PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004053007A1 04.05.2006
Titel Sicherheitselement und Verfahren zu seiner Herstellung
Anmelder Giesecke & Devrient GmbH, 81677 München, DE
Erfinder Hoffmüller, Winfried, Dr., 83646 Bad Tölz, DE;
Burchard, Theodor, Dr., 83703 Gmund, DE;
Pillo, Thorsten, Dr., 83607 Holzkirchen, DE;
Heim, Manfred, Dr., 81543 München, DE
DE-Anmeldedatum 29.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004053007
Offenlegungstag 04.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.05.2006
IPC-Hauptklasse B44F 1/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D21H 21/40(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Transfermaterial zum Übertragen auf ein Zielsubstrat sowie Verfahren zur Herstellung derartigen Transfermaterials. Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Kunststoff-Trägerfolie (32) bereitgestellt, eine Schicht (34) aus einem flüssigkristallinen Material partiell auf die Trägerfolie (32) aufgebracht, eine Transferhilfsschicht (36) vollflächig auf die flüssigkristalline Schicht (34) und die Trägerfolie (32) aufgebracht, wobei die Haftung der Transferhilfsschicht (36) zur Trägerfolie (32) geringer ist als zur flüssigkristallinen Schicht (34). Dann wird eine Klebeschicht (38) zum Übertragen des gebildeten Schichtenverbunds auf das Zielsubstrat (35) aufgebracht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Sicherheitselements, das zumindest eine Effektschicht aufweist, die einen speziellen Untergrund benötigt.

Wertgegenstände wie etwa Markenartikel oder Wertdokumente werden zur Absicherung oft mit Sicherheitselementen ausgestattet, die eine Überprüfung der Echtheit des Wertgegenstands gestatten und die zugleich als Schutz vor unerlaubter Reproduktion dienen. Wertgegenstände im Sinne der vorliegenden Erfindung sind insbesondere Banknoten, Aktien, Anleihen, Urkunden, Gutscheine, Schecks, hochwertige Eintrittskarten, aber auch andere fälschungsgefährdete Papiere, wie Pässe und sonstige Ausweisdokumente, sowie Produktsicherungselemente wie Etiketten, Siegel, Verpackungen und dergleichen. Der Begriff „Wertgegenstand" schließt im Folgenden alle derartigen Gegenstände, Dokumente und Produktsicherungsmittel ein.

Vielfach werden als Sicherheitselemente optisch variable Elemente eingesetzt, die dem Betrachter unter unterschiedlichen Betrachtungswinkeln einen unterschiedlichen Bildeindruck, beispielsweise einen unterschiedlichen Farbeindruck vermitteln. Vielfach werden zur Echtheitsabsicherung auch Hologramme, holographische Gitterbilder und andere hologrammähnliche Beugungsstrukturen eingesetzt, die dem Betrachter ein betrachtungswinkelabhängiges Beugungsbild darbieten.

Sicherheitselemente mit hologrammartigen Beugungsstrukturen werden unter anderem im Transferverfahren auf das Zielsubstrat, beispielsweise eine Banknote übertragen. Die Ablösung des Sicherheitselements von der Trägerfolie erfolgt dabei entweder über sogenannte Releaseschichten, die meist thermisch aktivierbar sind, oder durch die geringe Haftung des Sicherheitselements auf der Trägerfolie. Um einen Verbund zum Papier zu ermöglichen, ist das Sicherheitselement darüber hinaus mit einem geeigneten Klebstoffsystem beschichtet. Andere Sicherheitsmerkmale, wie beispielsweise Glanzpigmente oder andere optisch variable Effektfarben, werden dagegen meist direkt auf ein Papiersubstrat aufgedruckt. Die Brillanz und der optische Eindruck des jeweiligen Sicherheitselements hängen dabei stark vom Untergrund ab.

Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, das die Nachteile des Stands der Technik vermeidet.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Bei Multischicht-Sicherheitselementen ist oft eine gewünschte Schichtreihenfolge nicht möglich, da bestimmte Sicherheitsmerkmale bevorzugt auf glatten, nicht porösen Substraten hergestellt werden oder zum Teil sogar auf solchen Substraten hergestellt werden müssen.

Gemäß der Erfindung wird deshalb die einen speziellen Untergrund benötigende Effektschicht auf einer separaten Kunststoffträgerfolie vorbereitet und anschließend auf den tatsächlichen als Sicherheitselement dienenden Schichtverbund übertragen. Die Kunststoffträgerfolie wird hierbei speziell an die Bedürfnisse der Effektschicht angepasst.

So haben beispielsweise bestimmte Kunststofffolien aufgrund ihrer inneren Struktur die Eigenschaft, dass sie flüssigkristallines Material ausrichten. So können flüssigkristalline Materialien auf einfache Weise ausgerichtet und anschließend auf eine beliebige andere Schichtenfolge übertragen werden, die an sich keine entsprechenden Eigenschaften aufweist.

Aber auch wenn das flüssigkristalline Material mittels Alignmentschichten ausgerichtet wird, bietet die Erfindung den Vorteil, dass die Alignmentschicht nicht im Schichtverbund des Sicherheitselements vorgesehen werden muss. Denn die Ausrichtung des flüssigkristallinen Materials erfolgt auf einer separaten Trägerfolie und anschließend wird lediglich das flüssigkristalline Material auf den Schichtaufbau des Sicherheitselements übertragen.

Es gibt jedoch auch andere Beispiele für Effektschichten, die einen speziellen Untergrund benötigen. Aufgedampfte, optisch variable Schichten, Interferenzschichtpigmente, Flüssigkristallpigmente oder Metallefffektpigrnente beispielsweise benötigen einen sehr glatten Untergrund, um einen brillanten Farbeindruck bzw. eine spiegelnde Oberfläche zu erreichen. Wenn die Untergrundschicht in der gewünschten Schichtfolge des Sicherheitselements nicht ausreichend glatt ist, wie dies z.B. bei Magnetschichten der Fall ist, können derartige Schichten auf einen optimal vorbereiteten Untergrund einer Kunststoffträgerfolie vorbereitet und anschließend an gewünschter Stelle im Schichtaufbau des Sicherheitselements eingefügt werden, wie z.B. auf einer rauen Magnetschicht. Für den Übertrag wird vorzugsweise eine Klebeschicht verwendet, die ebenfalls den rauen Untergrund ausgleicht.

Selbstverständlich kann das Sicherheitselement mit weiteren funktionalen Schichten, wie elektrisch leitenden, lumineszierenden, magnetischen Schichten oder beliebigen Aufdrucken versehen werden. Auch weitere nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Schichten können eingefügt werden.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von flüssigkristallinen Effektschichten stellvertretend für beliebige andere Effektschichten näher beschrieben. Solche flüssigkristallinen Effektschichten zeigen, wie weiter unten im Detail erläutert, bestimmte Polarisations- bzw. Farbeffekte. Der Verbund aus Kunststoffträgermaterial und spezieller Effektschicht wird nachfolgend als Transfermaterial bezeichnet.

Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung umfasst ein Verfahren zum Herstellen eines Transfermaterials zum Übertragen auf ein Zielsubstrat die Verfahrensschritte:

  • a) Bereitstellen einer Kunststoff-Trägerfolie,
  • b) partielles Aufbringen einer Schicht aus einem flüssigkristallinem Material auf die Trägerfolie,
  • c) vollflächiges Aufbringen einer Transferhilfsschicht auf die flüssigkristalline Schicht und die Trägerfolie, wobei die Haftung der Transferhilfsschicht zur Trägerfolie geringer ist als zur flüssigkristallinen Schicht, und
  • d) Aufbringen einer Klebeschicht zum Übertragen des gebildeten Schichtenverbunds auf das Zielsubstrat.

Das flüssigkristalline Material wird vorzugsweise ohne weitere Alignmentschichten direkt auf die Kunststoffträgerfolie aufgebracht, vorzugsweise aufgedruckt. Vorzugsweise wird das flüssigkristalline Material partiell aufgebracht.

Durch den erfindungsgemäßen Einsatz einer Transferhilfsschicht können auch nicht vollflächig vorliegende, beispielsweise als Motiv gedruckte Sicherheitselemente aus flüssigkristallinem Material auf ein Zielsubstrat übertragen werden. Falls gewünscht oder erforderlich, kann die Trägerfolie für die flüssigkristalline Schicht und die Transferhilfsschicht beim oder nach dem Aufbringen des Transfermaterials auf das Zielsubstrat entfernt werden. Die beschädigungsfreie Ablösbarkeit der Trägerfolie ist durch die größere Haftung der Transferhilfsschicht zur flüssigkristallinen Schicht sichergestellt.

Darüber hinaus können durch wiederholtes Aufeinandertransferieren von einzelnen Schichten oder Schichtverbunden sehr komplexe Schichtaufbauten geschaffen werden, wobei für die einzelnen Schichten oder Schichtverbunde durch die separate Herstellung jeweils optimale Herstellungsbedingungen gewählt werden können. So können erfindungsgemäß auch Schichtverbunde kombiniert werden, die einander ausschließende Herstellungsbedingungen oder einander störende Trägerfolien benötigen, da die Trägerfolien beim oder nach dem Zusammenfügen der Teil-Schichtverbunde entfernt werden können.

Alternativ kann die Herstellung eines Transfermaterials zum Übertragen auf ein Zielsubstrat auch durch folgende Verfahrensschritte erfolgen:

  • a) Bereitstellen einer Kunststoff-Trägerfolie mit einer thermisch aktivierbaren Releaseschicht,
  • b) partielles Aufbringen einer Schicht aus einem flüssigkristallinen Material auf die Trägerfolie,
  • c) vollflächiges Aufbringen einer Transferhilfsschicht auf die flüssigkristalline Schicht und die Trägerfolie, und
  • d) Aufbringen einer Klebeschicht zum Übertragen des gebildeten Schichtenverbunds auf das Zielsubstrat.

Bei dieser Alternative ist die Ablösbarkeit der Trägerfolie durch eine unter Heißsiegelbedingungen thermisch aktivierbare Releaseschicht gewährleistet.

In beiden Verfahrensvarianten wird die flüssigkristalline Schicht bevorzugt in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen aufgebracht.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung können zwischen der flüssigkristallinen Schicht und der Transferhilfsschicht weitere Schichten aus flüssigkristallinem Material partiell, insbesondere in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen, aufgebracht werden. Dabei können diese mit Vorteil zumindest teilweise mit der zuerst aufgebrachten flüssigkristallinen Schicht überlappen.

Die flüssigkristallinen Schichten werden mit Vorteil als Lackschicht aus smektischem, nematischem oder cholesterischem flüssigkristallinem Material aufgebracht, vorzugsweise aufgedruckt. Als Drucktechniken für die flüssigkristallinen Schichten und/oder die Transferhilfsschicht bieten sich dabei insbesondere Tiefdruck, Siebdruck, Flexodruck, Knife- oder Curtaincoating an.

Als Transferhilfsschicht wird vorzugsweise eine UV-härtende Lackschicht aufgebracht, insbesondere aufgedruckt. Zweckmäßig enthält die UV-härtende Lackschicht Photoinitiatoren. Im Einzelfall muss jeweils eine Abwägung zwischen ausreichend hoher Haftung der Transferhilfsschicht zur abzulösenden flüssigkristallinen Schicht und ausreichend geringer Haftung zur Trägerfolie gesucht werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung wird als Transferhilfsschicht eine Schicht aus cholesterischem flüssigkristallinem Material aufgebracht, insbesondere aufgedruckt. Auch eine Prägelackschicht kann mit Vorteil als Transferhilfsschicht eingesetzt werden. In diesem Fall wird die Prägelackschichtzweckmäßig aufgedruckt und nachfolgend geprägt, metallisiert und gegebenenfalls bereichsweise demetallisiert, um beispielsweise eine Negativschrift in die metallisierte Beugungsstruktur einzubringen.

Um eine bessere Haftung nachfolgend aufgebrachten Schichten, beispielsweise einer nachfolgend aufgebrachten Prägelackschicht zu erreichen, kann die Transferhilfsschicht mit Vorteil einer Koronabehandlung unterworfen oder mit einem Haftvermittler ausgestattet werden.

Vor dem Aufbringen der Klebeschicht in Schritt d) können eine oder mehrere weitere Schichten auf die Transferhilfsschicht aufgebracht, insbesondere aufgedruckt werden, um komplexere Schichtaufbauten herzustellen. Eine weitere Schicht kann beispielsweise mit einer Druckfarbe, vorzugsweise einer Magnetfarbe auf die Transferhilfsschicht aufgedruckt werden. Auch eine Prägelackschicht kann als weitere Schicht aufgebracht, insbesondere aufgedruckt werden. Die Prägelackschicht wird nach dem Aufbringen mit Vorteil geprägt, metallisiert und gegebenenfalls bereichsweise demetallisiert.

Die bereits beschriebenen Schichtenverbunde werden mit einem oder mehreren weiteren Schichtenverbund(en), beispielsweise über Kaschierlackschichten verbunden. Auf diese Weise lassen sich vielfältige und komplexe Sicherheitsschichtaufbauten verwirklichen. Insbesondere kann erfindungsgemäß ein auf einer zweiten Trägerfolie vorliegender zweiter Sicherheitsschichtverbund bereitgestellt werden, der vor dem Aufbringen der Klebeschicht in Schritt d) über eine zweite Klebeschicht mit dem Schichtverbund aus Trägerfolie, flüssigkristalliner Schicht und Transferhilfsschicht verbunden wird.

Der zweite Sicherheitsschichtverbund wird in einer ersten Erfindungsvariante durch Aufbringen einer Prägelackschicht auf die zweite Trägerfolie, Prägen, Metallisieren und gegebenenfalls bereichsweises Demetallisieren der Prägelackschicht hergestellt.

Nach einer anderen Erfindungsvariante wird der zweite Sicherheitsschichtverbund dadurch hergestellt, dass auf der zweiten Trägerfolie eine gerasterte Metallschicht mit Aussparungen oder eine semitransparente Metallschicht aufgebracht wird und dass auf der Metallschicht eine Magnetschicht, insbesondere in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen hergestellt wird.

In allen Varianten kann der zweite Sicherheitsschichtverbund eine reflektierende Schicht umfassen, die vorzugsweise durch eine Metallschicht oder, bei komplexeren Aufbauten, durch ein reflektierendes Dünnschichtelement gebildet wird. In letzterem Fall ist das Dünnschichtelement vorzugsweise mit einer Reflexionsschicht, einer Absorberschicht und einer zwischen der Reflexionsschicht und der Absorberschicht angeordneten dielektrischen Abstandsschicht ausgebildet. Die Reflexionsschicht des Dünnschichtelements ist bevorzugt aus einer opaken oder semitransparenten Metallschicht gebildet.

Das Dünnschichtelement kann auch mit zumindest einer Absorberschicht und zumindest einer dielektrischen Abstandsschicht gebildet werden, wobei die Absorberschichten und die dielektrischen Abstandsschichten alternierend übereinander angeordnet werden. Nach einer weiteren Ausgestaltungsmöglichkeit wird das Dünnschichtelement mit mehreren dielektrischen Abstandsschichten gebildet, wobei aneinander angrenzende Schichten mit stark unterschiedlichen Brechungsindizes ausgebildet werden.

Nach einer weiteren Erfindungsvariante umfasst der zweite Sicherheitsschichtverbund eine optisch wirksame Mikrostruktur, die bevorzugt als diffraktive Beugungsstruktur, als Mattstruktur, als Anordnung aus Mikrolinsen oder als Anordnung aus Mikrospiegeln gebildet wird.

Als Trägerfolie wird bei den erfindungsgemäßen Verfahren vorzugsweise eine glatte Folie mit guter Oberflächenqualität bereitgestellt. Insbesondere kann eine speziell für die Ausrichtung von Flüssigkristallen ausgelegte Folie bereitgestellt werden. Beispielsweise kann mit Vorteil eine Kunststofffolie als Trägerfolie eingesetzt werden. Als Beispiele für Kunststoff-Trägerfolien sind Folien aus PET, OPP, BOPP oder PE zu nennen. Die Trägerfolie kann auch selbst mehrere Teilschichten umfassen, beispielsweise kann die Trägerfolie mit einer Alignmentschicht für die Ausrichtung von Flüssigkristallen versehen werden. Als Alignmentschicht kommt insbesondere eine Schicht aus einem linearen Photopolymer, eine feinstrukturierte Schicht oder eine durch Ausübung von Scherkräften ausgerichtete Schicht in Frage. Eine geeignete feinstrukturierte Schicht kann beispielsweise durch Prägen, Ätzen oder Einritzen hergestellt werden.

Die Erfindung enthält auch ein Transfermaterial zum Übertragen auf ein Zielsubstrat, das insbesondere nach einem der oben beschriebenen Herstellungsverfahren herstellbar ist, und das eine Sicherheitsschichtenfolge enthält mit einer ersten, partiell vorliegenden Schicht eines flüssigkristallinen Materials, einer zweiten, vollflächig vorliegenden Tansferhilfsschicht, die unmittelbar über der ersten Schicht angeordnet ist, sowie eine Klebeschicht zum Übertragen der Sicherheitsschichtenfolge auf das Zielsubstrat.

Die erste Schicht des Transfermaterials ist vorzugsweise aus einem nematischen flüssigkristallinen Material gebildet. Die zweite Schicht besteht bevorzugt aus einer UV-härtenden Lackschicht oder aus einem cholesterischen flüssigkristallinen Material.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung liegt zwischen der ersten partiell vorliegenden Schicht und der vollflächig vorliegenden Transferhilfsschicht zumindest eine weitere Schicht aus flüssigkristallinem Material vor. Bevorzugt ist die zumindest eine weitere flüssigkristalline Schicht aus cholesterischem flüssigkristallinem Material gebildet.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung liegen die erste und zweite Schicht auf einer Kunststoff-Trägerfolie vor, wobei die Haftung der zweiten, vollflächig vorliegenden Schicht zur Trägerfolie geringer ist als zur ersten, partiell vorliegenden Schicht. Die erste und zweite Schicht können auch auf einer Kunststoff-Trägerfolie vorliegen, die eine thermisch aktivierbare Releaseschicht aufweist.

Die Erfindung enthält darüber hinaus auch ein Sicherheitselement zur Absicherung von Wertgegenständen mit einer partiell vorliegenden Schicht eines flüssigkristallinen Materials, einer vollflächig vorliegenden Transferhilfsschicht, die unmittelbar über der partiell vorliegenden Schicht angeordnet ist, sowie mit einer optisch variablen Schicht.

Die partiell vorliegende Schicht des Sicherheitselements ist vorzugsweise aus einem nematischen flüssigkristallinen Material gebildet. Die Transferhilfsschicht besteht bevorzugt aus einer UV-härtbaren Lackschicht.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die optisch variable Schicht eine optisch effektive Mikrostruktur oder ein reflektierendes Dünnschichtelement. Die optisch effektive Mikrostruktur kann mit Vorteil durch eine diffraktive Beugungsstruktur, eine Mattstruktur, eine Anordnung aus Mikrolinsen oder eine Anordnung aus Mikrospiegeln gebildet sein. Zwischen der Transferhilfsschicht und der optisch variablen Schicht kann zweckmäßig eine Klebeschicht vorliegen.

Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zum Übertragen eines Transferelements auf ein Zielsubstrat, bei dem ein Transfermaterial der beschriebenen Art mit der Klebeschicht auf das Zielsubstrat gelegt und durch Wärme- und/oder Druckeinwirkung mit dem Zielsubstrat verbunden wird. Die Kunststoff-Trägerfolie der partiell vorliegenden, flüssigkristallinen Schicht wird dabei zweckmäßig beim oder kurz nach dem Aufbringen auf das Zielsubstrat entfernt.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann zum Herstellen beliebiger Sicherheitselemente, insbesondere eines Sicherheitsfadens, eines transferierbaren Sicherheitsstreifens oder eines Patches, verwendet werden. Das fertige Sicherheitselement wird beispielsweise in ein Sicherheitspapier oder Wertgegenstand, insbesondere Wertdokument, eingebettet oder auf dessen Oberfläche aufgebracht. Das Sicherheitselement enthält dabei bevorzugt ein Trägersubstrat aus Papier oder Kunststoff.

Bei einem Verfahren zum Herstellen eines Wertgegenstands, wie einem Sicherheitspapier oder einem Wertdokument wird ein Transfermaterial der beschriebenen Art auf einen abzusichernden Gegenstand aufgebracht, insbesondere durch Wärme- und/oder Druckeinwirkung aufgeklebt. Dabei kann die Oberfläche des Sicherheitspapiers oder Wertgegenstands speziell behandelt werden, um die Haftwirkung des Sicherheitselements auf der Oberfläche sowie dessen optische Effizienz zu verbessern. Dazu kann insbesondere ein Haftvermittler eingesetzt werden, der auf die Oberfläche des Sicherheitspapier aufgebracht wird.

Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.

Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem eingebetteten Sicherheitsfaden und einem aufgeklebten Sicherheitsstreifen, jeweils nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,

2 eine Aufsicht auf einen Teilbereich des Sicherheitsstreifens der 1, wie er bei Betrachtung ohne Hilfsmittel bzw. bei Betrachtung durch einen Polarisator erscheint,

3 in Querschnittsdarstellung einen Zwischenschritt bei der Herstellung eines erfindungsgemäßen Transfermaterials,

4 bis 6 Darstellungen wie in 3 von Transfermaterialien nach weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung,

7 die Herstellung eines mehrschichtigen Sicherheitselements nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei (a) und (b) einen ersten und zweiten Schichtenverbund vor dem Kaschieren und (c) das fertige Sicherheitselement zeigt,

8 Darstellung eines mehrschichtigen Sicherheitselements nach einem nach weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung,

9 Darstellung wie in 3 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung,

10 die Herstellung eines mehrschichtigen Sicherheitselements nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei (a) und (b) einen ersten und zweiten Schichtenverbund vor dem Kaschieren und (c) das fertige Sicherheitselement zeigen,

11 eine Variante des Ausführungsbeispiels von 10(c), das sich von diesem nur in der Ausgestaltung des zweiten Sicherheitsschichtverbunds unterscheidet,

12 die Herstellung eines mehrschichtigen Sicherheitselements nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei (a), (b) und (c) einen ersten, zweiten und dritten Schichtenverbund vor dem Kaschieren und (d) das fertige Sicherheitselement zeigen, und

13 die Übertragung des mehrschichtigen Sicherheitselements der 7 auf ein Zielsubstrat.

Die Erfindung wird nun am Beispiel einer Banknote näher erläutert. 1 zeigt dazu eine schematische Darstellung einer Banknote 10 mit zwei Sicherheitselementen 12 und 16, die jeweils mit Hilfe eines erfindungsgemäßen Transfermaterials hergestellt sind.

Das erste Sicherheitselement stellt einen Sicherheitsfaden 12 dar, der an bestimmten Fensterbereichen 14 an der Oberfläche der Banknote 10 hervortritt, während er in den dazwischenliegenden Bereichen im Inneren der Banknote 10 eingebettet ist. Das zweite Sicherheitselement ist durch einen breiten, mit einem Heißsiegelkleber auf das Banknotenpapier aufgeklebten Sicherheitsstreifen 16 gebildet.

2 zeigt eine Aufsicht auf einen Teilbereich des Sicherheitsstreifens 16, wie er bei Betrachtung ohne Hilfsmittel bzw. bei Betrachtung durch einen Linear-Polarisator 20 erscheint. Ohne Hilfsmittel betrachtet, zeigt der Sicherheitsstreifen 16 metallische glänzende, optisch variable Diffraktionsstrukturen 22, wie etwa Hologramme oder Kinegramme. Derartige Diffraktionsstrukturen sind dem Fachmann bekannt und werden daher im Folgenden nicht weiter erläutert.

Wird der Sicherheitsstreifen 16 durch einen Linear-Polarisator 20 betrachtet, so treten zusätzliche Strukturen, im Ausführungsbeispiel ein Wabenmuster 24, in Erscheinung. Diese mit bloßem Auge nicht erkennbaren Strukturen können zur Echtheitsprüfung der Banknote 10 eingesetzt werden. Alternativ können die Strukturen auch mit einem Zirkularpolarisator sichtbar gemacht werden.

Der Aufbau und die Herstellung erfindungsgemäßer Sicherheitselemente wird zunächst anhand einfacherer und dann zunehmend komplexerer Sicherheitselementaufbauten erläutert.

3 zeigt in Querschnittsdarstellung einen Zwischenschritt bei der Herstellung eines Transfermaterials 30, das beispielsweise bei einem Sicherheitsfaden 12 oder einen Sicherheitsstreifen 16 der in 1 gezeigten Art eingesetzt werden kann. Dazu wird auf eine transparente Trägerfolie 32, beispielsweise eine glatte Kunststofffolie guter Oberflächenqualität, partiell eine Schicht 34 aus nematischem flüssigkristallinem Material aufgedruckt. Die Nematenschicht 34 wird typischerweise in Form eines Motivs aus Mustern, Zeichen oder einer Codierung aufgedruckt, beispielsweise in Form des in 2 gezeigten Wabenmusters.

Auf die Nematenschicht kann mit dieser zumindest teilweise überlappend eine weitere, hier nicht gezeigte Schicht aus flüssigkristallinem Material, z.B. aus cholesterischem flüssigkristallinem Material in Form eines Motivs ebenfalls partiell aufgedruckt sein.

Um die nur bereichsweise vorliegende Nematenschicht 34 und gegebenenfalls die weitere Schicht aus cholesterischem flüssigkristallinem Material in einem späteren Arbeitsgang auf ein Zielsubstrat, wie etwa ein Sicherheitspapier oder ein Wertdokument transferieren zu können, wird auf die Nematenschicht 34 und die Trägerfolie 32 vollflächig eine Transferhilfsschicht 36, z.B. eine UV-vernetzbare Transferhilfsschicht, aufgedruckt, deren Haftung zur Trägerfolie 32 geringer ist als zur Nematenschicht 34. Als UV-vernetzbare Transferhilfsschicht 36 kann insbesondere eine Schicht aus cholesterischem flüssigkristallinem Material eingesetzt werden.

Anschließend wird eine Kaschierklebeschicht 38 auf die Transferhilfsschicht 36 aufgebracht, mit der der Schichtverbund aus Trägerfolie 32, Nematenschicht 34 und (cholesterischer) Transferhilfsschicht 36 auf ein Zielsubstrat, wie etwa ein Sicherheitspapier, ein Wertdokument oder auch einen weiteren Faden- oder Streifenaufbau 35 aufkaschiert werden kann. Falls gewünscht oder erforderlich, kann die Trägerfolie 32 für die flüssigkristallinen Materialien 34 und 36 zuletzt durch Trennwicklung wieder entfernt werden. Die beschädigungslose Ablösbarkeit der Trägerfolie 32 ist durch die größere Haftung der Transferhilfsschicht 36 zur Nematenschicht 34 sichergestellt.

Bei dem Transfermaterial 40 des in 4 gezeigten Ausführungsbeispiels ist die Ablösbarkeit der Trägerfolie 42 beim Transfer durch eine unter Heißsiegelbedingungen thermisch aktivierbare Releaseschicht 44 gewährleistet.

Da Releaseschichten in der Regel die Ausrichtung nachfolgend aufgebrachter Flüssigkristallschichten stören, wird die releasefähige Trägerfolie 42 mit einer ausrichtungsfördernden Alignmentschicht 48 versehen. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Schicht aus einem linearen Photopolymer, eine feinstrukturierte Schicht oder eine durch Ausübung von Scherkräften ausgerichtete Schicht handeln.

Der Einsatz von Aligmentschichten ist allerdings nicht auf Transfermaterialien mit releasefähigen Trägerfolien beschränkt. 5 zeigt einen Zwischenschritt der Herstellung von Transfermaterial wie in 3 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Transfermaterial 50 der 5 weist eine Trägerfolie 32 mit einer Alignmentschicht 52 auf, beispielsweise aus einem linearen Photopolymer, die der Ausrichtung der Flüssigkristalle in den nachfolgend aufgebrachten nematischen und cholesterischen Flüssigkristallschichten 34 bzw. 36 dient. Vor dem Aufbringen des Kaschierklebers 38 wird eine weitere Schicht 54 auf die Transferhilfsschicht 36 aufgedruckt. Die weitere Schicht 54 kann insbesondere mit Aussparungen oder in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen vorgesehen sein. Um eine gute Erkennbarkeit der Farb- und Polarisationseffekte der nematischen bzw. cholesterischen Flüssigkristallschichten zu ermöglichen, kann die Schicht 54 duch einen absorbierenden Aufdruck oder eine spiegelnde Metallschicht bereitgestellt werden. Beispielsweise kann die Schicht durch Bedrucken der Hilfsschicht 36 mit einer handelsüblichen, insbesondere schwarzen Druckfarbe hergestellt werden. Unter der Schicht 54 kann eine weitere, z.B. maschinenlesbare Schicht aufgedruckt werden. Es können auch in der Schicht 54 selbst weitere, insbesondere maschinenlesbare Sicherheitsmerkmale untergebracht sein. Der weitere Herstellungsprozess verläuft dann, wie bereits in Zusammenhang mit 3 beschrieben.

Bei dem holographischen Transfermaterial mit Negativschrift 60 der 6 wird auf eine Trägerfolie 32, die wiederum mit einer Alignmentschicht versehen sein kann, eine nematische Flüssigkristallschicht 34 aufgedruckt. Über die Trägerfolie 32 und die Nematenschicht 34 wird vollflächig eine UV-härtbare Prägelackschicht 62 aufgedruckt, deren Haftung zur Trägerfolie 32 geringer ist als zur Nematenschicht 34, so dass die Prägelackschicht 62 beim Transfer auf ein Zielsubstrat die Funktion der oben beschriebenen Transferhilfsschicht erfüllt.

Anschließend wird in die Prägelackschicht 62 eine gewünschte Beugungsstruktur 64 eingeprägt und eine Metallschicht 66 aufgedampft, in die durch partielle Demetallisierung Aussparungen 68, im Ausführungsbeispiel in Form einer Negativschrift eingebracht werden. Zuletzt wird für den Transfer auf das Zielsubstrat eine Klebeschicht 38 auf den Schichtverbund aufgebracht.

Vor Aufbringen der Klebeschicht 38 können weitere, insbesondere funktionelle und/oder dekorative Schichten auf die teilweise demetallisierte Prägelackschicht 62, insbesondere auch in Überlappung mit der Metallschicht 66 aufgebracht werden. Beispielsweise kann eine handelsübliche Druckfarbe aufgedruckt werden, die dann in den Aussparungen bzw. demetallisierten Bereichen der Prägelackschicht bei Betrachtung des auf ein Substrat aufgebrachten Folienmaterials erkennbar ist. Die Druckfarbe kann darüber hinaus maschinenlesbare Merkmalsstoffe, wie z.B. magnetische, elektrisch leitfähige, phosphoreszierende oder fluoreszierende Stoffe enthalten.

7 illustriert die Herstellung eines mehrschichtigen Sicherheitselements 70 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dabei wird, wie in 7(a) gezeigt, ein erster Schichtenverbund 72 aus einer ersten Trägerfolie 32, einer nematischen Flüssigkristallschicht 34 und einer Transferhilfsschicht 36 aus cholesterischem Flüssigkristallmaterial erzeugt, wie in Zusammenhang mit 3 beschrieben.

Daneben wird, wie in 7(b) gezeigt, ein zweiter Sicherheitsschichtverbund 74 hergestellt, indem auf eine zweite Trägerfolie 80 eine Prägelackschicht aufgedruckt wird, eine gewünschte Beugungsstruktur in den Prägelack eingeprägt wird, auf die geprägte Schicht 82 eine Metallschicht 84 aufgedampft wird, und durch partielle Demetallisierung der Metallschicht 84 Aussparungen 86, beispielsweise in Form einer Negativschrift erzeugt werden.

Der zweite Sicherheitsschichtverbund 74 wird über eine Klebeschicht 76 ( 7(c)) auf den ersten Schichtverbund 72 aufkaschiert, wie durch den die 7(b) und 7(a) verbindenden Pfeil 78 angedeutet. Anschließend wird die zweite Trägerfolie 80 durch Trennwicklung entfernt und für den Transfer eine Kaschierklebeschicht 38 auf den so erzeugten Schichtverbund aufgebracht, wie in 7(c) dargestellt. Nach dem Aufbringen des Sicherheitselements 70 auf das Zielsubstrat kann auch die Trägerfolie 32 entfernt werden, so dass der gesamte Sicherheitsschichtverbund dann ohne Trägerfolien vorliegt. Die mit Polarisationseffekten arbeitenden Merkmale werden so in ihrer Wirkung nicht durch Folien beeinträchtigt und können mit hohem Kontrast betrachtet werden.

Die durch die Ablösung der zweiten Trägerfolie 80 verringerten Schutzfunktion für die Metallisierung kann durch Schutzlackschichten ausgeglichen werden. Übliche Schutzlackschichten sind optisch weitgehend isotrop und beeinträchtigen die Erkennbarkeit polarisierender Effekt daher nicht.

Der zweite Sicherheitsschichtverbund kann anstelle der Prägestruktur auch nur eine metallische Reflexionsschicht enthalten, die vorzugsweise mit großen Demetallisierungsanteilen in ein Druckmotiv integriert wird. Verglichen mit herkömmlichen Gestaltungen weist das erfindungsgemäße Transfermaterial dann mit der Nematenschicht 34 eine zusätzliche Prüfebene auf, die mit einem Polarisator authentisiert werden kann.

Bei allen Gestaltungen mit einer metallischen Reflexionsschicht kann diese auch durch einen komplexeren Reflexionsschichtaufbau mit besonderen Reflexionseffekten, wie etwa einem Farbkippeffekt ersetzt werden. 8 zeigt dazu ein Ausführungsbeispiel, dessen Herstellung analog zu dem bei 7 beschriebenen Herstellungsprozess verläuft.

Zur Herstellung des mehrschichtigen Sicherheitselements 90 der 8 wird ein erster Schichtenverbund aus einer ersten Trägerfolie 32, einer nematischen Flüssigkristallschicht 34 und einer UV-vernetzbaren Transferhilfsschicht 36, z.B. aus cholesterischem Flüssigkristallmaterial, erzeugt, sowie ein zweiter Sicherheitsschichtverbund aus einer zweiten Trägerfolie, auf die ein Dünnschichtelement 92 mit Farbkippeffekt aufgebracht wird.

Das Dünnschichtelement 92 weist im Ausführungsbeispiel eine Reflexionsschicht 94, eine Absorberschicht 98 und eine zwischen der Reflexionsschicht und der Absorberschicht angeordnete dielektrische Abstandsschicht 96 auf. Der Farbkippeffekt beruht bei solchen Dünnschichtelementen auf betrachtungswinkelabhängigen Interferenzeffekten durch Mehrfachreflexionen in den verschiedenen Teilschichten des Elements. Die Absorberschicht 98 und/ oder die dielektrische Abstandsschicht 96 können Aussparungen in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen aufweisen, in denen kein Farbkippeffekt erkennbar ist. Auch die Reflexionsschicht 94 kann Aussparungen in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen aufweisen, die dann transparente oder semitransparente Bereiche in dem Dünnschichtelement 92 bilden.

Die Reihenfolge der Schichten des Dünnschichtelements kann auch umgekehrt sein. Alternativ kann das Dünnschichtelement eine Schichtenfolge aus Absorberschicht/Dielektrikumsschicht/Absorberschicht oder eine Abfolge mehrerer Schichten aus alternierend hochbrechenden und niedrigbrechenden Dielektrika aufweisen. Auch eine Schichtenfolge aus Reflexionsschicht und einer absorbierenden Dielektrikumsschicht kommt in Betracht.

Der so erzeugte zweite Sicherheitsschichtverbund wird dann über eine Klebeschicht 76 auf den ersten Schichtverbund aufkaschiert und die zweite Trägerfolie durch Trennwicklung entfernt. Für den Transfer auf das Zielsubstrat wird eine Klebeschicht 38 auf die nunmehr freiliegende Rückseite des Dünnschichtelements 92 aufgebracht. Vor dem Aufbringen der Klebeschicht 38 können auf die freiliegende Rückseite des Dünnschichtelements weitere funktionelle und/ oder dekorative Schichten, z.B. mit einer Magnetfarbe aufgebracht werden. Nach dem Transfer kann auch die erste Trägerfolie 32 abgelöst werden.

9 zeigt ein Transfermaterial 100 nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem wie in 3 auf eine glatte Kunststoff-Trägerfolie 32 eine nematische Flüssigkristallschicht 34 und eine UV-vernetzbare Transferhilfsschicht 36, z.B. aus cholesterischem Flüssigkristallmaterial, aufgedruckt werden. Auf die Transferhilfsschicht 36 wird weiter eine Prägelackschicht aufgedruckt, eine gewünschte Beugungsstruktur in die Prägelackschicht eingeprägt, und eine Metallschicht 104 auf die geprägte Schicht 102 aufgedampft. In die Metallschicht 104 werden durch partielle Demetallisierung Aussparungen 106 in Form einer Negativschrift eingebracht. Anstelle der Metallschicht 104 kann auch eine transparente hochbrechende Schicht eingesetzt werden, die einen Brechungsindex größer 2 aufweist. Dadurch sind auf einem dunklen Untergrund, der durch eine zusätzliche Schicht, beispielsweise einen schwarzen Aufdruck, bereitgestellt werden oder auch auf dem Zielsubstrat vorliegen kann, sowohl die Beugungsstruktur als auch die flüssigkristallinen Schichten 34 und 36 vollflächig wahrnehmbar.

Um die Haftung der Prägelackschicht 102 auf der Transferhilfsschicht 36 zu verbessern, wird Letztere mit Vorteil zuvor einer Koronabehandlung unterworfen oder sie wird mit einem geeigneten Haftvermittler ausgestattet. Auf den gesamten Schichtverbund wird für den Transfer auf das Zielsubstrat noch eine Klebeschicht 38 aufgebracht. Je nach Wahl der vermittelnden Schicht und den Ansprüchen an die Brillanz kann die Trägerfolie 32 nach dem Aufbringen des Transfermaterials 100 entfernt oder an dem Aufbau belassen werden.

Die Herstellung eines mehrschichtigen Sicherheitselements 110, z.B eines Sicherheitsfadens mit einem flüssigkristallbasierten Farbkippeffekt, einer Negativschrift und einer Magnetcodierung nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der 10 erläutert.

Zunächst wird, wie in 10(a) gezeigt, ein erster Schichtenverbund 112 aus einer ersten Trägerfolie 32, einer nematischen Flüssigkristallschicht 34 und einer Transferhilfsschicht 36, z.B. aus cholesterischem Flüssigkristallmaterial, erzeugt, wie bei 3 beschrieben. Ein zweiter Sicherheitsschichtverbund 114 wird hergestellt, indem auf eine zweite Trägerfolie 120 eine gerasterte Aluminiumschicht 122 mit Aussparungen in Form einer Negativschrift aufgebracht wird, und auf die Aluminiumschicht eine Magnetschicht 124, im Ausführungsbeispiel in Form einer Codierung, aufgebracht wird. Dieser zweite Sicherheitsschichtverbund 114 ist in 10(b) dargestellt.

Der zweite Sicherheitsschichtverbund 114 wird dann über eine Klebeschicht 116 (10(c)) auf den ersten Schichtverbund 112 aufkaschiert. Anschließend können weitere Schichten 118, wie etwa eine Deckweißschicht, die für die Einbettung des Sicherheitsfadens in ein Sicherheitspapier benötigt werden, auf die Rückseite der zweiten Trägerfolie 120 aufgebracht werden. Abschließend wird für den Transfer auf das Zielsubstrat eine Klebeschicht 38, beispielsweise ein Heißsiegellack aufgebracht. Die Trägerfolie 32 kann durch Trennwickeln entfernt werden und es können weitere Schichten des Fadenaufbaus, wie etwa ein Haftvermittler und ein Heißsiegellack auf den dann freiliegenden Flüssigkristallschichten 34 und 36 aufgebracht werden.

Eine Variante des Ausführungsbeispiels von 10, das sich nur in der Ausgestaltung des zweiten Sicherheitsschichtverbunds unterscheidet, ist in 11 dargestellt. Der zweite Sicherheitsschichtverbund 132 des mehrschichtigen Sicherheitselements 130 der 11 enthält an Stelle der gerasterten Aluminiumschicht eine auf eine Trägerfolie 134 aufgebrachte vollflächige semitransparente Metallschicht 136, auf der eine Magnetschicht 138 in Form einer Codierung angeordnet ist. Die weitere Vorgehensweise bei der Herstellung des Sicherheitsfadens 130 folgt der oben in Zusammenhang mit 10 gegebenen Beschreibung.

12 illustriert die Herstellung eines mehrschichtigen Sicherheitselements 140, insbesondere eines Hologramm-Sicherheitsfadens mit Magnetcodierung und Nematendruck nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Zunächst wird ein erster Schichtenverbund 150 aus einer ersten Kunststoff-Trägerfolie 152, einer nematischen Flüssigkristallschicht 154, einer Transferhilfsschicht 156 aus einem modifizierten UV-härtenden Lack und einer ersten Klebeschicht 158 hergestellt, wie in 12(a) gezeigt.

Zur Herstellung eines zweiten Sicherheitsschichtverbunds 160, der in 12(b) dargestellt ist, wird auf eine zweite Kunststoff-Trägerfolie 162 eine Prägelackschicht aufgedruckt, eine gewünschte Beugungsstruktur in den Prägelack eingeprägt und auf die geprägte Schicht 164 eine Aluminiumschicht 166 aufgedampft, in der, wie bereits in Zusammenhang mit 7 beschrieben, durch partielle Demetallisierung Aussparungen 168, beispielsweise in Form einer Negativschrift erzeugt werden. Auf die nicht mit Prägelack beschichtete Rückseite der Trägerfolie 162 wird eine Magnetschicht 170 in Form einer Codierung aufgebracht. Die Magnetbits der Magnetcodierung werden dann mit einer Deckschicht 172 überdeckt.

Ein dritter Schichtverbund 180, der im fertigen Sicherheitsfaden als Abdeckelement fungiert, wird durch Aufbringen einer vollflächigen Metallschicht 184 auf eine dritte, besonders dünne Kunststoff-Trägerfolie 182 und dem Versehen der Metallschicht 184 mit einer weiteren vollflächigen Klebeschicht 186 erzeugt, wie in 12(c) gezeigt.

Nun wird der erste Schichtverbund 150 mit dem Nematendruck mit Hilfe der Klebeschicht 158 auf die Oberseite des Hologrammschichtverbunds 160 aufkaschiert (Pfeil 142) und der Abdeckschichtverbund 180 wird über die Klebeschicht 186 auf die den Magnetcode tragende Unterseite des Hologrammschichtverbunds 160 kaschiert (Pfeil 144). Auf die Rückseite der dritten Trägerfolie 182 können dann weitere Schichten 146, wie etwa eine Deckweißschicht, die für die Einbettung des Sicherheitsfadens in ein Sicherheitspapier benötigt werden, aufgebracht werden. Abschließend wird für den Transfer auf das Zielsubstrat eine Klebeschicht 38, beispielsweise ein Heißsiegellack aufgebracht, wie in 12(d) dargestellt. Die Trägerfolie 152 des ersten Schichtverbunds 150 kann dann durch Trennwickeln entfernt werden und es können weitere Schichten des Fadenaufbaus, wie etwa ein Haftvermittler und ein Heißsiegellack auf den dann freiliegenden Flüssigkristallschichten 154 und 156 aufgebracht werden.

Das Aufbringen der beschriebenen Sicherheitselemente auf ein Zielsubstrat 200 wird mit Bezug auf 15 beispielhaft anhand des mehrschichtigen Sicherheitselements 70 der 7 erläutert. Das Sicherheitselement 70 wird dazu mit der Heißsiegelklebeschicht 38 auf das Zielsubstrat 200 gelegt und bereichsweise angepresst. Das Anpressen kann beispielsweise mit einem nicht dargestellten beheizten Transferstempel oder einer Transferrolle erfolgen. Unter Druck- und Wärmeeinwirkung verbindet sich die Klebeschicht 38 in den gewünschten Bereichen 202 mit dem Zielsubstrat 200, so dass ein Transferelement gegebenenfalls mit einer vorbestimmten Umrissform, entsteht. Die Trägerfolie 32 der Flüssigkristallschichten 34, 36 kann beim Applikationsprozess oder auch kurz danach entfernt werden. Vor Aufbringen des Transferelements 70 auf das Zielsubstrat 200 kann die Oberfläche des Zielsubstrats 200 speziell behandelt werden. Dadurch lassen sich insbesondere die Haftwirkung des Transferelements und die optische Effizienz der durch dieses bereitgestellten Sicherheitsmerkmale verbessern. Beispielsweise kann auf die Oberfläche des Zielsubstrats 200 ein Haftvermittler aufgebracht werden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen Sicherheitselements, wobei das Sicherheitselement zumindest eine Effektschicht aufweist, die einen speziellen Untergrund benötigt, gekennzeichnet durch folgende Schritte:

    a) Bereitstellen einer ersten Kunststoff-Trägerfolie, die eine Oberfläche aufweist, die an eine darauf aufzubringende Effektschicht angepasst ist;

    b) Aufbringen der Effektschicht, so dass die erste Kunststoff-Trägerfolie und die Effektschicht einen ersten Schichtverbund bilden;

    c) Bereitstellen einer zweiten Kunststoff-Trägerfolie, auf welcher ein zweiter Schichtverbund vorliegt;

    d) Verbinden des ersten und zweiten Schichtverbundes, so dass die Effektschicht auf dem zweiten Schichtverbund zu liegen kommt;

    e) Abziehen der ersten und/oder zweiten Kunststoff-Trägerfolie.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf die erste Kunststoff-Trägerfolie eine optisch wirksame Effektschicht oder eine spiegelnd wirkende Effektschicht aufgebracht wird.
  3. Verfahren zum Herstellen eines Transfermaterials zum Übertragen auf ein Zielsubstrat, mit den Verfahrensschritten:

    a) Bereitstellen einer Kunststoff-Trägerfolie,

    b) partielles Aufbringen einer ersten Schicht aus einem flüssigkristallinen Material auf die Trägerfolie,

    c) vollflächiges Aufbringen einer Transferhilfsschicht auf die flüssigkristalline Schicht und die Trägerfolie, wobei die Haftung der Transferhilfsschicht zur Trägerfolie geringer ist als zur flüssigkristallinen Schicht, und

    d) Aufbringen einer Klebeschicht zum Übertragen des gebildeten Schichtenverbunds auf das Zielsubstrat.
  4. Verfahren zum Herstellen eines Transfermaterials zum Übertragen auf ein Zielsubstrat, mit den Verfahrensschritten:

    a) Bereitstellen einer Kunststoff-Trägerfolie mit einer thermisch aktivierbaren Releaseschicht,

    b) partielles Aufbringen einer ersten Schicht aus einem flüssigkristallinen Material auf die Trägerfolie,

    c) vollflächiges Aufbringen einer Transferhilfsschicht auf die flüssigkristalline Schicht und die Trägerfolie, und

    d) Aufbringen einer Klebeschicht zum Übertragen des gebildeten Schichtenverbunds auf das Zielsubstrat.
  5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der partiell aufgebrachten ersten flüssigkristallinen Schicht und der Transferhilfsschicht zumindest eine weitere flüssigkristalline Schicht partiell aufgebracht wird.
  6. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die weiteren flüssigkristallinen Schichten in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen aufgebracht werden.
  7. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste flüssigkristalline Schicht und/oder die weiteren flüssigkristallinen Schichten als Lackschicht aus nematischem, cholesterischem oder smektischem flüssigkristallinem Material aufgebracht, vorzugsweise aufgedruckt werden.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste flüssigkristalline Schicht und/oder die weiteren flüssigkristallinen Schichten und/ oder die Transferhilfsschicht mittels Tiefdruck, Siebdruck Flexodruck, Knifecoating oder Curtaincoating aufgedruckt werden.
  9. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die flüssigkristalline Schicht als Lackschicht, die in eine Bindemittelmatrix eingebettete Effektpigmente enthält, aufgebracht, vorzugsweise aufgedruckt wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Transferhilfsschicht als Lackschicht, die das für die Bindemittelmatrix verwendete Bindemittel ohne Effektpigmente enthält, aufgebracht, vorzugsweise aufgedruckt wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die flüssigkristalline Schicht und/ oder die Transferhilfsschicht mittels Siebdruck, Transferdruck oder Tampondruck aufgedruckt wird.
  12. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass als Transferhilfsschicht eine UV-härtende Lackschicht aufgebracht, insbesondere aufgedruckt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die UV-härtende Lackschicht Photoinitiatoren enthält.
  14. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass als Transferhilfsschicht eine Schicht aus cholesterischem flüssigkristallinem Material aufgebracht, insbesondere aufgedruckt wird.
  15. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass als Transferhilfsschicht eine Prägelackschicht aufgebracht, insbesondere aufgedruckt wird, die nachfolgend geprägt, metallisiert und gegebenenfalls bereichsweise demetallisiert wird.
  16. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Transferhilfsschicht Korona-behandelt oder mit einem Haftvermittler ausgestattet wird.
  17. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Aufbringen der Klebeschicht in Schritt d) eine oder mehrere weitere Schichten auf die Transferhilfsschicht aufgebracht, insbesondere aufgedruckt werden.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Schicht mit einer Druckfarbe, vorzugsweise einer Magnetfarbe, auf die Transferhilfsschicht aufgedruckt wird.
  19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass als eine weitere Schicht eine Prägelackschicht aufgebracht, insbesondere aufgedruckt wird, die nachfolgend geprägt, metallisiert und gegebenenfalls bereichsweise demetallisiert wird.
  20. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Sicherheitsschichtverbund durch Aufbringen einer Prägelackschicht auf die zweite Trägerfolie, Prägen, Metallisieren und gegebenenfalls bereichsweises Demetallisieren der Prägelackschicht hergestellt wird.
  21. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Sicherheitsschichtverbund durch Aufbringen einer gerasterten Metallschicht, insbesondere in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen, oder einer semitransparenten Metallschicht auf die zweite Trägerfolie und durch nachfolgendes Aufbringen einer Magnetschicht auf die Metallschicht, insbesondere in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen, hergestellt wird.
  22. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Sicherheitsschichtverbund eine reflektierende Schicht umfasst.
  23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektierende Schicht durch eine Metallschicht gebildet wird.
  24. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die reflektierende Schicht durch ein reflektierendes Dünnschichtelement gebildet wird.
  25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass das Dünnschichtelement mit einer Reflexionsschicht, einer Absorberschicht und einer zwischen der Reflexionsschicht und der Absorberschicht angeordneten dielektrischen Abstandsschicht gebildet wird.
  26. Verfahren nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Dünnschichtelement mit einer Reflexionsschicht aus einer opaken oder einer semitransparenten Metallschicht gebildet wird.
  27. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Dünnschichtelement mit zumindest einer Absorberschicht und zumindest einer dielektrischen Abstandsschicht gebildet wird, wobei die Absorberschichten und die dielektrischen Abstandsschichten alternierend übereinander angeordnet werden.
  28. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Dünnschichtelement mit mehreren dielektrischen Abstandsschichten gebildet wird, wobei aneinander angrenzende Schichten mit stark unterschiedlichen Brechungsindizes ausgebildet werden.
  29. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Sicherheitsschichtverbund eine optisch wirksame Mikrostruktur umfasst.
  30. Verfahren nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch effektive Mikrostruktur als diffraktive Beugungsstruktur, als Mattstruktur, als Anordnung aus Mikrolinsen oder als Anordnung aus Mikrospiegeln gebildet wird.
  31. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass als Trägerfolie eine glatte Folie mit guter Oberflächenqualität bereitgestellt wird.
  32. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass als Trägerfolie eine für die Ausrichtung von Flüssigkristallen ausgelegte Folie bereitgestellt wird.
  33. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass als Trägerfolie eine mit einer Alignmentschicht für die Ausrichtung von Flüssigkristallen versehene Folie bereitgestellt wird.
  34. Verfahren nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass als Alignmentschicht eine Schicht aus einem linearen Photopolymer, eine feinstrukturierte Schicht oder eine durch Ausübung von Scherkräften ausgerichtete Schicht eingesetzt wird.
  35. Verfahren nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass die feinstrukturierte Schicht durch Prägen, Ätzen oder Einritzen hergestellt wird.
  36. Transfermaterial zum Übertragen auf ein Zielsubstrat, insbesondere herstellbar nach einem der Ansprüche 3 bis 35, mit

    – einer Sicherheitsschichtenfolge mit

    einer ersten, partiell vorliegenden Schicht eines flüssigkristallinen Materials,

    einer zweiten, vollflächig vorliegenden Transferhilfsschicht, die unmittelbar über der ersten Schicht angeordnet ist, sowie mit

    – einer Klebeschicht zum Übertragen der Sicherheitsschichtenfolge auf das Zielsubstrat.
  37. Transfermaterial nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht aus einem nematischen flüssigkristallinen Material gebildet ist.
  38. Transfermaterial nach Anspruch 36 oder 37, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht aus einer UV-härtenden Lackschicht oder einem cholesterischen flüssigkristallinen Material gebildet ist.
  39. Transfermaterial nach wenigstens einem der Ansprüche 36 bis 38, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Schicht auf einer Kunststoff-Trägerfolie vorliegen, wobei die Haftung der zweiten, vollflächig vorliegenden Schicht zur Trägerfolie geringer ist als zur ersten, partiell vorliegenden Schicht.
  40. Transfermaterial nach wenigstens einem der Ansprüche 36 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Schicht auf einer Kunststoff-Trägerfolie vorliegen, die eine thermisch aktivierbare Releaseschicht aufweist.
  41. Sicherheitselement zur Absicherung von Wertgegenständen mit

    – einer partiell vorliegenden Schicht eines flüssigkristallinen Materials,

    – einer vollflächig vorliegenden Transferhilfsschicht, die unmittelbar über der partiell vorliegenden Schicht angeordnet ist, sowie

    mit

    – einer optisch variablen Schicht.
  42. Sicherheitselement nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass die partiell vorliegende Schicht aus einem nematischen flüssigkristallinen Material gebildet ist.
  43. Sicherheitselement nach Anspruch 41 oder 42, dadurch gekennzeichnet, dass die Transferhilfsschicht aus einer UV-härtenden Lackschicht oder aus einem cholesterischem flüssigkristallinen Material gebildet ist.
  44. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 41 bis 43, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch variable Schicht eine optisch wirksame Mikrostruktur oder ein reflektierendes Dünnschichtelement umfasst.
  45. Sicherheitselement nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, dass die optisch effektive Mikrostruktur eine diffraktive Beugungsstruktur, eine Mattstruktur, eine Anordnung aus Mikrolinsen oder eine Anordnung aus Mikrospiegeln ist.
  46. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 41 bis 45, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Transferhilfsschicht und der optisch variablen Schicht eine Klebeschicht vorliegt.
  47. Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements, insbesondere eines Sicherheitsfadens, eines transferierbaren Sicherheitsstreifens, oder eines Patches, bei dem ein Transfermaterial nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 40 hergestellt wird, und mit weiteren Schichten zur Einbettung in oder zum Aufbringen auf ein Sicherheitspapier oder Wertdokument ausgestattet wird.
  48. Verfahren nach Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement ein Trägersubstrat aus Papier oder Kunststoff enthält.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com