.

Mittels der in ihrer Länge verstellbaren Stange 14.1 ist eine Verstellung der Winkellage der die Bahnauflagefläche 29 des Falztrichters 1 enthaltenden Ebene möglich. Durch eine solche Winkelveränderung der Trichterebene kann eine Feinkorrektur des Bahnlaufs vorgenommen werden. Mit einem optimal eingestellten Bahnlauf lassen sich zum Beispiel das Abschmieren des Druckes und Strangverschiebungen einschränken und somit die Druckqualität erhöhen. Die Gewindespindel 39 wird durch Drehen am Handrad 41 in das Stangenteil 40 hinein- oder aus diesem herausgedreht und dabei die Stange 14.1 verkürzt oder verlängert und damit der Falztrichter 1 um die Anlenkpunkte A1, A2 geschwenkt. Die beschriebene Versteileinrichtung ist mit wenig Aufwand nachrüstbar.

1Falztrichter 2Bahnlaufrichtung 3Bahn 4Trichterwalze 5Falzwalze 6Falzwalze 7oberer Hebel 8oberer Hebel 9unterer Hebel 9.1unterer Hebel 10Welle 11Kurbel 12Koppel 13Schwinge 14Stange 14.1Stange 15Halterung 16Halterung 17Zapfen 18Zapfen 19Achse 20Längsschneideinrichtung 21Verstelleinheit 21.1Verstelleinheit 22Antriebswelle 22.1Antriebswelle 23Lager 24Hebel 25Spindelmutter 26Längsachse 27Handrad 28Mantel 29Bahnauflagefläche 30Verstelleinheit 31Hülltrieb 32Zahnriemen 33Riemenscheibe 34Elektromotor 35Elektromotor 36Kurbel 37Koppel 38Schwinge 39Gewindespindel 40Stangenteil 41Handrad A1Anlenkpunkt A2Anlenkpunkt BAnlenkpunkt S1Seitenwand S2Seitenwand l1Abstand l2Länge l3Hebellänge

Anspruch[de]
  1. Längsfalzvorrichtung für Bahnen (3) an einem Falzapparat einer Rotationsdruckmaschine mit einem lageveränderbaren Falztrichter (1), dem in Bahnlaufrichtung (2) eine Trichterwalze (4) vorgeordnet ist und Falzwalzen (5, 6) nachgeordnet sind, wobei der Falztrichter (1) in Richtung der Längsachsen (26) der Falzwalzen (5, 6) annähernd parallel verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Falztrichter (1) mit im Gestell schwenkbar gelagerten Hebeln (7, 8, 9, 9.1) gelenkig verbunden ist, wobei die Hebel (7, 8, 9, 9.1) miteinander in Antriebsverbindung stehen.
  2. Längsfalzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Bereich des Falztrichters (1) zwei verdrehfest miteinander verbundene obere Hebel (7, 8) und am unteren Bereich des Falztrichters (1) ein unterer Hebel (9, 9.1) angeordnet ist.
  3. Längsfalzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden oberen Hebel (7, 8) an einer Welle (10) befestigt und mit einer Kurbel (11, 36) verbunden sind, die über eine Koppel (12, 37) gelenkig mit einer Schwinge (13, 38) verbunden ist, die mit dem unteren Hebel (9, 9.1) fest verbunden ist.
  4. Längsfalzvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebel (7, 8, 9, 9.1) mit einer diese verschwenkenden Verstelleinheit (21) in Antriebsverbindung stehen.
  5. Längsfalzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen Hebel (7, 8) einerseits und der untere Hebel (9) andererseits mit jeweils einer Verstelleinheit (21.1, 30) in Antriebsverbindung stehen.
  6. Längsfalzvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheiten (21.1, 30) jeweils eine Antriebswelle (22.1) aufweisen und beide Antriebswellen (22.1) über einen Hülltrieb (31) in Antriebsverbindung stehen.
  7. Längsfalzvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheiten (21.1, 30) jeweils eine Antriebswelle (22.1) aufweisen und dass die Antriebswellen (22.1) mit je einem Elektromotor (34, 35) in Antriebsverbindung stehen, die synchron betreibbar sind.
  8. Längsfalzvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Hebel (9.1) gelenkig mit einer in ihrer Länge verstellbaren Stange (14.1) verbunden ist, die an dem Falztrichter (1) angelenkt ist.
  9. Längsfalzvorrichtung, insbesondere nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trichterwalzen (4) am Falztrichter (1) drehbar gelagert ist.
  10. Längsfalzvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (28) der Trichterwalze (1) die die Bahnauflagefläche (29) des Falztrichters (1) enthaltende Ebene tangiert.
  11. Längsfalzvorrichtung nach Anspruch 9 und einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trichterwalze (4) koaxial zur Achse (19) durch die Anlenkpunkte (A1, A2) des Falztrichters (1) an den oberen Hebeln (7, 8) in letzteren gelagert ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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