PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004056564A1 01.06.2006
Titel Vorrichtung und Verfahren zur horizontalen Herstellung von Kohlestampfkuchen
Anmelder Uhde GmbH, 44141 Dortmund, DE
Erfinder Schücker, Franz-Josef, 44577 Castrop-Rauxel, DE
DE-Anmeldedatum 23.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004056564
Offenlegungstag 01.06.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.06.2006
IPC-Hauptklasse C10B 45/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur horizontalen Herstellung eines Kohlepresskuchens zum Zwecke der Verkokung des Kohlekuchens in der Ofenkammer eines Koksofens, wobei der Kohlekuchen in einer Pressform mittels stationärer Presswerkzeuge geformt wird, welche horizontal und mit einer eng begrenzten Hublänge arbeiten.
Die Pressform weist dabei eine verschiebbare Anschlagwand auf, welche mit wachsendem Kohlekuchen von den Presswerkzeugen wegbewegt wird unter Einwirkung einer entgegengesetzten geeigneten Bremskraft.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur horizontalen Herstellung eines Kohlepresskuchens zum Zwecke der Verkokung des Kohlekuchens in der Ofenkammer eines Koksofens, wobei stationäre Presswerkzeuge eingesetzt werden, welche horizontal und mit einer eng begrenzten Hublänge arbeiten.

Im Stand der Technik sind Vorrichtungen und Verfahren zum Stampfen von Kohlekuchen seit langem bekannt, hierzu seien beispielhaft die DE 557 178 und DE 31 45 344 genannt. Stand der Technik ist es, die Kohlestampfkuchen derart herzustellen, dass dieser senkrecht nach oben bis zur vollen Höhe wächst.

DE 198 07 484 beschreibt hierzu ein Stampfverfahren zur. Dazu werden Stampferstangen oberhalb einer losen Kohleschüttung mittels Linearmotoren angehoben und auf die Schüttung fallen gelassen. Ein ähnliches Verfahren wird auch in DE 35 33 071 oder DE 39 10 214 beschrieben. Diese Stampfvorrichtung muss folglich so aufgebaut sein, dass die Stangen geeignet sind, einen noch sehr flachen Kohlestampfkuchen genauso wie eine bereits vollständig gefüllte Presskammer versus fast fertigen Stampfkuchen gleichermaßen intensiv und gleichmäßig zu stampfen.

Üblicher Weise sind Stampfkuchen und somit auch die Presskammern, in welchen diese hergestellt werden, in technischen Verkokungsanlagen 4 m bis 7 m hoch, was den Nachteil hat, dass für die Stampfstangen ein entsprechender zusätzlicher Raum oberhalb der Presskammern vorgesehen werden muss. Weiterhin müssen die Befüllvorrichtungen oberhalb dieser Presskammern angeordnet sein und die gesamte Kohleschüttung auf ein Niveau oberhalb der Presskammern gebracht werden, bevor es in die Presskammern eingefüllt werden kann.

Weiterhin ist im Stand der Technik bekannt, dass die Stampfstangen und vor allem die Füße der Stampfstangen den Eintrag der Schüttkohle im Wege sind. Hierzu wird in DE 31 45 344 vorgeschlagen, die Füße der Stampferstangen derart auszugestalten, dass die Stampfstangenfüße klappbar gestaltet werden sollen, wobei es ein Nachteil ist, die hochbelasteten Stampfstangenfüße mit beweglichen Elementen zu versehen. In dieser älteren Schrift wird weiterhin die Höhe der Stampfkuchen mit 4 m bis 6 m angegeben.

Zur Herstellung von niedrigen also flach liegenden Kohlestampfkuchen, wie sie üblicher Weise in den sogenannten "non-recovery-coke ovens" eingesetzt werden schlägt DE 198 03 455 vor, den Kuchen in der bekannten stehenden Pressform zu stampfen und diese Pressform als Teil einer Kippvorrichtung auszugestalten, um den Presskuchen nach der Herstellung in die Horizontale bringen zu können. Diese Vorrichtung ist technisch sehr aufwendig.

US 3,912,091 offenbart eine Vorrichtung, in welcher ein liegender Stampfkuchen hergestellt wird. Hierbei wird während des Füllvorgangs die Kohle in der Kammer senkrecht von oben planiert und gleichzeitig auch in der Kammer verdichtet. Der Betrieb der aufwendigen Förder- und Verdichtungseinrichtung in der heißen Ofenkammer ist technisch sehr anspruchsvoll, da eine aufwändige Wasserkühlung für den Förderer erforderlich ist. Insbesondere sind die Erschütterungen durch die Verdichtungseinrichtung kritisch zu betrachten, da hierdurch Beschädigungen am Mauerwerk hervorgerufen werden können. Weiterhin ist nachteilig, dass die Planierwerkzeuge mobil aus geführt werden müssen, damit sie über dem Stampfkuchen bewegt werden können.

In DE 195 45 736 wird ebenfalls die Herstellung eines liegenden Kohlepresskuchens offenbart, wobei die Kohleschüttung außerhalb des Ofens in einen sogenannten Setzkasten gefüllt wird und anschließend verdichtet wird. Die Abmessungen des fertigen Kohlekuchens werden in DE 195 45 736 mit vorzugsweise 0,6 m hoch, 3–5 m breit und 10–20 m lang angegeben. Ein Verfahren zur Verdichtung dieses liegenden Kohlekuchens wird in der Schrift nicht ausgeführt.

Aufgabe der Erfindung ist es somit, den Mangel im Stand der Technik zu beheben und eine Kohlepressvorrichtung und ein Verfahren bereitzustellen, welches durch eine kompaktere Bauform wirtschaftlicher arbeitet und die selben oder bessere Presseigenschaften hat, wie bekannte Stampfvorrichtung und Stampfverfahren.

Die Erfindung löst die Aufgabe dadurch, dass zur Herstellung eines verdichteten Kohlekuchens aus einem schüttfähigen Kohlenmaterial zum Einsatz in einem Verkokungsofen eine hydraulische Pressvorrichtung eingesetzt wird, welche mindestens aus einem Hydraulikstempel, einer Pressform, einer im Boden der Pressform eingelegten und entnehmbaren Kuchenträgerplatte und einer über der Pressform angeordneten Schüttrinne besteht, die weiterhin, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressform aus einem Wagen oder Schlitten gebildet wird, der Wandungen, einen Boden und eine Anschlagwand umfasst, oberhalb welchem quer zu dessen Fahrtrichtung die Schüttrinne angeordnet ist, die Hydraulikzylinder, welche stationär befestigt sind und ein Zylinderkopfstück in horizontaler Richtung bewegen, beim Vortrieb das aus der Schüttrinne kommende Kohlematerial mittels des Zylinderkopfstücks quer zur Schüttrinne und unter dieser hindurch gegen die Anschlagwand und unter einer ebenen Presskuchenabdeckung hindurch pressen, wobei der Wagen mit einer der Vortriebsrichtung der Hydraulikzylinder entgegengesetzten Kraft gebremst wird, und die Presskuchenabdeckung, die sich direkt an die Schüttrinne anschließt, sowie das Zylinderkopfstück und die Schüttrinne parallel ausgerichtet sind.

Eine vorteilhafte Ausführung besteht darin, dass das Zylinderkopfstück aus einer vertikalen Druckplatte und einer horizontalen Verschlussplatte gebildet ist, wobei das Zylinderkopfstück den Auslass der Schüttrinne in der Ruheposition, welche die ersten Endposition darstellt, nicht verengt und beim Vortrieb die Verschlussplatte des Zylinderkopfes den Auslass der Schüttrinne fortschreitend verengt und bei maximalem Hub, der zweiten Endposition, den Auslass der Schüttrinne vollständig verschließt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfinderischen Vorrichtung, ist das Zylinderkopfstück quer zur Vortriebsrichtung in mindestens zwei Teilstücke unterteilt ist.

Vorteilhaft ist ebenfalls eine Variante der erfinderischen Vorrichtung, in welcher die Presskuchenabdeckung die Pressform in Vortriebsrichtung des Kohlekuchens nur teilweise überdeckt, in der Höhe verstellt werden kann und sie insbesondere zur Kohlekuchenentnahme angehoben werden kann. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Presskuchenabdeckung beziehungsweise deren Aufhängung derart gestaltet ist, dass der Auflagedruck auf den Kohlekuchen veränderbar ist.

In einer weiter optimierten Ausführungsform ist die Presskuchenabdeckplatte in Vortriebsrichtung der Hydraulikzylinder segmentiert, so dass der Auflagedruck der einzelnen Segmente voneinander unabhängig verändert werden kann.

Ein optimierte Variante der Vorrichtung sieht vor, die Bremskraft der als Wagen oder Schlitten geformten Pressform so zu gestalten, dass diese veränderbar ist. Somit ist es möglich, über die horizontal und vertikal veränderbare Presskraft, auf unterschiedliche Kohlequalitäten der Schüttung zu reagieren und eine optimale Formgebung des Kohlekuchens sicherzustellen.

Ideal ist es, wenn Hydraulikzylinder, Schüttrinne und Presskuchenabdeckplatte parallel zur Schmalseite des Wagens angeordnet sind, sodass die Dimensionierung dieser Vorrichtungskomponenten möglichst klein ausgeführt werden können.

Weiterhin ist von der Erfindung eine Vorrichtung umfasst, welche als Pressform zur vorstehend beschriebenen Vorrichtung eine flache Wanne einsetzt. Dabei ist in der Wanne eine verschiebbare Anschlagswand angeordnet, oberhalb welcher und parallel zur Anschlagswand eine Schüttrinne angeordnet ist, die Hydraulikzylinder, welche stationär befestigt sind und ein Zylinderkopfstück in horizontaler Richtung bewegen, beim Vortrieb das aus der Schüttrinne kommende Kohlematerial mittels des Zylinderkopfstücks quer zur Schüttrinne und unter dieser hindurch gegen die Anschlagwand und unter einer ebenen Presskuchenabdeckung hindurch pressen, wobei die Anschlagswand mit einer der Vortriebsrichtung der Hydraulikzylinder entgegengesetzten Kraft gebremst wird, und die Presskuchenabdeckung, welche sich direkt an die Schüttrinne anschließt, sowie, das Zylinderkopfstück und die Schüttrinne parallel ausgerichtet sind.

In einer verbesserten Ausführungsform dieser mit einer Wanne ausgestatteten Vorrichtung, ist das Zylinderkopfstück aus einer vertikalen Druckplatte und einer horizontalen Verschlussplatte gebildet ist, wobei das Zylinderkopfstück den Auslass der Schüttrinne in der Ruheposition, welche die ersten Endposition darstellt, nicht verengt und beim Vortrieb die Verschlussplatte des Zylinderkopfes den Auslass der Schüttrinne fortschreitend verengt und bei maximalem Hub, der zweiten Endposition, den Auslass der Schüttrinne vollständig verschließt.

In einer optimierten Variante der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Bremskraft der Anschlagwand veränderbar.

Vorteilhaft ist es, das Zylinderkopfstück quer zur Vortriebsrichtung in mindestens zwei Teilstücke zu unterteilen.

Eine weitere vorteilhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, dass die Presskuchenabdeckung die Wanne in Vortriebsrichtung des Kohlekuchens nur teilweise überdeckt. Dabei kann weiterhin die Vorrichtung dahingehend verbessert werden, dass die Presskuchenabdeckung und in der Höhe verstellt werden kann und sie insbesondere zur Kohlekuchenentnahme angehoben werden kann und eine zusätzliche Verbesserung besteht darin, dass der Auflagedruck der Presskuchenabdeckplatte veränderbar ist.

Weiterhin ist in einer verbesserten Ausgestaltung vorgesehen, dass die Presskuchenabdeckplatte in Vortriebsrichtung der Hydraulikzylinder segmentiert ist und der Auflagedruck der einzelnen Segmente voneinander unabhängig verändert werden kann. Weiterhin ist es insgesamt vorteilhaft, Hydraulikzylinder, Schüttrinne und Presskuchenabdeckplatte derart anzuordnen, dass diese parallel zur Schmalseite der Wanne angeordnet sind, um die Dimensionen möglichst klein zu halten.

Weiterhin ist von der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Kohlekuchens umfasst, bei welchem eine der vorgenannten hydraulischen Pressvorrichtungen vorgesehen ist, wobei die Pressform als Schlitten, Wagen oder Wanne ausgeformt sein kann, und welches sich dadurch auszeichnet, dass der herzustellende Kohlekuchen aus einer Vielzahl von horizontalen Preßvorgängen gebildet wird und das schüttfähige Kohlematerial auf eine bis zu 60% höhere Dichte gepresst wird. Dabei wird vom Zylinderkopf beziehungsweise der Druckplatte am Ende des Zylinderkopfes eine im wesentlichen immer gleichbleibende Wegstrecke zurückgelegt, da der Kohlepresskuchen in dem Maße, wie er gebildet wird, mit beziehungsweise in der Pressform nach hinten verschoben wird.

In 1 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung beispielhaft als Skizze dargestellt, wobei die Pressvorrichtung als Wagen ausgebildet ist und in 2 ist die Pressvorrichtung als Wagen ausgebildet ist.

1Wagen 2Boden 3Kuchenträgerplatte 4Anschlagwand 5Rad 6Schüttrinne 7Schüttkohle 8Hydraulikzylinder 9Befestigungsvorrichtung 10Druckplatte 11Verschlussplatte 12Presskuchenabdeckung 13Kohlepresskuchen 13aVorgepresste Kohle 14Richtung der Bremskraft 15Positionslinie 16Wanne 17Anschlagwand (verschiebbar) 18Richtung der Anpresskraft

Man erkennt in 1a) die Pressform, in Bauart eines Wagens 1, welche im wesentlichen aus dem Boden 2, der aufgelegten und entnehmbaren Kuchenträgerplatte 3, der in Fahrtrichtung vorne angeordneten Anschlagwand 4 und unter dem Boden 2 angeordneten Rollen 5 besteht. Oberhalb des Wagens 1 ist die Schüttrinne 6 angeordnet, in welcher Schüttkohle 7 eingefüllt ist und die bis auf den Wagen 1 bzw. die Kuchenträgerplatte 3 fällt.

Weiterhin ist in 1a) der Hydraulikzylinder 8 dargestellt, welcher auf einer Befestigungsvorrichtung 9 befestigt ist und die parallel zur Schüttrinne 6 verläuft und den darunter liegenden Wagen 1 überbrückt, so dass dieser unter der Befestigungsbrücke 9 den Hydraulikzylinder 8 hindurch fährt.

Das Zylinderkopfstück des in 1a) gezeigten Hydraulikzylinders 8 umfasst im wesentlichen eine senkrecht stehende Druckplatte 10 und eine mit dieser verbundenen und horizontal ausgerichteten Verschlussplatte 11. Die Presskuchenabdeckung 12, welche in

1a) in einer angehobenen Position dargestellt ist, damit die Anschlagwand 4 unter diese gefahren werden kann, ist oberhalb des Wagens 1 angeordnet und verläuft horizontal zum Kuchenträgerplatte 3. Es ist zu erkennen, dass in den Bereich zwischen der hier in einer Rückstellposition dargestellten Druckplatte 10 des Hydraulikzylinders 8, der Anschlagwand 10 und unterhalb der Schüttrinne 6, die Schüttkohle 7 auf die Kuchenträgerplatte 3 fällt.

In 1b) sind die Hydraulikzylinder 8 teilweise aufgefahren, so dass die Verschlussplatte 11 den Auslass der Schüttrinne 6 teilweise verschließt. Weiterhin ist ein Bereich 13a direkt vor der Druckplatte zu erkennen, welcher durch eine einfache Schraffur kenntlich gemacht wurde, in welcher vorgepresste Schüttkohle eingeschlossen ist. Der durch mehrfache Pressvorgänge bereits entstandene Kohlepresskuchen 13 wird zwischen Anschlagwand 4, Presskuchenabdeckung 12 und der Druckplatte 10 des Hydraulikzylinders 8 geformt. Die Richtung der Anpresskraft der Presskuchenabdeckung 12 ist als Pfeil 17 angedeutet.

Zur Aufbringung der Presskraft gegen die Anschlagwand 4 muss der Wagen 1 gebremst werden. Die Richtung der Bremskraft ist durch den Pfeil 14 angedeutet, die konkrete Bremsvorrichtung ist nicht dargestellt und kann in einer dem Fachmann bekannten Art und Weise beliebig ausgeformt sein. Der Wagen 1 ist in 1b) bereits von der Ausgangsposition, welche durch die gestrichelte Positionslinie 15 dargestellt ist, entgegen der Richtung der Bremskraft und in Richtung der Vortriebsrichtung des Hydraulikzylinders 8, definiert verfahren worden.

In 1c) ist der vollständig hergestellte Kohlepresskuchen 13 dargestellt, wobei der Wagen 1 ebenfalls in der Endposition angekommen ist. Die Kuchenträgerplatte 3 mit dem Kohlepresskuchen 13 ist Entnahme bereit.

2 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung, wobei die Pressform als Wanne 16 ausgeformt ist und der Boden 2 im wesentlichen nicht mobil ist. Die nicht starr mit der Pressform verbundene Anschlagwand 4 wird analog der vorgenannten Vorrichtung gebremst, so dass der erforderliche Druck zur Herstellung des Kohlepresskuchens 13 erreicht wird. Der Kohlepresskuchen 13 wird auf der Kuchenträgerplatte 3 hergestellt und ebenfalls zwischen Anschlagwand 4, Presskuchenabdeckung 12 und der Druckplatte 10 des Hydraulikzylinders 8 geformt. Die Richtung der Anpresskraft der Presskuchenabdeckung 12 ist als Pfeil 17 angedeutet.


Anspruch[de]
  1. Hydraulische Pressvorrichtung zur Herstellung eines verdichteten Kohlekuchens aus einem schüttfähigen Kohlenmaterial zum Einsatz in einem Verkokungsofen, bestehend aus mindestens einem Hydraulikstempel, einer Pressform, einer im Boden der Pressform eingelegten und entnehmbaren Kuchenträgerplatte, einer über der Pressform angeordneten Schüttrinne, dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Pressform aus einem Wagen oder Schlitten gebildet wird, welcher Wandungen, einen Boden und eine Anschlagwand umfasst,

    – oberhalb welchem quer zu dessen Fahrtrichtung die Schüttrinne angeordnet ist,

    – die Hydraulikzylinder, welche stationär befestigt sind und ein Zylinderkopfstück in horizontaler Richtung bewegen, beim Vortrieb das aus der Schüttrinne kommende Kohlematerial mittels des Zylinderkopfstücks quer zur Schüttrinne und unter dieser hindurch gegen die Anschlagwand und unter einer ebenen Presskuchenabdeckung hindurch pressen, wobei

    – der Wagen mit einer der Vortriebsrichtung der Hydraulikzylinder entgegengesetzten Kraft gebremst wird,

    – und die Presskuchenabdeckung, welche sich direkt an die Schüttrinne anschließt, sowie das Zylinderkopfstück und die Schüttrinne parallel ausgerichtet.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zylinderkopfstück aus einer vertikalen Druckplatte und einer horizontalen Verschlussplatte gebildet ist, wobei das Zylinderkopfstück den Auslass der Schüttrinne in der Ruheposition, welche die ersten Endposition darstellt, nicht verengt und beim Vortrieb die Verschlussplatte des Zylinderkopfes den Auslass der Schüttrinne fortschreitend verengt und bei maximalem Hub, der zweiten Endposition, den Auslass der Schüttrinne vollständig verschließt.
  3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zylinderkopfstück quer zur Vortriebsrichtung in mindestens zwei Teilstücke unterteilt ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Presskuchenabdeckung die Wanne in Vortriebsrichtung des Kohlekuchens nur teilweise überdeckt
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Presskuchenabdeckung und in der Höhe verstellt werden kann und sie insbesondere zur Kohlekuchenentnahme angehoben werden kann.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremskraft des Wagens veränderbar ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagedruck der Presskuchenabdeckplatte veränderbar ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Presskuchenabdeckplatte in Vortriebsrichtung der Hydraulikzylinder segmentiert ist und der Auflagedruck der einzelnen Segmente voneinander unabhängig verändert werden kann.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Hydraulikzylinder, Schüttrinne und Presskuchenabdeckplatte parallel zur Schmalseite des Wagens angeordnet sind.
  10. Hydraulische Pressvorrichtung zur Herstellung eines verdichteten Kohlekuchens aus einem schüttfähigen Kohlenmaterial zum Einsatz in einem Verkokungsofen, bestehend aus mindestens einem Hydraulikstempel, einer Pressform, einer im Boden der Pressform eingelegten und entnehmbaren Kuchenträgerplatte, einer über der Pressform angeordneten Schüttrinne, dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Pressform aus einer flachen Wanne gebildet wird und in welcher eine verschiebbare Anschlagswand angeordnet ist,

    – oberhalb welcher und parallel zur Anschlagswand eine Schüttrinne angeordnet ist,

    – die Hydraulikzylinder, welche stationär befestigt sind und ein Zylinderkopfstück in horizontaler Richtung bewegen, beim Vortrieb das aus der Schüttrinne kommende Kohlematerial mittels des Zylinderkopfstücks quer zur Schüttrinne und unter dieser hindurch gegen die Anschlagwand und unter einer ebenen Presskuchenabdeckung hindurch pressen, wobei

    – die Anschlagswand mit einer der Vortriebsrichtung der Hydraulikzylinder entgegengesetzten Kraft gebremst wird,

    – und die Presskuchenabdeckung, welche sich direkt an die Schüttrinne anschließt, sowie, das Zylinderkopfstück und die Schüttrinne parallel.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Zylinderkopfstück aus einer vertikalen Druckplatte und einer horizontalen Verschlussplatte gebildet ist, wobei das Zylinderkopfstück den Auslass der Schüttrinne in der Ruheposition, welche die ersten Endposition darstellt, nicht verengt und beim Vortrieb die Verschlussplatte des Zylinderkopfes den Auslass der Schüttrinne fortschreitend verengt und bei maximalem Hub, der zweiten Endposition, den Auslass der Schüttrinne vollständig verschließt.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Zylinderkopfstück quer zur Vortriebsrichtung in mindestens zwei Teilstücke unterteilt ist.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Presskuchenabdeckung die Wanne in Vortriebsrichtung des Kohlekuchens nur teilweise überdeckt
  14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Presskuchenabdeckung und in der Höhe verstellt werden kann und sie insbesondere zur Kohlekuchenentnahme angehoben werden kann.
  15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremskraft der Anschlagwand veränderbar ist.
  16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagedruck der Presskuchenabdeckplatte veränderbar ist.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Presskuchenabdeckplatte in Vortriebsrichtung der Hydraulikzylinder segmentiert ist und der Auflagedruck der einzelnen Segmente voneinander unabhängig verändert werden kann.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass Hydraulikzylinder, Schüttrinne und Presskuchenabdeckplatte parallel zur Schmalseite der Wanne angeordnet sind.
  19. Verfahren zur Herstellung eines Kohlekuchens unter Einsatz der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kohlekuchen aus einer Vielzahl von horizontalen Preßvorgängen gebildet wird und das schüttfähige Kohlematerial auf eine bis zu 60% höhere Dichte gepresst wird.
  20. Verfahren zur Herstellung eines Kohlekuchens unter Einsatz der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Kohlekuchen aus einer Vielzahl von horizontalen Preßvorgängen gebildet wird und das schüttfähige Kohlematerial auf eine bis zu 60% höhere Dichte gepresst wird.
  21. Verfahren zur Herstellung eines Kohlekuchens unter Einsatz der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass der horizontale Hub des Hydraulikzylinders eine feste und immer gleichbleibende Länge hat.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com