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Dokumentenidentifikation DE102004055234A1 24.05.2006
Titel Vorrichtung und Verfahren zum Bestimmen wenigstens eines charakteristischen Punktes eines orthopädisch zu vermessenden Gelenks
Anmelder Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 80686 München, DE
Erfinder Lissek, Karsten, 70190 Stuttgart, DE;
Schneider, Urs, Dr., 70174 Stuttgart, DE;
Lübtow, Kai von, 70597 Stuttgart, DE;
Haid, Markus, 70567 Stuttgart, DE;
Fuchs, Alfons, 69221 Dossenheim, DE;
Bauernfeind, Roland, 70180 Stuttgart, DE
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Anmeldedatum 16.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004055234
Offenlegungstag 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2006
IPC-Hauptklasse A61B 5/11(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01B 3/56(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (10) zum Bestimmen wenigstens eines charakteristischen Punktes (48) eines orthopädisch zu vermessenden, zwei Glieder (18, 32) miteinander verbindenden Gelenks (12), wobei die Vorrichtung (10) ein erstes Kopplungselement (16), das an einem an das Gelenk (12) angrenzenden ersten Glied (18) anbringbar ist, ein relativ zu dem ersten Kopplungselement (16) bewegbares zweites Kopplungselement (26), das an einem an das Gelenk (12) angrenzenden zweiten Glied (32) anbringbar ist, und eine Messeinrichtung (24, 34) zum Bestimmen der Lage des ersten Kopplungselements (16) realtiv zu dem zweiten Kopplungselement (26) umfasst. Bei dieser Vorrichtung ist vorgesehen, dass die Messeinrichtung (24, 34) wenigstens einen Bezugspunkt (36, 38) aufweist, der fest mit einem (26) von erstem und zweitem Kopplungselement (16, 26) verbunden ist, und ferner eine Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) aufweist, die fest mit dem jeweils anderen (16) von erstem und zweitem Kopplungselement (16, 26) verbunden ist, wobei die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) bei einer Bewegung von erstem und zweiten Glied (18, 32) zueinander eine Mehrzahl von Positionen des Bezugspunktes (36, 38) relativ zu der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) erfasst und daraus den wenigstens einen charakteristischen Punkt (48) ermittelt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bestimmen wenigstens eines charakteristischen Punktes eines orthopädisch zu vermessenden, zwei Glieder miteinander verbindenden Gelenks, wobei die Vorrichtung ein erstes Kopplungselement, das an einem an das Gelenk angrenzenden ersten Glied anbringbar ist, ein relativ zu dem ersten Kopplungselement bewegbares zweites Kopplungselement, das an einem an das Gelenk angrenzenden zweiten Glied anbringbar ist, und eine Messeinrichtung zum Bestimmen der Lage des ersten Kopplungselements relativ zu dem zweiten Kopplungselement umfasst.

In der Orthopädietechnik gibt es verschiedene Anwendungsfälle, in denen ein Gelenk der menschlichen Extremitäten zu vermessen ist. Insbesondere ist es im Bereich der Gelenkorthetik oder Gelenkprothetik erforderlich, das dynamische Verhalten von Gelenken der menschlichen Extremitäten zu ermitteln. So ist es beispielsweise erforderlich, Orthesen, die eine externe Stabilisierungshilfe zur mechanischen und funktionellen Stabilisierung von Gelenken darstellen, speziell auf das jeweilige zu unterstützende Gelenk des Patienten anzupassen. Ein bevorzugter Applikationsfall von Orthesen sind Kniegelenkorthesen. Diese werden zur Stabilisierung des Kniegelenks bei krankhafter oder operativ bedingter Schwächung ebenso eingesetzt, wie bei Leistungssportlern zur Vermeidung von Überbelastungen. Gerade das Kniegelenk verhält sich allerdings nicht wie ein einfaches Scharniergelenk mit einer singulären Drehachse, sondern eher wie ein polyzentrisches Gelenk mit einer Mehrzahl von Drehpunkten, deren Drehpunktlage sich bei einer Relativbewegung von Oberschenkel und Unterschenkel zueinander ständig verändern. Obgleich es zwischenzeitlich verschiedene Ansätze gibt, im Bereich der Orthetik sowie der Prothetik polyzentrische Gelenke einzusetzen, die das tatsächliche Verhalten des jeweiligen zu versorgenden menschlichen Gelenks mehr oder weniger gut nachbilden, werden weiterhin im Wesentlichen monozentrische Gelenke in Orthesen bzw. Prothesen eingesetzt.

Sowohl monozentrische als auch polyzentrische Orthesen bzw. Prothesen müssen an den jeweiligen Patienten individuell angepasst werden. Eine Fehlanpassung einer Orthese kann beispielsweise zur Folge haben, dass die Orthese nicht die gewünschte mechanische und funktionelle Stabilisierung des jeweiligen Gelenks gewährleistet.

Ferner kann eine Fehlanpassung einer Orthese sogar zu Folgeschäden für das Gelenk führen, weil dieses Gelenk durch den von der Orthese an sich zur Stabilisierung des Gelenks bereitgestellten Widerstand gegen bestimmte Bewegungen zusätzlich belastet wird. Zur Anpassung der Orthese bzw. Prothese werden daher bislang ein Kompromissdrehpunkt oder/und eine den Verlauf von Momentandrehpunkten zu verschiedenen Beugewinkeln des Gelenks wiederspiegelnde Polkurve ermittelt. Nach Maßgabe des ermittelten Kompromissdrehpunktes bzw. der Polkurve wird dann die Orthese bzw. die Prothese von einem Orthopädietechniker eingestellt. Zur Ermittlung des Kompromissdrehpunktes wird insbesondere das Verfahren nach Nietert eingesetzt, das dem Fachmann allgemein bekannt ist. Daraus ergibt sich ein Bereich, in dem der Kompromissdrehpunkt zu erwarten ist. Es hat sich allerdings gezeigt, dass eine derartige Bestimmung nicht hinreichend genau ist, um beispielsweise eine Orthese zuverlässig unter Vermeidung von Fehlanpassungen an jeden Patienten anzupassen.

In der Vergangenheit wurde die Vermessung von Rotationsachsen in Gelenken hauptsächlich in aufwendigen klinischen Studien durchgeführt. Vorzugsweise wurden dabei in Knochen von Leichenpräparaten Marker gesetzt und deren Bewegung photografisch sowie röntgenologisch verfolgt. Diese Maßnahmen führen zu allgemeinen Erkenntnissen hinsichtlich der Lage von Kompromissdrehpunkt und Polkurven an verschiedenen Gelenken, helfen aber nicht zur individuellen Anpassung einer Orthese bzw. Prothese an den jeweiligen Patienten weiter.

Zur speziellen Anpassung von Orthesen an Patienten werden seit langer Zeit Goniometer eingesetzt. Damit lässt sich beispielsweise das Bewegungsausmaß eines Gelenks bestimmen. Allerdings kann durch den Einsatz eines Goniometers keinerlei Aussage über die Lage der Rotationsachsen gemacht werden. Zum Aufbau und zur Funktionsweise eines orthopädisch eingesetzten Goniometers wird auf das Dokument WO94/07108 verwiesen. Auch der Stand der Technik gemäß US 4,306,571 beschreibt die Möglichkeit des Einsatzes eines Mehrfach-Goniometers zur Gewinnung von Daten bei der Belastung eines Kniegelenks.

Aus der europäischen Patentanmeldung EP 1 454 584 A1 ist ein anderer Ansatz zur Vermessung von Patienten bekannt. Dabei wird ein Patient auf einer auf Messzellen gelagerten Tragplatte positioniert und mittels Laserstrahlen vermessen. Dieser Stand der Technik sieht insbesondere vor, nach Maßgabe der Erfassung über die Tragplatte eine Kraftwirkungslinie für einen Patienten zu erzeugen, anhand der eine Prothese oder eine Orthese angepasst werden kann.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren der eingangs bezeichneten Art bereitzustellen, mit welchen es bei einfacher Handhabung möglich ist, einen charakteristischen Punkt eines orthopädisch zu vermessenden Gelenks eines Patienten mit hinreichender Genauigkeit zu bestimmen.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art gelöst, bei der die Messeinrichtung wenigstens einen Bezugspunkt aufweist, der fest mit einem von erstem und zweitem Kopplungselement verbunden ist, und ferner eine Bezugspunkt-Erfasssungseinrichtung aufweist, die fest mit dem jeweils anderen von erstem und zweitem Kopplungselement verbunden ist, wobei die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung bei einer Bewegung von erstem und zweitem Glied zueinander eine Mehrzahl von Positionen des Bezugspunkts relativ zu der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung erfasst und daraus den wenigstens einen charakteristischen Punkt ermittelt.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung lässt sich direkt an den durch das zu vermessende Gelenk miteinander verbundenen Gliedern anbringen, d.h. an diese anhalten oder daran befestigen. Nach der Anbringung der Kopplungselemente der erfindungsgemäßen Vorrichtung an den Gliedern lassen sich diese unter Beugung des Gelenks relativ zueinander bewegen, wobei das Gelenk seine natürlichen Bewegungen ausführt. So ist es möglich, die Relativbewegung der beiden Glieder zueinander in im Wesentlichen unbelasteter Lage des Gelenks sowie unter voller Belastung des Gelenks mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu erfassen. Dies geschieht dadurch, dass sich der wenigstens eine Bezugspunkt, der fest mit dem einen von erstem und zweitem Kopplungselement verbunden ist, entsprechend der Gelenkbewegung mit dem jeweils zugeordneten Kopplungselement mitbewegt. Diese Bewegung wird durch die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung zumindest an mehreren Stellen punktuell erfasst. Aus diesen Momentanpositionen des wenigstens einen Bezugspunkts lässt sich dann der charakteristische Punkt, beispielsweise ein Kompromissdrehzentrum, bestimmen. Die somit gewonnenen Erkenntnisse über die Lage des charakteristischen Punktes, insbesondere des Kompromissdrehzentrums, lassen sich dann von einem Orthopäden oder einem Orthopädietechniker zur Anpassung einer Orthese oder einer Prothese nutzen. So kann beispielsweise zur Anpassung einer monozentrischen Orthese deren Drehgelenkachse in Übereinstimmung mit der durch die erfindungsgemäße Vorrichtung ermittelten Kompromissdrehachse gebracht werden, um in bestmöglicher Art und Weise die mechanische Stabilisierungsfunktion der Orthese für das zu stabilisierende Gelenk auszunützen. Ferner kann mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein charakteristischer Punkt, beispielsweise ein Kompromissdrehzentrum, für ein zu vermessendes gesundes Gelenk bestimmt werden und nach Maßgabe der erhaltenen Messdaten eine korrespondierende Anpassung einer Gelenkprothese für eine prothetisch zu versorgende Extremität vorgenommen werden.

Die Erfindung schafft also die Möglichkeit, mit verhältnismäßig einfachen technischen Mitteln und unter geringem messtechnischem Aufwand ein Gelenk hinreichend genau orthopädisch zu vermessen, wobei die gewonnenen Messdaten zur orthetischen oder prothetischen Versorgung eines Patienten weiter genutzt werden können.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung aus der Mehrzahl von Positionen des Bezugspunkts eine Bewegungsbahn des jeweiligen Bezugspunkts erfasst. Es ist festzuhalten, dass mit zunehmender Anzahl der erfassten Positionen des Bezugspunktes die über das orthopädisch zu vermessende Gelenk gewonnenen Erkenntnisse detaillierter werden und damit eine genauere Bestimmung des charakteristischen Punkts dieses Gelenks möglich ist. Bei der erfassten Bewegungsbahn kann es sich um eine zweidimensionale (in eine Ebene projizierte) Kurve oder um eine dreidimensionale Raumkurve handeln.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Verarbeitungseinrichtung vorgesehen, die mit der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung zur Übermittlung von Daten gekoppelt oder koppelbar ist. Die Verarbeitungseinrichtung verarbeitet die von der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung erhaltenen Daten in vorgegebener Weise. Die Verarbeitungseinrichtung kann separat von der an dem Gelenk anlegbaren oder befestigbaren Vorrichtung oder auch integral mit dieser ausgebildet sein. Vorzugsweise ist bei einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass die Verarbeitungseinrichtung aus den von der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung erhaltenen Daten, insbesondere aus der Bewegungsbahn des jeweiligen Bezugspunkts, den wenigstens einen charakteristischen Punkt als wenigstens einen virtuellen Drehpunkt für das zu vermessende Gelenk ermittelt. Der ermittelte virtuelle Drehpunkt wird in Fachkreisen oftmals auch als Kompromissdrehpunkt, Kompromissdrehzentrum oder Kompromissdrehachse bezeichnet.

Insbesondere zur Einstellung von polyzentrischen Gelenken sind detaillierte Untersuchungen erforderlich, die über die Ermittlung eines singulären charakteristischen Punkts, beispielsweise des Kompromissdrehzentrums, hinausgehen. In diesem Zusammenhang sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, dass die Verarbeitungseinrichtung aus den von der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung erhaltenen Daten, insbesondere aus der Bewegungsbahn des jeweiligen Bezugspunkts, eine Mehrzahl charakteristischer Punkte, vorzugsweise als Polkurve, für das zu vermessende Gelenk ermittelt. Die Polkurve (auch Zentrode genannt) spiegelt den Verlauf der Momentandrehpunkte bei verschiedenen Beugewinkeln des jeweiligen Gelenks wieder. Nach Maßgabe der ermittelten Polkurve lässt sich dann beispielsweise eine polyzentrische Orthese oder Prothese einstellen, so dass die Polkurve der Orthese weitgehend mit der Polkurve des orthetisch zu versorgenden Gelenks übereinstimmt oder dass die Polkurve der polyzentrischen Prothese für eine prothetisch zu versorgende Extremität eines Patienten an die Polkurve des gesunden Gelenks der jeweils anderen Extremität des Patienten entsprechend zur Vermeidung von asymmetrischen Belastungen des Patienten angepasst ist.

Wie vorstehend bereits dargelegt, werden die über die erfindungsgemäße Vorrichtung gewonnenen Erkenntnisse über den charakteristischen Punkt des orthopädisch zu vermessenden Gelenks in einem bevorzugten Anwendungsfall zur Einstellung einer Orthese für das Gelenk genutzt. Am einfachsten geschieht dies dadurch, dass die Orthese direkt in unmittelbarer Nähe zu dem Gelenk angepasst wird. Hierzu ist es erforderlich, dass der ermittelte charakteristische Punkt, beispielsweise der virtuelle Drehpunkt (Kompromissdrehpunkt) an dem orthopädisch zu vermessenden Gelenk sichtbar gemacht wird. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist hierfür eine optische Ausgabeeinrichtung vorgesehen, mittels der der wenigstens eine ermittelte charakteristische Punkt des Gelenks optisch an dem zu vermessenden Gelenk anzeigbar ist. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass die Ausgabeeinrichtung eine gewinkelte Anordnung einer Mehrzahl von Lichtquellen umfasst, mittels denen vorzugsweise gerichtete Lichtstrahlen aussendbar sind, wobei der wenigstens eine ermittelte virtuelle Drehpunkt durch einem Kreuzungspunkt zweier beiden Lichtstrahlen anzeigbar ist. Alternativ kann der ermittelte charakteristische Punkt des Gelenks auch durch einen oder mehrere Laserstrahlen angezeigt werden.

Alternativ zur Anzeige des wenigstens einen ermittelten virtuellen Drehpunkts durch sich in einem Kreuzungspunkt kreuzende Lichtstrahlen ist es auch möglich, dass die Ausgabeeinrichtung eine Anordnung einer Mehrzahl von Lichtquellen aufweist, die Anlagepunkte insbesondere zum Anlegen einer Lehrenanordnung, insbesondere einer Linealanordnung anzeigen, wobei durch entsprechendes Anlegen der Lehrenanordnung der wenigstens eine ermittelte virtuelle Drehpunkt an dem Gelenk anzeigbar ist. So können einzelne Lichtpunkte Koordinaten für den virtuellen Drehpunkt anzeigen, so dass durch Anlage eines oder mehrerer Lineale durch einen Orthopädietechniker oder dergleichen anhand der angezeigten Koordinaten mittels der Lineale der ermittelte virtuelle Drehpunkt an dem Gelenk anzeigbar und markierbar ist. Alternativ kann der Orthopädietechniker ohne Lineale per Augenmaß anhand der Anzeigepunkte den virtuellen Drehpunkt an dem Gelenk antragen.

Alternativ zu einer optischen Anzeigeeinrichtung mittels Lichtquellen sieht eine Weiterbildung der Erfindung eine elektromechanische Ausgabeeinrichtung vor, die eine elektromechanisch verlagerbare Markierung aufweist, wobei der wenigstens eine ermittelte virtuelle Drehpunkt durch entsprechende Positionierung der elektromechanisch verlagerbaren Markierung an dem Gelenk anzeigbar ist. Beispielsweise kann die Markierung über ein oder mehrere Linearstellglieder innerhalb eines bestimmten Feldes elektromechanisch verlagert werden und nach Maßgabe des ermittelten charakteristischen Punktes dann die Markierung durch elektromechanische Ansteuerung der Stellglieder an dem wenigstens einen ermittelten virtuellen Drehpunkt zur Markierung verharren.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist eine Markiervorrichtung, insbesondere ein Stift vorgesehen, mittels der an dem wenigstens einen ermittelten virtuellen Drehpunkt nach entsprechender elektromechanischer Verlagerung der Markierung an dem Gelenk eine Farbmarkierung anbringbar ist. Somit kann die erfindungsgemäße Vorrichtung selbsttätig eine Markierung an dem orthetisch oder prothetisch zu versorgenden Gelenk des Patienten anbringen, die dann für spätere Anpassungszwecke einer Orthese bzw. Prothese genutzt werden kann.

Vorstehend wurde allgemein davon gesprochen, dass mittels der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung eine Erfassung der aktuellen Position des Bezugspunkts möglich ist. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung die Position des wenigstens einen Bezugspunkts optisch erfasst. Alternativ oder zusätzlich hierzu kann vorgesehen sein, dass die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung elektronisch die Position des wenigstens einen Bezugspunkts erfasst. Beispielsweise lässt sich die Position des Bezugspunkts magnetisch über Hall-Sensoren ermitteln. Alternativ ist es auch denkbar, die beiden Kopplungselemente über eine Mehrgelenkanordnung miteinander zu verbinden, wobei über Dreh- oder Linearpositionsgeber die exakte Relativposition des ersten Kopplungselements relativ zu dem zweiten Kopplungselement bestimmbar ist. Bei derartigen Linear- bzw. Drehpositionsgebern kann es sich beispielsweise um entsprechende Linear- oder Drehpotentiometer handeln. Grundsätzlich ist festzustellen, dass jede technische Möglichkeit zur Bestimmung der Relativlage des ersten Kopplungselements relativ zu dem zweiten Kopplungselement, insbesondere der Bestimmung der Relativlage wenigstens eines mit einem Kopplungselement fest verbundenen Bezugspunkts relativ zu dem anderen Kopplungselement im Rahmen der Erfindung liegt, solange sie hinreichende Genauigkeit bietet.

Die Messgenauigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lässt sich weiter dadurch erhöhen, dass wenigstens zwei voneinander beabstandete Bezugspunkte überwacht werden, die fest mit dem einen von erstem und zweitem Kopplungselement verbunden sind. Dabei erfasst die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung bei einer Bewegung von erstem und zweitem Glied zueinander eine Mehrzahl von Positionen der Bezugspunkte, vorzugsweise die Bewegungsbahnen der wenigstens zwei Bezugspunkte relativ zu der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Bestimmen wenigstens eines charakteristischen Punktes eines orthopädisch zu vermessenden, zwei Glieder miteinander verbindenden Gelenks, unter Verwendung einer Vorrichtung, insbesondere der vorstehend beschriebenen Art, wobei das Verfahren die Schritte umfasst:

  • – Anbringen eines ersten Kopplungselements an einem an das Gelenk angrenzenden ersten Glied,
  • – Anbringen eines relativ zu dem ersten Kopplungselement bewegbaren zweiten Kopplungselements an einem an das Gelenk angrenzenden zweiten Glied und
  • – Bestimmen der Lage des ersten Kopplungselements relativ zu dem zweiten Kopplungselement mittels einer Messeinrichtung.

Bei diesem Verfahren ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Messeinrichtung wenigstens einen Bezugspunkt aufweist, der fest mit einem von erstem und zweitem Kopplungselement verbunden ist, und ferner eine Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung aufweist, die fest mit dem jeweils anderen von erstem und zweitem Kopplungselement verbunden ist, wobei durch die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung bei einer Bewegung von erstem und zweitem Glied zueinander eine Mehrzahl von Positionen des Bezugspunkts relativ zu der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung erfasst werden und daraus der wenigstens eine charakteristische Punkt ermittelt wird.

Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine Bewegungsbahn des jeweiligen Bezugspunktes aus der Mehrzahl von Positionen des Bezugspunkts durch die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung erfasst.

Ferner kann bei einer Weiterbildung der Erfindung der wenigstens eine charakteristische Punkt aus den von der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung erhaltenen Daten, insbesondere aus der Bewegungsbahn des jeweiligen Bezugspunkts, als wenigstens ein virtueller Drehpunkt für das zu vermessende Gelenk ermittelt werden.

Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst den Schritt Ermitteln einer Mehrzahl charakteristischer Punkte, vorzugsweise als Polkurve, aus den von der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung erhaltenen Daten, insbesondere aus der Bewegungsbahn des jeweiligen Bezugspunkts, für das zu vermessende Gelenk.

Ferner kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen sein, dass wenigstens zwei voneinander beabstandete Bezugspunkte verwendet werden, die fest mit dem einen von erstem und zweitem Kopplungselement verbunden sind, wobei bei einer Bewegung von erstem und zweitem Glied zueinander eine Mehrzahl von Positionen der Bezugspunkte, vorzugsweise die Bewegungsbahnen der wenigstens zwei Bezugspunkte relativ zu der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung erfasst werden.

Die Erfindung wird im Folgenden beispielhaft anhand der beiliegenden Figuren erläutert. Es stellen dar:

1 eine Übersichtsdarstellung zu einer Messsituation, bei der die erfindungsgemäße Vorrichtung eingesetzt wird;

2 eine teilweise geschnittene Vorderansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

3 eine Ansicht entsprechend 2 eines gegenüber dieser abgewandelten zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

4 eine Ansicht entsprechend 3 eines gegenüber dieser abgewandelten dritten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

5 eine Ansicht entsprechend 2 bis 4 einer vereinfacht ausgebildeten vierten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

6 ein Flussdiagramm zur Erläuterung eines erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem die erfindungsgemäße Vorrichtung eingesetzt wird;

7 ein Flussdiagramm zur Erläuterung einer Abwandlung des erfindungemäßen Verfahrens.

In 1 ist eine typische Messsituation dargestellt, in der eine allgemein mit 10 bezeichnete erfindungsgemäße Vorrichtung eingesetzt wird. Bei dem Einsatzfall gemäß 1 wird das rechte Knie 12 eines Patienten 14 mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 hinsichtlich seines dynamischen Verhaltens vermessen. Von dem Patienten 14 sind lediglich die unteren Extremitäten dargestellt.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst ein leistenförmig ausgebildetes erstes Kopplungselement 16, das mit dem Oberschenkel 18 des rechten Beins des Patienten 14 fest verbunden ist. Hierzu ist das erste Kopplungselement 16 über zwei elastische Bänder 20, 22 an dem Oberschenkel 18 des rechten Beins des Patienten 14 an dessen Außenseite festgeklemmt. An dem ersten Kopplungselement 16 ist eine Erfassungs- und Anzeigeeinrichtung 24 fest angebracht. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 10 umfasst ein zweites Kopplungselement 26. Das zweite Kopplungselement, das wiederum leistenförmig ausgebildet ist, ist in entsprechender Weise über zwei elastische Bänder 28, 30 mit dem Unterschenkel 32 des rechten Beins des Patienten 14 fest verbunden. An seinem dem ersten Kopplungselement 16 zugewandten Ende weist das zweite Kopplungselement 26 einen fest mit dem Kopplungselement 26 verbundenen Gabelabschnitt 34 auf. An den freien Enden des Gabelabschnitts 34 sind zwei Bezugspunkte 36, 38 vorgesehen. Die Bezugspunkte 36, 38 sind derart ausgebildet, dass sich deren Position mittels der Erfassungs- und Anzeigeeinrichtung 24 vorzugsweise mit einer Genauigkeit von wenigen Millimetern erfassen lässt.

Die Erfassungs- und Anzeigeeinrichtung 24 ist über eine Datenverbindung 40 mit einer Verarbeitungseinrichtung 42 verbunden. Die Verarbeitungseinrichtung 42 umfasst eine Rechnereinheit 44 und eine Anzeigeeinheit 46. Die Verarbeitungseinrichtung 42 empfängt die von der Erfassungseinrichtung 24 ermittelten Positionsdaten der Bezugspunkte 36 und 38, speichert diese und verarbeitet sie weiter.

In der in 1 gezeigten Messsituation macht der Patient 14 eine Schrittbewegung. Die dabei im rechten Bein ausgeführten Bewegungen, insbesondere die Bewegungen des Kniegelenks 12, die zu einer Relativbewegung von Oberschenkel 18 zum Unterschenkel 32 führen haben eine Relativbewegung der Bezugspunkte 36, 38 relativ zu der Erfassungseinrichtung 24 zur Folge. Diese Relativbewegung der Bezugspunkte 36 und 38, insbesondere deren Bewegungsbahn relativ zu der Erfassungseinrichtung 24 wird von letzterer erfasst und an die Verarbeitungseinrichtung 42 weitergeleitet. Die Verarbeitungseinrichtung 42 analysiert die Bewegungsbahnen der Bezugspunkte 36 und 38 relativ zu der Erfassungseinrichtung 24 und ermittelt daraus wenigstens einen charakteristischen Punkt für das Kniegelenk 12. Bei diesem charakteristischen Punkt handelt es sich beispielsweise um das an der Anzeigeeinrichtung 46 mit einem Kreuz markierte Kompromissdrehzentrum 48, das einen Kompromiss aus der während der Bewegung auftretenden Rotationszentren des Kniegelenks 12 bildet. Nach Maßgabe des ermittelten Kompromissdrehzentrums 48 lässt sich dann beispielsweise eine monozentrische Orthese einstellen, wobei deren Orthesengelenk derart positioniert ist, dass seine Drehachse durch das Kompromissdrehzentrum 48 verläuft.

Nachdem mit Bezug auf 1 das Grundprinzip zum Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert wurde, soll im Folgenden im Einzelnen auf verschiedene Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung eingegangen werden. Hierzu werden zur Vermeidung von Wiederholungen und zur Vereinfachung der Beschreibung für gleichwirkende oder gleichartige Komponenten dieselben Bezugszeichen verwendet, wie in 1 jedoch mit Kleinbuchstaben nachgestellt.

2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die dort allgemein mit 10a bezeichnet ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die beiden Kopplungselemente 16a und 26a verkürzt dargestellt, wobei sie jedoch zum Anlegen oder zur entsprechenden Fixierung an Ober- und Unterschenkel eines Patienten im Wesentlichen dieselbe Länge aufweisen, wie in 1 schematisch dargestellt. Mit dem ersten Kopplungselement 16a ist eine Erfassungs- und Anzeigeeinrichtung 52a fest verbunden. Der Erfassungs- und Anzeigeeinrichtung 52a ist mit einer rechteckigen Durchgangsöffnung 54a versehen. An der Innenumfangsfläche der Durchgangsöffnung 54a ist eine Vielzahl von Leuchtdioden 56a vorgesehen, die im Stile eines karthesischen Koordinatensystems angeordnet sind. Die Leuchtdioden 56a sind derart ausgebildet, dass sie gerichtete Lichtstrahlen aussenden können, wie in 2 durch die strichliert gezeichneten Strahlen 58a und 60a gezeigt. Die Lichtstrahlen 58a und 60a sind derart gerichtet, dass sie in dem in 1 gezeigten Anwendungsfall den in der Draufsicht durch die Durchgangsöffnung 54a erkennbaren Bereich des Kniegelenks 12 bestrahlen können. Somit ist der Kreuzungspunkt der Lichtstrahlen 58a und 60a auf dem Kniegelenk 12 des Patienten 14 zu erkennen.

An dem zweiten Kopplungselement 26a ist, wie in 2 schematisch gezeigt, der Gabelabschnitt 34a angebracht. Der Gabelabschnitt 34a ist innerhalb der Erfassungs- und Anzeigeeinrichtung 52a in der Zeichenebene verlagerbar und verschwenkbar aufgenommen. An den freien Enden des Gabelabschnitts 34a sind Emitterelemente 36a, 38a fixiert, so dass diese in fester positionsmäßiger Beziehung zu dem zweiten Kopplungselement 26a stehen. Die Emitterelemente 36a und 38a bilden die Bezugspunkte, deren Position – projiziert in die Zeichenebene – über eine nicht dargestellte Sensorik innerhalb der Erfassungs- und Anzeigeeinrichtung 52a genau erfassbar ist.

Wie vorstehend mit Bezug auf 1 allgemein erläutert, wird bei einer Bewegung des Kniegelenks 12 und einer daraus resultierenden Relativbewegung von den beiden Kopplungselementen 16a und 26a die daraus resultierende Relativbewegung der Bezugspunkte 36a und 38a relativ zu der Erfassungs- und Anzeigeeinrichtung 52a erfasst. Nach Maßgabe der erfassten Bewegungsbahnen der Bezugspunkte 36a und 38a relativ zu der Erfassung- und Anzeigeeinrichtung 52a ermittelt, wie vorstehend mit Bezug auf 1 allgemein erläutert, die Verarbeitungseinrichtung 42 (in 2 nicht gezeigt) das Kompromissdrehzentrum des Kniegelenks 12. Zusätzlich oder alternativ zu einer Ausgabe auf der Anzeigeeinheit 46 steuert die Verarbeitungseinrichtung 42 jedoch die Dioden 56a derart an, dass die beiden Lichtstrahlen 58a und 60a erzeugt werden, die sich in dem Punkt 48a treffen. Der Punkt 48a bildet die Projektion des aus den Messungen ermittelten Kompromissdrehzentrums auf das Kniegelenk 12. Der Orthopäde oder Orthopädietechniker, der die erfindungsgemäße Vorrichtung 10a einsetzt, erhält somit unmittelbar an dem Kniegelenk des Patienten das speziell für dieses Kniegelenk ermittelte Kompromissdrehzentrum durch den Kreuzungspunkt 48a angezeigt und kann dort eine farbliche Markierung auf der Haut des Patienten anbringen. Durch diese exakte patientenabhängige Bestimmung des Kompromissdrehzentrums ist es in der Folge möglich, eine Orthese genau an den Patienten anzupassen, so dass diese in nahezu optimaler Weise das orthetisch zu versorgende Kniegelenk 12 mechanisch und funktionell stabilisieren kann.

Es ist selbstverständlich, dass die vorstehend erläuterte Vorgehensweise zum Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung, ebenso wie die nachstehend noch zu beschreibenden Ausführungs- und Anwendungsbeispiele sich in gleicher Weise bei von dem Kniegelenk abweichenden Gelenken der Gliedmaßen eines Patienten einsetzen lässt.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die Leuchtdioden 56a bei einer vereinfachten Ausführungsform der Erfindung auch nur dazu dienen können, Koordinaten an den Koordinatenachsen des durch die rechteckige Durchgangsöffnung 54a aufgespannten Koordinatenkreuzes anzuzeigen. Ein Orthopädietechniker kann dann beispielsweise durch Anlagen eines Lineals oder einer Linealanordnung an die durch die Leuchtdioden 56a angezeigten Koordinaten den Kreuzungspunkt 48a selbst ermitteln. Dabei ist nicht erforderlich, dass die Dioden 56a gerichtete sich in dem Punkt 48a kreuzende Lichtstrahlen ausgeben.

3 zeigt nun eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Wiederum werden für gleichwirkende oder gleichartige Komponenten dieselben Bezugszeichen verwendet, wie bei der vorstehenden Beschreibung, allerdings mit dem Kleinbuchstaben „b" nachgestellt.

Der Aufbau des ersten Kopplungselements 16b und der mit diesem fest verbundenen Erfassungs- und Anzeigeeinrichtung 52b entspricht hinsichtlich der Anordnung und Wirkungsweise der Dioden 56b im Wesentlichen dem Aufbau gemäß 2. Allerdings ist die Erfassungs- und Anzeigeeinrichtung als Erfassungs- und Anzeigering 52b mit entsprechend ringförmig angeordneten Leuchtdioden ausgebildet. Ferner unterscheidet sich das zweite Ausführungsbeispiel gemäß 3 von dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß 2 in der Art der Erfassung der Relativposition der beiden Kopplungselemente 16b und 26b zueinander. Bei der zweiten Ausführungsform gemäß 3 ist das zweite Kopplungselement 26b nämlich mit einer Querstrebe 64b fest verbunden. An den freien Enden der Querstrebe 64b sind Drehgelenke 66b, 68b angebracht. Über die Drehgelenke 66b und 68b ist die Querstrebe 64b mit Verbindungsarmen 70b, 72b drehgelenkig verbunden. Die Verbindungsarme 70b und 72b sind teleskopierbar ausgebildet. Hierzu weisen die beiden Verbindungsarme 70b, 72b Teleskopbereiche 74b, 76b auf, die es möglich machen, die Verbindungsarme 70b und 72b in ihrer Länge zu verändern. An ihren von der Querstrebe 64b angewandten Enden sind die beiden Verbindungsarme 70b, 72b über ein weiteres Drehgelenk 78b gelenkig mit dem Erfassungs- und Anzeigering 52b verbunden.

Sowohl das Drehgelenk 78b als auch die beiden Teleskopbereiche 74b und 76b ermöglichen eine Erfassung der aktuellen Stellungen. So ist das Drehgelenk 78b im Beispielsfall mit einem Dreh-Potentiometer versehen, welches die augenblickliche Winkelstellung der beiden Verbindungsarme 70b und 72b zueinander und zu dem Erfassungs- und Anzeigering 52b erfasst und diese in nicht gezeigter Weise an die Verarbeitungseinrichtung 42 (siehe 1) weitergibt.

Die beiden Teleskopbereiche 74b und 76b sind mit Linearpotentiometern versehen und ermöglichen so eine exakte Bestimmung der augenblicklichen Länge der teleskopierbaren Verbindungsarme 70b und 72b. Auch die Linearpotentiometer sind in nicht gezeigter Weise mit der Verarbeitungseinrichtung 42 verbunden und geben die augenblicklichen Messwerte bezüglich der Länge der Verbindungsarme 70b und 72b an diese aus.

Aufgrund der gleichbleibenden Länge der Querstrebe 64b und der mittels der Erfassungseinrichtungen am Drehgelenk 78b (Drehpotentiometer) und an den Teleskopbereichen 74b, 76b (Linearpotentiometer) lässt sich zu jedem Zeitpunkt die Relativposition des zweiten Kopplungselements 26b relativ zu dem ersten Kopplungselement 16b ermitteln. In gleicher Weise wie vorstehend mit Bezug auf 1 und 2 erläutert, lässt sich somit die Bewegung der Enden der Querstrebe 64b, das heißt die Bewegung der als Bezugspunkte anzusehenden Drehgelenke 66b und 68b erfassen. Aus den erhaltenen Daten lässt sich wiederum ein für das zu vermessende Gelenk charakteristischer Punkt, insbesondere das Kompromissdrehzentrum 48b, ermitteln und in bereits beschriebener Weise über die Leuchtdioden 56b nach dem Fadenkreuzprinzip auf dem zu vermessenden Kniegelenk anzeigen.

4 zeigt eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Wiederum werden für gleichartige oder gleichwirkende Komponenten dieselben Bezugszeichen verwendet, jedoch mit dem Kleinbuchstaben „c" nachgestellt.

Die dritte Ausführungsform gemäß 4 unterscheidet sich von der zweiten Ausführungsform gemäß 3 lediglich darin, dass die beiden Teleskopbereiche 74c und 76c der Verbindungsarme 70c und 72c nicht mit Linearpotentiometern versehen sind. Stattdessen sind zusätzlich zu dem Drehgelenk 78c auch die beiden Drehgelenke 66c und 68c mit Drehpotentiometern ausgebildet, so dass sich über das Drehgelenk 66c der Winkel zwischen der Querstrebe 64c und dem Verbindungsarm 70c ermitteln lässt und mittels des Drehgelenks 68c der Winkel zwischen der Querstrebe 68c und dem Verbindungsarm 72c ermitteln lässt. Demnach lassen sich alle drei Winkel an den Drehgelenken 66c, 68c und 78c ermitteln. Darüber hinaus ist die Länge der Querstrebe 64c bekannt und bleibt unverändert. Somit lässt sich wiederum in einfacher Weise die Lage des Kopplungselements 26c relativ zu dem Kopplungselement 16c ermitteln und aus Lageveränderungen ein Kompromissdrehpunkt 48c berechnen, der in an sich bereits beschriebener Weise über die beiden sich kreuzenden Lichtstrahlen 58c und 60c auf dem Kniegelenk anzeigbar ist.

5 zeigt eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung. Wiederum werden für gleichwirkende oder gleichartige Komponenten dieselben Bezugszeichen verwendet, wie bei der vorangehenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele gemäß 2 bis 4, jedoch mit dem Kleinbuchstaben „d" nachgestellt.

Bei der vierten Ausführungsform gemäß 5 funktioniert die Erfassung der Relativlage der beiden Kopplungselemente 16d und 26d in im Wesentlich gleicher Weise, wie vorangehend mit Bezug auf 4 erläutert. Über die in den Drehgelenken 66d, 68d und 78d angebrachten Drehpotentiometer lassen sich die Winkellagen der beiden Verbindungsarme 70d und 72d relativ zu dem Kopplungselement 16d, die Winkellagen zwischen den beiden Verbindungsarmen 70d und 72d sowie die Winkellagen der beiden Verbindungsarme 70d und 72d relativ zu der Querstrebe 64d ermitteln. Aufgrund der bekannten Länge der Querstrebe 64d lässt sich dann die Relativlage der beiden Drehgelenke 66d und 68d relativ zu dem Kopplungselement 16d ermitteln.

Allerdings erfolgt die Ausgabe nicht direkt am Kniegelenk, wie mit Bezug auf 2 bis 4 erläutert. Vielmehr erfolgt eine Datenübertragung über eine in diesem Fall kabellos ausgebildete Schnittstelle 40d zu der Verarbeitungseinrichtung 42d. Dort wird dann der charakteristische Punkt, insbesondere das Kompromissdrehzentrum 48d, für das Kniegelenk ermittelt und an dem Bildschirm 46d ausgegeben. Diese Daten können dann der weiteren Dokumentation oder aber auch der manuellen oder automatischen Einstellung einer Orthese dienen. Gleichermaßen ist es möglich, dass auf die in 5 gezeigte Art und Weise Daten über ein gesundes Kniegelenk gewonnen werden und diese zur Einstellung einer Prothese für das prothetisch zu versorgende andere Bein des Patienten ausgewertet und genutzt werden.

Die Schnittstelle 40d kann beispielsweise als Infrarotschnittstelle, Bluetooth-Schnittstelle oder anderweitige kabellose Schnittstelle ausgebildet sein. Selbstverständlich ist es ebenso möglich, wie bereits in 1 schematisch gezeigt, die Vorrichtung 10d über ein Verbindungskabel mit der Verarbeitungseinrichtung 42d zu koppeln.

6 zeigt durch ein schematisches Ablaufdiagramm die Vorgehensweise beim Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Zunächst werden in Schritt S1 die beiden Kopplungselemente 16 und 26 an den Gliedern des orthopädisch zu vermessenden Gelenks angebracht. So dann wird in Schritt S2 über die Messeinrichtung die Relativlage der Kopplungselemente 16 und 26 zueinander ermittelt. Aus dieser Relativlage der Kopplungselemente 16 und 26 lässt sich dann in Schritt S3 ein charakteristischer Punkt, beispielsweise ein Kompromissdrehzentrum, für das jeweilige Gelenk ermitteln. Dieses wird dann in Schritt S4 über eine entsprechende optische Anordnung, beispielsweise ein LED-Array nach dem vorstehend geschilderten Fadenkreuzprinzip oder anderweitig, beispielsweise über einen Laser oder dergleichen, ausgegeben, so dass unmittelbar an dem orthopädisch zu vermessenden Gelenk der charakteristische Punkt angezeigt werden kann.

7 zeigt den Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 in abgewandelter Form. Zunächst wird, wie bereits für 6 erläutert, in Schritt S11 die Vorrichtung 10 an den Gliedern des zu vermessenden Gelenks angebracht, indem die beiden Kopplungselemente 16 und 26 an diesen befestigt werden. Sodann wird in Schritt S12 wiederum die Relativlage der Kopplungselemente 16 und 26 zueinander bestimmt. Daraus wird der jeweilige charakteristische Punkt, beispielsweise das Kompromissdrehzentrum, ermittelt und abgespeichert, wie in Schritt S13 gezeigt. In Schritt S14 erfolgt eine Abfrage, ob weitere Messungen durchgeführt werden sollen. Ist dies der Fall, so wird das Gelenk 12 bewegt, so dass sich die durch das Gelenk 12 verbundenen Glieder 18, 32 zueinander bewegen und damit auch die Kopplungselemente 16, 26 zueinander bewegen. Erneut wird die Relativlage der Kopplungselemente gemäß Schritt S12 zueinander bestimmt und, wie in Schritt S13 gezeigt, der jeweilige charakteristische Punkt ermittelt und abgespeichert, gegebenenfalls erfolgen weitere Messungen, wobei die Schleife aus den Schritten S12, S13, S14, S15 mehrfach durchlaufen wird.

Ist der Messvorgang abgeschlossen, so erfolgt kein erneuter Durchlauf durch die Schleife. Vielmehr wird dann aus den ermittelten und abgespeicherten charakteristischen Punkten für die ausgeführte Bewegung eine Polkurve ermittelt, wie in Schritt S16 gezeigt. Diese Polkurve zeigt den Verlauf der charakteristischen Punkte, im Spezialfall der Momentandrehpunkte, der beiden Glieder zueinander zu den verschiedenen Messzeitpunkten.

Aus dieser Polkurve kann dann gemäß Schritt S17 ein charakteristischer Kompromisspunkt für die erfasste Gelenkbewegung ermittelt werden, beispielsweise ein Kompromissdrehzentrum. Dieses Kompromissdrehzentrum wird beispielsweise derart gewählt, dass bei Verwendung einer Orthese mit einem monozentrischen Gelenk zur orthetischen Versorgung des vermessenen Gelenks die Drehachse des monozentrischen Orthesengelenks durch den ermittelten charakteristischen Kompromisspunkt verläuft und so die Orthese das vermessene Gelenk in bestmöglicher Weise stabilisiert, ohne dieses zusätzlich zu belasten.

Nach Ermittlung des charakteristischen Kompromisspunktes aus der Polkurve kann dieser wiederum gemäß Schritt S18 optisch ausgegeben werden, beispielsweise nach dem vorstehend mehrfach erläuterten Fadenkreuzprinzip über ein LED-Array oder an der Verarbeitungseinrichtung 42.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung (10; 10a; 10b; 10c; 10d) zum Bestimmen wenigstens eines charakteristischen Punktes (48) eines orthopädisch zu vermessenden, zwei Glieder (18, 32) miteinander verbindenden Gelenks (12), wobei Vorrichtung (10; 10a; 10b; 10c; 10d) umfasst:

    – ein erstes Kopplungselement (16), das an einem an das Gelenk (12) angrenzenden ersten Glied (18) anbringbar ist,

    – ein relativ zu dem ersten Kopplungselement (16) bewegbares zweites Kopplungselement (26), das an einem an das Gelenk (12) angrenzenden zweiten Glied (32) anbringbar ist, und

    – eine Messeinrichtung (24, 34) zum Bestimmen der Lage des ersten Kopplungselements (16) relativ zu dem zweiten Kopplungselement (26),

    dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (24, 36) wenigstens einen Bezugspunkt (36, 38) aufweist, der fest mit einem (26) von erstem und zweitem Kopplungselement (16, 26) verbunden ist, und ferner eine Bezugspunkt-Erfasssungseinrichtung (24) aufweist, die fest mit dem jeweils anderen (16) von erstem und zweitem Kopplungselement (16, 26) verbunden ist, wobei die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) bei einer Bewegung von erstem und zweitem Glied (18, 32) zueinander eine Mehrzahl von Positionen des Bezugspunkts (36, 38) relativ zu der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) erfasst und daraus den wenigstens einen charakteristischen Punkt (48) ermittelt.
  2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1; dadurch gekennzeichnet, dass die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) aus der Mehrzahl von Positionen des Bezugspunkts (36, 38) eine Bewegungsbahn des jeweiligen Bezugspunkts (36, 38) erfasst.
  3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Verarbeitungseinrichtung (42), die mit der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) zur Übermittlung von Daten gekoppelt oder koppelbar ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungseinrichtung integral mit der Vorrichtung ausgebildet ist.
  5. Vorrichtung (10) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungseinrichtung (42) aus den von der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) erhaltenen Daten, insbesondere aus der Bewegungsbahn des jeweiligen Bezugspunkts (36, 38), den wenigstens einen charakteristischen Punkt (48) als wenigstens einen virtuellen Drehpunkt für das zu vermessende Gelenk (12) ermittelt.
  6. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungseinrichtung (40) aus den von der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) erhaltenen Daten, insbesondere aus der Bewegungsbahn des jeweiligen Bezugspunkts (36, 38), eine Mehrzahl charakteristischer Punkte, vorzugsweise eine Polkurve, für das zu vermessende Gelenk (12) ermittelt.
  7. Vorrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) optisch die Position des wenigstens einen Bezugspunkts (48) erfasst.
  8. Vorrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) elektronisch oder elektromagnetisch die Position des wenigstens einen Bezugspunkts (48) erfasst.
  9. Vorrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens zwei voneinander beabstandete Bezugspunkte (36, 38), die fest mit dem einen (26) von erstem und zweitem Kopplungselement (16, 26) verbunden sind, wobei die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) bei einer Bewegung von erstem und zweitem Glied (18, 32) zueinander eine Mehrzahl von Positionen der wenigstens zwei Bezugspunkte (36, 38), vorzugsweise die Bewegungsbahnen der wenigstens zwei Bezugspunkte (36, 38), relativ zu der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) erfasst.
  10. Vorrichtung (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine optische Ausgabeeinrichtung (56a; 56b; 56c; 46d), mittels der der wenigstens eine ermittelte charakteristische Punkt (48) des Gelenks (12) optisch an dem zu vermessenden Gelenk (12) anzeigbar ist.
  11. Vorrichtung (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinrichtung eine gewinkelte Anordnung einer Mehrzahl von Lichtquellen (56a; 56b; 56c) umfasst, mittels denen vorzugsweise gerichtete Lichtstrahlen (58a, 60a; 58b, 60b; 58c, 60c) aussendbar sind, wobei der wenigstens eine ermittelte virtuelle Drehpunkt (48a; 48b; 48c) durch einem Kreuzungspunkt der beiden Lichtstrahlen (58a, 60a; 58b, 60b; 58c, 60c) anzeigbar ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinrichtung eine Anordnung einer Mehrzahl von Lichtquellen aufweist, die Anlagepunkte insbesondere zum Anlegen einer Lehrenanordnung, insbesondere einer Linealanordnung, anzeigen, wobei durch entsprechendes Anlegen der Lehrenanordnung oder per Augenmaß der wenigstens eine ermittelte virtuelle Drehpunkt an dem Gelenk antragbar ist.
  13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine elektromechanische Ausgabeeinrichtung, die eine elektromechanisch verlagerbare Markierung aufweist, wobei der wenigstens eine ermittelte virtuelle Drehpunkt durch entsprechende Positionierung der elektromechanisch verlagerbaren Markierung an dem Gelenk anzeigbar ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine Markiervorrichtung, insbesondere einen Stift, mittels der an dem wenigstens einen ermittelten virtuellen Drehpunkt nach entsprechender elektromechanischer Verlagerung der Markierung an dem Gelenk eine Farbmarkierung anbringbar ist.
  15. Verfahren zum Bestimmen wenigstens eines charakteristischen Punktes (48) eines orthopädisch zu vermessenden, zwei Glieder (18, 32) miteinander verbindenden Gelenks, unter Verwendung einer Vorrichtung (10; 10a; 10b; 10c; 10d), insbesondere nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Verfahren die Schritte umfasst:

    – Anbringen eines ersten Kopplungselements (16) an einem an das Gelenk (12) angrenzenden ersten Glied (18),

    – Anbringen eines relativ zu dem ersten Kopplungselement (16) bewegbaren zweiten Kopplungselements (26) an einem an das Gelenk (12) angrenzenden zweiten Glied (32) und

    – Bestimmen der Lage des ersten Kopplungselements (16) relativ zu dem zweiten Kopplungselement (26) mittels einer Messeinrichtung (24, 34),

    dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (24, 34) wenigstens einen Bezugspunkt (36, 38) aufweist, der fest mit einem (26) von erstem und zweitem Kopplungselement (16, 26) verbunden ist, und ferner eine Bezugspunkt-Erfasssungseinrichtung (24) aufweist, die fest mit dem jeweils anderen (26) von erstem und zweitem Kopplungselement (16, 26) verbunden ist, wobei durch die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) bei einer Bewegung von erstem und zweitem Glied (18, 32) zueinander eine Mehrzahl von Positionen des Bezugspunkts (36, 38) relativ zu der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) erfasst werden und daraus der wenigstens eine charakteristische Punkt (48) ermittelt wird.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, gekennzeichnet durch den Schritt Erfassen einer Bewegungsbahn des jeweiligen Bezugspunkts (36, 38) aus der Mehrzahl von Positionen des Bezugspunkts (36, 38) durch die Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24).
  17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, gekennzeichnet durch den Schritt Ermitteln des wenigstens einen charakteristischen Punkts (48) aus den von der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) erhaltenen Daten, insbesondere aus der Bewegungsbahn des jeweiligen Bezugspunkts (36, 38), als wenigstens einen virtuellen Drehpunkt (48) für das zu vermessende Gelenk (12).
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, gekennzeichnet durch den Schritt Ermitteln einer Mehrzahl charakteristischer Punkte (48), vorzugsweise als Polkurve, aus den von der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) erhaltenen Daten, insbesondere aus der Bewegungsbahn des jeweiligen Bezugspunkts (36, 38), für das zu vermessende Gelenk (12).
  19. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei voneinander beabstandete Bezugspunkte (36, 38) verwendet werden, die fest mit dem einen (26) von erstem und zweitem Kopplungselement (16, 26) verbunden sind, wobei bei einer Bewegung von erstem und zweitem Glied (18, 32) zueinander eine Mehrzahl von Positionen der wenigstens zwei Bezugspunkte (36, 38), vorzugsweise die Bewegungsbahnen der wenigstens zwei Bezugspunkte (36, 38), relativ zu der Bezugspunkt-Erfassungseinrichtung (24) erfasst werden.
  20. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine ermittelte charakteristische Punkt (48) des Gelenks (12) optisch oder durch eine elektromechanisch verlagerbare Markierung oder durch eine Farbmarkierung an dem zu vermessenden Gelenk (12) angezeigt wird.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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