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Dokumentenidentifikation DE202004019453U1 24.05.2006
Titel Führungseinrichtung für Gartengeräte
Anmelder Hans Einhell AG, 94405 Landau, DE
Vertreter Wallinger, M., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 80331 München
DE-Aktenzeichen 202004019453
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.05.2006
Registration date 20.04.2006
Application date from patent application 16.12.2004
IPC-Hauptklasse A01D 34/40(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01D 34/62(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A01D 34/82(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A01D 34/81(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Griff für eine Führungseinrichtung, insbesondere für einen Rasenmäher und dergleichen.

Im Stand der Technik ist eine Vielzahl von verschiedenen Rasenmähern bekannt, die neben der grundsätzlichen Möglichkeit, den Rasenmäher zu bedienen, das heißt Einfluss auf das Fahrverhalten, wie beispielsweise beim Vorvärts- oder Rückwärtsfahren oder bei Richtungsänderung zu nehmen, aufweisen und hierzu eine Führungseinrichtung bereitstellen, welche neben dieser Einflussmöglichkeit auch zusätzliche Komponenten aufweist, die direkt oder indirekt die Möglichkeit bieten, Einfluss auf beispielsweise die Geschwindigkeit, das Starten und auf sicherheitsrelevante Eigenschaften, wie beispielsweise die Schnellabschaltung, aufweisen.

Hierzu werden die entsprechenden Betätigungseinrichtungen im dem Bediener zugewandten Bereich der Führungseinrichtung angeordnet. Dies kann zum Beispiel ein Schaltbügel sein, welcher an der Unterseite des Griffes angeordnet ist. Dieser wird im Sinne eines Totmannschalters betätigt, um den Rasenmäher in Betrieb zu halten. Solche Schalteinrichtungen sind im Stand der Technik bekannt und werden sowohl für Benzin-getriebene, als auch für elektrisch angetriebene Gartengeräte verwendet.

Nachteilig ist es jedoch, dass solche Betätigungselemente unter anderem ergonomisch ungünstig angeordnet sind und sich die Halteposition des Bedieners nur sehr eingeschränkt variieren lässt. Darüber hinaus ist die Kombination mit weiteren Bedienungselementen schwierig, wobei auch die Möglichkeit insbesondere bei der Richtungsänderung, ausreichend Kraft auf das Gartengerät zu übertragen, bei den im Stand der Technik bekannten Griffen, welche lediglich einen Querlenker aufweisen, ungünstig sein kann.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die im Stand der Technik bekannten Nachteile wenigstens teilweise zu reduzieren bzw. zu verhindern.

Die Aufgabe wird mit einer Führungseinrichtung für ein Gartengerät gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen für eine solche Führungseinrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Führungseinrichtung für ein Gartengerät, welche gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform für einen Rasenmäher oder dergleichen verwendet wird, weist wenigstens zwei Bügelrahmen auf, die zumindest zueinander verschieblich angeordnet sind. Ferner weist die Führungseinrichtung wenigstens eine Führungseinheit auf, die wenigstens einen Querholm und wenigstens zwei hieran angeordnete Griffstücke aufweist. Die erfindungsgemäße Führungseinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Griffstück, vorzugsweise beide Griffstücke, wenigstens eine Schalteinrichtung aufweisen, welche wenigstens teilweise im Griffstück selbst integriert ist.

Als Gartengeräte werden neben einem Rasenmäher auch andere Geräte verstanden, wie sie beispielsweise allgemein zur Bodenbearbeitung bzw. als Fahrgeräte im Garten- und/oder im landwirtschaftlichen Bereich eingesetzt werden. Dies kann unter anderem auch ein Vertikutierer, eine Gartenfräse, ein Rasenmäher mit und ohne Räder oder dergleichen sein.

Als Bügelrahmen werden gemäß der vorliegenden Erfindung Rahmen bzw. Rahmenabschnitte verstanden, welche vorzugsweise aus Profilen mit rundem, quadratischem oder rechteckigem Querschnitt gefertigt werden und vorzugsweise an zwei oder vier, bzw. einer Vielzahl von Positionen entweder direkt mit einem Gerät oder über eine Verbindungseinrichtung verbunden sind. Die Bügelrahmen sind zueinander verschieblich angeordnet, das heißt, dass der Abstand zwischen beispielsweise einem Gartengerät und der Führungseinheit, d.h. dem Griffbereich, durch die Verschieblichkeit der Bügelrahmen verändert werden kann. Dies erfolgt mit bzw. ohne Rastelemente, wobei gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform wenigstens der Mindestabstand, wie er insbesondere durch Sicherheitsvorschriften vorgegeben ist, nicht unbeabsichtigt unterschritten werden kann und/oder bei Unterschreitung dieses Mindestabstands zum Beispiel ein Betrieb des Rasenmähers nicht möglich ist.

Als Führungseinheit wird gemäß der vorliegenden Erfindung der Griffbereich von einem Bediener verstanden, welche wenigstens einen Querholm und vorzugsweise zwei hieran angeordnete Griffstücke aufweist. Als Querholm wird hierbei der Bereich der Führungseinheit verstanden, der sich im wesentlichen horizontal zum Gartengerät im Bedienbereich bzw. der Führungseinheit erstreckt und gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform Bestandteil des Bügelrahmens selbst sein kann.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Querholm ein vom Bügelrahmen getrenntes Bauteil, an welchem zwei Griffstücke angeordnet sind. Die Griffstücke selbst sind gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform in vorgegebenem Abstand vom Mittenbereich des Querholms angeordnet, wobei sie sich vorzugsweise im wesentlichen senkrecht vom Querholm weg erstrecken. Die Griffstücke können gemäß der vorliegenden Ausführungen im wesentlichen als Rundprofile gestaltet sein, wobei es auch im Sinn der vorliegenden Erfindung ist, dass diese Griffstücke ergonomisch angepasst sein werden. Insbesondere kann dies durch deren Form, aber auch durch ihren relativen Winkel in Bezug auf den Querholm und zur Fahrzeuggrundebene erreicht werden.

In den Griffstücken selbst ist wenigstens eine Schalteinrichtung wenigstens teilweise integriert, wobei diese Schalteinrichtung vorzugsweise derart in die Form des Griffstückes eingepasst ist, dass im Betriebe eine möglichst einfache, das heißt im ergonomischen Sinn ermüdensarme und/oder komfortable Betätigung für den Bediener möglich ist. Dies kann beispielsweise durch eine Wipp-Funktion des Schalters, das heißt das Schwenken des Schalters um eine Rotationsachse, oder durch eine Parallelverschiebung des Bedienungselementes erfolgen.

Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform weisen nicht nur die Griffstücke, sondern auch die Querholme Schalteinrichtungen auf, welche vorzugsweise mit mindestens einem Funktionselement bzw. einer Funktionseinheit des Gartengerätes verbunden sind.

Die Schalteinrichtungen der Griffstücke bzw. die Schalteinrichtungen der Querholme können ferner derart miteinander gekoppelt sein, dass die Schaltstellung der Schaltelemente der Griffstücke über eine mechanische Kopplung mit dem Schaltelement oder den Schaltelementen der Querholme verbunden sind, so dass lediglich die Schaltelemente des Querholmes selbst, zum Beispiel über eine entsprechende elektrische Schalteinrichtung, auf die Funktionseinheit des Gartengerätes Einfluss nehmen. Solch eine Funktionseinheit kann u.a. die Funktion eines Totmannschalters sein, welche den Betrieb beispielsweise eines Rasenmähers nur dann ermöglicht, wenn wenigstens eine Taste der Griffstücke bzw. des Querholms durch den Bediener betätigt, das heißt in diesem Fall gedrückt, wird.

Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform dient wenigstens ein Bügelrahmen zur Übertragung einer Kraft auf das Gartengerät und ist mit diesem vorzugsweise lösbar verbunden. Die wenigstens zwei Bügelrahmen sind gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform mittels wenigstens einer lösbaren Klemmeinrichtung verbunden. Diese Klemmeinrichtung ermöglicht einerseits die Verschieblichkeit der Bügelrahmen zueinander, wie sie beispielsweise unter dem Begriff einer Teleskopverstellung im Stand der Technik bekannt sind.

Ferner kann mit der Klemmeinrichtung auch eine Verdrehung bzw. ein Schwenken der Führungseinrichtung, insbesondere der wenigstens zwei Bügelrahmen zueinander bereitgestellt werden. Hierzu ist in der Klemmeinrichtung bzw. einem damit verbundenen Bereich eine Schwenkachse vorgesehen, um welche wenigstens ein Abschnitt wenigstens eines Bügelrahmens verschwenkt werden kann. Solch eine Verschwenkbarkeit bietet insbesondere den Vorteil, dass die üblicherweise stark ausladenden Bügelrahmen mit der Führungseinheit zusammengeklappt werden können, wobei gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform eine Arretierungsvorrichtung vorgesehen ist, welche die Fixierung der Bügelrahmen zueinander in vorgegebenen Schwenkpositionen fixiert bzw. ein unbeabsichtigtes Zusammenklappen der Bügelrahmen zueinander verhindert.

Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Querholm mit wenigstens einem Bügelrahmen über eine Verbindungseinrichtung verbunden, welche bevorzugt wenigstens eine weitere Schalteinrichtung aufweist. Diese Schalteinrichtung kann beispielsweise dazu dienen, den Rasenmäher in Betrieb zu setzen.

Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist im Bereich des Querholms eine Kabelführungseinrichtung angeordnet, welche vorzugsweise zur Führung einer Stromversorgungsleitung dient. Die Kabelführungseinrichtung weist wenigstens einen Führungsrahmen und eine Gleiteinrichtung auf, wobei die Gleiteinrichtung wenigstens teilweise die Stromversorgungsleitung in der Art aufnimmt, dass einerseits eine Zugentlastung für die Steckverbindung zum Gartengerät bereitgestellt wird und andererseits über die Position der Gleiteinrichtung an und mit dem Führungsrahmen die Ablage des Stromkabels wenigstens teilweise so erfolgt, dass die Gefahr eines unbeabsichtigten Überfahrens des Kabels mit dem Gartengerät, zum Beispiel mit dem Rasenmäher, vermieden wird. Die Kabelführungseinrichtung ist ferner vorzugsweise verschieblich und drehbeweglich im Bereich des Querholms bzw. des Verbindungselementes angeordnet, wodurch der Führungsrahmen in Abhängigkeit der Fahrtrichtung und der Lage des Stromversorgungskabels so verändert wird, dass das Stromkabel seitlich versetzt zum Gartengerät abgelegt wird.

Die Funktionsweise einer solchen Kabelführungseinrichtung wird nachfolgend in Bezug auf die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels beschrieben.

Es sei ferner angemerkt, dass, obwohl die vorstehende Erfindung vorzugsweise für die Anwendung an einem Rasenmäher beschrieben wird, es auch im Sinn der vorliegenden Erfindung liegt, dass die erfindungsgemäße Führungseinrichtung auch für andere Gartengeräte verwendet werden kann. Es liegt auch im Sinn der vorliegenden Erfindung, dass Abweichungen insbesondere in der Anordnung der Griffstücke, sowohl in Bezug auf den Querholm, als auch in Bezug auf die Bügelrahmen, vorgenommen werden können.

Die Erfindung wird nachfolgend in Bezug auf die Anwendung einer erfindungsgemäßen Führungseinrichtung für einen Rasenmäher dargestellt. Hierbei zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Führungseinrichtung an einem Rasenmäher;

2 eine perspektivische Ansicht des Rasenmähers aus 1 von links hinten;

3 die erfindungsgemäße Führungseinrichtung für einen Rasenmäher im zusammengeklappten Zustand;

4 eine Detailansicht der erfindungsgemäßen Führungseinrichtung in einer bevorzugten Ausführungsform;

5 eine Detailansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Führungseinrichtung.

1 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Führungseinrichtung, welche an einem Rasenmäher 1 angeordnet ist. Hierzu ist die Führungseinrichtung mit dem unteren Bügelrahmen 8 in zwei Führungsbuchsen 7 aufgenommen, welche in einer besonders bevorzugten Ausführungsform lösbare Verbindungen sind und ein Steuern des Rasenmähers über die Führungseinrichtung durch den Bediener, sowohl für das Vorwärts- und Rückwärtsfahren, als auch für Richtungsänderungen, ermöglichen. Ferner ist die Verbindung 7 so gestaltet, dass ein unbeabsichtigtes Lösen des Bügelrahmens vom Rasenmäher verhindert wird. Dies bedeutet auch, dass beispielsweise ein Drücken des Griffteils durch den Bediener nach unten (vertikale Richtung) zu einem Anheben wenigstens der vorderen Räder des Rasenmähers führt.

Der untere Bügelrahmen 8 ist mit dem oberen Bügelrahmen 9 verschieblich mittels einer Klemmeinrichtung 12 verbunden. Hierbei weist die Klemmeinrichtung sowohl eine Verbindung mit dem Bügelrahmen 8 über die Schwenkachse 10, als auch eine verschiebliche Klemmverbindung zum oberen Bügelrahmen 9 auf.

Der obere Bügelrahmen 9 kann in Bezug auf den Rasenmäher bzw. den unteren Bügelrahmen 8 entlang des Pfeils 11 verschoben werden, wodurch insbesondere aufgrund der schrägen Anordnung der Bügelrahmen die Position der Führungseinheit 3 optimal auf die körperliche Größe des Bedieners abgestimmt werden kann.

Die Klemmeinrichtung weist neben der verschieblichen Lagerung des oberen Bügelrahmens 9 eine Schwenkachse 10 auf, die es ermöglicht, den oberen Bügelrahmen um diese Schwenkachse zu drehen, wobei hierzu das Betätigungselement 14 geöffnet wird und somit die Winkelposition des oberen Bügelrahmens zum unteren Bügelrahmen verändert werden kann. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform erfolgt diese Winkelveränderung nur in einem vorgegebenen Winkelbereich, z.B. zwischen 0 und 180°, bevorzugt zwischen 0 und 90° und besonders bevorzugt ca. 30°, wobei insbesondere Arretierungsvorrichtungen vorgesehen sind, die ein unbeabsichtigtes Zusammenklappen des oberen Bügelrahmens 9 über den unteren Bügelrahmen 8 um die Schwenkachse 10 verhindern. Insbesondere kann nach dem Lösen oder dem Öffnen der Klemmeinrichtung und dem Lösen oder dem Öffnen der Arretierungsvorrichtung der obere Bügelrahmen 9 um einen beliebigen Winkel, insbesondere um ca. 180° geschwenkt werden.

Am oberen Bügelrahmen 9 ist der Querholm 4 angeordnet, an dessen Außenbereichen sich die Griffstücke 5 befinden. Sowohl der Querholm, als auch die Griffstücke weisen Schalteinrichtungen 6 auf. Mittels dieser Schalteinrichtungen kann beispielsweise der für einen Rasenmäher notwendige Totmannschalter verwirklicht sein, wobei in einem solchen Ausführungsbeispiel die verschiedenen Schalteinrichtungen 6 zumindest links- bzw. rechtsseitig derart miteinander gekoppelt sein können, dass bei Betätigung des Schaltelements am Griffstück auch das entsprechende Schaltelement 6 des Querholms betätigt wird. Es liegt selbstverständlich auch im Sinn der vorliegenden Erfindung, die Schalteinrichtung 6 jeweils einzeln mit einer Funktion zu versehen.

Der Querholm 4 ist über eine Verbindungseinrichtung 40 mit dem Bügelrahmen 9 verbunden, wobei diese Verbindung, wie im dargestellten Ausführungsbeispiel, über eine Verbindungseinrichtung 40 oder durch ein Verbindungselement zwischen dem Bügelrahmen 9 und dem Querholm 4 erfolgen kann.

2 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht des Rasenmähers aus 1 von links hinten. Neben den in 1 bereits beschriebenen Elementen ist die Kabelführungseinrichtung mit dem Führungsrahmen 46 zu erkennen, der eine Aufnahmeeinrichtung 45 aufweist. Ferner erkennt man auf der Rückseite der Verbindungseinrichtung 40 eine Steckdose 30, die, wie im hier dargestellten Ausführungsbeispiel, die Kupplungsstelle für eine elektrische Versorgungsleitung eines elektrisch betriebenen Rasenmähers bereitstellt. Hierzu wird das Elektrokabel über die Aufnahmeeinrichtung 45 mit einem vorgegebenen Abstand fixiert, um eine Zugentlastung der Steckverbindung des Elektrokabels und dessen Steckers mit der Steckdose 30 bereitzustellen. Dabei soll die Leitungslänge zwischen der Aufnahmeeinrichtung 45 und der Steckdose 30 so gewählt werden, dass im Fall der Position der Aufnahmeeinrichtung 45 am äußeren Bereich des Führungsrahmens 46 eine ausreichende Zugentlastung der elektrischen Leitung zwischen der Steckdose und der Aufnahmeeinrichtung gewährleistet wird. Entsprechend des Pfeils 47 gleitet die Aufnahmeeinrichtung 43 am unteren Segment des Führungsrahmens 45 entsprechend der Lage des wegführenden Elektrokabels, wobei darauf hinzuweisen ist, dass der Führungsrahmen selbst, zumindest in einem vorgegebenen Maß, in Bezug auf die Verbindungseinrichtung 40 wenigstens längsverschieblich angeordnet ist, so dass in einem bevorzugten Fall die Aufnahmeeinrichtung 45 und das äußere Ende des Führungsrahmens 46 so gewählt sind, dass die elektrische Leitung neben dem Rasenmäher, das heißt außerhalb des Schnittbereiches des Rasenmähers, abgelegt wird. Insbesondere bei Richtungsänderungen von beispielsweise 180° wird hierdurch die Lage der Aufnahmeeinrichtung 45 derart geändert, dass diese auf dem unteren Schenkel des Führungsrahmens 46 gleitet und bei Anschlag am gegenüberliegenden Ende des Führungsrahmens 46 diesen über die bewegliche Verbindung 31 mit dem Verbindungselement auf die entgegengesetzte Seite verlagert. Hierdurch wird insbesondere sichergestellt, dass auch beim Wenden des Rasenmähers die Ablage der elektrischen Zuleitung so erfolgt, dass ein versehentliches Überfahren mit dem Mähwerk und dem evtl. damit verbundenen Zerschneiden der elektrischen Leitung wenigstens reduziert bzw. vermieden werden kann.

Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform kann der Führungsrahmen 46 nicht nur längsverschieblich, sondern auch drehbeweglich wenigstens um eine Achse mit dem Verbindungselement 40 verbunden sein, so dass eine größere Flexibilität bezüglich der Lage der Aufnahmeeinrichtung 43 und des Führungsrahmens 46 in Bezug auf die Position der elektrischen Leitung weg von der Schneideeinrichtung des Rasenmähers, insbesondere hin zur Spannungsversorgungsquelle, sichergestellt wird.

3 zeigt die erfindungsgemäße Führungseinrichtung für einen Rasenmäher in zusammengeklapptem Zustand, wobei der obere Bügelrahmen 9 um die Schwenkachse 10 auf den unteren Bügelrahmen 8 verlagert worden ist. In dieser Darstellung ist ferner die Arretiervorrichtung 15 zu erkennen, die in Zusammenwirkung mit dem Betätigungselement 14 einerseits die Winkelveränderung für die Betriebsposition des Bügelrahmens 9 in Bezug auf den unteren Bügelrahmen 8 in einem bestimmten Bereich ermöglicht, wobei die Arretierungsvorrichtung 15 an den Enden Vorsprünge aufweist, die ein versehentliches Zusammenklappen des oberen Bügelrahmens über den unteren Bügelrahmen durch beispielsweise eine Rastverbindung verhindern.

Ferner ist in dieser Darstellung die Anordnung des Führungsrahmens 46 an der Verbindungseinrichtung 40 zu erkennen, wobei gemäß der hier dargestellten Ausführungsform der Führungsrahmen 46 mittels zweier Führungshaken 31 an der Verbindungseinrichtung 40 verbunden ist. Ferner ist auch die Steckdose 30 zu erkennen.

4 zeigt eine Detailansicht der erfindungsgemäßen Führungsvorrichtung in einer bevorzugten Ausführungsform, wobei mit dem Bezugszeichen 9 Teile des oberen Bügelrahmens zu erkennen sind. Dieser wird über die Verbindungseinrichtung 40 mit dem Querholm 4 verbunden. Auf der Verbindungseinrichtung 40 ist gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform eine Schalteinrichtung 41, wie beispielsweise ein Schaltknopf, angeordnet und es können gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform Befestigungselemente 44 vorgesehen sein, an welchen beispielsweise, wie in 5 dargestellt, Elemente, wie ein Getränkedosenhalter 45, angeordnet werden können. Es liegt selbstverständlich auch im Sinn der vorliegenden Erfindung, dass weitere Elemente, wie beispielsweise Werkzeuge, auf ähnliche Art und Weise insbesondere im Bereich der Führungseinheit angeordnet werden können.

An den äußeren Enden des Querholms 4 sind gemäß der hier dargestellten Ausführungsform die Griffstücke 5 angeordnet, die entsprechend, wie auch der Querholm 4, mit Schalteinrichtungen 6 versehen sind. Ferner ist der Führungsrahmen 46 der Kabelführungseinrichtung 42 und die Gleiteinrichtung 43 mit der Aufnahmeeinrichtung 45 für das Kabel zu erkennen.

5 ist eine Detailansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels für den erfindungsgemäßen Griff, wobei insbesondere im Vergleich zu der in 4 dargestellten Variante dieser einen Getränkedosenhalter 45 aufweist, der über die Befestigungseinrichtung 44 mit der Verbindungseinrichtung 40 verbunden ist.

1Rasenmäher 2Griff 3Führungseinheit 4Querholm 5Griffstück 6Schalteinrichtung 7Verbindung 8Bügelrahmen 9Bügelrahmen 10Schwenkachse 11Verschieberichtung 12Klemmeinrichtung 13Betätigungselement 14Betätigungselement 15Arretiervorrichtung 30Steckdose 31Führungshaken 32Verschieberichtung 40Verbindungseinrichtung 41Schalteinrichtung 42Kabelführungseinrichtung 43Gleiteinrichtung/Kabelaufnahme 44Befestigungseinrichtung 45Aufnahmeeinrichtung 46Führungsrahmen 47Verschieberichtung

Anspruch[de]
  1. Führungseinrichtung für ein Gartengerät, insbesondere für einen Rasenmäher (1), mit

    wenigstens zwei Bügelrahmen (8, 9), welche zumindest zueinander verschieblich angeordnet sind und

    wenigstens einer Führungseinheit (3), welche wenigstens einen Querholm (4) und wenigstens zwei hieran angeordnete Griffstücke (5) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass

    die Griffstücke wenigstens eine Schalteinrichtung (6) aufweisen, welche wenigstens teilweise im Griffstück aufgenommen ist.
  2. Führungseinrichtung für ein Gartengerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Bügelrahmen (8) mit dem Gartengerät zur Übertragung einer Kraft lösbar verbunden ist.
  3. Führungseinrichtung für ein Gartengerät gemäß wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Bügelrahmen (8, 9) mittels wenigstens einer lösbaren Klemmeinrichtung (12) derart verbunden sind, dass die Bügelrahmen um eine vorgegebenen Schwenkachse (10) insbesondere zueinander verdreht werden können.
  4. Führungseinrichtung für ein Gartengerät gemäß wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Bügelrahmen (8, 9) zueinander teleskopartig verschoben werden und mit wenigstens der einen Klemmeinrichtung (12) zueinander fixiert werden.
  5. Führungseinrichtung für ein Gartengerät gemäß wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügelrahmen (8, 9) wenigstens eine Arretierungsvorrichtung (15), insbesondere für das Zusammenklappen, aufweisen.
  6. Führungseinrichtung für ein Gartengerät gemäß wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Querholms (4) der Führungseinheit (3) eine Verbindungseinrichtung (40) zu wenigstens einem der Bügelrahmen (8, 9) angeordnet ist, welche wenigstens eine weitere Schalteinrichtung (41) aufweist.
  7. Führungseinrichtung für ein Gartengerät gemäß wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Querholms (4), vorzugsweise im Bereich des Verbindungselements (40), eine Kabelführungseinrichtung (42) insbesondere für eine Stromversorgungsleitung angeordnet ist.
  8. Führungseinrichtung für ein Gartengerät gemäß wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabelführungseinrichtung (42) wenigstens verschieblich, vorzugsweise verschieblich und drehbeweglich im Bereich des Querholms (4) bzw. des Verbindungselements (40), angeordnet ist.
  9. Führungseinrichtung für ein Gartengerät gemäß wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabelführungseinrichtung (42) aus wenigstens einem Führungsrahmen (46) und vorzugsweise aus einer Aufnahmeeinrichtung (45) zur Aufnahme der Stromversorgungsleitung besteht.
  10. Führungseinrichtung für ein Gartengerät gemäß wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Griffstücke (5) als auch der Querholm (4) eine Vielzahl von Schalteinrichtungen (6) aufweisen, welche vorzugsweise mit wenigstens einem Funktionselement und/oder einer Funktionseinheit des Gartengeräts verbunden sind.
  11. Führungseinrichtung für ein Gartengerät gemäß wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionselement des Gartengeräts aus einer Gruppe von Elementen ausgewählt wird, welche insbesondere Totmannschalter, Gashebel, die Vorwärts- und/oder Rückwärtsbewegung, eine Richtungsänderung, Kombinationen hieraus und dergleichen aufweist.
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