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Dokumentenidentifikation DE202006001351U1 11.05.2006
Titel Sägemaschine mit einem Sägewerkzeug und mit einem diesem benachbarten Bohraggregat
Anmelder Hans Kaltenbach Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, 79539 Lörrach, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwaltssozietät Maucher, Börjes & Kollegen, 79102 Freiburg
DE-Aktenzeichen 202006001351
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.05.2006
Registration date 06.04.2006
Application date from patent application 28.01.2006
IPC-Hauptklasse B27C 9/00(2006.01)A, F, I, 20060128, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Sägemaschine mit einem oberhalb einer in horizontaler Richtung orientierten Zuführung für ein in seiner Längserstreckungsrichtung vorschiebbares, in Querrichtung zu trennendes Werkstück angeordneten Sägewerkzeug und mit einem diesem benachbarten Bohraggregat, wobei das Sägewerkzeug zur Erzeugung zum Beispiel von Gehrungsschnitten um eine vertikale Achse relativ zu der Zuführung und zu dem Werkstück verschwenkbar ist und einen feststehenden Maschinensockel für eine das Werkstück aufnehmende Spannvorrichtung aufweist.

Eine derartige Sägemaschine ist aus DE 43 07 074 A1 bekannt. Dabei ist als Sägewerkzeug eine Kreissäge vorgesehen, die aufgrund ihrer Nähe zu dem Bohraggregat in ihrer Verschwenkbarkeit eingeschränkt ist. Darüber hinaus hat eine Kreissäge bei einer vertikal gerichteten Vorschubbewegung nur eine begrenzte Schnittlänge, die geringer als der Durchmesser des Sägeblattes ist.

Aus DE 41 14 277 A1 ist eine Sägemaschine mit einer Kreissäge von abgewandelter Gattung bekannt, bei welcher das Sägeblatt in horizontaler Richtung verstellbar ist, also einen relativ langen Sägeschnitt durchführen kann, aber von unten her zu dem Werkstück verstellt und zugeführt wird, so dass die Verschwenkung um eine vertikale Achse die Notwendigkeit ergibt, den gesamten Maschinensockel, also eine große Masse, mit zu verschwenken.

Es besteht deshalb die Aufgabe, eine Sägemaschine der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher relativ lange Sägeschnitte möglich sind, ohne das Sägewerkzeug in horizontaler Richtung verstellen zu müssen, und wobei das Sägewerkzeug ungehindert nahezu beliebige Schwenkbewegungen um eine vertikale Achse durchführen kann, ohne durch das Bohrwerkzeug oder Bohraggregat behindert zu werden, wobei gleichzeitig die Abmessung in Richtung des Werkstückverschubes gering oder kompakt sein soll.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die eingangs definierte Sägemaschine dadurch gekennzeichnet, dass das Sägewerkzeug eine Bandsäge mit wenigstens zwei in einer vertikalen Ebene angeordneten und um horizontale Achsen drehbaren Umlenkscheiben ist, dessen Sägebereich quer zu der Zuführung und zu dem Vorschub des Werkstücks angeordnet ist, dass die Bandsäge an einem relativ zu dem feststehenden Maschinensockel um eine vertikale Achse verschwenkbaren Träger oder Portal gelagert ist, dass das Bohraggregat mit diesem Träger oder Portal fest verbunden – und somit mit diesem mitverschwenkbar – ist und dass zumindest eine Spannvorrichtung zum Erfassen des Werkstücks an dem Maschinensockel im Arbeitsbereich des Bohraggregats angeordnet ist.

In vorteilhafter Weise kann also ein nahezu beliebig langer Sägeschnitt mit Hilfe einer entsprechend dimensionierten Bandsäge durchgeführt werden, so dass auch insbesondere als Profile ausgebildete Werkstücke großer Abmessungen quer zu ihrer Längserstreckungsrichtung durchgesägt werden können. Dabei kann das Bohraggregat in Vorschub- oder Längserstreckungsrichtung des Werkstücks sehr nah an dem Sägewerkzeug angeordnet sein, weil beide Aggregate an dem selben Träger oder Portal – zweckmäßigerweise an einander abgewandten Seiten dieses Trägers oder Portals – befestigt sind. Somit wird der Schwenkwinkel für das Sägewerkzeug für nahezu beliebige Gehrungsschnitte praktisch nicht begrenzt, da das Bohraggregat mit dem Sägewerkzeug mitverschwenkt wird und somit deren Verschwenkung nicht behindern kann, und außerdem ergibt sich eine kompakte Abmessung mit entsprechend geringem Platzbedarf.

Da die Spannvorrichtung für das Werkstück feststehend mit dem festen Maschinensockel im Arbeitsbereich des Bohrers angeordnet ist, kann sie die vor allem durch das Bohren auftretenden hohen Kräfte gut aufnehmen und dennoch sehr kompakt ausgebildet sein, während eine mit dem Sägewerkzeug gemeinsame verschwenkbare Spannvorrichtung die durch die Verschwenkung sich ergebenden Abstandsänderungen der Spannbacken ausgleichen müsste.

Besonders günstig ist es dabei, wenn das Bohraggregat oder wenigstens ein zu dem Bohraggregat gehöriges Bohrwerkzeug parallel zu sich selbst an dem Träger oder Portal verstellbar gelagert ist. Trotz der Halterung an dem auch das Sägewerkzeug tragenden Portal kann also das Bohrwerkzeug so verstellt werden, dass an dem Werkstück mehrere quer zur Vorschubrichtung nebeneinander angeordnete Bohrungen vorgesehen werden können.

Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung kann dabei vorsehen, dass an dem die Bandsäge tragenden Träger oder Portal auf der der Bandsäge abgewandten Seite wenigstens eine Horizontalführung oder zwei zueinander beabstandete Horizontalführungen für einen das Bohraggregat tragenden Schlitten vorgesehen sind. Somit kann das Bohraggregat mit Hilfe des Schlittens entlang den Horizontalführungen parallel zu sich selbst verstellt werden. Gleichzeitig erlaubt der Schlitten die vertikale Verstellung des Bohraggregats bzw. des Bohrers für den Bohrvorschub.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung kann vorsehen, dass wenigstens ein Bohrwerkzeug des Bohraggregats oder das gesamte Bohraggregat um eine horizontale, in Vorschubrichtung und Längserstreckungsrichtung des Werkstücks orientierte Achse verschwenkbar und insbesondere in eine horizontale, quer zum Vorschub des Werkstücks orientierte Lage bringbar ist. Somit ist es möglich, das Bohraggregat in eine Position zu verschieben und zu verschwenken, in welcher sein Bohrwerkzeug von der Seite her Bohrungen beispielsweise in einem Flansch eines Werkstücks anbringen kann, welcher Flansch in der Bearbeitungsposition des Werkstücks zum Beispiel vertikal orientiert ist.

Vor allem bei Kombination der vorstehenden Merkmale und Maßnahmen ergibt sich eine Sägemaschine mit einem Bohraggregat, welches viele Möglichkeiten bietet, an einem Werkstück nebeneinander liegende und auch an hochstehenden Flanschen angeordnete Bohrungen anzubringen, dabei aber dennoch sehr nah an dem Sägewerkzeug angeordnet und mit diesem mitverschwenkbar ist, so dass die Verschwenkung der Bandsäge um eine vertikale Achse mit großen Schwenkwinkeln und von dem Bohraggregat praktisch unbehindert möglich sind und sich ein platzsparender kompakter Aufbau ergibt.

Für die horizontale Verstellung des Bohraggregats relativ zu dem Portal oder Träger und/oder für den Vorschub des Bohrwerkzeugs selbst in vertikaler Richtung relativ zu dem es tragenden Schlitten kann ein Spindelantrieb vorgesehen sein, wobei die jeweilige Antriebsspindel parallel zu den Führungen verläuft. Denkbar wäre aber auch ein Hydraulikantrieb.

Zusätzlich zu der an dem Maschinensockel fest installierten Spannvorrichtung für das Werkstück kann an dem Portal der Bandsäge eine weitere, mit diesem um die vertikale Achse mitverschwenkbare Spannvorrichtung für das Werkstück angeordnet sein. Dies hat den Vorteil, dass vor allem am Ende eines zum Beispiel mehrfach in Querrichtung durchgesägten Werkstücks ein Reststück, welches von der festen Spannvorrichtung nicht mehr erfasst werden kann, bei seiner Bearbeitung mit der Bandsäge dennoch eingespannt werden kann, wenn sich die Bandsäge in Vorschubrichtung hinter dem Bohraggregat befindet. Das gleiche gilt für den Fall, dass das Bohraggregat in Vorschubrichtung des Werkstücks hinter der Säge angeordnet ist, wobei dies dann für den ersten Anfang des Bearbeitens eines Profils gilt.

Die mitverschwenkbare Spannvorrichtung kann eine zu einer durch die Schwenkachse führenden Anschlagkante um die Breite des Werkstücks beabstandete und verstellbare Anschlagbacke sein, die an ihrer dem Werkstück zugewandten Seite insbesondere wenigstens eine Rolle oder dergleichen die Reibung verminderndes Element aufweist, wobei die Drehachse dieser Rolle rechtwinklig zum Vorschub des Werkstücks vertikal angeordnet ist.

Besonders zweckmäßig ist es dabei, wenn das Bohraggregat in Vorschubrichtung des Werkstücks vor der Bandsäge angeordnet ist. Auf diese Weise kann die im Bereich dieses Bohraggregats angeordnete Spannvorrichtung das Werkstück besonders gut festlegen, bis gegebenenfalls nur noch ein letztes Reststück zu bearbeiten ist, welches in Vorschubrichtung hinter der festen Spannvorrichtung bereits endet.

An dem Maschinensockel kann ein feststehender Auflagetisch für das Werkstück vorgesehen sein, unter welchem eine kranzförmige Lagerstelle für das die Bandsäge und das Bohraggregat tragende Portal angeordnet ist. Dies ergibt einerseits eine gute Zuführung für das Werkstück, zu welcher der Auflagetisch gehört, und erlaubt dennoch die relative Verschwenkung des Portals und damit der Bandsäge und des Bohraggregats um eine vertikale Achse relativ zu der Zuführung und zu diesem Auflagetisch.

Zweckmäßig ist es dabei, wenn die Abstützungen für den Auflagetisch einen derartigen Abstand voneinander haben, dass zu dem Portal gehörende oder es tragende, unter den Tisch an der kranzförmigen Lagerstelle angreifende Haltearme aus einer mittleren Position des Portals nach zwei entgegengesetzten Seiten um bis zu etwa 60 Grad verschwenkbar sind. Es ist also möglich, den Auflagetisch an dem festen Maschinensockel beispielsweise mit zwei in Vorschubrichtung einander gegenüber liegenden Abstützungen zu tragen, so dass die erwähnten Haltearme von der Seite her unter den Auflagetisch greifen und um die vertikale Achse in einer unter diesem Auflagetisch angeordneten Ebene verschwenkbar sind, wobei die Schwenkbewegung lediglich durch die in Längserstreckungsrichtung des Auflagetisches beabstandeten Abstützungen begrenzt werden.

Gegebenenfalls kann der Schwenkwinkel des Sägewerkzeugs nach seiner dem Portal abgewandten Seite größer als in entgegengesetzter Richtung sein, da sich die vertikale Schwenkachse seitlich von der Mitte des Sägewerkzeugs beziehungsweise am Ende des Schnittbereichs der Bandsäge befindet.

Es sei noch erwähnt, dass zur Vergrößerung der Stabilität und der Präzision der Schwenkbewegung zu dem Schwenklager eine zusätzliche bogenförmige, an dem Maschinensockel installierte Auflage gehören kann, an der das Portal insbesondere über Stützrollen angreift. Diese bogenförmige Auflage kann dabei etwa im Bereich des anderen Endes des Schnittbereichs unterhalb der Bandsäge verlaufen und sich über den gesamten Schwenkwinkel beidseits der mittleren Lage der Bandsäge erstrecken.

Vor allem bei Kombination einzelner oder mehrerer der vorbeschriebenen Merkmale und Maßnahmen ergibt sich seine Sägemaschine der eingangs definierten Art, mit welcher längere Sägeschnitte als mit einer Kreissäge möglich sind, ohne dass das Sägewerkzeug in horizontaler Richtung verstellt werden muss, wobei gleichzeitig große Schwenkbewegungen um eine vertikale Achse möglich sind, so dass auch über 45 Grad hinausgehende Schwenkbewegungen nach beiden Seiten relativ zu einem Profil oder Werkstück möglich sind. Gleichzeitig ergibt sich in Vorschubrichtung des Werkstücks ein platzsparender kompakter Aufbau.

Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt in zum Teil schematisierter Darstellung:

1 eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Sägemaschine in Richtung der Orientierung eines profilartigen Werkstücks beziehungsweise in dessen Vorschubrichtung mit Blick auf das in dieser Richtung vordere Bohraggregat und ein Portal, an welchem dieses Bohraggregat und auf der abgewandten Seite eine Bandsäge angeordnet sind,

2 eine gegenüber der Ansicht gemäß 1 um 90 Grad gedrehte Seitenansicht der erfindungsgemäßen Sägemaschine und

3 eine Draufsicht der Sägemaschine, wobei der besseren Übersicht wegen das Bohraggregat weggelassen ist.

Eine im ganzen mit 1 bezeichnete Sägemaschine weist oberhalb einer in horizontaler Richtung orientierten, in 2 und 3 durch den Pfeil Pf 1 angedeuteten Zuführung für ein in den Figuren nicht dargestelltes Werkstück ein Sägewerkzeug 2 und in Vorschubrichtung diesem benachbart ein im ganzen mit 3 bezeichnetes Bohraggregat auf.

In üblicher Weise ist ein derartiges Werkstück in seiner Längserstreckungsrichtung vorschiebbar oder verstellbar, d. h. die Vorschubrichtung für das Werkstück entspricht ebenfalls dem Pfeil Pf 1. Mit dem Sägewerkzeug 2 kann ein derartiges Werkstück in Querrichtung getrennt beziehungsweise durchgesägt werden, während mit dem Bohrwerkzeug 4 des Bohraggregats 3 an diesem Werkstück Bohrungen angebracht werden können.

Vor allem in 3 ist angedeutet, dass das Sägewerkzeug 2 zusammen mit dem ihm benachbarten Bohraggregat 3 zur Erzeugung von schrägen oder Gehrungsschnitten an dem Werkstück um eine vertikale Achse 5 relativ zu der Zuführung Pf 1 und zu dem Werkstück verschwenkbar ist, wobei diese vertikale Achse 5 in 3 als Mittelpunkt eines noch zu erläuternden kreisförmigen Schwenklagers 6 dargestellt ist.

In allen drei Figuren erkennt man außerdem an einem feststehenden Maschinensockel 7 der Sägemaschine 1 eine das Werkstück aufnehmende Spannvorrichtung 8 mit zwei zueinander beabstandeten Spannbacken 9, deren Abstand auf die entsprechende Abmessung eines Werkstücks einstellbar ist.

Anhand der Figuren erkennt man, dass das Sägewerkzeug 2 eine Bandsäge ist, bei welcher ein Sägeband 10 in bekannter Weise um zwei in einer vertikalen Ebene angeordnete und um horizontale Achsen drehbare Umlenkscheiben verläuft, wobei diese Umlenkscheiben im Ausführungsbeispiel so relativ zueinander angeordnet sind, dass das Sägeband 10 im Schnittbereich gegenüber einer horizontalen Ebene etwas schräg verläuft. Demgemäß sind auch die beidseits des Schnittbereiches angeordneten Bandführungen 11, mit deren Hilfe das Sägeband 10 im Schnittbereich mit seinem Querschnitt vertikal gestellt wird, in unterschiedlicher Höhe angeordnet, wie man es in 1 erkennt.

Der Sägebereich verläuft aber quer zu der Zuführung und zu dem Vorschub des Werkstücks und ist mit der gesamten Bandsäge 2 an einem relativ zu dem feststehenden Maschinensockel 7 um die vertikale Achse 5 verschwenkbaren Träger oder Portal 12, im Folgenden „Portal 12" genannt, gelagert.

Vor allem in 2 erkennt man, dass auch das Bohraggregat 3 mit diesem Portal 12 fest verbunden ist, also dessen Schwenkbewegungen um die vertikale Achse 5 mitmacht. Ferner erkennt man bei gleichzeitiger Betrachtung vor allem der 1 und 2, dass die Spannvorrichtung 8 zum Erfassen des Werkstücks an dem festen Maschinensockel 7 im Arbeitsbereich des Bohraggregats 3 und seines Bohrwerkzeugs 4 angeordnet ist, so dass die beim Bohren an einem Werkstück auftretenden hohen Kräfte bestmöglich aufgenommen und in den feststehenden Maschinensockel 7 geleitet werden können.

Vor allem in 1 erkennt man an dem Portal 12 auf der der Bandsäge 2 abgewandten Seite zwei beabstandete Horizontalführungen 13, an denen ein das Bohraggregat 3 tragender Schlitten 14 in Richtung dieser Horizontalführungen 13 verschiebbar ist, so dass das Bohraggregat 3 und wenigstens ein zu dem Bohraggregat 3 gehöriges Bohrwerkzeug 4 parallel zu sich selbst in Richtung dieser Horizontalführungen 13 verstellbar sind. Für die Verstellbewegung ist als Antrieb eine Spindel 13a vorgesehen.

In 2 erkennt man eine vertikale Führungsschiene 15, die relativ zu dem plattenförmigen Schlitten 14 ebenfalls mit Hilfe eines Spindelantriebs 16 in vertikaler Richtung verstellbar ist und somit den Bohrvorschub ermöglicht.

Das Bohrwerkzeug 4 ist dabei um eine horizontale, in Vorschubrichtung des Werkstücks orientierte, in 2 durch eine strichpunktierte Linie angedeutete Achse 17 verschwenkbar, so dass das Bohrwerkzeug 4 aus seiner dargestellten vertikalen Position auch in eine horizontale Lage gebracht werden kann, um beispielsweise an einem Werkstück mit im Querschnitt hochstehenden Flanschen oder Flächen diese mit Bohrungen versehen zu können. Dabei macht vor allem 1 deutlich, dass das Bohraggregat 3 relativ zu dem Portal 12 über eine große Strecke in Querrichtung nach beiden Seiten verstellbar ist, so dass es derartige Bohrungen auch von der Seite an dem Werkstück problemlos anbringen kann.

Zusätzlich zu der an dem Maschinensockel 7 fest installierten Spannvorrichtung 8 – mit einstellbaren Spannbacken 9 – ist im Ausführungsbeispiel an dem Portal 12 der Bandsäge 2 eine weitere, mit diesem um die vertikale Achse 5 mitverschwenkbare Spannvorrichtung 18 für das Werkstück angeordnet, die in 3 angedeutet ist. Dabei erkennt man, dass diese mitverschwenkbare Spannvorrichtung 18 eine Anschlagbacke ist, die zu einer durch die Schwenkachse 5 führenden Anschlagkante 19 für das Werkstück um die Breite dieses Werkstücks beabstandet ist. Ihre dem Werkstück zugewandte Seite oder Kante ist dabei möglichst gering bemessen, um in jeder Schwenklage eine entsprechende Spannkraftübertragung zu ermöglichen. Dabei kann an dieser dem Werkstück zugewandten Seite beispielsweise eine Rolle 18a vorgesehen sein, die die Reibung zwischen dieser Anschlagbacke der Spannvorrichtung 18 und dem Werkstück vermindert. Deren Drehachse ist dabei relativ zum Vorschub des Werkstücks ausgerichtet, verläuft also parallel zu der Schwenkachse 5 in vertikaler Richtung.

Im Ausführungsbeispiel ist das Bohraggregat 3 in Vorschubrichtung des Werkstücks vor der Bandsäge 2 an dem Portal 12 angeordnet, so dass nach einem eventuell mehrfachen Zersägen eines Werkstücks das Reststück nicht mehr von der Spannvorrichtung 8 erfasst wird. Es kann dann aber immer noch durch die mitverschwenkbare Spannvorrichtung 18 gehalten werden. Ebenso könnte bei umgekehrter Anordnung, bei welcher das Bohraggregat in Vorschubrichtung hinter der Bandsäge 2 angeordnet ist, ein erstes abzusägendes Stück des Werkstücks von einer derartigen mitverschwenkbaren Spannvorrichtung 18 gehalten werden.

In den 1 und 3 ist ein an dem Maschinensockel 7 angebrachter feststehender Auflagetisch 20 erkennbar, auf welchem das Werkstück bei seiner Bearbeitung aufgelagert ist. Praktisch ist also der Auflagetisch 20 ein Teil der Zuführung für das Werkstück. Gemäß 3 befindet sich unter diesem Auflagetisch 20 eine kranzförmige Lagerstelle als Schwenklager 6 für das die Bandsäge 2 und das Bohraggregat 3 tragende Portal 12. Dabei hat der Auflagetisch 20 in der Zeichnung nicht näher dargestellte Abstützungen gegenüber dem Maschinensockel 7, wodurch er gegenüber diesem Maschinensockel 7 einen ausreichenden Abstand erhält, so dass zu dem Portal 12 gehörende oder damit verbundene Haltearme 21 unter dem Auflagetisch 20 an dieser kranzförmigen Lagerstelle 6 angreifen können. Dazu haben die Abstützungen des Auflagetischs 20 ihrerseits gegeneinander einen ausreichenden Abstand, damit diese Haltearme 21 aus der in 3 dargestellten Position nach zwei entgegengesetzten Seiten um bis zu etwa 60 Grad verschwenkbar sind, um dadurch das Portal 12 und somit die Bandsäge 2 entsprechend zu verschwenken. Diese Abstützungen befinden sich dabei in radialer Richtung außerhalb der Schwenklagerstelle 6 und können beispielsweise in Vorschubrichtung an den beiden entgegengesetzten Enden des Auflagetisches 20 etwa in der Mitte vorgesehen sein.

In 3 erkennt man außerdem noch zu dem Schwenklager 6 eine zusätzliche bogenförmige, an dem Maschinensockel 7 installierte Auflage 22, an der das Portal 12 mittels Haltearm 21 insbesondere über Stützrollen 23 angreifen kann, wobei man deutlich erkennt, dass diese bogenförmige Auflage 22 von der vertikalen Schwenkachse 5 und damit der Mitte der Schwenklagerung 6 etwa einen derartigen Abstand hat, wie es der Länge des Sägebereichs der Bandsäge 2 entspricht.

Die Sägemaschine 1 weist ein als Bandsäge ausgebildetes Sägewerkzeug 2 und ein Bohraggregat 3 auf, so dass mit der Sägemaschine 1 Werkstücke nacheinander gebohrt und unter verschiedenen Winkeln und Gehrungswinkeln sowie unter rechten Winkeln abgesägt werden können. Die Bandsäge 2 und das Bohraggregat 3 sind dabei an einem gemeinsamen Träger oder Portal 12 auf entgegengesetzten Seiten an diesem befestigt, so dass das Bohraggregat 3 bei einer Verschwenkung der Bandsäge 2 um eine vertikale Achse 5 mitverschwenkt wird und die Verschwenkung der Bandsäge 2 praktisch nicht behindert. Entsprechend große Schwenkwinkel sind möglich. Dabei befindet sich die Spannvorrichtung 8 für das Werkstück an einem festen Maschinensockel 7 im Bereich des Bohraggregats 3, so dass die von diesem ausgehenden Kräfte über das Werkstück gut in den festen Maschinensockel 7 eingeleitet werden können und den schwenkbaren Teil der Sägemaschine 1 nicht belasten.


Anspruch[de]
  1. Sägemaschine (1) mit einem oberhalb einer in horizontaler Richtung orientierten Zuführung (Pf 1) für ein in seiner Längserstreckungsrichtung vorschiebbares, in Querrichtung zu trennendes Werkstück angeordneten Sägewerkzeug (2) und mit einem diesem benachbarten Bohraggregat (3), wobei das Sägewerkzeug (2) zur Erzeugung z. B. von Gehrungsschnitten um eine vertikale Achse (5) relativ zu der Zuführung und zu dem Werkstück verschwenkbar ist und einen feststehenden Maschinensockel (7) für eine das Werkstück aufnehmende Spannvorrichtung (8) aufweist ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Sägewerkzeug (2) eine Bandsäge mit wenigstens zwei in einer vertikalen Ebene angeordneten und um horizontale Achsen drehbaren Umlenkscheiben ist, dessen Sägebereich quer zu der Zuführung und zu dem Vorschub des Werkstücks angeordnet ist, dass die Bandsäge (2) an einem relativ zu dem feststehenden Maschinensockel (7) um die vertikale Achse (5) verschwenkbaren Träger oder Portal (12) gelagert ist, dass das Bohraggregat (3) mit diesem Träger oder Portal (12) verbunden ist und dass zumindest eine Spannvorrichtung (8) zum Erfassen des Werkstücks an dem Maschinensockel (7) im Arbeitsbereich des Bohraggregats (3) angeordnet ist.
  2. Sägemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bohraggregat (3) oder wenigstens ein zu dem Bohraggregat (3) gehöriges Bohrwerkzeug (4) parallel zu sich selbst verstellbar gelagert ist.
  3. Sägemaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem die Bandsäge tragenden Portal (12) auf der der Bandsäge (2) abgewandten Seite wenigstens eine Horizontalführung oder zwei beabstandete Horizontalführungen (13) für einen das Bohraggregat (3) tragenden Schlitten (14) vorgesehen sind.
  4. Sägemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Bohrwerkzeug des Bohraggregats um eine horizontale in Vorschubrichtung des Werkstücks orientierte Achse (17) verschwenkbar und insbesondere in eine horizontale, quer zum Vorschub des Werkstücks orientierte Lage bringbar ist.
  5. Sägemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass für die horizontale Verstellung des Bohraggregats relativ zu dem Portal und/oder für den Vorschub des Bohrwerkzeugs selbst relativ zu dem es tragenden Schlitten ein Spindelantrieb vorgesehen ist.
  6. Sägemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu der an dem Maschinensockel (7) fest installierten Spannvorrichtung (8) für das Werkstück an dem Portal (12) der Bandsäge (2) eine weitere, mit diesem um die vertikale Achse (5) mitschwenkbare Spannvorrichtung (18) für das Werkstück angeordnet ist.
  7. Sägemaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mitverschwenkbare Spannvorrichtung (18) zu einer durch die Schwenkachse (5) führenden Anschlagkante (19) um die Breite des Werkstücks beabstandete Anschlagbacke ist, die an ihrer dem Werkstück zugewandten Seite insbesondere wenigstens eine Rolle (18a) oder dergleichen die Reibung verminderndes Element aufweist, wobei die Drehachse der Rolle (18a) rechtwinklig zum Vorschub des Werkstücks vertikal angeordnet ist.
  8. Sägemaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bohraggregat (3) in Vorschubrichtung des Werkstücks vor der Bandsäge (2) angeordnet ist.
  9. Sägemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Maschinensockel (7) ein feststehender Auflagetisch (20) für das Werkstück vorgesehen ist, unter welchem eine kranzförmige Lagerstelle für das die Bandsäge (2) und das Bohraggregat (3) tragende Portal (12) angeordnet ist.
  10. Sägemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagetisch (20) Abstützungen gegenüber dem Maschinensockel (7) hat, welche in radialer Richtung außerhalb der Lagerstelle (6) angeordnet sind.
  11. Sägemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützungen für den Auflagetisch (20) einen derartigen Abstand voneinander haben, dass zu dem Portal (12) gehörende, unter den Auflagetisch (20) an der kranzförmigen Lagerstelle (6) angreifende Haltearme (21) aus einer mittleren Position des Portals (12) nach zwei entgegengesetzten Seiten um bis zu etwa 60° verschwenkbar sind.
  12. Sägemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkwinkel des Sägewerkzeugs (2) nach seiner dem Portal (12) abgewandten Seite größer als in entgegengesetzter Richtung ist.
  13. Sägemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zu dem Schwenklager (6) eine zusätzliche bogenförmige, an dem Maschinensockel (7) installierte Auflage (22) gehört, an der das Portal (12) insbesondere über Stützrollen (23) angreift.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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