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Dokumentenidentifikation DE102004055113A1 18.05.2006
Titel Verfahren zur Hydrophilierung von Siebdruckschablonenträgern sowie Verfahren zur Entfernung von Schablonenmaterial von einem Siebdruckschablonenträger und Entschichtungsflüssigkeit hierfür
Anmelder Kissel & Wolf GmbH, 69168 Wiesloch, DE
Erfinder Wittemann, Günter, 69234 Dielheim, DE
Vertreter Paul und Kollegen, 41460 Neuss
DE-Anmeldedatum 15.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004055113
Offenlegungstag 18.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.05.2006
IPC-Hauptklasse B41M 1/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41C 1/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B41N 3/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hydrophilierung von Siebdruckschablonenträgern, bei dem der Siebdruckschablonenträger vor dem Aufbringen von Schablonenmaterial mit einem Hydrophilierungsmittel behandelt wird. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Hydrophilierungsmittel verwendet wird, das feinstteilige Oxidteilchen und ein Benetzungsmittel enthält.
Die Erfindung betrifft ferner eine Entschichtungsflüssigkeit zum Entfernen von Schablonenmaterial von einem Siebdruckschablonenträger mit einem Entschichtungsmittel und einem Benetzungsmittel, welche dadurch gekennzeichnet ist, daß die Entschichtungsflüssigkeit feinstteilige Oxidteilchen enthält.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Hydrophilierung von Siebdruckschablonenträgern, bei denen der Siebdruckschablonenträger vor dem Aufbringen von Schablonenmaterial mit einem Hydrophilierungsmittel behandelt wird. Sie bezieht sich des weiteren auf ein Verfahren zur Entfernung von Schablonenmaterial von einem Siebdruckschablonenträger, in dem auf den Siebdruckschablonenträger bzw. das Schablonenmaterial eine Entschichtungsflüssigkeit aufgebracht wird, die ein Entschichtungsmittel und ein Benetzungsmittel enthält. Schließlich betrifft die Erfindung eine Entschichtungsflüssigkeit zum Entfernen von Schablonenmaterial von einem Schablonenträger.

Zur Herstellung einer Siebdruckform wird ein Siebdruckschablonenträger – meist in Form eines Siebdruckgewebes – mit einem gegenüber UV-Licht empfindlichen, wasserlöslichen Schablonenmaterial – auch Kopiermaterial genannt – beschichtet. Nach dem Trocknen wird der Teil des Schablonenmaterials, der den Siebdruckschablonenträger dauerhaft verschließen soll, mittels beispielsweise eines Diapositivs mit UV-Licht bestrahlt. Hierdurch vernetzt das Schablonenmaterial in dem Bereich, in dem es mit UV-Licht beaufschlagt wird, und wird wasserunlöslich. Die von dem UV-Licht nicht belichteten Bereiche bleiben wasserlöslich und werden nach dem Belichtungsprozeß ausgewaschen, so daß der Siebdruckschablonenträger in diesen Bereichen für die Druckfarbe durchlässig ist. Das Ergebnis ist eine Siebdruckschablone.

Übliches Schablonenmaterial besteht im wesentlichen aus einem wasserlöslich Basispolymer, homo- oder copolymeren Dispersionen, Weichmachern sowie Harzen und Additiven. Der Hauptbestandteil ist Wasser. Da Siebdruckschablonenträger in der Regel aus Kunststoffgeweben bestehen, sind sie hydrophob. Dies macht Schwierigkeiten bei der Benetzung des Siebdruckschablonenträgers mit dem wässrigen Schablonenmaterial, so daß es zu die Qualität des Druckergebnisses beeinträchtigenden Fehlstellen kommt.

Zur Vermeidung dieses Problems wird der Siebdruckschablonenträger vor dem Auftrag des Schablonenmaterials mit einem Entfettungsmittel, bestehend im wesentlichen aus einem nichtionischen Tensid und Wasser behandelt. Hierdurch wird jedoch kein ausreichend dauerhafter Hydrophilierungseffekt erzielt. Auch die Wirksamkeit der Hydrophilierung ist gering.

Der Erfindung liegt zum einen die Aufgabe zugrunde, Verfahren bereitzustellen, mit denen sich eine wirksam Hydrophilierung eines Siebdruckschablonenträgers erzielen und durch deren Anwendung sich die Benetzung des Siebdruckschablonenträgers mit Schablonenmaterial wesentlich verbessern läßt. Zum anderen besteht die Aufgabe darin, ein hierfür geeignetes Mittel bereitzustellen.

Der erste Teil der Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gelöst, bei dem ein Hydrophilierungsmittel verwendet wird, das feinstteilige Oxidteilchen und ein Benetzungsmittel enthält. Bei Anwendung dieses Hydrophilierungsmittels vor Aufbringen von Schablonenmaterial auf den Siebdruckschablonenträger wird letzterer außerordentlich wirksam und dauerhaft hydrophiliert mit der Folge, daß der Siebdruckschablonenträger von dem Schablonenmaterial wesentlich besser, als mit den Mitteln des Standes der Technik, benetzt wird und visuell erkennbare Fehlstellen kaum noch vorkommen oder vollständig fehlen.

Aufgrund der DE 101 16 200 A1 ist es bekannt, Oberflächen wie Glas, Kunststoff, Metall und Keramik mit einer hydrophilen Beschichtungszusammensetzung zu versehen, die feinstteilige Oxidteilchen und einen Oberflächenmodifikator aufweisen. Hierdurch soll bewirkt werden, daß sich feine Wassertröpfchen, wie sie sie sich zum Beispiel durch Taueffekte niederschlagen, zu einem geschlossenen Film zusammenlaufen, so daß sie optisch nicht mehr stören (Antibeschlageffekt). Außerdem soll die Trocknung benetzter Oberflächen begünstigt und eine Antischmutzwirkung erzielt werden. Als Einsatzfälle werden die Behandlung von Spiegeln, Wärmetauscher, Bekleidungsstücke, wasserlose Urinale und Verbände, Windeln sowie Papier und Zellstoff genannt.

In Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Oxidteilchen eine im Nanometerbereich liegende Teilchengröße haben, die zweckmäßigerweise zwischen 2 bis 100 nm, vorzugsweise 2 bis 40 nm, liegt. Als Oxidteilchen eignen sich vor allen Dingen Metalloxide, wie Titanoxid, vor allem aber Aluminiumoxid und Zirkonoxid, aber auch Schichtsilikate und/oder Mischungen davon. Sie können entsprechend den Ansprüchen 5 und 6 modifiziert und/oder funktionalisiert sein. Der Anteil der Oxidteilchen in dem Hydrophilierungsmittel sollte zwischen wenigsten 0,15 und höchsten 29,7 Gew.% liegen. Das erfindungsgemäße ebenfalls vorhandene Benetzungsmittel ist zweckmäßigerweise ein Tensid, insbesondere ein nichtionisches Tensid. Beispiele hierfür sind den Ansprüchen 9 und 10 zu entnehmen. Das Benetzungsmittel sollte in dem Hydrophilierungsmittel mit einem Gehalt von wenigstens 0,01 bis höchstens 20 Gew.% vorhanden sein. Der jeweilige Rest ist zweckmäßigerweise Wasser.

Alternativ zu dem zuvor beschriebenen Verfahren kann eine Hydrophilierung des Siebdruckschablonenträgers auch dadurch erfolgen, daß das vorbeschriebene, erfindungsgemäße Hydrophilierungsmittel bei der Entfernung von Schablonenmaterial von dem Siebdruckschablonenträger in der Form eingesetzt wird, daß es der ein Entschichtungsmittel enthaltenen Entschichtungsflüssigkeit zugegeben wird. Bei der Entschichtung des Siebdruckschablonenträgers zwecks Herstellung einer neuen Siebdruckschablone wird der Siebdruckschablonenträger nicht nur von dem Schablonenmaterial befreit, sondern gleichzeitig auch für den nächsten Beschichtungsvorgang hydrophiliert, und zwar wesentlich wirksamer als mit den bekannten Entfettungsmitteln. Eines besonderen Hydrophilierungsschrittes bedarf es dann nicht. Im Unterschied zu dem erstgenannten Verfahren sollte dabei das Benetzungsmittel mit einem Gehalt von mindestens 0,01 bis höchstens 20 Gew.% vorhanden sein.

Das Entschichtungsmittel enthält in an sich bekannter Weise ein Oxidationsmittel, wobei hier insbesondere ein Jodat, insbesondere Periodat und/oder eine Periodsäure, vorzugsweise ein Natriummetaperiodat, in Frage kommen. Entsprechende Zusammensetzungen ergeben sich beispielsweise aus der DE-A-27 25 499 und der DE 200 22 468 U1. Das Oxidationsmittel sollte in der Entschichtungsflüssigkeit mit einem Gehalt von mindestens 0,1 und höchstens 5 Gew.% vorhanden sein.

Die Entschichtungsflüssigkeit kann zusätzlich auch ein organisches Lösungsmittel, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe der Amide, Ether, Ester, Etherester und/oder Ketone (linear oder cyclisch), enthalten, beispielsweise Butyrolacton (4-Hydroxybuttersäurelacton). Dies kann mit einem Gehalt von 1 bis 30 Gew.% in der Entschichtungsflüssigkeit vorliegen.

Zur Stabilisierung des Oxidationsmittels empfiehlt sich die Zugabe von vorzugsweise konzentrierter Schwefelsäure und/oder Salpetersäure mit einem Gehalt von mindestens 0,1 bis höchstens 5 Gew.%, bezogen auf die Entschichtungsflüssigkeit. Es versteht sich, daß die Höchstwerte für die einzelnen Bestandteile der Entschichtungsflüssigkeit jeweils nur so hoch sein können, daß die Addition der einzelnen Bestandteile nicht mehr als 100 Gew.% ergibt.

Der zweite Teil der Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Entschichtungsflüssigkeit zum Entfernen von Schablonenmaterial von einem Siebdruckschablonenträger gelöst, die vorbeschriebene Zusammensetzung hat. Zusätzlich kann die Entschichtungsflüssigkeit auch noch mit Farbstoffen oder Pigmenten versehen sein. Üblicherweise sind ergänzend noch Additive, wie Dispergierhilfsstoffe, Komplexbildner und/oder Entschäumer enthalten. Insoweit kann auf die Erfahrungen mit den bekannten Entschichtungsflüssigkeiten zurückgegriffen werden. Die Anwendung der Entschichtungsflüssigkeit wie auch des Hydrophilierungsmittels kann sowohl manuell als auch maschinell erfolgen.

Nachfolgend sind die üblichen Zusammensetzungen sowohl des Hydrophilierungsmittels als auch der Entschichtungsflüssigkeit mit Bereichsangaben für die einzelnen Bestandteile angegeben. Innerhalb der angegebenen Bereiche kommen jeweils nur solche werte in Frage, die in der Summe der Bestandteile 100 Gew.% ergeben. Hydrophilierungsmittel 0,01–50 Gew.% nichtionisches Tensid auf Basis Fettalkoholpolyalkylenglycolether (z.B. das Produkt „Propetal 99" der Zschimmer & Schwarz GmbH & Co., D-56112 Lahnstein/Rhein) 0,15–29,7 Gew.% feinstteilige Oxide, z.B. Zirkonoxid oder Aluminiumoxid Rest Wasser
Entschichtungsmittel 1. 0,1–5 % Natriummetaperiodat 0,05–5 % konzentrierte Salpetersäure 0,01–50 % nichtionisches Tensid (z.B. das Produkt „Propetal 99" der Zschimmer & Schwarz GmbH & Co., D-56112 Lahnstein/Rhein) 0,15–27 % Oxid, z.B. Zirkonoxid oder Aluminiumoxid Rest Wasser 2. 0,1–5 % Natriummetaperiodat 0,05–5 % konzentrierte Salpetersäure 0,01–50 % nichtionisches Tensid (z.B. das Produkt „Propetal 99" der Zschimmer & Schwarz GmbH & Co., D-56112 Lahnstein/Rhein) 0,15–27 % Oxid, z.B. Zirkonoxid oder Aluminiumoxid 1–30 % organisches Lösemittel, z.B. das Produkt Butyrolacton der (?) Rest Wasser

Die nachstehende Tabelle gibt die Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Hydrophilierungsmittel und der erfindungsgemäßen Entschichtungsflüssigkeit im Vergleich zu bekannten Mitteln wieder. Dabei wurde jeweils ein Siebdruckgewebe mit einer Maschenweite von 34 &mgr;m mit den unten angegebenen Substanzen behandelt. Die Behandlung wurde wie folgt durchgeführt.

Das Hydrophilierungsmittel bzw. Entfettungsmittel wurde aufgesprüht und mit einer Bürste gleichmäßig verteilt. Nach kurzer Verweilzeit auf dem Siebdruckgewebe wurde es mit einer üblichen Handbrause mit Wasser abgespült und getrocknet. Dann wurde der Kontaktwinkel gegen Wasser gemessen, und das Siebdruckgewebe wurde anschließend mit einer handelsüblichen Fotoemulsion (Schablonenmaterial) beschichtet. Die resultierende Oberflächengüte wurde visuell beurteilt.

Für die Beurteilung der Entschichtungsflüssigkeit wurde das unbehandelte Siebdruckgewebe mit einer handelsüblichen Fotoemulsion (Schablonenmaterial) beschichtet, belichtet und getrocknet. Anschließend wurde die Entschichtungsflüssigkeit mit einer Bürste gleichmäßig über die Schablone verteilt und die damit oxidativ angelöste Schablone mit einem handelsüblichen Hochdruckgerät entfernt. Nach der Trocknung des Siebdruckgewebes wurde der Kontaktwinkel gegen Wasser gemessen und anschließend das Siebdruckgewebe wieder mit der gleichen Fotoemulsion beschichtet. Die resultierende Oberflächengüte der so gebildeten Schablone wurde visuell beurteilt.

Aus der vorstehenden Tabelle wird deutlich, daß mit dem herkömmlichen Entfettungsmittel (Vergleichsbeispiel 2) wie auch mit der bekannten Entschichtungsflüssigkeit keine signifikante Reduzierung des Kontaktwinkels gegen Wasser erreicht werden kann, so daß die Benetzungsfähigkeit des Siebdruckgewebes sich praktisch nicht von der eines unbehandelten Siebdruckgewebes (Vergleichsbeispiel 1) unterscheidet. Erst durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Hydrophilierungsmittels oder der erfindungsgemäßen Entschichtungsflüssigkeit auf der Basis feinstteiliger Oxide wird eine deutliche Hydrophilierung des Siebdruckgewebes erreicht, wie die Beispiele 1 bis 6 zeigen. Eine anschließende (Wieder)Beschichtung des Siebdruckgewebes mit Schablonenmaterial zeigt den gewünschten Effekt. Aufgrund des wesentlich besseren Benetzungsverhaltens waren Fehlstellen kaum oder gar nicht visuell erkennbar. Die Oberfläche der Schablone war visuell deutlich gleichmäßiger als bei Verwendung der Substanzen gemäß den Vergleichsbeispielen.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Hydrophilierung von Siebdruckschablonenträgern, bei dem der Siebdruckschablonenträger vor dem Aufbringen von Schablonenmaterial mit einem Hydrophilierungsmittel behandelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hydrophilierungsmittel verwendet wird, das feinstteilige Oxidteilchen und ein Benetzungsmittel enthält.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen eine im Nanometerbereich liegende Teilchengröße haben.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchengröße der Oxidteilchen bei 2 bis 100 nm, vorzugsweise 2 bis 40 nm, liegt.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen aus Metalloxid(en), insbesondere Titanoxid, Aluminiumoxid, Zirkonoxid, Schichtsilikat und/oder Mischungen davon, besteht bzw. bestehen.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen mit Ionen aus der Gruppe der Alkali- bzw. Erdalkaliionen und/oder mit anorganischen oder organischen Salzen modifiziert sind, welche in Verbindungen mit Aluminium, Zirkonium, Zink oder Titan vorliegen.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen dadurch funktionalisiert sind, daß funktionelle Gruppen der organischen Seitenketten Epoxid-, Acryloxy-, Methacryloxy-, Glycidiloxy-, Alkyl-, Vinyl-, Carboxyl-, Mercapto-, Hydroxyl-, Amid-, Amino-, Isocyano- oder Silanolgruppen eingefügt sind.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen in dem Hydrophilierungsmittel mit einem Anteil von 0,15 bis 29,7 Gew.% vorhanden sind.
  8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Benetzungsmittel ein Tensid, insbesondere ein nichtionisches Tensid, ist.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtionische Tensid ein Ethoxylat oder Alkoxylat von primären und sekundären Fettalkoholen oder von Alkylphenolen, ein Ethylenoxid/Propylenoxid- oder Propylenoxid/Ethylenoxid-Blockpolimerisat, ein Aminethoxylat, Aminalkoxylat, ein Alkylpolyglycolid, ein Fettaminoxid, ein Fettsäurealkanolamid und/oder ein Fettsäurealkylglucamid ist.
  10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Tensid ein endgruppenverschlossenes Tensid ist, bei dem die Hydroxylgruppe mit einer Alkylgruppe verethert ist.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Benetzungsmittel in dem Hydrophilierungsmittel mit einem Gehalt von 0,01 bis 20 Gew.% vorhanden ist.
  12. Verfahren zur Entfernung von Schablonenmaterial von einem Siebdruckschablonenträger, indem auf den Siebdruckschablonenträger bzw. das Schablonenmaterial eine Entschichtungsflüssigkeit aufgebracht wird, die ein Entschichtungsmittel und ein Benetzungsmittel enthält, dadurch gekennzeichnet, daß eine Entschichtungsflüssigkeit verwendet wird, die zusätzlich feinstteilige Oxidteilchen enthält.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen eine im Nanometerbereich liegende Teilchengröße haben.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchengröße der Oxidteilchen bei 2 bis 100 nm, vorzugsweise 2 bis 40 nm, liegt.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen aus Metalloxid(en), insbesondere Titanoxid, Aluminiumoxid, Zirkonoxid, Schichtsilikat und/oder Mischungen davon, besteht bzw. bestehen.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen mit Ionen aus der Gruppe der Alkali- bzw. Erdalkaliionen und/oder mit anorganischen oder organischen Salzen modifiziert sind, welche in Verbindungen mit Aluminium, Zirkonium, Zink oder Titan vorliegen.
  17. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen dadurch funktionalisiert sind, daß funktionelle Gruppen der organischen Seitenketten Epoxid-, Acryloxy-, Methacryloxy-, Glycidiloxy-, Alkyl-, Vinyl-, Carboxyl-, Mercapto-, Hydroxyl-, Amid-, Amino-, Isocyano- oder Silanolgruppen eingefügt sind.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen in der Entschichtungsflüssigkeit mit einem Anteil von 0,15 bis 27 Gew.% vorhanden sind.
  19. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Benetzungsmittel ein Tensid, insbesondere ein nichtionisches Tensid, ist.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtionische Tensid ein Ethoxylat oder Alkoxylat von primären und sekundären Fettalkoholen oder von Alkylphenolen, ein Ethylenoxid/Propylenoxid- oder Propylenoxid/Ethylenoxid-Blockpolimerisat, ein Aminethoxylat, Aminalkoxylat, ein Alkylpolyglycolid, ein Fettaminoxid, ein Fettsäurealkanolamid und/oder ein Fettsäurealkylglucamid ist.
  21. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Tensid ein endgruppenverschlossenes Tensid ist, bei dem die Hydroxylgruppe mit einer Alkylgruppe verethert ist.
  22. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Benetzungsmittel in der Entschichtungsflüssigkeit mit einem Gehalt von 0,01 bis 20 Gew.% vorhanden ist.
  23. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Entschichtungsmittel ein Oxidationsmittel enthält.
  24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxidationsmittel zumindest ein Iodat, insbesondere Periodat und/oder eine Periodsäure, ist.
  25. Verfahren nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxidationsmittel ein Natriumperiodat, insbesondere Natriummetaperiodat, ist.
  26. Verfahren nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxidationsmittel in der Entschichtungsflüssigkeit mit einem Gehalt von 0,1 bis 5 Gew.% vorhanden ist.
  27. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Entschichtungsflüssigkeit zusätzlich ein organische Lösungsmittel enthält.
  28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Lösungsmittel aus der Gruppe der Amide, Ether, Ester, Etherester und/oder Ketone (linear oder cyclisch) ausgewählt ist.
  29. Verfahren nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel Butyrolacton ist.
  30. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel in der Entschichtungsflüssigkeit mit einem Gehalt von 1 bis 30 Gew.% vorliegt.
  31. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Entschichtungsflüssigkeit Schwefelsäure und/oder Salpetersäure enthält.
  32. Verfahren nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß Schwefelsäure und/oder Salpetersäure in der Entschichtungsflüssigkeit mit einem Gehalt von 0,1 bis 5 Gew.% vorhanden ist.
  33. Entschichtungsflüssigkeit zum Entfernen von Schablonenmaterial von einem Siebdruckschablonenträger mit einem Entschichtungsmittel und einem Benetzungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß die Entschichtungsflüssigkeit feinstteilige Oxidteilchen enthält.
  34. Entschichtungsflüssigkeit nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen eine im Nanometerbereich liegende Teilchengröße haben.
  35. Entschichtungsflüssigkeit nach Anspruch 33 oder 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchengröße der Oxidteilchen bei 2 bis 100 nm, vorzugsweise 2 bis 40 nm, liegt.
  36. Entschichtungsflüssigkeit nach einem der Ansprüche 33 bis 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen aus Metalloxid(en), insbesondere Titanoxid, Aluminiumoxid, Zirkonoxid, Schichtsilikat und/oder Mischungen davon, besteht bzw. bestehen.
  37. Entschichtungsflüssigkeit nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen mit Ionen aus der Gruppe der Alkali- bzw. Erdalkaliionen und/oder mit anorganischen oder organischen Salzen modifiziert sind, welche in Verbindungen mit Aluminium, Zirkonium, Zink oder Titan vorliegen.
  38. Entschichtungsflüssigkeit nach einem der Ansprüche 33 bis 37, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen dadurch funktionalisiert sind, daß funktionelle Gruppen der organischen Seitenketten Epoxid-, Acryloxy-, Methacryloxy-, Glycidiloxy-, Alkyl-, Vinyl-, Carboxyl-, Mercapto-, Hydroxyl-, Amid-, Amino-, Isocyano- oder Silanolgruppen eingefügt sind.
  39. Entschichtungsflüssigkeit nach einem der Ansprüche 33 bis 38, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxidteilchen in der Entschichtungsflüssigkeit mit einem Anteil von 0,15 bis 27 Gew.% vorhanden sind.
  40. Entschichtungsflüssigkeit nach einem der Ansprüche 33 bis 39, dadurch gekennzeichnet, daß das Benetzungsmittel ein Tensid, insbesondere ein nichtionisches Tensid, ist.
  41. Entschichtungsflüssigkeit nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtionische Tensid ein Ethoxylat oder Alkoxylat von primären und sekundären Fettalkoholen oder von Alkylphenolen, ein Ethylenoxid/Propylenoxid- oder Propylenoxid/Ethylenoxid-Blockpolimerisat, ein Aminethoxylat, Aminalkoxylat, ein Alkylpolyglycolid, ein Fettaminoxid, ein Fettsäurealkanolamid und/oder ein Fettsäurealkylglucamid ist.
  42. Entschichtungsflüssigkeit nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß das Tensid ein endgruppenverschlossenes Tensid ist, bei dem die Hydroxylgruppe mit einer Alkylgruppe verethert ist.
  43. Entschichtungsflüssigkeit nach einem der Ansprüche 33 bis 42, dadurch gekennzeichnet, daß das Benetzungsmittel in der Entschichtungsflüssigkeit mit einem Gehalt von 0,01 bis 20 Gew.% vorhanden ist.
  44. Entschichtungsflüssigkeit nach einem der Ansprüche 33 bis 43, dadurch gekennzeichnet, daß das Entschichtungsmittel ein Oxidationsmtitel enthält.
  45. Entschichtungsflüssigkeit nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxidationsmittel zumindest ein Iodat, insbesondere Periodat und/oder eine Periodsäure, ist.
  46. Entschichtungsflüssigkeit nach Anspruch 44 oder 45, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxidationsmittel ein Natriumperiodat, insbesondere Natriummetaperiodat, ist.
  47. Entschichtungsflüssigkeit nach einem der Ansprüche 44 bis 46, dadurch gekennzeichnet, daß das Oxidationsmittel in der Entschichtungsflüssigkeit mit einem Gehalt von 0,1 bis 5 Gew.% vorhanden ist.
  48. Entschichtungsflüssigkeit nach einem der Ansprüche 33 bis 47, dadurch gekennzeichnet, daß die Entschichtungsflüssigkeit zusätzlich ein organische Lösungsmittel enthält.
  49. Entschichtungsflüssigkeit nach Anspruch 48, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Lösungsmittel aus der Gruppe der Amide, Ether, Ester, Etherester und/oder Ketone (linear oder cyclisch) ausgewählt ist.
  50. Entschichtungsflüssigkeit nach Anspruch 48 oder 49, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel Butyrolacton ist.
  51. Entschichtungsflüssigkeit nach einem der Ansprüche 48 bis 50, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel in der Entschichtungsflüssigkeit mit einem Gehalt von 1 bis 30 Gew.% vorliegt.
  52. Entschichtungsflüssigkeit nach einem der Ansprüche 33 bis 51, dadurch gekennzeichnet, daß die Entschichtungsflüssigkeit Schwefelsäure und/oder Salpetersäure enthält.
  53. Entschichtungsflüssigkeit nach Anspruch 52, dadurch gekennzeichnet, daß Schwefelsäure und/oder Salpetersäure in der Entschichtungsflüssigkeit mit einem Gehalt von 0,1 bis 5 Gew.% vorhanden ist.
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