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Dokumentenidentifikation DE102004054983A1 01.06.2006
Titel Sleeve, insbesondere Gummituchhülse
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
Erfinder Hoffmann, Eduard, Dr., 86399 Bobingen, DE;
Reichel, Klaus T., 86152 Augsburg, DE;
Keck, Angelika, 81667 München, DE;
Schmid, Georg, 86356 Neusäß, DE;
Knauer, Peter, 86692 Münster, DE;
Singler, Josef, 86637 Binswangen, DE
DE-Anmeldedatum 13.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004054983
Offenlegungstag 01.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.2006
IPC-Hauptklasse B41N 10/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Sleeve, insbesondere eine Gummituchhülse, für eine Druckmaschine, mit einem mindestens zweischichtigen Aufbau, mit einer als Trägerschicht (12) ausgebildeten Innenschicht und einer als Deckschicht (13) ausgebildeten, der Druckübertragung dienenden Außenschicht, wobei der Sleeve eine hohlzylinderförmige Gestalt mit einer zylindrischen Innenfläche (14) und einer zylindrischen Außenfläche (15) aufweist. Erfindungsgemäß ist die als Trägerschicht (12) ausgebildete Innenschicht auf der radial außenliegenden Seite (16) konvex oder konkav gewölbt, wobei eine sich an die Trägerschicht (12) anschließende Schicht (13) an einer radial innenliegenden Seite (17) eine zur Wölbung der radial außenliegenden Seite (16) der Trägerschicht (12) komplementäre Wölbung aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Sleeve, insbesondere eine Gummituchhülse, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Sleeves begünstigen ein ruhiges und stossfreies Abrollen von Druckmaschinenzylindern aufeinander infolge der fehlenden Unterbrechung von sonst üblicherweise vorhandenen Spannkanälen am Umfang der Zylinder.

Die DE 199 50 643 A1 offenbart einen Sleeve für eine Offsetrollenrotationsdruckmaschine, welcher einen insgesamt vierschichtigen Aufbau aufweist. Der Sleeve gemäß DE 199 50 643 A1 verfügt über eine als Trägerschicht ausgebildete Innenschicht und eine als Deckschicht ausgebildete, der Druckübertragung dienende Außenschicht, wobei zwischen der Trägerschicht und der Deckschicht zwei weitere Schichten vorhanden sind. Der Sleeve gemäß DE 199 50 643 A1 weist eine hohlzylinderförmige Gestalt mit einer zylindrischen Innenfläche und einer zylindrischen Außenfläche auf, wobei alle Schichten des Sleeve zylindrische Innenflächen und zylindrische Außenflächen aufweisen.

Die EP 0 819 550 B1 offenbart einen Sleeve für eine Druckmaschine, der eine zylindrische Außenfläche und eine kegelförmige Innenfläche aufweist. Der Sleeve gemäß EP 0 819 550 B1 verfügt demnach nicht über eine hohlzylinderförmige Gestalt.

Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde, einen neuartigen Sleeve, insbesondere eine neuartige Gummituchhülse, zu schaffen.

Dieses Problem wird durch einen Sleeve, insbesondere eine Gummituchhülse, gemäß Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß ist die als Trägerschicht ausgebildete Innenschicht auf der radial außenliegenden Seite konvex oder konkav gewölbt, wobei eine sich an die Trägerschicht anschließende Schicht an einer radial innenliegenden Seite eine zur Wölbung der radial außenliegenden Seite der Trägerschicht komplementäre Wölbung aufweist.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird ein mehrschichtiger Sleeve für eine Druckmaschine vorgeschlagen, der über eine insgesamt hohlzylinderförmige Gestalt mit einer zylindrischen Innenfläche und einer zylindrischen Außenfläche aufweist. Erfindungsgemäß ist die Trägerschicht an ihrer radial innenliegenden Seite zylinderförmig ausgebildet und an ihrer radial außenliegenden Seite entweder konvex oder konkav gewölbt. Eine sich an die Trägerschicht anschließende Schicht verfügt an einer radial innenliegenden Seite über eine Wölbung, die komplementär zur Wölbung der radial außenliegenden Seite der Trägerschicht ist. Durch die hier vorliegende Erfindung wird ein völlig neuartiger Aufbau für einen hohlzylinderförmigen Sleeve vorgeschlagen, wobei sich gegenüberliegende Seiten von aneinandergrenzenden Schichten des Sleeve komplementäre Wölbungen aufweisen, sodass letztendlich die Außenkontur der Sleeve nicht von einer Hohlzylinderform abweicht. Hierdurch sind völlig neuartige Sleeveeigenschaften realisierbar. Mit den erfindungsgemäßen Sleeves können Linienkraftverteilungen der äußeren, druckenden sowie bahnführenden Deckschichten beeinflusst werden.

Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:

1: einen erfindungsgemäßen Sleeve nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung im Querschnitt;

2: einen erfindungsgemäßen Sleeve nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung im Querschnitt;

3: einen erfindungsgemäßen Sleeve nach einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung im Querschnitt; und

4: einen erfindungsgemäßen Sleeve nach einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung im Querschnitt

Nachfolgend wird die hier vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf 1 bis 4 in größerem Detail beschrieben.

1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sleeve 10 im Längsschnitt, wobei eine Längsmittelachse 11 des Sleeve 10 in 1 strichpunktiert dargestellt ist, und wobei die Längsmittelachse 11 des Sleeve bei einem auf einem Druckmaschinenzylinder positionierten Sleeve der Drehachse des Sleeve 10 entspricht. Der Sleeve 10 des Ausführungsbeispiels der 1 verfügt über einen zweischichtigen Aufbau aus einer als Trägerschicht 12 ausgebildeten Innenschicht und einer als Deckschicht 13 ausgebildeten Außenschicht, wobei die Deckschicht 13 der Druckübertragung dient. Der Sleeve 10 verfügt über eine hohlzylinderförmige Gestalt mit einer zylindrischen Innenfläche 14 und einer zylindrischen Außenfläche 15. Die Außenfläche 15 dient der Druckübertragung. Erfindungsgemäß ist im Ausführungsbeispiel der 1 eine radial außenliegende Seite 16 der Trägerschicht 12 konvex gewölbt und eine radial innenliegende Seite 17 der sich an die Trägerschicht 12 anschließenden Deckschicht 13 verfügt über eine komplementäre Wölbung, ist also konkav gewölbt. Entlang der Längsmittelachse 11 variiert demnach die Dicke der Trägerschicht 12 sowie der Deckschicht 13, die Dicke des gesamten Sleeve 10 bleibt jedoch unverändert.

Ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sleeve 18 zeigt 2. Der Sleeve 18 der 2 verfügt wiederum über eine Längsmittelachse 19 sowie eine Trägerschicht 20 und eine Deckschicht 21. Der Sleeve 18 der 2 ist demnach ebenso wie der Sleeve 10 der 1 zweischichtig ausgebildet und verfügt über eine hohlzylinderförmige Gestalt mit einer zylindrischen Innenfläche 22 und einer zylindrischen Außenfläche 23. Im Ausführungsbeispiel der 2 ist eine radial außenliegende Seite 24 der Trägerschicht 20 konkav gewölbt und eine radial innenliegende Seite 25 der Deckschicht 21 konvex gewölbt. Demnach verfügen auch im Ausführungsbeispiel der 2 die sich gegenüberliegenden Seiten 24 und 25 der aneinandergrenzenden Schichten 20 und 21 über komplementäre Wölbungen.

In den Ausführungsbeispielen der 1 und 2 sind zweischichtige Sleeves 10 bzw. 18 gezeigt. 3 und 4 zeigen erfindungsgemäße Sleeves, die über einen dreischichtigen Aufbau verfügen.

So zeigt 3 einen Sleeve 26 mit einer Innenschicht 27, einer Deckschicht 28 und einer zwischen der Innenschicht 27 und der Deckschicht 28 positionierten Zwischenschicht 29. Der Sleeve 26 verfügt wiederum eine hohlzylinderförmige Gestalt mit einer zylindrischen Innenfläche 30 und einer zylindrischen Außenfläche 31, wobei die zylindrische Außenfläche 31 der Druckübertragung dient. Im Ausführungsbeispiel der 3 ist eine radial außenliegende Seite 32 der Trägerschicht 27 konvex gewölbt und eine hieran angrenzende, radial innenliegende Seite 33 der Zwischenschicht 29 verfügt über eine, komplementäre, nämlich konkave, Wölbung. Eine radial außenliegende Seite 34 der Zwischenschicht 29 ist konvex gewölbt, und eine hieran angrenzende, radial innenliegende Seite 35 der äußeren Deckschicht 28 ist konkav gewölbt. Demnach verfügen auch die aneinandergrenzenden Seiten 34 und 35 von Zwischenschicht 29 und äußerer Deckschicht 28 über komplementäre Wölbungen. Im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel der 3 sei darauf hingewiesen, dass im Sinne der hier vorliegenden Erfindung die radial außenliegende Seite 34 der Zwischenschicht 29 sowie die radial innenliegende Seite 35 der Deckschicht 28 auch zylindrisch konturiert sein können. Des weiteren ist es möglich, die radial außenliegende Seite 34 der Zwischenschicht 29 konkav und die radial innenliegende Seite 35 der Deckschicht 28 konvex zu wölben.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sleeve 36 zeigt 4. Der dreischichtige Sleeve 36 der 4 verfügt wiederum über eine Innenschicht 37, eine Deckschicht 38 sowie eine zwischen der Innenschicht 37 und der Deckschicht 38 positionierte Zwischenschicht 39. Der Sleeve 36 der 4 verfügt wiederum über eine insgesamt hohlzylinderförmige Gestalt mit einer zylindrischen Innenfläche 40 sowie einer zylindrischen Außenfläche 41. Eine radial außenliegende Seite 42 der Innenschicht 34 ist konkav gewölbt und eine radial innenliegende Seite 43 der Zwischenschicht 39 ist konvex gewölbt, sodass die sich gegenüberliegenden Seiten 42 und 43 von einandergrenzender Innenschicht 37 sowie Zwischenschicht 39 komplementäre Wölbungen aufweisen. Eine radial außenliegende Seite 44 der Zwischenschicht 39 ist konvex gewölbt und eine radial innenliegende Seite 35 der Deckschicht 38 konkav, sodass auch diese aneinandergrenzenden Seiten 44 und 45 komplementäre Wölbungen aufweisen.

Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung lassen sich selbstverständlich die Anzahl der Schichten des Sleeve sowie die konkreten Wölbungen der aneinandergrenzenden, komplementär gewölbten Seiten variieren. Allen Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, dass die radial außenliegenden Seiten 16, 24, 32 bzw. 42 der Trägerschichten 12, 20, 27 bzw. 37 entweder konkav oder konvex gewölbt sind, und dass die angrenzende Seite 17, 25, 33 bzw. 43 der angrenzenden Schicht 13, 21, 29 bzw. 39 komplementär gewölbt ist. Die Sleeves 10, 18, 26 bzw. 36 verfügen über eine hohlzylinderförmige Gestalt mit einer zylindrischen Innenfläche sowie zylindrischen Außenfläche.

In den gezeigten Ausführungsbeispielen sind die Trägerschichten 12, 20, 27 und 37 der erfindungsgemäßen Sleeves vorzugsweise inkompressibel und metallisch ausgebildet. Die der Druckübertragung dienenden Deckschichten 13, 21, 28 bzw. 38 sind kompressibel ausführt und vorzugsweise als Gummischichten ausgebildet.

10Sleeve 11Längsmittelachse 12Trägerschicht 13Deckschicht 14Innenfläche 15Außenfläche 16radial außenliegende Seite 17radial innenliegende Seite 18Sleeve 19Längsmittelachse 20Trägerschicht 21Deckschicht 22Innenfläche 23Außenfläche 25radial außenliegende Seite 25radial innenliegende Seite 26Sleeve 27Trägerschicht 28Deckschicht 29Zwischenschicht 30Innenfläche 31Außenfläche 32radial außenliegende Seite 33radial innenliegende Seite 34radial außenliegende Seite 35radial innenliegende Seite 36Sleeve 37Trägerschicht 38Deckschicht 39Zwischenschicht 40Innenfläche 41Außenfläche 42radial außenliegende Seite 43radial innenliegende Seite 44radial außenliegende Seite 45radial innenliegende Seite

Anspruch[de]
  1. Sleeve, insbesondere Gummituchhülse, für eine Druckmaschine, mit einem mindestens zweischichtigen Aufbau, mit einer als Trägerschicht (12; 20; 27; 37) ausgebildeten Innenschicht und einer als Deckschicht (13; 21; 28; 28) ausgebildeten, der Druckübertragung dienenden Außenschicht, wobei der Sleeve eine hohlzylinderförmige Gestalt mit einer zylindrischen Innenfläche (14; 22; 30; 40) und einer zylindrischen Außenfläche (15; 23; 31; 41) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die als Trägerschicht (12; 20; 27; 37) ausgebildete Innenschicht auf der radial außenliegenden Seite (16; 24; 32; 42) konvex oder konkav gewölbt ist, und dass eine sich an die Trägerschicht (12; 20; 27; 37) anschließende Schicht (13; 21; 29; 39) an einer radial innenliegenden Seite (17; 25; 33; 43) eine zur Wölbung der radial außenliegenden Seite (16; 24; 32; 42) der Trägerschicht (12; 20; 27; 37) komplementäre Wölbung aufweist.
  2. Sleeve nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die als Trägerschicht (12; 27) ausgebildete Innenschicht auf der radial außenliegenden Seite (16; 32) konvex gewölbt ist, und dass eine sich an die Trägerschicht (12; 27) anschließende Schicht (13; 29) an einer radial innenliegenden Seite (17; 33) konkav gewölbt ist.
  3. Sleeve nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die als Trägerschicht (20; 37) ausgebildete Innenschicht auf der radial außenliegenden Seite (24; 42) konkav gewölbt ist, und dass eine sich an die Trägerschicht (20; 37) anschließende Schicht (21; 39) an einer radial innenliegenden Seite (25; 43) konvex gewölbt ist.
  4. Sleeve nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die sich an die Trägerschicht (12; 20) anschließende Schicht die der Druckübertragung dienende Deckschicht (13; 21) bildet und an einer radial außenliegenden Seite eine zylindrische Außenfläche aufweist.
  5. Sleeve nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die sich an die Trägerschicht (27; 37) anschließende Schicht als Zwischenschicht (29; 39) zwischen der Trägerschicht und der Deckschicht (28; 38) ausgebildet ist.
  6. Sleeve nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die sich an die Trägerschicht anschließende Zwischenschicht an einer radial außenliegenden Seite eine zylindrische Außenfläche aufweist.
  7. Sleeve nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die sich an die Trägerschicht (27; 37) anschließende Zwischenschicht (29; 39) an einer radial außenliegenden Seite (34; 44) konvex oder konkav gewölbt ist, und dass eine sich an die Zwischenschicht (29; 39) anschließende Schicht an einer radial innenliegenden Seite (35; 45) eine zur Wölbung der radial außenliegenden Seite der Zwischenschicht (29; 39) komplementäre Wölbung aufweist.
  8. Sleeve nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die sich an die Zwischenschicht (29; 39) anschließende Schicht die der Druckübertragung dienende Deckschicht (28; 38) bildet.
  9. Sleeve nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (12; 20; 27; 37) als inkompressible Schicht und die Deckschicht (13; 21; 28; 28) als kompressible Schicht ausgebildet ist.
  10. Sleeve nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (12; 20; 27; 37) als Metallschicht und die Deckschicht (13; 21; 28; 28) als Gummischicht ausgebildet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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