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Dokumentenidentifikation DE102004056679A1 24.05.2006
Titel Handwerkzeugmaschine und Verfahren zur Luftkühlung eines Antriebsmotors einer Handwerkzeugmaschine
Anmelder Flex-Elektrowerkzeuge GmbH, 71711 Steinheim, DE
Erfinder Panzer, Udo, 71384 Weinstadt, DE
Vertreter HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte, 70182 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 18.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004056679
Offenlegungstag 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2006
IPC-Hauptklasse B25F 5/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B25F 5/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Um eine Handwerkzeugmaschine mit einem Gehäuse, einem in dem Gehäuse angeordneten luftgekühlten Antriebsmotor und mit mindestens einer in den Außenraum weisenden Luftansaugöffnung bereitzustellen, die zuverlässig arbeitet, ist es vorgesehen, daß die mindestens eine in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung beabstandet zu dem Gehäuse positioniert ist und/oder positionierbar ist und/oder an einem, bezogen auf eine Werkzeugaufnahme, hinteren Ende des Gehäuses angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Handwerkzeugmaschine, wie beispielsweise einen Winkelschleifer, mit einem Gehäuse, einem in dem Gehäuse angeordneten luftgekühlten Antriebsmotor und mit mindestens einer in den Außenraum weisenden Luftansaugöffnung.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Luftkühlung eines Antriebsmotors einer Handwerkzeugmaschine.

Über die mindestens eine Luftansaugöffnung wird Luft aus der Umgebung angesaugt, welche durch das Gehäuse zur Kühlung des Antriebsmotors geführt wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Handwerkzeugmaschine der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß diese zuverlässig arbeitet.

Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Handwerkzeugmaschine erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die mindestens eine in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung beabstandet zu dem Gehäuse positioniert ist und/oder positionierbar ist und/oder an einem bezogen auf eine Werkzeugaufnahme hinteren Ende des Gehäuses angeordnet ist.

Bei der Bearbeitung eines Werkstücks mit einer Handwerkzeugmaschine entstehen Bearbeitungsrückstände wie Stäube. Ferner können Werkzeugrückstände durch den Werkzeugverschleiß entstehen. Diese Rückstände können über eine Luftansaugöffnung in das Gehäuse eingesaugt werden und auf den Antriebsmotor wirken. Dies kann zu einem erhöhten Motorverschleiß führen mit einer Verringerung der Lebensdauer.

Besonders relevant ist dieses Problem bei Schleifvorgängen beispielsweise mit einem Winkelschleifer. Dazu können Fächerschleifscheiben eingesetzt werden, welche eine hohe Schleifleistung aufweisen, die jedoch von einem hohen Werkzeugverschleiß begleitet ist. Es können dabei Fasern anfallen, die über eine Luftansaugöffnung zu dem Antriebsmotor gelangen können und im schlimmsten Falle zu dessen Zerstörung beispielsweise über einen Kurzschluß führen können.

Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, daß die mindestens eine in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung (das heißt die mindestens einen direkt in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung) beabstandet zu dem Gehäuse positioniert ist und/oder positionierbar ist und/oder an dem hinteren Ende des Gehäuses angeordnet ist. Dadurch läßt sich die mindestens eine Luftansaugöffnung in einem vergrößerten Abstand zu einem Werkzeugwirkbereich positionieren. Dadurch wiederum läßt sich die Menge an Bearbeitungsrückständen und Werkzeugrückständen, welche in das Gehäuse eindringen kann und zum Antriebsmotor gelangen kann, minimieren. Bei entsprechender Positionierung der mindestens einen Luftansaugöffnung läßt sich insbesondere verhindern, daß Faserrückstände eines Werkzeugs in das Gehäuse eindringen können.

Mittels der erfindungsgemäßen Lösung läßt sich bei effektiver Luftkühlung des Antriebsmotors die Verunreinigungsbeaufschlagung des Antriebsmotors stark verringern. Dadurch läßt sich die Lebensdauer des Antriebsmotors erhöhen. Insbesondere können auch Fächerschleifscheiben zur Werkstückbearbeitung eingesetzt werden, ohne daß ein erhöhter Motorverschleiß zu befürchten ist.

Die erfindungsgemäße Lösung läßt sich auf konstruktiv einfache Weise realisieren. Insbesondere muß ein Antriebsmotor nicht modifiziert werden.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn das Gehäuse bezüglich des Außenraums seitlich geschlossen ausgebildet ist. Dadurch ist sichergestellt, daß (Kühl-)Luft nur über die mindestens eine (direkt) in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung angesaugt wird. Diese mindestens eine Luftansaugöffnung läßt sich in einem großen Abstand zu einem Werkzeugwirkbereich positionieren, um das Eindringen von Verunreinigungen in das Gehäuse minimieren zu können.

Es kann vorgesehen sein, daß die mindestens eine in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung beabstandet zu einer Zuführungsöffnung für Luft ist, welche am Gehäuse angeordnet ist. Damit (Kühl-)Luft durch das Gehäuse zur Kühlung des Antriebsmotors geführt werden kann, muß (mindestens) eine Zuführungsöffnung für Luft am Gehäuse angeordnet sein. Diese kann direkt in den Außenraum weisen; vorteilhaft ist es, wenn die direkt in den Außenraum weisende mindestens eine Luftansaugöffnung sich beabstandet zu einer solchen Zuführungsöffnung am Gehäuse positionieren läßt.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn ein Anschluß für eine Luftzuführungsleitung vorgesehen ist. Über die Luftzuführungsleitung läßt sich die mindestens eine Luftansaugöffnung beabstandet zu dem Gehäuse positionieren. Insbesondere läßt sich dann die mindestens eine in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung in einem großen Abstand zu einem Werkzeugwirkbereich positionieren. Beispielsweise ist es vorgesehen, daß die Länge der Luftzuführungsleitung größer und insbesondere erheblich größer ist als eine Längenausdehnung des Gehäuses. Der Anschluß ist beispielsweise an dem Gehäuse angeordnet. Der Anschluß kann auch direkt als Luftansaugöffnung ausgebildet sein; dies ist für Anwendungsfälle sinnvoll, bei denen der Abstand des Anschlusses zur Werkzeugaufnahme ausreicht.

Günstigerweise ist die mindestens eine in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung an der Luftzuführungsleitung angeordnet. Über Positionierung der Luftzuführungsleitung läßt sich dann die mindestens eine (direkt) in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung positionieren und zwar derart positionieren, daß das Eindringen von Verunreinigungen in das Gehäuse minimiert ist.

Günstig ist es, wenn die mindestens eine in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung durch ein Mündungsende der Luftzuführungsleitung gebildet ist. Die Luftzuführungsleitung läßt sich beispielsweise auf einfache Weise über einen flexiblen Schlauch bereitstellen. Das Mündungsende dieses Schlauches läßt sich durch einen Anwender auf einfache Weise positionieren.

Für die Handhabung ist es günstig, wenn ein elektrisches Anschlußkabel in der Luftzuführungsleitung geführt ist. Von der Handwerkzeugmaschine geht dann nur ein "Leitungsstrang" aus, nämlich die Luftzuführungsleitung mit dem darin geführten Anschlußkabel. Da ein am elektrischen Anschlußkabel angeordneter Netzstecker in eine Netzsteckdose eingesteckt werden muß, läßt sich bei einer Führung des elektrischen Anschlußkabels in der Netzzuführungsleitung auch eine ausreichend feste Positionierung eines insbesondere als Luftansaugöffnung ausgebildeten freien Endes der Luftzuführungsleitung erreichen.

Günstig ist es, wenn der Anschluß an oder in der Nähe eines einer Werkzeugaufnahme gegenüberliegenden (hinteren) Endes der Handwerkzeugmaschine angeordnet ist. Dadurch wird die Handhabbarkeit der Handwerkzeugmaschine für einen Bediener nicht behindert.

Günstig ist es, wenn eine Zuführungsöffnung für Luft zum Antriebsmotor und die mindestens in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung über mindestens eine Luftzuführungsleitung in fluidwirksamer Verbindung stehen. Dadurch läßt sich der Abstand der mindestens einen (direkt) in den Außenraum weisenden Luftansaugöffnung zu einem Werkzeugwirkbereich vergrößern, so daß der Anteil von Verunreinigungen, welche im Werkzeugwirkbereich entstehen und zu dem Antriebsmotor gelangen, minimiert ist.

Günstig ist es, wenn die mindestens eine Luftzuführungsleitung flexibel ausgebildet ist und insbesondere durch einen Schlauch gebildet ist. Ein Bediener kann dann diese Luftzuführungsleitung mit einer oder mehreren Luftansaugöffnungen entsprechend einer vorgesehenen Anwendung positionieren. Eine solche Luftzuführungsleitung läßt sich zum Transport oder zum Lagern der Handwerkzeugmaschine auf platzsparende Weise lagern.

Es kann vorgesehen sein, daß ein Handgriff an dem Gehäuse gebildet oder angeordnet ist. Es ist dabei möglich, daß das Gehäuse, wenn sein Außenumfang genügend klein ist, selber einen Handgriff bildet. Bei größeren Handwerkzeugmaschine (mit größeren Antriebsmotoren) ist es vorgesehen, daß (mindestens) ein gut greifbarer Handgriff an dem Gehäuse gebildet oder angeordnet ist.

Für die Bedienbarkeit ist es günstig, wenn ein Schalter zur Aktivierung/Deaktivierung des Antriebsmotors am Handgriff angeordnet ist. Ein Bediener kann dann beispielsweise, wenn er die Handwerkzeugmaschine mit einer Hand am Handgriff hält, mit dem Zeigefinger den Schalter aktivieren.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn dem Handgriff ein Bügel zugeordnet ist. Über den Bügel lassen sich die Finger des Bedieners vor Einklemmen schützen. Der Bügel läßt sich dabei zur Zuführung von (Kühl-)Luft zu dem Antriebsmotor nutzen. Insbesondere läßt sich über den Bügel ein vergrößerter Strömungsraum ausbilden, um eine effektive Kühlungswirkung zu erzielen. Weiterhin läßt sich Luft an Schalterkomponenten und/oder elektronischen Komponenten vorbeiführen, so daß eine Verunreinigungsbeaufschlagung dieser Komponenten verhindert ist. Ein entsprechender Bügel läßt sich auf einfache Weise beispielsweise einstückig mit dem Handgriff ausbilden.

Insbesondere ist ein Schalter zur Aktivierung/Deaktivierung des Antriebsmotors dem Bügel gegenüberliegend angeordnet. Dadurch läßt sich ein Freiraum bilden, in welchen die Finger eines Bedieners eintauchen können.

Insbesondere weist der Bügel einen Zuführungskanal für Luft zum Antriebsmotor auf. Durch den Bügel läßt sich dann (Kühl-)Luft zu dem Antriebsmotor führen, wobei sich ein vergrößerten Strömungsraum bereitstellen läßt und sich die Luftströmung an elektronischen Komponenten und/oder Schalterkomponenten der Handwerkzeugmaschine beaufschlagungsfrei vorbeiführen läßt.

Insbesondere steht der Bügel in fluidwirksamer Verbindung mit der mindestens einen in den Außenraum weisenden Luftzuführungsleitung. Über die mindestens eine beabstandete Luftansaugöffnung läßt sich (Kühl-)Luft ansaugen und über den Bügel dann dem Antriebsmotor zuführen.

Insbesondere ist an dem Handgriff ein Anschluß für eine Luftzuführungsleitung angeordnet. Dadurch läßt sich unter geringem konstruktiven Aufwand die mindestens eine Luftansaugöffnung beabstandet zu dem Gehäuse positionieren.

Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Luftkühlung eines Antriebsmotors einer Handwerkzeugmaschine bereitzustellen, welches schonend für den Antriebsmotor ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Luft beabstandet zu einem Gehäuse, in dem der Antriebsmotor angeordnet ist, aus der Umgebung angesaugt wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren weist die bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschine erläuterten Vorteile auf.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen wurden ebenfalls bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschine erläutert.

Insbesondere wird angesaugte Luft in einer Luftzuführungsleitung zu dem Antriebsmotor geführt. Dadurch läßt sich ein Abstand zwischen dem Gehäuse und einer Luftansaugöffnung realisieren. Insbesondere läßt sich dadurch ein solcher Abstand zwischen einem Werkzeugwirkbereich und einer Luftansaugöffnung realisieren, daß das Eindringen von Verunreinigungen ins Gehäuse minimiert ist.

Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigen:

1 eine schematische perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschine und

2 eine schematische perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschine.

Ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschine, welches in 1 gezeigt und dort mit 10 bezeichnet ist, umfaßt ein Gehäuse 12. In dem Gehäuse 12 ist ein Antriebsmotor 14 angeordnet. Bei dem Antriebsmotor 14 handelt es sich insbesondere um einen Elektromotor, welcher mit Netzstrom versorgbar ist. Bei der Handwerkzeugmaschine 10 handelt es sich dann um eine Elektro-Handwerkzeugmaschine.

Das Gehäuse 12 kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Es weist einen Aufnahmebereich 13 für den Antriebsmotor 14 auf, an den sich ein weiterer Gehäuseraum 15 anschließen kann.

Die Handwerkzeugmaschine 10 weist eine Werkzeugaufnahme 16 auf. (In 1 ohne Werkzeug gezeigt.) Die Werkzeugaufnahme 16 umfaßt eine über den Antriebsmotor 14 angetriebene Welle. Die Welle ist beispielsweise über ein Getriebe an den Antriebsmotor 14 gekoppelt. An der Welle ist ein Werkzeug fixierbar.

Bei der Handwerkzeugmaschine 10 handelt es sich beispielsweise um einen Winkelschleifer.

Die Werkzeugaufnahme 16 ist an einem Getriebekopf 18 angeordnet, welcher mit dem Gehäuse 12, welches den Antriebsmotor 14 aufnimmt, verbunden ist oder an diesem gebildet ist.

Der Antriebsmotor 14 ist luftgekühlt. Dazu muß Luft aus der Umgebung angesaugt werden und an dem Antriebsmotor 14 vorbeigeführt werden. (Aufgeheizte) Kühlluft läßt sich über Öffnungen 20, welche beispielsweise an dem Getriebekopf 18 angeordnet sind, aus dem Gehäuse 12 abführen.

Erfindungsgemäß ist das Gehäuse 12 seitlich geschlossen bezüglich eines Außenraums um das Gehäuse 12 ausgebildet, so daß Luft nicht aus der Umgebung um das Gehäuse 12 herum angesaugt werden kann. Bei einem Bearbeitungsvorgang entsteht Staub in einem Werkzeugwirkbereich 22. Wenn das Gehäuse 12 mit Luftansaugöffnungen versehen ist, dann kann dieser Staub in das Gehäuse 12 eindringen und zu dem Antriebsmotor 14 gelangen. Dies kann zu einem Verschleiß des Antriebsmotors 14 führen und dessen Lebensdauer verringern.

Besonders relevant ist das Problem, wenn als Werkzeuge Fächerschleifscheiben verwendet werden. Diese weisen eine hohe Schleifwirkung auf, welche jedoch von einem hohen Abnutzungsgrad begleitet ist. In dem Werkzeugwirkbereich 22 entstehen aufgrund der Abnutzung der Schleifscheibe Fasern, die zu dem Antriebsmotor 14 gelangen können und im schlimmsten Falle diesen zerstören können.

Durch die geschlossene Ausbildung des Gehäuses 12 bezüglich eines Außenraums 23, welcher das Gehäuse 12 umgibt, wird verhindert, daß bei einer Werkstückbearbeitung anfallende Produkte in das Gehäuse 12 zum Antriebsmotor 14 gelangen.

An dem Gehäuse 12 ist ein Anschluß 24 für eine Luftzuführungsleitung 26 angeordnet oder gebildet. Der Anschluß 24 ist insbesondere an oder in der Nähe eines hinteren Endes 28 der Handwerkzeugmaschine 10 und insbesondere des Gehäuses 12 angeordnet, welches einem Ende 30 der Handwerkzeugmaschine an der Werkzeugaufnahme 16 gegenüberliegt.

An dem Anschluß 24 ist eine Zuführungsöffnung 32 gebildet, über welche (Kühl-)Luft in einen Innenraum 34 des Gehäuses 12 zur Kühlung des Antriebsmotors 14 einkoppelbar ist.

Die Luftzuführungsleitung 26 ist an die Handwerkzeugmaschine 10 an dem Anschluß 24 angeschlossen. Sie ist insbesondere flexibel ausgebildet und beispielsweise als Schlauch ausgebildet.

Die Luftzuführungsleitung 26 ist insbesondere lösbar über den Anschluß 24 an dem Gehäuse 12 fixierbar. Sie kann zum Transport oder zur Lagerung der Handwerkzeugmaschine 10 gelöst werden.

An einem Mündungsende 36 der Luftzuführungsleitung 26 ist eine Luftansaugöffnung 38 gebildet, welche in den Außenraum weist. Über diese Luftansaugöffnung 38 ist (Kühl-)Luft aus der Umgebung ansaugbar. Die Luftansaugöffnung 38 steht in fluidwirksamer Verbindung mit der Zuführungsöffnung 32.

Die Luftzuführungsleitung 26 weist eine Länge auf, welche vorzugsweise größer ist als eine Länge des Gehäuses 12 und insbesondere erheblich größer ist als die Länge des Gehäuses 12. Dadurch läßt sich die Luftansaugöffnung 38 beabstandet zu dem Gehäuse 12 positionieren, um so einen vergrößerten Abstand zu dem Werkzeugwirkbereich 22 herzustellen.

Dadurch läßt sich die Menge an Bearbeitungsprodukten wie Staub oder Werkzeugabrieb, welche in den Innenraum 34 des Gehäuses 12 gelangen können, minimieren.

Der Anschluß 24 kann auch selber als Luftansaugöffnung ausgebildet sein oder dem Anschluß 24 kann eine an dem hinteren Ende des Gehäuses 14 angeordnete Luftansaugöffnung zugeordnet sein. (Kühl-)Luft läßt sich dadurch im maximalen Abstand zu der Werkzeugaufnahme 16 ansaugen.

Es kann vorgesehen sein (wie anhand des Ausführungsbeispiels gemäß 2 gezeigt), daß ein elektrisches Anschlußkabel, über welches der Antriebsmotor 14 mit elektrischer Energie versorgt wird, in der Luftzuführungsleitung 26 geführt wird.

Die erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine 10 funktioniert wie folgt:

Vor der Werkstückbearbeitung, beispielsweise der Schleifbearbeitung eines Werkstücks über eine Fächerschleifscheibe, wird das Mündungsende 36 der Luftzuführungsleitung 26 in einem möglichst großen Abstand von dem Werkzeugwirkbereich 22 positioniert.

Beim Betrieb der Handwerkzeugmaschine 10 wird Luft über die Luftansaugöffnung 38 angesaugt und über die Zuführungsöffnung 32 am Anschluß 24 in den Innenraum 34 des Gehäuses 12 eingekoppelt. Diese Kühlungsluft strömt an dem Antriebsmotor 14 vorbei und wird über die Öffnungen 20 ausgekoppelt.

Durch die beabstandete Positionierung der Luftansaugöffnung 38 bezogen auf das Gehäuse 12 und die geschlossene Ausbildung des Gehäuses 12 bezogen auf den Außenraum 23 ist die Menge an Bearbeitungsrückständen und Werkzeugrückständen, die in den Innenraum 34 des Gehäuses 12 eindringen kann, stark verringert.

Dadurch wiederum ist die Beaufschlagung des Antriebsmotors 14 beispielsweise mit Staub oder Werkzeugfasern minimiert. Dies erhöht die Lebensdauer des Antriebsmotors 14. Weiterhin wird die Störungsanfälligkeit des Antriebsmotors 14 verringert.

Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschine, welches in 2 gezeigt und dort mit 40 bezeichnet ist, ist wiederum in einem Gehäuse 42 ein luftgekühlter Antriebsmotor 44 angeordnet.

An dem Gehäuse 42 sitzt ein Getriebekopf 46. An dem Getriebekopf 46 wiederum ist eine Werkzeugaufnahme 48 angeordnet, welche ein Werkzeug 50 wie beispielsweise eine Schleifscheibe oder eine Trennscheibe aufnehmen kann. Über den Antriebsmotor 44 läßt sich das Werkzeug 50 rotierend antreiben, wobei das Antriebsmoment über den Getriebekopf 46 auf die Werkzeugaufnahme 48 übertragen wird.

An dem Getriebekopf 46 kann eine Schutzhaube 52 fixiert sein, welche das Werkzeug 50 mindestens teilweise abdeckt.

Es kann ferner ein Handgriff 54 vorgesehen sein, welcher an dem Getriebekopf 46 oder an dem Gehäuse 42 benachbart zu dem Getriebekopf 46 sitzt.

Beispielsweise ist der Handgriff 54 in seiner Winkelstellung bezogen auf eine Längsachse 56 des Gehäuses 42 feststellbar einstellbar.

Der Handgriff 54 weist einen Handteller 58 auf.

An dem Gehäuse 42 sitzt dem Getriebekopf 46 abgewandt ein weiterer Handgriff 60. Ein Bediener kann den Handgriff 60 umfassen.

Das Gehäuse 42 weist einen Aufnahmebereich 61 für den Antriebsmotor 44 auf. An diesen schließt sich ein Gehäusebereich 63 im Übergang zum Handgriff 60 an.

Es kann auch vorgesehen sein, daß der Handgriff 60 Teil des Gehäuses 42 ist.

An dem Handgriff 60 ist ein Schalter 62 zur Aktivierung/Deaktivierung des Antriebsmotors 44 angeordnet. Der Schalter 62 ist dabei so angeordnet, daß ein Bediener, welcher beispielsweise mit der rechten Hand die Handwerkzeugmaschine 40 an dem Handgriff 60 hält (und diese an dem Handgriff 54 mit der linken Hand hält), den Schalter 62 mit dem Zeigefinger bedienen kann.

An dem Gehäuse 42 kann insbesondere an einer dem Schalter 62 gegenüberliegenden Seite ein Feststellschalter 64 angeordnet sein, über den sich eine Aktivierungsstellung des Schalters 62 fixieren läßt.

Dieser feste Schalter 64 ist insbesondere so angeordnet, daß ein Bediener diesen mit dem Daumen bedienen kann, wenn er die Handwerkzeugmaschine 40 an dem Handgriff 60 hält.

Dem Handgriff 60 ist ein Bügel 66 zugeordnet, über welchen sich die Finger eines Bedieners nach unten hin schützen lassen, wenn dieser die Handwerkzeugmaschine 40 mit einer Hand am Handgriff 60 hält. Der Bügel 66 ist dazu brückenförmig ausgebildet, wobei ein Zwischenraum 68 zwischen dem Bügel 66 und dem Handgriff 60 gebildet ist, in welchem ein Bediener seine Finger positionieren kann, wenn er die Handwerkzeugmaschine 40 am Handgriff 60 hält.

Zu dem Zwischenraum 68 hin ist der Schalter 62 dem Bügel 66 gegenüberliegend angeordnet.

An oder in der Nähe eines Endes 70 des Handgriffs 60 ist ein Anschluß 72 für eine Luftzuführungsleitung 74 angeordnet oder gebildet oder direkt eine Luftansaugöffnung angeordnet.

Die Luftzuführungsleitung 74 ist beispielsweise als Schlauch ausgebildet. Sie weist, wie oben im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel 10 beschrieben, ein Mündungsende auf (in 2 nicht gezeigt), welches als Luftansaugöffnung dient.

In der Luftzuführungsleitung 74 ist insbesondere ein elektrisches Anschlußkabel 76 geführt.

Über den Anschluß 72 ist eine Zuführungsöffnung 78 gebildet, über die sich (Kühl-)Luft in einen Innenraum 80 des Gehäuses 42 einkoppeln läßt.

Durch den Bügel 66 ist ein Zuführungskanal 82 für (Kühl-)Luft in dem Innenraum 80 des Gehäuses 42 gebildet. Dieser Zuführungskanal 82 steht in fluidwirksamer Verbindung mit der Zuführungsöffnung 78.

Der Zuführungskanal 82 mündet über eine Zuführungsöffnung 84 in den Innenraum 80 des Gehäuses 42.

Über die Luftansaugöffnung der Luftzuführungsleitung 74 angesaugte (Kühl-)Luft läßt sich dann über die Zuführungsöffnung 78 einkoppeln und über den Zuführungskanal 82 in den Innenraum 80 des Gehäuses 42 führen und an dem Antriebsmotor 44 zu dessen Kühlung vorbeiführen.

An Öffnungen im Gehäuse 42 bzw. im Getriebekopf 46 läßt sich (aufgeheizte) Luft aus dem Gehäuse 42 auskoppeln.

Die Luftführung an dem Handgriff 60 und dem Bügel 66 ist insbesondere so ausgebildet, daß der Luftstrom nur durch den Bügel 66 geführt wird. Dadurch wird die Schalterelektronik für den Schalter 62 und den Feststellschalter 62 nicht durch einen Luftstrom beaufschlagt (der grundsätzlich beispielsweise Staubpartikel enthalten kann).

Weiterhin läßt sich durch den Bügel 66 ein vergrößerten Strömungsraum am Handgriff 60 bereitstellen, über den eine gute Kühlungswirkung erzielbar ist.

Die erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine 40 funktioniert ansonsten wie oben anhand des ersten Ausführungsbeispiels 10 beschrieben.


Anspruch[de]
  1. Handwerkzeugmaschine mit einem Gehäuse (12; 42), einem in dem Gehäuse (12; 42) angeordneten luftgekühlten Antriebsmotor (14; 44), und mit mindestens einer in den Außenraum weisenden Luftansaugöffnung (38), dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung (38) beabstandet zu dem Gehäuse (12; 42) positioniert ist und/oder positionierbar ist und/oder an einem bezogen auf eine Werkzeugaufnahme (16; 48) hinteren Ende des Gehäuses (12; 42) angeordnet ist.
  2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (12; 42) bezüglich des Außenraums (23) seitlich geschlossen ausgebildet ist.
  3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung (38) beabstandet zu einer Zuführungsöffnung (32; 84) für Luft ist, welche am Gehäuse (12; 42) angeordnet ist.
  4. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anschluß (24; 72) für eine Luftzuführungsleitung (26; 74) vorgesehen ist.
  5. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung (38) an der Luftzuführungsleitung (26; 74) angeordnet ist.
  6. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung (38) durch ein Mündungsende (36) der Luftzuführungsleitung (26; 74) gebildet ist.
  7. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein elektrisches Anschlußkabel (76) in der Luftzuführungsleitung (26; 74) geführt ist.
  8. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß (24; 72) an oder in der Nähe eines einer Werkzeugaufnahme (16; 48) gegenüberliegenden Endes (28; 70) der Handwerkzeugmaschine angeordnet ist.
  9. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zuführungsöffnung (32; 78; 84) für Luft zum Antriebsmotor (14; 44) und die mindestens eine in den Außenraum weisende Luftansaugöffnung (38) über mindestens eine Luftzuführungsleitung (26; 74) in fluidwirksamer Verbindung stehen.
  10. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Luftzuführungsleitung (26; 74) flexibel ausgebildet ist.
  11. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Luftzuführungsleitung (26; 74) durch einen Schlauch gebildet ist.
  12. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Handgriff (60) an dem Gehäuse (42) gebildet oder angeordnet ist.
  13. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schalter (62) zur Aktivierung/Deaktivierung des Antriebsmotors (44) am Handgriff (60) angeordnet ist.
  14. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß dem Handgriff (60) ein Bügel (66) zugeordnet ist.
  15. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schalter (62) zur Aktivierung/Deaktivierung des Antriebsmotors (44) dem Bügel (66) gegenüberliegend angeordnet ist.
  16. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (66) einen Zuführungskanal (82) für Luft zum Antriebsmotor (44) aufweist.
  17. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (66) in fluidwirksamer Verbindung mit mindestens einer in einen Außenraum weisenden Luftansaugöffnung steht.
  18. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Handgriff (60) ein Anschluß (72) für eine Luftzuführungsleitung (74) angeordnet ist.
  19. Verfahren zur Luftkühlung eines Antriebsmotors einer Handwerkzeugmaschine, bei dem die Luft beabstandet zu einem Gehäuse, in dem der Antriebsmotor angeordnet ist, aus der Umgebung angesaugt wird.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß angesaugte Luft in einer Luftzuführungsleitung zu dem Antriebsmotor geführt wird.
  21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ansaugende beabstandet zu einem Werkzeugwirkbereich positioniert wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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