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Dokumentenidentifikation DE19704457B4 11.05.2006
Titel Entladeeinrichtung für landwirtschaftliche Fahrzeuge
Anmelder Bohnacker, Thomas, 91555 Feuchtwangen, DE
Erfinder Lippl, Wilhelm, 89335 Ichenhausen, DE
DE-Anmeldedatum 06.02.1997
DE-Aktenzeichen 19704457
Offenlegungstag 13.08.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.05.2006
IPC-Hauptklasse A01D 90/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01C 3/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Entladeeinrichtung für landwirtschaftliche Fahrzeuge nach dem Oberbegriff des patentanspruches 1.

Derartige Entladeeinrichtungen werden am häufigsten in Ladewagen verwendet, die zur Ernte von Futter aller Art dienen. Dazu wird das Futter frontseitig vom Boden aufgenommen, durch einen Förderkanal hindurch bis auf den als antreibbaren Kratzboden ausgebildeten Ladewagenboden gefördert, der sich kontinuierlich in Fahrtrichtung gesehen nach hinten bewegt, bis der Ladewagen vollständig gefüllt ist. Die sich unmittelbar vor der Rückwand des Ladewagens befindende Entladeeinrichtung sorgt dafür, daß das Futter einmal bei geöffneter Rückwand in einem kompakten Ablageschwad in einem Flachsilo auf dem Feld oder in einem Fahrsilo mit festen Begrenzungswänden zur Silierung abgelegt wird. Zum anderen ist die Entladeeinrichtung bei geschlossener Rückwand und im Zusammenwirken mit einem Querförderband in der Lage, das Futter in Ställen ein- oder beidseitig bzw. zur Beschickung eines Gebläses zur Hochsilobefüllung einseitig aus dem Ladewagen auszutragen.

In der DE 35 19 852 A1 ist der grundsätzliche Aufbau solcher Entladeeinrichtungen an einem Ladewagen beschrieben. Dort sind oberhalb des hinteren Endes des Kratzbodens zwei oder drei Fräs- bzw. Dosierwalzen übereinander angeordnet. Ihre Rotationsachsen sind horizontal und quer zur Längsachse des Ladewagens ausgerichtet und ihre mit Zinken besetzten Trommelkörper rotieren gleichsinnig, wobei sie das Futter über Kopf mit Unterstützung der Bewegung des Kratzbodens nach hinten aus dem Ladewagen heraus befördern. Bei so im Flachsilo oder im Fahrsilo nebeneinander abgelegten Ablageschwaden kommt es zwischen den Ablageschwaden aufgrund von unvermeidbaren Zwischenräumen zu Lufteinschlüssen, wodurch in diesem Bereich das Futter beim Silieren verdirbt. Das gleiche Problem ergibt sich beim Fahrsilo noch zusätzlich im Bereich der Begrenzungswände, da wegen eines einzuhaltenden Sicherheitsabstandes zwischen dem Ladewagen und den Begrenzungswänden, der wegen der Schräglage des Ladewagens beim Befüllen notwendig ist, diese Räume nur unvollständig mit Futter ausgefüllt werden können. Sollen diese Verluste eingeschränkt werden, muß die Befüllung entlang der Begrenzungswände von Hand oder mit einem Traktor mit Siloverteiler vorgenommen werden. Damit ergibt sich zwangsläufig ein Mehraufwand, der mit erheblichen Kosten verbunden ist.

Die mit der DE 35 39 514 A1 bekanntgewordene Entladeeinrichtung für einen Anhänger sollte vorstehende Nachteile vermeiden und das Futter in einer ausreichend gleichmäßigen Schicht über eine relativ große Fläche verteilen. Dazu ist oberhalb des hinteren Endes des Kratzbodens eine Fräs- bzw. Dosierwalze großen Durchmessers angeordnet, die das Futter an eine über ihr angebrachte Auswurfhaspel übergibt. Die mit höherer Umfangsgeschwindigkeit als die Fräs- bzw. Dosierwalze rotierende Auswurfhaspel wirft das Futter nach hinten ab, wobei über eine mit der Auswurfhaspel zusammenwirkende Steuerklappe die Wurfweite reguliert werden kann. Nachteilig an dieser Entladeeinrichtung ist, daß die Fräs- bzw. Dosierwalze aufgrund ihres großen Durchmessers, ihrer großen Masse und einer trotzdem noch relativ hohen Umfangsgeschwindigkeit eine hohe Antriebsleistung benötigt. Durch diesen großen Durchmesser ist auch ihr Anlaufverhalten problematisch, was robuste Antriebe und eine solide Konstruktion der Fräs- bzw. Dosierwalze selbst erfordert. Beide Fakten wirken sich nachteilig auf die Kosten beim Betreiber und beim Hersteller einer derartigen Entladeeinrichtung aus. Funktionell ist noch zu bemängeln, daß die Verteilung des Futters in einer ausreichend gleichmäßigen Schicht ohne Lufteinschlüsse mit dieser Entladeeinrichtung nicht erreicht werden kann, da sie nur nach hinten und nicht breit verteilen kann. Deshalb fällt auch hier durch manuelle oder maschinelle Nacharbeit ein kostenintensiver Mehraufwand an. Außerdem ist noch die Entladezeit sehr hoch, weil die zwischen der Abwurfhaspel und der Steuerklappe zur Verfügung stehende Durchtrittsfläche viel zu klein ist.

Mit der DE 35 12 040 C2 ist ein Verfahren und eine dieses Verfahren realisierende Entladeeinrichtung zum Füllen von Flach- oder Fahrsilos mit Futter bekanntgeworden. Hier befindet sich am hinteren Ende eines Ladewagens unter dem Kratzboden eine Preßeinrichtung, die von einer aus Fräs- bzw. Dosierwalzen bestehenden Entla deeinrichtung befüllt wird und das Futter in einen Strang rechteckigen Querschnitts verpreßt. Die Breite des Preßkanals und seine seitliche Position zum Ladewagen kön nen manuell verändert werden. Die so erzeugten Stränge werden im Flach- bzw. Fahrsilo nebeneinander und übereinander abgelegt. Zur Befüllung des Fahrsilos bis an seine Begrenzungswände wird der Preßkanal über die seitliche Begrenzung des Ladewagens hinausgeschwenkt. Obwohl mit diesem Verfähren bereits relativ hoch verdichtetes Futter zur Verfügung steht, um das bisher praktizierte Verteilen und Festwalzen des Futters einzusparen, sind damit neue und schwerwiegende Nachteile für das Silieren entstanden. Durch die Anbringung der Preßeinrichtung völlig außerhalb des Sichtfeldes des Traktorfahrers ist der nicht in der Lage, die gepreßten Stränge immer bis an die Begrenzungswand im Fahrsilo heranzulegen. Aus dem gleichen Grund kann er es auch nicht schaffen, alle Stränge ohne Zwischenräume nebeneinander abzulegen. Zusätzlich entstehen noch Futterverluste verursachende Zwischenräume dadurch, daß der Strang beim Ablegen oder danach auseinanderbricht.

Hinzu kommen noch die Nachteile eines hohen Antriebsleistungsbedarfes für die Preßeinrichtung, die hohen Herstellungskosten für die zusätzlich vorhandene Preßeinrichtung im Vergleich zu bisher bekannten Verfahren und die auf den geringen Querschnitt des Preßkanals zurückzuführende lange Entladezeit.

Schließlich ist noch auf die Entladeeinrichtung nach der DE 32 32 905 A1 zu verweisen, die neben den üblichen und über dem Kratzboden angeordneten Fräs- bzw. Dosierwalzen zusätzlich ein Scheibenstreuwerk besitzt, wobei zwei Streuscheiben unterhalb des hinteren Endes des Kratzbodens und größtenteils vor der Rückwand des Ladewagens angebracht sind. Ihre aufrecht stehenden. Rotationsachsen liegen auf einer quer zur Ladewagenlängsachse zeigenden Verbindungslinie. Sie sind mittels variabler Drehzahl antreibbar, so daß sie das von den Fräs- bzw. Dosierwalzen gelieferte Futter entweder nach einer oder beiden Seiten des Ladewagens abgeben oder in einem die Ladewagenbreite überschreitenden Ablageteppich hinter dem Ladewagen ablegen. Die Nachteile dieser Entladeeinrichtung liegen im Gegensatz zu allen bisher vorgestellten Lösungen mehr im Bereich der technischen Ausführung denn einmal fördern die Fräs- bzw. Dosierwalzen das Futter durch den Spalt einer sehr eng anliegenden Rückwand und zum anderen ist die Streuleistung von Scheibenstreuwerken begrenzt, so daß die Entladezeit zu lang ist. Außerdem ist die Antriebsleistungsaufnahme der Entladeeinrichtung und dem Scheibenstreuwerk relativ hoch, da das Futter von oben auf das Scheibenstreuwerk fällt, von dem es erneut beschleunigt werden muß. Da Scheibenstreuwerke zumindest solche Medien wie Futter nicht völlig vergleichmäßigt verteilen können, besteht auch hier noch die Gefahr der Bildung von Zwischenräumen mit Lufteinschlüssen. Schließlich sind noch die hohen Herstellungskosten zu bemängeln, da Scheibenstreuwerke einschließlich ihrer Antriebe relativ kompliziert aufgebaut sind.

Damit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Entladeeinrichtung für landwirtschaftliche Fahrzeuge zu schaffen, die das Futter oder dgl. nach hinten in einem gleichmäßig starken Ablageteppich ohne Lufteinschlüsse auf dem Boden ablegt, die eine solche Ablagebreite erzeugt, daß die Außenbereiche des Ablageteppichs problemlos die Begrenzungswände von Fahrsilos erreichen und nebeneinanderliegende Ablageteppiche im angrenzenden Bereich frei von Lufteinschlüssen sind, so daß beim Ablegen von Futter in Flach- oder Fahrsilos Nacharbeiten überflüssig sind Außerdem soll die Entladeeinrichtung zu diesem Zweck nur eine relativ niedrige Antriebsleistung aufnehmen und weniger Bauteile als die bisher bekannten Entladeeinrichtungen mit Fräs- bzw. Dosierwalzen erforderlich machen. Schließlich soll sie auch in Zusammenarbeit mit einem geeigneten Querförderer Futter in Ställen ein- oder beidseitig bzw. zur Beschickung eines Geblase einseitig aus dem landwirtschaftlichen Fahrzeug aus tragen können.

Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Patentanspruches 1 gelöst, wobei in den Unteransprüchen Merkmale enthalten sind, die die Erfindung in vorteilhafter Weise weiterentwickeln.

Durch die Ausbildung einer von wenigstens zwei übereinander angeordneten Fräs- bzw. Dosierwalzen als zweigeteilte Breitstreuwalze in v-förmiger Gestalt und die Ausbildung der übrigen Fräs- bzw. Dosierwalzen als nur nach hinten fördernde Austragwalzen wird das Futter, der Dung, der Kompost und dgl. aus dem landwirtschaftlichen Fahrzeug in einem breiten Ablageteppich ohne Lufteinschlüsse auf dem Boden abgelegt. Im Anwendungsfall dieser Entladeeinrichtung an einem Häcksel- oder Ladewagen oder einem Anhänger bzw. einem selbstfahrenden landwirtschaftlichen Fahrzeug zum Breitstreuen von Dung oder Kompost ist dazu deren Rückwand bis über die Wurfparabel der oberen Fräs- bzw. Dosierwalze anzuheben und der Kratzboden nach hinten in Bewegung zu setzen.

Eine zweckmäßige Ausbildung der Entladeeinrichtung besteht darin, wenn bei zwei übereinander angeordneten Fräs- bzw. Dosierwalzen die obere die Breitstreuwalze und die untere die Austragwalze ist, weil zum einen zwei Fräs- bzw. Dosierwalzen von vornherein die beste Lösung aus der Sicht des maximalen Durchsatzes sind und zum anderen bei dieser Aufteilung zwei Drittel des Futters und dgl. von der Breitstreuwalze und ein Drittel von der Austragwalze entladen werden, was zu einem äußerst gleichmäßigen Ablageteppich führt. Vorsorglich wird jedoch darauf verwiesen, daß der Rahmen der Erfindung auch dann nicht verlassen wird, wenn eine völlig andere An ordnung und eine andere Anzahl von Fräs- bzw. Dosierwalzen gewählt wird. Ent scheidend ist nur, daß wenigstens eine der Fräs- bzw. Dosierwalzen als Breitstreuwal ze der beanspruchten Gestalt ausgeführt und an irgendeiner Stelle angeordnet ist.

Eine bevorzugte Ausbildung der Breitstreuwalzen ist dann gegeben, wenn die Rotationsachsen beider Teile der Breitstreuwalzen einen stumpfen Winkel einschließen, der sich in Fahrtrichtung gesehen auf der Vorderseite der Breitstreuwalze befindet und der in einer horizontalen Ebene liegt. Das und die richtige Wahl der Umfangsgeschwindigkeiten der Breitstreu- und der Austragwalzen ist die Voraussetzung dafür, daß drei den Ablageteppich erzeugende Streubilder entstehen, die sich untereinander wenigstens berühren. Damit die Breitstreuwalze das Futter und dgl. auch ungehindert entladen kann, hat sich eine nach hinten konisch öffnende Form der Seitenwände des Ladegutaufbaus von der Breitstreuwalze bis zur Oberkante der Aufsatzwände bewährt. Durch die Ausbildung der Rotationsachsen der Breitstreuwalze als Profilträger, die verdrehfest und biegesteif zwischen den Seitenwänden des Ladegutaufbaus befestigt sind, ist fast der gleiche und einfache Grundaufbau einschließlich der Lagerung wie bei einer einstückigen Fräs- bzw. Dosierwalze erreicht worden. Die prinzipiell gleiche Feststellung trifft für den Antrieb beider Teile der Breitstreuwalze zu, weil der auf herkömmliche Weise bis zur Breitstreuwalze geführt ist und lediglich durch miteinander kämmende Kegelräder von einem Teil der Breitstreuwalze auf den anderen Teil übertragen wird.

Die speziell für diese Entladeeinrichtung ausgebildete verschwenkbare Rückwand ist einmal in der Lage, während des Befüllens des Ladegutaufbaus diesen nach hinten zu verschließen bzw. in der nach oben verschwenkten Position die Entladeeinrichtung zur Entladung des Futters und dgl. vollkommen freizugeben. Außerdem ist sie in einer fast geschlossenen Stellung mit der Rückseite eines Querförderbandes verbindbar, wobei die seitlich und hinten an der Rückwand angebrachten Deckbleche den Breitstreueffekt ausschalten und so eine ordnungsgemäße Beschickung des Querförderbandes von oben gewährleisten.

Damit ist ein Vorteil dieser Entladeeinrichtung, daß sie sämtliche Entladevarianten wie die bisher bekannten Entladeeinrichtungen in einer neuen Qualität ausführen kann, d. h., sie kann in Verbindung mit einem Häcksel- oder Ladewagen mit Querförderband Futter ein- oder beidseitig zur Stallverfütterung austragen bzw. ein Gebläse zur Befüllung von Hochsilos beschicken. Bei nach oben verschwenkter Rückwand verteilt sie das Futter in Flach- und Fahrsilos in einem äußerst gleichmäßig hohen Ablageteppich ohne Lufteinschlüsse, so daß weder Futter beim Silieren verderben kann noch manuelle oder maschinelle Nacharbeiten zum Verteilen aufgewendet werden müssen. Durch ihre relativ große Ablagebreite gibt es diese Probleme auch nicht mehr im Bereich der Begrenzungswände von Fahrsilos. Bei Anwendung der Entladeeinrichtung an einem landwirtschaftlichen Fahrzeug zum Breitstreuen von Dung, Kompost und dgl. ist diese den bisher dafür bekannten Entladeeinrichtungen bezüglich der Gleichmäßigkeit des Ablageteppichs überlegen. Schließlich ist sie aufgrund der Tatsache, daß sie zum Breitstreuen keine zusätzliche Baugruppe benötigt, kostengünstig in der Herstellung und durch eine relativ niedrige Antriebsleistung sparsam im Betrieb.

Die Erfindung soll nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden, wobei die einzelnen Figuren zeigen:

1 eine Draufsicht auf die Entladeeinrichtung mit oben liegender Breitstreuwalze im Schnitt und darunter liegender Austragwalze mit Streubildern

2 ein vergrößerter Schnitt durch die Breitstreuwalze nach 1

3 eine Draufsicht auf die Entladeeinrichtung nach 1 an einem Ladewagen mit geschlossener Rückwand nach 4

4 eine Seitenansicht der Entladeeinrichtung an einem Ladewagen nach 3 mit geschlossener Rückwand

5 eine Seitenansicht der Entladeeinrichtung an einem Ladewagen mit voll geöffneter Rückwand

6 eine Seitenansicht der Entladeeinrichtung mit am hinteren Ende eines Querförderbandes angeschlossener Rückwand

Alle Figuren zeigen das Hinterteil eines Ladewagens mit einen Entladeeinrichtung 1 und einer in verschiedene Stellungen verschwenkbaren Rückwand 2. Die Entladeeinrichtung 1 ist hier oberhalb des rückwärtigen Endes eines als Kratzboden 3 ausgebildeten Fahrzeugbodens 4 angeordnet. Sie besteht aus einen unten liegenden Austragwalze 5, deren Rotationsachse 6 quer zur Längsachse 7 des Ladewagens zeigt, die horizontal ausgerichtet ist und fast die Breite der Seitenwände 8 des Ladegutaufbaus 9 aufweist. Ihre nicht im Detail gezeigten Lagerungen in den Seitenwänden 8 sind leicht lösbar ausgebildet. Die im Bereich oberhalb der Austragwalze 5 liegende Breitstreuwalze 10 ist zweigeteilt ausgeführt, deren horizontal ausgerichteten Rotationsachsen 11'; 11'' v-förmig zueinander angeordnet sind. Sie schneiden sich in einem auf der Längsachse 7 des Ladewagens liegenden Schnittpunkt 12, der sich in Fahrtrichtung gesehen hinter den Befestigungsstellen der Breitstreuwalze 10 in den Seitenwänden 8 des Ladegutaufbaus 9 befindet. Dadurch schließen sie in Fahrtrichtung gesehen einen auf der Vorderseite der Breitstreuwalze 10 liegenden stumpfen Winkel &lgr; ein.

Den konstruktiven Aufbau und die Befestigung der Breitstreuwalze 10 in den Seitenwänden 8 zeigt die Schnittdarstellung in 2 am besten. Die Rotationsachsen 11'; 11'' werden von Profilträgern 13'; 13'' gebildet, wobei der linke Profilträger 13' mittels einen Drehmomentenstütze 14 und der rechte Profilträger 13'' mittels einer Antriebswelle 15 in den Seitenwänden 8 befestigt sind. Die Antriebswelle 15 ist außen über ein Lager 16 an der Seitenwand 8 angebracht und innen steckt sie in einem sich im Profil träger 13'' befindenden Doppellager 17. Die beiden auf der Längsachse 7 liegenden Enden der Profilträger 13'; 13'' sind über einen Verbindungsflansch 18 miteinander verbunden. Beide Seitenwände 8 des Ladegutaufbaus 9 sind wenigstens ab der Hohe der Breitstreuwalze 10 bis zur Oberkante der Aufsatzwand 19 des Ladewagens nach hinten konisch öffnend ausgebildet.

Beidseitig auf jedem Profilträger 13'; 13'' sind Kugellager 20'; 20'' vorgesehen, auf denen die Stützscheiben 21'; 21'' für jeden Teil der Breitstreuwalze 10 drehbar gelagert sind. Auf den Stützscheiben 21' ist konzentrisch zur Rotationsachse 11' ein rohrförmiger Mantel 22' befestigt, auf dessen Umfang mit Zinken 23' besetzte U-Profile 24' angeschweißt sind. Analog ist der Aufbau des rechten Teiles der Breitstreuwalze 10. Der Unterschied zum linken Teil der Breitstreuwalze 10 besteht lediglich darin, daß die sich auf der Seite der Antriebswelle 15 befindende Stützscheibe 21'' mit der Antriebswelle 15 drehfest verbunden ist. Die im Bereich der Längsachse 7 des Ladewagens angeordneten Stützscheiben 21'; 21'' weisen miteinander kämmende Kegelräder 25'; 25'' auf, die von einem Wickelschutz 26 abgedeckt sind.

Der Antrieb der Entladeeinrichtung 1 befindet sich auf der rechten Seite des Ladewagens, wo von einem Winkelgetriebe 27 aus ein Kettentrieb 28 zur Austragwalze 5 führt und von da ausgehend ein verschränkter Keilriemen 29 die auf der Antriebswelle 15 befestigte Keilriemenscheibe 30 antreibt. Die so über Kopf rotierende Austragwalze 5 erzeugt mit den beiden Teilen der Breitstreuwalze 10 die Streubilder 31'; 31''; 31''' nach 1.

In den 3 und 4 ist die Entladeeinrichtung 1 durch die verschwenkbare Rückwand 2 abgedeckt, was während der Zeit des Befüllens des Ladegutaufbaus 9 notwendig ist. Die Rückwand 2 besteht aus einem u-förmigen Führungs-Auslegerbügel 32, dessen vordere Enden in beidseitig am hinteren unteren Ende der Aufsatzwände 19 montierten Schwenklagern 33 aufgenommen sind Sich beidseitig am Ladegutaufbau abstützende Hubzylinder 34 sind am Führungs-Auslegerbügel 32 gelenkig befestigt. Das hintere Ende des Führungs-Auslegerbügels 32 ist beidseitig mit Aufnahmelaschen 35 versehen, in denen mittels Schwenkbolzen 36 die vorderen Enden eines ebenfalls u-förmig ausgebildeten Verbindungsbügels 37 verschwenkbeweglich aufgehangen sind. Dessen schräg nach unten zeigendes Ende wiederum ist von Aufnahmelaschen 38 umgriffen, die am hinteren Ende eines Rückwand-Auslegerbügels 39 angeschweißt sind. Die vorderen Enden des nach vorn offenen u-förmigen Rückwand-Auslegerbügels 39 sind etwa in halber Höhe der Aufsatzwände 19 sind an deren hinteren Enden mittels Aufnahmegelenken 40 befestigt. Schließlich ist noch am hinteren Ende des Rückwand-Auslegerbügels 39 ein allseitig geschlossener Rückwandrahmen 41 mit Schwenklaschen 42 schwenkbeweglich aufgehangen. Das schräg nach vorn und unten zeigende Ende des Rückwandrahmens 41 ist mit dem Fahrzeugboden 4 unmittelbar hinter dem Kratzboden 3 lösbar befestigt.

Neben der Möglichkeit der vollen Öffnung der Rückwand nach 5 ist es außerdem nach 6 noch möglich, das nach vorn und unten zeigende Ende des Rückwandrahmens 41 mit dem hinteren Ende eines Querförderbandes 43, das unterhalb und hinter dem Kratzboden 3 quer zur Längsachse 7 des Ladewagens zeigend angeordnet ist, lösbar zu verbinden.

1Entladeeinrichtung 2Rückwand 3Kratzboden 4Fahrzeugboden 5Austragwalze 6Rotationsachse 7Längsachse 8Seitenwände 9Ladegutaufbau 10Breitstreuwalze 11'; 11''Rotationsachsen 12Schnittpunkt 13'; 13''Profilträger 14Drehmomentenstütze 15Antriebswelle 16Lager 17Doppellager 18Verbindungsflansch 19Aufsatzwand 20'; 20''Kugellager 21'; 21''Stützscheiben 22'; 22''Mantel 23'; 23''Zinken 24'; 24''U-Profile 25'; 25''Kegelräder 26Wickelschutz 27Winkelgetriebe 28Kettentrieb 29Keilriemen 30Keilriemenscheibe 31'; 31''; 31'''Streubilder 32Führungs-Auslegerbügel 33Schwenklager 34Hubzylinder 35Aufnahmelaschen 36Schwenkbolzen 37Verbindungsbügel 38Aufnahmelaschen 39Rückwand-Auslegerbügel 40Aufnahmegelenke 41Rückwandrahmen 42Schwenklaschen 43Querförderband &lgr;stumpfer Winkel

Anspruch[de]
  1. 1 Entladeeinrichtung für landwirtschaftliche Fahrzeuge, insbesondere Ladewagen und Häckselwagen mit einer verschwenkbaren Rückwand sowie Dungstreuer, die aus wenigstens zwei annähernd vertikal übereinander angeordneten Fräs- bzw. Dosierwalzen besteht, die sich im Bereich oberhalb des rückwärtigen Endes des als Kratzboden ausgebildeten Fahrzeugbodens befinden, deren Rotationsachsen horizontal ausgerichtet sind und die etwa die Breite der Seitenwände des Ladegutaufbaus des landwirtschaftlichen Fahrzeuges aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Fräs- bzw. Dosierwalzen als zweigeteilte Breitstreuwalze (10) in v-förmiger Gestalt ausgebildet ist, deren Rotationsachsen (11'; 11'') sich in einem Schnittpunkt (12) auf der Längsachse (7) des landwirtschaftlichen Fahrzeuges schneiden, wobei sich dieser Schnittpunkt (12) in Fahrtrichtung gesehen hinter den Befestigungsstellen der Breitstreuwalze (10) in den Seitenwänden (8) des Ladegutaufbaus (9) befindet und dass die andere oder die anderen Fräs- bzw. Dosierwalzen als Austragwalze (5) bisheriger einstückiger Bauart mit quer zur Längsachse (7) des landwirtschaftlichen Fahrzeuges zeigender Rotationsachse (6) ausgebildet sind.
  2. Entladeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweigeteilte Breitstreuwalze (10) über der Austragwalze (5), deren Rotationsachse (6) quer zur Längsachse (7) des landwirtschaftlichen Fahrzeuges zeigt, angeordnet ist.
  3. Entladeeinrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsachsen (11'; 11'') der Breitstreuwalze (10) einen in einer horizontalen Ebene liegenden und sich in Fahrtrichtung gesehen auf der Vorderseite der Breitstreuwalze (10) befindenden stumpfen Winkel (&lgr;) einschließen.
  4. Entladeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfanggeschwindigkeiten des auf die Fahrtrichtung bezogenen linken Teiles und des rechten Teiles der Breitstreuwalze (10) und die der Austragwalze (5) so groß sind, dass sich ihre Streubilder (31'; 31''; 31''') wenigstens berühren.
  5. Entladeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (8) des Ladegutaufbaus (9) wenigstens von der Breitstreuwalze (10) aus bis zur Oberkante einer Aufsatzwand (19) des landwirtschaftlichen Fahrzeuges nach hinten konisch öffnend ausgebildet sind.
  6. Entladeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsachsen (11'; 11'') des linken und rechten Teiles der Breitstreuwalze (10) als Profilträger (13'; 13'') ausgebildet sind, die an einer Seitenwand (8) des Ladegutaufbaus (9) verdrehfest und an der anderen Seitenwand (8) über eine Antriebswelle (15), die einenends mittels eines Lagers (16) an der Seitenwand (8) befestigt ist und anderenends in einem Doppellager (17) des Profilträgers (13'') steckt, angebracht sind und dass die auf der Längsachse (7) des landwirtschaftlichen Fahrzeuges liegenden Enden der Profilträger (13'; 13'') über einen Verbindungsflansch (18) miteinander verbunden sind.
  7. Entladeeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass beidseitig auf jedem Profilträger (13''; 13'') Kugellager (20'; 20'') vorgesehen sind, auf denen Stützscheiben 21'; 21'') drehbar gelagert sind und dass die Stützscheiben (21'; 21'') jedes Profilträgers (13'; 13'') mit einem rohrförmigen Mantel (22'; 22'') und auf dessen Umfang befestigten und mit Zinken (23'; 23'') besetzten U-Profilen (24'; 24'') den linken bzw. rechten Teil der Breitstreuwalze (10) bilden, wobei die sich auf der Seite der mittels Keilriemen (29) angetriebenen Antriebswelle (15) befindende Stützscheibe (21'') mit dieser verdrehfest verbunden ist und die im Bereich der Längsachse (7) des landwirtschaftlichen Fahrzeuges angeordneten Stützscheiben (21'; 21'') miteinander kämmende Kegelräder (25'; 25'') aufweisen.
  8. Entladeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Entladeeinrichtung (1) nach hinten abdeckende Rückwand (2) einen u-förmigen und mit Hubzylindern (34) bewegbaren Führungs-Auslegerbügel (32) aufweist, dessen vordere Enden in Schwenklagern (33) am hinteren unteren Ende der Aufsatzwände (19) aufgenommen sind und dass an seinem hinteren Ende mittels Aufnahmelaschen (35) und Schwenkbolzen (36) ein u-förmiger Verbindungsbügel (37) befestigt ist, dessen schräg nach unten zeigendes Ende über Aufnahmelaschen (38) mit einem am hinteren Ende der Aufsatzwand (19) mittels Aufnahmegelenken (40) befestigten Rückwand-Auslegerbügel (39) gelenkig verbunden ist und dass mit dem hinteren Ende des Rückwandauslegerbügels (39) ein Rückwandrahmen (41) mit Schwenklaschen (42) gelenkig verbunden ist, dessen schräg nach vorn und unten zeigendes Ende mit dem Fahrzeugboden (4) des landwirtschaftlichen Fahrzeuges hinter dem Kratzboden (3) lösbar verbunden ist.
  9. Entladeeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das nach vorn und unten zeigende Ende des Rückwandrahmens (41) mit dem hinteren Ende eines Querförderbandes (43), das unterhalb und hinter dem Kratzboden (3) quer zur Längsachse (7) des landwirtschaftlichen Fahrzeuges zeigend angeordnet ist, lösbar verbunden ist.
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