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Dokumentenidentifikation DE202006000137U1 24.05.2006
Titel Aufzug mit einem Hydraulikantrieb
Anmelder Rud. Prey GmbH, 24113 Kiel, DE
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, Schildberg, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202006000137
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.05.2006
Registration date 20.04.2006
Application date from patent application 04.01.2006
IPC-Hauptklasse B66B 9/04(2006.01)A, F, I, 20060104, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B66B 7/04(2006.01)A, L, I, 20060104, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Aufzug mit einem Hydraulikantrieb nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Bekanntlich gibt es für Aufzüge unterschiedliche Antriebskonzepte. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Aufzug mit einem Hydraulikantrieb, bei dem der Hydraulikzylinder seitlich im Aufzugschacht neben dem Fahrkorb angeordnet ist und am oberen Ende der nach oben weisenden Kolbenstange eine Umlenkrolle für eine Kette oder ein Seil gelagert ist. Aus Sicherheitsgründen werden zumeist mindestens zwei Seile oder Ketten eingesetzt. Die Ketten oder Seile sind an einem Ende im unteren Bereich des Fahrkorbs angeschlagen und mit dem anderen Ende schachtfest angebracht. Insbesondere bei Aufzugschächten, bei denen die Querschnittsfläche begrenzt ist, ist ein derartiger Antrieb zweckmäßig.

Die Kabine des Fahrkorbs muß zum einen mit elektrischer Energie versorgt werden und zum anderen bedarf es einer Signalübertragung, da bekanntlich der Aufzugantrieb auch vom Inneren der Kabine angesteuert werden muß. Es ist daher bekannt, ein Hängekabel vorzusehen, das an einem Ende mit einem Anschluß im Schacht verbunden ist und zu einer Steuervorrichtung geführt ist. Das andere Ende wird über die Unterseite des Fahrkorbs an dessen Seitenwand zu einer Verteilung am Fahrkorbdach geführt. Das diesbezügliche Ende des Kabels fährt daher als Schlaufe hängend mit dem Fahrkorb mit.

Bei Aufzugkonstruktionen, bei denen in der untersten Betriebsposition des Fahrkorbs nur wenig Platz zur Sohle des Aufzugschachtes bleibt und auch seitlich zwischen Fahrkorb und Schachtwand keine Platzreserven vorliegen, ist es problematisch, das Hängekabel unterhalb der Kabine so anzuordnen, daß es nicht auf der Sohle des Schachtes aufsetzt, nicht im Schacht verhakt und pendelfrei arbeitet.

Besonders bei Schiffsaufzügen ist das Kabelpendeln aufgrund von Schiffsbewegungen zu verhindern, was üblicherweise durch geführte Kabelgewichte und Kabelrollen in 1:2 Hängung geschieht. Außerdem ist ein Hängekabel bei Aufzugschächten mit durchsichtigen Wänden optisch störend.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Aufzug mit einem Hydraulikantrieb, insbesondere einem Schiffsaufzug Glas in Glas zu schaffen, bei dem eine neue, bessere Führung des Hängekabels erreicht wird.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Bei der Erfindung ist an der Kolbenstange ein Umlenkelement für das Kabel angebracht, über das das Kabel von oben zur Decke der Kabine des Fahrkorbs geführt ist. Das Hängekabel wird daher in gleicher Weise bewegt und geführt wie das für das Seil oder die Kette zum Antrieb des Fahrkorbes der Fall ist. Ein Abschnitt des Hängekabels verläuft daher nahe der Aufzugschachtwand annähernd parallel zur Kette oder zum Seil, während der andere Abschnitt ebenfalls annähernd parallel zum Seil und zur Kette verläuft, jedoch an der Decke des Fahrkorbs endet. Von dort aus kann dann die Installation innerhalb der Kabine versorgt werden.

Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, daß das Hängekabel keine Mindesthöhe zwischen dem Boden des Schachtes und dem Boden des Fahrkorbs und in der untersten Position verlangt. Außerdem ist es bei durchsichtigen Aufzugschachtwänden optisch wenig störend angeordnet. Darüber hinaus ist auf einfache Weise erreicht, daß das Kabel nahezu senkrecht zur Decke des Fahrkorbs stramm geführt wird und nicht pendelnd während des Fahrkorbbetriebs so gut wie keine Verformungen im Bereich des Anschlusses am Fahrkorb erleidet.

Das Umlenkelement ist vorzugsweise eine Umlenkrolle, und nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Umlenkrolle oberhalb der Rolle für die Kette oder das Seil angeordnet und weist einen größeren Durchmesser als die erste Rolle auf. Vorzugsweise ist ein einziges Lagerbauteil am Ende der Kolbenstange angebracht, das beide Rollen lagert.

Um zu vermeiden, daß das Hängekabel von der Umlenkrolle abspringt, sieht eine Ausgestaltung der Erfindung vor, daß der obere Abschnitt der Umlenkrolle zumindest teilweise von einem Abdeckblech umgeben ist.

Der erfindungsgemäße Anschluß des Hängekabels an den Fahrkorb hat auch den Vorteil, daß dieser Bereich zu Reparatur- und Wartungszwecken leicht erreichbar ist.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert werden.

1 zeigt schematisch einen Aufzug nach der Erfindung.

2 zeigt eine Seitenansicht der Lagerung von zwei Rollen für den Aufzug nach 1.

3 zeigt eine Seitenansicht der Anordnung nach 2.

In 1 ist bei 10 schematisch ein Aufzugschacht dargestellt, in dem ein Fahrkorb 12, der im einzelnen nicht dargestellt ist, höhenbeweglich geführt ist. Der Fahrkorb 12 weist eine Decke 14 und einen Boden 16 auf. Seitlich im Schacht 10 ist ein Hydraulikzylinder 18 angeordnet, der von einem Hydraulikaggregat in einem Triebwerksraum 20 versorgt wird. Im Triebwerksraum 20 befindet sich auch die Steuerung des Aufzugs. An der nach oben stehenden Kolbenstange 22 des Hydraulikzylinders 18 ist eine Kettenrolle 24 gelagert für eine gestrichelt gezeichnete Kette 26, die an einem Ende fest im Aufzugschacht 10 angeschlagen und mit dem anderen Ende an der Unterseite des Fahrkorbs 12 angebracht ist, wie bei 28 angedeutet. Die beschriebene Art des Antriebs für den Fahrkorb 12 ist allgemein bekannt.

Eine Besonderheit in 1 besteht darin, daß oberhalb der Rolle 24 eine Umlenkrolle 30 für ein Hängekabel 32 drehbar gelagert ist, die ebenfalls mit der Kolbenstange 10 bewegt wird. Das rechte Ende des Hängekabels 32 führt nach unten zum Triebwerksraum 20. Das andere Ende ist von oben zur Kabinen- bzw. Fahrkorbdecke 14 geführt und die einzelnen Leitungen des Kabels 32 werden zu einem Elektroverteiler geführt und von dort zu den einzelnen Bedien- und Anzeigeelementen innerhalb des Fahrkorbs (nicht gezeigt). In den 2 und 3 ist die Lagerung der Umlenkrolle 30 näher dargestellt.

In den 2 und 3 erkennt man zwei Blechplatten 34, 36, die in dem unteren Bereich parallel in einem bestimmten Abstand zueinander verlaufen und welche eine Achse 38 lagern für ein Doppkettenrad 24a, 24b. Am unteren Ende sind die Platten 34, 36 durch eine Querplatte 40 verbunden, mit der das obere Ende der Kolbenstange 22 mittels einer Schraube 42 verschraubt ist. Oberhalb des Doppelrades 24a, 24b ist eine weitere Querplatte 44 zur Versteifung angeordnet. Darüber sind die Platten 34, 36 etwas einwärts gekröpft zur Lagerung der Umlenkrolle 30 für das Hängekabel 32. Der obere Bereich der Umlenkrolle 30 ist von einer Blechhaube 46 überdeckt. Diese verhindert, daß das Kabel aus der Rolle 30 herausspringt. Es versteht sich, daß statt eines einzigen auch mehrere Stränge für das Hängekabel 32 vorgesehen werden können.

In 2 ist eine der Ketten für den Aufzug bei 48 angezeigt. Man erkennt in 2 ferner ein Joch 50, das mit einer Führungsschiene 52 im Aufzugsschacht 10 zusammenwirkt.

In 2 ist der Fahrkorb 12 angedeutet mit seiner Decke 14. Wie erkennbar, wird das Kabel 32 annähernd senkrecht von oben über die Decke 14 und einem Elektroverteiler (nicht gezeigt) in das Innere des Fahrkorbs 12 hineingeleitet und dann, wie bei 54 angedeutet, umgelenkt und zu den einzelnen Installationen geführt. Der Elektroverteiler kann auf dem Kabinendach oder dem Kabinenbodenrahmen montiert sein.


Anspruch[de]
  1. Aufzug mit einem Hydraulikantrieb, dessen Hydraulikzylinder seitlich in einem Aufzugschacht angeordnet ist und dessen nach oben ausfahrende Kolbenstange eine Rolle lagert, über die ein Seil oder eine Kette geführt ist, das/die an einem Ende fest im Aufzugschacht und am anderen Ende am Rahmen eines Fahrkorbs angeschlagen ist und mindestens einem Kabel zur Übertragung von elektrischer Energie und Signalen in das Innere des Fahrkorbs, das mit einem Kabelanschluß des Aufzugschachtes verbunden ist und mit dem anderen Ende in den Fahrkorb hineingeführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Kolbenstange (22) ein Umlenkelement für das Kabel (32) angebracht ist, über das das Kabel (32) von oben zur Decke (14) des Fahrkorbs (12) geführt ist.
  2. Aufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Umlenkelement eine Umlenkrolle (30) ist.
  3. Aufzug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrolle (30) oberhalb der Rolle (24, 24a, 24b) für die Kette (48) oder das Seil angeordnet und einen größeren Durchmesser als die erstere aufweist.
  4. Aufzug nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem freien Ende der Kolbenstange (22) ein Lagerbauteil verbunden ist, das beide Rollen (30, 24a, 24b) lagert.
  5. Aufzug nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Abschnitt der Umlenkrolle (30) zumindest teilweise von einem Abdeckblech (46) umgeben ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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