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Dokumentenidentifikation DE202005019215U1 24.05.2006
Titel Zerlegbarer Liegestuhl mit auswechselbarem Liegetuch
Anmelder Hoffeins, Holger, 50937 Köln, DE
DE-Aktenzeichen 202005019215
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.05.2006
Registration date 20.04.2006
Application date from patent application 08.12.2005
IPC-Hauptklasse A47C 4/28(2006.01)A, F, I, 20051208, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47C 4/40(2006.01)A, L, I, 20051208, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen mit einem textilen Liegestoff bespannten, zerlegbaren Liegestuhl mit zwei Gebrauchsstellungen, der aus zwei Seitenteilen und Querverbindungsstreben besteht, die beim Aufbau mit den Seitenteilen durch Schraubverschlüsse, Schnappverschlüsse oder ähnliche Techniken verbunden werden und der aufgrund dieser Konstruktion den Austausch des Liegestoffes, ein ungewöhnlich kleines Packmaß und wegen der geringen Anzahl von nur 3 verschiedenartigen Bauelement-Gruppen (Seitenteile (2), Querstreben (6), Armlehnen (2) plus Liegetuch) bzw. nur 11 Bauelementen einen unkomplizierten und schnellen Aufbau ermöglicht.

Es sind Liegestühle bekannt, bei denen durch Drehgelenke und ähnliche technische Lösungen das Zusammenklappen bzw. Zusammenfalten von Liegestuhlelementen ermöglicht wird. Auch sind Liegestühle bekannt, bei denen die Tragekonstruktion völlig zerlegbar ist.

Bei den bekannten klappbaren Liegestühlen können Liegestuhlelemente durch Drehgelenke in Längsrichtung zusammengeklappt werden, wodurch das Packmaß wegen der bewirkten Längenreduzierung verringert wird. Die Breite des Liegestuhles bleibt jedoch unverändert und ist bei diesen Konstruktionen eine Konstante des unhandlichen Packmaßes. Der Austausch des Liegetuches ist wegen der festen Verbindungen nicht bzw. nur mit erheblichem Aufwand möglich.

Bei den bekannten faltbaren Liegestühlen kann durch ein komplexes Gelenksystem der gesamte, mit textilen Stoffen versehene Liegestuhl auf ein relativ kleines Packmaß reduziert werden, die Konstruktion besteht in ihren Hauptkomponenten jedoch aus einem Teil, so dass der Austausch des Liegestuches i.d.R. nicht möglich ist. Durch das Gewirr von Stand-, Stütz- und Verbindungsstangen geht die klare, ästhetisch ansprechende Form starrer und klappbarer Liegestühle verloren.

Ferner sind Liegestühle bekannt, bei denen die gesamte Tragekonstruktion in Einzelstangen zerlegbar ist. Die große Zahl einzelner Elemente bedingt jedoch einen relativ komplizierten und zeitaufwändigen Zusammenbau. Ferner besitzen diese Konstruktionslösungen eine geringere Stabiltät als Konstruktionen mit größeren Konstruktionselementen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Liegestuhl zu schaffen,

  • – der in ein geringes, leicht transportierbares Packmaß zerlegbar ist,
  • – bei dem die Breite des Liegestuhles keine Konstante des Packmaßes ist,
  • – der durch die geringe Anzahl von Einzelteilen und eine einfache Konstruktion ohne Werkzeuge unkompliziert, bequem und schnell aufgebaut bzw. zerlegt werden kann,
  • – der durch die Verwendung festgefügter Seitenelemente und am Seitenteil zu befestigender Armlehnen ein hohes Maß an Stabilität besitzt,
  • – der durch die Verwendung lösbarer Querstangen den mühelosen Wechsel des Liegetuches bzw. den Einsatz unterschiedlicher Alternativliegetuche ermöglicht.

Die vorliegende Erfindung geht somit aus von einem Liegestuhl mit zwei Gebrauchsstellungen, bei dem die tragende Konstruktion von zwei Seitenteilen gebildet wird, die durch Querstreben miteinander verbunden sind, zwei Armlehnen aufweist und bei dem das Liegetuch an den Querstreben befestigt ist, und ist dadurch gekennzeichnet, dass zwei komplette Seitenteile, die im Zentralbereich aus Stabilitätsgründen mit festen Verbindungen gefertigt sind, mit jeweils zwei, durch Klappscharniere fest mit dem starren Zentralbereich des Seitenteiles verbundene Stangen versehen sind, deren Enden zur Aufnahme der Abschlussstreben für das Rücken- bzw. Fußteil dienen. Durch die Montage von Querstreben werden die beiden Seitenteile miteinander verbunden. Die dadurch bewirkte Stabilität des Liegestuhles wird durch zwei an den Seitenteilen zu befestigende Armlehnen zusätzlich erhöht. Die Einstellung alternativer Neigungswinkel der Rückenlehne wird ermöglicht durch zwei wählbare Befestigungspunkte der Armlehne an den Rückenteilstangen. Durch die lösbaren Verbindungen zwischen Seitenteilen und Querstreben wird die Montage bzw. Demontage des mit Querschlaufen versehenen Liegetuches möglich. Der textile Liegestoff hat durch seine Zusammenrollbarkeit keinen wesentlichen Einfluss auf das Packmaß.

Der zerlegte Liegestuhl besteht somit aus zwei Seitenteilen, bei denen die Stangen für das Fuß- bzw. Rückenteil einklappbar sind, aus sechs Querstreben, aus zwei Armlehnen, aus Drehverschlüssen oder ähnlichen zum Verbinden der Einzelteile geeigneten technischen Lösungen und aus dem Liegetuch.

Ausführungsbeispiele und Funktionen der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen

1: Perspektivische Ansicht des Liegestuhles in Gebrauchsstellung

2: Perspektivische Ansicht des Liegestuhles in Explosionsdarstellung

3: Seitenansicht

4: Teilansicht: Verbindungstechnik der Querstreben (2) mit den Seitenteilen (1)

5: Teilansicht: Verbindungstechnik Querstebe + Seitenteil + Armlehne.

Die vorliegende Erfindung besteht aus einem das Liegetuch aufnehmenden Tragegestell, das aus zwei Seitenteillen (1) in Verbindung mit separaten Querstreben (2) zusammengesetzt ist. Zusätzliche Stabiliät erhält der Liegestuhl durch zwei an den Seitenteilen zu befestigende Armlehnen (3), die durch zwei alternative Befestigungsmöglichkeiten an den Rückenteilstangen (1.3) die Einstellung von zwei Liegeneigungswinkeln ermöglichen.

Die Seitenteile bestehen aus einem aus festen Verbindungen gefügten Hauptteil (1.1), das der Grundkonstruktion die notwendige Stabilität verleiht und die Anzahl der Einzelteile minimieren hilft. Mit den beiden Enden der Basis dieses Hauptteils ist jeweils mittels eines Klappscharniers (1.4) eine klappbare Stangenverbindung (1.2 und 1.3) fest verbunden, die nach dem Aufklappen zur Aufnahme der Abschlussquerstreben für das Fuß- (1.2) bzw. Rückenteil (1.3) dient. Diese klappbare Stangenverbindung kann in Gegenrichtung bis auf das Niveau der Basis zurückgeklappt werden. Damit gehen diese Stangen im Packmaß des Zentralbereiches der Tragekonstruktion auf.

Die beiden Seitenteile weisen jeweils sieben Ösen auf, die zur Aufnahme des Befestigungssystems der sechs Querstreben dienen; da sich in der Mitte der Rückenteil-Stangen (1.3) zwei Ösen befinden, die alternativ zur Verfügung stehen, um die zur Befestigung der Armlehne notwendige Querstrebe aufzunehmen, ergibt sich eine um eins erhöhte Ösenanzahl gegenüber der Querstrebenanzahl. Die Querstreben werden mit den Seitenteilen durch Drehverschlüsse, Schnappverschlüsse oder ähnlichem verbunden (4 + 5).

Die zusätzliche Stabilität verleihenden Armlehnen (3) werden an einem Ende mit den Zapfen der oberen, mittleren Querstrebe (2.2) verbunden, am anderen Ende ebenfalls mit einer Querstrebe (2.2), die jedoch wahlweise von einer der zwei vorhandenen Mittel-Ösen der Rückenteil-Stangen (1.3) aufgenommen werden kann. Durch die Wahl zwischen diesen alternativen Ösen ergeben sich unterschiedliche Neigungswinkel der Armlehne und damit die zwei Gebrauchsstellungen des Rückenteiles.

Das Liegetuch (5) weist drei Querschlaufen auf, die zur Aufnahme der drei oberen Querstreben und damit zur Befestigung des Liegestoffes dienen. Durch die lösbaren Verbindungen zwischen Querstreben und Seitenteilen ist eine problemlose Entnahme bzw. Befestigung des Liegestoffes möglich. Diese Konstruktion ermöglicht die Reinigung des waschbaren Liegetuches wie auch die Verwendung unterschiedlicher Liegetuchdesigns.

Zerlegbarer Liegestuhl mit auswechselbarem Liegetuch

Zerlegbarer Liegestuhl mit zwei Gebrauchsstellungen, der aus zwei Seitenteilen (1) besteht, die durch Querstreben (2) miteinander verbunden werden. Dieses Grundgerüst wird durch zwei Armlehnen (3) zusätzlich stabilisiert; die alternativen Befestigungsmöglichkeiten der Armlehnen an den Rückenteilstangen dienen zur Einstellung zweier wählbarer Neigungswinkel des Rückenteiles. Der textile Liegestoff (5) ist an den drei obenliegenden Querstreben befestigt, die beiden unteren Querstreben dienen zur Sicherung der Standfestigkeit des Liegestuhles. Eine weitere Querstrebe dient zur Befestigung der Armlehnen an den Stangen des Rückenteiles.

Der Liegestuhl kann in die folgenden Einzelteile zerlegt werden:

2 festgefügte Seitenteile (1) mit jeweils 2 klappbaren, durch Klappscharniere mit dem Seitenzentralbereich unlösbar verbundene Stangen zur Aufnahme der Abschlussquerstreben für das Rückteil (1.3) und das Fußteil (1.2); 6 Querstreben (2.1/2.2); 2 Armlehnen (3); ein Liegetuch (5) und Dreh-, Schnapp- oder sonstige Verschlüsse (4.1/4.2). (2) Der zerlegte Liegestuhl besteht somit insgesamt nur aus 10 einzelnen Bauelementen und dem Liegetuch; durch die Baugleichheit von Einzelelementen (Seitenteile, Querstreben, Armlehnen) reduziert sich die Anzahl auf 3 verschiedenartige Bauelement-Gruppen.


Anspruch[de]
  1. Der Liegestuhl ist dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenteile (1) aus Stabilitätsgründen im Zentralbereich (1.1) aus festen Verbindungen gefügt sind und mit jeweils zwei klappbaren Stangen zur Aufnahme der Abschlussquerstreben für das Fußteil (1.2) und das Rückenteil (1.3) versehen sind. Diese beiden Stangen sind durch Klappscharniere (1.4) fest mit dem Zentralbereich des Seitenteiles verbunden, wodurch das Einklappen der Stangen ermöglicht wird, ohne die Konstruktion in Einzelteile zerlegen zu müssen, was zu einer erheblichen Reduzierung der für den Aufbau des Liegestuhles benötigten Einzelteile führt. Die Seitenteile sind mit Ösen zur Aufnahme der Querstreben (2.1/2.2) ausgestattet. (3)
  2. Der Liegestuhl ist dadurch gekennzeichnet, dass die Querstreben (2.1/2.2) als separate Einzelteile an ihren Enden Zapfen aufweisen, die durch die Ösen der Seitenteile (1) und an den Befestigungspunkten 4.2 zusätzlich durch die Ösen der Armlehnen geführt und durch Dreh-, Schnapp- oder ähnliche Verschlüsse (4.1/4.2) mit den Seitenteilen (1) verbunden werden. (4 und 5)
  3. Der Liegestuhl ist dadurch gekennzeichnet, dass die Armlehnen mit den Seitenteilen dergestalt verbunden werden, dass die beiden Ösen, die sich jeweils am Ende der Armlehnen befinden, die Zapfen der Querstreben 2.2 aufnehmen, die zuvor durch die entsprechenden Ösen des Seitenteiles geführt worden sind und dann mittels Dreh-, Schnapp- oder ähnlichen Verschlüssen befestigt werden.
  4. Der Liegestuhl ist dadurch gekennzeichnet, dass die Armlehnen dergestalt mit den Rückenteil-Stangen verbunden werden können, dass sich zwei Einstellmöglichkeiten für den Neigungsgrad des Rückenteiles ergeben, ermöglicht dadurch, dass die beiden Armlehnen (3) an ihren Enden jeweils eine Öse aufweisen, die zur Befestigung der Armlehnen am Grundgestell dienen, wobei der verlängerte Zapfen der oberen Mittelstrebe (2.2) außer der Öse des Seitenteiles auch die Öse am einen Ende der Armlehne aufnehmen und mittels eines Dreh-, Schnapp- oder ähnlichem Verschlusses die Verbindung hergestellt werden kann. Die Öse am anderen Ende der Armlehne kann mit gleicher Technik wahlweise an zwei Punkten der Rückenteil-Stange befestigt werden, da die (zweite) Querstrebe 2.2 alternativ von einer der beiden in der Mitte der Rückenteil-Stangen befindlichen Ösen aufgenommen werden kann. (3)
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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