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Dokumentenidentifikation DE102004055902A1 24.05.2006
Titel Rasenmäher
Anmelder Pelikan, Berthold, 86529 Schrobenhausen, DE
Erfinder Pelikan, Berthold, 86529 Schrobenhausen, DE
Vertreter Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Anmeldedatum 19.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004055902
Offenlegungstag 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2006
IPC-Hauptklasse A01D 34/81(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01D 57/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung gibt einen Rasenmäher (1) an, der neben seiner Ausbildung für bestimmungsgemäßen Gebrauch auch zum Hochgrasmähen geeignet ist. Der erfindungsgemäße Rasenmäher (1) weist ein Mähwerkzeug (2) auf, das von einem Gehäuse (5) umgeben ist und von einer Antriebseinrichtung (3) antreibbar ist, deren Abtriebswelle (4) durch das Gehäuse (5) tritt und mit dem Mähwerkzeug (2) in Wirkverbindung ist, wobei Räder (8) am Gehäuse (5) gelagert sind und eine Führeinrichtung am Gehäuse (5) angebracht ist zum geführten Verfahren des Rasenmähers (1) durch einen Bediener über eine zu mähende Fläche, wobei gemäß der Erfindung die in Fahrtrichtung Vorderseite des Gehäuses (1) zumindest in ihrem mittleren Bereich als Stabgitteranordnung (9) mit im wesentlichen vertikal verlaufenden Gitterstäben (10) ausgebildet ist. Diese Stabgitteranordnung (9) ist vorzugsweise durch einen Schutzschild (14) bei Bedarf abdeckbar. Zum Hochgrasmähen, also bei entferntem Schutzschild (14) wird Hochgras zwischen den Gitterstäben (10) geführt, bis es gemäht wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Rasenmäher.

Typische Rasenmäher für kleine und große Gärten weisen ein Mähwerkzeug auf, das von einem haubenartigen Gehäuse umgeben ist und von einer Antriebseinrichtung antreibbar ist, deren Abtriebswelle durch das Gehäuse tritt und mit dem Mähwerkzeug in Wirkverbindung ist. Typisch sind rotierende Mähwerkzeuge wie Balkenmesser. Es sind in diesem Zusammenhang auch schon sogenannte Faden-Aggregate verwendet worden, aber auch rotierende Scheiben mit schwingend aufgehängten vorstehenden Messern. Als Antriebseinrichtung sind Diesel- und Benzinmotoren, aber auch Elektromotoren, üblich. An dem Gehäuse sind typisch Räder gelagert. Es sind Ausführungsformen mit vier und drei Rädern an sich bekannt, wobei diese Räder meist höhenverstellbar gegenüber dem Gehäuse angeordnet sind, um eine Schnitthöhe einstellen zu können. An dem Gehäuse ist ferner eine Führeinrichtung angebracht, an der Betätigungsglieder angebracht sind, mittels denen typisch die Drehzahl der Antriebseinrichtung verstellt werden kann. Bis auf eine Auswurföffnung umgeben Seitenwände des Gehäuses das Mähwerkzeug, wobei es an sich bekannt, diese Auswerföffnung zu Mulchzwecken zu verschließen. Es sind auch Rasenmäher bekannt, bei denen mittels der Antriebseinrichtung auch ein Antrieb mindestens eines der Räder erfolgt, um den Betrieb zu erleichtern oder den Rasenmäher selbstfahrend auszubilden. An der Auswurföffnung sind Sammelbehälter lösbar anbringbar, um das Mähgut zu sammeln. Typisch schiebt ein Benutzer mittels der Führeinrichtung den Rasenmäher über die zu mähende Fläche. Es sind jedoch auch Ausführungen bekannt, bei denen ein Benutzer auf dem Rasenmäher sitzen kann, wobei dann der Rasenmäher selbstfahrend ausgebildet ist und die Führeinrichtung im wesentlichen eine Lenkeinrichtung ist.

All diesen Rasenmähern ist inhärent eigen, dass nur Gras bis zu einer bestimmten Höhe ohne Probleme gemäht werden kann. Einzelne höher wachsende Grasbüschel werden üblicherweise ohne Beeinträchtigung gemäht, wenn der Rasenmäher mit niedrigerer Geschwindigkeit bewegt und/oder mit höherer Motorleistung betrieben wird.

Das Mähen größerer Flächen von höherstehendem Gras ist mit einem solchen Rasenmäher extrem mühsam und fordert eine sofortige Nachmahd. Bei Hochgras sind herkömmliche übliche Rasenmäher demnach nicht mehr verwendbar, sofern es sich nicht um einzelne Büschel handelt.

Für Hochgras sind daher neben den in der Landwirtschaft üblichen Balkenmähern auch spezielle Hochgrasmäher vorgeschlagen worden, die sich im Wesentlichen durch besonders kräftige Antriebseinrichtungen und besonders große Räder auszeichnen, wobei das Mähwerkzeug entweder vollständig frei liegt oder durch eine einfache tuchartige Schürze umgeben ist, die abgezogen werden kann. Derartige spezielle Hochgrasmäher eignen sich jedoch wenig als Garten-Rasenmäher, wie sie für Haushalte üblich sind, so dass bei Haushalten, die neben dem klassischen Rasenmähen auch ein Hochgrasmähen durchzuführen haben, entsprechend geeignete unterschiedliche Mäher besitzen müssen, was offensichtlich aufwändig ist.

Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der Erfindung, einen Rasenmäher so weiterzubilden, dass er auch als Hochgrasmäher verwendet. werden kann.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass die in Fahrtrichtung Vorderseite des Gehäuses zumindest in ihrem mittleren Bereich als Stabgitteranordnung ausgebildet ist, mit im wesentlichen vertikal verlaufenden Gitterstäben.

Dabei ist von der Erkenntnis ausgegangen, dass eine geschlossene Gehäusewand Hochgras flachdrückt, was den bei Rasenmähern üblichen Mähvorgang erheblich beeinträchtigt, während im wesentlichen aufrecht stehendes Hochgras auch durch die mittels herkömmlicher Antriebseinrichtungen betriebenen Mähwerkzeuge gut mähbar ist. Ferner wird von der Erkenntnis ausgegangen, dass die geschlossene Wand eines Gehäuses im wesentlichen eine Schutzfunktion für die Umgebung darstellt, insbesondere gegen weggeschleuderte Steine, was bei Hochgras keine wesentliche Rolle spielt, da das Hochgras selbst dämpfende Funktion ausübt.

Die Erfindung wird durch die Merkmale der abhängigen Ansprüche weitergebildet. Insbesondere kann es zweckmäßig sein, einen Schutzschild fest aber lösbar oder verstellbar so vorzusehen, dass dann, wenn üblicher Rasenmähbetrieb durchgeführt werden soll, die Vorderseite des Gehäuses durchgehend geschlossen ist und dieser Schutzschild nur weggenommen wird oder verstellt, wie verschoben oder hochgeklappt, wird, wenn der Hochgrasmähbetrieb durchgeführt werden soll.

Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen

1 im Vertikalschnitt die Vorderseite eines erfindungsgemäß ausgebildeten Rasenmähers,

2 in Aufsicht den Rasenmäher gemäß 1,

3 in Vorderansicht den Rasenmäher gemäß 1,

4 in Vorderansicht den Rasenmäher gemäß 3 bei geschlossenem Schutzschild,

5 ein Beispiel eines Schutzschildes,

6 eine Variante der Stabgitteranordnung,

7 eine Variante des Schutzschildes.

Ein grundsätzliches Ausführungsbeispiel eines Rasenmähers gemäß der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden anhand der 1 bis 4 erläutert.

In diesen Figuren ist schematisch der hier interessierende vordere Teil eines Rasenmähers 1 dargestellt, dessen wesentlicher Teil ein Mähwerkzeug 2 ist, wie ein Balkenmesser, das in an sich bekannter Weise am unteren Ende einer Abtriebswelle 4 eine Antriebseinrichtung 3 befestigt ist. Als Antriebseinrichtung 3 sind Brennkraftmaschinen und Elektromotoren im Handel erhältlich. Auf die Art der Antriebsanrichtung 3 kommt es allerdings bei der vorliegenden Erfindung nicht wesentlich an, ebenso wenig wie auf die Art des Mähwerkzeuges 2. Derartige Rasenmäher 1 sind handelsüblich und werden mit unterschiedlichen Schnittbreiten und unterschiedlich starken Antriebseinrichtungen 3 angeboten.

Das Mähwerkzeug 2 ist von einem nach unten offenen Gehäuse 5 zum Schutz der Umwelt umgeben. Das Gehäuse 5 trägt dabei die Antriebseinrichtung 3 typisch an der Oberseite 6, sowie an Seitenwänden 7 Räder 8, mittels denen der Rasenmäher 1 über einen zu mähenden Rasen fahrbar, insbesondere verschiebbar ist. Zu diesem Zweck trägt das Gehäuse 5 eine nicht dargestellte Führeinrichtung. Mittels der Führeinrichtung kann der Rasenmäher 1 von Hand verschoben werden. Unter Führeinrichtung ist im Folgenden auch eine Anordnung zu verstehen, bei der die Antriebseinrichtung 3 auch auf die Räder 8 zum Selbstverfahren des Rasenmähers 1 einwirkt und der Nutzer an einer Sitzeinrichtung auf dem Gehäuse 5 sitzen kann und von dort den Betrieb des Rasenmähers 1 steuern kann durch Betätigen von Hebeln, Tasten oder dergleichen. Schließlich sind Rasenmäher 1 im Handel, bei denen die Antriebseinrichtung 3 auf die Räder 8 ebenfalls zum Unterstützen des Verfahrens einwirkt, wobei der Nutzer zu Fuß geht und mittels der Führeinrichtung den Rasenmäher 1 lenkt und ebenfalls über Hebel oder dergleichen Wirkeinrichtungen auf den Betrieb des Rasenmähers 1 Einfluss nimmt. Ferner ist die Höhenlage der Räder 8 gegenüber dem Mähwerkzeug 2 und damit gegenüber dem Gehäuse 5 handelsüblich in Stufen oder kontinuierlich verstellbar, um die Schnitthöhe festzulegen, was hier ebenfalls nicht dargestellt ist. Herkömmliche handelsübliche Rasenmäher sind in Fahrtrichtung und damit Mährichtung vorderseitig geschlossen, insbesondere zum Schutz der Umgebung gegen weggeschleuderte Steine, aber auch zum Einfangen des Mähgutes, damit es beispielsweise in hier nicht dargestellte Fangsäcke befördert werden kann oder zur Ablage von Mulchgut auf der gemähten Rasenfläche.

Es zeigt sich, dass über die Gehäuseunterkante aufragendes zu mähendes Gras durch die Unterkante des Gehäuses nach unten gebogen wird, und von dem Mähwerkzeug erst ergriffen werden kann, wenn es in das Gehäuseinnere eingetreten ist.

Ist dieses Gras sehr hoch, sogenanntes Hochgras, versagen herkömmliche Rasenmäher und es müssen im Handel ebenfalls erhältliche spezielle Hochgrasmäher verwendet werden oder die in der Landwirtschaft üblichen Balkenrasenmäher.

Mit dem herkömmlichen Rasenmäher können durch gesonderte besonders langsame Handhabung einzelne kleine Flecken von Hochgras durchaus geschnitten werden, jedoch ist eine Nachbearbeitung unbedingt erforderlich.

Dieses Problem überwindet die Erfindung.

Gemäß der Erfindung ist der Vorderseite des Gehäuses 5 eine Stabgitteranordnung 9 anstelle einer geschlossenen Vorderwand zugeordnet. Die Stabgitteranordnung 9 besteht aus einzelnen, im wesentlichen vertikalen Gitterstäben 10, zwischen denen das Hochgras praktisch ungebogen bis zum Mähwerkzeug 2 vordringen kann und dort gemäht wird. Die Gitterstäbe 10 der Stabgitteranordnung 9 bilden einen wesentlichen Eingreifschutz. Etwa weggeschleuderte Steine werden an den übrigen Wänden, etwa der Seitenwand 7, des Gehäuses 5 in üblicher Weise abgefangen. Das gemähte Hochgras kann in üblicher Weise in einem Fangsack aufgefangen werden. Etwa nach vorne ausgeschleuderte Steine verfangen sich in dem noch nicht gemähten Hochgras.

Nicht im einzelnen dargestellt ist, dass die Gitterstabanordnung 9 nicht notwendigerweise die vollständige Breite der Vorderseite einnehmen muss, zumal üblicherweise im Versatz gemäht wird. Da ein solcher Versatz jedoch nicht stets auf der gleichen Seite erfolgt, ist es zweckmäßig, die Gitterstabanordnung 9 über die gesamte Vorderseite vorzusehen.

Zum Schutz gegen Eingreifen ist es ferner zweckmäßig, wenn die Gitterstäbe 10 an der Unterseite durch Fortsätze 11 bis unter die Mäheinrichtung 2 bzw. deren Bewegungsweg fortgesetzt sind. Ferner können die Gitterstäbe 10 wie dargestellt an der Oberseite ebenfalls Fortsätze 12 aufweisen, mittels denen jeder Gitterstab 10 am Gehäuse 5 befestigbar ist, wie das noch erläutert wird. Schließlich ist es nicht erforderlich, dass jeder Gitterstab 10 vollständig vertikal verläuft. Er kann zumindest abschnittsweise, wie im Abschnitt 13 dargestellt, einen gegenüber der Vertikalen geneigten Verlauf besitzen.

Jeder Gitterstab 10 kann in gesonderter Weise am Gehäuse 5 befestigt sein, beispielsweise angeschweißt sein. Er kann auch durch Ausklinken oder ähnliche Bearbeitung aus dem Material des Gehäuses 5 herausgearbeitet sein, dadurch dass in der Vorderwand des Gehäuses 5 entsprechende Ausnehmungen vorgesehen sind, die zwischen sich die Gitterstäbe 10 definieren.

Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Enden der oberen Fortsätze 12 miteinander verbunden und zwar über eine obere stegartige Verbindungsplatte 16 und sind die unteren Fortsätze 11 in ähnlicher Weise durch eine untere ebenfalls im wesentlichen stabförmige Verbindungsplatte 17 miteinander verbunden.

Zweckmäßig sind, wie in 2 dargestellt, die beiden Verbindungsplatten 16 und 17 durch eine seitliche Verbindungsplatte 18 jeweils verbunden, über die die so gebildete Gitteranordnung 9 fest bei sonst vollständig offener Vorderseite an dem Gehäuse 5, über seitliche Befestigungsmittel 19, wie Bolzen, Schrauben oder dergleichen angebracht ist. Bei entsprechender Ausbildung kann die Gitteranordnung 9 auch lösbar sein und somit ausgewechselt werden. Zweckmäßig ist die Gitteranordnung 9 auch an der Oberseite 6 des Gehäuses 5 mit dieser über entsprechender Befestigungsmittel 20 verbunden.

Von besonderem Vorteil ist es, wenn wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel die Vorderseite des Rasenmähers 1, die durch die Stabgitteranordnung 9 gebildet ist, zum Schutz der Umgebung bei normalem Betrieb zum Mähen eines Rasens gegen weggeschleuderte Steine geschützt ist, also die Gitterzwischenräume verschlossen sind. Zu diesem Zweck zeigt das Ausführungsbeispiel einen vorderseitigen Schutzschild 14, der an der Unterseite durch eine Versteifung 15 geschützt bzw. verstärkt sein kann und der entweder an der Stabgitteranordnung 9 oder direkt an der Oberseite 6 oder wie dargestellt den Seitenwänden 7 des Gehäuses 5 befestigt ist, etwa über Befestigungsmittel 21, wie Schrauben, Bolzen oder dergleichen. Hier ist die lösbare Verbindung wesentlich, da für das Mähen von Hochgras der Schutzschild 14 zu entfernen ist und beim Mähen von normalem Rasen wieder angebracht werden sollte.

Es zeigt sich ferner, dass bei dem Ausführungsbeispiel, wie es sich aus 1 ergibt, die Befestigungsmittel 21 derart positioniert sind, dass der Schutzschild 14 nicht nur in der dargestellten unteren Lage sondern auch in einer vertikal versetzten Lage längs des geneigten Abschnittes 13 montiert werden kann, sodass mittelhohes Gras ohne Probleme bei aufrechterhaltener Schutzfunktion gemäht werden kann, wie das beispielsweise bei der ersten Frühjahrsmahd der Fall sein kann.

Zweckmäßig bestehen die Gitterstäbe 10 aus sehr festem Material, wie Metall oder festem Kunststoff. Jedoch kann auch Metallmaterial verwendet werden, das umspritzt ist, bzw. in anderer Weise in Kunststoff eingebettet ist, um Korrosionsschutz gegenüber Umwelteinflüsse zu erreichen. Schließlich kann die Gesamtanordnung aus den Verbindungsplatten 16, 17, 18 und den Gitterstäben 10 vollständig einstückig beispielsweise als Gußteil, hergestellt sein.

Die 2 und 3 des Ausführungsbeispiels zeigen eine Ausführungsform, bei der die Gitterstäbe 10 der Stabgitteranordnung 9 im wesentlichen gleichen Abstand voneinander besitzen. Dies ist nicht zwingend. Es kann zweckmäßig sein, die innenstehenden Gitterstäbe enger anzuordnen als die außenstehenden Gitterstäbe, um den Eingreifschutz zu verbessern.

Dargestellt ist ferner eine Anordnung der Gitterstäbe 10 in einer im wesentlichen geradlinigen Reihe. Auch dies ist nicht zwingend. Die Anordnung der Gitterstäbe 10 kann dem Bewegungsweg des Mähwerkzeugs 2 angepasst sein. Schließlich ist es ebenfalls nicht zwingend, dass eine einzige Reihe von Gitterstäben 10 vorgesehen ist. 6 zeigt eine Anordnung mit zwei Reihen, deren eine Reihe 22 mit Gitterstäben 10 im wesentlichen geradlinig verläuft und außenliegend ist, während die andere Reihe 24 mit Gitterstäben 23 im wesentlichen dem Verlauf der Bewegung des Mähwerkzeugs 2 angepasst ist und hier innenliegend ist. Selbstverständlich können auch mehr als zwei Reihen vorgesehen sein, und können beispielsweise in Randbereich nahe den Seitenwänden 7 des Gehäuses 5 mehr Reihen als in der Mitte vorgesehen sein, um den Schutz zu verbessern. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß 6 ist die Anordnung so, dass die Gitterstäbe 10 und 23 durch einen gemeinsamen unteren Fortsatz 11 miteinander verbunden sein können. Auch dies ist nicht zwingend. Ferner können die Gitterstäbe 10, 23 der verschiedenen Reihen 22, 24 auch gegeneinander versetzt sein.

Das Anbringen des Schutzschildes 14 mittels der Befestigungsmittel 21 beziehungsweise das Lösen des Schutzschildes 14 durch Lösen der Befestigungsmittel 21 kann als zu mühselig empfunden werden. 7 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Schutzschild 14 um eine Welle 27 verschwenkbar am Gehäuse 5 gelagert ist. Zu diesem Zweck weist der Schutzschild 14 einerseits einen Lappen 28 auf, durch den die Welle 27 tritt und andererseits einen betätigbaren Hebel 25, mittels dem die Verschwenkung des Schutzschildes 24 entsprechend dem Pfeil 26 bei Bedarf, also bei Verwendung als Hochgrasmäheinrichtung, schwenkbar ist. Bei derart hochgeklapptem Schutzschild 14 kann die Antriebseinrichtung 3 geschützt werden. Statt eines von Hand zu betätigenden Hebels 25 kann auch ein Hebelmechanismus vorgesehen sein, der, beispielsweise über einen Kabelzug, von der Führeinrichtung aus bedienbar ist. Nicht im einzelnen dargestellt ist eine Ausführungsform, bei der der Schutzschild 14 längs einer Führungsschiene in seiner Höhenlage verstellt werden kann, wie eine Klappe oder dergleichen, oder von der Stabgitteranordnung 9 entformt werden kann.

Entscheidend ist, dass der Schutzschild 14 in einfacher Weise bei Bedarf von der Stabgitteranordnung 9, die er abdeckt, entfernt werden kann.

Selbstverständlich kann die Ausführung auch derart sein, dass die Stabgitteranordnung 9 als lösbares Bauteil ausgebildet ist und gegen ein steifes geschlossenes Gehäuse-Vorderteil austauschbar ist.

Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Rasenmähers 1 kann dieser nicht nur als üblicher Rasenmäher verwendet werden sondern auch bei Bedarf als Hochgrasmäher, wobei auch in diesem Fall ein sauberer Schnitt erreicht wird und ein Trimmschnitt nicht mehr erforderlich ist.


Anspruch[de]
  1. Rasenmäher, mit einem Mähwerkzeug (2), das von einem Gehäuse (5) umgeben ist und von einer Antriebseinrichtung (3) antreibbar ist, deren Abtriebswelle (4) durch das Gehäuse (5) tritt und mit dem Mähwerkzeug (2) in Wirkverbindung ist, wobei Räder (8) am Gehäuse (5) gelagert sind und eine Führeinrichtung am Gehäuse (5) angebracht ist zum geführten Verfahren des Rasenmähers (1) durch einen Bediener über eine zu mähende Fläche,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die in Fahrtrichtung Vorderseite des Gehäuses (5) zumindest in ihrem mittleren Bereich als Stabgitteranordnung (9) ausgebildet ist mit im Wesentlichen vertikal verlaufenden Gitterstäben (10).
  2. Rasenmäher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstäbe (10) an ihrer Unterseite horizontale Fortsätze (11) aufweisen.
  3. Rasenmäher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstäbe (10, 23) in mehreren Reihen (22, 24) hintereinander angeordnet sind.
  4. Rasenmäher nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne Gitterstäbe zumindest zweier Reihen durch einen gemeinsamen unteren Fortsatz (11) verbunden sind.
  5. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein oben liegender Abschnitt (13) der Gitterstäbe (10) gegen die Vertikalrichtung geneigt ist.
  6. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberenden der Gitterstäbe (10) über Stab-Fortsätze (12) mit der Oberseite des Gehäuses (5) verbunden sind.
  7. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass vor und/oder hinter der Stabgitteranordnung (9) ein Schutzschild (14) lösbar anbringbar ist.
  8. Rasenmäher nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzschild (14) mittels eines Betätigungsglieds (25) zumindest zwischen zwei Endstellungen verstellbar, insbesondere verschiebbar oder klappbar, ist, in deren einer die Zwischenräumen zwischen den Gitterstäben (10) vollständig abgedeckt sind und in deren anderer die Zwischenräume zwischen den Gitterstäben (10) vollständig freigegeben sind.
  9. Rasenmäher nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsglied an der Führungseinrichtung vorgesehen ist und zwischen dieser und dem Schutzschild (14) zu dessen Verstellung wirken kann.
  10. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstäbe (10) Metallstäbe sind.
  11. Rasenmäher nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstäbe (10) kunststoffumspritzt bzw. kunststoffeingebettet sind.
  12. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstäbe (10) aus hartem zähelastischem Kunststoff bestehen.
  13. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einige der Gitterstäbe (10) durch Ausnehmungen in der Vorderwand des Gehäuses (5) gebildet sind.
  14. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabgitteranordnung (9) ein selbständiges Bauteil ist, das am Gehäuse (5) insbesondere lösbar anbringbar ist.
  15. Gitteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterenden der Gitterstäbe (10) und/oder die unteren Fortsätze (14) vor und/oder unterhalb des Bewegungsbereichs des Mähwerkzeugs (2) miteinander verbunden sind.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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