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Dokumentenidentifikation DE202006000683U1 04.05.2006
Titel Kehlanschlußelement
Anmelder Fleck, Oskar, 45711 Datteln, DE
Vertreter Eichelbaum, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 45659 Recklinghausen
DE-Aktenzeichen 202006000683
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 04.05.2006
Registration date 30.03.2006
Application date from patent application 18.01.2006
IPC-Hauptklasse E04D 13/00(2006.01)A, F, I, 20060118, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kehlanschlußelement zur Abdichtung des Bauwerkspaltes zwischen der Oberseite einer Kehle und der Unterseite einer angrenzenden Dacheindeckungsplatte.

Die Bauwerksspalten an Graten und Kehlen bilden Problemzonen eines Daches, weil dort die angrenzenden Dacheindeckungsplatten an die entsprechenden Randbereiche angepaßt werden müssen, womit allerdings noch nicht das Problem der Dichtheit gelöst ist.

Bei Graten und Firsten wurde dieses Abdichtungsproblem durch die in der DE 102 01 528 C1 sowie in der DE 103 26 464 B3 dargestellten Weise gelöst. Ungelöst blieb das Problem der Abdichtung der Kehlen. Diese Kehlrinnen werden bislang gegenüber den angrenzenden Dacheindeckungsplatten mit über- oder untergreifenden Bleischürzen mehr oder weniger gut abgedichtet. Daraus resultierte in jedem Fall eine ungleichmäßige Anordnung, die den optischen Gesamteindruck eines Daches beeinträchtigt.

Hier setzt nun die Erfindung ein. Dieser liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kehlanschlußelement der vorstehend genannten Gattung zu schaffen, welches sich in einfacher Weise wie eine Eindeckungsplatte während der Montage handhaben läßt, eine exakte Anpassung der angrenzenden Dacheindeckungsplatte an eine Kehle und eine sichere Abdichtung des Bauwerkspaltes mit einem optisch günstigen Gesamteindruck gewährleistet.

Diese komplexe Aufgabe wird in Verbindung mit dem eingangs genannten Gattungsbegriff erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß es von einer aus einem leicht ablängbaren Baustoff bestehenden Platte von einer oder von zwei in Einbaulage untereinander liegenden Dacheindeckungsplatten gebildet ist, von denen die dem Verlauf des Kehlenrandes anzupassenden und deswegen abzulängenden Platte auf ihrer Oberseite einen Keilaufsatz trägt, an ihrer Unterseite der Oberfläche der angrenzenden Dacheindeckungsplatte angepaßt ist, sowie an ihrer Oberseite oder an ihrer Unterseite mit einem ersten Schenkel einer winkelförmigen Dichtleiste verbunden ist, deren zweiter Schenkel in der Kehle endet. Durch diese Ausbildung einer leicht ablängbaren Platte, beispielweise aus einem Leichtbaustoff wie Kunststoff, kann die Ablängung von einem Dachdecker während der Montage leicht mit einer Säge oder bei Werkstoffen wie Beton oder Keramik mit einer Trennscheibe vorgenommen und sodann dieser abgelängte sowie der Kehle zugewandte Kantenbereich mit der winkelförmigen Dichtleiste verbunden werden. Dabei wird der Keilaufsatz mit einer ebenen, parallel zum Rand der Kehle laufenden gleichmäßige Fläche wie der erste Schenkel der winkelförmigen Dichtleiste versehen. Diese Anordnung ist nicht nur einfach und rasch zu bewerkstelligen, sondern sorgt bei günstiger Optik für einen strömungstechnisch effektiven Abflusses des Regenwassers vom First in Richtung Traufe.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Keilaufsatz mit seiner breiteren Kopfseite dem First und mit seiner schmaleren Fußseite der Traufe zugekehrt ist. Die Höhe der Kopfseite des Keilaufsatzes ist dabei etwa der Höhe der Fußseite der angrenzenden Dacheindeckungsplatte angepaßt.

Nach einer ersten Ausführungsform ist der Keilaufsatz auf einer ebenen, zur Oberseite der jeweiligen Dacheindeckungsplatte mit einer etwa parallel verlaufenden Fläche der Platte angeordnet. Es ist jedoch auch möglich, den Keilaufsatz mit einer Oberfläche zu versehen, die einer querverfalzten Dacheindeckungsplatte entspricht.

Vorteilhaft ist das Kehlanschlußelement aus einem Polyurethan, einem Polystyrol, einem PVC oder einem äquivalenten Werkstoff hergestellt und mit der gleichen Farbe wie die der angrenzenden Dacheindeckungsplatte versehen, woraus eine unauffällige, günstige Optik resultiert.

Nach einer zweiten Ausführungsform ist es auch möglich, das Kehlelement aus einem geschlossen- oder offenzelligen Hartschaum, Polystyrol oder aus einer Spritzgieß- oder Tiefziehform herzustellen.

Es ist jedoch auch möglich, das Kehlanschlußelement aus Beton, Keramik oder aus einer Aluminiumlegierung herzustellen. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Ablängung mit einer Trennscheibe vorzunehmen.

Zur raschen Montage ist das Kehlanschlußelement in seiner Einbaulage mit einer Form abgelängt, deren abgelängte Kante parallel zu dem ihr zugewandten Rand der Kehle verläuft. Ein Dachdecker kann diesen Verlauf exakt auf der Platte anzeichnen, wenn er diese Platte vor ihrer Ablängung einmal im Bereich der Kehle verlegt und entsprechend dem Rand des Kehlenverlaufes mit einer Markierung versieht, bevor er sodann den über diesen Rand hinausragenden Bereich des Kehlanschlußelementes absägt, abschneidet oder mit einem heißen Draht abschweißt.

Um das Kehlanschlußelement in der gleichen Art der Dacheindeckungsplatten an einer Dachlatte befestigen zu können, ist es an seiner Unterseite in der Nähe seines Kopfbereiches mit einer durchgehenden oder unterbrochenen Einhängenase versehen.

Vorteilhaft ist das Kehlanschlußelement von der Traufe aus betrachtet, an seiner linken Seite mit einem Wasserfalz und an seiner rechten Seite mit einer Deckkrempe versehen.

Eine bevorzugte Ausführungsform des Kehlanschlußelementes ist in einer senkrechten Projektion mit einer Fläche von zwei in Einbaulage untereinander liegenden Dacheindeckungsplatten versehen. Dadurch kann stets die unten hegende mit einem Keilaufsatz versehene Platte entsprechend dem verlauf des Randes der Kehle abgelängt werden, wohingegen die oben liegende Platte einer normalen angrenzenden Eindeckungsplatte entspricht und entsprechend dieser verlegt werden kann.

Je nach Länge des Daches und der zwischen den verlegten Dacheindeckungsplatten und der Kehle verbleibenden Raum kann jedoch auch einmal eine Anschlußplatte von Vorteil sein, die in einer senkrechten Projektion mit einer Fläche von nur einer benachbarten Dacheindeckungsplatte versehen ist. Dadurch braucht bei kleinen Zwischenräumen nicht eine aus zwei Einbaulagen untereinander hegenden Dacheindeckungsplatten bestehendes Kehlanschlußelement mit nur einem Bruchteil einer Fläche Verwendung finden, während der andere Teil in den Abfall wandert. Durch die Ausbildung von zwei sich in der Größe ihrer Flächen unterscheidenden Kehlanschlußelementen ist nicht nur eine sinnvolle, sondern auch eine wirtschaftliche Abdichtung des Bauwerkspaltes zwischen der Kehle und den angrenzenden Dacheindeckungsplatten möglich.

Die hierzu erforderliche Dichtleiste läßt mehrere Ausführungsformen zu. Nach einer ersten Ausführungsform besteht der dem Rand der Kehle zugekehrte Schenkel der winkelförmigen Dichtleiste aus einer formstabilen Kunststoffleiste und der andere Schenkel aus einer flexiblen sowie dehnbaren Leiste aus Butylkautschuk, die an ihrer Unterseite oder Oberseite von einem Silikonpapier und an der jeweils anderen, nicht anzuklebenden Seite von einer dünnen Kunststoffolie abgedeckt ist, je nachdem, ob die Unterseite auf die angrenzenden Kehlanschlußelemente oder ihre Oberseite mit der Unterseite der angrenzenden Kehlanschlußelemente wasserdicht verklebt wird. Die Kunststoffolie ist mit der gleichen Farbe wie die der angrenzenden Dacheindeckungsplatten eingefärbt. Der formstabile, in der Kehle endende Schenkel schließt ein Flattern der Dichtleiste bei Windeinwirkung aus, wohingegen der zweite, flexible Schenkel dem angrenzenden Verlauf der Dacheindeckungsplatten und dem Kehlanschlußelement exakt angepaßt und mit diesem nach Abzug des Silikonpapiers fest und wasserdicht verklebt werden kann. Der Butylkautschuk kann ohne jede Beeinträchtigung seiner Dichtungswirkung bei höchst unterschiedlichen Temperaturen stets elastisch den Längenänderungen der Dacheindeckungsplatten und auch der Kehlanschlußelemente folgen, wodurch eine wasserdichte Abdichtung des Bauwerkspaltes sichergestellt ist, da in der Tat das Wasser nur in die Kehle und von dort zur Traufe abfließen kann und nicht von Windkräften in den Bauwerkspalt gedrückt wird.

Bei dieser ersten Ausführungsform ist die flexible Kunststoffleiste an ihrem der formstabilen Kunststoffleiste zugewandten Bereich umgekantet und mit ihrem Butylkautschuk fest auf die der Kehle zugewandten Außenseite der formstabilen Leiste und mit ihrem anderen Bereich auf oder unter die angrenzenden Kehlanschlußelemente aufgeklebt.

Nach einer zweiten Ausführungsform besteht der dem Rand der Kehle zugekehrte Schenkel der winkelförmigen Dichtleiste gleichfalls aus einem formstabilen Kunststoff, der sich mit einem schmalen Bereich bis in den anderen Schenkel fortsetzt, auf den eine Leiste aus Butylkautschuk aufgeklebt ist, die an ihrer Unterseite oder Oberseite gleichfalls von einem Silikonpapier und an ihrer Oberseite oder Unterseite von einer dünnen Kunststoffolie abgedeckt ist, welche mit der gleichen Farbe wie die der angrenzenden Dacheindeckungsplatten eingefärbt ist. Durch diese Ausführungsform verleiht der Fortsatz des formstabilen Schenkels bis in den zweiten Schenkel hinein der gesamten Dichtleiste eine erhebliche größere Steifigkeit ohne die Dichtfunktion der auf den schmalen Streifen aufgeklebten Leiste aus Butylkautschuk zu behindern.

Mehrere Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Dabei zeigen:

1 die Draufsicht auf ein Winkeldach mit zwei Firsten, drei Graten und einer Kehle.

2 einen vergrößerten Ausschnitt II von 1,

3 die perspektivische Ansicht auf die Kehlrinne in Richtung des Pfeiles III von 1,

4 die Draufsicht auf ein Kehlanschlußelement in senkrechter Projektionsfläche mit zwei in Einbaulage untereinander liegenden Dacheindeckungsplatten, von denen die untere mit einem Keilaufsatz versehen ist,

5 die Ansicht in Richtung des Pfeiles V von 4,

6 die Ansicht in Richtung des Pfeiles VI von 4,

7 die Fußansicht in Richtung des Pfeiles VII von 4,

8 die Kopfansicht in Richtung des Pfeiles VIII von 4,

9 die Schnittansicht entlang der Linie IX/IX durch das Kehlanschlußelement in Höhe der mit dem Keilaufsatz versehenen Platte,

10 die Unteransicht des Kehlanschlußelementes in Richtung des Pfeiles X von 5,

11 die Draufsicht einer zweiten Ausführungsform eines Kehlanschlußelementes in senkrechter Projektionsfläche mit nur einer Fläche von nur einer Eindeckungsplatte, auf welcher der Keilaufsatz angeordnet ist,

12 die Seitenansicht in Richtung des Pfeiles XII von 11,

13 die Seitenansicht in Richtung des Pfeiles XIII von 11,

14 die Ansicht auf den Fußbereich in Richtung des Pfeiles XIV von 11,

15 die Ansicht des Kopfbereiches in Richtung des Pfeiles XV von 11,

16 die Schnittansicht entlang der Linie XVI/XVI von 11,

17 die Unteransicht in Richtung des Pfeiles XVII von 12,

18 die perspektivische Ansicht des Kehlanschlußelementes der 4 bis 10 nach seiner Verlegung auf zwei Dachlatten,

19 die Ansicht in Richtung des Pfeiles XIX von 18,

20 eine erste Ausführungsform der winkelförmigen Dichtleiste in perspektivischer Teilansicht,

21 die Schnittansicht der Dichtleiste entlang der Pfeile XXI/XXI von 20,

22 eine zweite Ausführungsform der winkelförmigen Dichtleiste in perspektivischer Teilansicht und

23 die Schnittansicht entlang der Linie XXIII/XXIII von 22.

Das Winkeldach gemäß 1 ist mit den insgesamt drei hier nicht weiter interessierenden Graten sowie zwei winkelförmig zueinander angeordneten Firsten und einer Kehle 1 versehen. Die zu dieser Kehle 1 hin geneigten Dachflächen weisen gegenüber den anderen Dachflächen eine dunkle Schattierung auf.

Eine erste Ausführungsform des Kehlanschlußelementes 2 ist in den 4 bis 10 dargestellt. Dieses Kehlanschlußelement 2 besteht in senkrechter Projektionsfläche aus zwei in Einbaulage untereinander liegenden Dacheindeckungsplatten 3, 4, welche an ihrer Kontaktfläche 5 (siehe 5) durch Kleben oder Schweißen fest miteinander verbunden sind. Die dem Verlauf des Kehlenrandes 1a, 1b (siehe 1) anzupassende und deswegen abzulängende Platte 4 ist auf ihrer Oberseite 6 mit einem Keilaufsatz 7 versehen und an ihrer Unterseite 8 der Oberfläche der angrenzenden Dacheindeckungsplatten 9 derart angepaßt, daß der Fußbereich 10 kontinuierlich an den jeweiligen Kopfbereich 11 verlegt werden kann.

Wie deutlich aus den 5 und 6 sowie den 12 und 13 entnommen werden kann, ist der Keilaufsatz 7 mit seiner breiteren Kopfseite 12 dem First F und mit seiner schmaleren Fußseite 13 der Traufe T zugekehrt. Weiterhin entspricht die Höhe H der Kopfseite 12 des Keilaufsatzes 7 etwa der Höhe h der Fußseite 14 der angrenzenden Dacheindeckungsplatte 3 (siehe 5 und 6).

In den dargestellten Ausführungsformen ist jedes Kehlanschlußelement 2, 22 durch Längsverfalzung mit einem Wasserfalz 15 und einer Deckkrempe 16 sowie dazwischen mit einer ebenen Fläche 17 versehen. Es versteht sich jedoch, daß sich die Erfindung auch ohne weiteres auf querverfalzte Dacheindeckungsplatten anwenden läßt, d. h. auch solche Dacheindeckungsplatten, die zwischen ihrem Wasserfalz 15 und ihrer Deckkrempe 16 eine Querverfalzung aufweisen. Hierzu wird der Keilaufsatz 7 entsprechend angepaßt.

Der Kopfbereich der oben liegenden Platte 3 wird beim Ausführungsbeispiel der 4 bis 10 pauschal mit 18 und der Fußbereich mit 19 bezeichnet, hingegen beim Ausführungsbeispiel der 11 bis 17 der Kopfbereich mit 11 und der Fußbereich mit 10, weil diese Platte 22 bis auf den Keilaufsatz 7 einer normalen Dacheindeckungsplatte 9 entspricht.

Da beim ersten Ausführungsbeispiel die Höhe H der Kopfseite 12 des Keilaufsatzes 7 in etwa der Höhe h der Fußseite 14 der darüber liegenden Dacheindeckungsplatte 3 entspricht, liegen die Oberflächenebenen 20 und 21 der oben liegenden Platte 3 und des Keilaufsatzes 7 etwa in der gleichen Ebene.

Eine zweite Ausführungsform des Kehlanschlußelementes 22 ist in den 11 bis 17 dargestellt. Das Kehlanschlußelement 22 entspricht in der senkrechten Projektion seiner Fläche einer normalen angrenzenden Dacheindeckungsplatte 9. Dieses Kehlanschlußelement 22 ist im wesentlichen identisch mit der Platte 4 des zweiteiligen, jedoch durch Klebung oder Schweißung an der Kontaktstelle 5 mit der Platte 3 verbundenen ersten Ausführungsform des Kehlanschlußelementes 2. Aus diesem Grunde sind damit übereinstimmende Teile mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet.

Die perspektivische Ansicht der 18 und die Seitenansicht gemäß 19 ergeben sich sowohl bei der Verlegung der ersten Ausführungsform des Kehlanschlußelementes 2 der 4 bis 10 als auch bei der Verlegung der zweiten Ausführungsform des Kehlanschlußelementes 22 gemäß den 11 bis 17 mit einer normalen Platte 9. Dementsprechend sind die Bezugsziffern in 2 zu verstehen.

Wie bereits beschrieben sind bei dem zweiteiligen, durch Klebung oder Schweißung an den Kontaktstellen 5 zu einem Teil verbundenen Kehlanschlußelement 2 bei seiner Verlegung zwei Dachlatten 23 erforderlich, um die Einhängenasen 24 damit in Eingriff gelangen zu lassen. Diese Einhängenasen 24 in der Nähe des jeweiligen Kopfbereiches 18 können aus einer – wie hier – durchgehenden oder aus einer mehrteiligen, hier zwar nicht dargestellten, unterbrochenen Einhängenase 24 zur Einhängung an den Dachlatten 23 bestehen.

Die gleiche perspektivische Ansicht und Seitenansicht gemäß den 18 und 19 ergibt sich, wenn die zweite Ausführungsform des Kehlanschlußelementes 22 gemäß den 11 bis 17 mit einer üblichen, angrenzenden Dacheindeckungsplatte 9 verlegt wird.

Die Verwendung von zwei unterschiedlichen Ausführungsformen des Kehlanschlußelementes 2 bzw. 22 ist mit den Vorteilen verknüpft, wie sie nachfolgend anhand der 2 erläutert werden. Je nach Größe des abzulängenden Teilstückes entlang den gestrichelten Linien 25 gemäß den 4, 10 sowie 11 und 17 steht der Dachdecker vor der Wahl entweder die Ausführungsform des Kehlanschlußelementes 2 oder die Ausführungsform des Kehlanschlußelementes 22 zu verwenden. Wenn ein Eckenbereich 26 gemäß 2, links oben stark über den Kehlenrand 1a, 1b hinausragt empfiehlt es sich die Ausführungsform des Kehlanschlußelementes 2 zu verwenden. Wenn jedoch ein Eckenbereich 26 gemäß 2 vor dem Kehlenrand 1a, 1b endet, wie in 2 im linken Mittenbereich, wählt der Dachdecker oben eine normale Dacheindeckungsplatte 9 und darunter die Ausführungsform des Kehlanschlußelementes 22 gemäß den 11 bis 17. Dadurch wird eine Materialvergeudung einer aus den zwei Platten 3 und 4 bestehenden Ausführungsform des Kehlanschlußelementes 2 bei nur geringen Abschnittsflächen unterbunden. Dabei versteht es sich, daß die Größe der Abschnittsflächen auch von der Dachneigung abhängig ist. Daraus erklären sich auch die Bezugszeichen in 18, in der einmal die Ausführungsform des Kehlanschlußelementes 2 (siehe Bezugszeichen 2 von 2) und ein weiteres Mal die Ausführungsform des Kehlanschlußelementes 22 in Verbindung mit einer normalen angrenzenden Dacheindeckungsplatte 9 (siehe Bezugszeichen 9 und 22 in 2) je nach Größe der Abschnittsfläche gewählt werden kann.

In den 20 und 21 ist eine erste Ausführungsform der winkelförmigen Dichtleiste 27 dargestellt. Diese besteht an ihrem dem Rand 1a, 1b der Kehle 1 zugekehrten Schenkel 28 aus einer formstabilen Kunststoffleiste, wohingegen der andere Schenkel aus einer flexiblen sowie dehnbaren Leiste 29 aus Butylkautschuk hergestellt ist, die an ihrer Unterseite oder an ihrer Oberseite von einem Silikonpapier 30 und an ihrer Oberseite oder Unterseite von einer dünnen Kunststoffolie 31 abgedeckt ist, je nachdem, ob die Unterseite auf die angrenzenden Kehlanschlußelemente geklebt oder ob ihre Oberseite mit der Unterseite der angrenzenden Kehlanschlußelemente verklebt wird. In den zeichnerischen Darstellungen ist stets nur die Unterseite klebend dargestellt. Die Kunststoffolie ist mit der gleichen Farbe wie die angrenzende Dacheindeckungsplatte 2, 9, 22 eingefärbt. Diese Leiste 29 ist vorteilhaft gewellt, so daß sie eine hohe Dehnfähigkeit besitzt und dementsprechend auch leicht an querverfalzte Dacheindeckungsplatte 2, 9, 22 dichtend angepaßt werden kann.

Die flexible Kunststoffleiste 29 ist an ihrem der formstabilen Kunststoffleiste 28 zugewandten Bereich 29a umgekantet und mit ihrem Butylkautschuk fest auf die der Kehle 1 zugewandte Außenseite 28a der formstabilen Leiste 28 und mit ihrem anderen Bereich 29b auf die angrenzenden Kehlanschlußelemente 2, 22 geklebt. Das Silikonpapier 30 soll eine unerwünschte Verklebung verhindern und wird daher erst kurz vor der Verlegung der Dichtleiste 27 werkzeuglos durch Abziehen entfernt.

Eine zweite Ausführungsform der winkelförmigen Dichtleiste 32 ist in den 22 und 23 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform besteht der dem Rand 1a, 1b der Kehle 1 zugekehrte Schenkel 28 gleichfalls aus einem formstabilen Kunststoff, der sich mit einem schmalen Bereich 28b bis in den anderen Schenkel 29 fortsetzt. Auf diesen schmalen Bereich 28b ist eine Leiste 29 aus Butylkautschuk aufgeklebt, die im übrigen Bereich an ihrer Unterseite mit einem Silikonpapier 30 und an seiner Oberseite von einer dünnen Kunststoffolie 31 abgedeckt ist, welche ebenfalls mit der gleichen Farbe, wie die angrenzenden Dacheindeckungsplatten 2, 9, 22 eingefärbt ist. Infolge der Winkelform 28, 28b aus einem formstabilen Kunststoff zeichnet sich diese zweite Ausführungsform durch eine besondere Formstabilität aus.

1Kehle 1a,1bKehlenrand 2,3,4,9,22Dacheindeckungsplatten 5Kontaktstelle 6Oberseite der Dacheindeckungsplatte 7Keilaufsatz 8Unterseite der Dacheindeckungsplatte 10Fußbereich der Dacheindeckungsplatte 9 11Kopfbereich der Dacheindeckungsplatte 9 12Kopfseite des Keilaufsatzes 7 13Fußseite des Keilaufsatzes 7 14Fußseite der Platte 3 15Wasserfalz 16Deckkrempe ebene Fläche zwischen Wasserfalz 17und Deckkrempe 18Kopfbereich der oben liegenden Platte 3 19Fußbereich der oben liegenden Platte 3 20,21Oberflächenebenen der oben liegenden Platte 23Dachlatten 24Einhängenasen 25gestrichelte Abschnittslinien 26Eckenbereich 27Dichtleisten 28formstabiler Schenkel der Dichtleiste 27 28aAußenseite des Schenkels 28 28bschmaler Bereich von des Schenkels 28 29flexibler Schenkel der Dichtleiste 27 29a,29bBereiche von Schenkel 29 30Silikonpapier 31Kunststoffolie FFirst TTraufe HHöhe der Kopfseite 12 hHöhe der Fußseite 14

Anspruch[de]
  1. Kehlanschlusselement (2, 22) zur Abdichtung des Bauwerkspaltes zwischen der Oberseite einer Kehle (1) und der Unterseite (8) einer angrenzenden Dacheindeckungsplatte (9), dadurch gekennzeichnet, dass es (2, 22) von einer aus einem leicht ablängbaren Baustoff bestehenden Platte (2, 22) von einer (22) oder von zwei (2) in Einbaulage untereinander liegenden Dacheindeckungsplatten (2, 22) gebildet ist, von denen die dem Verlauf des Kehlenrandes (1a, 1b) anzupassenden und deswegen abzulängenden Platte (2, 22) auf ihrer Oberseite (6) einen Keilaufsatz (7) trägt, an ihrer Unterseite (8) der Oberfläche der angrenzenden Dacheindeckungsplatte (2; 9, 22) angepaßt ist sowie an ihrer Oberseite (6) oder an ihrer Unterseite (8) mit einem ersten Schenkel (29) einer winkelförmigen Dichtleiste (27, 32) verbunden ist, deren zweiter Schenkel (28) in der Kehle (1) endet.
  2. Kehlanschlußelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Keilaufsatz (7) mit seiner breiteren Kopfseite (12) dem First (F) und mit seiner schmaleren Fußseite (13) der Traufe (T) zugekehrt ist.
  3. Kehlanschlußelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe (H) der Kopfseite (12) des Keilaufsatzes (7) etwa der Höhe (h) der Fußseite (13) der angrenzenden Dacheindeckungsplatte (2, 9, 22) entspricht.
  4. Kehlanschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Keilaufsatz (7) auf einer ebenen, zur Oberseite der jeweiligen Dacheindeckungsplatte (3, 9) mit einer etwa parallel verlaufenden Fläche der Platte (2, 22) angeordnet ist.
  5. Kehlanschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es (2, 22) auseinem Polyurethan, einem Polystyrol, einem PVC oder einem äquivalenten Werkstoff hergestellt und mit der gleichen Farbe wie die der angrenzenden Dacheindeckungsplatte (2, 9, 22) versehen ist.
  6. Kehlanschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es (2, 22) aus einem geschlossen- oder offenzelligen Hartschaum, Polystyrol oder einer Spritzgieß- oder Tiefziehform besteht.
  7. Kehlanschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es (2, 22) aus Beton, Keramik oder aus einer Aluminiumlegierung hergestellt ist.
  8. Kehlanschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es (2, 22) in seiner Einbaulage mit einer Form abgelängt ist, deren abgelängte Kante (25) parallel zu dem ihr zugewandten Rand (1a, 1b) der Kehle (1) verläuft.
  9. Kehlanschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass es (2, 22) an seiner Unterseite (8) in der Nähe seines Kopfbereiches (18) mit einer durchgehenden oder unterbrochenen Einhängenase (24) zur Einhängung an einer Dachlatte (23) versehen ist.
  10. Kehlanschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass es (2, 22) von der Traufe (T) aus betrachtet an seiner linken Seite mit einem Wasserfalz (15) und an seiner rechten Seite mit einer Deckkrempe (16) versehen ist.
  11. Kehlanschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass es (2, 22) in einer senkrechten Projektion mit einer Fläche von zwei in Einbaulage untereinander liegenden Dacheindeckungsplatten (3, 4) versehen ist.
  12. Kehlanschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass es (2, 22) in einer senkrechten Projektion mit einer Fläche von einer benachbarten Dacheindeckungsplatte (9) versehen ist.
  13. Kehlanschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Rand (1a, 1b) der Kehle (1) zugekehrte Schenkel (28) der winkelförmigen Dichtleiste (27) aus einer formstabilen Kunststoffleiste und der andere Schenkel aus einer flexiblen sowie dehnbaren Leiste (29) aus Butylkautschuk besteht, die an ihrer Unterseite oder an ihrer Oberseite von einem Silikonpapier (30) und an ihrer Oberseite oder Unterseite von einer dünnen Kunststoffolie (31) abgedeckt ist, welche mit der gleichen Farbe wie die angrenzenden Dacheindeckungsplatten (2, 9, 22) eingefärbt ist.
  14. Kehlanschlußelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die flexible Kunststoffleiste (29) an ihrem der formstabilen Kunststoffleiste (28) zugewandten Bereich (29a) umgekantet und mit ihrem Butylkautschuk fest auf die der Kehle (1) zugewandten Außenseite (28a) der formstabilen Leiste (28) und mit ihrem anderen Bereich auf oder unter die angrenzenden Dacheindeckungsplatten (2, 9, 22) aufgeklebt ist.
  15. Kehlanschlußelement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Rand (1a, 1b) der Kehle (7) zugekehrte Schenkel (28) der winkelförmigen Dichtleiste (32) aus einem formstabilen Kunststoff besteht, der sich mit einem schmalen Bereich (28b) bis in den anderen Schenkel fortsetzt, auf den eine Leiste (29) aus Butylkautschuk aufgeklebt ist, die an ihrer Unterseite oder Oberseite von einem Silikonpapier (30) und an ihrer Oberseite oder Unterseite von einer dünnen Kunststoffolie (31) abgedeckt ist, welche mit der gleichen Farbe wie die angrenzenden Dacheindeckungsplatten (2, 9, 22) eingefärbt ist.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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