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Teleskopiersystem für einen Kran, insbesondere Mobilkran - Dokument DE202004019021U1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004019021U1 24.05.2006
Titel Teleskopiersystem für einen Kran, insbesondere Mobilkran
Anmelder Liebherr-Werk Ehingen GmbH, 89584 Ehingen, DE
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202004019021
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.05.2006
Registration date 20.04.2006
Application date from patent application 08.12.2004
IPC-Hauptklasse B66C 23/687(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Teleskopiersystem für einen Kran, insbesondere Mobilkran, mit mindestens zwei Teleskopschüssen, die aus Hohlprofilen bestehen.

Teleskopiersysteme in Form von Teleskopauslegern sind für einen Großteil der Mobilkräne die Standardausrüstung. Die Hakenhöhen können leicht angepaßt werden. Der Teleskopausleger kann in den meisten Fällen auch während der Transportfahrt auf dem Kran verbleiben. Üblicherweise besteht ein Mobilkran aus einem Unterwagen und einem drehbar auf diesem gelagerten Oberwagen, auf dem ein durch einen Wippzylinder verschwenkbarer Teleskopausleger gelagert ist. Derartige Mobilkräne sind in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt.

Bei bekannten Teleskopiersystemen werden die Teleskopschüsse durch hydraulische Kolben-Zylindereinheiten, sogenannte Teleskopierzylinder gegeneinander bewegt, wobei der jeweilige Teleskopschuss mit dem Hydraulikzylinder in den jeweiligen Endlagen automatisch verbolzbar sein kann. Diese vorbekannten Teleskopiersysteme haben den Nachteil, dass sie aufgrund der hydraulischen Kolben-Zylindereinheiten ein hohes Eigengewicht haben. Bei Verwendung eines Teleskopiersystems mit verbolzbaren Endlagen können die einzelnen Teleskopschüsse nur in einem bestimmten Längenverhältnis zueinander ausgeschoben werden.

Nachteilig ist es auch, dass aufgrund des hohen Eigengewichts des Teleskopiersystems mit den Teleskopierzylindern eine vergleichsweise geringere Traglast aufgenommen werden kann.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Teleskopiersystem für einen Kran, insbesondere Mobilkran, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, der ein möglichst geringes Eigengewicht und eine variable Ausschiebmöglichkeit für die Teleskopschüsse aufweist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Kombination der Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Demnach ist in einem Teleskopiersystem für einen Kran, insbesondere Mobilkran mit mindestens zwei Teleskopschüssen, die aus Hohlprofilen bestehen, auf der Innenseite der Hohlprofile je eine Verzahnung angeordnet, in die eine Schnecke des nächst kleineren Teleskopschusses eingreift, so dass durch Rotation der Schnecke die Teleskopschüsse gegeneinander verschiebbar sind. Nach der erfindungsgemäßen Lösung wird daher der Verschiebemechanismus, der nach dem Stand der Technik aus hydraulischen Kolben-Zylindereinheiten bestand, durch eine Zahnstangen-Schneckenkombination ersetzt. Das Vorsehen einer Schneckenverbindung mit der Zahnstange beinhaltet den Vorteil eines selbsthemmenden Systems. Der ganz besondere Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass ein variables Ausschieben der Teleskopschüsse möglich ist. Somit ergibt sich eine variable Einspannlänge der einzelnen Teleskopschüsse, so dass der Teleausleger statisch optimal ausgenutzt werden kann. Jeder Teleskopschuss stützt sich auf dem jeweils nächsten Teleskopschuss ab, wobei jeder Teleskopschuss für sich selbsttragend ist und den nächsten aufgenommenen Teleskopschuss abstützt. Mittels des erfindungsgemäßen Teleskopiersystems ist eine stufenlose Austeleskopierbarkeit jedes Teleskopschusses über seine gesamte Länge möglich.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den sich an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüchen.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung können die in den Teleskopschüssen angeordneten Schnecken jeweils einzeln antreibbar sein. Dabei können die Schnecken jeweils über einen hydraulischen, elektrischen oder pneumatischen Antrieb angetrieben sein. Zur Versorgung muß dann die Hydraulikleitung, die Stromleitung oder die Druckluftleitung an den Antrieb herangeführt werden. Hierzu können vorteilhaft Schlauchketten oder auch Teleskoprohre vorgesehen sein, in denen die Leitungen für die Energiezufuhr zu den Antrieben und andere Versorgungsleitungen zusammengefaßt sind.

Vorteilhaft kann die aus dem jeweiligen Antrieb und der Schnecke bestehende Antriebseinheit in einer im jeweiligen Teleskopschuss angeordneten Tasche schwimmend gelagert sein.

Alternativ können die in den Teleskopschüssen angeordneten Schnecken zentral über eine mittels eines Zentralantriebs angetriebene ebenfalls teleskopierbare Antriebswelle antreibbar sein.

Die Antriebswelle kann mit den Schnecken jeweils kraft- oder reibschlüssig, beispielsweise über einen Zahnriemen- oder Kettentrieb oder andere Getriebe, verbunden sein. In einer weiteren Ausführungsform können die Schnecken mittels Kupplungen mit der Antriebswelle verbunden werden.

Vorteilhaft weist die teleskopierbare Antriebswelle einen polygonalen, vorzugsweise viereckigen Querschnitt auf. Aufgrund dieser Formgebung können Drehmomente übertragen werden.

Die in den Teleskopschüssen angeordneten Schnecken können auch zentral über mittels eines Zentralantriebs angetriebene Antriebswellen antreibbar sein, die in den einzelnen Teleskopschüssen angeordnet sind und parallel zueinander verlaufen. Hier ist also im Unterschied zur vorgenannten Ausführungsvariante in den unterschiedlichen Teleskopschüssen jeweils eine eigene Antriebswelle für die Schnecke vorhanden.

Die auf der Innenseite der Hohlprofile vorgesehenen Zahnstangen können vorteilhaft aus Kunststoffelementen, vorzugsweise aus Polyamid, aber auch einem anderen Werkstoff bestehen.

Die Zahnstangenelemente können zwischen zwei T-förmigen Halteträgern einschiebbar sein.

Diese T-förmigen Halteträger können aus einem gebogenen Blech bestehen, das an die Innenseite des Teleskopschusses angeschweißt ist.

Gemäß einer alternativen Ausgestaltung können die T-förmigen Halteträger aber auch mit einer zugehörigen Bodenplatte als Gußteil ausgeführt sein, wobei sie über Schraub-, Niet- und/oder Klebeverbindung mit der Innenseite des Teleskopschusses verbunden sind.

Mit den jeweiligen Schneckenantrieben können auch Drehgeber gekoppelt sein, über die die Ausschublänge des Teleskopschusses jeweils bestimmbar ist.

Aufgrund der Reibung zwischen Schnecke und Zahnstange kann es zu einer Erhöhung der Temperatur kommen. Vorzugsweise kann hier eine Temperaturüberwachung der Zahnstange vorgenommen werden. Zur Reduzierung der Reibung und damit der Temperatur zwischen Schnecke und Zahnstange können vorteilhafterweise beispielsweise mit den Schlauchketten Zuführungsleitungen für eine Versorgung des Schneckenantriebes mit Schmierstoff geführt werden. Die Zuführung des Schmierstoffes kann im unteren Bereich der Aufhängung erfolgen, so daß die Antriebsschale kontinuierlich mit Schmierstoff benetzt und damit beim Austeleskopieren die gesamte Zahnstange automatisch geschmiert wird.

Eine Kühlung der Schnecke kann vorzugsweise auch durch das zurückzuführende Antriebsmedium (Öl, Druckluft) erfolgen, indem die Antriebsschnecke von innen gekühlt wird. Hierzu kann die Antriebsschnecke zum Antriebsmotor radial abgedichtet werden, wobei der damit entstehende Innnenraum zum Beispiel mit dem zum Tank drucklos zurückfließenden Antriebsöl durchflutet werden kann.

In die Zahnstangenelemente aus Kunststoff können Metallelemente eingebettet sein, die beispielsweise Stabform aufweisen. Bei der Abnutzung durch den Eingriff der aus Metall bestehenden Schnecke können die eingebetteten Metallelemente mit der Metallschnecke in Kontakt kommen und einen entsprechenden Stromkreis zum Auslösen eines Alarms, der auf die Abnutzung hinweisen soll, auslösen. Wenn Zahnstangenelemente aus Metall verwendet werden, können isolierte Metallelemente eingebettet sein. Bei Beschädigung der Isolierung aufgrund der Abnutzung ergibt sich dann der Kontakt zum Auslösen des zuvor beschriebenen Alarms.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht der Antrieb der Schnecke aus einem hydraulischen Radialkolbenmotor.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem sich in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel. Es zeigen:

1: eine schematische Seitenansicht eines Teleskopiersystems, teilweise geschnitten, einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Teleskopiersystems im eingezogenen Zustand,

2: ein Teleskopiersystem gemäß 1 im teilweise ausgefahrenen Zustand,

3: ein Detail des Teleskopiersystems gemäß 1,

4: einen schematischen Querschnitt durch ein Teleskopiersystem der ersten Ausführungsvariante im Bereich der Antriebsschnecke,

5: ein Schnitt entsprechend 4 im Bereich außerhalb der Antriebsschnecke,

6: ein Detail einer Halterung für eine Zahnstange gemäß einer möglichen Ausführungsform,

7: eine alternative Ausführungsvariante für eine Zahnstangenhalterung,

8: eine Schnittdarstellung gemäß der ersten Ausführungsvariante in genauerer konstruktiver Ausgestaltung,

9: einen Längsschnitt der Ausführungsform gemäß 8,

10: eine Detaildarstellung einer entsprechenden Antriebsschnecke mit zugehörigem Antriebsmotor,

11: eine andere alternative Ausgestaltung des Teleskopiersystems in Seitenansicht, teilweise geschnitten,

12: ein Detail gemäß 11,

13: eine Querschnittdarstellung der Ausführungsvariante gemäß 11,

14: eine gegenüber 11 modifizierte Ausgestaltung in vergrößerter Darstellung,

15: eine weiterhin gegenüber 11 modifizierte Ausgestaltung,

16: eine Prinzipdarstellung zur Verdeutlichung der möglichen Teleskopierstellungen des Teleskopiersystems und

17: eine schematische Darstellung eines Teils des Zahngestänges gemäß einer besonderen Ausführungsvariante der Erfindung.

In 1 ist ein Teleskopausleger 10 gezeigt, der hier beispielhaft aus drei Teleskopschüssen 12 besteht. Die Teleskopschüsse sind in bekannter Weise als Hohlprofile ausgeführt, wobei sich eine mögliche Formgebung aus den Schnittdarstellungen gemäß 4 und 5 ergibt. Der Teleskopausleger 10 wird üblicherweise um eine Achse schwenkbar an einem Oberwagen eines Mobilkrans angelenkt, wobei der Teleskopausleger in üblicher Weise durch zwei hier nicht näher dargestellte Wippzylinder, die am äußeren Teleskopschuss angelenkt sind, verschwenkbar ist. So ist am äußeren Teleskopschuss die Aufnahmebohrung 14 dargestellt, durch die die Schwenkachse in hier nicht näher dargestellter Weise verläuft. Auf der Innenseite der aus den Hohlprofilen gebildeten Teleskopschüsse 12 ist einseitig und hier im dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils an der flachen Oberseite der Hohlprofile eine Verzahnung in Form von Zahnstangen 16 angeordnet. Mit diesen stehen im kämmenden Eingriff antreibbare Schnecken 18, die im jeweils nächst kleineren Teleskopschuss jeweils am zum Schwenkpunkt 14 hinweisenden Ende des jeweiligen Teleskopschusses angeordnet sind. Durch entsprechendes Antreiben der Schnecken 18 kann der jeweils kleinere Teleskopschuss gegenüber dem größeren Teleskopschuss in beliebiger Länge ausgeschoben werden.

In einem ersten Ausführungsbeispiel gemäß der 1 bis 5 werden die in den Teleskopschüssen 12 angeordneten Schnecken 18 jeweils einzeln durch hydraulische Antriebe 20 angetrieben. Anstelle der hydraulischen Antriebe sind selbstverständlich auch elektrische oder pneumatische Antriebe möglich. Im hier vorliegenden Fall sind jedoch hydraulische Antriebe gewählt, deren Aufbau im einzelnen später anhand der 8 bis 10 beschrieben wird. Zur Versorgung der hydraulischen Antriebe 20 mit Hydrauliköl sind in den einzelnen aus Hohlprofilen bestehenden Teleskopschüssen 12 sogenannte Schlauchketten 22 geführt, wobei die Schlauchketten 22, wie beispielsweise anhand der 1 und 2 zu sehen ist, innerhalb der Hohlprofile der Teleskopschüsse 12 gefaltet sind und so mit dem austeleskopierbaren Teleskopschuss nach außen wandern können. Die Schlauchketten 22 sind dabei länger als die halbe Hublänge, wodurch die Montage der nächsten Schlauchkette ermöglicht wird. Aus Vereinfachungsgründen ist in der 1 nur die Schlauchkette 22 für den äußeren Teleskopschuss 12 gezeigt. In der 2 sind dagegen die Schlauchketten in den einzelnen Telskopschüssen angedeutet, wobei beim entsprechenden Einfahren der Teleskopschüsse 12, die in der 2 in ausgezogener Stellung gezeigt sind, sich die Schlauchketten übereinander legen. In den Schlauchketten ist aber nicht nur die Hydraulikleitung zum Antrieb des Hydraulikmotors 20 geführt, sondern auch jede andere Versorgungsleitung. Die in 2 dargestellte Zuleitung 24 für eine hydraulische Klappspitze, die in der 2 vereinfacht und nicht vollständig gezeigt ist, kann in vorteilhafter Weise an die Versorgungsleitung des letzten Teleskops angeschlossen werden, wodurch die bisher übliche Schlauchtrommel am Anlenkstück zum Beispiel zur Versorgung des Wippzylinders an der Klappspitze entfallen kann.

Weiterhin sind in der Schlauchkette elektrische Leitungen zur Ansteuerung der Ventile und zur Weiterleitung an die Auslegerspitze für einen Hubendschalter oder andere elektrische Leitungen verlegt. Schließlich sind in den Schlauchketten auch Schmiermittelleitungen für die Zentralschmierung und gegebenenfalls die Kühlung der Zahnstange 16 enthalten.

Die jeweiligen hydraulischen Antriebe 20 sind über beispielsweise digitale oder proportional wirkende Schaltventile zur beliebigen Zuschaltung der einzelnen Telestufen, d. h. der einzelnen Teleskopschüsse 12, ansteuerbar. Mit dem an der Schnecke angebrachten Absolutwertgeber wird eine Positionierregelung realisiert.

Aus der 3 wird deutlich, wie der Hydraulikmotor 20 mit der Schnecke 18 im einzelnen Teleskopschuss 12 gelagert ist. Hierzu ist im entsprechenden Teleskopschuss 12 eine Tasche 30 vorgesehen, in welchem der Motor 20 und die Schnecke 18 schwimmend gelagert sind. Die elektrischen und hydraulischen Anschlussleitungen sind in der 3 aus Vereinfachungsgründen weggelassen worden.

In der Schnittdarstellung gemäß 4 wird deutlich, wie die Schnecke 18 in die Zahnstange 16 eingreift. Die Zahnstange 16 besteht in der hier dargestellten Ausführungsform aus Kunststoffformelementen, vorzugsweise aus Polyamid, die zwischen zwei T-förmigen Halterungen 26 gehalten sind und auf der Innenseite des den Teleskopschuss bildenden Hohlprofils aufliegen. Natürlich kann die Zahnstange 16 auch aus einem anderen Material bestehen. Durch diese Anordnung sind die Zahnstangenelemente 16 vergleichsweise einfach zu montieren bzw. im Servicefall zu demontieren. Im vorderen Bereich des jeweiligen Teleskopschusses sind abnehmbare Elemente vorgesehen, die es ermöglichen, daß die eingeschobenen Zahnstangenelemente in beiden Lämgsrichtungen Kräftze aufnehmen können, wodurch auch ein Einziehen der Teleskopteile bei horizontaler Auslegerstellung möglich ist.

Die T-förmigen Halteträger 26 können in unterschiedlicher Art und Weise hergestellt sein. So ist gemäß 6 ein integriertes Bauteil 28 mit den beiden T-förmigen Halteträgern 26 als Gußteil ausgeführt, welches über eine Klebeverbindung 30 an die Innenseite des Teleskopauslegers 12 klebbar und zusätzlich über Schrauben oder Nieten 32 verschraubbar ist.

In den 8 bis 10 ist als eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung der Antrieb 20 als Radialkolbenmotor ausgeführt, der, wie insbesondere den 9 und 10 zu entnehmen ist, von einer angeflanschten hohlen Schnecke 18 teilweise umgeben ist. Hierdurch baut die gesamte Anordnung besonders platzsparend. Wie insbesondere der 8 zu entnehmen ist, ist in der die gesamte Antriebseinheit 18, 20 aufnehmenden Tasche 30 eine Aufhängung 32 geschoben, an die der Radialkolbenmotor 20 geschraubt ist. Diese Aufhängung 32 übergreift ebenfalls die T-förmigen Halteträger, so dass hier eine stabile Führung während des Ausschiebens bzw. Einschiebens des Teleskopschusses 12 ermöglicht ist.

Weiterhin kann durch diese „schwimmende" Aufhängung der Antriebseinheit der erforderliche genaue Abstand zwischen Zahnstange und Schnecke gewährleistet werden, so daß auch bei starken Toleranzabweichungen der Teleskopprofile eine sichere Verzahnungsgeometrie gewährleistet ist.

Die in der Antriebseinheit integrierte Lagerung 100 in 10 überträgt die hohen axialen Ausschub- und Haltekräfte über einen topfförmig ausgeführten Flansch 101 auf die Aufhängung 32 in 8. Die Aufhängung 32 ist im Endstück des jeweiligen Teleskopschusses quer zur Auslegerachse verschieblich gelagert.

Die Aufhängung 32 wird über die Zentralschmierung an den jeweiligen Gleitflächen mit Schmierstoff versorgt. Die Aufhängung 32 besteht vorzugsweise aus einem Kunststoff oder einem mit Gleitelementen versehenen Teil, um eine geringe Reibung zum Endstück des Teiles zu gewährleisten.

Eine alternative Ausführungsvariante der Erfindung ergibt sich aus den 11 bis 13. Hier ist ein Teleskopausleger 10 mit Teleskopschüssen 12 dargestellt, in welchem die Schnecken 20, die mit der Zahnstange 16 kämmen, über eine zentrale teleskopierbare Antriebswelle 40 angetrieben sind. Hierzu sind auf der teleskopierbaren Antriebswelle 40 Zahn- bzw. Kettenräder 42 montiert. Über einen entsprechenden Zahnriemen bzw. eine Kette 44 wird die Rotation der Antriebswelle 40 auf im Bereich der Schnecken 20 ankoppelbare Zahn- bzw. Kettenrädern 46 übertragen. Die Zahn- bzw. Kettenräder 46 sind je nach Bedarf von den Schnecken 20 abkoppelbar, um die jeweils gewünschten Teleskopschüsse getrennt um die gewünschte Länge auszuziehen bzw. wieder einzuziehen. Die Antriebswelle 40 ist über einen zentralen Motor, beispielsweise einen Hydraulikmotor 48 antreibbar. Die Antriebswelle 40 ist, wie das insbesondere bei 11 näher zu entnehmen ist, in den Stirnwänden 50 gelagert. Über die Länge der Teleskopschüsse sind auch Zwischenwände 52 eingezogen (12), die ebenfalls zur Lagerung der Antriebswelle 40 dienen. Die Schnittdarstellung gemäß 13 verdeutlicht nochmals die Einbausituation der zentralen Antriebswelle 40. Hier ist der selbsthemmende Schneckenantrieb 20 im Eingriff mit der Zahnstange 16 gezeigt, die in gleicher Weise aufgehängt ist, wie dies anhand der eingangs beschriebenen Ausführungsvariante erläutert wurde.

In der 13 ist gezeigt, dass die teleskopierbare Antriebswelle 40 aus einem im Querschnitt viereckigen teleskopierbaren Rohr bestehen kann. Durch die polygonale Ausführung werden die Antriebsmomente in und gegen Pfeilrichtung a übertragen.

In 14 ist eine Abwandlung der Ausführungsform gemäß 11 gezeigt. Auch hier werden die Schnecken 20 durch zentrale Antriebswellen 60, 62 und 64 angetrieben. Diese Antriebswellen 60, 62 und 64 sind allerdings nicht teleskopierbar, sondern parallel zueinander angeordnet. Dabei wird die Antriebswelle 60 durch einen zentralen Hydraulikmotor 48 angetrieben. Diese treibt über einen Zahnriemen bzw. eine Kette 44 und die zugehörigen Zahnräder bzw. Kettenräder 42 und 46 zunächst einmal eine Schnecke 20 an. Gleichzeitig wird durch eine entsprechenden weiteren Zahnriemen (in 14 einfach dargestellt) ein Zahnrad bzw. Kettenrad 70 angetrieben, wodurch eine entsprechende Antriebswelle 62 in Rotation versetzt wird. Über diese Antriebswelle 62 kann dann die nächste Schnecke 20 im nächsten Teleskopschuss 12 und über einen entsprechenden Zahnriemen- bzw. Kettentrieb die nächste parallele Welle 64 angetrieben werden.

Die Ausführungsvariante in 15 entspricht im wesentlichen derjenigen gemäß 11. Sie weist insbesondere auch eine zentrale teleskopierbare Antriebswelle 40 auf. Hier ist zusätzlich noch ein teleskopierbares Schaltgestänge 80 vorgesehen, über welches mittels eines zentralen Schaltknopfs 82 der jeweilige Zahnriemen- bzw. Kettentrieb 44 an die Schnecke bzw. von der Schnecke 20 ankoppelbar bzw. abkoppelbar ist. Hierdurch kann durch Umlegen des Schalters 82 festgelegt werden, welcher Teleskopschuss 12 bei Drehen der zentralen Antriebswelle 40 ausgezogen werden soll. Selbstverständlich handelt es sich bei dem Schalter 82 nicht unbedingt um einen Handschalter, sondern gegebenenfalls um eine Schnittstelle, die mit der zentralen Bedienwarte im Fahrerhaus verbunden ist.

Anhand der 16 soll der besondere Vorteil der vorliegenden Erfindung deutlich gemacht werden. Die einzelnen Teleskopschüsse 12 können hier variabel gegeneinander ausgeschoben werden. So ist es beispielsweise möglich, den im Durchmesser kleinsten Teleskopschuss 12 bis zu einer Abstützlänge L2 auszuziehen, die wesentlich kleiner ist als die Abstützlänge L1 des nächst größeren Teleskopschusses 12. Damit sind die Einspannlängen variabel einstellbar. Die entsprechenden Abstützlängen bzw. Ausziehlängen sind stufenlos über die gesamte Länge verstellbar. Die jeweilige Auszugslänge kann vorteilhaft über einen hier nicht näher dargestellten Drehgeber, der direkt bzw. indirekt mit der Rotationsachse der Schnecke verbunden ist, bestimmt werden.

Anhand der 17 wird schematisch ein Zahnstangenelement 16 gezeigt, welches insgesamt aus Polyamid oder einem anderen Material besteht. Im Inneren des Zahnstangenelementes sind jedoch Metallelemente 90 eingebettet, die bei entsprechender Abnutzung der aus Polyamid bestehenden Zahnstangenelemente 16 beispielsweise bis zur gestichelten Linie 92 der hier nicht näher dargestellten aus Metall bestehenden Schnecke in Berührung kommen. Durch einen entsprechend hier nicht näher dargestellten geschlossenen Stromkreis kann bei Kontakt zwischen Schnecke und dem Metallelement 90 ein Alarm auslösbar sein. Dieser Alarm kann im Fahrerhaus dem Fahrer anzeigen, dass die Zahnstangenelemente ausgewechselt werden müssen.


Anspruch[de]
  1. Teleskopiersystem für einen Kran, insbesondere Mobilkran, mit mindestens zwei Teleskopschüssen, die aus Hohlprofilen bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Innenseite der Hohlprofile eine Verzahnung angeordnet ist, in die eine Schnecke des nächst kleineren Teleskopschusses eingreift, so daß durch Rotation der Schnecke die Teleskopschüsse gegeneinander verschiebbar sind.
  2. Teleskopiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Teleskopschüssen angeordneten Schnecken jeweils einzeln angetrieben sind.
  3. Teleskopiersystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnecken jeweils über einen hydraulischen oder elektrischen Antrieb angetrieben sind.
  4. Teleskopiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Teleskopschüssen angeordneten Schnecken zentral über eine mittels einen Zentralantrieb angetriebene ebenfalls teleskopierbare Antriebswelle antreibbar sind.
  5. Teleskopiersystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle mit den Schnecken jeweils über einen Zahnriemen- oder Kettentrieb verbunden ist.
  6. Teleskopiersystem nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die teleskopierbare Antriebswelle einen polygonalen, vorzugsweise viereckigen Querschnitt aufweist.
  7. Teleskopiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Teleskopschüssen angeordneten Schnecken zentral über mittels eines Zentralantriebs angetriebene Antriebswellen antreibbar sind, die in den einzelnen Teleskopschüssen angeordnet sind und parallel zueinander verlaufen.
  8. Teleskopiersystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Teleskopschüssen jeweils Schlauchketten oder Teleskoprohre angeordnet sind, in denen die Leitungen für die Energiezufuhr zu den Antrieben und andere Versorgungsleitungen zusammengefasst sind.
  9. Teleskopiersystem nach Anspruch 2, 3 und/oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Schnecke und Antrieb bestehende Antriebseinheit in einer im Teleskopschuss angeordneten Tasche schwimmend gelagert ist.
  10. Teleskopiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnstange aus Kunststoffelementen besteht.
  11. Teleskopiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnstange aus Metallelementen besteht.
  12. Teleskopiersystem nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnstangenelemente zwischen T-förmigen Halteträgern einschiebbar sind.
  13. Teleskopiersystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die T-förmigen Halteträger aus einem gebogenen Blech besteht, das an die Trägerinnenseite angeschweißt ist.
  14. Teleskopiersystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die T-förmigen Halteträger mit einer zugehörigen Bodenplatte als Gussteil ausgeführt sind, das über Schraub-, Niet- und/oder Klebeverbindung mit der Innenseite der Teleskopschüsse verbunden ist.
  15. Teleskopiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mit den jeweiligen Schneckenantrieben Drehgeber gekoppelt sind, über die die Ausschublänge des einzelnen Teleskopschusses und damit die gesamte Auslegerlänge steuerbar und regelbar ist.
  16. Teleskopiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche gekennzeichnet durch eine Temperaturüberwachung zur Überwachung der Zahnstangentemperatur.
  17. Teleskopiersystem nach Anspruch 16 gekennzeichnet durch eine Schmier-/Kühleinrichtung für die Zahnstange.
  18. Teleskopiersystem nach Anspruch 8, 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß in den Schlauchketten auch Schmierstoffleitungen enthalten sind, die Schmierstoff zum Schmieren und Kühlen der Zahnstangen fördern.
  19. Teleskopiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in die Zahnstangenelemente aus Kunststoff Metallelemente eingebettet sind, die bei Abnutzung mit der aus Metall bestehenden Schnecke in Kontakt kommen und dadurch einen Stromkreis schließen, über den ein Alarm auslösbar ist.
  20. Teleskopiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in die Zahnstangenelemente aus Metall Metallelemente isoliert eingebettet sind, die bei Abnutzung der Isolierung durch die aus Metall bestehenden Schnecke in Kontakt kommen und dadurch einen Stromkreis schließen, über den ein Alarm auslösbar ist.
  21. Teleskopiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Schnecke ein Radialkolbenmotor ist.
  22. Teleskopiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinheit die gesamten Ausschub- und Einzelkräfte aufnimmt.
  23. Teleskopiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsschnecke im inneren Bereich durch das zum Tank zurückfließende Antriebsöl gekühlt wird.
  24. Teleskopiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsschnecke mit der Lagerung und dem Antriebsmotor eine Einheit bildet.
  25. Teleskopiersystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlauchketten in ausziehbaren Wannen geführt werden.
Es folgen 11 Blatt Zeichnungen






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