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Dokumentenidentifikation DE102005055891A1 24.05.2006
Titel Klemmlasche für die mechanische Befestigung von Dämm- und Dichtungsmaterialien auf Stahltrapezblechen
Anmelder Harald Zahn GmbH, 69168 Wiesloch, DE
DE-Anmeldedatum 22.11.2005
DE-Aktenzeichen 102005055891
Offenlegungstag 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2006
IPC-Hauptklasse E04B 1/80(2006.01)A, F, I, 20051122, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04B 1/61(2006.01)A, L, I, 20051122, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Klemmlasche für die mechanische Befestigung von Dämm- und Dichtungsmaterialien auf Stahltrapezprofilblechen.

Es ist aus der EP 1 212 496 B1 bekannt, die Dämm- und Dichtungsmaterialien auf Stahltrapezprofilblechen, die den tragenden Dachuntergrund von Flachdächern bilden, mechanisch zu befestigen. Hierzu werden üblicherweise Befestigungsmittel verwendet, die z.B. jeweils aus einer Schraube mit Bohrspitze und einem großflächigen Lastverteilteller oder einem Kunststoffhalter bestehen, in den die Schraube mit Bohrspitze eingesetzt ist. Die verwendete abdichtende Dachbahn wird in deren Randbereich von den Befestigungselementen durchstochen, welche durch das Dämmmaterial hindurch führen und die Bohrspitze das Stahltrapezprofilblech durchbohren. Die Befestigungsreihe wird von der nächsten sich anschließenden Abdichtbahn überlappt und diese im Randbereich mit der darunter liegenden Bahn verschweißt. Um die das Stahltrapezprofilblech durchbohrende Schraube von innen nicht sichtbar zu machen, schlägt die EP 1 212 496 B1 ein Stahltrapezprofilblech vor, das in seinen die Ober- und Untergurte des Stahltrapezprofilblechs verbindenden Stegen eingeformte Taschen besitzt, die als Nasen in die rinnenförmigen Kanäle hervorstehen und innerhalb diesen Hinterschneidungen bilden. In die von der Gebäudeaußenseite zugänglichen, zwischen zwei Rippen liegenden Profilkanäle werden Klemmlaschen eingesetzt, die mit dem Stahltrapezprofilblech verriegelt und in die die Schrauben der mechanischen Befestigungselemente für die Fixierung des Dämm- und Dichtungsmaterials eingeschraubt werden. Das Stahltrapezprofilblech selbst wird nicht mehr perforiert. Die durch die Klemmlasche durchschneidende Schraubenspitze ragt in den von der Gebäudeinnenseite nicht sichtbaren Profilkanal. Dieses System eignet sich z.B. vor allem für solche Gebäude, in denen aggressive Luftfeuchtigkeit vorherrscht, der ansonsten die Schraubenspitzen ausgesetzt wären. Es ist allerdings erforderlich, für jede Befestigungsstelle eine Klemmlasche in die jeweiligen Profilkanäle einzusetzen.

Der im Hauptanspruch angegebenen Erfindung liegt das Problem zu Grunde, die Vielzahl der Klemmlaschen zu verringern und damit eine rationelle Verarbeitung zu ermöglichen.

Dieses Problem wird durch die im Hauptanspruch aufgeführten Merkmale gelöst.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass statt einer Vielzahl von einzelnen Klemmlaschen nur wenige schienenförmige Klemmlaschen eingesetzt werden müssen und dabei das Stahltrapezblech auch in den Kanälen versteift wird, wo keine mechanische Befestigung eingebracht werden muss. Die erfindungsgemäße Klemmlasche ist eine sich quer über Ober- und Untergurte des Stahltrapezprofilblechs erstreckende Schiene, auf deren dem Stahltrapezprofilblech zugewandten Unterseite den rinnenförmigen Kanälen und/oder den Obergurten zugeordnete Paare von Retentionselemente angeordnet sind. Damit können die im Stahltrapezblech angeformten Nasen entweder durch ein Paar von Retentionselementen hintergriffen werden, die im Bereich der zwischen zwei Obergurten befindlichen Rinnenkanal positioniert sind oder die einen Obergurt umfassen bzw. zwischen sich einschließen.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die stirnseitigen Enden der Schienen mit Mitteln versehen sind, die eine lineare fortlaufende Verbindung der Schienen miteinander ermöglichen.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass jeweils ein Retentionselement an der Stirnseite einer Platte angeordnet ist, die an der Unterseite der Klemmlasche befestigt ist. Dadurch können die Retentionselemente paarweise den jeweils benachbarten Taschen eines Obergurtes bzw. eines Rinnenkanals zugeordnet werden. Hierzu ist bevorzugt vorgesehen, dass die Klemmlasche partiell an den Randseiten eingebogen ist. Mit den eingebogenen Randseitenabschnitten werden Aufnahmeleisten gebildet, die auf der Klemmlaschenunterseite eine Platte einschließen, die wiederum die Retentionselemente an ihren Stirnseiten trägt. Dadurch wird die gesamte Klemmlasche ohne mechanische Verbindungsmittel und ohne Schweißarbeiten gebildet, sondern alleine durch Verformung geschaffen.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.

Die Zeichnung gibt eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wieder. Dabei zeigen

1 eine perspektivische Darstellung des Dachaufbaus

2 einen Querschnitt des Dachaufbaus

3 die erfindungsgemäße Klemmlasche

4 eine weitere Ausführungsform der Klemmlasche

5 eine vergrößerte Darstellung der Klemmlasche aus 4

6 einen Schnitt entlang der in 5 angedeuteten Linie A-A

7 einen Schnitt entlang der in 5 angedeuteten Linie B-B

8 das in 5 mit C gekennzeichnete Detail in einer Vergrößerung

9 das in 7 mit D gekennzeichnete Detail in einer Vergrößerung

9a der Versteifungssteg in leicht eingebogener Situation

10 eine Draufsicht der Stirnverbindung aus der in 4 angedeuteten Richtung E

Das Stahltrapezprofilblech 1 besitzt in seinen die Obergurte 2 und Untergurte 3 verbindenden Stegen 4 eingeformte Taschen 5, die als Nasen in die Rinnenkanäle 6 hervorstehen und innerhalb diesen Hinterschneidungen bilden. In die von der Gebäudeaußenseite zugänglichen, zwischen zwei Stegen 4 liegenden Rinnenkanäle 6 wird die Klemmlasche 7 mit ihren Retentionselementen 8, 9 eingesetzt, die durch Hintergreifen der Nasen mit dem Stahltrapezprofilblech 1 verriegelt und in die die Schrauben 11 der mechanischen Befestigungselemente 10 für die Fixierung des Dämmmaterials 12 und Dichtungsmaterials 13 eingeschraubt werden. Da die Schrauben 11 in die sich quer über die Rinnenkanäle erstreckende Platte 17 der Klammlasche 7 im Bereich der Rinnenkanäle 15 einschneiden, wird das Stahltrapezprofilblech 1 selbst nicht mehr perforiert. Die durch die Klemmlasche 7 bzw. deren Platte 17 durchschneidende Schraubenspitze 14 ist daher von der Gebäudeinnenseite nicht sichtbar. Die Klemmlasche 7 ist als Schiene ausgebildet und erstreckt sich orthogonal über die Rinnenkanäle 6 und 15. An der Stirnseite 16 der Klemmlasche 7 ist in deren Platte 17 ein Schlitz 18 vorgesehen, in den eine Lasche 19 der benachbarten Klemmlasche eingehängt wird und somit ein Verbund der linear aufgereihten Klemmlaschen geschaffen wird.

Die 4 bis 10 zeigen die erfindungsgemäße Klemmlasche 7a in einer bevorzugten Ausführungsform. Der Zuschnitt des ursprünglichen Bleches erlaubt es, dessen Kanten partiell so einzufalten, dass zum einen Versteifungsstege 20 gebildet werden und zum Anderen Aufnahmeleisten 21, die Platten 22 umgreifen, an denen die Retentionselemente 8, 9 angeordnet sind. Die Einteilung der Retentionselemente ist so gewählt, dass diese die Obergurte des Stahltrapezbleches umgreifen, während die Versteifungsstege in den Rinnenkanal 6 zwischen zwei Obergurten einragen. Es ist dabei nicht zwingend erforderlich jeden Obertgurt zu erfassen. Die Versteifungsstege 20 haben darüber hinaus die Aufgabe, ein zurück drängen der Retentionselemente 8, 9 zu verhindern. Noch während der Montage befinden sich die Versteifungsstege 20 in der nach 9 angedeuteten Position, so dass sich die Retentionselemente 8, 9 dehnen können, um über die Taschen 5 des Stahltrapezbleches geführt werden zu können. In der Endlage federn diese zurück und hintergreifen die Taschen. Sodann werden die Versteifungsstege mit einer Zange eingebogen, sodass sie hinter den Retentionselementen 8, 9 stehen und sich diese nicht mehr dehnen können. Damit ist es ausgeschlossen, dass die Klemmlasche gegenüber dem Stahltrapezblech den Formschluss verliert. Die Platte 22 wird dadurch mit der Klemmlasche verbunden, indem die Platte 22 an die Unterseite der Klemmlasche geführt wird und so dann die beiden gegenüberliegenden Randpartien der Klemmlasche insgesamt um 180° eingebogen werden, so dass diese parallel unter der Klemmlasche zu liegen kommt. Dabei schließen sie die Platte 22 zwischen sich ein, die damit sicher formschlüssig unterhalb der Klemmlasche bzw. deren Schienenkörper befestigt ist.

Alle in den Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen angegebenen Merkmale können sowohl für sich alleine, als auch zusammen mit anderen Merkmalen erfindungswesentlich sein.

1Stahltrapezprofilblech 2Obergurt 3Untergurt 4Stege 5Taschen 6Rinnenkanäle 7Klemmlasche 8Retentionselement 9Retentionselement 10Befestigungselement 11Schraube 12Dämmmaterial 13Dichtungsmaterial 14Schraubenspitze 15Rinnenkanäle 16Stirnseite 17Platte 18Schlitz 19Lasche 20Versteifungsstege 21Aufnahmeleiste 22Platten

Anspruch[de]
  1. Klemmlasche für die mechanische Befestigung von Dämm- und Dichtungsmaterialien auf Stahltrapezprofilblech, welches die tragende Unterkonstruktion eines Flachdachs bildet, wobei das Stahltrapezprofilblech in den seine Ober- und Untergurte verbindenden Seitenstegen eingeformte Taschen besitzt, die als Nasen in die rinnenförmigen Kanäle des Stahltrapezprofilblechs hervorstehen und die von an der Klemmlasche angeordneten Retentionselementen hintergreifbar sind, so dass die Klemmlasche eine form- und/oder kraftschlüssige Verbindung mit dem Stahltrapezprofilblech bildet und wobei die Klemmlasche eine den rinnenförmigen Kanal überbrückende Platte besitzt, die von einer Schraube eines Befestigungselementes für die mechanische Befestigung des Dämm- und Dichtungsmaterials auf dem Stahltrapezprofilblech erfassbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmlasche (7, 7a) eine sich quer über mehrere Ober- (2) und/oder Untergurte (3) des Stahltrapezprofilblechs (1) erstreckende Schiene ist, auf deren dem Stahtrapezblech (1) zugewandten Unterseite den rinnenförmigen Kanälen (6) und/oder den Obergurten (2) zugeordnete Retentionselemente (8, 9) angeordnet sind.
  2. Klemmlasche nach Anspruch 1, dass die stirnseitigen Enden der Schienen mit Mitteln (18, 19) versehen sind, die eine lineare fortlaufende Verbindung der Schienen miteinander ermöglichen.
  3. Klemmlasche nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Retentionselemente (8, 9) paarweise dem jeweiligen Obergurt (2) und/oder Kanal (6) zugeordnet sind.
  4. Klemmlasche nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Retentionselement (8, 9) an der Stirnseite einer Platte (20) angeordnet ist, die an der Unterseite der Klemmlasche (7a) befestigt ist.
  5. Klemmlasche nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Randseiten der Klemmlasche (7a) partiell eingebogen sind und Aufnahmeleisten (21) bilden, welche die die Retentionselemente (8, 9) tragenden Platten (22) randseitig einschließen.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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