PatentDe  


Dokumentenidentifikation EP1310150 11.05.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001310150
Titel Haspelantrieb
Anmelder Schrattenecker, Franz, Eggerding, AT
Erfinder Schrattenecker, Franz, A-4773 Eggerding, AT
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 50206077
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 30.10.2002
EP-Aktenzeichen 024502478
EP-Offenlegungsdatum 14.05.2003
EP date of grant 15.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.05.2006
IPC-Hauptklasse A01D 57/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Erntemaschine, insbesondere einen Mähdrescher, mit einer zwischen Tragarmen drehbar gelagerten Einzugshaspel und mit einem Antrieb für die Einzugshaspel.

Bekannte Antriebe für Einzugshaspeln (EP 11 33 912 A, DE 195 08 887 C) umfassen Riemen- oder Kettentriebe, die seitlich der Einzugshaspel angeordnet sind. Der Antrieb der Einzugshaspel erfolgt entweder direkt von der Erntemaschine her über eine mechanische Antriebsverbindung oder über einen von der Erntemaschine hydraulisch angetriebenen Hydromotor. Nachteilig ist dabei allerdings stets, daß die für den Antrieb der Einzugshaspel notwendigen Antriebsmittel außerhalb der Einzugshaspel angeordnet sind, was die Baubreite der Erntemaschine vergrößert und bei verschiedenen Getreidearten zu Verstopfungen bzw. zu Störungen der Antriebsmittel führt. Dadurch wird einerseits die Fahrgeschwindigkeit der Erntemaschine beeinträchtigt und anderseits die Verfügbarkeit aufgrund der erhöhten Störanfälligkeit verringert.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Erntemaschine der eingangs geschilderten Art zu schaffen, bei der Verstopfungen bzw. Störungen durch Erntegut im Bereich des Haspelantriebes sicher vermieden werden und die ohne die Einzugshaspelbreite überragende Antriebsmittel für die Einzugshaspel auskommt.

Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß der Antrieb innerhalb der Einzugshaspel angeordnet ist. Liegt der Antrieb innerhalb der Einzugshaspel, wird die Breite der Erntemaschine im wesentlichen durch den Abstand der Tragarme bestimmt und es ergibt sich auf einfache und elegante Weise ein beeinträchtigungs- bzw. störungsfrei arbeitender Antrieb der Einzugshaspel.

Besonders vorteilhafte Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn der Antrieb einen mit der Einzugshaspel drehfest verbundenen, koaxial zur Drehachse der Einzugshaspel angeordneten Zahnkranz mit Innenverzahnung, einen sich an wenigstens einem Tragarm über eine Lagerachse drehfest abstützenden Motor für den Antrieb der Einzugshaspel und ein Gehäuse umfaßt, wobei der Motor mit einem Antriebszahnrad in die Innenverzahnung eingreift oder mit dieser zu einem Planetentrieb ausgebildet ist. Die Antriebseinheit aus Zahnkranz und Motor ist dabei innerhalb der Einzugshaspel im Gehäuse angeordnet. Das Gehäuse kann die Antriebseinheit vollkommen oder nur teilweise umschließen, soll aber in jedem Fall das Mähgut von der Antriebseinheit fernhalten und somit einen störungsfreien Betrieb der Einzugshaspel sicherstellen. Der Motor stützt sich drehfest auf der Lagerachse ab, welche Lagerachse wiederum drehfest am Tragarm befestigt ist und das bzw. die Lager für die Haspellagerung trägt. Durch diese Maßnahmen wird eine einfache Antriebseinheit mit geringen Abmaßen geschaffen, die alle an eine Einzugshaspel gestellten Anforderungen erfüllt.

Um die Antriebskräfte sicher vom Motor auf die Einzugshaspel übertragen zu können, bilden das Gehäuse und die Innenverzahnung eine Baueinheit, an die ein zur Drehachse der Einzugshaspel koaxiales Tragrohr angeformt ist. Die Antriebskräfte werden zunächst vom Motor über die Innenverzahnung auf das Gehäuse und anschließend an das Tragrohr weitergeleitet, wodurch die Einzugshaspel in Bewegung gesetzt wird. Die Einzugshaspel ist beispielsweise in üblicher Weise am Tragrohr mittels Speichen angehängt bzw. befestigt. Eine gute und stabile Abstützung der Einzugshaspel am der Lagerachse zugehörigen Tragarm ergibt sich, wenn die Einzugshaspel und/oder das Tragrohr drehbar auf der Lagerachse gelagert sind. Die drehbare Lagerung der Einzugshaspel gegenüber der Lagerachse könnte aber auch über einen Planetentrieb erfolgen, wobei die Aufgabe der Lager dann von den Planetenrädern übernommen wird. Als Antrieb ist je nach Bedarf entweder ein hydraulischer oder ein elektrischer Motor vorgesehen. Dies ist deshalb von besonderem Vorteil, da die Versorgungsleitungen für diese Motoren besonders einfach und ohne die Baubreite der Erntemaschine zu erhöhen, verlegt werden können.

In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise schematisch veranschaulicht. Es zeigen:

Fig. 1
ein Mähwerk einer nicht näher dargestellten erfindungsgemäßen Erntemaschine in teilgeschnittener Vorderansicht,
Fig. 2
das Mähwerk aus Fig. 1 in Seitenansicht und
Fig. 3 und 4
zwei Ausgestaltungsvarianten für den Einzugshaspelantrieb in teilgeschnittener Ansicht und in vergrößertem Maßstab.

Eine nicht näher dargestellte Erntemaschine besitzt eine zwischen zwei Tragarmen 1 drehbar gelagerte Einzugshaspel 2, einen Antrieb 3 für die Einzugshaspel 2, einen Mähbalken 4 und eine Einzugsschnecke 5 für das geerntete Mähgut. Die Einzugshaspel 2 trägt in üblicher Weise eine Vielzahl von Haspelzinken 6, die gleichmäßig verteilt am Umfang der Einzugshaspel 2 angeordnet sind und besitzt ein Tragrohr 7 sowie mehrere Abstandselemente 8, welche für die Stabilität der Einzugshaspel 2 sorgen. Die Einzugshaspel 2 ist mit den Tragarmen 1 schwenkbar an einem Schneidwerksrahmen 9 angelenkt. Die Einzugshaspel 2 kann nicht nur radial um die Drehachse der Tragarme 1, sondern auch axial verstellbar sein. Der Abstand zwischen dem Drehpunkt der Einzugshaspel 2 und dem Drehpunkt der Tragarme 1 kann somit beliebig verändert werden. Der Antrieb 3 ist innerhalb der Einzugshaspel 2 angeordnet und umfaßt einen mit der Einzugshaspel 2 drehfest verbundenen, koaxial zur Drehachse der Einzugshaspel 2 angeordneten Zahnkranz 10 mit einer Innenverzahnung, einen sich an wenigstens einem Tragarm 1 abstützenden Motor 13 für den Antrieb 3 der Einzugshaspel 2 und ein Gehäuse 14. Das Gehäuse 14 ist mit einem Abstandselement 8 verschraubt. Der Motor 13 ist einerseits mit einem Halteelement 11 an der drehfest im Tragarm 1 sitzenden Lagerachse 12 befestigt, und greift anderseits mit einem Antriebszahnrad 15 in die Innenverzahnung des Zahnkranzes 10 ein, womit er für den Antrieb der Einzugshaspel 2 sorgt. Das Gehäuse 14 und der Zahnkranz 10 mit der Innenverzahnung bilden eine Baueinheit, an die das zur Drehachse der Einzugshaspel 2 koaxiale Tragrohr 7 angeformt ist. Entweder sind die Einzugshaspel 2 und das Tragrohr 7 drehbar auf der Lagerachse 12 gelagert (Fig. 3) oder es ist lediglich das Tragrohr 7 drehbar auf der Lagerachse 12 gelagert (Fig. 4). Als Motor 13 ist ein hydraulischer oder ein elektrischer Motor vorgesehen, dessen Versorgungsleitungen 16 entweder durch die Lagerachse 12 aus der Einzugshaspel 2 herausgeführt (Fig.3) oder aber direkt aus dem Gehäuse 14 nach außen abgeleitet werden (Fig. 4). Zum Antrieb der Einzugshaspel wird der Motor mit elektrischer oder hydraulischer Energie versorgt, worauf dieser die Einzugshaspel mit der gewünschten Drehzahl in Drehung versetzt. Die Einzugshaspel 2 stützt sich einerends, wie bereits erwähnt, über wenigstens ein Lager 17 an der Lagerachse 12 ab und ist an ihrem anderen Ende mit einem Wellenstummel 18 im zweiten Tragarm gelagert.


Anspruch[de]
  1. Erntemaschine, insbesondere Mähdrescher, mit einer zwischen Tragarmen (1) drehbar gelagerten Einzugshaspel (2) und mit einem Antrieb (3) für die Einzugshaspel (2), dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (3) innerhalb der Einzugshaspel (2) angeordnet ist.
  2. Erntemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (3) einen mit der Einzugshaspel (2) drehfest verbundenen, koaxial zur Drehachse der Einzugshaspel angeordneten Zahnkranz (10) mit Innenverzahnung, einen sich an wenigstens einem Tragarm (1) über eine Lagerachse (12) drehfest abstützenden Motor (13) für den Antrieb (3) der Einzugshaspel (2) und ein Gehäuse (14) umfaßt, wobei der Motor (13) mit einem Antriebszahnrad (15) in die Innenverzahnung eingreift oder mit dieser zu einem Planetentrieb ausgebildet ist.
  3. Erntemaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse und die Innenverzahnung eine Baueinheit bilden, an die ein zur Drehachse der Einzugshaspel (2) koaxiales Tragrohr (7) angeformt ist.
  4. Erntemaschine nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzugshaspel (2) und/oder das Tragrohr (7) drehbar auf der Lagerachse (12) gelagert sind.
  5. Erntemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Antrieb ein hydraulischer Motor vorgesehen ist.
  6. Erntemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß, daß als Antrieb ein elektrischer Motor vorgesehen ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com