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Dokumentenidentifikation DE60300893T2 11.05.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001332887
Titel Verfahren und Geräte zum Drucken mit gleichmässigen und ungleichmässigen Maskenmusterfunktionen
Anmelder Hewlett-Packard Development Co., L.P., Houston, Tex., US
Erfinder Bauer, Stephen W., San Diego, US;
Webster, Grant A., Valley Center, US
Vertreter Schoppe, Zimmermann, Stöckeler & Zinkler, 82049 Pullach
DE-Aktenzeichen 60300893
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.01.2003
EP-Aktenzeichen 032502387
EP-Offenlegungsdatum 06.08.2003
EP date of grant 29.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.05.2006
IPC-Hauptklasse B41J 19/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G06K 15/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND

Farbdruckvorrichtungen, z.B. Tintenstrahldrucker, arbeiten, indem sie kleine Tintentropfen auf ein Druckmedium (z.B. Papier) aufbringen und dadurch Punkte bilden. Punkte verschiedener Farben werden kombiniert, um eine Vielzahl gewünschter Farben zu bilden. Beispielsweise verwenden bestimmte Tintenstrahldrucker vier verschiedene Tintenfarben, nämlich Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Diese Tinten werden üblicherweise durch Tintendruckköpfe geliefert, die mehrere Düsen aufweisen, die selektiv dazu angesteuert werden können, Tintentropfen auf das Druckmedium auszustoßen. Die Druckköpfe sind üblicherweise in einem Druckkopfwagen angeordnet, der auf bewegbare Weise durch einen Transportmechanismus gesteuert wird, so dass ein Farbband auf einen Abschnitt des Druckmediums aufgebracht werden kann, indem die Tintendruckköpfe, die sich relativ zu dem Druckmedium bewegen, selektiv gesteuert werden.

Bestimmte Druckvorrichtungen sind dazu konfiguriert, auf bidirektionale Weise zu drucken. Dies bedeutet beispielsweise, dass Bänder gedruckt werden können, während sich der Wagen von einer rechten Seite zu einer linken Seite über das Druckmedium und anschließend von der linken Seite zu der rechten Seite über das Papier bewegt. Diese bidirektionale Bewegung wird dann bis ans untere Ende des Druckmediums fortgesetzt, je nachdem, was zum Drucken des gewünschten Inhalts erforderlich ist.

Um die Sichtbarkeit bestimmter Druckfehler in dem resultierenden Ausdruck zu verringern, wenden manche Druckvorrichtungen ausgewählte Wahrscheinlichkeits- oder andere, ähnliche Funktionen in der Drucklogik an, um die Verwendung von Düsen in den Druckköpfen zu steuern. Derartige Wahrscheinlichkeitsfunktionen drucken in der Nähe der Enden des Druckkopfes üblicherweise weniger Tinte aus Düsen. Bei Druckvorrichtungen wie diesen stellte man jedoch fest, dass das bidirektionale Drucken von Bändern bei bestimmten Farben zur Entstehung anderer Druckfehler wie z.B. wellenförmigen Farbschwankungen führen kann. Diese Schwankungen bilden unerwünschte Farbtonverschiebungen, die visuell wahrnehmbare Streifen in dem entstehenden Ausdruck verursachen können.

Folglich besteht ein Bedarf an verbesserten Verfahren und Vorrichtungen zum beträchtlichen Verringern oder Eliminieren einer sichtbaren Farbtonverschiebungsstreifenbildung bei bidirektionalen Farbdruckvorrichtungen.

Die EP 1 085 457 A1 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren, die für ein bidirektionales Drucken von Farbbändern geeignet sind. Die Vorrichtung ist dazu konfigurierbar, Farbbänder selektiv auf Druckmedien zu drucken, wobei die Bänder zumindest eine helle Farbtinte und eine dunkle Farbtinte umfassen. Der Druckmechanismus ist dazu konfiguriert, die zumindest eine dunkle Farbtinte auf der Basis einer nicht-einheitlichen Druckmaskenfunktion auf das Druckmedium zu drucken.

ZUSAMMENFASSUNG

Gemäß bestimmten Aspekten der Erfindung sind verbesserte Verfahren und Vorrichtungen zum beträchtlichen Verringern oder Eliminieren einer sichtbaren Farbtonverschiebungsstreifenbildung und/oder anderer, ähnlicher Defekte, die beim bidirektionalen Farbdrucken entstehen, vorgesehen.

Die oben erwähnten und andere Erfordernisse werden beispielsweise durch ein Verfahren zum Drucken von Bildbändern mit einem bidirektionalen Drucker gemäß Anspruch 3 erfüllt.

Gemäß weiteren Implementierungen der vorliegenden Erfindung ist eine Druckvorrichtung, die in der Lage ist, Bildbänder auf bidirektionale Weise zu drucken, gemäß Anspruch 1 vorgesehen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Ein umfassenderes Verständnis der verschiedenen Verfahren und Vorrichtungen der vorliegenden Erfindung liefert vielleicht eine Bezugnahme auf die folgende ausführliche Beschreibung, wenn diese in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen betrachtet wird. Es zeigen:

1 ein Blockdiagramm, das eine Druckumgebung zeigt, die eine Farbdruckvorrichtung aufweist, die vorteilhafterweise dazu konfiguriert ist, Farbtonverschiebungen oder andere, ähnliche Schwankungen, die dazu tendieren, eine unerwünschte Streifenbildung in dem endgültigen gedruckten Bild zu bewirken, zu reduzieren oder zu eliminieren, gemäß bestimmten exemplarischen Implementierungen der vorliegenden Erfindung;

2 ein Diagramm, das auf veranschaulichende Weise sichtbare Unterschiede bei zwei neutralen Farbbändern zeigt, die in unterschiedlichen Richtungen gedruckt wurden;

3 einen Liniengraphen, der eine exemplarische Rampen-Druckmaskenfunktion und ein entsprechendes veranschaulichendes Band veranschaulicht; und

4 einen Liniengraphen, der eine Nicht-Rampen-Druckmaskenfunktion, die auf gelbe (Y) Tinte angewendet wird, ein entsprechendes veranschaulichendes Band von Y-Tinte und veranschaulichende, auf der Rampen-Druckmaskenfunktion beruhende Bänder von schwarzer (B) Tinte, cyanfarbener (C) und magentafarbener (M) Tinte veranschaulicht, gemäß bestimmten exemplarischen Implementierungen der vorliegenden Erfindung.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG

1 zeigt eine exemplarische Druckumgebung 100, die eine Druckvorrichtung 102 umfasst. Die Druckvorrichtung 102 ist repräsentativ für jegliche Vorrichtung, die dazu konfiguriert ist, zumindest zwei verschiedene Farben einer Markierungssubstanz (z.B. Tinte, Farbstoff, Toner usw.) selektiv auf ein Druckmedium 120 aufzubringen. Somit kann beispielsweise die Druckvorrichtung 102 einen Drucker, ein Kopiergerät, ein Faxgerät, eine Kombination dieser Vorrichtungen oder eine andere, ähnliche Vorrichtung umfassen.

Wie unten bei den exemplarischen Implementierungen beschrieben wird, nimmt der Drucker 102 die Form eines Tintenstrahldruckers an, der durch ein Netzwerk 106 wirksam mit einem Computer 104 gekoppelt ist. Der Computer 104 ist repräsentativ für jegliche Vorrichtung, die in der Lage ist, der Druckvorrichtung 102 Druck- und/oder Steuerdaten zu liefern. Das Netzwerk 106 ist repräsentativ für jegliche Kommunikationsressource und/oder -verknüpfung, die in der Lage ist, Druck- und/oder Steuerdaten von dem Computer 104 zu der Druckvorrichtung 102 zu befördern. Somit kann das Netzwerk 106 beispielsweise eine verdrahtete Verbindung und/oder eine drahtlose Verbindung darstellen.

Die Druckvorrichtung 102 umfasst eine Logik 108, die dazu konfiguriert ist, den Druckvorgang zu steuern. Die Logik 108 kann Hardware, Firmware und/oder Software umfassen. Bei diesem Beispiel ist die Logik 108 dazu konfiguriert, über das Netzwerk 106 Druckdaten von dem Computer 104 zu empfangen. Anschließend koordiniert die Logik 108 den entsprechenden Druckvorgang. Hier lenkt die Logik 108 einen Transportmechanismus 110, der dazu konfiguriert ist, einen Druckkopfwagen 112 bezüglich des Druckmediums 120 selektiv zu bewegen. Das Druckmedium 120 ist ferner dazu konfiguriert, bezüglich des Druckkopfwagens 112 selektiv bewegt zu werden, z.B. anhand eines Druckmedientransportmechanismus (nicht gezeigt).

Der Druckkopfwagen 112 umfasst zumindest einen Druckkopf 114. Bei dieser Implementierung ist beispielsweise eine Mehrzahl von Druckköpfen in dem Druckkopfwagen 112 enthalten. Hier liefert jeder Druckkopf 114 eine Farbtinte, z.B. Gelb (Y), Schwarz (B), Cyan (C) und Magenta (M). Dies ist ein repräsentativer Tintensatz. Bei anderen Implementierungen kann eine beliebige Anzahl von Tinten und/oder unterschiedlichen Tintenfarben vorliegen. Bei wieder anderen Implementierungen kann ein einziger Druckkopf dazu konfiguriert sein, eine Mehrzahl unterschiedlicher Tinten zu liefern.

Da diese exemplarische Implementierung ein Tintenstrahldrucker ist, liefert der Druckkopf 114 eine Mehrzahl von Düsen 118. Die Düsen 118 können logisch und/oder physisch als Array oder eine andere, ähnliche Anordnung gruppiert sein. Jede Düse ist dazu konfiguriert, selektiv einen Tintentropfen 122 auszustoßen, was einen Punkt 124 auf dem Druckmedium 120 verursacht. Während des Druckens bewegt der Transportmechanismus 110 beispielsweise den Druckwagen 112, und Tintentropfen 122 werden selektiv auf dem Druckmedium 120 platziert, um ein Farbband zu bilden, das aus einer Mehrzahl von Punkten besteht.

Bei diesem Beispiel ist die Druckvorrichtung 102 ein bidirektionaler Drucker, was bedeutet, dass der Druckkopfwagen 112 in zwei Bewegungsrichtungen druckt. Hier bewegt sich der Druckkopfwagen 112 beispielsweise von links nach rechts (L→R) und von rechts nach links (R→L) bezüglich des Druckmediums 120, das sich bezüglich des Druckkopfwagens 112 nach oben bzw. unten bewegt.

Da diese und andere Druckmaschinen, Druckköpfe und Druckvorgänge/-mechanismen und -techniken hinreichend bekannt sind, konzentriert sich die restliche Beschreibung auf bestimmte Probleme, die bei einem bidirektionalen Druckvorgang erfasst wurden, und wird eine Beschreibung verbesserter Verfahren und Vorrichtungen zum Angehen derartiger Probleme geliefert.

Man stellte fest, dass die Reihenfolge, in der die verschiedenen Tinten auf das Druckmedium 120 aufgebracht werden, bestimmte entstehende abschließende Farben beeinflusst. Dies ist besonders in Bereichen wahrnehmbar, die neutrale Farben (z.B. Grautöne und andere Farben, bei denen die menschliche visuelle Wahrnehmung besonders sensibel für subtile Farbänderungen ist) aufweisen. Wenn beispielsweise C-Tinte vor M-Tinte aufgebracht wird, so kann die entstehende Farbe anders sein, als wenn M-Tinte vor C-Tinte aufgebracht wird. Wie nachstehend beschrieben wird, wird ein bestimmtes Problem durch die Reihenfolge verursacht, in der Y-Tinte während des bidirektionalen Druckens aufgebracht wird.

Da die Stifte 114 in einer feststehenden Reihenfolge in dem Druckkopfwagen 112 vorliegen, hängt die Reihenfolge der Stifte von der Druckbewegungsrichtung des Druckkopfwagens 112 ab. Folglich weisen die sich aus einem R→L- und einem L→R-Drucken ergebenden Bänder für bestimmte Farben einen anderen Farbton auf, der visuell wahrnehmbar ist. Ein besonderes Beispiel einer Farbtondifferenz zwischen R→L- und L→R-Bändern ist auf die Reihenfolge zurückzuführen, in der die Y-Tinte aufgebracht wird. Dies ist auf veranschaulichende Weise in 2 gezeigt, die einen Druckvorgang 200 zeigt, bei dem der Druckkopfwagen 112 ein erstes Band 202 einer neutralen Farbe erzeugt, während er sich R→L bewegt, und anschließend ein zweites Band 204 derselben neutralen Farbe erzeugt, während er sich L→R bewegt. Bei diesem Beispiel weist der Druckkopfwagen 112 laut 1 vier identifizierte Farbstifte 114 auf, die in der folgenden Reihenfolge (von links nach rechts) vorliegen: Y-Tinte, B-Tinte, C-Tinte und M-Tinte. Wenn also der Druckkopfwagen 112 R→L bewegt wird, wird die Y-Tinte aufgebracht, bevor B-, C- oder M-Tinte aufgebracht wird. Umgekehrt wird, wenn der Druckkopfwagen 112 L→R bewegt wird, die Y-Tinte aufgebracht, nachdem M-, C- oder B-Tinte aufgebracht wurde.

Infolge dieses Typs der Tintenaufbringungsreihenfolge und anderer, ähnlicher Reihenfolgen stellte man beim Drucken neutraler Farben fest, dass das erste Band 202 tendenziell gelblicher erscheint als das zweite Band 204. Ein möglicher Grund hierfür besteht darin, dass ein auf ein unbedrucktes oder trockenes Druckmedium 122 platzierter Tintentropfen dazu tendiert, sich weiter auszubreiten (d.h. eine höhere Punktverstärkung aufweist) als der Tropfen derselben Größe, der nach der Platzierung einer oder mehrerer Tinten auf ein zuvor benetztes Druckmedium 122 auf dasselbe platziert wird. Somit werden in der Richtung R→L zumindest manche der Y-Tintentropfen auf ein trockenes Medium aufgebracht, und in der Richtung L→R werden zumindest manche der Y-Tintentropfen auf ein nasses Medium aufgebracht.

Wie erwähnt wurde, sind derartige Farbtonschwankungen in dem entstehenden Bild oft sichtbar; dies gilt besonders für größere Bereiche derselben Farbe, die eine Anzahl benachbarter Bänder umfassen, wobei die L→R-Bänder eine andere Farbe aufweisen als die R→L-Bänder.

Ein Teil dieser Streifenbildung kann durch ein Mehrfachdurchlaufdrucken verringert werden, bei dem derartige Farbschwankungen üblicherweise verdeckt werden, da ein gegebener Bereich üblicherweise ein L→R- und ein R→L-Drucken in gleichem Umfang aufweist. Ungünstigerweise stellte man sogar beim Mehrfachdurchlaufdrucken fest, dass eine Farbtonverschiebungsstreifenbildung auftreten kann, und auftreten kann, wenn Rampen-Druckmasken verwendet werden.

Um besser zu verstehen, wie eine derartige Farbtonverschiebungsstreifenbildung auftreten kann, muss man die Technik der Verwendung von Rampen-Druckmasken untersuchen. Rampen-Druckmasken sind nützlich beim Reduzieren anderer Arten von Streifenbildung, die beispielsweise durch Positionsfehler wie z.B. Schrittvorschubsfehler, Punktplatzierungsfehler und dergleichen bewirkt werden. Im Grunde umfassen Rampen-Druckmaskentechniken eine Verwendung von Düsen 118a des oberen Endes in geringerem Umfang als die von mittleren Düsen 118b, und die Verwendung von Düsen 118c des unteren Endes in geringerem Umfang als die der mittleren Düsen 118b, so dass die Wahrscheinlichkeit der Verwendung mittlerer Düsen 118b höher ist als die Wahrscheinlichkeit der Verwendung von Düsen 118a des oberen Endes und Düsen 118c des unteren Endes. Um das durch die Enddüsen 118a und 118c durchgeführte verringerte Drucken und somit die verringerte Tintenmenge, die während eines einzelnen Druckdurchlaufs auf die entsprechenden Bereiche des Druckmediums 120 gedruckt wird, zu kompensieren, werden diese Bereiche in der Regel durch zumindest ein nachfolgendes Druckband überdruckt.

3 veranschaulicht eine exemplarische Rampen-Druckmaskentechnik. Wie in dem Liniengraphen 300 gezeigt ist, kann eine Rampen-Druckmaskenfunktion 302 wirksam auf Düsen 118 in einem Stift 114 angewendet werden. Die y-Achse stellt die Verwendungswahrscheinlichkeit dar, die auf jede (nummerierte) Düse 118 angewendet wird. Die x-Achse stellt die Düsen 118 nach Nummern dar. Hier sind die Düsen von 0 bis K nummeriert. Bei bestimmten Implementierungen wird die Verwendungswahrscheinlichkeit in der Nähe der Enddüsen 118a beispielsweise von einem niedrigen Prozentsatz auf einen höheren Prozentsatz (z.B. etwa 0% auf etwa 100%) rampenförmig erhöht und später für Enddüsen 118c von einem hohen Prozentsatz auf einen niedrigeren Prozentsatz (z.B. etwa 100% auf etwa 0%) rampenförmig gesenkt. Die Anzahl der Düsen, die sich in der Aufwärtsrampe und der Abwärtsrampe befinden, kann beispielsweise auf der Basis der Höhe des gerade gedruckten Bandes festgelegt werden. Man beachte, dass bei bestimmten Implementierungen eventuell lediglich Düsen 118 in der Nähe eines der Enden des Stiftes rampenförmig eingestellt werden.

In 3 ist ferner eine veranschaulichende Darstellung eines Rampen-Druckmaskenbandes 306 gezeigt, das unter Anwendung einer Rampen-Druckmaskenfunktion 302 gedruckt wurde, die effektiv bewirkt, dass durch die Düse(n) in der Nähe des Punkts 310 sehr wenig oder gar keine Tinte (Verwendungswahrscheinlichkeit etwa 0%) aufgebracht wird und dass durch die Düse(n) in der Nähe des Punktes 308 viel mehr Tinte aufgebracht wird (Verwendungswahrscheinlichkeit etwa 100%).

Ein Problem bei dieser exemplarischen Rampentechnik besteht darin, dass manche Bereiche jedes Bandes effektiv mehr von links nach rechts als von rechts nach links gedruckt werden, während andere Bereiche anderer Bänder effektiv mehr von rechts nach links als von links nach rechts gedruckt werden. Auf Grund der Schwankung der Verwendung der Düsen 118 gemäß der Definition durch die Rampen-Druckmaskenfunktion 302 kann die resultierende Farbe visuell wahrnehmbare Farbwelligkeiten aufweisen, die bis ans untere Ende des Druckmediums auftreten. Statt dass manche Bänder beispielsweise zu gelb sind, weisen die Bänder grauer Farbe also Schwankungen auf.

Bei genauer Prüfung weist jedes unter Verwendung einer Rampen-Druckmaske gedrucktes Band Welligkeiten auf, die in der Nähe des oberen Endes gelblicher erscheinen. Somit kann innerhalb eines Bandes von dem oberen Ende bis zu dem unteren Ende des Bandes eine Farb- oder Farbtonverschiebung vorliegen.

Lösungen, die eine derartige wellenförmige Farbe in den Bändern verringern oder eliminieren, werden hierin in Form von verbesserten Verfahren und Vorrichtungen geliefert. Diese Verfahren und Vorrichtungen ermöglichen vorteilhafterweise, dass Rampen-Druckmasken und andere, ähnliche Techniken bei der Förderung einer verbesserten Punktplatzierung und/oder bei der Eindämmung einer Streifenbildung und/oder bei der Eindämmung von Streifenbildungsfehlern verwendet werden, ohne dass als Nebeneffekt unerwünschte Farbtonverschiebungseffekte auftreten.

Während Farbtonverschiebungseffekte, die mit der Reihenfolge der Tintenaufbringung zusammenhängen, oft wahrnehmbar sind, ist das menschliche Sehvermögen in Bezug auf Positionsfehler bei der Platzierung gelber Punkte tendenziell weniger empfindlich als bei den dunklen Tintenfarben (z.B. C, M, K). Als solches stellte man fest, dass die Y-Tinte ohne die Verwendung einer Rampen-Druckmaske aufgebracht werden kann, während für die anderen Farben eventuell trotzdem noch Rampen-Druckmasken angewendet werden müssen.

Somit wird gemäß bestimmten Aspekten der vorliegenden Erfindung helle Farbtinte wie z.B. Y-Tinte gedruckt, ohne eine rampenförmig eingestellte Druckmaske anzuwenden, während C-Tinte, M-Tinte, K-Tinte und/oder andere dunkle Tinten eventuell unter Verwendung rampenförmig eingestellter Druckmasken gedruckt werden. Das Ergebnis ist eine Verringerung oder Eliminierung der Farbwelligkeiten, die sich aus Unterschieden bei der Aufbringung von Tropfen einer hellen Tinte ergeben, die durch rampenförmig eingestellte Druckmasken bewirkt werden, und/oder die sich aus Schwankungen ergeben, die davon abhängig sind, ob (helle) Tinte in einem Band zuerst (früher) oder zuletzt (später) gedruckt wird.

Derartige Techniken sind auf veranschaulichende Weise in 4 gezeigt, bei der eine nicht rampenförmig eingestellte Druckmaske 400 (oder, desgleichen, eine nicht-probabilistische Druckmaske) für die Y-Tinte angewendet wird. Beispielhafte repräsentative Bänder sind über dem Liniengraphen gezeigt. Hier veranschaulicht ein Nicht-Rampen-Druckmaskenband für Y-Tinte 402, dass alle Düsen etwa dieselbe Verwendungswahrscheinlichkeit aufweisen, wie durch die im Wesentlichen einheitliche Schattierung (ganz dunkel) des Bandes angegeben wird. Repräsentative probabilistische Rampen-Druckmaskenbänder sind auch für B-Tinte (404), C-Tinte (406) und M-Tinte (408) gezeigt. Wie bei dem Band 306 in 3 veranschaulichen die Bänder 404, 406 und 408, dass manche der Düsen unterschiedliche Verwendungswahrscheinlichkeiten aufweisen, wie durch die nichteinheitlichen (Gradienten-)Schattierungen innerhalb jedes Bandes angezeigt wird. Man beachte, dass sich die Rampen-Druckmaskenfunktionen für jede Tintenfarbe unterscheiden können.

Gemäß bestimmten Implementierungen der vorliegenden Erfindung kann die Logik 108 somit wirksam dazu konfiguriert sein, eine nicht rampenförmig eingestellte, im Wesentlichen einheitliche Druckmaskenfunktion 400 auf die Y-Tinte-Stiftsteuersignale anzuwenden. Bei anderen Implementierungen mag dasselbe Ergebnis erzielt werden, indem nicht einmal eine Druckmasken-Wahrscheinlichkeitsfunktion auf die Y-Tinte-Stiftsteuersignale angewendet wird. Bei den verbleibenden Tintenstiften wird dann eventuell eine Wahrscheinlichkeits- oder eine andere, ähnliche Rampendruckfunktion auf deren Steuersignale angewendet, um dazu beizutragen, das Potential für wahrnehmbare Streifen und/oder andere Druckfehler zu verringern. Da die Tinte der hellen Farbe Y in dem resultierenden Bild tendenziell weniger stark wahrnehmbar ist, führen etwaige andere potentielle Fehler, die dadurch entstehen, dass keine nicht-einheitliche Rampen-Druckmaske auf die Y-Tinte angewendet wird, nicht unerwünschterweise zu einer Verschlechterung des sich ergebenden Ausdrucks.

Obwohl manche bevorzugten Ausführungsbeispiele der verschiedenen Verfahren und Vorrichtungen der vorliegenden Erfindung in den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht und in der obigen ausführlichen Beschreibung beschrieben wurden, wird einleuchten, dass die Erfindung nicht auf die offenbarten exemplarischen Implementierungen beschränkt ist, sondern zu zahlreichen Umgestaltungen, Modifikationen und Ersetzungen fähig ist, ohne von der durch die folgenden Patentansprüche definierten Erfindung abzuweichen.


Anspruch[de]
  1. Eine Druckvorrichtung (102), die in der Lage ist, Farbbänder auf bidirektionale Weise zu drucken, wobei die Druckvorrichtung (102) folgende Merkmale aufweist:

    einen Druckmechanismus (112), der konfigurierbar ist, um unter Verwendung einer Mehrzahl von Farbtinten (114), die zumindest eine helle Farbtinte und zumindest eine dunkle Farbtinte umfassen, selektiv Farbbänder auf ein Druckmedium (120) zu drucken; und

    eine Logik (108), die wirksam mit dem Druckmechanismus (112) gekoppelt und eingerichtet ist, um den Druckmechanismus (112) zu veranlassen, auf der Basis einer nicht-einheitlichen Druckmaskenfunktion die zumindest eine dunkle Farbtinte selektiv auf das Druckmedium (120) zu drucken und die zumindest eine helle Farbtinte auf der Basis einer im Wesentlichen einheitlichen Druckmaskenfunktion auf das Druckmedium (120) zu drucken.
  2. Die Druckvorrichtung gemäß Anspruch 1, bei der die zumindest eine helle Farbtinte gelbe Tinte umfasst und bei der die zumindest eine dunkle Farbtinte eine Tinte umfasst, die aus einer Gruppe von Tinten ausgewählt ist, die schwarze Tinte, cyanfarbene Tinte und magentafarbene Tinte aufweist.
  3. Ein Verfahren zum Drucken von Bildbändern mit einem bidirektionalen Drucker (102), der einen Druckkopf (114) für jede Farbe aufweist, wobei jeder Druckkopf (114) eine logisch lineare Anordnung von Düsen (118) aufweist, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:

    Ermöglichen einer Aufbringung einer im Wesentlichen gleichen Anzahl von Tropfen aus allen Düsen (118) zumindest eines Druckkopfs für Tinte heller Farbe (114) während des Druckens eines Bandes; und

    Ermöglichen einer Aufbringung von relativ gesehen weniger Tropfen für Enddüsen (118a, 118c) und relativ gesehen mehr Tropfen aus mittleren Düsen (118b) zumindest eines Druckkopfs für Tinte dunkler Farbe (114) während des Druckens des Bandes.
  4. Das Verfahren gemäß Anspruch 3, bei dem der zumindest eine Druckkopf (114) für Tinte heller Farbe einen Gelbtintendruckkopf umfasst und der zumindest eine Druckkopf (114) dunkler Farbe aus einer Gruppe von Druckköpfen ausgewählt ist, die einen Druckkopf für cyanfarbene Tinte, einen Druckkopf für magentafarbene Tinte und einen Druckkopf für schwarze Tinte aufweist.
  5. Das Verfahren gemäß Anspruch 3, bei dem der zumindest eine Druckkopf (114) für Tinte heller Farbe aus einer Gruppe von Druckköpfen ausgewählt ist, die einen Druckkopf für Tinte gelber Farbe, einen Druckkopf für Tinte in hellem Cyan und einen Druckkopf für helles Magenta aufweist, und der zumindest eine Druckkopf (114) dunkler Farbe aus einer Gruppe von Druckköpfen ausgewählt ist, die einen Druckkopf für eine dunkle cyanfarbene Tinte, einen Druckkopf für eine dunkle magentafarbene Tinte und einen Druckkopf für schwarze Tinte aufweist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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