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Dokumentenidentifikation DE60111636T2 18.05.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001286581
Titel RODEMASCHINE FÜR WURZELGEWÄCHSE
Anmelder Helminen, Jari, Säkylä, FI
Erfinder Helminen, Jari, 27800 Säkylä, FI
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Aktenzeichen 60111636
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 16.05.2001
EP-Aktenzeichen 019340645
WO-Anmeldetag 16.05.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/FI01/00481
WO-Veröffentlichungsnummer 0001087043
WO-Veröffentlichungsdatum 22.11.2001
EP-Offenlegungsdatum 05.03.2003
EP date of grant 22.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.05.2006
IPC-Hauptklasse A01D 25/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Hebevorrichtung für Wurzelgewächse. Im Spezielleren bezieht sich die Erfindung auf eine neuartige und verbesserte Pflugschareinheit.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Es ist bereits eine Pflugschareinheit bekannt, wie sie in der Patentveröffentlichung FI 3807 U dargestellt ist, wobei diese im Folgenden unter Bezugnahme auf 1 erläutert wird, die den Stand der Technik darstellt.

1 zeigt eine Pflugschareinheit, die für Wurzelgewächse, insbesondere für Zuckerrüben, gedacht ist. Die Pflugschareinheit besitzt einen Montagerahmen 1, der für die Anbringung an einer Hebevorrichtung gedacht ist, die an einer Zugmaschine anzubringen ist, eine Querwelle 3, die mittels Lagern an dem Montagerahmen 1 angebracht ist, sowie Übertragungsvorrichtungen 5, 6, durch die die Antriebsvorrichtung 2 betriebsmäßig mit der Querwelle 3 verbunden ist. Ferner besitzt die Pflugschareinheit zwei Taumeleinrichtungen 4, die in voneinander beabstandeter Weise an der Querwelle 3 angeordnet sind, wobei diese mit ihrer jeweiligen eigenen Taumeleinrichtung 4 verbunden sind, und einen Pflugschararm 7, der im Wesentlichen in nach unten verlaufender Richtung angeordnet ist, eine Pflugschar 8 an dem unteren Ende jedes Pflugschararms 7 sowie einen Hebelarm 9, der bei den Bezugszeichen 10, 11 zwischen dem Montagerahmen 1 und jedem Pflugschararm 7 gelenkig angebracht ist, wobei die beiden Taumeleinrichtungen 4 in einer derartigen winkelmäßigen Position relativ zueinander angeordnet sind, dass sie zusammen mit den Hebelarmen 9 die Pflugscharen 8 sowohl in horizontaler Richtung als auch in vertikaler Richtung in eine asynchrone Schrittbewegung bringen, um die Wurzelgewächse aus dem Boden zu ziehen.

Bei der in 1 dargestellten Lösung sind zumindest die Querwelle mit ihren Taumeleinrichtungen 4 sowie die Pflugscharachsen 7 mit ihren Pflugscharen 8 an dem Montagerahmen 1 angeordnet, wobei sie an elastischen Vorrichtungen 22 gelenkig angebracht sind.

Probleme bei der bekannten Vorrichtung, beispielsweise der vorstehend geschilderten Hebevorrichtung für Wurzelgewächse, gibt es viele. Wie aus der in 1 dargestellten Vorrichtung ersichtlich ist, haben Vorrichtungen des Standes der Technik viele Verschleißteile. Dies erhöht die Wartungskosten. Außerdem war die Montage der Vorrichtung teuer und aufwändig. Die Taumeleinrichtungswelle der Hebevorrichtung ist starker Verdrehungskraft ausgesetzt, und die Transmissionseinrichtung zwischen dem Hydraulikmotor und der Taumeleinrichtungswelle ist beträchtlichen Belastungen ausgesetzt. Die nutzbare Lebensdauer dieser Teile ist relativ kurz, sie benötigen Wartung und ihr Austausch führt zu erheblichen Kosten. Ferner ist bei den Hebevorrichtungen des Standes der Technik die Möglichkeit der Einstellung der Stufenbewegung der Pflugscharen begrenzt, und es ist bisher nicht möglich, die Hubübersetzung, die Stoßkraft und die Hublänge von Hebevorrichtungen einzustellen. Insbesondere während des Hebevorgangs stellt das Nichtvorhandensein einer Möglichkeit zum Einstellen der Hebe-Pflugscharen ein Problem dar.

Mit der in 1 dargestellten Vorrichtung lässt sich jeweils nur ein einziges Wurzelgewächs mit den gleichen Pflugschar-Einstellungen handhaben, und es besteht keine Möglichkeit, irgendwelche Einstellungen während des Hebevorgangs vorzunehmen, ohne den Hebevorgang zu unterbrechen oder diesen zu stoppen.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, die vorstehend genannten Nachteile zu eliminieren oder zumindest signifikant zu vermindern. Ein spezielles Ziel der Erfindung besteht darin, einen neuartigen Typ einer Pflugschareinheit einer Hebevorrichtung zu offenbaren, die gegenüber früheren vorteilhafter ist und sich einfacher herstellen und warten lässt und bei der die Einstellmöglichkeit im Vergleich zu den Pflugschareinheiten des Standes der Technik weit vielseitiger sind.

KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Hebevorrichtung für Wurzelgewächse. Im Spezielleren betrifft die Erfindung eine neuartige und verbesserte Pflugschareinheit einer Hebevorrichtung für Wurzelgewächse.

Die erfindungsgemäße Pflugschareinheit besitzt einen Montagerahmen, der an der Hebevorrichtung für Wurzelgewächse angebracht oder mit dieser verbunden ist, einen Pflugschararm, der wenigstens an einer Stelle an dem Montagerahmen angebracht ist, eine Hebe-Pflugschar, die an dem Pflugschararm angebracht ist und an wenigstens einer Stelle gelenkig angebracht ist und dazu ausgebildet ist, sich in vertikaler oder in horizontaler Richtung zu bewegen. Gemäß der Erfindung besitzt die Pflugschareinheit eine Aus- und Einfahr-Krafteinheit, die an dem Pflugschararm angebracht ist, um eine Bewegung von diesem sowie der Hebe-Pflugschar in vertikaler Richtung zu ermöglichen. Die Hebe-Pflugscharen sind an den Pflugschararmen oder den Krafteinheiten gelenkig angebracht, so dass die Arbeitstiefe oder der Hebewinkel der Hebe-Pflugscharen eingestellt werden kann. Es sind auch andere Verbindungsanordnungen des Pflugschararms, der Pflugschareinheit und der Krafteinheit möglich. Von substantieller Bedeutung ist, dass die Bewegung der Pflugschar unter Verwendung der vorstehend genannten Aus- und Einfahr-Krafteinheit verwirklicht ist. Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Krafteinheit an dem Montagerahmen angebracht, wobei es sich bei der Krafteinheit um einen Hydraulikzylinder handelt. Der Hydraulikzylinder ist z.B. ein Hydraulikzylinder, bei dem ein Zylinderkörper, ein Kolben und eine Kolbenstange vorhanden sind. Der Körper des Hydraulikzylinders ist an wenigstens einer Stelle mit dem Montagerahmen verbunden, und die bewegliche Kolbenstange des Zylinders ist mit dem Pflugschararm verbunden.

Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Pflugschareinheit mit einer Steuereinheit versehen, die mit dem Hydraulikzylinder verbunden ist. Die Steuereinheit kann zum Steuern der Mengen an Hydraulikflüssigkeit der Hydraulikzylinder und somit der Hubübersetzung, der Stoßkraft und der Hublänge der Hebevorrichtungen verwendet werden. Hydraulikflüssigkeit wird mittels einer separaten Hydraulikpumpe in die Zylinder gepumpt. Aufgrund dieser Ausbildung löst die Erfindung viele Probleme der Pflugschareinheiten des Standes der Technik. Die Vorrichtung lässt sich in einfacherer Weise einstellen, in einfacherer Weise warten und ist ferner praktikabler. Bei der Steuereinheit kann es sich um einen Computer oder eine beliebige andere entsprechende programmierbare Vorrichtung handeln. Ferner ist es möglich, die Steuereinheit mit einem oder mehreren Sensor zu verbinden, die zum Überwachen der Betriebsumgebung der Pflugscharen, wie z.B. der Härte des Bodens, der Anzahl von Unkräutern, der Größe der zu hebenden Zuckerrüben sowie anderer Parameter verwendet werden, die bei dem Hebevorgang und insbesondere bei der Steuerung der Bewegung der Pflugscharen erforderlich sind. Darüber hinaus können die Sensoren dazu verwendet werden, die Notwendigkeit einer Reinigung der Pflugscharen zu überwachen, und falls eine solche Reinigung erforderlich ist, die Pflugscharen in eine "Schüttelbewegung" zu bringen, um das darin angesammelte, überschüssige Material abzuschütteln.

Darüber hinaus weist die Steuereinheit eine Hub-Einstelleinrichtung auf, die zum Einstellen der Hublänge des Hydraulikzylinders und somit der Arbeitstiefe der Hebe-Pflugscharen verwendet wird. Die Hublänge beträgt beim Heben von Zuckerrüben z.B. 25 bis 40 mm, wobei jedoch auch andere Hublängen verwendet werden können. Die Steuereinheit weist ferner eine Kraft-Einstelleinrichtung auf, die zum Einstellen der Kraft und der Geschwindigkeit des Aufpralls des Zylinders verwendet wird. Hierbei handelt es sich um eine wichtige Einstellmöglichkeit, die das Einstellen der Hebe-Pflugscharen in Abhängigkeit von dem Boden und dem Pflanzabstand der Wurzelgewächse ermöglicht. Die Steuereinheit weist ferner einen Schalter auf, der zum Ändern der Bewegungsrichtung der Hebe-Pflugscharen entweder in elektrischer Weise, durch Druck oder durch mechanische Mittel verwendet wird. Der Schalter ermöglicht die Steuerung des Betriebs der Hub-Einstelleinrichtung und der Kraft-Einstelleinrichtung. Es muss möglich sein, die Bewegungsrichtung der Hebe-Pflugscharen während des Hebevorgangs zu ändern, da die Pflanztiefe, die Hebebedingungen, usw. variieren können. Außerdem kann sich die Form und die Zusammensetzung des Pflanzbereichs ändern. Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass die Pflugschareinheit und die Krafteinheit separat eingestellt werden können, so dass die Bewegung des Pflugschar-Paares keinen Einfluss auf die Einstellung hat.

Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Pflugschareinheit eine zweite Krafteinheit auf, bei der es sich um einen Hydraulikzylinder der vorstehend genannten Art handelt. Dieser kann zum Erzeugen der Bewegung der zweiten Pflugschar des Pflugschar-Paares verwendet werden, wobei in diesem Fall beide Pflugscharen ihre eigene Krafteinheit aufweisen. Hierbei handelt es sich um eine der vorteilhaftesten Ausführungsformen der Erfindung, wobei diese die vorstehend genannte Pflugschar-spezifische Einstellung ermöglicht. Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung gibt es einen Satz von Pflugscharen, der in der Pflugschareinheit angeordnet ist, die vier Pflugschararme aufweist, die mit vier Hebe-Pflugscharen verbunden sind. Zwischen dem Pflugschararm und der Hebe-Pflugschar befindet sich ein Drehpunkt, und die Hebe-Pflugscharen sind in dem System derart angeordnet, dass der Neigungswinkel und die Distanz zwischen den Hebe-Pflugscharen in Abhängigkeit von der Größe des zu hebenden Wurzelgewächses optimal sind. Ferner sind in dem Paar der Pflugscharen vier Hydraulikzylinder vorhanden, die mit vier Pflugschararmen verbunden sind, wobei mittels zwei Steuereinheiten die Wirkung ihrer Kraft derart eingestellt wird, dass die Hebe-Pflugscharen in eine Schrittbewegung in Richtung nach oben und nach unten verbracht werden.

Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die Hydraulikzylinder der Pflugschar-Paare derart überkreuz verbunden, dass das Füllen des ersten Hydraulikzylinders mit der Austrittsflüssigkeit des zweiten Hydraulikzylinders und umgekehrt erfolgt, wobei in diesem Fall die mit den Hydraulikzylindern verbundenen Hebe-Pflugscharen sich gegenphasig relativ zueinander bewegen. Hydraulikflüssigkeit wird an zwei Steilen in die Hydraulikzylinder eingeleitet, und der Druck wird mittels der Steuereinheit gesteuert. Die Pflugschareinheit kann auch mehrere Paare von Pflugscharen der vorstehend genannten Art aufweisen.

Im Vergleich zum Stand der Technik ermöglicht die vorliegende Erfindung die Schaffung einer neuen Art von Pflugschareinheit einer Hebevorrichtung für Wurzelgewächse, deren Herstellungs- und Wartungskosten niedriger als bisher sind und deren Betrieb in vielseitigerer Weise als bei den Pflugschareinheiten des Standes der Technik gesteuert und eingestellt werden kann.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Im Folgenden wird die Erfindung mit Hilfe von einigen Beispielen ihrer Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Begleitzeichnungen beschrieben; darin zeigen:

1 eine Perspektivansicht zur Veranschaulichung einer Pflugschareinheit des Standes der Technik sowie des unteren Teils des Hebe-Förderers der Hebevorrichtung;

2 eine Darstellung einer vorteilhaften Vorrichtung gemäß der Erfindung; und

3 eine Darstellung eines Teils der Vorrichtung gemäß der Erfindung..

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die Pflugschareinheit, wie sie in 2 dargestellt ist, besitzt einen Montagerahmen 1, der an der Hebevorrichtung (nicht gezeigt) angebracht ist, Pflugschararme 2a, 2b, 2c und 2d, die an wenigstens einer Stelle an dem Montagerahmen angebracht sind, sowie Hebe-Pflugscharen 3a, 3b, 3c und 3d, die mit den Pflugschararmen 2a, 2b, 2c und 2d verbunden sind. Die Hebe-Pflugscharen sind an wenigstens einer Stelle gelenkig angebracht und derart angeordnet, dass sie sich in Vertikalrichtung bewegen und an dem Montagerahmen 1 an wenigstens einer Stelle angebracht sind.

Die Pflugschareinheit, wie sie in 2 dargestellt ist, weist Aus- und Einfahr-Krafteinheiten 4a, 4b, 4c und 4d auf, die mit den Pflugschararmen 2a, 2b, 2c und 2d verbunden sind, um eine Bewegung der Pflugschararme und der Hebe-Pflugscharen 3a, 3b, 3c und 3d in Vertikalrichtung zu ermöglichen. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung handelt es sich bei den Krafteinheiten 4a, 4b, 4c und 4d vorteilhafterweise um Hydraulikzylinder, deren Betriebssubstanz Hydraulikflüssigkeit ist. Die Hydraulikzylinder 4a, 4b, 4c und 4 sind an dem einen Ende mit dem Montagerahmen 1 verbunden und an dem anderen Ende mit den Pflugschararmen 2a, 2b, 2c und 2d verbunden. Die Hydraulikzylinder 4a, 4b, 4c und 4d sind relativ zueinander in einer schrägen Haltung angeordnet.

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird Hydraulikflüssigkeit mittels einer Pumpe 6 in die Hydraulikzylinder 4a, 4b, 4c und 4d gepumpt. Die Hydraulikflüssigkeit wird mittels der Pumpe 6 entlang separater Rohrleitungen über die Steuereinheiten 5a und 5b zu den Hydraulikzylindern 4a, 4b, 4c und 4d gepumpt.

Mittels der Steuereinheiten 5a und 5b, die zu dem erfindungsgemäßen Gerät gehören, wird der Betrieb der Hydraulikzylinder 4a, 4b, 4c und 4d gesteuert. In den Steuereinheiten 5a und 5b sind zumindest eine Kraft-Einstelleinrichtung 9, die zum Einstellen der Aufprallkraft und der Geschwindigkeit der Hydraulikzylinder 4a, 4b, 4c und 4d verwendet wird, sowie wenigstens eine Hub-Einstelleinrichtung 8 vorgesehen, die zum Einstellen der Hublänge der Hydraulikzylinder 4a, 4b, 4c und 4d verwendet wird. Die Steuereinheit 5a weist wenigstens einen Schalter 10 auf, der zum Ändern der Bewegungsrichtung der Hebe-Pflugscharen 3a, 3b, 3c und 3d verwendet wird, wobei dies entweder in elektrischer Weise, durch Druck oder durch mechanische Mittel erfolgt. Die Steuereinheit kann auch einen Computer oder eine beliebige andere programmierbare Logikeinheit oder Ähnliches aufweisen, die die Steuerung des Betriebs der Hydraulikzylinder unter Verwendung von Ventilen oder anderen Einrichtungen ermöglicht.

3 zeigt eine vorteilhafte Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in detaillierter Weise. Bei der in 3 dargestellten Pflugschareinheit sind Paare von Pflugscharen vorhanden. Ein Pflugschar-Paar besitzt zwei Pflugschararme 2a und 2b, die mit zwei Hebe-Pflugscharen 3a und 3b verbunden sind; zwei Hydraulikzylinder 4a und 4b, die in entsprechender Weise mit den genannten Pflugschararmen verbunden sind; sowie wenigstens zwei Steuereinheiten 5a und 5b, die zum Steuern der Paare von Hydraulikzylindern verwendet werden. Bei dem in 3 dargestellten System wird Hydraulikflüssigkeit mittels der Pumpe 6 in die Hydraulikzylinder gepumpt, die überkreuz verbunden sind. In der Überkreuz-Verbindung erfolgt das Füllen ersten Hydraulikzylinders durch Leiten der Austrittsflüssigkeit des zweiten Zylinders in den ersten Zylinder. Dies ermöglicht die Erzielung der Schrittbewegung der Hebe-Pflugscharen 3a, 3b, 3c und 3d, und in diesem Fall werden die Wurzelgewächse in sehr effizienter Weise aus dem Boden gezogen. Der Verlauf ist in 3 mittels Pfeilen parallel zu den Hydraulikzylindern 4a, 4b, 4c und 4d dargestellt. Bei jedem der Pflugschar-Paare bewegt sich eine Hebe-Pflugschar nach unten und die andere nach oben.

Die Steuereinheiten 5a und 5b ermöglichen eine Einstellung der Menge an Hydraulikflüssigkeit, die zwischen den ersten Hydraulikzylinder und den zweiten Hydraulikzylinder in der Überkreuz-Verbindung zuzuführen sowie abzuführen ist. Die Hublänge wird mittels der Hub-Einstelleinrichtung 7 der Steuereinheit 5a eingestellt, und die Kraft und die Geschwindigkeit werden mittels der Kraft-Einstelleinrichtung 8 eingestellt. Ferner wird darauf hingewiesen, dass es auch sehr wohl möglich ist, den Hydraulikzylinder unabhängig von der Bewegung des gegenüberliegenden Paares zu steuern, wobei sich in diesem Fall in einem Pflugschar-Paar separate Pflugscharen in voneinander unabhängiger Weise in einem vollständig anderen Rhythmus bewegen können.

Bei dem erfindungsgemäßen System ermöglichen die Hydraulikzylinder 4a, 4b, 4c und 4d die Erzielung eines Aufprallvorgangs mit Rüttelbewegung, und während des Hebevorgangs besteht die Möglichkeit die Antriebsgeschwindigkeit unabhängig von der vertikalen Bewegung der Pflugscharen und umgekehrt einzustellen. Die Hydraulikzylinder 4a, 4b, 4c und 4d sind sorgfältig gekapselt, damit kein Staub oder andere Substanzen, die dem Betrieb hinderlich sind, zwischen den Zylinderkörper und den Zylinderkolben gelangen. Ferner ist auch die Kondensation des Systems derart ausgebildet, dass die während des Betriebs resultierende Wärmeenergie zu keinen Problemen beim Betrieb des Geräts führt.

Die Erfindung ist nicht nur auf Beispiele ihrer Ausführungsformen beschränkt, sondern es sind vielmehr viele Variationen im Umfang des Erfindungsgedankens möglich, wie er durch die Ansprüche definiert ist.


Anspruch[de]
  1. Pflugschareinheit zur Verbindung mit einer Hebevorrichtung für Wurzelgewächse, wobei die Pflugschareinheit Folgendes aufweist:

    einen Montagerahmen (1), der an der Hebevorrichtung angebracht ist;

    einen Pflugschararm (2), der wenigstens an einer Stelle an dem Montagerahmen angebracht ist;

    eine Hebe-Pflugschar (3), die mit dem Pflugschararm (2) verbunden ist und an wenigstens einer Stelle gelenkig angebracht ist und dazu ausgebildet ist, sich in Vertikalrichtung zu bewegen,

    dadurch gekennzeichnet, dass die Pflugschareinheit Folgendes aufweist:

    eine Aus- und Einfahr-Krafteinheit (4), die an dem Pflugschararm (2) angebracht ist, um eine Bewegung von diesem sowie der Hebe-Pflugschar (3) in Vertikalrichtung zu ermöglichen.
  2. Pflugschareinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Krafteinheit (4) mit dem Montagerahmen (1) verbunden ist.
  3. Pflugschareinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der genannten Krafteinheit (4) um einen Hydraulikzylinder handelt.
  4. Pflugschareinheit nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflugschareinheit eine Steuereinheit (5) aufweist, die mit dem Hydraulikzylinder (4) verbunden ist, um eine Steuerung von diesem zu ermöglichen.
  5. Pflugschareinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflugschareinheit eine Hydraulikpumpe (6) aufweist, die mit dem Hydraulikzylinder und der Steuereinheit (5) verbunden ist und die zum Zuführen einer erforderlichen Menge an Hydraulikflüssigkeit in den Zylinder verwendet wird.
  6. Pflugschareinheit nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulikzylinder derart überkreuz verbunden sind, dass in der Überkreuz-Verbindung das Füllen des ersten Hydraulikzylinders durch Leiten der Austrittsflüssigkeit von dem zweiten Hydraulikzylinder in den ersten Hydraulikzylinder und umgekehrt erfolgt, wobei sich die mit den Hydraulikzylindern verbundenen Hebe-Pflugscharen dabei gegenphasig bewegen.
  7. Pflugschareinheit nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (5) eine Hub-Einstelleinrichtung (7) aufweist, die zum Steuern der Hublänge des Hydraulikzylinders verwendet wird.
  8. Pflugschareinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (5) eine Kraft-Einstelleinrichtung (8) aufweist, die zum Einstellen der Aufprallkraft und der Geschwindigkeit des Hydraulikzylinders verwendet wird.
  9. Pflugschareinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (5) einen Schalter (9) aufweist, der zum Ändern der Bewegungsrichtung der Hebe-Pflugschar entweder in elektrischer Weise, durch Druck oder durch mechanische Mittel verwendet wird.
  10. Pflugschareinheit nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Pflugschar-Paar Folgendes aufweist:

    zwei Pflugschararme (2), die mit zwei Hebe-Pflugscharen (3) verbunden sind;

    zwei Hydraulikzylinder, die mit zwei Pflugschararmen (2) verbunden sind;

    und

    zwei Steuereinheiten (5), die zum Steuern des Paares von Hydraulikzylindern verwendet werden.
  11. Pflugschareinheit nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Pflugschareinheit mehrere Pflugschar-Paare aufweist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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