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Dokumentenidentifikation DE10147859B4 11.05.2006
Titel Elektrohängebahn mit berührungsloser Energie- und Datenübertragung
Anmelder LJU Industrieelektronik GmbH, 14476 Groß Glienicke, DE
Erfinder Futschek, Norbert, Dipl.-Ing., 14480 Potsdam, DE
Vertreter Wablat, W., Dipl.-Chem. Dr.-Ing. Dr.jur., Pat.-Anw., 14129 Berlin
DE-Anmeldedatum 24.09.2001
DE-Aktenzeichen 10147859
Offenlegungstag 24.04.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.05.2006
IPC-Hauptklasse B60M 7/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G08C 17/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G08C 19/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H01F 38/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Elektrohängebahn mit berührungsloser Energieübertragung zwischen einem längs einer Laufschiene für mehrere mobile Transporteinheiten im Abstand angeordneten Speiseleiter und einem induktiven Antriebstromabnehmer an jeder Transporteinheit sowie mit induktiver Datenübertragung zwischen einer Zentralstation und den Transporteinheiten.

Bei einem bekannten Elektrohängebahnsystem dieser Art wird der Rückleiter für den an eine Wechselstromquelle höherer Frequenz angeschlossenen Speiseleiter unmittelbar durch die Laufschiene für die mobilen, mit einem Antriebsaggregat und einem Steuergerät ausgerüsteten Transporteinheiten gebildet. Der Stromabnehmer ist ein den Speiseleiter U-förmig übergreifender Ferritkern mit auf diesen Schenkeln angeordneten, jedoch unterschiedlich ausgelegten Wicklungen zur Erzeugung unterschiedlich hoher Speisespannungen für den Antriebsteil bzw. den Steuerungsteil der mobilen Transporteinheit.

Der hier zunächst unterbreitete Vorschlag, den Speiseleiter auch zur Kommunikation mit den Transporteinheiten zu deren Programmierung und Fernbedienung von einer Zentralstation aus zu verwenden, ist jedoch praktisch nicht realisierbar, da aufgrund des hohen Stromes in der Speiseleitung und der entsprechend hohen Felddichte nur ein sehr kleiner frequenzmäßiger Störabstand besteht und zur Beseitigung der daraus resultierenden Probleme ein unvertretbar hoher elektrischer und elektronischer Aufwand erforderlich ist.

Zur berührungslosen Datenübertragung bei Elektrohängebahnen ist weiterhin die Anwendung der Infrarottechnik bekannt. Ein auf diese Art ausgebildetes Datenübertragungssystem ist jedoch räumlich begrenzt. Die Datenübertragung kann nur an bestimmten, örtlich voneinander getrennten Punkten erfolgen. Zwischenzeitlich sind die Transporteinheiten unkontrolliert und von außen nicht beeinflußbar. Andererseits ist eine Verringerung der Abstände zwischen den einzelnen Kommunikationspunkten mit einem hohen Aufwand verbunden.

Die darüber hinaus zur Datenübertragung bereits vorgeschlagene Anwendung der Funktechnik, bei der die einzelnen Transporteinheiten mit einem Funkmodul ausgestattet sind und ein Verbund von festen Funkstationen mit im Bahnverlauf sich überschneidenden Funkzellen gebildet ist, zwischen denen die mobilen Transportelemente übergeben werden, ist insofern nachteilig, als der Funkkontakt durch äußere Einflüsse beeinträchtigt werden und abreißen kann. Zum anderen erfordert die Übergabe von einer Funkstation zur anderen einen erheblichen informationstechnischen Aufwand.

Aus der DE 196 49 682 A1 ist eine Vorrichtung zur berührungslosen Signalübertragung zwischen beweglichen Einheiten bekannt, bei der die Übertragung mittels einer reflexionsfrei abgeschlossenen Leitung und induktiven Koppeleinrichtungen mit höchster Bandbreite und Störsicherheit erfolgt.

Bei einer aus der DE 31 50 380 C2 bekannten Einrichtung zur Datenübertragung zwischen gleislosen, mit Hilfe von verlegten Leitkabeln geführten Fahrzeugen und einer Leitzentrale sind die Fahrzeuge mit Empfangs-/Sendeeinrichtungen ausgerüstet und die Datenübertragung erfolgt mittels induktiver Kopplung an diskreten Punkten des Fahrweges. Dabei wird längs des Leitkabels eine verdrillte Doppelleitung verlegt, die einerseits mit einem Sender/Empfänger in der Leitzentrale verbunden ist, andererseits mit einem Widerstand abgeschlossen ist und die an diskreten Punkten zu Kleinschleifen herausgezogen ist, so dass dort ein Datenaustausch durch induktive Kopplung möglich ist.

Die DE 194 80 46 U beschreibt mehradrige Kabel zur Energieversorgung und Steuerung und aus der DE 195 12 523 A1 sind bereits zum Befördern von Gütern vorgesehene Transportelemente bekannt, die Elemente zum Antrieb und zur Spurführung aufweisen. Das Transportelement weist eine steuerbare Transporteinheit mit berührungsloser Energieübertragung, eine Speicherungs- sowie Ein- und Ausgabeneinheit für Güter sowie eine Datenverarbeitungseinheit sowie eine Informationsübertragungseinheit auf.

Bei einer in der DE 44 29 656 C1 beschriebenen Einrichtung zur berührungslosen induktiven Übertragung elektrischer Energie auf einen Gegenstand, d.h. von einer ortsfesten Leiterschleife auf eine sich längs der ortsfesten Leiterschleife bewegende Leiterschleife, erfolgt die Speisung der ortsfesten Leiterschleife über weitere Leiterschleifen aus einer Wechselspannungsquelle. Durch die Unterteilung der ortsfesten Leiterschleife in jeweils zur Energieübertragung genutzte Teilabschnitte wird der für die Energiezuführung erforderliche Aufwand gesenkt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Elektrohängebahn mit induktiver Übertragung der über einen Speiseleiter zugeführten Antriebsenergie für eine Vielzahl auf einer Laufschiene verfahrbarer Transporteinheiten ein auf induktiver Kopplung beruhendes Datenkommunikationssystem anzugeben, das entlang dem Transportweg einen ununterbrochenen und störungsfreien Datenaustausch der Transporteinheiten untereinander und mit einer Zentralstation gewährleistet.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einem gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1 ausgebildeten induktiven Datenübertragungssystem für eine Elektrohängebahn gelöst.

Aus den Unteransprüchen ergeben sich weitere Merkmale und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.

Bei einer induktiven Energieübertragung von einem entlang der Laufbahn geführten Speiseleiter zu den Stromverbrauchern der Transporteinheit ist dem Speiseleiter im Abstand eine Datenübertragungsschleife zugeordnet, deren zueinander parallel angeordnete und genau in einer Feldlinie des Speiseleiters liegende Leiter galvanisch an eine Zentralstation angeschlossen und induktiv mit dem Steuergerät der Transporteinheit verbunden sind. Die berührungslose Verbindung mit der induktiven Datenübertragungsschleife erfolgt über ein auf der mobilen Transporteinheit angebrachtes Kommunikationsmodul, das jeweils einen in geringem, aber für die Bewegung der Transporteinheiten praktikablen Abstand parallel zur Datenübertragungsschleife angeordneten Sende- und Empfangsferritkern mit Sende- bzw. Empfangsspule aufweist. Die Daten werden im Mittelfrequenzbereich in zwei unterschiedlichen, festen Sinusfrequenzen, die jeweils einen digitalen Wert (0 bzw. 1) darstellen, übertragen.

Die geometrische Anordnung der Datenübertragungsschleife vor dem Speiseleiter in einer einzigen der von diesem erzeugten Feldlinien gewährleistet zunächst, daß die vom Speiseleiter induzierte Störspannung und deren Einfluß auf die induktive Datenübertragung gering ist. Durch die induktive Datenübertragung im Mittelfrequenzbereich in Form von zwei unterschiedlichen Sinusfrequenzen als digitale Datenfolgen sind mit der erfindungsgemäß als reine Induktionsschleife dienenden Datenübertragungsschleife, die nicht als Wellenleiter und auch nicht als Antenne mit elektromagnetischer Strahlung bei hohen Frequenzen genutzt wird, ein geringer Schaltungsaufwand, eine unkritische, praktikable Dimensionierung der Abschlußwiderstände der Datenübertragungsschleife und letztlich ein ausreichender Störabstand zwischen dem Energie- und dem Datenübertragungskanal gewährleistet. Die Abstände zwischen der Datenübertragungsschleife und den an der mobilen Transporteinheit angebrachten Sende- und Empfangsferritkernen sind mit 5–10 mm für den Betrieb einer Elektrohängebahn ausreichend groß.

In weiterer Ausbildung der Erfindung sind dem Sende- und Empfangsferritkern im Kommunikationsmodul ein Sende- und Empfangskoppler, ein Sende- und Empfangsteil und eine Verarbeitungseinheit zum Senden bzw. Empfangen sowie zum Erzeugen und Verarbeiten der Daten bzw. der digitalen Sinusfolgen in zwei unterschiedlichen Frequenzen zugeordnet. Derartige Sende- und Empfangskoppler sowie Sende- und Empfangsteile nebst Verarbeitungseinheit sind auch in einer zwischen die Datenübertragungsschleife und die Zentralstation geschalteten Übertragungsstation vorgesehen.

Bei der vorliegenden Elektrohängebahn mit berührungsloser Energie- und Datenübertragung entspricht der Kommunikationsweg genau dem Weg der mobilen Transporteinheiten. Das mit niedrigen Frequenzen betriebene induktive Datenübertragungssystem ist in der Lage, zu jeder Zeit und mit geringem Aufwand alle mobilen Transporteinheiten mit Daten zu versorgen und entsprechend zu beeinflussen bzw. die von diesen bereitgestellten Informationen über den Status der Transporteinheit, die Position oder gegenseitige Abstände zu erfassen und an die Zentralstation weiterzuleiten.

Die erfindungsgemäß ausgebildeten Transporteinheiten sind in der Lage, alle zur Übertragungsstation gesendeten Informationen gleichzeitig mitzuempfangen. Dadurch ist es möglich, ohne zusätzliche Peripheriegeräte eine richtungsunabhängige Antikollisionsfunktion der mobilen Transporteinheiten untereinander entlang des Transportweges durch entsprechende Programmabläufe innerhalb des jeweiligen Steuergerätes zu realisieren. Dieser so beschriebene lokale betriebsmäßige Kollisionsschutz der mobilen Transporteinheiten untereinander kann jederzeit den systembedingten Abstandanforderungen angepaßt werden und ist ein entscheidender Vorteil gegenüber allen bisher bekannten Verfahren entlang eines sich räumlich darstellenden Transportweges.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer Elektrohängebahn mit berührungsloser Datenkommunikation zwischen deren mobilen Transporteinheiten und einer Zentralstation über eine induktive Datenübertragungsschleife;

2 ein in eine mobile Transporteinheit integriertes induktives Kommunikationsmodul zur Datenübertragung zwischen einer Zentralstation und einer Transporteinheit über die Datenübertragungsschleife;

3 die Datenübertragungsschleife mit einer an diese angeschlossenen Übertragungsstation;

4 ein Blockschaltbild einer mobilen Transport-Einheit, und

5 eine perspektivische Ansicht eines mit der Laufschiene für die Transporteinheiten verbundenen Speiseleiterträgers, der mit einer aufsteckbaren Halterung für die Datenübertragungsschleife verbunden ist.

Die 1 bis 5 beziehen sich auf eine Elektrohängebahn mit berührungsloser, induktiver Energieübertragung von einem Speiseleiter zu einer Mehrzahl auf einer Laufschiene 1 verfahrbarer Transporteinheiten 12 zum Tragen und Transportieren von Lasten. Jede mobile Transporteinheit 12 ist mit einem Stromabnehmer 14 zur berührungslosen Energieübertragung von dem an eine Spannungsquelle angeschlossenen, als Hochfrequenzlitze ausgebildeten Speiseleiter 4 ausgerüstet. Der Speiseleiter 4 ist in der Halterinne 3 eines an der Laufschiene 1 angebrachten Speiseleiterträgers 2 aus nicht leitendem Material angeordnet. Wie aus 5 ersichtlich ist, weist der Speiseleiter 2 eine mechanische Codierung 2a auf, um mit einem an der Transporteinheit 12 vorgesehenen Positionsscanner 17 (4) eine absolute Positionserfassung der Transporteinheit 12 sicherzustellen. Zur induktiven berührungslosen Energieübertragung ist der Stromabnehmer 14 als U-förmiger Ferritkern mit zwei Wicklungen und jeweils einer Abnehmerelektronik (jeweils nicht dargestellt) ausgebildet, um einerseits ein auf der Transporteinheit 12 angebrachtes Steuergerät 13 sowie die mit diesem verbundene Sensorik 16 und den Positionsscanner 17 mit der erforderlichen Steuerspannung zu versorgen und andererseits dem Antrieb 15 der Transporteinheit 12 die entsprechend größere Antriebsenergie zuzuführen.

Der Ferritkern (nicht dargestellt) umgibt den Speiseleiter 4 derart, daß die Energiemagnetfeldlinien 4.1 des Speiseleiters 4 die Ausbildung des magnetischen Flusses im Ferritkern für eine ausreichende magnetische Durchflutung sicherstellen.

Der Datensignalaustausch zwischen den auf der Laufschiene 1 geführten Transporteinheiten 12 und einer Zentralstation 18 erfolgt bei der oben beschriebenen Elektrohängebahn mit induktiver Energieübertragung berührungsfrei, und zwar ebenfalls auf induktivem Wege. Zu diesem Zweck ist zum einen im Abstand und parallel vor dem Speiseleiter 4 eine Datenübertragungsschleife 7 angeordnet, die aus zwei parallelen, in der Zeichnungsebene senkrecht übereinander angeordneten Drähten 7a, 7b besteht. Die beiden Drähte (Leiter) 7a, 7b sind an den jeweiligen Enden durch einen Abschlußwiderstand Ra verbunden. Die Datenübertragungsschleife 7 befindet sich dabei in einer geometrischen Lage entlang (d.h. innerhalb) einer Feldlinie 4.1 des Speiseleiters 4, so daß die von diesem Magnetfeld ausgehenden Störwirkungen auf die Datenübertragungsschleife 7 gering sind. Die geometrisch exakte Anordnung der Datenübertragungsschleife 7 entlang einer Feldlinie des Speiseleiters 4 wird mit Hilfe einer Halterinnen 5a, 5b aufweisenden Halterung 5 realisiert, an der die Drähte 7a, 7b parallel zueinander fixiert sind. Die Halterung 5 ist als Steckelement ausgebildet, das auf der Aufnahmerinne 3 für den Speiseleiter 4 verrastbar ist.

Gemäß 1 umfaßt das Elektrohängebahnsystem in der vorliegenden Ausführungsform zwei Sektionen (1 und 2) und demzufolge auch zwei Datenübertragungsschleifen 7 mit den zugehörigen Abschlußwiderständen Ra. Jede Datenübertragungsschleife 7 ist über Datenzuleitungen 11 galvanisch mit einer Übertragungsstation 10 verbunden, die jeweils an eine gemeinsame Zentralstation 18 angeschlossen ist. Die Übertragungsstation 10 umfaßt einen Sende- und Empfangskoppler 10.1 sowie ein Sendeteil 10.2 und ein Empfangsteil 10.3 zum Senden bzw. Empfangen von sinusförmigen Signalen im Mittelfrequenzbereich, und zwar in zwei unterschiedlichen Fixfrequenzen mit ausreichend hohem Störabstand, hier von 50 kHz und 125 kHz. Die jeweils sinusförmigen Signale als zwei Fixfrequenzen in zeitlicher Aufeinanderfolge stellen verschlüsselte digitale 0/1-Signale dar. Über eine an das Sende- und das Empfangsteil 10.2, 10.3 angeschlossene Verarbeitungseinheit 10.4 ist die jeweilige Übertragungsstation 10 mit der Zentralstation 18 verbunden.

Ein an jeder Transporteinheit 12 vorgesehenes induktives Kommunikationsmodul 6 umfaßt ebenfalls einen Sende-und einen Empfangskoppler 6.3 und 6.4 sowie ein Sendeteil 6.5 und ein Empfangsteil 6.6. zum Senden bzw. Empfangen von zwei sinusförmigen Signalen bzw. Signalfolgen mit unterschiedlicher Fixfrequenz im Mittelfrequenzbereich als digitale Datensignale und schließlich eine Verarbeitungseinheit 6.7, die mit dem Steuergerät 13 verbunden ist.

Die Datenübertragung, das heißt, das gegenseitige Senden und Empfangen der mit zwei Fixfrequenzen in Form sinusförmiger Signalfolgen vorliegenden Daten über die mit den Übertragungsstationen galvanisch verbundene Datenübertragungsschleife zu oder von dem auf den Transporteinheiten 12 angeordneten Kommunikationsmodul 6 erfolgt induktiv und damit berührungslos. Das Kommunikationsmodul 6 ist zu diesem Zweck mit zwei E-förmigen Ferritkernen versehen, von denen der Sendeferritkern 6.1 eine Sendespule 8 und der in der Zeichnungsebene dahinterliegende (nicht dargestellte) Empfangsferritkern 6.2 eine Empfangsspule 9 aufweist, um die den digitalen Impulsfolgen (0; 1) entsprechenden Sinuswellenfolgen unterschiedlicher Frequenz vom Steuergerät 13 über das Kommunikationsmodul 6 und die Datenübertragungsschleife 7 zur Übertragungsstation 10 und zur Zentralstation 18 zu senden oder in umgekehrter Richtung empfangen und über die Verarbeitungseinheit 6.7 an das Steuergerät 13, beispielsweise zur Steuerung des Antriebes 15, weiterzuleiten.

Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die vorbeschriebene Ausführungsform beschränkt. Im Rahmen der erfindungswesentlichen Merkmale, die bei einer Elektrohängebahn mit berührungsloser (induktiver) Energieübertragung zu den Transporteinheiten darin bestehen, daß die Datenkommunikation zwischen den Transporteinheiten und einer Zentralstation mit Hilfe von zwei im Mittelfrequenzbereich liegenden Sinuswellenfolgen unterschiedlicher Frequenz über eine Datenübertragungsschleife mit beidseitigen Abschlußwiderständen und parallelen Drähten, die innerhalb einer Magnetfeldlinie des Speiseleiters für die induktive Energieübertragung liegen, unter Verwendung von mit einer Empfangs- bzw. Sendespule besetzten Ferritkernen ebenfalls induktiv erfolgt, sind fachgemäße Modifikationen zur Realisierung übergeordneter Funktionen, wie zum Beispiel Visualisierung, präventive Instandhaltung oder zentraler Auffahrschutz, denkbar.

1Laufschiene 2Speiseleiterträger 2amechanische Codierung 3Halterinne für Speiseleiter 4Speiseleiter 4.1Feldlinien 5Halterung 5a, 5bHalterinnen für 7a, 7b 6Induktives Kommunikationsmodul 6.1Sendeferritkern 6.2Empfangsferritkern 6.3Sendekoppler 6.4Empfangskoppler 6.5Sendeteil 6.6Empfangsteil 6.7Verarbeitungseinheit 7Datenübertragungsschleife 7a, 7bDrähteleiter von 7 7.1Datenmagnetfeldlinien 8Sendespule 9Empfangsspule 10Übertragungsstation 10.1Sende- und Empfangskoppler 10.2Sendeteil 10.3Empfangsteil 10.4Verarbeitungseinheit 11Datenzuleitung 12Mobile Transporteinheit 13Steuergerät 14Stromabnehmer 15Antrieb 16Sensorik 17Positionsscanner 18Zentralstation RaAbschlußwiderstand von 7

Anspruch[de]
  1. Elektrohängebahn mit induktiver Antriebsenergieübertragung zwischen einem längs einer Laufschiene (1) für mehrere mobile Transporteinheiten (12) im Abstand angeordneten Speiseleiter (4) und einem induktiven Antriebsstromabnehmer an jeder Transporteinheit und mit induktiver Datenübertragung zwischen den Transporteinheiten (12) sowie diesen und einer Zentralstation (18) über eine an die Zentralstation (18) galvanisch angeschlossene Datenübertragungsschleife (7) mit zum Speiseleiter (4) parallelen, an den Enden durch Abschlusswiderstände (Ra) verbundenen Leitern (7a, 7b), die – mit Hilfe einer dem Verlauf des Speiseleiters (4) folgenden und an diesen in vorgegebenem Abstand angeschlossenen Halterung (5) mit parallelen Halterinnen (5a, 5b) – beide in ein- und derselben Feldlinie (4.1) des Speiseleiters (4) positioniert sind, sowie über an den Transporteinheiten (12) jeweils angebrachte Sende- sowie Empfangsferritkerne (6.1, 6.2) mit Sende-/Empfangsspule (8, 9), und mit einer induktiven Übertragung der Daten in Form von Sinussignalfolgen in zwei unterschiedlichen Fixfrequenzen im Mittelfrequenzbereich zur Erzeugung digitaler Signale.
  2. Elektrohängebahn nach Anspruch 1, wobei die Halterung (5) als ein eine Halterinne (3) des Speiseleiterträgers (2) übergreifender Steckaufsatz ausgebildet ist.
  3. Elektrohängebahn nach Anspruch 1, wobei der Sende- und der Empfangsferritkern (6.1, 6.2) E-förmig ausgebildet sind und deren jeweils mittlerer Steg, dessen Stirnseite der Datenübertragungsschleife (7) im Abstand parallel gegenübersteht, die Sendespule (8) bzw. die Empfangsspule (9) aufnimmt.
  4. Elektrohängebahn nach Anspruch 1, wobei dem Sende- und Empfangsferritkern (6.1, 6.2) ein Sende- und ein Empfangskoppler (6.3, 6.4), ein Sende- und ein Empfangsteil (6.5; 6.6) und eine mit dem Steuergerät (13) verbundene Verarbeitungseinheit (6.7) zugeordnet sind.
  5. Elektrohängebahn nach Anspruch 1, wobei die über eine Datenzuleitung (11) an die Datenübertragungsschleife (7) angeschlossene Übertragungsstation (10) einen Sende- und Empfangskoppler (10.1), ein Sende- und ein Empfangsteil (10.2; 10.3) sowie eine mit der Zentralstation verbundene Verarbeitungseinheit (10.4) aufweist.
  6. Elektrohängebahn nach Anspruch 1, wobei die beiden unterschiedlichen Fixfrequenzen der induktiv übertragenen verschlüsselten digitalen Daten sinusförmige Signale mit ausreichend großem Störabstand sind.
  7. Elektrohängebahn nach Anspruch 1, wobei ein mit der mobilen Transporteinheit (12) verbundenes Steuergerät (13) der an einen Antrieb (15), eine Sensorik (16) und einen Positionsscanner (17) angeschlossen ist.
  8. Elektrohängebahn nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei mehreren Hängebahnsektionen jeweils eine Datenübertragungsschleife (7) mit an diese angeschlossener Übertragungsstation (10) zugeordnet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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