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Dokumentenidentifikation DE19650241B4 24.05.2006
Titel Heftklammergerät
Anmelder Esselte Leitz GmbH & Co. KG, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Schipke, Ilona, 73776 Altbach, DE;
Groch, Hans-Werner, 70327 Stuttgart, DE;
Radu, Brigitte, 71642 Ludwigsburg, DE
Vertreter Wolf & Lutz, 70193 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 04.12.1996
DE-Aktenzeichen 19650241
Offenlegungstag 10.06.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.05.2006
IPC-Hauptklasse B25C 5/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Heftklammergerät mit einem langgestreckten, in seinem vorderen Bereich eine Ambossplatte tragenden Ambossschenkel und einem an einem Lagerbock im rückwärtigen Bereich des Ambossschenkels um eine Querachse begrenzt verschwenkbaren Klammermagazin, mit einem um die Querachse gegenüber dem Klammermagazin und dem Ambossschenkel verschwenkbaren, einen in ein Kopfteil des Klammermagazins eingreifenden Treiber tragenden Treiberschenkel und einem eine ebene Standfläche aufweisenden Fußteil.

Bei Heftklammergeräten dieser Art (z.B. US 44404073 A, die überwiegend für den Bürobedarf bestimmt sind, ist das Fußteil üblicherweise auf der der Ambossplatte gegenüberliegenden Breitseite des Ambossschenkels so angeordnet, dass die ebene Standfläche parallel zur Ambossplatte ausgerichtet ist. Viele Benutzer nehmen das Heftklammergerät zum Heften in die Hand, umfassen freihändig den Treiberschenkel und den Ambossschenkel und drücken diese beim Heftvorgang im Bereich des Magazinkopfes und der Ambossplatte gegeneinander. Bei dieser Handhabung muss das Heftgerät zunächst von der Unterlage abgenommen und sodann in eine funktionsgerechte Griffposition gebracht werden, bevor der Heftvorgang ausgeführt werden kann. Hinzu kommt, dass der hierbei von der Hand umgriffenen ebenen Standfläche eine wichtige Handhabungsfunktion zukommt, an die sie aus ergonomischer Sicht nicht optimal angepasst ist. Es kommt daher leicht zu Fehlheftungen.

Weiter ist es bei einem Heftklammergerät der eingangs angegebenen Art an sich bekannt US 3987951 A die Standfläche des Fußteils im Wesentlichen senkrecht zur Ambossfläche auszurichten. Dort sind am freien Ende des Treiberschenkels und des Ambossschenkels jeweils nach außen ausgestellten Stützbeine angeordnet, mit denen das Gerät auf einer Unterlage aufstellbar ist. Im Aufstellzustand sind der Treiberschenkel und der Ambossschenkel exakt parallel ausgerichtet. Sie weisen einen über die gesamte Länge konstanten Krümmungsradius an ihren Griffflächen auf.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein auf einer Unterlage aufstellbares Heftgerät der eingangs angegebenen Art zu entwickeln, das besonders gut für das freihändige Heften geeignet ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe werden die in den Patentansprüchen 1, 2 und 16 angegebenen Merkmalskombinationen vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Der erfindungsgemäßen Lösung liegt vor allem der Gedanke zugrunde, dass eine an den Handhabungszweck angepasste ergonomische Gestaltung der Griffflächen des Heftgeräts im Bereich des Treiberschenkels und des Ambossschenkels nur dann möglich ist, wenn den Griffflächen nicht zugleich die Funktion einer Standfläche zukommt.

Um dies zu erreichen, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, dass das Fußteil als auf das rückwärtige Ende des Ambossschenkels und/oder des Treiberschenkels aufsteckbare oder aufrastbare Fußplatte aus elastomerem Material ausgebildet ist oder an diesem angeformt ist.

Eine bevorzugte oder alternative Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Standfläche des Fußteils mit dem Ambossschenkel und/oder dem Treiberschenkel einen Winkel von 55° bis 120° einschließt, und dass das Fußteil als auf das rückwärtige Ende des Ambossschenkels und/oder Treiberschenkels aufsteckbare oder aufrastbare Fußplatte aus elastomerem Material ausgebildet oder an diesem angeformt ist.

Das erfindungsgemäße Heftklammergerät kann mit einer Hand unter Umfassen des Treiberschenkels und des Ambossschenkels erfasst, von der Unterlage abgenommen und ohne Griffumsetzung bestimmungsgemäß betätigt werden. Ein weiterer Vorteil ist in der relativ kleinen Stellfläche und dem dadurch bedingten kleinen Platzbedarf am Aufstellort zu sehen.

Um bei einem als Oberlader ausgebildeten Heftklammergerät ein Verschwenken des Treiberschenkels gegenüber dem Ambossschenkel um etwa 180° zu ermöglichen, ist es von Vorteil, wenn die Fußplatte eine vom Ambossschenkel zum Treiberschenkel hin randoffene Freisparung aufweist. Diese Freisparung bildet außerdem ein Fenster, das im Falle einer gewollten oder ungewollten Leerheftung ein Herausfallen der aus dem Klammermagazin gelösten Heftklammer ermöglicht. Vorteilhafterweise weist der Treiberschenkel einen über die Querachse in Richtung Fußteil überstehenden, in die Freisparung des Treiberschenkels von der randoffenen Seite her eingreifenden Ansatz auf, der an seinem stirnseitigen Ende gegenüber der Standfläche zurückversetzt sein kann oder eine mit der Standfläche fluchtende elastomere Kappe tragen kann.

Damit das Heftklammergerät auch auf einer unebenen Unterlage stabil aufgestellt werden kann, ist es von Vorteil, wenn die Fußplatte drei über die Plattenebene überstehende, die Standfläche aufspannende, vorzugsweise kugelkalottenförmige Fußnoppen aufweist.

Um eine ergonomische Gestaltung des Ambossschenkels zu ermöglichen, wird gemäß einer bevorzugten oder alternativen Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, dass der Ambossschenkel aus einem die Ambossplatte, den Lagerbock und eine Magazinführung tragenden, als Kunststoff-Formteil ausgebildeten Führungsteil und einem das Führungsteil auf der der Ambossplatte und dem Lagerbock gegenüberliegenden Breitseite übergreifenden, eine gekrümmte Grifffläche aufweisenden Blendenteil zusammengesetzt ist. Die Führungs- und Blendenteile sind dabei zweckmäßig starr miteinander verbunden, vorzugsweise miteinander verrastet oder verklebt. Um auch im Bereich des Lagerbocks eine glatte, die Querachse verdeckende Außenfläche zu erhalten, weist das Blendenteil zwei auf einander gegenüberliegenden Seiten den Lagerbock des Führungsteils im Bereich der Querachse außenseitig übergreifende Seitenwangen auf. Zur zusätzlichen Sicherung der Rastverbindung zwischen Führungsteil und Blendenteil ist auf die fußteilseitigen Kanten dieser Teile die Fußplatte aufgerastet.

Die Zweiteiligkeit des Ambossschenkels ermöglicht eine ergonomische Gestaltung und erhöht dessen Stabilität. Die schalenförmigen Führungs- und Blendenteile bilden einen geschlossenen Hohlkörper mit erhöhter Biegesteifigkeit.

Zur weiteren Verbesserung der Handhabung des Heftgeräts mit verschiedenen Handgrößen wird gemäß einer vorteilhaften oder alternativen Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, dass der Ambossschenkel und der Treiberschenkel an ihren voneinander abgewandten Seiten quer zu ihrer Längserstreckung konvex gekrümmte Griffflächen aufweisen, deren Krümmungsradius einen in der Längsrichtung vom Fußteil aus zur Ambossplatte und zum Treiber hin zunächst abnehmenden und anschließend wieder zunehmenden Krümmungsradius aufweisen, wobei die Griffflächen zweckmäßig je eine über die gesamte Länge durchgehende geradlinige Scheitellinie aufweisen. Die Griffflächen erstrecken sich dabei in Längsrichtung zweckmäßig über 30 % bis 70 % der jeweiligen Schenkellänge, wobei der Ambossschenkel und der Treiberschenkel im Wesentlichen gleich lang sind.

Zur Montageerleichterung greift gemäß einer vorteilhaften oder alternativen Ausgestaltung der Erfindung die Querachse durch ein beispielsweise als randoffene Schnappaufnahme ausgebildetes Wellenlager des Treiberschenkels hindurch, während der Ambossschenkel im Bereich des Lagerbocks zwei randoffene, die Wellenenden der Querachse aufnehmende schlitzförmige Achsaufnahmen sowie zwei miteinander fluchtende, zur Querachse parallel ausgerichtete, in je eine Kulissenführung des Treiberteils eingreifende Kulissenzapfen aufweist. Mit diesen Maßnahmen wird erreicht, dass das Klammermagazin zwar um eine stationäre Querachse am Treiberschenkel verschwenkbar ist, dass aber dennoch ein einfacher Zusammenbau der einzelnen Teile möglich ist und der Treiberschenkel zum Einfüllen von Klammern nach Art eines Oberladers unter der Einwirkung der auf das Klammermagazin vom Ambossschenkel aus wirkenden Feder vom Klammermagazin um die Querachse weggeschwenkt und in der Öffnungsstellung am Ambossschenkel eingerastet werden kann. Um letzteres zu erreichen, ist es von Vorteil, wenn die Kulissenführungen einen spiralförmigen Verlauf um die Querachse aufweisen und an ihrem einen Ende zur Einführung des Kulissenzapfens offen sind und an ihrem anderen Ende eine Raststelle für den Kulissenzapfen bilden. Die Kombination aus Kulisse und Kulissenzapfen dient der Montagesicherung und begrenzt den Hub der Achse in der offenen Achsaufnahme.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung in schematischer Weise dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen

1 eine Seitenansicht eines auf einer Unterlage stehenden Heftklammergeräts;

2a und b einen senkrechten Schnitt des Heftklammergeräts nach 1 mit Ambossträger in Grundstellung und in Verstellstellung;

3 einen Schnitt durch das Heftklammergerät nach 1 bei aufgeklapptem Treiberschenkel;

4a einen vergrößerten Ausschnitt aus 3;

4b eine Darstellung entsprechend 4a beim Schließen des Treiberschenkels;

5a eine Draufsicht auf das Führungsteil des Ambossschenkels in schaubildlicher Darstellung;

5b eine Seitenansicht des Führungsteils;

5c einen senkrechten Schnitt durch das gegenüber 5b etwas abgewandelte Führungsteil;

6 eine Draufsicht auf das Blendenteil des Ambossschenkels in schaubildlicher Darstellung;

7a und b zwei Ansichten der Fußplatte des Heftklammergeräts nach 1 von unten und von oben in jeweils schaubildlicher Darstellung.

Das in der Zeichnung dargestellte Heftklammergerät besteht im wesentlichen aus einem langgestreckten, in seinem vorderen Bereich eine Ambossplatte 10 aufweisenden und in seinem rückwärtigen Bereich einen Lagerbock 12 tragenden Ambossschenkel 14, einem am Lagerbock 12 um eine Querachse 16 von einer vom Ambossschenkel 14 abgehobenen Ruhestellung mit seinem Kopfteil 20 in Richtung Ambossplatte 10 entgegen der Kraft einer Feder 18 begrenzt verschwenkbaren Klammermagazin 22, einem um die Querachse 16 gegenüber dem Klammermagazin 22 und dem Ambossschenkel 14 um etwa 180° von einer Schließstellung (2a) in eine aufgeklappte Ladestellung (3) verschwenkbaren, eine durch eine Feder 30 unterstütze Magazinabdeckung 31 und einen in das Kopfteil 20 des Klammermagazins 22 eingreifenden Treiber 32 tragenden Treiberschenkel 34, sowie einem eine ebene Standfläche 36 aufweisenden Fußteil 38. Wie aus 1 zu ersehen ist, ist die Standfläche des Fußteils im Wesentlichen senkrecht zur Ambossplatte 10 ausgerichtet, so dass das Heftklammergerät mit nach oben weisenden Amboss- und Treiberschenkeln 14, 34 auf einer ebenen Unterlage 40 aufstellbar ist. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel schließen die Standfläche 36 und der Ambossschenkel 14 einen Winkel von etwa 100° miteinander ein. Das Fußteil befindet sich am querachsnahen rückwärtigen Ende 42 des Ambossschenkels 14 und ist als auf das betreffende Ende 42 des Ambossschenkels 14 aufgesteckte oder aufgerastete Fußplatte 44 aus elastomerem Material ausgebildet. Die Verankerung der Fußplatte 44 an dem Schenkelende 42 erfolgt unter elastischer Vorspannung über die einseitig über die Fußplatte 44 überstehenden Zapfen 46 und Plattenränder 48. Die Standfläche 36 wird durch drei über die Plattenebene 36' überstehende, kugelkalottenförmige Fußnoppen 36'' aufgespannt. Wie insbesondere aus 7a und b zu ersehen ist, weist die Fußplatte 44 eine zum Treiberschenkel 34 hin randoffene Freisparung 50 auf, in die der Treiberschenkel 34 mit einem rückwärtigen Ende 54 eingreift und die ein Verschwenken des Treiberschenkels 34 gegenüber dem Ambossschenkel 14 um die Querachse 16 ermöglicht. Wie aus 2a zu ersehen ist, ist der Ansatz 52 an seinem unteren Ende leicht gegenüber den Fußnoppen 36'' zurückversetzt, so dass er mit der gleichfalls zurückversetzten Plattenebene 36' fluchtet.

Der Ambossschenkel 14 ist aus zwei miteinander verrasteten, schalenförmigen Kunststoff-Formteilen zusammengesetzt, nämlich einem die Ambossplatte 10, den Lagerbock 12 und eine Magazinführung 56 tragenden Führungsteil 58 und einem das Führungsteil 58 auf der der Ambossplatte 10 gegenüberliegenden Breitseite übergreifenden, eine Grifffläche 60 aufweisenden Blendenteil 62. Die Führungs- und Blendenteile 58, 62 sind an Steck- und Rastverbindungen starr und unlösbar miteinander verrastet. Die Rast- und Steckorgane 64, 64', 64'', 64''', 64IV, 64V und die zugehörigen Ausnehmungen und Taschen 66, 66', 66'', 66''', 66IV sind dabei so angeordnet und ausgebildet, dass das Führungsteil 58 von der einen, rückwärtigen Seite her in das schalenförmige Blendenteil 62 bis zu einem Anschlag eingeführt und sodann durch Verpressen mit diesem verrastet werden kann. Dadurch ist eine automatengerechte Montage gewährleistet.

Wie insbesondere aus den 1 und 6 zu ersehen ist, weist das Blendenteil 62 zwei aufeinander gegenüberliegenden Seiten angeordnete, den Lagerbock 12 des Führungsteils 58 im Bereich der Querachse 16 außenseitig übergreifende Seitenwangen 68 auf, und verleiht dem Ambossschenkel 14 dadurch ein optisch ansprechendes, geschlossenes Aussehen. An den freien Kanten der Seitenwangen 68 sind Steckorgane 64'' angeformt, die in zu diesen komplementäre Taschen 66IV des Führungsteils 58 einsteckbar sind. Außerdem sind an der Außenfläche des Führungsteils 58 als Anlageflächen für die Seitenwangen 68 dienende Stützrippen 67 angeordnet. Die Ausführungsbeispiele nach 5b und c unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Ausbildung der Rast- und Steckorgane 64IV und 64V, die in die Ausnehmungen in der Querrippe 85 des Blendenteils 62 einrastbar sind.

Aus 1 ist zu erkennen, dass die äußeren Griffflächen 60, 60' des Ambossschenkels 14 und des Treiberschenkels 34 sich über etwa 30 % bis 50 % der jeweiligen Schenkellänge erstrecken und quer zur Längserstreckung konvex gekrümmt sind, wobei der Krümmungsradius in Richtung Ambossplatte 10 bzw. Treiber 32 zunächst abnimmt und anschließend wieder zunimmt und wobei die Scheitellinie 70 der Griffflächen 60, 60' über die gesamte Länge geradlinig verläuft.

Die Achswelle 16' der Querachse 16 greift durch ein als Schnappaufnahme ausgebildetes Wellenlager 72 des Treiberschenkels 34 und durch eine Bohrung des Klammermagazins 22 hindurch und ist mit seinen Wellenenden in schlitzförmigen randoffenen Achsaufnahmen 76 des am Führungsteil 58 angeordneten Lagerbocks 12 geführt. Am Führungsteil 58 im Bereich des Lagerbocks 12 befinden sich ferner zwei nach innen weisende Kulissenzapfen 78, die in eine spiralförmig um die Querachse 16 verlaufende Kulissenführung 80 des Treiberschenkels 34 eingreifen. Die Kulissenführungen 80 weisen an ihrem einen Ende zur Achse hin zurückspringende Raststellen 82 auf, in die die Kulissenzapfen 78 bei gegenüber dem Ambossschenkel um 180° verschwenktem und dadurch das Klammermagazin 22 freigebendem Treiberschenkel unter der Einwirkung der gegen das Klammermagazin 22 andrückenden Feder 30 einrastet. Die Querrippe 84 im Bereich der Magazinführung 56 des Führungsteils 58 und die Querrippe 85 im Blendenteil 62 sorgen dafür, dass die Querachse 16 beim Verschwenken des Treiberschenkels 34 nur um einen begrenzten Hub in der Achsaufnahme 76 verschoben werden kann (4b). Die Querrippen 84 und 85 haben außerdem eine Versteifungsfunktion.

Aus den 2a, b und 5a, b ist zu ersehen, dass das Führungsteil 58 des Ambossschenkels 14 eine mit einer Sitzfläche 86 für die Ambossplatte 10 versehene Plattenaufnahme 88 aufweist, die an einem gegenüber dem Ambossschenkel 14 entgegen der Kraft einer Rückstellfeder 90 begrenzt verschwenkbaren Ambossträger 92 angeordnet ist. Der Ambossträger 92 ist über eine schleifenförmige Biegebrücke 94 einseitig mit dem Ambossschenkel 14 einstückig verbunden und ist unter der Vorspannung der als Stabfeder ausgebildeten Rückstellfeder 90 gegen ein am Ambossschenkel 14 angeordnetes Widerlager 96 andrückbar. Die Rückstellfeder 90 greift mit ihren freien Enden 90', 90'' in je eine am Ambossschenkel 14 und am Ambossträger 92 angeformte Tasche 91', 91'' ein und ist in ihrem Zwischenbereich 90''' an einem ambossfesten Stützlager 93 abgestützt. Nach oben wird der Schwenkweg des Ambossträgers 92 durch die hakenförmigen Anschläge 95 am Blendenteil 62 begrenzt und zwischen den beiden inneren Begrenzungsflächen 114 der blendenseitigen Längsrippen 116 gegen ein seitliches Verbiegen oder Herausgleiten aus den Taschen 91', 91'' gesichert.

Der Ambossträger 92 ist ferner mit einer aus vier einseitig überstehenden Rastzungen 106 bestehenden Rastaufnahme 108 zur drehbaren, aber axial verschiebefesten Aufnahme der Ambossplatte 10 versehen. Die Ambossplatte 10 weist zu diesem Zweck an ihrer rückwärtigen Breitseite einen koaxial überstehenden Kopfbolzen 110 auf, mit dem sie in die Rastaufnahme 108 des Ambossträgers 92 einrastbar ist (2a und b).

Um die Ambossplatte 10 zwischen ihren beiden Heftstellungen unter dem Kopfteil 20 des Klammermagazins 22 verdrehen zu können, wird der Ambossträger 92 an einer über den Ambossschenkel 14 stirnseitig überstehenden Grifftaste 98 in die in 2b gezeigte Kippstellung entgegen der Kraft der Rückstellfeder 90 angehoben, so dass die Ambossplatte 10 an ihrem vorzugsweise gerändelten Rand erfasst und um ihre Achse 100 um 180° gedreht werden kann. In den beiden Heftstellungen rastet die Ambossplatte 10 mit ihren nach unten überstehenden Nocken 102 in quer verlaufenden Vertiefungen 104 im Bereich der Sitzfläche 86 ein. Durch Loslassen der Grifftaste 98 wird der Ambossträger 92 in seine mit dem Ambossschenkel 14 fluchtende Arbeitsstellung bis zum Widerlager 96 zurückgeschwenkt.


Anspruch[de]
  1. Heftklammergerät mit einem langgestreckten, in seinem vorderen Bereich eine Ambossplatte (10) tragenden Ambossschenkel (14), mit einem an einem Lagerbock (12) im rückwärtigen Bereich des Ambossschenkels (14) um eine Querachse (16) begrenzt verschwenkbaren Klammermagazin (22), mit einem um die Querachse (16) gegenüber dem Klammermagazin (22) und dem Ambossschenkel (14) verschwenkbaren, einen in ein Kopfteil (20) des Klammermagazins (22) eingreifenden Treiber (32) tragenden Treiberschenkel (34) und einem eine ebene Standfläche (36) aufweisenden Fußteil (38), wobei die Standfläche (36) des Fußteils (38) im wesentlichen senkrecht zur Ambossplatte (10) ausgerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußteil (38) als auf das rückwärtige Ende (42) des Ambossschenkels (14) und/oder des Treiberschenkels (34) aufsteckbare oder aufrastbare Fußplatte (44) aus elastomerem Material ausgebildet oder an diesem angeformt ist.
  2. Heftklammergerät mit einem langgestreckten, in seinem vorderen Bereich eine Ambossplatte (10) tragenden Ambossschenkel (14), mit einem an einem Lagerbock (12) im rückwärtigen Bereich des Ambossschenkels (14) um eine Querachse (16) begrenzt verschwenkbaren Klammermagazin (22), mit einem um die Querachse (16) gegenüber dem Klammermagazin (22) und dem Ambossschenkel (14) verschwenkbaren, einen in ein Kopfteil (20) des Klammermagazins (22) eingreifenden Treiber (32) tragenden Treiberschenkel (34) und einem eine ebene Standfläche (36) aufweisenden Fußteil (38), dadurch gekennzeichnet, dass die Standfläche (36) des Fußteils (38) mit dem Ambossschenkel (14) und/oder dem Treiberschenkel (34) einen Winkel von 55° bis 120° einschließt, und dass das Fußteil (38) als auf das rückwärtige Ende (42) des Ambossschenkels (14) und/oder des Treiberschenkels (34) aufsteckbare oder aufrastbare Fußplatte (44) aus elastomerem Material ausgebildet oder an diesem angeformt ist.
  3. Heftklammergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fußplatte (44) eine vom Ambossschenkel (14) zum Treiberschenkel (34) hin randoffene Freisparung (50) aufweist.
  4. Heftklammergerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Treiberschenkel (34) einen über die Querachse (16) in Richtung Fußteil (38) überstehenden, in die Freisparung (50) des Treiberschenkels (34) von der randoffenen Seite her eingreifenden Ansatz (52) aufweist.
  5. Heftklammergerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (52) des Treiberschenkels (34) an seinem freien rückwärtigen Ende (54) gegenüber der Standfläche (36) zurückversetzt ist.
  6. Heftklammergerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (52) des Treiberschenkels (34) an seinem rückwärtigen Ende (54) eine außenseitig mit der Standfläche (36) fluchtende elastomere Kappe trägt.
  7. Heftklammergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fußplatte (44) drei über die Plattenebene (36') überstehende, die Standfläche (36) aufspannende, vorzugsweise kugelkalottenförmige Fußnoppen (36'') aufweist.
  8. Heftklammergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ambossschenkel (14) aus einem die Ambossplatte (10), den Lagerbock (12) und eine Magazinführung (56) tragenden, als Kunststoff-Formteil ausgebildeten Führungsteil (58) und einem das Führungsteil (58) auf der der Ambossplatte (10) gegenüberliegenden Breitseite übergreifenden, eine gekrümmte Grifffläche (60) aufweisenden, als Kunststoff- oder Metall-Formteil ausgebildeten Blendenteil (62) zusammengesetzt ist.
  9. Heftklammergerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungs- und Blendenteile (58, 62) starr miteinander verbunden, vorzugsweise miteinander verrastet und/oder verklebt sind.
  10. Heftklammergerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im mittigen Bereich zwischen der Ambossplatte (10) und der Querachse (16) eine zwischen dem Führungsteil (58) und dem Blendenteil (62) angeordnete, im wesentlichen senkrecht zu deren Längserstreckung und zur Querachse (16) ausgerichtete Steckverbindung (64', 66) angeordnet ist.
  11. Heftklammergerät nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenteil (62) zwei den Lagerbock (12) des Führungsteils (58) im Bereich der Querachse (16) außenseitig übergreifende Seitenwangen (68) aufweist.
  12. Heftklammergerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass an den freien Kanten der Seitenwangen (68) Steckorgane (64'') angeformt sind, die in zu diesen komplementäre Taschen (66IV) des Führungsteils (58) einsteckbar sind.
  13. Heftklammergerät nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenfläche des Führungsteils (58) als Anlage für die Seitenwangen (68) dienende Stützrippen (67) angeordnet sind.
  14. Heftklammergerät nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass auf die fußteilseitigen Kanten des Führungsteils (58) und des Blendenteils (62) die Fußplatte (44) aufgerastet ist.
  15. Heftklammergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Ambossschenkel (14) und der Treiberschenkel (34) an ihren voneinander abgewandten Seiten quer zur jeweiligen Längserstreckung konvex gekrümmte Griffflächen (60, 60') aufweisen, deren Krümmungsradius in der Längsrichtung zunächst abnimmt und anschließend wieder zunimmt.
  16. Heftklammergerät mit einem langgestreckten, in seinem vorderen Bereich eine Ambossplatte (10) tragenden Ambossschenkel (14), mit einem an einem Lagerbock (12) im rückwärtigen Bereich des Ambossschenkels (14) um eine Querachse (16) begrenzt verschwenkbaren Klammermagazin (22), mit einem um die Querachse (16) gegenüber dem Klammermagazin (22) und dem Ambossschenkel (14) verschwenkbaren, einen in ein Kopfteil (20) des Klammermagazins (22) eingreifenden Treiber (32) tragenden Treiberschenkel (34) und einem eine ebene Standfläche (36) aufweisenden Fußteil (38), wobei die Standfläche (36) des Fußteils (38) im wesentlichen senkrecht zur Ambossplatte (10) ausgerichtet ist und wobei der Ambossschenkel (14) und der Treiberschenkel (34) an ihren voneinander abgewandten Seiten quer zur jeweiligen Längserstreckung konvex gekrümmte Griffflächen (60, 60') aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass der Krümmungsradius der Griffflächen (60, 60') in der Längsrichtung zunächst abnimmt und anschließend wieder zunimmt.
  17. Heftklammergerät nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffflächen (60, 60') je eine über die gesamte Länge durchgehende geradlinige Scheitellinie (70) aufweisen.
  18. Heftklammergerät nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffflächen (60, 60') sich über 30 % bis 70 % der jeweiligen Schenkellänge erstrecken. der jeweiligen Schenkellänge erstrecken.
  19. Heftklammergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Querachse (16) durch ein Wellenlager (72) des Treiberschenkels (34) und eine Bohrung (74) des Klammermagazins (22) hindurchgreift, dass der Ambossschenkel (14) im Bereich des Lagerbocks (12) zwei randoffene, die Wellenenden der Querachse (16) aufnehmende schlitzförmige Achsaufnahmen (76) sowie zwei miteinander fluchtende, zur Querachse (16) parallele, in je eine Kulissenführung (80) des Treiberschenkels (34) eingreifende Kulissenzapfen (78) aufweist.
  20. Heftklammergerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Wellenlager (72) im Treiberschenkel (34) durch zwei in axialem Abstand voneinander angeordnete randoffene Schnappaufnahmen gebildet ist.
  21. Heftklammergerät nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenführungen (80) einen spiralförmigen Verlauf um die Querachse (16) aufweisen.
  22. Heftklammergerät nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenführungen (80) an ihrem einen Ende eine Raststelle (82) für die Kulissenzapfen (78) bilden.
Es folgen 11 Blatt Zeichnungen






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