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Dokumentenidentifikation DE60300938T2 11.05.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001483108
Titel MASCHINE ZUM AUSSTANZEN VON ZUSCHNITTEN AUS EINER WELLPAPPENBAHN UND AUSBILDEN VON FALZLINIEN IN DEN ZUSCHNITTEN
Anmelder Inter IKEA Systems B.V., Delft, NL
Erfinder RYDBERG, Tommy, S-566 32 Habo, SE;
JÖRNBORN, Stefan, S-554 38 Jönköbing, SE
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 60300938
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SI, SK
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.02.2003
EP-Aktenzeichen 037028602
WO-Anmeldetag 12.02.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/IB03/00486
WO-Veröffentlichungsnummer 0003068491
WO-Veröffentlichungsdatum 21.08.2003
EP-Offenlegungsdatum 08.12.2004
EP date of grant 29.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.05.2006
IPC-Hauptklasse B31B 1/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B31B 1/25(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B31B 45/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum Ausstanzen von Zuschnitten aus einer Wellpappe-Bahn, und zum Ausbilden von Falzlinien in den Zuschnitten, wobei die Maschine zwei Zylinder aufweist, die aufeinander zu rotieren und von denen zumindest ein Zylinder an der äußeren Oberfläche mit einer gebogenen Holzplatte versehen ist, die vorzugsweise aus Sperrholz hergestellt ist, wobei Ausstanzwerkzeuge und Falzlinienwerkzeuge dadurch an der Holzplatte angebracht sind, dass sie in Schlitze in der Holzplatte gepresst werden.

Bei der vorliegenden Erfindung ist der Ausdruck „Holzplatte" sehr breit zu interpretieren, da die Platte auch aus Kunststoff, optional verstärktem Kunststoff, hergestellt sein kann.

Stand der Technik

Die US-A-5,641,551 und US-A-6,162,155 offenbaren eine bekannte Rotations-Ausstanzmaschine, die zwei aufeinander zu rollende Zylinder umfasst, wobei die Maschine zum Ausstanzen von Wellpappe-Zuschnitten aus einer Bahn von Wellpappe gedacht ist. An einem Zylinder ist eine Holzplatte mittels von Schrauben angebracht, die dazu dienen, das für den Ausstanzvorgang notwendige Ausstanzwerkzeug zu stützen. Die Maschine wird jedoch nicht vollständig zufriedenstellend betrieben, weil es nicht möglich ist, die Holzplatte zu zentrieren, d.h. zu justieren, und somit das Ausstanzwerkzeug an dem Zylinder zu zentrieren, um das Ausstanzwerkzeug richtig in Bezug auf die zwischen den Zylindern durchgehende Wellpappe-Bahn zu positionieren. Diese Druckschriften offenbaren nicht die Verwendung von Einstellringen an einem der Zylinder. Die US-A-6,162,155 offenbart insbesondere das Merkmal, dass ein Zylinder metallisch ist.

Offenbarung der Erfindung

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Maschine des oben genannten Typs zu schaffen, welche auf eine sehr einfache Art ein Zentrieren der Holzplatte, und folglich des Ausstanzwerkzeugs in Bezug auf den Zylinder, ermöglicht.

Die erfindungsgemäße Maschine ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder aus Metall hergestellt sind, vorzugsweise Stahl, und dass die Holzplatte an dem Zylinder befestigt ist, zum Beispiel dadurch, dass sie daran geschraubt ist, und dass die Holzplatte an dem Zylinder mittels zweier verstellbarer Ringe an dem Zylinder zentriert ist, wobei zumindest ein Ring automatisch rotierbar oder axial verschiebbar ist, wobei jeder Ring mit einem axial gerichteten Führungsvorsprung versehen ist, der geeignet ist, mit einer Endkerbe in der Holzplatte zusammenzuwirken. Auf diese Art wird ein Zentrieren der Holzplatte auf eine sehr einfache Art erreicht, da die Ringe leicht rotiert oder axial um einen kurzen Abstand verschoben sind, so dass das Ausstanzwerkzeug der Holzplatte genau an die gewünschte Position in Bezug auf den Zylinder, und in Bezug auf die durch die Maschine durchgehende Wellpappe-Bahn, gedrückt wird. Während des Zentrierverfahrens wird die Holzplatte in Bezug auf den Zylinder leicht gelockert, zum Beispiel dadurch, dass einige Schrauben gelockert und wieder festgezogen werden.

Erfindungsgemäß kann zumindest einer der Ringe mit einer Einrichtung für ein automatisches, zum Beispiel hydraulisches, axiales Verschieben oder Drehen an dem Zylinder verbunden sein, wodurch eine besonders einfache und verlässliche Einstellung der Holzplatte, und folglich der Position des Ausstanzwerkzeugs an dem Zylinder, sichergestellt wird.

Außerdem kann, gemäß der Erfindung, die gebogene Holzplatte in einer Aussparung in der Oberfläche des Zylinders angebracht sein, mit dem Ergebnis, dass eine erhöhte Stabilisierung der Holzplatte in Bezug auf den Zylinder erreicht wird.

Erfindungsgemäß ist ein Zylinder vorteilhafterweise mit einem männlichen Ausstanzwerkzeug in der Form von Messern versehen.

Erfindungsgemäß ist der andere Zylinder vorteilhafterweise mit einem weiblichen Ausstanzwerkzeug versehen, das an einer gebogenen Holzplatte an dem Zylinder angebracht ist. Es ist ferner vorteilhaft, wenn das männliche Ausstanzwerkzeug und das weibliche Ausstanzwerkzug zusammenwirken können.

Schließlich können, gemäß der Erfindung, die Ringe vorteilhafterweise durch Endringe an dem Zylinder ausgebildet sein.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird untenstehend ausführlich unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erklärt, in denen

1 eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Maschine ist,

2 eine schematische Vorderansicht der Gleichen ist,

3 eine schematische Draufsicht der Gleichen ist,

4 eine Perspektivansicht in einem größeren Maßstab eines Rotationszylinders ist,

5 einen an der erfindungsgemäßen Maschine ausgestanzten Zuschnitt zeigt, und

6 eine Vorderansicht einer gebogenen Holzplatte ist.

Beste Wege zur Ausführung der Erfindung

Die in 1 gezeigt Maschine ist zum Ausstanzen von Wellpappe-Zuschnitten aus einer Wellpappe-Bahn oder von Platten daraus geeignet, die in einer Wellpappe-Zufuhr 1 positioniert sind. Während die Zuschnitte ausgestanzt werden, werden sie auch mit Falzlinien versehen. Diese Linien können zum Beispiel wie durch die gestrichelten Linien 5 in 5 angedeutet positioniert sein.

Wie in 2 gezeigt, umfasst die Maschine zwei Zylinder 2, 3, die aufeinander zu rotieren, und von denen zumindest einer 2, 3 an der äußeren Oberfläche mit einer gebogenen Holzplatte 6 versehen ist, vergl. 4. Das obige Ausstanzwerkzeug und das Falzlinienwerkzeug sind an der Holzplatte dadurch angebracht, dass sie in Schlitze in der konkaven Oberfläche der Holzplatte gepresst werden. Da das Ausstanzwerkzeug und das Falzlinienwerkzeug unterschiedliche Erscheinungen aufweisen, abhängig von den unterschiedlichen Ausstanzzwecken, müsste eine bestimmte Holzplatte für jeden Zweck hergestellt werden, wobei die bestimmte Holzplatte mit Schlitzen an den richtigen Stellen versehen ist, d.h. wo die Ausstanzlinieneinrichtung und die Falzlinieneinrichtung einzuführen sind, um einen gebrauchsfertigen Ausstanz-Zuschnitt mit der richtigen Form, und mit Falzlinien an den richtigen Stellen, herzustellen.

Die Zylinder 2, 3 sind aus Metall hergestellt, vorzugsweise Stahl, und die Holzplatte 6 ist an dem relevanten Zylinder befestigt, zum Beispiel dadurch, dass sie daran mittels von Schrauben 15 angeschraubt ist, oder durch eine Schraubverbindung. Das Zentrieren der Holzplatte 6 in Bezug auf die vertikale Zentrierungsebene I des relevanten Zylinders kann ein Problem darstellen. Dieses Problem wird jedoch dadurch gelöst, dass zumindest ein, vorzugsweise zwei, justierbare bzw. anpassbare dünne Ringe 4 mit einem axial gerichteten Führungsvorsprung 4a, 4b, vorgesehen werden, die angepasst sind, um mit Endkerben 6a, 6b in der Holzplatte zusammenzuwirken, vergl. 6. Die Position der Ringe 4 ist in der Längsrichtung des Zylinders justierbar, zum Beispiel mittels von Schrauben.

Die Ringe 4 können optional mit Einrichtungen für ein automatisches Drehen oder eine axiale Verschiebung, oder beide Handlungen der Ringe an dem Zyliner, verbunden sein, zum Beispiel mittels einer hydraulischen Schaltung mit einem gleitenden Kolben. Die Ringe sind jedoch lediglich innerhalb relativ kurzer Abstände zu bewegen. Optional können die Ringe 4 Endringe sein, d.h. an ihrem jeweiligen Ende des Zylinders 2 positioniert.

Die Holzplatte 6 ist gebogen, und kann in einer Aussparung in der Oberfläche des Zylinders 2 oder 3 eingebettet sein, wobei die Aussparung jedoch nicht gezeigt wird. Der Boden der Aussparung ist auch zylindrisch, das er eine Zylinderoberfläche aufweist, die mit der konkaven Oberfläche der Holzplatte zusammenpasst. Die Aussparung ist üblicherweise länger als die Länge der Holzplatte, so dass die Letztere in der Aussparung axial verschoben werden kann.

Optional können beide Zylinder 2 und 3 mit Holzplatten 6 versehen sein. Dies ist besonders relevant, wenn die Holzplatte an dem Zylinder 2 mit einem männlichen Werkzeug 8 in der Form von Messern versehen ist. Die Holzplatte des Zylinders 3 kann mit einem weiblichen Ausstanzwerkzeug 9 versehen sein, vergl. 1.

Die 1 und 3 zeigen wie die immer obere Wellpappe-Platte 1a in die Richtung des Pfeils B in den Einspannbereich eines Satzes von vorangetriebenen bzw. fortschreitenden Walzen 12a, 12b gezogen werden kann. Das Fortschreiten der Wellpappe-Platte zu den vorangetriebenen Walzen wird mittels einer Vakuum-Zuführungsvorrichtung 14 durchgeführt, welche die Wellpappe-Platte ansaugen und sie horizontal vorwärts bewegen kann. Wenn die Wellpappe-Platte die vorangetriebenen Walzen 12a, 12b erreicht hat, drücken die vorangetriebenen Walzen die Wellpappe-Platte in die Öffnung zwischen den Zylindern 2 und 3, wonach die Ausstanzwerkzeuge und die Falzlinienwerkzeuge der Zylinder einen Zuschnitt ausstanzen, und gleichzeitig Falzlinien an dem Zuschnitt schaffen. Der bearbeitete Zuschnitt, d.h. 5, und das Restmaterial werden vorwärts in die Richtung des Pfeils A geführt, vergl. 1. Der Zuschnitt wird auf eine an sich bekannte Art gesammelt.

Die Erfindung wurde in Verbindung mit dem Ausstanzen von Zuschnitten von Wellpappe-Platten beschrieben, aber die Erfindung kann gleichermaßen in Verbindung mit einem kontinuierlichen Wellpappe-Band ausgeführt werden, wobei das Band von einer Wellpappe-Rolle gezogen wird.

Soweit es die Ringe 4 betrifft, wird angemerkt, dass die in der radialen Richtung davon gemessene Dicke weniger als die Dicke der gebogenen Holzplatte 6 beträgt.

Die Erfindung kann auf viele Arten variiert werden, ohne von dem Umfang der beigefügten Ansprüche abzuweichen.


Anspruch[de]
  1. Maschine zum Ausstanzen von Wellpappe-Zuschnitten (10) aus einer Bahn oder Platten von Wellpappe, und zum Ausbilden von Falzlinien (5) in den Zuschnitten, wobei die Maschine zwei Zylinder (2, 3) aufweist, die aufeinander zu rotieren und von denen zumindest ein Zylinder an der äußeren Oberfläche mit einer gebogenen Holzplatte (6) versehen ist, die vorzugsweise aus Sperrholz hergestellt ist, wobei Ausstanzwerkzeuge und Falzlinienwerkzeuge (8, 9) dadurch an der Holzplatte angebracht sind, dass sie in Schlitze in der Holzplatte (6) gepresst werden, wobei die Zylinder (2, 3) aus Metall hergestellt sind, vorzugsweise Stahl, und wobei die Holzplatte (6) an dem Zylinder (2, 3) befestigt ist, zum Beispiel dadurch, dass sie daran geschraubt (15) ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzplatte an dem Zylinder mittels zweier verstellbarer Ringe (4) an dem Zylinder zentriert ist, wobei zumindest ein Ring (4) automatisch rotierbar oder axial verschiebbar ist, wobei jeder Ring (4) mit einem axial gerichteten Führungsvorsprung (4a, 4b) versehen ist, der geeignet ist, mit einer Endkerbe (6a, 6b) in der Holzplatte zusammenzuwirken.
  2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Ringe (4) mit einer Einrichtung für ein automatisches Drehen oder axiales Verschieben oder beide Handlungen an dem Zylinder (2, 3) verbunden ist, beispielsweise mittels einer Hydraulik.
  3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gebogene Holzplatte (6) in einer Aussparung in der Oberfläche des Zylinders (2, 3) angebracht ist.
  4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzplatte (6) eines Zylinders (2) mit einem männlichen Ausstanzwerkzeug (8) in der Form von Messern versehen ist.
  5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der andere Zylinder (3) mit einem weiblichen Ausstanzwerkzeug (9) versehen ist, das an einer gebogenen Holzplatte an dem Zylinder (3) angebracht ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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