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Dokumentenidentifikation DE202006002495U1 18.05.2006
Titel Werbeträger in Form eines überdimensionierten Balls
Anmelder Atelier Damböck Messebau GmbH, 85464 Finsing, DE
Vertreter Schaumburg, Thoenes, Thurn, Landskron, 81679 München
DE-Aktenzeichen 202006002495
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 18.05.2006
Registration date 13.04.2006
Application date from patent application 16.02.2006
IPC-Hauptklasse G09F 23/00(2006.01)A, F, I, 20060216, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Werbeträger in Form eines überdimensionierten Balls, insbesondere eines Fußballs, eines Tennisballs oder eines Golfballs.

Aus dem Internationalen Geschmacksmuster DM/035667 desselben Anmelders ist ein Kiosk oder Messestand bekannt, der die Form eines überdimensionierten Golfballs hat. Die Außenfläche des Golfballs dient als Werbefläche. Am Boden des überdimensionierten Balls ist innen ein Stützgestell vorgesehen, welches dem Ball Standfestigkeit verleiht. Der Ball kann über eine Tür betreten werden; außerdem enthält der Ball eine Öffnung nach Art einer Theke. Eine Bedienperson im Inneren des Balls kann über diese Theke Prospekte oder Informationsmaterial herausgeben, oder die Bedienperson kann über diese Thekenfläche Kunden beraten.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Werbeträger in Form eines überdimensionierten Balls anzugeben, der bei Besuchern von Veranstaltungen hohe Aufmerksamkeit erregt und gut in Erinnerung bleibt.

Gemäß der Erfindung hat ein Werbeträger in Form eines überdimensionierten Balls, insbesondere eines Fußballs, eines Tennisballs oder eines Golfballs, eine im Wesentlichen geschlossene Kugelschale. Innerhalb der Kugelschale ist ein Fahrgestell angeordnet, welches mindestens zwei voneinander beabstandete und durch Motormittel angetriebene Antriebsräder oder Antriebsrollen lagert. Die Antriebsräder stützen sich auf der Innenfläche der Kugelschale ab und verlagern das Fahrgestell relativ zur Innenfläche. Im Inneren des Balls ist eine Energiequelle angeordnet, durch die die Motormittel mit Antriebsenergie versorgt werden.

Ein solcher Werbeträger wird beispielsweise in einer Fußballarena eingesetzt. Bereits im Stillstand fällt der Werbeträger wegen seiner überdimensionierten Form eines Fußballs den Besuchern auf. Da eine geschlossene Kugelschale verwendet wird, ist eine relativ große Werbefläche vorhanden. Mit Hilfe des Fahrgestells und der Antriebsräder wird der überdimensionierte Ball in Bewegung gesetzt, wobei er vorwärts, rückwärts und/oder in Kurven sich rollend bewegt. Es ergibt sich somit ein besonderer Überraschungseffekt, der Besuchern gut in Erinnerung bleibt. Die Besucher nehmen bei der Betrachtung des rollenden Fußballs auch die Werbeinformation mit auf und verknüpfen diese mit dem Überraschungseffekt des rollenden Balls. Auf diese Weise wird ein hoher Erinnerungseffekt an die gezeigte Werbeinformation bei relativ geringem Werbeaufwand erreicht.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel enthält die Kugelschale mindestens ein Segment, welches an der Kugelschale oder an anderen Kugelschalenelementen lösbar angeordnet ist. Über dieses lösbare Segment ist das Innere des überdimensionierten Balls zugänglich und es können Wartungsarbeiten ausgeführt werden. Vorzugsweise ist das lösbare Kugelschalensegment durch eine Magnethalterung gehalten, deren Haltekräfte ein- und ausschaltbar sind.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung erläutert. Darin zeigt:

1 eine schematische und perspektivische Darstellung eines überdimensionierten Fußballs, der zum Betrachten des Inneren halb aufgeschnitten ist,

2 eine schematische Seitenansicht des Balls,

3 eine schematische Draufsicht, und

4 ein Blockschaltbild, anhand der die Funktionsweise erläutert wird.

In 1 ist in einer perspektivischen Darstellung ein aufgeschnittener überdimensionierter Fußball 10 dargestellt. Beispielsweise kann ein solcher Fußball einen Durchmesser von ca. ein bis drei oder mehr Metern haben. Der Fußball hat eine im Wesentlichen geschlossene Kugelschale 12, die wiederum aus verschiedenen Segmenten zusammengesetzt ist. Die Segmente der Kugelschale 12 bestehen aus glasfaserverstärktem Polyester oder aus anderem Kunststoff, gegebenenfalls auch aus Metall.

Im Inneren der Kugelschale 12 ist ein Fahrgestell 14 angeordnet. Dieses Fahrgestell 14 umfasst mehrere Metallschienen, um dem Fahrgestell Festigkeit zu verleihen. Am Fahrgestell 14 sind zwei voneinander beabstandete Antriebsräder 16, 18 gelagert, die jeweils von Elektromotoren angetrieben werden. Diese Antriebsräder stützen sich auf der Innenfläche der Kugelschale 12 ab.

Weiterhin sind am Rahmen 20 des Fahrgestells 14 vier leer laufende Stützräder 22, 24, 26, 28 gelagert. Mindestens eines oder mehrere dieser Stützräder stützen sich ebenfalls auf der Innenfläche der Kugelschale 12 ab. An einem nach oben ragenden Halterahmen 30 ist eine Baueinheit 32 befestigt. Sie enthält die elektrische Steuerung und einen elektrischen Akkumulator zur Versorgung der Elektromotoren mit elektrischer Energie.

2 zeigt in einer schematischen Seitenansicht die Anordnung der Antriebsräder 16, 18 mit ihnen zugeordneten elektrischen Motoren 34, 36, beispielsweise Schrittmotoren oder Gleichstrommotoren, die am Fahrgestell 14 befestigt sind.

3 zeigt eine schematische Draufsicht auf den Ball mit dem Fahrgestell 14. Die Antriebsräder 16, 18 sowie die Stützräder 28 liegen auf der Innenfläche der Kugelschale 12 etwa entlang eines Kreises 38 auf, der gestrichelt eingezeichnet ist.

Wenn gemäß 3 die Antriebsräder 16, 18 durch ihre Motoren 34, 36 so angesteuert werden, dass sie sich mit gleicher Drehzahl vorwärts bewegen, so wird das Fahrgestell 14 in Richtung des Pfeils 40 verlagert. Die Antriebsräder 16, 18 bewegen sich auf der konkaven Innenfläche der Kugelschale 12 nach oben, so dass das gesamte Fahrgestell 14 eine höhere mechanische potentielle Energie erhält. Der Schwerpunkt des Fahrgestells 14 hat sich dabei in Richtung des Pfeils 40 verlagert. Aufgrund der kugeligen Außenfläche der Kugelschale 12 rollt der Ball 10 in Richtung des Pfeils 40, wobei die potentielle Energie wieder abgebaut wird. Wenn sich die Antriebsräder 16, 18, die getrennt voneinander durch ihre Motoren 34, 36 angetrieben werden, mit unterschiedlicher Drehzahl drehen, so verlagert sich der Schwerpunkt des Fahrgestells 14 in andere Richtungen, so dass sich eine Rollbewegung in Vorwärtsrichtung, Rückwärtsrichtung und in seitliche Richtungen einstellen lässt.

4 zeigt anhand eines Blockschaltbilds die Steuerung des rollenden Balls. Eine Steuerung 42 wird mit elektrischem Strom aus einem wieder aufladbaren Akkumulator 44 versorgt. Die Steuerung 42 versorgt wiederum die Motoren 34, 36 getrennt voneinander mit elektrischem Strom. Diese Motoren 34, 36 treiben die Antriebsräder 16, 18 unabhängig voneinander an. Die Steuerung erhält Signale von einer Fernbedienung 46, die eine Bedienperson, die weit vom Ball entfernt sein kann, bedient. Mit der Fernbedienung 46 kann ein Computer 48 verbunden sein, der vorbestimmte Bewegungsbahnen in digitaler Form speichert und der über die Fernbedienung 46 zu diesen Bewegungsbahnen gehörenden Signale an die Steuerung 42 weitergibt. Solche vorbestimmte Bewegungsbahnen können beispielsweise die Form einer Acht, eines Kreises, einer Ellipse und/oder eines Vierecks haben. Der Computer 48 kann auch innerhalb der Steuerung 42 im Inneren des Balls 10 angeordnet sein. Mit Hilfe der Fernbedienung 46 wird dann das Programm für eine zugehörige Bewegungsbahn aufgerufen und der Computer 48 steuert die Steuerung 42 derart, dass diese aufgerufene Bewegungsbahn ausgeführt wird.

Das gezeigte Ausführungsbeispiel kann vielfältig abgewandelt sein. Beispielsweise können anstelle von Antriebsrädern auch Antriebsrollen oder Antriebswalzen verwendet werden. Anstelle von vier Stützrädern kann es auch ausreichend sein, nur ein oder zwei Stützräder zu verwenden. Anstelle von Stützrädern können auch Stützrollen oder Stützwalzen verwendet werden. Außerdem ist es denkbar, gemäß 2 unterhalb des Rahmens 20 zwischen den Motoren 34, 36 Stützrollen anzuordnen. Ebenso ist es möglich, um den Schwerpunkt möglichst weit in Bodennähe zu bringen, die Baueinheit 32 unterhalb des Rahmens 20 zwischen den Motoren 34, 36 anzuordnen.


Anspruch[de]
  1. Werbeträger in Form eines überdimensionierten Balls (10), insbesondere eines Fußballs, eines Tennisballs oder eines Golfballs,

    mit einer im Wesentlichen geschlossenen Kugelschale (12),

    mit einem innerhalb der Kugelschale (12) angeordneten Fahrgestells (14),

    welches mindestens zwei voneinander beabstandete und durch Motormittel (34, 36) angetriebene Antriebsräder (16, 18) oder Antriebsrollen lagert,

    die sich auf der Innenfläche der Kugelschale (12) abstützen und die das Fahrgestell (14) relativ zur Innenfläche verlagern,

    und mit einer Energiequelle im Inneren des Balls (10), durch die die Motormittel (34, 36) mit Antriebsenergie versorgt werden.
  2. Werbeträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenfläche der Kugelschale (12) als Werbefläche vorgesehen ist.
  3. Werbeträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugelschale (12) mindestens ein Segment enthält, welches an der Kugelschale oder an anderen Kugelschalensegmenten lösbar angeordnet ist.
  4. Werbeträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das lösbare Kugelschalensegment durch eine Magnethalterung gehalten ist, deren Haltekräfte ein- und ausschaltbar sind.
  5. Werbeträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrgestell (14) ein oder mehrere Stützräder (22, 24, 26, 28) oder Stützrollen hat, die freilaufend sind und die sich an der Innenfläche der Kugelschale (12) abstützen.
  6. Werbeträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Energiequelle eine elektrische Batterie oder ein wieder aufladbarer elektrischer Akkumulator vorgesehen ist.
  7. Werbeträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fernsteuerung (46) vorgesehen ist, durch die die Motormittel (34, 36) ansteuerbar sind.
  8. Werbeträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Antriebsrad (16, 18) getrennt ansteuerbar ist.
  9. Werbeträger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine computer-gestützte Steuerung vorgesehen ist, die eine vorbestimmte Bewegungsbahn, insbesondere eine Bewegungsbahn in Form einer Acht, eines Kreises, einer Ellipse und/oder eines Vierecks, in digitaler Form speichert und die Antriebsmittel so ansteuert, dass der überdimensionierte Ball (10) entlang dieser Bewegungsbahn rollt.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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