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Aufnahmegerät für Streugut - Dokument DE102004056562A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004056562A1 24.05.2006
Titel Aufnahmegerät für Streugut
Anmelder ESG mbH, 76532 Baden-Baden, DE
Erfinder Wurz, Dieter, Prof. Dr.-Ing., 76530 Baden-Baden, DE;
Hartig, Stefan, Dipl.-Ing., 77855 Achern, DE
DE-Anmeldedatum 23.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004056562
Offenlegungstag 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2006
IPC-Hauptklasse E01H 1/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Gerät zur Aufnahme von Streugut von Straßen zur Ermittlung der Streugutverteilung über der Streubreite. Die Aufnahme des Streugutes wird durch Einsatz von Spülflüssigkeit entscheidend verbessert. Die Abtrennung des Streugutes von der Trägerluft erfolgt bevorzugt in einem Zyklonabscheider.

Beschreibung[de]

Das Streuen von Salz in Verbindung mit einer Flüssigkeit (Salzlösung, Sole), das auch als "Feuchtsalz-Streuung" bezeichnet wird, ist unter folgenden Aspekten zu sehen:

  • – Das Streugut soll auf die Straße ausgebracht werden. Seitliche Fehlwürfe in den Grünstreifen sollten möglichst vermieden werden.
  • – Das Streugut sollte möglichst homogen über die Streubreite verteilt sein.
  • – Das Mischungsverhältnis von Salz und Sole sollte über der Streubreite in sinnvollen Grenzen homogen sein.

Wenn ein derartiges Anforderungsprofil besteht, muss auch ein Messverfahren zur Verfügung stehen, mit dem eine Überprüfung der Vorgaben zuverlässig möglich ist.

In der Vergangenheit wurde hauptsächlich Trockensalz ausgebracht bzw. die Güte der Streugutverteilung mit Trockensalz getestet. Trockensalz lässt sich von einer trockenen Straße mit einem normalen Staubsauger absaugen, auch wenn dies mit Verlusten im Feinkornbereich des Salzes verbunden ist. Bei nassen Straßen, insbesondere bei einer üblichen Rauhigkeit des Asphalts, ist die Wiederfindungsrate für das ausgebrachte Streugut aber selbst bei trockener Ausbringung von Streugut unter Umständen zu gering, insbesondere dann, wenn das Streugut einen erheblichen Feinanteil aufweist.

Neuerdings wird Trockensalz vor dem Aufbringen auf die Straße mit einer Salzlösung (Sole) versetzt. Das Salz – Sole Gemisch kann in den porösen und rauen Straßenbelag eindringen und ist dann auch durch einfaches Absaugen nicht in ausreichendem Umfange vom Straßenbelag aufzunehmen.

Aus diesem Sachverhalt ergibt sich die Aufgabenstellung für die vorliegende Erfindung.

Es sollen ein Verfahren und ein Gerät entwickelt werden, mit welchem ausgebrachtes Streugut unterschiedlichster Qualität, insbesondere auch Gemische von Trockensalz und Sole, mit hoher Wiederfindungsrate von Straßen aufgenommen werden können. Die Auswertung der somit gewonnenen Proben soll auf einfache Weise die Salz- und Solemenge je m2 Straßenbelag ergeben.

1 zeigt eine Basiskonfiguration für ein derartiges Gerät, welches ein neuartiges Verfahren zur Aufnahme von Streugut zur Anwendung bringt:

In einem Vorlagegefäß 1 ist eine Spülflüssigkeit 2, z. B. demineralisiertes Wasser enthalten, welches über einen Schlauch 3 mit Dosier 4 und Absperrventilen 5 einer Spülleiste 6 zugeführt werden kann. Diese Spülleiste ist mit Austrittsöffnungen 7 versehen, über die das Spülwasser in geringem Abstand vor der Absaugedüse 8 auf den Straßenbelag 9 gesprüht werden kann. Über die Absaugedüse werden Salz und Sole 10 mit dem Spülwasser vom Straßenbelag abgesaugt und über ein Verbindungsrohr 11 einem Abscheider, bevorzugt einem Zyklonabscheider 12 zugeführt. Im Zyklonabscheider erfolgt die Trennung von Feststoff (Salzkörner) und Flüssigkeit (Sole und Spülwasser) einerseits und Trägerluft andererseits. Flüssigkeit und Feststoff werden in einem Hauptprobenahmebehälter 13 aufgefangen und bilden die Hauptprobe 14, während die Trägerluft über das Tauchrohr 15 des Zyklonabscheiders aus dem Abscheideraum austritt und einem Gebläse 20 in Saugschaltung zugeführt wird.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist in das Tauchrohr eine Nachabscheidung 16 integriert. Bei der Abscheidung von Flüssigkeiten aus der Trägerluft in einem Zyklonabscheider kommt es in aller Regel zu einem wenn auch geringen Flüssigkeitsschleichstrom durch das Tauchrohr. Die Flüssigkeit fließt als Flüssigkeitsfilm spiralförmig auf der Innenseite des Tauchrohres nach oben. Um auch diese meist geringe Teilmenge noch zu erfassen, wird ein Luftteilstrom durch einen Ringspalt 17 im Tauchrohr über Ventil 25 abgesaugt, wodurch der Flüssigkeitsfilm in einen Nachabscheide-Sammelbehälter 18 eingeleitet wird. Diese Nachabscheideprobe 19 kann für chemische und physikalische Untersuchungen mit der Hauptprobe vereinigt werden.

Eine scharfe seitliche Begrenzung des Straßenstreifens, von welchem das Streugut aufgenommen werden soll – eine entscheidende Voraussetzung für genaue Ergebnisse – erreicht man dadurch, dass die Absaugedüse mit seitlichen Begrenzungsschwertern 22 mit Dichtleisten 24 zum Straßenbelag hin ausgestattet ist. Zur Einhaltung eines vorteilhaften Abstandes der Absaugedüse vom Straßenbelag können an den seitlichen Begrenzungsschwertern verstellbare Gleitsteine oder Rädchen 23 angebracht sein.

Nach Auflösung der Salzkörner in dem mit-abgesaugten Spülwasser kann die Salzmenge in der Probe auf einfache Weise mit Hilfe eines Aräometers bestimmt werden oder durch Abdampfen der Flüssigkeit und Wiegen des Abdampfrückstandes. Der getrennte Nachweis von Trockensalz und Salzsole kann durch Einsatz geeigneter Tracersubstanzen mit nachfolgender chemischer Analyse oder durch Photometrie erfolgen.

Das Probenahmesystem ist auf einer fahrbaren Lafette 21 montiert. Somit kann mit diesem Gerät beispielsweise der Salz- und Solebelag auf 10 parallelen Streifen vom Straßenbelag abgenommen und nachfolgend das Verteilungsprofil ausgewiesen werden.


Anspruch[de]
  1. Aufnahmegerät für Streugut von Straßen, bestehend aus einer Absaugedüse, einem Probensammelbehälter und einem Sauggebläse, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spülflüssigkeitsvorlage vorhanden ist von der aus über eine Verbindungsleitung Spülflüssigkeit einer Spülleiste zugeführt wird, die in geringem Abstand vor der Saugdüse angeordnet ist.
  2. Aufnahmegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennung von Feststoff und Flüssigkeit einerseits und von Trägerluft andererseits in einem Zyklonabscheider erfolgt.
  3. Aufnahmegerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, das eine Nachabscheidung für Feststoffe und Flüssigkeit hinter dem Zyklonabscheider angeordnet ist.
  4. Aufnahmegerät nach einem der Ansprüche 2–3, dadurch gekennzeichnet, das die Nachabscheidung mit Hilfe eines Ringspalts zur Filmabsaugung von der Wand des Tauchrohres erfolgt.
  5. Aufnahmegerät nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugedüse seitliche Begrenzungsschwerter aufweist.
  6. Aufnahmegerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an die Begrenzungsschwerter beidseitig einstellbare Rädchen oder Gleitsteine angebracht sind, durch deren Stützwirkung die Absaugespaltbreite konstant gehalten wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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